Thalia.de

Die Straße der Geschichtenerzähler

Roman

(1)

Die junge Engländerin Vivian Rose Spencer reist 1914 zu Ausgrabungen in der Türkei. Hier, im sagenhaften Labraunda, lässt sie die strengen Konventionen ihrer Heimat weit hinter sich und verliebt sich in den Archäologen Tahsin Bey. Als der Krieg ausbricht, verlieren sich die beiden aus den Augen. Auf ihrer Suche nach ihm trifft Vivian in einem Zug nach Peschawar den jungen Paschtunen Qayyum Gul. Beide ahnen nicht, dass ihre Geschicke sich auf immer verbinden und sie eines Tages, auf der Straße der Geschichtenerzähler, wieder zusammenführen werden.

Rezension
"Eine unaufdringliche Geschichtsstunde über koloniale Unterdrückung, Emanzipation und Klassendenken, Widerstand und Freiheitssuche.", Deutschlandradio Kultur "Buchkritik", Johannes Kaiser, 16.06.2015
Portrait
Kamila Shamsie wurde 1973 in Karatschi, Pakistan, geboren und lebt in London und Karatschi. Im Berlin Verlag erschienen bisher »Kartographie« (2004), »Verbrannte Verse« (2005), »Salz und Safran« (2006) und »Verglühte Schatten« (2009). Shamsie schreibt regelmäßig für den »Guardian« und erhielt für ihr literarisches Werk zahlreiche Preise, u.a. wurde sie 2013 als »Granta Best of Young British Novelists« ausgezeichnet.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 01.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8333-1058-4
Verlag Berliner Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 187/118/28 mm
Gewicht 280
Originaltitel A God in Every Stone
Buch (Taschenbuch)
10,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 18617128
    No und ich
    von Delphine de Vigan
    (28)
    Buch
    9,99
  • 44175918
    In anderen Herzen
    von Neel Mukherjee
    (1)
    Buch
    26,00
  • 45119977
    Die Vegetarierin
    von Han Kang
    (10)
    Buch
    18,95
  • 18719117
    Sputnik Sweetheart
    von Haruki Murakami
    (4)
    Buch
    9,99
  • 1537049
    Der Gott der kleinen Dinge
    von Arundhati Roy
    (1)
    Buch
    10,00
  • 40952735
    Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki
    von Haruki Murakami
    (5)
    Buch
    10,99
  • 44381372
    Kirschblüten und rote Bohnen
    von Durian Sukegawa
    (5)
    Buch
    18,00
  • 17450221
    Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
    von Haruki Murakami
    (3)
    Buch
    8,99
  • 1539488
    Naokos Lächeln
    von Haruki Murakami
    (21)
    Buch
    10,00
  • 40414903
    Wenn der Wind singt / Pinball 1973
    von Haruki Murakami
    (3)
    Buch
    19,99
  • 40952725
    Südlich der Grenze, westlich der Sonne
    von Haruki Murakami
    (1)
    Buch
    8,99
  • 30570762
    1Q84 (Buch 1, 2)
    von Haruki Murakami
    (9)
    Buch
    14,99
  • 2935338
    Das Gleichgewicht der Welt
    von Rohinton Mistry
    (6)
    Buch
    10,99
  • 45290480
    Die Reise in den Westen
    Buch
    88,00
  • 32017967
    1Q84 (Buch 3)
    von Haruki Murakami
    (8)
    Buch
    12,99
  • 39162706
    Die unheimliche Bibliothek
    von Haruki Murakami
    (3)
    Buch
    9,99
  • 18739261
    Der Gott der kleinen Dinge
    von Arundhati Roy
    Buch
    11,00
  • 15397452
    Der weiße Tiger
    von Aravind Adiga
    (10)
    Buch
    19,90
  • 3840196
    Tanz mit dem Schafsmann
    von Haruki Murakami
    (4)
    Buch
    10,99
  • 21276322
    Dshamilja
    von Tschingis Aitmatow
    (2)
    Buch
    5,50

Kundenbewertungen


Durchschnitt
1 Bewertung
Übersicht
1
0
0
0
0

Ein ganz besonderes Leseerlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
von Wedma am 05.08.2016

