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Die uns lieben

Roman

(2)

Das Geheimnis meiner Väter
Fünfzig Jahre lang hat Trudys Mutter kein Wort über ihre Vergangenheit verloren. Doch es gibt ein verstörendes Souvenir, tief vergraben in der Wäscheschublade: ein Familienporträt, auf dem sie und ihre kleine Tochter gemeinsam mit einem Nazi-Offizier zu sehen sind, einem Obersturmführer von Buchenwald.
Jenna Blums universelle Geschichte von Schuld, Liebe und Vergebung war ein Bestseller in zahlreichen Ländern.
»Ein ebenso einfühlsamer wie mitreißender Roman über den langen Arm der deutschen Geschichte, über Schuld, Verantwortung und die Frage, wie weit man gehen darf, um die eigene Familie zu schützen.« Buchjournal
»Packend und literarisch eindrucksvoll.« Ruhr Nachrichten

Portrait
Jenna Blum, geboren 1970, unterrichtet kreatives Schreiben und ist Mitarbeiterin verschiedener Zeitschriften. Ihre deutschen und jüdischen Wurzeln brachten sie auf die Frage, wie sie selbst sich zu Zeiten des Nazi-Regimes verhalten hätte. So entstand, nach jahrelangen Recherchen und zahllosen Interviews, die sie im Auftrag von Steven Spielbergs Survivors of the Shoah Foundation führte, ihr beeindruckendes Debüt „Die uns lieben“

Yasemin Dinçer, geb. 1983, studierte
Literaturübersetzen und hat u. a. Daphne Kalotays »Die Tänzerin im Schnee« übersetzt.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 518
Erscheinungsdatum 17.06.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3223-0
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 189/116/40 mm
Gewicht 420
Originaltitel Those Who Save Us
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 21.934
Buch (Taschenbuch)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Sarah Engels, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Eine Auseinandersetzung mit dem 2. Weltkrieg und mit der eigenen Vergangenheit. Sehr gut geschrieben und eine spannende Geschichte. Eine Auseinandersetzung mit dem 2. Weltkrieg und mit der eigenen Vergangenheit. Sehr gut geschrieben und eine spannende Geschichte.

Antje Roschlau, Thalia-Buchhandlung Coburg

Ein düsteres Buch, das kein Blatt vor den Mund nimmt und einen in das Weimar des Zweiten Weltkriegs mitnimmt. Sehr lesenswert! Ein düsteres Buch, das kein Blatt vor den Mund nimmt und einen in das Weimar des Zweiten Weltkriegs mitnimmt. Sehr lesenswert!

Danna Müller, Thalia-Buchhandlung Soest

Geheimnisse einer Familie....liebevoll und spannend!
Auf den Spuren der Vergangenheit.
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Vanessa Pludra, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein atemberaubendes Buch über eine verbotene Liebe, die Lasten der Vergangenheit und dem Begriff der Schuld. Eine Geschichte, die das Herz berührt und eindringlich ist. Ein atemberaubendes Buch über eine verbotene Liebe, die Lasten der Vergangenheit und dem Begriff der Schuld. Eine Geschichte, die das Herz berührt und eindringlich ist.

„Was tue ich, um meine Familie beschützen? “

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Diese Frage muss Anna sich stellen. Im Weimar der Nazizeit verliebt sie sich zunächst in den jüdischen Arzt Max. Aus dieser verbotenen Beziehung entsteht Trudy. Noch schwanger flüchtet Anna aus ihrem Elternhaus, nachdem ihr Vater Max an die Gestapo verraten hat, und kommt bei der örtlichen Bäckerin unter. Mit ihr versorgt sie heimlich Diese Frage muss Anna sich stellen. Im Weimar der Nazizeit verliebt sie sich zunächst in den jüdischen Arzt Max. Aus dieser verbotenen Beziehung entsteht Trudy. Noch schwanger flüchtet Anna aus ihrem Elternhaus, nachdem ihr Vater Max an die Gestapo verraten hat, und kommt bei der örtlichen Bäckerin unter. Mit ihr versorgt sie heimlich die Gefangenen in Buchenwald- und wie es kommen muss, sie fliegen auf. Anna hat die Wahl: sich dem Nazioffizier hingeben oder ihr Leben und das ihrer Tochter auf's Spiel setzen.
Und so begleitet man Anna in Rückblenden durch die Zeit der Entscheidungen.
Auf der anderen Seite: Trudy heute. Sie versucht mit aller Kraft, mehr über ihre Vergangenheit zu Erfahren. Denn ihre Mutter schweigt beharrlich. Und so ist sie zunächst auf der falschen Spur auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, die auch auf ihrer Seele Narben hinterlassen hat.
Eindrücklich und bewegend erzählt uns Jenna Blum von den beiden Frauen, ohne zu werten oder zu entschuldigen. Ein Buch, welches mich sehr mitgenommen und noch nicht wieder los gelassen hat.

