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Die Unperfekten

Roman

(5)

Ein zutiefst menschlicher Roman über eine liebenswerte Truppe von Lebens- und Überlebenskünstlern
Was, wenn ein Zeitungserbe seinem Basset mehr Interesse entgegenbringt als dem Schicksal seines Blattes? Was wird aus der unglückseligen Ruby (alleinstehend, immer auf der Suche nach dem Mann fürs Leben)? Aus Ed, der gefeuert wird und sich an der zuständigen Sachbearbeiterin (alleinerziehend, drei Kinder und keine Zeit für die Liebe) rächt? Aus der Chefredakteurin Kathleen (verheiratet mit einem Weichei und verliebt in einen anderen)? Und aus Lloyd, der, einsam wie ein Straßenhund, aus Not eine Story erfindet und auffliegt? Rachmans wunderbar hintergründiger, ernst-komischer Gesellschaftsroman über eine internationale Tageszeitung und ihre Macher in Rom ist von bezwingender Leichtigkeit und ein Panoptikum unserer Zeit.

Rezension
"So gut, dass die 'New York Times' schier ausflippt."
ZEITmagazin 20.05.2010
Portrait

Tom Rachman, geboren 1974 in London, hat zunächst im kanadischen Toronto Filmwissenschaft studiert und dann an der Columbia Universität in New York einen Master in Journalistik gemacht. Nach seinem Studium begann Tom Rachman für die Associated Press in New York zu arbeiten. Während dieser Zeit bereiste er verschiedene Länder, unter anderem war er längere Zeit in Indien und Sri Lanka. Später arbeitete er dann als Auslandskorrespondent und berichtete aus Italien, Japan, Südkorea, der Türkei und Ägypten.

Die berufliche Wende kam für Tom Rachman im Jahr 2006, als er sich dazu entschloss, eine Teilzeitstelle als Redakteur bei der Zeitung International Herald Tribune in Paris anzunehmen. So blieb ihm ausreichend Zeit, um seinen ersten Roman "Die Unperfekten" zu schreiben. Dieser erzählt die Lebensgeschichten verschiedener Menschen, die für eine englischsprachige Zeitung in Rom arbeiten. Insofern lässt Tom Rachman auch seine persönlichen Erfahrungen in das Buch mit einfließen.

Das Debüt von Tom Rachman sorgte für Furore: "Die Unperfekten" wurde in zehn Ländern zeitgleich veröffentlicht. In den USA erhielt das Buch einen der höchsten Vorschüsse, die in den vergangenen zehn Jahren für ein Debüt bezahlt wurden. Tom Rachman lebt in London und Rom.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.04.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14097-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 195/122/26 mm
Gewicht 332
Originaltitel The Imperfectionists
Buch (Taschenbuch)
9,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Zeitungsmacher“

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In diesem Roman wird eine Zeitung und deren Mitarbeiter in Rom der 50. Jahre vorgestellt. Es geht um den Idealismus der einzelnen Mitarbeiter. Und natürlich auch um deren persönliche, private und berufliche Gegenbenheiten und Empfindungen. Es wird eine Person pro Kapitel vorgestellt. Diese Zeitung versucht im Laufe der Jahre, den Anschluß In diesem Roman wird eine Zeitung und deren Mitarbeiter in Rom der 50. Jahre vorgestellt. Es geht um den Idealismus der einzelnen Mitarbeiter. Und natürlich auch um deren persönliche, private und berufliche Gegenbenheiten und Empfindungen. Es wird eine Person pro Kapitel vorgestellt. Diese Zeitung versucht im Laufe der Jahre, den Anschluß an die aktuellen Entwicklungen nicht zu verpassen. Aber die Zahl der Leser verringert sich immer mehr. Am Ende muss die Gründerfamilie der Zeitung sich entscheiden was passieren wird...
Ein guter Einblick in die Welt einer fiktiven Zeitung. Allerdings sind einige Personen und Handlungen im Roman nicht immer vollständig erläutert. Dies wird aber am Ende der Geschichte teilweise nachgeholt.

„Perfekt erzählt - „Die Unperfekten““

Annika Gebben, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

Am Abend muss der 70-jährige Paris-Korrespondent Lloyd Burko Kichererbsen aus der Dose löffeln. „Von Freien nehmen wir heute nur noch Sachen, bei denen es uns die Kinnlade nach unten reißt“, heißt es aus der Redaktion der Zeitung in Rom. „Hat mir Geld zu tun, nicht mit dir“. Die fetten Jahre sind vorbei, das Blatt muss um sein Überleben Am Abend muss der 70-jährige Paris-Korrespondent Lloyd Burko Kichererbsen aus der Dose löffeln. „Von Freien nehmen wir heute nur noch Sachen, bei denen es uns die Kinnlade nach unten reißt“, heißt es aus der Redaktion der Zeitung in Rom. „Hat mir Geld zu tun, nicht mit dir“. Die fetten Jahre sind vorbei, das Blatt muss um sein Überleben kämpfen. Tom Rachman, der viele Jahre als Korrespondent für Associated Press gearbeitet hat, erzählt in seinem Erstlingswerk „Die Unperfekten“ die Geschichte vom Aufstieg und Fall einer Zeitung – und den Menschen, die dahinter stehen. Wie zum Beispiel von Ruby, der unglückseligen Texterin mittleren Alters, oder von Arthur, dem Spezialisten für Nachrufe und Nichtstun. Von Kathleen, der Chefredakteurin und natürlich von dem gealterten, einsamen Lloyd Burko. In elf kurzen Geschichten bekommt der Leser Einblick in die Schicksale von Redakteuren, Lektoren, Korrespondenten und Lesern. Zwischen den einzelnen Episoden kehrt Rachman immer wieder zurück zu den erfolgreichen Anfangsjahren der Zeitung unter dem Verleger Cyrus Ott. Es sind nicht nur die toll erzählten Einzelschicksale, die die „Die Unperfekten“ zu einem besonderen Lesevergnügen machen, sondern deren Beziehung untereinander: Jede Episode, aus einer anderen Perspektive erzählt, lässt den Leser Menschen und Geschehnisse aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachten als noch im Kapitel zuvor. Es gibt nur eine Sache, die ich an diesem Buch bemängeln würde: Irgendwann ist es vorbei!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Fabelhaft, eine internationale Zeitung ist kurz vor der Insolvenz und Rachman lässt in Episoden alle typischen Zeitungsmacher mal zu Wort kommen! Fabelhaft, eine internationale Zeitung ist kurz vor der Insolvenz und Rachman lässt in Episoden alle typischen Zeitungsmacher mal zu Wort kommen!