Klappentext: „Die junge Engländerin Vivian Rose Spencer reist 1914 zu Ausgrabungen in der Türkei. Hier, im sagenhaften Labraunda, lässt sie die strengen Konventionen ihrer Heimat weit hinter sich und verliebt sich in den Archäologen Tahsin Bey. Als der Krieg ausbricht, verlieren sich die beiden aus den Augen. Auf... Klappentext: „Die junge Engländerin Vivian Rose Spencer reist 1914 zu Ausgrabungen in der Türkei. Hier, im sagenhaften Labraunda, lässt sie die strengen Konventionen ihrer Heimat weit hinter sich und verliebt sich in den Archäologen Tahsin Bey. Als der Krieg ausbricht, verlieren sich die beiden aus den Augen. Auf ihrer Suche nach ihm trifft Vivian in einem Zug nach Peschawar den jungen Paschtunen Qayyum Gul. Beide ahnen nicht, dass ihre Geschicke sich auf immer verbinden und sie eines Tages, auf der Straße der Geschichtenerzähler, wieder zusammenführen werden.“ Der KT lässt schon fast einen Frauenroman vermuten. So in etwa fängt er auch an. Die gemütlichen Abende bei den Ausgrabungen in Labraunda mit charismatischen Erzählern, die ihre Legenden um die mutigen Abenteurer zum Besten zu geben wissen. Von da aus ist es auch bis zu einer Liebesgeschichte nicht weit. Tahsin Bey, der unzählige Geschichten und Geheimnisse seines Landes kennt und mit seiner Faszination zur Archäologie auch die junge Viv Spencer beeindruckt, avanciert trotz des Altersunterschieds zum Zukünftigen von Viv. Aber ein Frauen- oder Liebesroman ist „Die Geschichte der Straßenerzähler“ keineswegs. Die emotionale Seite, die in solchen Romanen oft ausführlichst in Szene gesetzt wird, ist hier weitestgehend ausgeklammert. Das gilt nicht nur für die Romantik. Es gibt bildhafte Schilderungen vom Leid der im ersten Weltkrieg verletzten Männer, aber was sich Viv dabei denkt und fühlt, da sie eine Zeit lang eine Hilfskrankenschwester in London ist, bliebt dem Einfühlungsvermögen der Leser überlassen. Die ersten zwei Teile spielen in Jahren 1914-1916 und liefern nicht nur die romantischen Bilder in Labraunda, sondern lassen vor allem die Leser über den Unsinn eines Krieges anhand nachdenken. Starke anti-Kriegsbotschaften, tiefe Gedanken zu Werten und Moral in Kriegszeiten. Dabei geht es nicht nur um den ersten Weltkrieg. Es geht auch um Herrscher und Beherrschten im Sinne Machtinhaber und „Fußvolk“, wie Engländer und Pakistanis oder auch Osmanen und Armenier, oder auch Männer, die Krieg führen und Frauen, die nun ihre Pflicht als Krankenpflegerinnen erfüllen müssen. Prägnante Situationen dazu sind in opulenter Fülle da. Frauenrechte, Stellung der Frauen in der Gesellschaft, ob in England oder in Peschawar, ist eines der zentralen Themen des Romans. Es werden englische Frauen in London und in Peschawar gezeichnet und die einheimische Frauen. Man sieht, wie stark sich ihre Lebensweisen, Bildungsstand und die gesellschaftliche Stellung unterscheiden! Viv gibt in Peschawar kostenlosen Unterricht paschtunischem Jungen Najeeb. Seine Neugier und Wissensdurst bringen sie oft zum Schmunzeln, es macht ihr Spaß, ihn zu unterrichten. Er ist auch ein spannender Diskussionspartner. Viv schafft es mühelos, ihre Faszination für Archäologie auf ihn zu übertragen, denn sie sucht nach einem Stirnreif, der König Dareios dem helenischen Seefahrer Skylax im Jahr 515 vor Christus als Zeichen des Vertrauens geschenkt hat. Najeeb ist Feuer und Flamme, auch weil es um das historische Erbe seines Volkes geht. Najeebs Mutter reagiert aber alles andere als erfreut, als sie von diesen Unterrichtsstunden hört. Najeeb soll zu Mulla zum Unterricht gehen. Paschtunische Frauen erhalten gar keine Bildung. Ihnen wird von Kindesbeinen eine Mutterrolle anerzogen. Dies wurde sehr gelungen anhand von Najeebs kleiner Nichte gezeigt. Viv reist in Kürze nach England zurück. Der letze Teil spielt 1928-1930. Vieles hat sich geändert. Hier spielt die Geschichte um den Aufstand der Paschtunen gegen die Briten, dem viele Einheimische zu Opfern fallen. Viv ist wieder in Peschawar. Najeeb hat sie eingeladen, um zusammen den Stirnreif auszugraben, dessen Fundort Najeeb ausfindig gemacht hat. Die Geschichte ist komplex, facettenreich und so erfrischend anders, wie frei von der Leber erzählt! So leicht und locker kann nur eine Meisterin des Fachs solche schwierigen Themen angehen und diese gekonnt miteinander verweben. Ihre Schilderungen spielen mitunter mit allen Sinnen: man riecht, schmeckt, nimmt haptisch ihre Geschichte wahr. Es werden auch verschiedene erzählformen kombiniert, insb. im letzen Teil gibt es Briefe, Telegramme, Reminiszenzen, Geschichten über die Schicksale der paschtunischen Frauen, etc., die das Leseerlebnis bereichern. Es ist nicht alles am Ende erklärt worden. Lose Enden, könnte man meinen. Aber ich finde, es muss nicht immer alles ins Kleinste ausgeschlachtet werden. Der rote Faden ist gut präsent, die Hauptbotschaften sind sehr klar dargelegt worden und angekommen, den Rest kann man sich denken. Die Ausgestaltung des Buches ist etwas ungewöhnlich. Es fehlen die „Gänsefüßchen“ bei der direkten Rede. Paar Mal bin ich drüber gestolpert, aber sonst sieht der Text so entspannt und aufgeräumt aus, dass es mir wiederum gut gefallen hat. Das Coverbild mit dem Mann, der die orientalisch anmutende Straße entlangläuft, halte ich für sehr gelungen. Das könnte die Straße der Geschichtenerzähler sein, zu der die Geschichte immer wieder zurückkehrt, daher ist der Titel ist doch recht passend. Fazit: Die Straße der Geschichtenerzähler habe ich sehr gern gelesen. Das Buch wollte sich nicht aus der Hand legen lassen. Es ist ein ganz besonderes Leseerlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Man taucht ein eine völlig andere Welt ab, erfährt so viel über die damalige Zeit, über die Paschtunen und ihre Sicht der Dinge. Auf dem Buchrücken liest man: „Kamila Shamsie verfügt über außergewöhnliche erzählerische Kraft.“ Salman Rushdie. Und: „Diesen aufregenden und zutiefst bewegenden Roman kann man gar nicht genug empfehlen.“ The Guardian. Ja, das stimmt. Trotzdem dass hier wohl kaum mit Emotionen „gespielt“ wird, ist es ein bewegender Roman, der noch lange nachhallt. Gerne lese ich auch weitere Romane aus der Feder von Kamila Shamsie.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Großartiges Buch mit beeindruckenden Schauplätzen und Charakteren