„Die uns lieben“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt: Die erste während der Nazizeit in den Jahren 1939 bis 1945, wo Anna mit ihrer Tochter Trudy in Weimar ums blanke Überleben kämpft. Und die andere Zeitebene fünfzig Jahre später in Amerika, New Heidelberg, als Trudy schon Mitte fünfzig ist und ihre Familiengeschichte von ihrer Mutter unbedingt Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt: Die erste während der Nazizeit in den Jahren 1939 bis 1945, wo Anna mit ihrer Tochter Trudy in Weimar ums blanke Überleben kämpft. Und die andere Zeitebene fünfzig Jahre später in Amerika, New Heidelberg, als Trudy schon Mitte fünfzig ist und ihre Familiengeschichte von ihrer Mutter unbedingt erfahren will, denn Anna schweigt über die Zeit in Deutschland wie ein Grab.
Ein wirklich mitreißender Roman, berührend, spannend und erschreckend ehrlich. Ich habe noch tagelang an die Geschichte denken müssen, die mich sehr beschäftigt hat. Sehr lesenswert!!!

„Wie weit darf Mutterliebe gehen?“

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Jenna Blum ist eine amerikanische Autorin mit deutsch-jüdischen Wurzeln, die als Interviewerin für Steven Spielbergs Survivors of the Shoah Foundation gearbeitet hat. Gerade diese Tätigkeit und ihre eigenen Wurzeln haben sie auf die Idee für diesen sehr unter die Haut gehenden Roman gebracht.

Sie erzählt darin auf zwei Zeitebenen
Jenna Blum ist eine amerikanische Autorin mit deutsch-jüdischen Wurzeln, die als Interviewerin für Steven Spielbergs Survivors of the Shoah Foundation gearbeitet hat. Gerade diese Tätigkeit und ihre eigenen Wurzeln haben sie auf die Idee für diesen sehr unter die Haut gehenden Roman gebracht.

Sie erzählt darin auf zwei Zeitebenen die Geschichte von einer Mutter und ihrer Tochter. Das Buch beginnt mit einer Beerdigung in Minnesota mitten im Dezember 1993. Jack, der Mann von Anna ist gestorben. Die Kirche ist voll, aber nach der Zeremonie kommt keiner zu dem Leichenschmaus in das Farmhaus von Jack und Anna. Und dann geht die Geschichte zurück in die Jahre 1939 bis 1940 nach Weimar. Anna ist zu dieser Zeit ein neunzehnjähriges Mädchen, das seit dem Tod der Mutter ihrem pedantischen Vater den Haushalt führt. Er sympathisiert mit den Nazigrößen vor Ort und möchte seine sehr attraktive Tochter gerne gut verheiraten. Doch sie hat ganz eigene Vorstellungen von dem Leben. Denn sie verliebt sich durch Zufall in den fast doppelt so alten Juden Max, der versucht, möglichst vielen Juden zu helfen. Nachdem Annas Vater dies entdeckt hat, wird sie von ihrem Vater rausgeworfen. Sie flieht zu der Bäckerin Mathilde, die sowohl die Nazis vor Ort versorgt als auch für den Widerstand arbeitet. Dort findet Anna Unterschlupf und bringt ihr Kind Trudy zur Welt.

In der Gegenwartshandlung spielt Trudy die Hauptrolle. Trudy ist eine Universitätsprofessorin für deutsche Geschichte in Minneapolis. Ihr Spezialgebiet ist die Rolle der deutschen Frauen in der Zeit des 3. Reichs. Damit versucht sie etwas an der Geschichte wieder gut zu machen. Denn sie kennt ihre eigene Geschichte nicht. Sie erinnert sich nur noch sehr rudimentär an ihre Zeit in Deutschland. An ihren Vater kann sie sich nicht erinnern und ihre Mutter weigert sich, über diese Zeit zu sprechen. Ein Anhaltspunkt für sie ist nur ein Bild, welches sie in einem Versteck ihrer Mutter gefunden hat. Es ist eine Art Zigarettenetui aus Metall. Und darin ist ein Bild, welches eine junge Anna mit dem Kleinkind Trudy auf dem Schoß zeigt. Und dahinter steht ein SS-Offizier in voller Uniform, der besitzergreifend die Hand auf Annas Schulter liegen hat. Das Gesicht von diesem Mann ist nicht zu erkennen.

Und so wechselt die Geschichte zwischen der Geschichte der jungen Anna in den Jahren von 1939 bis 1945 in Weimar und der Geschichte von Trudy in den Jahren 1996/1997. Wir als Leser wissen, welches Leben Anna gelebt hat, und was sie auf sich genommen hat, um ihre Tochter zu retten. Wie weit darf eine Mutter gehen, um ihrem Kind das Leben zu retten? Trudy, die denkt, dass ihr Vater dieser Nazioffizier ist, kommt erst durch eine Interviewreihe, die sie für ihre Universitätskollegin Ruth durchführt, der wahren Geschichte auf die Spur.