„"Die Unperfekten"“

M. Dupré, Thalia-Buchhandlung Limburg

Tom Rachman hat einen wunderbaren Roman über mythische Welt der Zeitungsredaktionen geschrieben, die leider immer mehr ausstirbt. Zigarettenverqualmte Redaktionsstuben mit Dutzenden von Schreibmaschinen, Auslandskorrespondenten, rasende Reporter, Fotografen und, über allen thronend, der cholerische Chefredakteur.
In Rachmans Episoden
Tom Rachman hat einen wunderbaren Roman über mythische Welt der Zeitungsredaktionen geschrieben, die leider immer mehr ausstirbt. Zigarettenverqualmte Redaktionsstuben mit Dutzenden von Schreibmaschinen, Auslandskorrespondenten, rasende Reporter, Fotografen und, über allen thronend, der cholerische Chefredakteur.
In Rachmans Episoden begleiten wir verschiedene Charaktere aus einer internationalen Zeitung in Rom durch die Wirren ihres Arbeits- und Privatlebens, allesamt irgendwo defekte, mangelhafte Figuren, die die guten und schlechten Zeiten ihres Blattes miterlebt haben.
Ein absolut lesenswertes Buch, anspruchsvoll und mit viel Liebe zu seinen unperfekten Charakteren. Bitte gerne mehr davon!

„Ein perfekter Roman“

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Was den exzentrischen, amerikanischen Selfmademan Cyrus Ott, Besitzer eines Unternehmensimperiums, vor über fünfzig Jahren dazu bewogen hat, in Rom eine internationale Tageszeitung aus dem Boden zu stampfen bleibt auch nach 400 Seiten ein Rätsel.
Ist es einfach eine Laune? Ist es die uneingestandene Liebe zur Jugendfreundin Betty,
Was den exzentrischen, amerikanischen Selfmademan Cyrus Ott, Besitzer eines Unternehmensimperiums, vor über fünfzig Jahren dazu bewogen hat, in Rom eine internationale Tageszeitung aus dem Boden zu stampfen bleibt auch nach 400 Seiten ein Rätsel.
Ist es einfach eine Laune? Ist es die uneingestandene Liebe zur Jugendfreundin Betty, die er zur Nachrichtenchefin des neuen Blatts macht, oder vielleicht nur eine Möglichkeit der Familie in Atlanta zu entfliehen, um in der ewigen Stadt ein neues Leben zu beginnen?
Auf jeden Fall lernen wir Personen kennen, die in irgendeiner Weise mit der Tageszeitung verbandelt sind, und die uns mit all ihren Schwächen, Marotten, Sehnsüchten und Träumen so vertraut werden, dass sie uns noch lange nach der Lektüre begleiten.
Da ist Ruby Zaga, eine einsame, frustrierte Textredakteurin, die seit ihrem Volontariat vor 20 Jahren mit ansehen musste, wie alle um sie herum die Karriere machten, während sie weiterhin unbedeutende Nachrichten überarbeitet. Jedes Jahr Sylvester checkt sie allein in einem Hotel ein, nur um ein paar ungemütliche Stunden mit Minibar und TV zu verbringen. Mitleid sollte sich aber nicht zu früh einstellen, denn sie selbst terrorisiert einen flüchtigen, verheirateten Bekannten mit Telefonanrufen.
Da wäre auch noch Ornella de Monterecci, die treueste Leserin der Zeitung, die zuhause ein Archiv von über 20 Jahren der Tagespresse gelagert hat. Ob ihrer gründlichen aber langsamen Lesart ist sie heute erst bei der Zeitung vom 23.April 1994 angekommen, und erfährt so „brandaktuell“ vom Wahlsieg Mandelas und dem Selbstmord Kurt Cobains. Sie darf sich also noch auf Clinton und Monica Lewinsky freuen.
Jedes der elf Kapitel rückt eine Figur ins Zentrum des Romans, und ist schon für sich eine Miniatur und Juwel.
Fazit: Ein wunderbares Buch aus der Welt der Presse. Warmherzig, witzig, kurzweilig und absolut unterhaltsam.

„Wunderschöne Einblicke“

Verena Hoffmeister, Thalia-Buchhandlung Worms

Tom Rachmann hat ein Händchen für interessante Charaktere und eine wundervolle Art den Leser ihre kleinen und großen Dramen durchleben zu lassen.
Stück für Stück lernt man die Redaktion einer Tageszeitung kennen und liebt und leidet gerne mit jedem einzelnen. Und jeder kurze Einblick in das Leben eines Protagonisten macht neugierig
Tom Rachmann hat ein Händchen für interessante Charaktere und eine wundervolle Art den Leser ihre kleinen und großen Dramen durchleben zu lassen.
Stück für Stück lernt man die Redaktion einer Tageszeitung kennen und liebt und leidet gerne mit jedem einzelnen. Und jeder kurze Einblick in das Leben eines Protagonisten macht neugierig und würde Stoff für einen neuen Roman geben...

„Die schöne Medienwelt“

Silvia Gonther, Thalia-Buchhandlung Aschaffenburg

Lloyd versteht nicht, dass seine Erfahrung in der immer schneller drehenden Medienwelt nichts mehr wert ist. Arthur kämpft mit dem übermächtigen Ruf seines Vaters und macht sich extra klein. Hardy, Kathleen, Abby und Ruby müssen sich auf ihre Weise durch eine harte Männerwelt kämpfen und vergessen sich selbst dabei…
Dieser Roman macht
Lloyd versteht nicht, dass seine Erfahrung in der immer schneller drehenden Medienwelt nichts mehr wert ist. Arthur kämpft mit dem übermächtigen Ruf seines Vaters und macht sich extra klein. Hardy, Kathleen, Abby und Ruby müssen sich auf ihre Weise durch eine harte Männerwelt kämpfen und vergessen sich selbst dabei…
Dieser Roman macht Spaß, fesselt und stimmt nachdenklich. Es geht um eine Zeitung die im Rom den 50ern des letzten Jahrhunderts aus sehr persönlichen Gründen ins Leben gerufen wurde. In mehreren Ebenen werden die Gründungsgeschichte, die Geschichten der Mitarbeiter und auch die Geschichte der Gründerfamilie erzählt. Ein stilistisch hervorragender und toller Episoden-Roman, in dem sich alles harmonisch zusammenfügt. Die Charaktere lassen einen lange Zeit nicht los. Unbedingt lesen!