von ReadingBooks aus Nieder-Olm am 27.07.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Schon das Cover des Buches von Kamila Shamsie begeistert. Es wirkt sommerlich und ein wenig verträumt. Es erinnert ein wenig an Urlaub und Architektur – letzteres aber eher nur entfernt. Gleichzeitig wirft der Titel einige Fragen auf und ich bin schon vor dem Lesen gespannt, was das für eine... Schon das Cover des Buches von Kamila Shamsie begeistert. Es wirkt sommerlich und ein wenig verträumt. Es erinnert ein wenig an Urlaub und Architektur – letzteres aber eher nur entfernt. Gleichzeitig wirft der Titel einige Fragen auf und ich bin schon vor dem Lesen gespannt, was das für eine Straße ist. Dieses Buch ist vieles, ich habe derart viele Eindrücke und Emotionen zum Buch, dass es mir tatsächlich schwer fällt eine Rezension zu schreiben, die diesem Buch gerecht wird. Es gibt Bücher, die liest man einfach und ist anschließend begeistert, Pageturner, die den Leser vom Hocker hauen und mitreißen. Dieses Buch gleicht einer Flut aus Eindrücken, es ist eine Mischung verschiedener Genre und hinterlässt mich.. tja zufrieden, ein wenig erschlagen, begeistert und traurig gleichzeitig. Ihr merkt schon, diese Rezension gleicht den anderen auf diesem Blog nicht wirklich. Das liegt daran, dass “Die Straße der Geschichtenerzähler” nicht einfach so erzählt oder beschrieben werden kann – geschweige denn bewertet. Schon der Einstieg ins Buch machte mich fast sprachlos. Tahsin Bey entpuppte sich bereits auf den ersten Seiten als unglaublich charismatischer Mann, der Frauenherzen vermutlich schnell höher schlagen ließ. Es ist beachtlich, denn eben dieses Charisma war über die Seiten hinweg zu spüren und auch wenn er nur zu Beginn des Buches erwähnt wird, so ist er für mich doch eine der markantesten Figuren des Romans. Es ist erstaunlich mit welcher scheinbaren Leichtigkeit Schicksale in “Die Straße der Geschichtenerzähler” miteinander verwoben werden. Die einzelnen Figuren sind dabei mit Liebe zum Detail ausgearbeitet. Selbst bei einigen der Randfiguren hatte ich das Gefühl sie gut zu kennen. Dieses Buch verbreitet einen ganz eigenen Zauber, dem man sich mit jeder weiteren Seite immer weniger entziehen kann. Daraus resultiert allerdings auch ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle, das bis zum Ende des Buches anhält. Im Nachhinein kann ich sagen, so beeinruckend das Cover bereits ist, es kann mit dem Inhalt des Buches nicht mithalten. Kamila Shansie hat eine Geschichte erschaffen, die beeindruckender kaum sein könnte. Starke, charismatische Protagonisten, mitreißende Nebenfiguren und großartige Schauplätze. Der geschichtliche Hintergrund wird in diesem Buch schnell zu Nebensache, denn es sind die Schicksale der Figuren die fesseln und den Leser ans Buch binden. Meine Tweets zeigen, wie tief die Geschichte geht, wie sehr mich dieses Buch fesselte und mitriß. Wie es endet werde ich nicht verraten, doch soviel sei gesagt: damit hatte ich nicht gerechnet. “Die Straße der Geschichtenerzähler” ist so viel mehr als ein einfacher Bestseller oder Pageturner. Es ist ein Roman, der den Begriff “Tiefgang” neu definiert. Dieser Geschichte kann man sich einfach nicht entziehen. Es ist ein brillianter Roman, für den meine 5 Sterne Skala kaum ausreicht um meine Bewunderung für dieses Buch zu verdeutlichen. Dieser Roman ist beachtlich und mir fehlt tatsächlich grad das passende Wort um es zu beschreiben. Aber es steht fest: Lest es!! Wartet nicht, lest es und erzählt mir dann von euren Eindrücken. Ich bin irgendwie auch jetzt noch sprachlos.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein Stück Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 09.06.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ich mag den Schreibstil der Autorin. Der Roman ist etwas besonderes. Es fängt 1914 an, Vivian Rose Spencer ist Archäologin und arbeitet mit dem Freund ihres Vaters dem Türken Tahsin Bey an Ausgrabungen Laubranda.Ihr macht die Arbeit Spaß. sie wurde von ihrem Vater gefördert, da er keine Söhne hat, freut... Ich mag den Schreibstil der Autorin. Der Roman ist etwas besonderes. Es fängt 1914 an, Vivian Rose Spencer ist Archäologin und arbeitet mit dem Freund ihres Vaters dem Türken Tahsin Bey an Ausgrabungen Laubranda.Ihr macht die Arbeit Spaß. sie wurde von ihrem Vater gefördert, da er keine Söhne hat, freut ihn das Interesse Vivian besonders. Zu der Zeit ist es schon etwas besonderes, das eine Frau studieren kann. Da muss ich mich immer wieder wundern, das das erst 100 Jahre her ist. Lustig fand ich, das sie Tahsin Beys Mops nachts mit Feigen ködert. Mit Thasin Bey hat sie ein besonseres Verhältnis. Vivian Rose Liebe zur Archäologie bringt sie dem jungen Najeeb Gul ans Herz, der engadiert sich und es wird sein Leben. Wegen dem 1. Weltkrieg muss sie zurück, aber Najeeb Gul schreibt ihr und hält sie auf dem Laufenden. Sein Bruder wird ein Freiheitskämpfer. Die geschichtlichen Hintergründe kommen in diesem Roman gut an. Die Kämpfe der Inder um Unabhängigkeit von den Briten kann ich gut nachvollziehen. Indiens Geschichte hat bei mir schon immer einen besonderen Flair. Die Autorin Kamila Shamsie bringt uns die Weltgeschichte nahe und lässt uns eintauchen in dieGeschichte Indiens. Sie schreibt flüssig und fesselnd.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Straße der Geschichtenerzähler
von solveig am 01.05.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Titel dieses Romans, der vielleicht bei manchem Neugierigen Gedanken an die „Geschichten aus 1001 Nacht“ aufkommen lässt, ist ganz und gar nicht romantisch gemeint. Die Straße der Geschichtenerzähler ist eine belebte, geschichtsträchtige Einkaufsstraße in Peschawar, in der einmal die Geschichtenerzähler saßen... Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Titel dieses Romans, der vielleicht bei manchem Neugierigen Gedanken an die „Geschichten aus 1001 Nacht“ aufkommen lässt, ist ganz und gar nicht romantisch gemeint. Die Straße der Geschichtenerzähler ist eine belebte, geschichtsträchtige Einkaufsstraße in Peschawar, in der einmal die Geschichtenerzähler saßen und auf Kundschaft warteten. Zu einer traurigen Berühmtheit gelangte die Qissa Khwani im April 1930, als an diesem Ort ein gewaltfreier Aufstand von Paschtunen gegen die britische Kolonialmacht blutig niedergeschlagen wurde. Aber von Anfang an. Wie ein Ring umschließt ein silberner Stirnreif die Geschichte um das Leben dreier Protagonisten. Während des Ersten Weltkriegs ist die Engländerin Vivian, von Haus aus privilegiert durch Vermögen und den Abschluss eines archäologischen Studiums, auf der Suche nach dem verschollenen Stirnreif des Skylax, von dem der antike Geschichtsschreiber Herodot in seinem Werk berichtet. Mit diesem Traum steckt sie den jungen Paschtunen Najeeb an, den sie unterrichtet und dem sie die Begeisterung für die Antike weitergibt. Najeeb, phantasiebegabt und klug, widmet sich der Archäologie und forscht weiter nach dem Reif, findet und - verliert ihn wieder. Qayyum schließlich ist Najeebs älterer Bruder. Er ist ein indischer Soldat, der im Dienst des englischen Königs in Europa im Ersten Weltkrieg gekämpft und dabei ein Auge verloren hat und nun nach Peschawar zurückgekehrt ist, hin- und hergerissen von Gefühlen des Gehorsams dem Kolonialherrn gegenüber und neuen, freiheitlichen Ideen, die Abdul Ghaffar Khan, Führer der Khudai Khidmatgar, der „Diener Gottes“, verbreitet. Den Höhepunkt des zivilen Ungehorsams, den er predigt, erleben wir schließlich auf der Straße der Geschichtenerzähler.