Für mich ist es ein sehr interessanter Roman gewesen, der sehr eindringlich das Leben der Frauen in einer kleineren Stadt in Deutschland beschrieben hat. Wobei Weimar keine unbedeutende Stadt war, denn auf dem Ettersberg wurde eines der größten Konzentrationslager in Deutschland als Arbeitslager eingerichtet. Wie ist die Bevölkerung damit umgegangen? Wer hat versucht, den Gefangenen zu helfen? Wer hat einfach weggesehen? Und wie haben sich die normalen Menschen benommen, als sie von den Amerikanern befreit wurden? Wurden sie irgendwie geartet zur Rechenschaft gezogen?

Dieser Roman ist kein Unterhaltungsroman mit einem dunklen Geheimnis in der Vergangenheit, sondern ein bedrückender Roman, der sich sehr intensiv mit der deutschen Vergangenheit der normalen Bevölkerung befasst. Ich finde, die Autorin hat sehr gut erfasst, wie es der Bevölkerung ergangen ist. Jeder hat versucht auf seinen Weise zu überleben. Und dabei wurde z.T. auch Hilfe angenommen, die aus heutiger Sicht in Frage gestellt werden kann. Doch was rechtfertigt Mutterliebe!?

Lars Wellhöner, Thalia-Buchhandlung Münster

Toller Roman über ein Thema, das nie in Vergessenheit geraten darf. Toller Roman über ein Thema, das nie in Vergessenheit geraten darf.

Anja Schmidt, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Unterhaltsames und fesselndes Buch über den 2.Weltkrieg, mit manchmal etwas zu vielen Klischees Unterhaltsames und fesselndes Buch über den 2.Weltkrieg, mit manchmal etwas zu vielen Klischees

„Vergangenheitsbewältigung“

Wiebke Renken, Thalia-Buchhandlung Günthersdorf

Trudy ist amerikanische Professorin für Geschichte, sie hält Vorlesungen über das dritte Reich. Sie weiß wenig über ihre eigene Herkunft und ihren Vater, kann sich aber bruchstückhaft an die Geschehnisse und Personen ihrer Kindheit in Weimar erinnern. Ihre Mutter Anna schweigt, sie hat mit der Übersiedlung nach Amerika mit ihrer deutschen Trudy ist amerikanische Professorin für Geschichte, sie hält Vorlesungen über das dritte Reich. Sie weiß wenig über ihre eigene Herkunft und ihren Vater, kann sich aber bruchstückhaft an die Geschehnisse und Personen ihrer Kindheit in Weimar erinnern. Ihre Mutter Anna schweigt, sie hat mit der Übersiedlung nach Amerika mit ihrer deutschen Vergangenheit abgeschlossen. Als Trudy beginnt, deutschstämmige Zeitzeugen zu interviewen, wird die Frage nach den Ereignissen ihrer ersten Kindheitsjahre für Trudy immer wichtiger. In Rückblenden erfährt man von Mathilde, der Bäckerin, bei der Anna und Trudy Schutz finden, nachdem Annas Vater sie vor ein Ultimatum gestellt hat. Mathilde und Anna beliefern die Wehrmacht im nahe gelegenen Buchenwald, verstecken aber auch heimlich Brot in einem Steinbruch für die Häftlinge des KZs. Durch sie können auch Informationen der Insassen weiterleitet werden. Anna durch- und überlebt harte Zeiten, ordnet sich zu ihrem und zu Trudys Wohl verschiedenen Männern unter. Als Trudy als Erwachsene nach ihrem Vater fragt und nach ihrer Kindheit, schweigt Anna beharrlich, doch dann….
Beim Lesen merkt man, dass dieser Roman aus amerikanischer Feder kommt, denn die Schreckensmomente doch sehr gleichmäßig im Buch verteilt, sehr aufgeteilt auch in Gut/ Böse, alles Deutsche wirkt schon mehr als typisch.
Trotzdem ein tolles Buch, bei dem ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht – und das Ende lohnt sich!!!

„Versöhnung und Annäherung“

Elke Meißner, Thalia-Buchhandlung Leipzig

... beides ist zwischen Anna und Gertrud möglich, wenn auch nach vielen Jahren Schweigen.
Dies ist die Geschichte von Mutter und Tochter, die "getragen" wird von Unverständnis, fast Zerwürfnis und Nicht-Wissen. Es bedarf großer Anstrengung und manchmal auch des Zufalls, dass beide Frauen zueinander finden können. Hätte Gertrud in den
... beides ist zwischen Anna und Gertrud möglich, wenn auch nach vielen Jahren Schweigen.
Dies ist die Geschichte von Mutter und Tochter, die "getragen" wird von Unverständnis, fast Zerwürfnis und Nicht-Wissen. Es bedarf großer Anstrengung und manchmal auch des Zufalls, dass beide Frauen zueinander finden können. Hätte Gertrud in den USA nicht dieses Geschichtsprojekt als Verantwortliche mitgetragen, läge immer noch ein bleierner Schatten über der Mutter-Tochter-Beziehung.
Als Leser müssen wir das eine und andere Mal mit Stereotypen über Deutsche und ihre Geschichte umgehen. Letztlich ist Jenna Blum ein sehr lesenswertes und auch berührendes Buch gelungen.