Lars Wellhöner, Thalia-Buchhandlung Münster

Spannende Mischung und gute Unterhaltung Spannende Mischung und gute Unterhaltung

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

Aus dem Innenleben einer Redaktion. Spannende Charaktere und abgruendige Verwicklungen.
Aus dem Innenleben einer Redaktion. Spannende Charaktere und abgruendige Verwicklungen.

„Die Unperfekten“

Beate Mildenberger, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Es geht um die Geschichte einer englischsprachigen Zeitung in Rom, welche der
Herausgeber seiner Geliebten zuliebe gründet.
Es wird die Gründung, die erfolgreiche Zeit und der schleichende Niedergang erzählt.
Jeder, der in irgendeinem Bezug zu der Zeitung steht, kommt zu Wort. Drucker, Redakteur, Bote, Verleger und -besonders liebenswert-eine
Es geht um die Geschichte einer englischsprachigen Zeitung in Rom, welche der
Herausgeber seiner Geliebten zuliebe gründet.
Es wird die Gründung, die erfolgreiche Zeit und der schleichende Niedergang erzählt.
Jeder, der in irgendeinem Bezug zu der Zeitung steht, kommt zu Wort. Drucker, Redakteur, Bote, Verleger und -besonders liebenswert-eine Leserin,welche die Zeitung Wort für Wort liest. Aber dadurch nie auf dem aktuellen Stand ist.


Ein wunderbares Buch, unbedingt lesen!

„Wie entsteht eine Zeitung?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Tom Rachman, selber Journalist, schreibt in seinem ersten Roman über das Metier, welches es hervorragend kennt – eine Tageszeitung. Dafür hat er sich eine fiktive Zeitung ausgedacht, die als englischsprachige Zeitung in Rom erscheint und in der ganzen Welt gelesen wird, bzw. wurde. Allerdings hat diese in den 50er Jahren gegründete Tom Rachman, selber Journalist, schreibt in seinem ersten Roman über das Metier, welches es hervorragend kennt – eine Tageszeitung. Dafür hat er sich eine fiktive Zeitung ausgedacht, die als englischsprachige Zeitung in Rom erscheint und in der ganzen Welt gelesen wird, bzw. wurde. Allerdings hat diese in den 50er Jahren gegründete Zeitung leider den Anschluss an die moderne Welt verpasst und verliert dementsprechend immer mehr ihrer Abonnenten. Deshalb beschließt die Gründerfamilie sie einzustellen.

Um uns diese Zeitung näher zu bringen, hat sich Tom Rachman zwei verschiedene Herangehensweisen ausgesucht. Jedes Kapitel widmet sich einer Person, die stellvertretend für ihre Aufgabe der Zeitung vorgestellt wird. Abgerundet wird jedes Kapitel dann mit der Geschichte der Zeitung selber. Wer hat sie gegründet und warum? Wie hat sie sich all die Jahre entwickelt? Die einzelnen Mitarbeiter aus der Gegenwart sind schon Originale. Sie leben alle ein Leben, das nicht dem Leben von uns Normalsterblichen gleicht. Immer auf der Suche nach einer tollen Story, aber die finanzielle Seite muss auch berücksichtigt werden, dann drängt immer die Zeit und die Texte müssen natürlich auch noch richtig über das Blatt verteilt werden. Tom Rachman schafft es, uns diese herrlich unperfekten Menschen mit allen ihren Macken und Eitelkeiten zu beschreiben und gleichzeitig ein Bild entstehen zu lassen, wie eine altmodische Tageszeitung aufgebaut ist. Gerne hätte ich allerdings noch mehr über die Vergangenheit erfahren. Am Anfang habe ich mich gefragt, warum hat dieser reiche Amerikaner eigentlich diese Zeitung gegründet und dann auch noch in Rom? Er hat von diesem Metier doch gar keine Ahnung. Im Laufe des Buches wird aber auch diese Frage beantwortet.

Dieses Buch ist sprachlich hervorragend geschrieben und macht viel Spaß. Kein Wunder, dass es bereits gute Besprechungen im Feuilleton erhalten hat.

Eine Hommage an ein in der Krise steckendes Medium! Eine Hommage an ein in der Krise steckendes Medium!

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Stark überschätzter Roman aus der Welt der Medien. Eher ein bißchen langweilig. Stark überschätzter Roman aus der Welt der Medien. Eher ein bißchen langweilig.

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Der Titel ist Programm
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 08.03.2016