… Der Autorin gelingt es grandios, intensive Eindrücke von dem Leben im Peschawar des beginnenden 20. Jahrhunderts zu vermitteln. Der Leser hat gewissermaßen das Gefühl, die würzigen Aromen und die Düfte nach Rosen und reifem Obst im Bazar wahrzunehmen - aber auch den unangenehmen Geruch des Blutes, das im Krieg fließt. Das pulsierende Leben auf der Straße und im orientalischen Bazar schildert sie lebhaft und farbig - genauso eindrucksvoll aber auch die schrecklichen Ereignisse bei dem Aufstand der Paschtunen. Der ruhige, langsame Rhythmus, in dem Shamsie ihre Erzählung beginnt, steigert sich schnell. Immer rascher dreht sich das Geschehen bis zum Höhepunkt, dem gewaltfreien Aufstand der Inder gegen ihre Kolonialmacht England. Kamila Shamsie ist ein sehr komplexer Roman gelungen: die Schicksale fiktiver Personen verbindet sie mit historischen Ereignissen. Menschliche Lebenswege, kulturelle Unterschiede und Auseinandersetzungen, antike Geschichten und überlieferte Erzählungen: all das trifft in der Straße der Geschichtenerzähler zusammen, dem Mittelpunkt des Romans.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein gut geschriebener historischer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 30.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist ein gelungener historischer Roman, der von dem außergewöhnlichen Schreibtalent der Autorin lebt. Die Geschichte spielt sich Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts ab. Unsere Hauptfigur ist eine junge Engländerin, die zu Ausgrabungen nach Labraunda reist, was zu dieser Zeit alles andere als... Das Buch "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist ein gelungener historischer Roman, der von dem außergewöhnlichen Schreibtalent der Autorin lebt. Die Geschichte spielt sich Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts ab. Unsere Hauptfigur ist eine junge Engländerin, die zu Ausgrabungen nach Labraunda reist, was zu dieser Zeit alles andere als gewöhnlich ist, da sie weiblich ist und studiert hat. Dort angekommen trifft sie auf den Archäologen Tashin Bey, wodurch die Geschichte ihren Lauf nimmt... Die Autorin schafft es, während des ganzen Buch den Leser in Ihren Bann zu reißen. Schon nach kurzer Zeit konnte ich mich als Leser mit der Hauptfigur identifizieren und war damit mitten in der Geschichte. Die Handlungen sind echt gut gemacht und dieses ist echt das erste historische Buch was ich gut lesen konnte. Auch das Cover finde ich gut gelungen, es hat mich dazu verleitet, das Buch zu lesen. Meiner Meinung nach ist das Buch nicht nur was für geschichtsinteressierte Leser, sondern auch für Leser die gut geschriebenen Bücher mögen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein spannender und bewegender Roman
von einer Kundin/einem Kunden am 09.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Meine Meinung zum Inhalt : Die Londonerin Vivan Rose Spencer , ist für ihre damalige Zeit eine energische und sehr selbstbewusste Junge Frau. Also reist sie im Juli 1914 zu den Ausgrabungen nach Labarunda in der Türkei teilzunehmen. Tahsin Bey , ein sehr guter Vater hat sie dazu eingeladen.... Meine Meinung zum Inhalt : Die Londonerin Vivan Rose Spencer , ist für ihre damalige Zeit eine energische und sehr selbstbewusste Junge Frau. Also reist sie im Juli 1914 zu den Ausgrabungen nach Labarunda in der Türkei teilzunehmen. Tahsin Bey , ein sehr guter Vater hat sie dazu eingeladen. Man spürt ihre Freude und Energie , eilt mit ihr den Hügel hinauf , nimmt Teil an ihren Zeichnungen die sie in ihrem Skizzen-und Tagebuch hinterlässt. Hier treffen zwei verwandte Seelen aufeinander , den beiden sind gerade zu besessen von ihrem Forschergeist und den Sagenhaften silbernen Stirnreif des Sylax zu finden. Es kommt wie es kommen muss , beide verlieben sich ineinander , doch diese Zarte Bande und die auf knospende Liebe wird jäh von heute auf morgen durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges getrennt. Viv reist schweren Herzens nach London zurück , mit dem Versprechen von Tahsin Bey , das er sie zu Weihnachten In London besuchen wird. In London arbeitet sie als Krankenschwester in dem sie die verletzten Soldaten aufopferungsvoll pflegt. Aber Tahsin meldet sich nicht und der Krieg will nicht enden. Ein Gespräch mit einem Regierungsmitglied das Interesse am Skizzenbuch und ihrem Wissen über ihren Aufenthalt in der Türkei , soll zu Verhängnis werden und viel Leid und Schmerz auslösen , von dem sie zu dem Zeitpunkt noch nichts ahnt und dem sie sich Später die Schuld geben wird. Ihr Herz ist sehnt sich zurück und Dank ihrer Mutter finden sie einen Weg und Reist nach Peschwar in Indien. Im Zug begegnet ihr der Patschune Oayyum Gul , der im Krieg auf englischer Seite in Ypern gekämpft hat , und als Kriegsversehrter heimkehrt. Nichts ahnend das er einmal ihren Weg kreuzen wird. Bei ihrer Ankunft auf dem Bahnsteig stößt sie auf den Jungen Najeeb , den sie Unterrichtet . Ein wissbegieriges Kind das alles Wissen um sein Land und die Geschichte aufsaugt wie ein Schwamm. Sie ahnt da noch nicht welche große Rolle diese beiden Menschen in der Straße der Geschichtenerzähler spielen werden. Man konnte sich spielend Leicht in diese Geschichte hineinfinden , und wurde ob man wollte oder nicht in das Geschehen hineingezogen ! Die Autorin Kamila Shansie , hat ein wunderbares , berührendes und bewegendes Werk geschaffen. Ihr Schreibstil ist sehr Kraftvoll , klar , flüssig und mitreißend. Auch hat sie Behutsam und mit viel Fingerspitzengefühl, die Emotionen und Gefühle der Menschen beschrieben. Sie lässt die Landschaft und die Menschen Lebendig werden. Man hat Teil an den Ausgrabungen , dem ersten Weltkrieg und all dem Leid, aber auch an der Freude der Menschen. Der Liebe , dem Verrat und Hass kommen sehr gut herüber. Auch bei dem Geschichtlichen hat sie gute Recherche Arbeit geleistet, bei den Ausgrabungen , dem ersten Weltkrieg und dem Unabhänigkeitskampf, dem Volk in Indien das sich nach Freiheit sehnt, das sich endlich der Unterdrückung der Engländer befreien möchte. Die Straße der Geschichtenerzähler zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Geschichte . Sie zeichnet auch ein neues Frauenbild auf , das durch Vivan verkörpert wird. Ihre Protagonisten wirken sehr real und glaubwürdig. Die Emotionen und die einzelnen Charaktere sind sehr klar heraus kristallisiert , so das man sich in jeden einzelnen sehr gut hineinversetzen kann. " Diese Roman hat mich sehr tief bewegt und erschüttert , aber auch Hoffnung Hinterlassen. An den Großmut der Menschen teilhaben lassen." Ein Buch das ich nur Empfehlen kann , der sich für Gute Lebendige und fesselnde Geschichtsliteratur interessiert .