„Die uns lieben“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Jenna Blum ist ein tiefgehender Roman gelungen, der die Zeit des Nazi-Regimes präsent werden läßt.

Tolle Geschichte für alle Liebhaber von Familiengeheimnissen und historischen Romanen.
Jenna Blum ist ein tiefgehender Roman gelungen, der die Zeit des Nazi-Regimes präsent werden läßt.

Tolle Geschichte für alle Liebhaber von Familiengeheimnissen und historischen Romanen.

„Lebensgeschichte aus Weimar in der Nazizeit“

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Der Roman hat mich bewegt. Besonders an der Lebensgeschichte von Anna, die als Teil des Buches in Rückblenden erzählt wird, habe ich Anteil genommen. Sie verliebt sich als junges Mädchen in Weimar in den jüdischen Arzt Max. Später wird sie die Geliebte eines deutschen Offiziers. Eindrücklich aber ohne jegliche Entschuldigung oder Der Roman hat mich bewegt. Besonders an der Lebensgeschichte von Anna, die als Teil des Buches in Rückblenden erzählt wird, habe ich Anteil genommen. Sie verliebt sich als junges Mädchen in Weimar in den jüdischen Arzt Max. Später wird sie die Geliebte eines deutschen Offiziers. Eindrücklich aber ohne jegliche Entschuldigung oder Wertung erzählt der Roman von dem Verhältnis, mit dem sie ihre Tochter Trudy und sich selbst vor Strafe (und wahrscheinlich vor dem Tod) rettet. Sehr bewegend ist auch die Schilderung der Autorin, wie Anna nach dem Krieg verachtet wurde.
Jenna Blum hat mit dem Buch einen ergreifenden und interessanten Roman geschrieben, der aus der Masse der Schicksalsgeschichten hervorsticht. Dadurch, dass Trudy in Amerika Zeitzeugen interviewt und ihre eigene Identität hinterfragt, verbindet die Autorin die Lebensgeschichte auch immer wieder mit der Frage: „Wie weit würde man selbst gehen um Andere und sich selbst zu schützen“.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Zwei Handlungsstränge (Weimar 1940 u. USA um 1990)erzählen von einer nicht einfachen Mutter-Tochter-Beziehung. Inzwischen gibt es einige Romane zu diesem Thema, die mehr ansprechen Zwei Handlungsstränge (Weimar 1940 u. USA um 1990)erzählen von einer nicht einfachen Mutter-Tochter-Beziehung. Inzwischen gibt es einige Romane zu diesem Thema, die mehr ansprechen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Bewegender und solide erzählter Roman. Bewegender und solide erzählter Roman.

„Familiengeheimnis“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ähnlich wie "Altes Land" beschäftigt sich die Autorin, mit den Auswirkungen des Krieges/ der Nazizeit auf die folgenden Generationen, speziell mit der Mutter - Tochter - Beziehung.
Wobei hier die Story während der Nazizeit im Mittelpunkt steht - die Liebesgeschichte eines jungen deutschen Mädchens zu einem jüdischen Arzt, der zusätzlich
Ähnlich wie "Altes Land" beschäftigt sich die Autorin, mit den Auswirkungen des Krieges/ der Nazizeit auf die folgenden Generationen, speziell mit der Mutter - Tochter - Beziehung.
Wobei hier die Story während der Nazizeit im Mittelpunkt steht - die Liebesgeschichte eines jungen deutschen Mädchens zu einem jüdischen Arzt, der zusätzlich Widerstandskämpfer ist.
Ich muss gestehen, dass mich dann die Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Auswirkungen doch mehr interessiert hätte.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
2 Bewertungen
Übersicht
2
0
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Einfach nur toll
von einer Kundin/einem Kunden am 30.10.2016

Mitreißend und spannend zugleich zu lesen! Das Schicksal der zwei Hauptpersonen fesselt, so das man nicht aufhören kann zu lesen! Ich würde es uneingeschränkt empfehlen