„Wovor ich wirklich Angst habe, ist die Zeit. […] Die peitscht uns vorwärts, wenn wir uns viel lieber räkeln würden, und dabei rennt uns die Gegenwart davon, wird ungreifbar, und plötzlich ist alles Vergangenheit, eine Vergangenheit, die nicht stillstehen will, die in all die unauthentischen Geschichten hinübergleitet.“ (S. 59) Das... „Wovor ich wirklich Angst habe, ist die Zeit. […] Die peitscht uns vorwärts, wenn wir uns viel lieber räkeln würden, und dabei rennt uns die Gegenwart davon, wird ungreifbar, und plötzlich ist alles Vergangenheit, eine Vergangenheit, die nicht stillstehen will, die in all die unauthentischen Geschichten hinübergleitet.“ (S. 59) Das Jahr 2016 wird wohl in meinen (literarischen) Erinnerungen einen hohen Stellenwert einnehmen. Auch wenn gerade erst März ist, hab ich dieses Jahr schon eine literarische Berg- und Talfahrt hinter mich gebracht, die der Tour de France ebenbürtig ist – nur ohne Doping und die körperliche Anstrengung *g*. Okay, ganz so schlimm ist es nun auch nicht, aber nach der Bruchlandung mit Jorge Semprun´s „Zwanzig Jahre und ein Tag“ folgte mit „Die Unperfekten“ von Tom Rachman das komplette Gegenteil – nämlich ein Lese-Highlight des noch relativ jungen Jahres und eins, was ich (so viel sei verraten) auch nicht zum letzten Mal gelesen habe. Warum das so ist, will ich versuchen in den nächsten Sätzen zu erklären – ob´s mir gelingt: keine Ahnung; das entscheidet ihr, die diese Rezension lest :-) In 11 Kapiteln serviert uns Tom Rachman die Geschichte einer (fiktiven) Zeitung – von der Gründung in den 1950er Jahren in Rom bis zu ihrem unrühmlichen Ende im Jahr 2007. Das ist der rote Faden, der sich Kapitel für Kapitel (jeweils die letzten Seiten) durch das Buch schlängelt – dargestellt in kursiver Schrift. Darin lernen wir den Gründer der Zeitung, die persönlichen Ups and Downs von einigen seiner Angehörigen (aber auch sein persönliches Schicksal) sowie den Ablauf HINTER der Zeitung kennen. Das alles verpackt in eine unprätentiöse Sprache, die einem recht schnell deutlich macht, dass Tom Rachman einiges an Insiderwissen und Erfahrung hat – was nicht weiter verwundert, da er vor seiner Tätigkeit als Vollzeitschriftsteller Redakteur verschiedener Zeitungen war. Was für mich dieses Buch aber zu einem Highlight werden lässt, sind die Einblicke in die Leben verschiedener Redakteure und Angestellten der Zeitung oder einer jahrzehntelangen Leserin, die plötzlich mit alten Gewohnheiten bricht (nein, ich bin kein Voyeur *g*). Es sind Menschen wie Du und ich; Menschen die Dir im täglichen Leben begegnen und die alle die gleichen Probleme haben: mit Partnern, mit Kindern, mit sich selber – in jeder vorgestellten Figur findet man sich selber oder andere einem nahestehenden Personen wieder. Jede einzelne Figur macht sich Gedanken über sich und ihr Leben – mal mehr, mal weniger philosophisch, aber auch mal selbstkritisch…Es sind laute und viele leise Töne, die angeschlagen werden, mal voller Hoffnung, dann aber auch tottraurig. Tom Rachman ist es meiner Meinung nach gelungen, in jeden von uns einen Blick zu werfen und diese Beobachtungen zu einem großartigen, tiefgehenden und MENSCHLICHEN Opus zu verarbeiten, dass mich von nun an stets und immer (nämlich in meinem Herzen) begleiten wird. „Sie spürt Tränen aufsteigen. Ganz leise sagt sie: „Danke.“ Sie wischt sich die Nase. „Wenn ich einmal alt und klapprig bin, dann kommst Du, um mir die Hand zu halten. Machst Du das? Das ist dann dein Job. Okay?“ Er nimmt ihre Hand und küsst sie. „Nein“, sagt er. „Wenn du alt und klapprig bist, bin ich längst weg. Ich halte sie jetzt, für später, wenn dir nur die Erinnerung daran bleibt.““ (S. 188)

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Das kleine Leben im großen Weltgeschehen
von einer Kundin/einem Kunden am 16.06.2012

Cyrus Ott gründet eine internationale Zeitung in Rom. Wir lesen über die Geschichte der Zeitung und über die einzelnen Mitarbeiter. Manche wichtig für die Zeitung, manche weniger wichtig. Einige sind uns sympatisch und einige können wir gar nicht leiden. Tom Rachmann besitzt ein wunderbare Leichtigkeit beim Beschreiben seiner... Cyrus Ott gründet eine internationale Zeitung in Rom. Wir lesen über die Geschichte der Zeitung und über die einzelnen Mitarbeiter. Manche wichtig für die Zeitung, manche weniger wichtig. Einige sind uns sympatisch und einige können wir gar nicht leiden. Tom Rachmann besitzt ein wunderbare Leichtigkeit beim Beschreiben seiner Protagonisten. Sie sind weit davon entfernt perfekt zu sein, egal, ob es sich um die ehrgeizige Chefredakteurin Kathleen handelt oder den abgehalfterten Lloyd Burk in Paris und schon gar nicht die unglückliche Ruby. Aber, jede einzelne Lebensgeschichte ist spannend und bunt. Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen.

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großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 24.05.2012

Cyrus Ott, ein amerikanischer Wirtschaftsboss verläßt seine Familie, sein von ihm aufgebautes Wirtschaftsimperium, sein Land um in Rom eine englischsprachige Tageszeitung zu gründen. Artikel um Artikel lernen wir seine Angestellten kennen, die dieser Zeitung ihr Profil geben. Von Lloyd Burko, der verzweifelt einen neuen Job sucht,über Hardy Benjamin -... Cyrus Ott, ein amerikanischer Wirtschaftsboss verläßt seine Familie, sein von ihm aufgebautes Wirtschaftsimperium, sein Land um in Rom eine englischsprachige Tageszeitung zu gründen. Artikel um Artikel lernen wir seine Angestellten kennen, die dieser Zeitung ihr Profil geben. Von Lloyd Burko, der verzweifelt einen neuen Job sucht,über Hardy Benjamin - Wirtschaftsredakteurin,Herman Cohen-Chefkorrektor,Kathleen Solson - Chefredakteurin,Craig Menzies-Nachrichtenchef, zu Arthur Gopal, der für Nachrufe zuständig ist oder Abbey Pinnola - Herrin über die Finanzen usw. usw. bis zu Oliver Ott - desinteressiertem Enkel des Zeitungsgründers, der aus Unvermögen dieses Unternehmen in den Ruin führt.