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Absolut lesenswerte Zeitreise!
von Jennifer aus Stadtroda am 06.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

INHALT Im Juli 1914 bricht die studierte britische Historikerin und Ägyptologin Vivian Rose Spencer nach Karien (heutige Türkei) auf, um an den Ausgrabungen des antiken Ortes Labraunda teilzunehmen. Der Türke Tahsin Bey, ein Freund ihres Vaters, hat sie eingeladen. Vivian, genannt Viv, verliebt sich in den väterlichen Freund, doch der... INHALT Im Juli 1914 bricht die studierte britische Historikerin und Ägyptologin Vivian Rose Spencer nach Karien (heutige Türkei) auf, um an den Ausgrabungen des antiken Ortes Labraunda teilzunehmen. Der Türke Tahsin Bey, ein Freund ihres Vaters, hat sie eingeladen. Vivian, genannt Viv, verliebt sich in den väterlichen Freund, doch der erste Weltkrieg kommt dazwischen. Werden sich beide wiedersehen? Während Tashin Bey in der Türkei verbleibt, reist Viv zurück nach London und kümmert sich die ersten Kriegsjahre als Krankenschwester aufopferungsvoll um verletzte britische Soldaten. Danach beschließt sie, angeregt durch Tashins Postkarte, nach Indien - genauer: Peschawar - zu reisen. Im Zug begegnet sie dem im Krieg verwundeten Paschtunen Qayyum Gul, nichtsahnend, dass sich ihre Wege auf der sog. Straße der Geschichtenerzähler bald wieder kreuzen werden... MEINUNG Als Archäologin kann ich mich gut in Vivian hineinversetzen und den Entdeckereifer nachvollziehen. Die Grabungen um 1900 müssen spektakulär gewesen sein, richtige Abenteuer. Sogar von Flinders Petrie, dem bekannten britischen Ägyptologen ist in einem Nebensatz die Rede - traumhaft. Als Frau musste man sich in dieser Zeit als Wissenschaftlerin in einer Männerdomäne noch bewähren. Schön, dass Vivian Tahsin als ihren Fürsprecher hatte; wenn auch nur für kurze Zeit. Sie versucht den engen Konventionen der Zeit zu entfliehen und unabhängig zu leben, was ich sehr beachtenswert finde. Insgesamt ist sie ein außergewöhnlich mutiger Charakter mit dem Herz am rechten Fleck. Letzteres bezeugt nicht nur ihre Tätigkeit als Krankenschwester in Kriegszeiten, sondern auch ihr unbändiger Wille, den wissbegierigen 12-jährigen Najeeb Gul in Peschawar zu unterrichten, obwohl er arm und Paschtune ist. Sie lehrt ihm die altgriechischen Epen des Homer im Original zu lesen und führt ihm in die Altertumswissenschaften ein. Der zweite Hauptcharakter des Romans ist Qayyum Gul, Najeebs großer Bruder. Ihn hat der erste Weltkrieg und vor allem die Schlacht bei Ypern, bei der er auf britischer Seite kämpfte, schwer mitgenommen. Auf dem Schlachtfeld hat er nicht nur ein Auge, sondern auch seine Lebenslust verloren. Zurück in seiner Heimat Indien muss er erst wieder lernen, den Alltag zu meistern. Als dann auch noch sein Lebensretter und bester Freund Kalam durch eine Familienfehde ums Leben kommt, hadert er sehr mit sich und der Welt. Erst durch die indische Reformbewegung des Ghaffar Khan, die westliche Bildung und ein England freies Indien propagiert, bekommt sein Leben wieder Sinn. Während sich Qayyum zum Revolutionär mausert, wird sein Bruder Museumsassistent in Peschawar und nimmt an verschiedenen Grabungen teil. Beide Charaktere wachsen dem Leser durch ihre individuelle Lebensgeschichte ans Herz. Die aus Pakistan stammende Autorin Kamila Shamsie hat mit "Die Straße der Geschichtenerzähler" einen beeindruckenden Roman geschrieben, der es schafft, Zeitgeschichte und Belletristik sehr stimmig miteinander zu verweben. Sie nimmt nicht nur die Wirren und dramatischen Folgen des ersten Weltkrieges in den Blick, sondern auch die aufstrebende archäologische Wissenschaft und das Frauenbild um 1900 in Großbritannien und Indien. Dieses vielschichtige Werk lässt sich nicht mal eben in einem Ritt durchlesen, dafür enthält es zu viel kleinteilige Informationen und erzählerische Raffinessen. Der Sprachstil passt perfekt zum Sujet. Er ist bildhaft und flüssig. Zudem werden antike Quellen (Herodot, Arrian etc.) und indische Geschichtenerzähler zitiert, was mich immens begeistert hat und den Leser immer mehr in die Rolle eines Zeitreisenden versetzt. Zudem bekommt man eine kleine Einführung in die indische Archäologie mit ihren Stupas und den buddhistischen Statuen im berühmten Gandhara-Stil. Ein auktorialer Erzähler berichtet abwechselnd von Vivians und Qayyums Erfahrungen und Schicksalsschlägen zwischen den Jahren 1914 und 1930. Gegen Ende werden beide Erzählstränge gekonnt zusammengeführt. FAZIT Sehr lesenswerte, poetische Zeitreise - besonders für Archäologie- und Geschichtsfans. Meine Leseentdeckung des Frühlings! Wohlverdiente 5 Sterne.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Reise in ein fernes Land
von Ostsee_71 am 01.03.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt: 1914, Ausgrabung in der Türkei: Die junge Geschichtsstudentin Viv bekommt die Chance an den Ausgrabungen des Archäologen Tahsin Bey teilzunehmen, einem Freund ihres Vaters. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach dem Stirnreif des Skylax, einem antiken Reisenden, von dessen Reiseberichten beide fasziniert sind. Während ihrer... Inhalt: 1914, Ausgrabung in der Türkei: Die junge Geschichtsstudentin Viv bekommt die Chance an den Ausgrabungen des Archäologen Tahsin Bey teilzunehmen, einem Freund ihres Vaters. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach dem Stirnreif des Skylax, einem antiken Reisenden, von dessen Reiseberichten beide fasziniert sind. Während ihrer Arbeit kommen sich beide näher. Als der 1. Weltkrieg ausbricht, kehren beide in ihre Heimat zurück. Vor ihrer Abreise erzählt Tahsin Viv von seiner armenischen Herrkunft und seinem Kampf für die armenische Sache. Zurück in England wird Viv aufgrund ihres Auslandsaufenthalts interessant für den Geheimdienst und erzählt aufgrund des auf die ausgeübten Drucks von Tahsins Aktivitäten. Als dieser kurze Zeit später spurlos verschwindet, macht sich Viv auf die die Reise nach Pashawar, da Tahsin in einem seiner letzten Briefe also möglichen Fundort des Stirnreifs erwähnt hat. Dort angekommen, taucht Viv in das dortige Leben ein und lernt den Jungen Najeeb kennen, der ihr das Leben in Peshawar zeigt, im Gegenzug unterrichtet sie ihn in Englisch, Geschichte und Archäologie und weckt in ihm eine tiefe Neugier auf die Geschichte seines Landes. Leider stößt sie mit dieser Freundschaft zu dem Jungen auf den Widerstand seiner Familie. Nach einer längeren Rückkehr nach England kehrt sie 1930 nach Peshawar zurück, mitten in den Freiheitskampf der Inder. Meine Meinung: Dieses Buch ist anders, hat einen besonderen Zauber. Viv ist eine besondere Frau, die ein Leben führt, das für einen Frau in der damaligen Zeit sehr ungewöhnlich ist. So ist es sicherlich mutig, im Jahre 1914 als Frau alleine nach Peshawar zu reisen und sich dort alleine ein Leben aufzubauen. So ungewöhnlich wie diese Frau ist auch die Erzählung, die eine besondere Stimmung verbreitet. Mich hat der Erzählstil überrascht und ich mußte mich zunächst daran gewöhnen, wenn man sich jedoch auf diesen Schreibstil einläßt, wird man in eine fremde Welt hineingeführt, die einen besonderen Zauber hat. Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung des Lebens in Peshawar. Eine Besonderheit ist hierbei sicherlich, dass die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt wird, einmal aus der Sicht Viv, also der Sicht einer westlichen Frau und aus der Sicht von Najeeb und seinem Bruder Quyyum, zwei jungen Männer aus Indien. Aufgrund dieser Perspektiven bekommt man als Leser eine tiefen Einblick in den Konflikt zwischen der Kolonialmacht England und den einheimischen Menschen in Indien, die Behandlung der Menschen und die Sicht beider Seiten auf die Ereignisse. So ist die Suche nach dem Stirnreif und die Freundschaft von Najeeb und Viv nur eine Art Aufhänger, um dem Leser einen tiefen Einblick in das Koloniale Indien zu geben. Die Charaktere werden sehr eindrücklich beschrieben und die inneren Konflikte und Kämpfe sind gut nachvollziehbar. Trotz aller äußerlichen Unterschiede werden Najeeb und Viv gute Freunde, die leider durch die Traditionen und Vorurteile zu leiden haben. Ein besonderes Buch mit tollen Stimmungen, einzig den etwas ungewöhnliche Schreibstil sehe ich als Minuspunkt in diesem Buch. Das Buch ist sehr lesenswert, besonders für Leser, die sich gerne mit fremde Kulturen beschäftigen und auch bereit sind, sich auf Unbekanntes einzulassen. Diese Leser werden mit einer spannenden Geschichte belohnt, die den Leser nicht unberührt und nachdenklich zurück lassen wird.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Erzählung wie von der Straße der Geschichtenerzähler
von einer Kundin/einem Kunden aus Linnich am 02.06.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Der Vater von Vivian Rose Spencer ist ein Mann ohne Söhne. Deshalb gab der Archäologe seine Liebe zur Arbeit früh an seine Tochter weiter. Sie studierte Geschichte und Ägyptologie in London und nimmt nun, 22 Jahre alt, im Jahr 1914 an einer Ausgrabung in Labraunda , in der heutigen... Der Vater von Vivian Rose Spencer ist ein Mann ohne Söhne. Deshalb gab der Archäologe seine Liebe zur Arbeit früh an seine Tochter weiter. Sie studierte Geschichte und Ägyptologie in London und nimmt nun, 22 Jahre alt, im Jahr 1914 an einer Ausgrabung in Labraunda , in der heutigen Südwesttürkei, teil. Hier trifft sie mit dem Freund der Familie Tahsin Bey, einem türkischen Archäologen zusammen. Doch sie scheint mehr als nur die Liebe zur Archäologie zu verbinden doch der Beginn des 1. Weltkriegs trennt sie. Viv kehrt nach England zurück und arbeitet als Krankenschwester. Aus Loyalität ihrem Vaterland gegenüber begeht sie unbedacht einen Verrat mit schwerwiegenden Folgen. In einem Loyalitätskonflikt steckt auch der junge Soldat Qayyum Gul, der verwundet in seine Heimat Peschawar zurückkehrt. Im Zug dorthin treffen beide zufällig aufeinander doch es wird nicht ihre letzte Begegnung sein, denn ihr Schicksal scheint miteinander verwoben da beide die Liebe zur Archäologie teilen. Auch wenn Viv eine für damalige Zeit außergewöhnliche Frau ist, ist das Buch mehr ein Zeitzeugnis aus der Zeit des 1. Weltkriegs, des bröckelnden Empires und des Untergangs des osmanischen Reiches. Ein Buch auf das man sich einlassen muss, das einen dann aber mit einer Geschichte belohnt, die so auch auf der Straße der Geschichtenerzähler hätte erzählt werden können.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Straße der Geschichtenerzähler
von simi159 am 29.05.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