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Was würdest du tun, wenn du jemanden liebst?
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Mutter & Tochter mit der Last und Schuldgefühlen der Vergangenheit
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Der Roman spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Das ganz ist wunderschön verwoben. Einmal die Zeit in Weimar während des Nazi Regimes von 1940-45 und 50 Jahre später in New Heidelberg in Minneapolis. Die Historikerin Trudy , findet nach dem Tod ihres Stiefvaters Jack ,in der Schublade der Wäschekommode, ihrer Mutter... Der Roman spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Das ganz ist wunderschön verwoben. Einmal die Zeit in Weimar während des Nazi Regimes von 1940-45 und 50 Jahre später in New Heidelberg in Minneapolis. Die Historikerin Trudy , findet nach dem Tod ihres Stiefvaters Jack ,in der Schublade der Wäschekommode, ihrer Mutter Anna tief unter der Wäsche versteckt eine altes Goldenes Etui , mit einem Alten Familienfoto, von ihr , Anna und dem SS Offizier , der Obersturmführer in Buchenwald war. Durch ihre Reschere über das Deutschlandprojekt , kommen bei den Interview Schuldgefühle hoch und alte Erinnerungen hoch, die sie nicht einordnen kann und ihre Mutter schweigt sich aus, das Verhältnis zwischen beiden ist zerrissen , Anna mauert für sie scheint die Vergangenheit tot. Bis sie eines Tages bei einem ihrer Interviews auf die Vergangenheit ihrer Mutter stößt. Auch lernen wir die junge Anna kennen , die in den Juden Max verliebt war und schwanger aus dem Elternhaus floh. Bei der Bäckerin Mathilde die für den Widerstand arbeitet, findet sie Unterschlupf. Sie hilft ihr in der Bäckerei und liefert mit ihr zusammen Brot und Gebäck an das Offizier Kasino im KZ Buchenwald aus, heimlich verstecken sie Brot für die Häftlinge und schmuggeln Botschaften von ihnen heraus. Aber eines Tages wird es Mathilde zum Verhängnis. Nun lebt Anna in stetiger Angst und als dieser Obersturmführer vor ihr steht , gibt es nur noch einen Ausweg um ihr Leben und ihres Kindes Trudie zu retten , sie wird seine Geliebte, und erduldet Demütigung und Martyrium ..... Der Autorin Jenna Blum ist mit ihrem Roman , " Die uns Lieben " ein Tiefgehender und berührender Roman gelungen. Der von Schuldgefühlen & Geheimnissen geplagten Protagonisten und ihren Ängsten erzählt. Nach und nach erfährt man von den schrecklichen Dingen und Greul taten. Die einzelnen Charaktere , der verzweifelnden Menschen , die nach einem Ausweg suchen sind sehr klar und deutlich beschrieben. Ebenso die unheilvolle Zeit des dritten Reiches auch hier kommen die Peiniger und Übeltäter real herüber. Das Verdrängen , die Erinnerungen, Schuldgefühle und die Liebe einer verzweifelnden Mutter zu ihrem Kind , die alles tut um ihrer beider Leben zu retten. Der Schreibstil ist Klar , flüssig, spannend und Kraftvoll. Die Protagonisten wirken Lebendig und man kann sich sehr gut in sie hinein versetzen. Sie Der Roman spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Das ganz ist wunderschön verwoben. Einmal die Zeit in Weimar während des Nazi Regimes von 1940-45 und 50 Jahre später in New Heidelberg in Minneapolis. Die Historikerin Trudy , findet nach dem Tod ihres Stiefvaters Jack ,in der Schublade der Wäschekommode, ihrer Mutter Anna tief unter der Wäsche versteckt eine altes Goldenes Etui , mit einem Alten Familienfoto, von ihr , Anna und dem SS Offizier , der Obersturmführer in Buchenwald war. Durch ihre Reschere über das Deutschlandprojekt , kommen bei den Interview Schuldgefühle hoch und alte Erinnerungen hoch, die sie nicht einordnen kann und ihre Mutter schweigt sich aus, das Verhältnis zwischen beiden ist zerrissen , Anna mauert für sie scheint die Vergangenheit tot. Bis sie eines Tages bei einem ihrer Interviews auf die Vergangenheit ihrer Mutter stößt. Auch lernen wir die junge Anna kennen , die in den Juden Max verliebt war und schwanger aus dem Elternhaus floh. Bei der Bäckerin Mathilde die für den Widerstand arbeitet, findet sie Unterschlupf. Sie hilft ihr in der Bäckerei und liefert mit ihr zusammen Brot und Gebäck an das Offizier Kasino im KZ Buchenwald aus, heimlich verstecken sie Brot für die Häftlinge und schmuggeln Botschaften von ihnen heraus. Aber eines Tages wird es Mathilde zum Verhängnis. Nun lebt Anna in stetiger Angst und als dieser Obersturmführer vor ihr steht , gibt es nur noch einen Ausweg um ihr Leben und ihres Kindes Trudie zu retten , sie wird seine Geliebte, und erduldet Demütigung und Martyrium ..... Der Autorin Jenna Blum ist mit ihrem Roman , " Die uns Lieben " ein Tiefgehender und berührender Roman gelungen. Der von Schuldgefühlen & Geheimnissen geplagten Protagonisten und ihren Ängsten erzählt. Nach und nach erfährt man von den schrecklichen Dingen und Greul taten. Die einzelnen Charaktere , der verzweifelnden Menschen , die nach einem Ausweg suchen sind sehr klar und deutlich beschrieben. Ebenso die unheilvolle Zeit des dritten Reiches auch hier kommen die Peiniger und Übeltäter real herüber. Das Verdrängen , die Erinnerungen, Schuldgefühle und die Liebe einer verzweifelnden Mutter zu ihrem Kind , die alles tut um ihrer beider Leben zu retten. Der Schreibstil ist Klar , flüssig, spannend und Kraftvoll. Die Protagonisten wirken Lebendig und man kann sich sehr gut in sie hinein versetzen. Sie Versteht es einem in den Bann der Geschichte zu ziehen...... Meine Meinung: Ein sehr aufwühlender Roman mit sehr viel Tiefgang, der einem tiefe Einblicke in Annas Vergangenheit gibt . Sie verstehen lernt, warum sie sich dem SS Offizier und Obersturmführer hingab. Sie rettet dadurch sich und Trudies Leben und auch vor dem Hungertod. Schließlich war Trudie eine Halbjüdin , das hätte den Tod und KZ für beide bedeutet. Das zusammen sein mit diesem Mann , denn sie nicht liebte ist von Angst, Sorge und dem Martyrium seinen Sexuellen Verlangens und Demütigungen geprägt. Was im KZ Buchenwald passierte erschüttert und beschäftigt einem . Aber auch Trudy lernt man zu verstehen , das ist der Tod ihres Stiefvaters und das Gefühl das Kind eines Nazis zu sein. Ihre Recherche zum Alltag nicht jüdischer deutscher Frauen im dritten Reich , bereiten ihr Alpträume. Aber sie kommt dadurch auch endlich , der Geschichte ihrer Mutter und deren Vergangenheit näher und erfährt von ihrem echten Vater, was ihre Mutter so verzweifelt zu Tote schweigt.