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Die Unperfekten
von D. Heina aus Solingen am 17.03.2012

"Die Unperfekten" ist ein Buch, das mir außergewöhnlich gut gefallen hat, weil Tom Rachman es versteht, dem Leser die Welt einer Zeitungsredaktion näher zu bringen, die ihre besten Tage schon hinter sich gebracht hat. Beim Lesen hört man regelrecht die Schreibmaschinen rattern, sieht Journalisten rauchend ihren Text korrigieren und... "Die Unperfekten" ist ein Buch, das mir außergewöhnlich gut gefallen hat, weil Tom Rachman es versteht, dem Leser die Welt einer Zeitungsredaktion näher zu bringen, die ihre besten Tage schon hinter sich gebracht hat. Beim Lesen hört man regelrecht die Schreibmaschinen rattern, sieht Journalisten rauchend ihren Text korrigieren und riecht die Druckerschwärze. Zudem skizziert Boyle die Lebensgeschichte verschiedener Journalisten, die eins gemeinsam haben, sie leben für ihren Job.

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Unperfekt, aber gut!
von einer Kundin/einem Kunden am 04.08.2011
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch (CD)

Aufstieg und Fall einer internationalen Zeitung in Rom. Die vielschichtigen Persönlichkeiten der Mitarbeiter werden vom Autor Tom Rachman in einem beeindruckenden Seelenpanorama beleuchtet. Die tägliche Routine in der Redaktion wird gewürzt durch Intrigen, Eifersüchteleien, und überhöhte Selbsteinschätzung: Business as usual! Im Laufe der Geschichte wachsen dem Leser die beschriebenen... Aufstieg und Fall einer internationalen Zeitung in Rom. Die vielschichtigen Persönlichkeiten der Mitarbeiter werden vom Autor Tom Rachman in einem beeindruckenden Seelenpanorama beleuchtet. Die tägliche Routine in der Redaktion wird gewürzt durch Intrigen, Eifersüchteleien, und überhöhte Selbsteinschätzung: Business as usual! Im Laufe der Geschichte wachsen dem Leser die beschriebenen Charaktere ans Herz und man teilt die Sorge derer, die bald keinen Job mehr haben werden…

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Perfekt!
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Lesestoff wie ein Stück gut durchwachsener Speck: Die fette Hülle bildet die Geschichte um Aufstieg und Fall einer internationalen Tageszeitung mit Sitz in Rom. Diese ist gut durchzogen mit Kurzgeschichten aus dem Leben von Personen, die die Zeitung machen: Da ist Llyod Burk, der alte Pariser Korrespondent, ohne Aufträge und vereinsamt... Lesestoff wie ein Stück gut durchwachsener Speck: Die fette Hülle bildet die Geschichte um Aufstieg und Fall einer internationalen Tageszeitung mit Sitz in Rom. Diese ist gut durchzogen mit Kurzgeschichten aus dem Leben von Personen, die die Zeitung machen: Da ist Llyod Burk, der alte Pariser Korrespondent, ohne Aufträge und vereinsamt zieht er bei seinem Sohn ein, damit sich beide gemeinsam halbwegs über Wasser halten können. Oder Ruby Zaga, die Textredakteurin, deren Angehörige in den USA sie zu ihrem persönlichen Idol machen, die allerdings fresssüchtig in Rom einer alten, nicht gelebten Liebe frönt und alljährlich zu Silvester als Geschäftsreisende in einem Hotel absteigt um sich allein zu besaufen. Arthur Gopel schreibt Nachrufe zu Lebzeiten und besucht aus aktuellem Anlass eine exzentrische Dame in Genf, während zu Hause seine geliebte Tochter stirbt. Hardy Benjamin, Reporterin für Wirtschaft und Finanzen, die toughe Frau in der Redaktion, die sich einen Lebenskünstler hält. Diese und noch mehr verschrobene, unperfekte Charaktere werden von Tom Rachman so perfekt und intensiv gezeichnet, dass der Leser sie sofort findet und mit ihnen vertraut ist. Ein purer Lesegenuss!

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die moderne Form der short story
von einer Kundin/einem Kunden aus Ingolstadt am 17.09.2011
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Die Idee für die Sturktur dieses Buches finde ich einfach ziemlich clever. Letztendlich sind es 11 Short Stories, die jeweils einen kurzen, aber intensiven Einblick, in das Leben einzelner Protagonisten einer Zeitungsredaktion geben. Die Redaktion ist das verbindende Element dieser Geschichten. Und gerade als ich dachte "ok, nun weiß... Die Idee für die Sturktur dieses Buches finde ich einfach ziemlich clever. Letztendlich sind es 11 Short Stories, die jeweils einen kurzen, aber intensiven Einblick, in das Leben einzelner Protagonisten einer Zeitungsredaktion geben. Die Redaktion ist das verbindende Element dieser Geschichten. Und gerade als ich dachte "ok, nun weiß ich, was hier läuft", kommt Rachman nochmals mit einem überraschenden Trick um die Ecke. Sehr gelungen, wie glaubhaft Rachman absolut verschiedene Personen beschreibt und deren Inneres nach Außen kehrt. Ich will das auch können:-). P.S. In der engl. Taschenbuchausgabe ist am Ende ein wunderbares Gespräch zum Buch zwischen Malcom Gladwell ("Blink") und Tom Rachman enthalten. Wäre toll,wenn es auch in der deutschen TB-Ausgabe erscheinen würde, die Leser würde es sicher freuen.

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Moderner klassiker
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 19.03.2011
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Zweifellos wird dieser Roman als moderner Klassiker in die Literaturgeschichte eingehen. Mit extrem sicherem Stilbewusstsein nimmt uns der Autor an die Hand und zeigt uns die Menschen hinter der Fassade eines großen Zeitungskonzerns. Das ist Leben pur, witzig, ergreifend, im Widerspruch zum Romantitel einfach perfekt.

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"Die Unperfekten" - einfach grandios
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von Anke Kremmling aus Weiterstadt am 30.11.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Für viele gehört die morgendliche Zeitung zum Tagesanfang dazu- aber welche Menschen und Geschichten stehen dahinter? Der Autor, selbst Journalist, führt uns in seinem Debut-Roman hinter die Kulissen einer Zeitung. Nach und nach lernen wir die Geschichte und Entwicklung des Blatts, aber auch die der einzelnen Menschen kennen, die... Für viele gehört die morgendliche Zeitung zum Tagesanfang dazu- aber welche Menschen und Geschichten stehen dahinter? Der Autor, selbst Journalist, führt uns in seinem Debut-Roman hinter die Kulissen einer Zeitung. Nach und nach lernen wir die Geschichte und Entwicklung des Blatts, aber auch die der einzelnen Menschen kennen, die diese Zeitung zu etwas besonderem machen. Eine wunderschöne literarische Geschichte über etwas, was uns täglich begleitet!