1914, die Engländerin Vivian Rose Spencer reist in das antike Karien nach Labranunda, um an archäologischen Ausgrabungen teilzunehmen. Das war zur damaligen Zeit gegen jede Konvention, doch ihr Vater hat sie schon bei ihren Studium unterstütz und will ihr auch jetzt helfen. Sein osmanische Freund Tashin, soll ihr vor... 1914, die Engländerin Vivian Rose Spencer reist in das antike Karien nach Labranunda, um an archäologischen Ausgrabungen teilzunehmen. Das war zur damaligen Zeit gegen jede Konvention, doch ihr Vater hat sie schon bei ihren Studium unterstütz und will ihr auch jetzt helfen. Sein osmanische Freund Tashin, soll ihr vor Ort helfen. Vivian kennt ihn seit ihrer Kindheit und hofft , dass er sie bei der Suche nach der geheimnisvollen Siedlung Kaspatyros unterstützen kann. Zwischen ihnen gibt es trotz des Altersunterschied eine Art Seelenverwandtschaft und eine große gemeinsame Leidenschaft für die Archäologie. Dieses besondere Interesse der Beiden läßt eine tiefe Liebe entstehen. Sie trennen sich nach Ende der Ausgrabungen, Vivian kehrt nach England zurück, in Europa ist mittlerweile Krieg und sie beginnt als Krankenschwester zu arbeiten. Sie wird von Militärangehörigen besucht und nach ihrer Forschungsreise befragt. Zu gleichen Zeit kämpft der Patschtune Qayyum Gul im indischen Regiment auf Seite der Engländer. Er wird verletzt, verliert ein Auge und kehrt nach Hause zurück. Auf einer Zugfahrt, lernt er Vivian kenne, die auf dem Weg nach Peshawar ist. Dort begegnet ihr auch der Junge Najeeb, der sehr an wissbegierig ist, wird von ihr in Archäologie unterrichtet. 15 Jahre später arbeitet Najeeb in Peshawa in einem Museum und er bittet Vivian ihn zu einer Ausgrabung zu begleiten. Doch wieder stehen Veränderungen an, den Gandhi pocht auf Unabhängigkeit und so geraten die drei, Vivian, Najeeb und Qayyum auf der Strasse der Geschichtenerzähler in den Strudel der Revolution.... Fazit:Kamila Shamsi zeigt in seinem anspruchsvollen Roman, die Auswirkungen des 1. Weltkrieges und den daraus resultierenden Zerfall des britischen Empires und des osmananschen Reiches. Dafür verpackt er, die junge Vivian und deren Wunsch nach Unabhängigkeit und einem eigenständigen Leben, in eine farbenfrohe Geschichte, die in den Jahren 1914-1930 spielt. Er zeigt die großen unterschiede zwischen Europa und Asien auf, und versteht es seine Leser in eine unbekannte Welt im Orient zu entführen. Es dauert bis man im Orient ankommt, denn die vielen asiatischen Namen, Orten und Redewendungen brauchen ein bißchen, bis vertraut sind. Die Liebesgeschichte die sich ganz leicht durch Alles, Kriegsgeschehen, Ausgrabungen, Unterschied der Kulturen zieht, verbindet alles wie Klebstoff miteinander. Wer etwas Geduld mitbringt, gern historische hinterlegte Geschichten und den Orient mag, wird hier sehr gut unterhalten. Von mir gibt es dafür 4 STERNE.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Abtauchen in eine vergangene Zeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 20.05.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

