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Die Tochter des Malers

Roman

(4)
Ein Roman wie ein Gemälde von Marc Chagall: voller Poesie, Träume und Liebe
Paris, 1935: Ida ist die behütete Tochter des Ausnahmekünstlers Marc Chagall und eines seiner Lieblingsmotive. Als sie sich in den Studenten Michel verliebt, steht die innige Beziehung zu ihrem Vater auf dem Spiel. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und ihrer Familie droht tödliche Gefahr, was Chagall jedoch in blinder Hingabe an seine Kunst verleugnet. Schon bald muss Ida sich entscheiden – zwischen ihrem eigenen Lebensweg und der Rettung ihres Vaters.
Bewegend, mitreißend, voller Tragik – und eine wahre Geschichte
Rezension
" Basierend auf Tatsachen, sehr detailreich und poetisch erzählt. " HÖRZU, 25.09.2015
" Packend und eindrücklich erzählt [Gloria Goldreich] die Geschichte einer jungen Frau [...] " Sabine Jünemann, Delmenhorster Kreisblatt, 09.11.2015
" Gloria Goldreich verfasste einen Roman wie ein Gemälde [...] " Neues Deutschland, 21.11.2015
Portrait

Gloria Goldreich ist die von der Kritik hochgelobte Autorin zahlreicher Erzählungen, Kinder- und Jugendbücher sowie mehrerer Romane. Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie ist die Mutter dreier Kinder und lebt mit ihrem Mann in Tuckahoe, New York.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 592
Erscheinungsdatum 21.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3182-0
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 210/136/43 mm
Gewicht 580
Originaltitel The Bridal Chair
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 46.433
Buch (Taschenbuch)
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Starker Roman - irreführender Klappentext
von einer Kundin/einem Kunden aus Herbstein am 05.11.2015

Meine Güte, was für ein Buch! Es ist schon ein kleines Wunder, dass ich es beim Lesen nicht gegen die nächste Wand geworfen habe - nicht, weil es schlecht wäre, sondern weil es der Autorin Gloria Goldreich so gut gelingt, dem Menschen hinter Marc Chagalls farbenprächtigen Bildern ein Gesicht... Meine Güte, was für ein Buch! Es ist schon ein kleines Wunder, dass ich es beim Lesen nicht gegen die nächste Wand geworfen habe - nicht, weil es schlecht wäre, sondern weil es der Autorin Gloria Goldreich so gut gelingt, dem Menschen hinter Marc Chagalls farbenprächtigen Bildern ein Gesicht zu geben, und es ist kein sympathisches. Geschickt nutzt die Autorin die Perspektive des allwissenden Erzählers, denn auch wenn es Ida ist, "Die Tochter des Malers" , die der Leser bei ihrer Entwicklung vom ernsten, behüteten kleinen Mädchen bis hin zur erwachsenen Frau verfolgt, so ist sie ebenso wie ihr berühmter Vater keine Sympathieträgerin, in die man sich leicht hineinversetzen könnte. Wie ein roter Faden durch sämtliche Lebensabschnitte Idas zieht sich die ungesunde Beziehung, die Marc und Ida Chagall miteinander verbindet - ungesund deshalb, weil sie selbst für ihren Vater nie Ida ist, sondern eben immer nur "Die Tochter des Malers", die ihm das Leben möglichst einfach und angenehm machen soll. Dies tut Ida bis als Erwachsene mit Begeisterung, ohne dabei die nötigen Grenzen um ihr eigenes Leben zu ziehen. Andere Menschen in ihrem Leben wie Student Michel müssen resigniert einsehen, dass sie neben dem großen Maler Marc Chagall immer nur eine Nebenrolle in Idas Leben spielen werden. Anfangs tat mir Ida Leid, da sich ihre Eltern Marc und Bella gerade während der immer ernster werdenden Bedrohung durch Faschisten und Nationalsozialisten nicht wie Erwachsene benehmen, und wie Eltern schon gar nicht. Da wird Ida moralisch erpresst und benutzt, um die eitlen und unsinnigen Wünsche ihrer Eltern zu erfüllen, die den Ernst der Lage nicht erkennen wollen. Die Handlung während der Kriegsjahre macht allerdings nur einen sehr geringen Teil der Erzählung aus. Bald sind Chagalls in Sicherheit und bestimmen durch ihr Nörgeln und ihre überzogenen Wünsche wieder das Leben Idas, die immer noch nach ihrer Pfeife tanzt, selbst als verheiratete Frau. Auch die im Klappentext angesprochene Beziehung zwischen Ida und Michel nimmt bei Weitem nicht den Stellenwert ein, den der Klappentext suggeriert. "Die Tochter des Malers" ist keine Liebesgeschichte, sondern das Psychogramm einer problematischen Vater-Tochter-Beziehung. Ein stilistisch einwandfrei geschriebenes noch dazu, das farbige Städte und Landschaften vor Augen entstehen lässt, ohne sich in einer zu bildhaften Sprache zu verlieren. Im Mittelteil des Buches dümpelte die Spannung ein wenig vor sich hin, um dann am Ende wieder an Tempo zuzulegen, als sich Marc Chagall und Ida in der russischen Hutmacherin Vava endlich einer ebenbürtigen Gegnerin gegenübersehen, die es mindestens ebenso gut versteht, ihre eigenen Ziele unerbittlich zu verfolgen. Fazit: Ein faszinierender, farbenprächtiger Roman, der verdeutlicht, dass berühmte Künstler nicht automatisch auch besonders gute und liebenswerte Menschen sein müssen. Ich wie nicht, ob ich jemals wieder ein Bild von Marc Chagall ohne eine gewisse Antipathie anschauen kann, aber das bedeutet auch, dass es Gloria Goldreich gelungen ist, die Familie Chagall mit allen Ecken und Kanten vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Schade, dass der Verlag diese wuchtige Vater-Tochter-Geschichte in das Korsett einer biografischen Romanze pressen muss, doch dafür kann ja die Autorin nichts.

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Emanzipation im Schatten des Künstlers
von Lesestunde mit Marie aus Düsseldorf am 26.10.2015

Bei „Die Tochter des Malers“ handelt es sich um eine Romanbiografie. Der Aufbauverlag hatte zuvor mit „Madame Picasso“ den Auftakt für eine Romanbiografie-Reihe um Frauenfiguren, die in Beziehung zu einem berühmten Künstler stehen, gegeben. Diese zweite im Aufbauverlag erschienene Romanbiografie um eine Frauenfigur, die mehr oder weniger im Schatten... Bei „Die Tochter des Malers“ handelt es sich um eine Romanbiografie. Der Aufbauverlag hatte zuvor mit „Madame Picasso“ den Auftakt für eine Romanbiografie-Reihe um Frauenfiguren, die in Beziehung zu einem berühmten Künstler stehen, gegeben. Diese zweite im Aufbauverlag erschienene Romanbiografie um eine Frauenfigur, die mehr oder weniger im Schatten eines berühmten Malers steht, handelt vom Leben der Tochter des berühmten Künstlers Marc Chagall. Die Autorin Gloria Goldreich versucht sich hierbei streng an die tatsächlichen historischen Geschehnisse sowie die belegten Charaktereigenschaften der Protagonisten zu halten. Ida Chagall, die nach der Flucht aus Russland, als junges Mädchen ein zwar äußerst behütetes, aber auch ein wenig sonderbares Leben im Kreis ihrer kleinen Familie mit der schönen und zarten Mutter Bella und dem hochbegabten und umjubelten Künstler Marc Chagall führt, spielt eine wesentliche Rolle im Leben ihres Vaters. Aus der zunächst beschützenswerten Tochter entwickelt sich nach und nach eine selbstbewusste Frau, die die Interessen ihres Vaters in der Kunstszene vertritt. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter scheint äußerst ambivalent. Er, der umjubelte und begehrte Künstler, der sein Genie immer wieder bestätigt haben will und sie, seine schöne, viel von ihm gezeichnete Tochter, die ihn bewundert, sich aber nach und nach verselbständigt und dennoch immer wieder Teil seines Lebens und seines Ruhms sein möchte. Hierbei erlebt der Leser tolle Charakterzeichnungen - den Künstler Chagall zwischen Genie und Wahnsinn, seine Exzentrik, seine Schwächen, Abhängigkeiten, Ängste, sein verschobenes Verhältnis zum Geld. Denn auf der einen Seite hatte er immer das Gefühl, arm zu sein, obwohl er schon in relativ jungen Jahren ein gefragter Künstler war, der nicht zuletzt dank seiner Tochter gut verdiente, und auf der anderen Seite tätigte er ohne zu überlegen und seine wahren finanziellen Verhältnisse zu überblicken, hohe Investitionen. Ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis zwischen Vater und Tochter wird offensichtlich. Die beiden können scheinbar nicht mit und nicht ohne einander, dabei würdigt Marc die Verdienste seiner Tochter meist nicht angemessen. Leider weist das Buch einige Längen auf. Es gibt häufige Wiederholungen und immer wiederkehrend erwähnte Details. Ob das Bild des Hochzeitsthrons, die Schönheit und Zartheit Bellas, die Eleganz Idas, usw., wurden für meinen Geschmack zu oft und teilweise unnötig angeführt. Hier hätte ich mir eine stärkere Kürzung zugunsten des späteren Lebens Idas mit ihrer Familie gewünscht. Äußerst interessant wird die Judenverfolgung und das Vichy-Regime in Frankreich eingebaut, die schließlich auch einen großen Einfluss auf die Familie Chagall hat. Ebenso empfinde ich die Darstellungen der weiteren beiden Frauen in Chagalls Leben sowie seines unehelichen Sohnes David als äußerst bereichernd. Die drei Männer in Idas Leben bleiben dagegen ein wenig blass. Fazit: Alles in allem hat mir die Romanbiografie um Ida Chagall gut gefallen und einen tollen Einblick in das Leben der Künstlerfamilie gegeben. Blickt man über einige Längen hinweg, fühlte ich mich gut unterhalten. Auch scheinen Ereignisse und Charakterzeichnungen sehr eng an der Realität anzulehnen.

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Berührendes Leben einer Künstlertochter
von einer Kundin/einem Kunden am 21.10.2015

Zusammen mit ihren Eltern lebt die 19-jährige Ida Chagall 1935 in Paris. Ihr berühmter Vater Marc nutzt jede Gelegenheit Ida als Modell zu malen. Doch die innige Beziehung von Vater und Tochter bekommt einen ersten Riss, als Ida sich heimlich mit dem Studenten Michel trifft. Die Besatzung Frankreichs durch... Zusammen mit ihren Eltern lebt die 19-jährige Ida Chagall 1935 in Paris. Ihr berühmter Vater Marc nutzt jede Gelegenheit Ida als Modell zu malen. Doch die innige Beziehung von Vater und Tochter bekommt einen ersten Riss, als Ida sich heimlich mit dem Studenten Michel trifft. Die Besatzung Frankreichs durch die Deutschen zwingt die Familie zur Flucht. Doch Marc will die Bedrohung nicht sehen und bringt damit die Familie in tödliche Gefahr. Ida bleibt ihrem Vater auch in Amerika weiter verbunden und organisiert Ausstellungen und Verkäufe. Ihr eigenes Leben spielt dabei nur eine Nebenrolle, bis jemand anderes die Fäden in die Hände nimmt. Gloria Goldreich hat sich an die schwierige Aufgabe gemacht, einen biografischen Roman über das Leben von Ida Chagall zu schreiben. Von 1935 an begleitet man das Leben der jungen Frau, das durch die Dominanz ihres berühmten Vaters Marc Chagall geprägt wurde. Der Schreibstil wirkt dabei beobachtend, leise und eher begleitend. Es gibt interessante Einblicke in die Arbeit des Malers und die Schaffung verschiedener berühmter Gemälde. Eine emotionale Nähe zu den Figuren konnte ich als Leser jedoch nicht aufbauen. Man ist dennoch fasziniert und berührt von der außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Die Welt der Künstlerfamilie findet abgeschottet von der übrigen Welt in einem eigenen Kosmos statt. Alles richtet sich nach den Regeln und Launen des Malers. Ida soll nach seinem Empfinden immer die reine Tochter bleiben. Ihre ungewollte Schwangerschaft trübt die Verbindung von Vater und Tochter. Die Kriegswirren führen die Familie an unterschiedliche Orte und als eine Flucht aus Frankreich unausweichlich ist, verschlägt es einem den Atem als Marc Chagall das Leben seiner Familie geringer einschätzt als die Rettung seiner Bilder: "Marcs Geschichte barg keine Frage in sich, es war eine Feststellung, und die Bestimmtheit, mit der er gesprochen hatte, war erschreckend. Er hatte Michels Frage beantwortet. Ja, hatte er gesagt, seine Bilder waren wichtiger als ihrer aller Leben." Obwohl Marc mit Arroganz und fehlender Anerkennung nicht geizt, bleibt er Idas Lebensmittelpunkt. Ihre Beziehungen zu anderen Männern können der Dominanz des Vaters nicht standhalten. So ist denn auch ein Bild, dass Ida zur Hochzeit von ihrem Vater geschenkt bekam, ihr ständiger Begleiter. Der Hochzeitsthron symbolisiert für mich ihre Einsamkeit und die Verbundenheit zu ihrem Vater. Idas Ängste werden durch immer wiederkehrende Träume verdeutlicht. Die Poesie der hier verwendeten Sprache entspricht den Bildern Chagalls: "Sie gleiten, alle drei, werden wie Zephire auf sachten Brisen getragen, sanft gebettet auf Wolken, hoch oben über den brennenden Dörfern und den dunklen Reihen der Soldaten, die durch das Land marschieren, das sie einst das ihre nannten." Trotz der Intensität der Geschichte, gibt es einige Längen, die das Lesevergnügen schmälern. Besonders der stille Kampf zwischen Ida und Virginia, der neuen Gefährtin von Marc, wird sehr oft erwähnt. Leider endet Idas Geschichte mit der Geburt ihrer Zwillinge. Ihr weiterer Lebensweg bis zum Tod im Jahre 1994 findet keine Erwähnung mehr. Der Roman besticht durch die tiefen Einblicke in das Familienleben von Ida Chagall mit all seinen traurigen und überraschenden Facetten. Die biografische Nähe und die historischen Fakten wecken die Neugier sich weiter mit dem Thema "Chagall" zu beschäftigen.

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Zwischen Roman und Lebensgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Ansbach am 29.10.2015

>>Die Tochter des Malers<< von Gloria Goldreich Ida, die Tochter des berühmten jüdischen Künstlers Marc Chagall gehörte neben ihrer Mutter Bella zu den Lieblingsmotiven des Vaters. Sie leben 1935 in Paris und sie wächst dort sehr behütet auf. Bis sie eines Tages den jungen Studenten Michel kennen lernt und sie... >>Die Tochter des Malers<< von Gloria Goldreich Ida, die Tochter des berühmten jüdischen Künstlers Marc Chagall gehörte neben ihrer Mutter Bella zu den Lieblingsmotiven des Vaters. Sie leben 1935 in Paris und sie wächst dort sehr behütet auf. Bis sie eines Tages den jungen Studenten Michel kennen lernt und sie sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Ihre Eltern sind nicht wirklich glücklich darüber und die Beziehung zu ihrer Tochter wird auf eine harte Probe gestellt. Die Gefahr vor den Deutschen wird für die französischen Juden immer größer und Ida wird gezwungen nun für die ganze Familie Entscheidungen zu treffen und übernimmt die Verantwortung für fast alle Abläufe. Gloria Goldreich erzählt uns hier die wahre Lebensgeschichte der Ida Chagall, die der Realität entsprechen und hat die Charaktere den historischen Persönlichkeiten angepasst. Der Schreibstil ist eigentlich recht flüssig, aber ich bin leider nicht richtig in die Geschichte rein gekommen, vielleicht weil hier einfach die wichtigsten Ereignisse der Reihe nach abgehandelt wurden und dabei manches auf der Strecke geblieben ist. Ich wurde mit Ida und ihrer Familie einfach nicht richtig warm und ich spürte einige richtige Längen und empfand es fast wie wenn ich die Biographie der Familie Chagall lese. Die Autorin hat es meiner Meinung nach nicht geschafft, die Realität in einen Roman zu packen, der mich fesselt und da ich die einzelnen Charaktere auch nicht wirklich sympatisch fand, war mir das ganze zu Trocken. Gloria Goldreich ist es aber gelungen, mit ihrem meist angenehmen Erzählstil, mir die historischen Ereignisse und auch das Wissen über das Judentum gut zu vermitteln. Die Verzweiflung und Angst der Juden und wie es ist, auf der Flucht zu sein, das konnte ich wirklich spüren. Doch leider war mir das zu wenig und da es sich hier um einen Roman handelt, hat mir einfach das wichtigste gefehlt, der Zugang in die Familie Chagall. Wer sich allerdings für den berühmten Maler interessiert und keine Liebesgeschichte erwartet, dem wird dieses Buch wirklich gut gefallen.

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