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Der perfekte Roman - so muss er sein!
von Christin Dittert aus Wuppertal am 15.10.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Dieser Roman ist meisterhaft erzählt und gehört in den Schrank eines jeden Menschen, der Literatur der besonderen Art bevorzugt. Cyrus Ott, ein reicher und einflussreicher Geschäftsmann aus Amerika, gründet in den 50er Jahren in Rom eine internationale Tageszeitung. Rachman erzählt uns vom Entstehen dieser Tageszeitung, deren Entwicklung im Laufe der... Dieser Roman ist meisterhaft erzählt und gehört in den Schrank eines jeden Menschen, der Literatur der besonderen Art bevorzugt. Cyrus Ott, ein reicher und einflussreicher Geschäftsmann aus Amerika, gründet in den 50er Jahren in Rom eine internationale Tageszeitung. Rachman erzählt uns vom Entstehen dieser Tageszeitung, deren Entwicklung im Laufe der Jahrzehnte, die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse, die sich in ihr widerspiegeln bis hin zur Gegenwart, in derer die einst so erfolgreiche Tageszeitung aufgrund der Digitalisierung und des Internets mit einer schwindenden Leserschaft zu kämpfen hat. Ebenso lässt er uns am Leben des rätselhaften Cyrus Ott teilhaben. Denn es stellt sich die Frage: Was bringt einen reichen Amerikaner ohne jegliche Affinität zum Journalismus dazu eine Tageszeitung - ausgerechnet in Rom - zu gründen? Der Autor erzählt in zwei Erzählsträngen, die sich wunderbar abrunden. Während vom Autor das Geschehen rund um die Redaktion erzählt wird, widmet er jedem Menschen aus der Redaktion (ob nun Textredakteurin Ruby, die an der Liebe scheitert, oder Abbey, die Finanzchefin, die erkennen muss, dass Rache sehr demütigend sein kann, ...) ein Kapitel. Rachmann stellt uns "Die Unperfekten" mit all ihren Spleens und Marotten vor, ihnen passieren Missgeschicke und Schicksalsschläge. Die Geschichten der einzelnen Personen (, die dem Leser wahrhaft ans Herz wachsen!!) sowie deren Funktion und Position in der Redaktion greifen perfekt ineinander. So, und eh ich mich jetzt in weitere Details verfranse, die Sie nur noch mehr verwirren. Mein Resumee: Dieser Roman ist einfach unvergleichlich. Die Geschichten und Episoden, die erzählt werden sind Teil eines perfekten Ganzen. Ein Roman, der es verdient, gelesen und gewürdigt zu werden, denn - für mich - ist er ein Diamant!!

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Journalismus intern
von Michael Lehmann-Pape am 05.10.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Ein Erstling voller literarischer Frische, überzeugender Charaktere und in Stil und Sprache ungemein überzeugend, dass sind die „Unperfekten“. Dass Print-Medien seit Jahren stark unter wirtschaftlichem Druck stehen, dass manche Traditionsblätter der verschiedenen Nationalitäten zum Teil nur knapp (bisher) Insolvenzen vermeiden konnte und die Zukunft alles andere als rosig aussieht, all... Ein Erstling voller literarischer Frische, überzeugender Charaktere und in Stil und Sprache ungemein überzeugend, dass sind die „Unperfekten“. Dass Print-Medien seit Jahren stark unter wirtschaftlichem Druck stehen, dass manche Traditionsblätter der verschiedenen Nationalitäten zum Teil nur knapp (bisher) Insolvenzen vermeiden konnte und die Zukunft alles andere als rosig aussieht, all das ist Teil der Realität sich vollziehender kultureller Veränderungen, die auch vor dem alten Kulturgut Zeitung keinen Halt machen. Diese Krise ist Thema und Blaupause des Romans von Tom Rachmann, allerdings weniger, um sich über kulturelle Abstiege zu gerieren oder ein Requiem der Zeitungswelt zu komponieren, sondern vielmehr (und das unglaublich treffend und überzeugend), um die Geschichte und Geschichten seiner Protagonisten zu Erzählen. Unperfekt sind sie alle, wie sie durch die Seiten des Buches ihre Geschichte entwickeln, unperfekt, aber jeder und jede für sich ein Überlebenskünstler par excellence. Und natürlich der festen Überzeugung, dass die Welt auf nichts anderes sehnlicher wartet als ihre nächsten Texte und Berichte. Ganz auf sich bezogen, voller Macken und Brüche und grundlegend darauf bedacht, den eigenen Lebensstil gegen alles Bedrohliche zu bewahren, vor allem gegen die Kollegen. Jeder für sich bereits schwer verdaulich, als Gruppe in der Vielfalt der (mit größtmöglicher Lust) geschilderten Unzulänglichkeiten eine (höchst elegant geschilderte) Offenbarung an gestörten Gestalten. Nach 50 Jahren ist die Zeitung am Ende. Misswirtschaft, Desinteresse des aktuellen Besitzers, als englischsprachiges Blatt in Rom mit immerhin 150.000 Exemplaren an Auflage dennoch nicht mehr am Puls der Zeit. Zurück bleibt letztlich nur ein existentialistisch abgenutzter und abgearbeiteter Redaktionsraum. Ehemals Heimat von solch unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Arthur, zuständig für Nachrufe (keiner kann ihm hier das Wasser reichen), vor allem aber geübt im konstruktiven Nichtstun. Oder Lloyd, ängstlich im Wesen, einsam und als Korrespondent für Paris sich mehr schlecht als recht über Wasser haltend? Dazu noch Ruby, die ihre besten Jahre so langsam hinter sich sieht, immer noch nicht die Liebe gefunden hat, mit aller Kraft auf der Suche ist und aufgrund dessen nicht mit ganzer Konzentration ihrer Aufgabe als Texterin nachzugehen vermag? Diese und andere bevölkern den Redaktionsraum, der, ebenso wie die Zeitung selbst und alle handelnden Protagonisten, an vielen Fronten um Sinn und überleben kämpft. Kämpfe, von denen zum Ende des Buches hin noch lange nicht jeder gewonnen sein wird, aber, bis auf wenige, auch nicht alle verloren zu geben sind. Das Buch lebt. Das ist eine der Erkenntnisse von Tom Rachmanns Roman. Sein Buch lebt vor allem von drei wesentlichen Zutaten jedes guten Romans. Zum einen Sachkenntnis. Tom Rachmann schreibt als Insider der gehetzten, kreativen, neurotischen Welt des Journalismus. Zum zweiten von seiner Fähigkeit der genauen Beobachtung und Darstellungskraft dieser Welt in den einzelnen Charakteren von der Chefredakteurin über den verschrobenen Besitzter, der nichts mit einem Zeitungsmogul alter Prägung gemein hat bis hin zum freien Korrespondenten, der ohne weiteres jederzeit in Gefahr steht, abgesägt zu werden. Und zum dritten lebt dieses Buch von den weitreichenden sprachlichen und stilistischen Fähigkeiten des Autors, der zu keiner Sekunde Durchhänger erkennen lässt und auf keiner Seite langweilt.