1914 keine leichte Zeit für Frauen, die unabhängig sein wollen. Die Engländerin Vivian Rose ist eine von ihnen. Sie reist in dieser Umbruchszeit nach ins osmanische Reich, in die heutige Türkei, um an archäologischen Ausgrabung dabei zu sein. Zu verdanken hat sie das ihrem Vater, der sie immer ermutigt... 1914 keine leichte Zeit für Frauen, die unabhängig sein wollen. Die Engländerin Vivian Rose ist eine von ihnen. Sie reist in dieser Umbruchszeit nach ins osmanische Reich, in die heutige Türkei, um an archäologischen Ausgrabung dabei zu sein. Zu verdanken hat sie das ihrem Vater, der sie immer ermutigt hat zu lernen und sich nicht auf die typischen "Frauenbeschäftigungen" zu reduzieren. Im antiken Karien soll sie dem Freund ihres Vater Tahsin Bey bei seinen Ausgrabungen unterstützen. Bald sieht sie aber sehr viel mehr in ihm als nur einen Freund. Wer jetzt glaubt, das entwickelt sich zu einer schwülstigen Liebegeschichte täuscht sich. Denn ich wurde überrascht, denn im Fokus steht nicht unbedingt die Liebesgeschichte, die ein paar Überraschungen bereit hält, sondern sehr viel mehr die Entwicklung der Protagonistin. Sie muss sich in den Kriegswirren noch sehr behaupten. Neben den spannenden Hauptcharakteren waren für mich die Beschreibungen des osmanischen Reiches und später auch Indien sehr interessant. Als Leser ist man bei Zerfall des osmanischen Reiches und des britischen Kolonialreiches dabei. Manchmal war es ein wenig verwirrend und langatmig für mich, da ich mich nicht so sehr in dieser Zeit auskenne. aber die Autorin hat es dann doch immer wieder geschafft mich mitzunehmen. Ein wirklich interessanter Roman mit einer starken Protagonistin. Der mein Allgemeinwissen erweitert hat. Für mich gab es manchmal ein paar Längen, die nicht hätten sein müssen, aber dennoch sehr empfehlenswert, für Leser, die gerne einmal in die orientalische und asiatische Welt abtauchen möchten.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein tolles Buch
von AddictedToBooks am 20.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Was für ein tolles Buch! Schon nach den ersten paar Seiten war ich direkt im Geschehen und habe mich in die Vergangenheit ziehen lassen. Die Geschichte um Vivian (Viv) und Qayyum hat mich sofort in ihren Bann gezogen, denn ich liebe solche Geschichten, und wenn sie dann auch noch... Was für ein tolles Buch! Schon nach den ersten paar Seiten war ich direkt im Geschehen und habe mich in die Vergangenheit ziehen lassen. Die Geschichte um Vivian (Viv) und Qayyum hat mich sofort in ihren Bann gezogen, denn ich liebe solche Geschichten, und wenn sie dann auch noch gut und spannend erzählt sind, dann ist für mich alles perfekt. Mir persönlich hat die Umsetzung sehr gut gefallen, ich wurde diesbezüglich auf keinen Fall enttäuscht. Vivian ist ein interessanter Charakter, in den ich mich sehr schnell "einleben" konnte. Ich finde sie sehr sympathisch und kann die meisten ihrer Handlungen gut nachvollziehen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit ihr auf diese Reise zu gehen. Besonders gern mochte natürlich auch Qayyum, der zweite wichtigste Protagonist in dem Buch. Seine Geschichte hat mich sehr berührt und mich immer wieder daran erinnert, wie die Welt auch heutzutage in anderen Ländern noch aussieht. Es gab auch noch einige andere wichtige und weniger wichtige Charaktere, aber Vivian und Qayyum waren für mich die wichtigsten, die ich auch am liebsten mochte. Ein bisschen schwer tat ich mich aber ehrlich gesagt beim Schreibstil. Ich lese sehr viele historische Romane und habe damit eigentlich nie Probleme, aber der Schreibstil hier war doch sehr anspruchsvoll. Man musste ständig konzentriert bleiben, sonst kam man schnell raus. Sowas kenne ich von anderen Romanen sonst nicht (bei Sachbüchern ist das eher mal der Fall), aber es war jetzt auch kein Weltuntergang. Das einzige "Problem" war, dass ich dadurch eben etwas länger gebraucht habe, das Buch zu vollenden. Aber das hat nicht weiter gestört. Aufgrund der Idee und der tollen Umsetzung bekommt "Die Straße der Geschichtenerzähler" von mir 4 von 5 möglichen Sternen. Ein toller Roman für Liebhaber von Histos.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Sehnsucht während des Krieges...
von Tina Bauer aus Essingen am 30.10.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Die junge britische Vivian nimmt an einer Ausgrabung im Jahr 1914 teil, als der Krieg ausbricht. Sie geht nach England zurück und pflegt ausgerechnet dort in Brighton im Royal Pavillion Soldaten der indischen Panthans-Armee. Sie kehrt zurück und gibt dort einem armen Jungen Unterricht in Archeologie und Griechisch sowie... Die junge britische Vivian nimmt an einer Ausgrabung im Jahr 1914 teil, als der Krieg ausbricht. Sie geht nach England zurück und pflegt ausgerechnet dort in Brighton im Royal Pavillion Soldaten der indischen Panthans-Armee. Sie kehrt zurück und gibt dort einem armen Jungen Unterricht in Archeologie und Griechisch sowie Latein. Als dieser sich von ihr abwendet, weil es nicht den Sitten entspricht, reist sie abermals nach England zurück um Jahre später von ebendiesem Jungen zu einer Ausgrabung eingeladen zu werden. Ein Kreisen um Gefühle, Sehnsucht und der damaligen Sittsamkeit, die durch Kolonialherrschaft zum Aufstand der Einheimischen führt, bringt Vivian mehr als einmal in Gefahr und es endet alles in der Straße der Geschichtenerzähler.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Langweilig, nciht das Buch, das ich bevorzuge
von einer Kundin/einem Kunden aus Tägerwilen am 27.04.2015
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Ich bin mir nicht sicher, ob ich viele Worte zusammenbringe,es fällt mir sehr schwer. Was soll man gross über so ein Buch schreiben. Mir fiel es sehr schwer das zu lesen und der Gechichte zu folgen. Der extrem schwere und nicht logische Schreibstil machte es einem gar nicht einfach,... Ich bin mir nicht sicher, ob ich viele Worte zusammenbringe,es fällt mir sehr schwer. Was soll man gross über so ein Buch schreiben. Mir fiel es sehr schwer das zu lesen und der Gechichte zu folgen. Der extrem schwere und nicht logische Schreibstil machte es einem gar nicht einfach, sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Ich musste mich regelrecht zwingen es fertig zu lesen. Die Autorin kannte ich bereits durch ihren vorherigen Roman „Verglühte Schatten“, der aber etwas völlig anderes sich widmet. Auf „Die Straße der Geschichtenerzähler“ war ich dementsprechend bereits gespannt, allerdings fand ich in Vivian Rose Spencer eine nicht ganz so ergreifende Person und auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich berühren und ich konnte der Geschichte sowieso nicht gut folgen. War alles sehr schwerfällig. Vivian ist Engländerin, die zusammen mit Tahsin Bey an einer Ausgrabung teilnimmt. Doch dann bricht der erste Weltkrieg aus und die angedeutete Liebe wird im Keim erstickt, da Vivian nach Hause zurück eilt. Erstmal ist die exotische Stadt wunderbar beschrieben, man kann Vivian durch die Gassen und Häuser folgen und sieht sie regelrecht vor sich. Allerdings werden auch die politischen Bestrebungen der Inder zu dieser Zeit sehr deutlich beschrieben, man kann sich das regelrecht vorstellen. Nur das ist grade das einzige was gut ist. Es gibt mehrere Teile, die nicht gut sind. Für mich ist es darum allerdings nicht der Roman, den ich nach dem Lesen des Klappentextes erwartet habe. Ich habe eine ganz andere Geschichte erwartet, viel mehr historisches usw. Ich konnte mich einfach nicht auf die Charaktere und die Geschichte einlassen. Mit dem Stil der Autorin komme ich auch ganz und gar nicht zurecht, denn die eingerückte wörtliche Rede, das immer wieder benutzt wird, stört den Schreibfluss stark. Es passt einfach nicht und man stolpert immer wieder darüber und muss dann nochmals beginnen, den Satz zu lesen. Für ein Buch und aogar einen Roman ist das extrem mühsam.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
langatmig
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 17.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Eigentlich war das Buch rundherum genau mein Beuteschema. Ein wunderschönes Cover welches mich bereits auf einen exotischen Ort einstellen konnte. Dazu ein Titel der durch seine eigene Melodie aus dem Einerlei der Buchtitel wohltuend hervorsticht. Dazu das Setting im Anfang des 20. Jahrhunderts – meine Lieblingslesezeit – und die... Eigentlich war das Buch rundherum genau mein Beuteschema. Ein wunderschönes Cover welches mich bereits auf einen exotischen Ort einstellen konnte. Dazu ein Titel der durch seine eigene Melodie aus dem Einerlei der Buchtitel wohltuend hervorsticht. Dazu das Setting im Anfang des 20. Jahrhunderts – meine Lieblingslesezeit – und die Gegend Indien/Pakistan/Orient. Ich hatte wohl auch durch das Thema Ausgrabungen und Geologin die Vorstellung, es könnte ähnlich sein, wie ein Buch von Tanja Kinkel, welches mir sehr gefallen hat. Aber leider war dem nicht ganz so. Die Autorin hat einen sehr anspruchsvollen Schreibstil, wodurch man zu aufmerksamen konzentrierten Lesen angehalten ist. Das ist ja prinzipiell nicht schlecht aber irgendwie kommt dann zwischen den Zeilen, den verschiedenen Zeitsprüngen und den unendlich vielen verschiedenen Geschichten nicht der richtige Fluss zustande. Oder anders ausgedrückt, fand ich die ganze Geschichte etwas holprig und fragte mich dauernd, was die Autorin mir damit sagen will. Es war keine Liebesgeschichte, denn die wurde ziemlich schnell nach lauen Anfängen abgewürgt. Es war einiges über Ausgrabungen, und aufwühlende rohe Szenen über den Weltkrieg und das Schicksal einiger und vieler. Es wird viel von den Menschen erzählt aber sie blieben mir dennoch allesamt seltsam fremd. Ich habe mich einfach schwer getan mit dem Buch. Ich hatte anderes erwartet