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eindringliche und fesselnde Leselektüre
von einer Kundin/einem Kunden am 19.02.2015
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"Trudy Swenson denkt, dass der Dezember in Minnesota ein schlechter Zeitpunkt ist, um einen geliebten Menschen begraben zu müssen."......Trudy trauert um ihren Stiefvater. Die Beerdigung ist gut besucht. Viele bekannte Gesichter aus der Nachbarschaft geben ein letztes Geleit. Beim Leichenschmaus sitzt Trudy allerdings mit ihrer schweigsamen Mutter alleine da.... "Trudy Swenson denkt, dass der Dezember in Minnesota ein schlechter Zeitpunkt ist, um einen geliebten Menschen begraben zu müssen."......Trudy trauert um ihren Stiefvater. Die Beerdigung ist gut besucht. Viele bekannte Gesichter aus der Nachbarschaft geben ein letztes Geleit. Beim Leichenschmaus sitzt Trudy allerdings mit ihrer schweigsamen Mutter alleine da. Niemand hat Interesse, der Witwe Beileidswünsche auszusprechen oder gar Trost zu spenden. Trudys Mutter ist Deutsche, ihre Geburtsstadt Weimar. Trudy erinnert sich nicht mehr an diese Zeit. Eine versteckte Fotografie, die sie heimlich in einer Kommode ihrer Mutter entdeckt, wirft Fragen auf. Mehr noch, - Trudy versinkt in Schuldgefühlen. Auf dem Foto sind Trudys Mutter, ihr Vater, als ranghoher Nazioffizier und sie selbst abgebildet. Trudys Mutter hat niemals über ihren Vater gesprochen. Sie hat überhaupt nie über diese Zeit gesprochen. Und Trudy, eine Geschichtsprofessorin hat nie an der Mauer des Schweigens gerüttelt. Von einer befreundeten Kollegin läßt sich Trudy überreden an einer Forschungsarbeit teilzunehmen und sie beginnt mit ihren Recherchen - Der Alltag nichtjüdischer, deutscher Frauen im Dritten Reich. "Die uns lieben" von Jenna Blum geht unter die Haut.

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Die tragische Geschichte einer jungen Frau in Nazideutschland
von Line88 aus Chemnitz am 30.04.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Buch handelt von der 19-jährigen Anna, welche von einem jüdischen Arzt ein uneheliches Kind erwartet. Ihr Vater sympathisiert mit den Nazis und wirft sie schließlich aus dem Haus. Anna kommt bei der Bäckerin Mathilde unter, mit der sie gemeinsam heimlich Brot in das Konzentrationslager Buchenwald hinein und Nachrichten... Das Buch handelt von der 19-jährigen Anna, welche von einem jüdischen Arzt ein uneheliches Kind erwartet. Ihr Vater sympathisiert mit den Nazis und wirft sie schließlich aus dem Haus. Anna kommt bei der Bäckerin Mathilde unter, mit der sie gemeinsam heimlich Brot in das Konzentrationslager Buchenwald hinein und Nachrichten herausschmuggelt. Eines Tages wird sie jedoch vom Obersturmführer Heinz von Steuern ertappt und lässt sich aus Angst um sich und ihrer Tochter Trudy daher auf alle seine Forderungen ein… Der andere Strang des Buches spielt im Jahre 1996 in Minneapolis, USA. Trudy ist Geschichtsprofessorin und forscht über das Leben arischer Frauen im Dritten Reich. Ihre eigene Mutter Anna schweigt gänzlich über ihre Vergangenheit, was die Beziehung zu ihrer Tochter schwierig macht… Sowohl das Cover, als auch der Schreibstil haben mir sehr gut gefallen und die Geschichte konnte mich bereits nach den ersten Seiten fesseln. Das Schicksal der jungen Anna, deren erste Verliebtheit zwar zu einem Kind führte, aber nie eine wahre Chance auf eine glückliche Zukunft hatte, bewegte mich zutiefst. Sie zeigt, dass nicht nur Juden und die Männer an der Front ein Leben voller Schrecken führten bzw. sogar ihr Leben ließen, sondern auch vielen anderen Menschen Schreckliches widerfahren ist, war ihr Leben bis zum Tod prägte. Die Autorin hat es geschafft starke Emotionen einer dunklen Zeit an die Oberfläche zu bringen und auch ein Stück weit zu verstehen, was manchen Menschen tatsächlich widerfahren ist, von denen man glauben mag, sie wären „böse Arier“, die einfach nur wegschauten. Ich nehme an, nicht jeder hat es sich damals so einfach gemacht, wie es nach außen scheinen mag. Das Land war in Angst versetzt. Die Autorin hat es geschafft aufzuzeigen, dass selbst einem hübschen, jungen Mädchen, dem die Welt offenstand und die trotz aller Schwierigkeiten stets eine liebende Mutter war, bis zu ihrem Tod mit den Folgen ihrer traumatischen Erlebnisse zu kämpfen hatte und nicht mehr wirklich glücklich werden konnte. Die detaillierten Beschreibungen der (sexuellen) Gewalttaten hat mich häufig traurig gemacht und mir einmal mehr vor Augen geführt, wie wertvoll es ist in einer friedlichen Welt leben zu dürfen, die nicht von Hunger, Gewalt und Tod bestimmt ist. Leider ist die Geschichte insgesamt sehr vorhersehbar, aber sie hat mich dennoch ergriffen und zutiefst bewegt. Lesenswert!

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Die uns lieben
von SteffiKa am 15.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt (übernommen): Weimar, 1940. Ledig, schwanger und von ihrem Vater verstoßen, kommt die 19-jährige Anna bei der Bäckerin Mathilde unter. Mathilde erhält Mehl, Zucker und Butter von den Nazis, um das Offizierskasino von Buchenwald mit Gebäck zu beliefern. Gleichzeitig schmuggeln die beiden Frauen Brot ins KZ und geheime Botschaften hinaus.... Inhalt (übernommen): Weimar, 1940. Ledig, schwanger und von ihrem Vater verstoßen, kommt die 19-jährige Anna bei der Bäckerin Mathilde unter. Mathilde erhält Mehl, Zucker und Butter von den Nazis, um das Offizierskasino von Buchenwald mit Gebäck zu beliefern. Gleichzeitig schmuggeln die beiden Frauen Brot ins KZ und geheime Botschaften hinaus. Als Mathilde zwei Jahre später auf frischer Tat ertappt wird und der Obersturmführer Horst von Steuern in der Bäckerei auftaucht, sieht Anna nur einen verzweifelten Ausweg, sich und ihre kleine Tochter Trudy zu retten. Minneapolis,1996. Ein paar diffuse Erinnungsschnipsel, ein verstecktes Familienfoto und ein unauslöschliches Gefühl der Schuld sind alles, was Trudy mit ihrem Geburtstort Weimar verbindet. Erschüttert vom Tod ihres Stiefvaters und erdrückt von der Last einer Vergangenheit, die ihre Mutter hinter einer Mauer aus Schweigen verbannt hat, beginnt die Geschichtsprofessorin endlich mit der Recherche zum Alltag nichtjüdischer Deutscher Frauen im Dritten Reich. Nach und nach legt sich dabei die erschütternde Geschichte ihrer Mutter frei, die so ganz anders ist, als sie es erwartet hat. Personen/Charaktere: Der Roman erzählt abwechselnd die Geschichte von der jungen Anna, die 1939 in Weimar beginnt und 1945 in der USA endet. Parallel dazu lernen wir Trudy, ihre Tochter kennen: Diese Geschichte spielt 1996/1997 - ebenfalls in den USA. Anna ist eine junge Frau, die von klein an, sich den Männern unterordnet und gehorcht. Als hübsche Deutsche hat sie es im Nazi-Deutschland einfacher als andere und verkauft sich und ihren Körper an einen Obersturmführer, um mit Lebensmittel versorgt zu werden. Ihr Leben besteht aus Unterwerfung, Gehorsam und Angst. Diese Charaktereigenschaften folgen ihr bis ins hohe Alter. Um sich selbst zu schützen, sagt sie sich immer wieder "Die Vergangenheit ist tot" - und schweigt. Auch gegenüber ihrer Tochter. Trudy wächst in Weimar in der Bäckerei auf. Die Erlebnisse des Krieges, der Hunger und die Besuche des Obersturmführers "verarbeitet" sie in Träumen, die sie bis ins Alter verfolgen. Sie will unbedingt wissen, was hinter dem Familienfoto verbirgt und beginnt ein "Deutschen-Projekt". Auch Trudy ist ihrer Mutter gar nicht so unähnlich und schweigt, sobald es um ihre Gefühle geht. Auf den Obersturmführer möchte ich hier nicht viel näher eingehen - er war ein typischer Nazi. Fazit: Ein Roman, der einem manchesmal den Atem stocken lässt und zum Nachdenken anregt. Allerdings wurden von der Autorin die Charaktere und die Deutschen im allgemeinen viel zu klischeehaft dargestellt, das sich gegen Ende des Romans zum Glück wieder etwas gebessert hat. Wer den etwas anderen Roman über Deutschlands Schwärzeste Zeit sucht, darf hier zugreifen. Selten hat mich ein Buch so nachdenklich, berührt und teilweise auch geschockt zurückgelassen.