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Die Unperfekten
von Kerstin Hirth aus Coesfeld am 28.09.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

"Die Unperfekten" ist ein Journalistenroman, der von der Gründung und vom Untergang einer Zeitung erzählt. Ein amerikanischer Millionär beschließ aus einer Laune heraus, im Jahre 1953 in Rom eine englischsprachige Tageszeitung zu gründen. Er tut es vor allem, um einer Frau zu gefallen, die mit einem anderen Mann verheiratet... "Die Unperfekten" ist ein Journalistenroman, der von der Gründung und vom Untergang einer Zeitung erzählt. Ein amerikanischer Millionär beschließ aus einer Laune heraus, im Jahre 1953 in Rom eine englischsprachige Tageszeitung zu gründen. Er tut es vor allem, um einer Frau zu gefallen, die mit einem anderen Mann verheiratet ist. Rachman hat einen schnellen Schreibstil, seine Figuren beschreibt er sehr genau. Ein toller Roman.

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Die Unperfekten
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 16.09.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Im Mittelpunkt des Romans „Die Unperfekten“ steht eine internationale Zeitung, die in den 50er Jahren von einem amerikanischen self-made Millionär in Rom begründet wird. Die Zeitung zieht Journalisten und Abenteurer aus aller Welt an, die bei diesem Unternehmen ihr Glück suchen und finden wollen. In den einzelnen, auf den... Im Mittelpunkt des Romans „Die Unperfekten“ steht eine internationale Zeitung, die in den 50er Jahren von einem amerikanischen self-made Millionär in Rom begründet wird. Die Zeitung zieht Journalisten und Abenteurer aus aller Welt an, die bei diesem Unternehmen ihr Glück suchen und finden wollen. In den einzelnen, auf den ersten Blick für sich alleine stehenden Kapiteln erzählt Tom Rachman auf faszinierende Weise die Geschichte dieser Zeitung, von den Geschichten, die in dieser Zeitung berichtet werden und vor allem von den Menschen und den Schicksalen, die die Zeitung zu dem gemacht haben, was sie ist. Durch Rachmans raffinierte Perspektivenwechsel entsteht ein großartiges Panoptikum der menschlichen Tugenden und Eitelkeiten, die – so separat sie zuerst auch stehen mögen – unter dem Dach der Zeitung und der Erzählung zu einem großen Ganzen verschmelzen. Dieser Roman von Aufstieg und Fall ist einfach fabelhaft zu lesen und bietet immer wieder überraschende Wendungen, die die Handlung unermüdlich vorantreiben. Tom Rachman ist ein herausragender Geschichtenerzähler, dessen beschwingter Stil, unerschütterlicher Humor und grandioser Einfallsreichtum den Leser nicht mehr loslassen. Unbedingt empfehlenswert!

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Gesellschaftskritischer Roman!
von Meike Geuting aus Soest am 12.12.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

In den 80er Jahren befindet sich eine englischsprachige Zeitung in Italien auf dem absoluten Höhepunkt. Nun befindet sie sich auf dem absteigenden Ast. Beschrieben werden die einzelnen Menschen, die die Zeitung ausmachen und was mit ihnen passiert, wenn es die Zeitung nicht mehr gibt. Gelungen finde ich die wechselnde... In den 80er Jahren befindet sich eine englischsprachige Zeitung in Italien auf dem absoluten Höhepunkt. Nun befindet sie sich auf dem absteigenden Ast. Beschrieben werden die einzelnen Menschen, die die Zeitung ausmachen und was mit ihnen passiert, wenn es die Zeitung nicht mehr gibt. Gelungen finde ich die wechselnde Zeitperspektive. Diese wechselt zwischen der Zeit des Aufstrebens und des Niedergangs der Zeitung, bis sie in der Gegenwart verschmilzt. Sehr gelungen!

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Die Unperfekten
von Stefanie Müller aus Pforzheim am 02.11.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Klappernde Schreibmaschinen, qualmende Aschenbecher und eine Betriebsamkeit, wie man sie nur aus der Nachrichtenwelt kennt. Man fühlt sich regelrecht hineinversetzt in Rachmans Beschreibung einer Zeitungsredaktion der 50er Jahre. Doch seither hat sich einiges geändert: Menschen kamen und gingen, kleine und große Dramen spielten sich im Leben einiger Mitarbeiter ab. Es wird abwechselnd... Klappernde Schreibmaschinen, qualmende Aschenbecher und eine Betriebsamkeit, wie man sie nur aus der Nachrichtenwelt kennt. Man fühlt sich regelrecht hineinversetzt in Rachmans Beschreibung einer Zeitungsredaktion der 50er Jahre. Doch seither hat sich einiges geändert: Menschen kamen und gingen, kleine und große Dramen spielten sich im Leben einiger Mitarbeiter ab. Es wird abwechselnd aus den florierenden Anfangsjahren und immer aus der Perspektive eines bestimmten Mitarbeiters kurz vor dem traurigen Ende der Zeitung erzählt. Besonders originell: Ornella, die wohl treueste Leserin der Zeitung. Sie liest jedes einzelne Wort einer jeden Ausgabe, wodurch sie der aktuellen Ausgabe 'ein wenig' hinterherhinkt. Rachmans Roman über die interessante Zeitungswelt ist gefühlvoll, unterhaltsam und super aufgebaut!