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Straße der Geschichtenerzähler
von einer Kundin/einem Kunden aus Mengen am 12.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

as Cover des Buches gefällt mir sehr gut, die warmen Farben, die nach unten hin verschwimmen, sehen harmonisch aus. Der Klappentext hört sich auch sehr vielversprechend an. Der Schreibstil ist sehr schön und malerisch gewählt. Vivian Rose, die Tochter eines Archäologen wird von ihrem Vater, der keine Söhen hat, wie ein... as Cover des Buches gefällt mir sehr gut, die warmen Farben, die nach unten hin verschwimmen, sehen harmonisch aus. Der Klappentext hört sich auch sehr vielversprechend an. Der Schreibstil ist sehr schön und malerisch gewählt. Vivian Rose, die Tochter eines Archäologen wird von ihrem Vater, der keine Söhen hat, wie ein Sohn aufgezogen. Er möchte ihr unbedingt seine Liebe zur Archäologie nahe bringen, was ihm auch gelingt. Mit Feuereifer geht sie zu ihrer ersten Ausgrabung nach Lahraunda, dort lernt sie Fahsin Bey, einen Freund ihres Vaters kennen und lieben. Sie merken bald, dass da mehr Zuneigung ist, als das gemeinsame Interesse an den Ausgrabungen. Doch sie werden durch den ausbrechenden Weltkrieg voneinander getrennt. Viv arbeitet als Krankenschwester in einem Lazarett und begibt sich dann auf den Weg nach Peschawar. Dort trifft sie auf den jungen Paschtune Qayyum Gul, der verwundet aus dem Krieg zurückkehrt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Das Buch konnte mich leider nicht begeisterten, ich hatte etwas anderes von ihm erwartet. Ich hatte mir eine romantische Liebesgeschichte mit historischem Hintergrund erhofft. Jedoch wird die Liebesgeschichte nur am Rande gestreift. Der histroische Hintergrund steht vollkommen im Vordergrund. Ich bin nicht der unbedingte Geschichtsfan, so dass mir das etwas zuviel war. Auch fand ich die ausführlich beschreibende Schreibweise manchmal sehr langatmig, was mich daran hinderte, in Lesefluss zukommen. Insgesamt fand ich die Lekture des Buches ziemlich zäh. Wahrscheinlich kann man das Buch durch die vielen ineinanderverstrickten politischen und geschichtlichen Geschehnisse nicht so schnell und leicht lesen, wie ich es erwartet habe. Das Buch wird sicherlich seine Liebhaber in geschichtlichen interessierten Leser finden.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Erzählung wie von der Straße der Geschichtenerzähler
von einer Kundin/einem Kunden am 02.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Der Vater von Vivian Rose Spencer ist ein Mann ohne Söhne. Deshalb gab der Archäologe seine Liebe zur Arbeit früh an seine Tochter weiter. Sie studierte Geschichte und Ägyptologie in London und nimmt nun, 22 Jahre alt, im Jahr 1914 an einer Ausgrabung in Labraunda , in der heutigen... Der Vater von Vivian Rose Spencer ist ein Mann ohne Söhne. Deshalb gab der Archäologe seine Liebe zur Arbeit früh an seine Tochter weiter. Sie studierte Geschichte und Ägyptologie in London und nimmt nun, 22 Jahre alt, im Jahr 1914 an einer Ausgrabung in Labraunda , in der heutigen Südwesttürkei, teil. Hier trifft sie mit dem Freund der Familie Tahsin Bey, einem türkischen Archäologen zusammen. Doch sie scheint mehr als nur die Liebe zur Archäologie zu verbinden doch der Beginn des 1. Weltkriegs trennt sie. Viv kehrt nach England zurück und arbeitet als Krankenschwester. Aus Loyalität ihrem Vaterland gegenüber begeht sie unbedacht einen Verrat mit schwerwiegenden Folgen. In einem Loyalitätskonflikt steckt auch der junge Soldat Qayyum Gul, der verwundet in seine Heimat Peschawar zurückkehrt. Im Zug dorthin treffen beide zufällig aufeinander doch es wird nicht ihre letzte Begegnung sein, denn ihr Schicksal scheint miteinander verwoben da beide die Liebe zur Archäologie teilen. Auch wenn Viv eine für damalige Zeit außergewöhnliche Frau ist, ist das Buch mehr ein Zeitzeugnis aus der Zeit des 1. Weltkriegs, des bröckelnden Empires und des Untergangs des osmanischen Reiches. Ein Buch auf das man sich einlassen muss, das einen dann aber mit einer Geschichte belohnt, die so auch auf der Straße der Geschichtenerzähler hätte erzählt werden können.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Straße der Geschichtenerzähler
von raschke64 aus Dresden am 22.05.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Text auf der Rückseite: Eine junge Engländerin reist 1914 zu Ausgrabungen nach Labraunda und begegnet dort dem Archäologen Tahsin Bey. Vor dem Hintergrund antiker Ausgrabungen und den Wirren des Ersten Weltkriegs entfaltet sich eine vergangene Zeit, eine exotische Welt und vor allem die Geschichte einer großen Liebe. In letzter... Text auf der Rückseite: Eine junge Engländerin reist 1914 zu Ausgrabungen nach Labraunda und begegnet dort dem Archäologen Tahsin Bey. Vor dem Hintergrund antiker Ausgrabungen und den Wirren des Ersten Weltkriegs entfaltet sich eine vergangene Zeit, eine exotische Welt und vor allem die Geschichte einer großen Liebe. In letzter Zeit frage ich mich immer mehr, ob die Verfasser der Klappentexte bzw. der Rückseitentexte überhaupt die Bücher vorher lesen. Denn die Geschichte der großen Liebe war ganz kurz abgehandelt und ziemlich schnell vorbei. Wer also einen Liebesroman erwartet, wird komplett enttäuscht werden. Ich auch – allerdings nicht wegen der fehlenden Liebesgeschichte. Sondern eher wegen den vielen Themen, die teilweise ziemlich durcheinander abgehandelt werden und teilweise ziemlich langatmig beschrieben. Durch das erste Drittel des Buches habe ich mich regelrecht durchgequält. Die Beschreibungen der exotischen Orte waren super, man hatte sofort Bilder vor Augen, spürte die Gerüche, die Geräusche. Was da so gut gelungen ist, gelingt für meinen Geschmack bei keiner der beteiligten Personen. Nicht bei einer einzigen hatte ich ein Bild vor Augen. Sie wirkten alle auf mich wie „durchsichtige Gespenster“ – nicht fassbar, nicht fühlbar. Ich war teilweise so gelangweilt, dass ich zwischendurch tatsächlich mehrere andere Bücher gelesen habe. Der Mittelteil war dann etwas besser, ob das Geschehen einfach interessanter war oder ich mich an den Stil des Buches gewöhnt hatte, kann ich nicht sagen. Denn durch das Ende quälte ich mich dann wieder. Gut gemeint – aber viel zu viel gewollt. Der 1. Weltkrieg, die archäologischen Ausgrabungen, dazwischen die alten Texte, dann wieder der Befreiungskampf von Indien. An die fremdartigen Namen gewöhnt man sich, zu den „Dienstbezeichnungen“ hatte ich keinen Zugang. Es ist eine komplett fremdartige Welt, zu der ich in diesem Buch leider keinen Zugang fand.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0

Wird oft zusammen gekauft

Die Straße der Geschichtenerzähler

Die Straße der Geschichtenerzähler

von Kamila Shamsie

(1)
Buch
10,00
+
=
55 kommunikative Spiele A1-C1

55 kommunikative Spiele A1-C1

von Susanne Daum

Schulbuch
19,99
+
=

für

29,99

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen