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Die Tänzerin im Schnee

Roman. Ausgezeichnet vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels als Eines der schönsten Bücher 2014

(5)
Sie tanzten nur einen Winter. Was treibt eine junge Frau dazu, ihr Heimatland, ihren Ehemann und ein neugeborenes Kind zu verlassen? Schmerzhaft und schön erzählt Daphne Kalotay die Schicksalsgeschichte einer gefeierten Primaballerina. Ihr großer, bewegender Roman, der in 19 Sprachen übersetzt wurde, handelt von der Schönheit des Tanzes, dem Geheimnis alten Bernsteinschmucks und von fatalem Freundes- und Liebesverrat. In Boston beschließt die ehemalige Ballerina Nina Rewskaja, ihre Schmucksammlung versteigern zu lassen. Einst wegen ihrer Grazie und Schönheit "Schmetterling" genannt, ist sie nunmehr an den Rollstuhl gefesselt. Der Bostoner Professor Grigori Solodin glaubt, besagter Schmuck sei der Schlüssel zu einem lange verborgenen Geheimnis. Mit Hilfe der Auktionatorin Drew Brooks versucht er, das Rätsel der Primaballerina zu lösen. Damit entfesselt er eine schmerzliche Geschichte, die zurück ins Moskau der Nachkriegszeit führt. Eine Geschichte, die von Terror und Verrat, von Leidenschaft und Kunst und der langsamen Auslöschung der Menschlichkeit handelt. Mit umfangreichem Hintergrundmaterial zum Bolschoi-Theater, zur Stalinzeit und zu Bernsteinschmuck, inklusive Autoreninterview und Ballett-Glossar.
Portrait
Daphne Kalotay ist Universitäts-Professorin und unterrichtet Kreatives Schreiben. Nach intensiven Recherchen schrieb sie sechs Jahre an „Die Tänzerin im Schnee“. „Zum Schreiben des Buches wurde ich durch meiner Leidenschaft für Tanz und Russische Literatur sowie meine eigene Familiengeschichte inspiriert. Der Auslöser aber war eine hoffnungslose Liebe.“

Carina Tessari, geb. 1978, studierte Übersetzen in Berlin und übertrug u. a. Curtis Sittenfeld und Lindsay Graves ins Deutsche. Sie lebt in Mannheim

Gesine Schröder, geb. 1976, studierte in Kiel und Berlin. Sie übersetzte u. a. Kim Edwards und Curtis Sittenfeld aus dem Englischen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 479
Erscheinungsdatum 12.03.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-2802-8
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 206/135/39 mm
Gewicht 539
Originaltitel Russian Winter
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 66.571
Buch (Taschenbuch)
12,99
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„Ergreifende Liebesgeschichte unter Stalin“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Daphne Kalotay hat einen wunderbaren Roman über das Ballett, die Liebe und das Leben im Russland zur Zeit Stalins geschrieben. Der Originaltitel „Russian Winter“ trifft den Inhalt des Romans allerdings wieder einmal deutlich besser als die deutsche Übersetzung, denn er bietet verschiedene Interpretationsmöglichkeiten: Natürlich ist Daphne Kalotay hat einen wunderbaren Roman über das Ballett, die Liebe und das Leben im Russland zur Zeit Stalins geschrieben. Der Originaltitel „Russian Winter“ trifft den Inhalt des Romans allerdings wieder einmal deutlich besser als die deutsche Übersetzung, denn er bietet verschiedene Interpretationsmöglichkeiten: Natürlich ist es kalt in Moskau, aber es herrscht auch eine eisige Kälte zwischen den Menschen unter der Diktatur von Stalin.

In diesem Roman werden zwei verschiedene Familiengeschichte geschickt miteinander verknüpft. Erst ganz am Ende löst sich der Knoten. Die Hauptpersonen sind Nina, eine Primaballerina des russischen Bolschoi-Balletts, ihr Ehemann und Lyriker Viktor Elsin, sein bester Freund und Komponist Gersch, dessen Freundin und ebenfalls Primaballerina Vera, Grigori Solodin, ein Übersetzer und Universitätsdozent und Drew, eine Mitarbeiterin eines großen Auktionshauses in Boston. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart in Boston. Nina ist in der Zwischenzeit um die achtzig Jahre alt und gelähmt. Sie trifft sich mit der jungen Drew, um über den Verkauf ihres wertvollen Schmucks zu verhandeln. Da erfährt sie, dass ein unbekannter Spender eine Kette mit einem Bernsteinanhänger stiften will, die anscheinend zu einem Schmuckset passt, dass ihr gehört. Drew würde gerne mehr über diesem Schmuck erfahren, aber Nina will nichts davon wissen. Danach wechselt die Geschichte zwischen der Gegenwart und den Erinnerungen von Nina an die Vergangenheit hin und her.

Nina und ihre Freunde waren in der Sowjetunion relativ privilegiert. So konnten sie durchaus, wenn auch getrennt voneinander, ins befreundete Ausland reisen. Doch als Stalin auch Juden zu verfolgen beginnt, ändert sich die Situation für die vier Freunde drastisch. Gersch wird verhaftet und die Freunde wissen nicht mehr, wem sie noch wirklich trauen können. Dann geschieht noch ein weiteres Unglück und Nina zieht daraus ihre Konsequenzen. Sie flieht aus der Sowjetunion ohne sich noch einmal mit ihrem Mann zu beraten. Zeit ihres Lebens versucht sie zu verdrängen, was damals passiert ist. Grigori Solodin ist als Baby von einem russischen Paar adoptiert worden. Seine Eltern sind mit ihm ebenfalls in die USA geflohen. Einzig eine Handtasche mit Briefen, Fotografien und der Kette mit dem Bernsteinanhänger sind ihm von seiner Mutter geblieben. Da die Briefe viele Bilder und Motive des Dichters Viktor Elsin enthalten und seine Mutter eine Primaballerina gewesen sein soll, zieht er hieraus Schlüsse über seine Herkunft. Er versucht Nina zu kontaktieren, aber sie weist ihn ab. Erst der Forscherdrang der Auktionatorin Drew bringt die ganze Tragödie endgültig ans Licht.

Dieser Roman ist wunderschön geschrieben. Er vermittelt einen guten Einblick in das Leben unter Stalin und über die Qualen der Balletttänzerinnen. Es ist eine ausgesprochen spannende und tragische Geschichte, die mich bis zum Schluss gefesselt hat. Sie ist so wunderbar menschlich und zeigt, wozu Menschen in Extremsituationen fähig sind. Und dann ist sie ganz abrupt vorbei! Ich hätte die Personen gerne noch weiterverfolgt.

„Künstlerleben unter Stalin“

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Was bringt eine gefeierte Primaballarina im Moskau der 50er Jahre dazu, Hals über Kopf Theater, Mann und Freunde zu verlassen. Kolotay erzählt vom Leben der inzwischen 80-jährigen Nina. In jungen Jahren wurde sie gefeiert, nun ist sie alt, krank und einsam und sperrt sich gegen die schmerzhaften Erinnerungen.
In Rückblenden fängt
Was bringt eine gefeierte Primaballarina im Moskau der 50er Jahre dazu, Hals über Kopf Theater, Mann und Freunde zu verlassen. Kolotay erzählt vom Leben der inzwischen 80-jährigen Nina. In jungen Jahren wurde sie gefeiert, nun ist sie alt, krank und einsam und sperrt sich gegen die schmerzhaften Erinnerungen.
In Rückblenden fängt der Roman sehr anschaulich und interessant vor allem die Stalinzeit in Moskau ein, die Enge der Wohnungen, die sich viele Menschen teilen, die Schlangen vor den Geschäften und Ämtern und die Angst der Leute, das Falsche zu sagen. Wem kann man noch trauen? Zugleich gibt der Roman Einblicke in die Welt des Bolschoi-Theaters, in die harte tägliche Arbeit und die Entbehrungen der Tänzer für Anerkennung und Ruhm.
Die „Tänzerin im Schnee“ ist durch die dichte Handlung spannend bis zuletzt und gibt gute Eiblicke in ein Künsterleben der Stalinzeit.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
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Wunderschön erzählt
von einer Kundin/einem Kunden aus Haan am 05.11.2012

Die Geschichte wird wunderschön erzählt. Die politischen Umstände in der UdssR werden so eingebaut, dass es für die Geschichte wichtig und gut ist, man aber keinen politschen Roman liest.

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Russland und seine Künstler
von Anna Stiefel aus Freiburg im Breisgau am 23.08.2012

Die ehemalige, kranke Starballerina Nina, die in Amerika lebt, lässt ihren Schmuck versteigern. Bei den Vorbereitungen dazu taucht ein Mann auf, der eine zu einem ihrer Sets passende Kette besitzt und mitversteigern lassen will. Daphne Kalotay lässt das Russland der 40er Jahre wieder auferstehen, gibt Einblicke in die Welt der... Die ehemalige, kranke Starballerina Nina, die in Amerika lebt, lässt ihren Schmuck versteigern. Bei den Vorbereitungen dazu taucht ein Mann auf, der eine zu einem ihrer Sets passende Kette besitzt und mitversteigern lassen will. Daphne Kalotay lässt das Russland der 40er Jahre wieder auferstehen, gibt Einblicke in die Welt der Künste, der Diktatur Stalins und der sowjetischen Demokratie. Sie zeigt den damaligen Lebensstandard, die Angst vor Verhaftung und wie Menschen an dem System kaputt gehen und ihr ganzes Leben beeinflusst. Sehr lesenswert. Schön an kalten Tagen auf dem warmen Sofa.

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Erinnerungen einer russischen Ballerina
von Fugu am 06.03.2014

Nina, eine ehemalige russische Ballerina, die zu Zeiten Stalins nach Europa geflohen und später in die USA eingewandert ist, versteigert ihren gesamten Schmuck. Sie will so ihre Vergangenheit loswerden. Da macht ihr jedoch Grigori einen Strich durch die Rechnung, weil er immer wieder bei ihr anklopft. Was verbindet die... Nina, eine ehemalige russische Ballerina, die zu Zeiten Stalins nach Europa geflohen und später in die USA eingewandert ist, versteigert ihren gesamten Schmuck. Sie will so ihre Vergangenheit loswerden. Da macht ihr jedoch Grigori einen Strich durch die Rechnung, weil er immer wieder bei ihr anklopft. Was verbindet die beiden? Langsam zeigt sich das gesamte Leben und Schicksal von Nina und ihrer russischen Vergangenheit. Die Geschichte an sich hat sehr gute, spannende und eindrückliche Aspekte. Man hätte aber mehr daraus machen können. Die Erzählweise ist langatmig und nicht wirklich packend. Schade.

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