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Die Unperfekten - perfekt erzählt
von Jascha Koch aus Wuppertal am 24.10.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Die Unperfekten erzählt die Geschichte von einer Zeitung, deren Historie geprägt ist von schrägen, humorvollen, ehrlichen und bewegenden Charakteren der Redaktionsmitarbeiter. Laien bekommen zudem einen Einblick in die einzigartige Welt und Denkweise der Journalisten, Redakteure und Verleger und vielleicht erkennt der ein oder andere Experte sich sogar... Die Unperfekten erzählt die Geschichte von einer Zeitung, deren Historie geprägt ist von schrägen, humorvollen, ehrlichen und bewegenden Charakteren der Redaktionsmitarbeiter. Laien bekommen zudem einen Einblick in die einzigartige Welt und Denkweise der Journalisten, Redakteure und Verleger und vielleicht erkennt der ein oder andere Experte sich sogar wieder. Jedes Kapitel erzählt die Geschichte der Zeitung aus einer anderen Mitarbeitersicht, wodurch den Leser viele unterschiedliche und vor Allem ehrliche Schicksale erwarten, deren gemeinsamer Dreh- und Angelpunkt die Zeitung ist. Die Unperfekten ist ein perfektes Buch, um die Leser in die ungewöhnliche, komische und zugleich tragische Welt einer Zeitungsredaktion zu führen. Die Unperfekten unter uns werden es mögen…

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Die tägliche Suche nach dem Perfekten
von Helga Ebenkofler am 23.10.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Ich plane eine Zeitung zu gründen, „eine internationale, englischsprachige Zeitung. Mit Sitz in Rom und weltweitem Vertrieb.“(S.43) Mit dieser Ankündigung, die bereits von leisen Zweifeln begleitet ist, beginnt die manchmal erfolgreiche, manchmal ziemlich trübe Geschichte einer einen gewissen intellektuellen Anspruch erhebenden Tageszeitung. 1954 erscheint sie erstmals, 2007 wird sie... Ich plane eine Zeitung zu gründen, „eine internationale, englischsprachige Zeitung. Mit Sitz in Rom und weltweitem Vertrieb.“(S.43) Mit dieser Ankündigung, die bereits von leisen Zweifeln begleitet ist, beginnt die manchmal erfolgreiche, manchmal ziemlich trübe Geschichte einer einen gewissen intellektuellen Anspruch erhebenden Tageszeitung. 1954 erscheint sie erstmals, 2007 wird sie eingestellt. Das, was dazwischen gelegen ist, beschreibt Tom Rachman, selbst Journalist, in diesem Buch. Sehr zeitgeistig, ist man versucht zu denken, denn allüberall wird in Medienkreisen vom großen Zeitungssterben gesprochen, davon, dass dem Qualitätsjournalismus gleich von mehreren Seiten Gefahr droht. Aber es ist kein Gejammer, das der Autor anstimmt, vielmehr seziert er auf ungemein bissige Art und Weise sein Gewerbe. Man merkt, da kennt sich wer aus. Die Redaktion ist ein „Haufen“ von Egozentrikern, mal mehr, mal weniger intrigant; die einen ambitioniert bis zerfressen von Ehrgeiz, die anderen eher lustlos, ausgebrannt oder frustriert. Aber jeder fühlt sich in seiner Funktion, der Menschheit die Welt zu erklären(oder dies technisch möglich zu machen), einmalig, absolut wichtig und notwendig. Jedes Kapitel, widmet sich im Besonderen einer Person, greift auch deren Privatleben auf, in dem sich der berufliche Narzissmus recht schnell verflüchtigen kann. Sehr gut gezeichnet sind etwa der Chefkorrektor, der seine eigene „Bibel“ für gutes Schreiben verfasst oder die Leserin, die über ein Jahrzehnt mit der aktuellen Ausgabe zurück liegt. Zeitdruck, Geldknappheit, Auflagenzahl, aber auch die bestimmte Besessenheit, die Abenteuerlust und die Sehnsucht nach der perfekten Schlagzeile – das alles beschreibt Rachman mit viel Können und Gefühl für die Situation und die geistige Verfassung der Protagonisten. Ja, es mag manchmal etwas überspitzt sein, aber gerade dadurch wird dieses doch sehr neurotische Gewerbe dem Leser nahe gebracht. Alles in allem eine ironisch/ schöne Lektüre für kalte Herbsttage.

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Schlaglichter hinter den Schlagzeilen
von Kai Harlinghausen aus Offenbach am Main am 24.09.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Der Roman ist ernst, humorvoll, melancholisch und überraschend - genau wie das Leben selbst oder wie die Themen der täglichen Zeitungslektüre. Wie eine Zeitung läßt er sich auch lesen: Entweder in Ruhe von vorne nach hinten oder von Artikel zu Artikel (hier von Kapitel zu Kapitel)... Der Roman ist ernst, humorvoll, melancholisch und überraschend - genau wie das Leben selbst oder wie die Themen der täglichen Zeitungslektüre. Wie eine Zeitung läßt er sich auch lesen: Entweder in Ruhe von vorne nach hinten oder von Artikel zu Artikel (hier von Kapitel zu Kapitel) springend, neugierig gemacht durch die Überschriften. In beiden Fällen kann man die Abwechslung genießen, die Bildbögen von Lebensgeschichten, die mehr oder weniger stark miteinander verwoben sind - sei es durch Freundschaft, Konkurrenz, Liebe oder wenigstens den gemeinsame Arbeitsplatz. Man hat entweder einen vielschichtigen Roman oder eine unterhaltsame, berührende Kurzgeschichtensammlung vor sich, je nach persönlichem Lesegeschmack.

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