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Alles, was ich je getan habe…
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 13.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Weimar, 1942. Die 21jährige Anna handelt rein instinktiv. Sie weiß, dass sie gut aussieht und die Männer ihr mit begehrlichen Blicken folgen. Geliebt hat sie aber bislang nur einen, den jüdischen Arzt und Widerständler Max. Max, der verhaftet wurde, als sie gerade von ihm schwanger war. Max, durch den... Weimar, 1942. Die 21jährige Anna handelt rein instinktiv. Sie weiß, dass sie gut aussieht und die Männer ihr mit begehrlichen Blicken folgen. Geliebt hat sie aber bislang nur einen, den jüdischen Arzt und Widerständler Max. Max, der verhaftet wurde, als sie gerade von ihm schwanger war. Max, durch den sie die Bäckerin Mathilde Staudt kennenlernte, die den Gefangenen im Lager Buchenwald regelmäßig heimliche Brotlieferungen zukommen ließ und Nachrichten weiterleitete. Die die flüchtige, schwangere Anna aufnahm, ihr eine Freundin und dem Kind eine Tante wurde. Nun, zwei Jahre später, ist es häufig Anna selbst, die die heimlichen Gänge durchführt. Doch an diesem Tag war Mathilde unterwegs, an diesem Tag wurde Mathilde bei ihrem Tun erwischt und auf der Stelle exekutiert. Von demselben SS-Mann, der nun in der Backstube vor Anna steht und ihren Lügen, nichts von Mathildes Aktivitäten gewusst zu haben, nicht glaubt. Der sicher keinen Moment zögern wird, auch sie und die kleine Trudie, die neben ihr liegt und schläft, zu erschießen. Der einzige Ausweg scheint dieser ihr wohlbekannte Blick zu sein, den er ihr zugeworfen hat… New Heidelberg, 1996. Aus der kleinen Trudie ist eine Frau geworden, die seit Jahrzehnten nach der Wahrheit sucht. Sie weiß, dass Jack, der so lange er lebte ihr „Dad“ war, nicht ihr richtiger Vater sein konnte, denn ihn hat ihre Mutter erst 1945 kennengelernt und geheiratet. Er hat seiner Tochter nie die Wahrheit über ihren tatsächlichen Vater gesagt und Anna schweigt über restlos alles, was in den Kriegsjahren, in ihrer Zeit in Deutschland, geschehen ist. »Die Vergangenheit ist tot, und es ist besser, wenn das auch so bleibt.« Trudie weiß schon seit ihrer Kindheit, dass Anna ein Bild verborgen hält, ein Foto von einer kleinen Familie. Von Anna, Trudie und einem Mann in Uniform, einem SS-Offizier. Ganz offensichtlich war dies ihr Vater – aber wie konnte ihre Mutter nur mit einem solchen Mann zusammenleben? Anna beantwortet keine ihre Fragen, nimmt ihr keinen Zweifel. Und so lebt Trudie seitdem mit einem großen Schamgefühl, fühlt sie sich schuldig, weil sie die Tochter eines Ungeheuers ist. Die Suche nach Antworten, die beständig quälenden Fragen, haben Trudies ganzes Leben bestimmt. Sie ist Professorin für Geschichte geworden, leitet an der Uni ein Seminar mit dem Titel „Die Rolle der Frau in Nazi-Deutschland“. Es gibt zwei Erzählschienen in diesem Buch. Einmal begleiten wir Anna durch die Kriegsjahre in Deutschland und zum anderen Trudie in der (beinahe) Gegenwart in Amerika. Die Kapitel, die im 2. Weltkrieg spielen, sind erwartungsgemäß bedrückend und häufig auch grausam. Ich denke nicht, dass man Anna dafür verurteilen darf, dass sie die sich ihr bietende Möglichkeit nutzte, ihr Leben und das ihrer Tochter zu retten. Wer will von sich behaupten, dass er in einer vergleichbaren Situation das nicht täte? Welche Mutter würde lieber ihr Kind opfern? Natürlich hätte sie nach diesem „ersten Mal“ nicht bleiben müssen. Sie hätte sich ihr Baby nehmen können und hätte versuchen können, zu fliehen. Ob sie sehr weit gekommen wäre? Aber vielleicht hätte sie auch Glück gehabt, wer weiß? Ich denke, sie hat mit einem Bleiben die Chancen für sich und die Kleine höher eingeschätzt. Darf man ihr das verübeln? Hätte man selber tatsächlich den Mut gehabt, anders zu reagieren? Ganz ehrlich – ich weiß es nicht. Ich glaube auch nicht, dass Anna es sich leicht machte, indem sie die Geliebte des Obersturmführers wurde. Die vermeintliche Sicherheit, die ihr diese Beziehung brachte, brachte auf der anderen Seite ständige Angst mit sich, denn sie kennt diesen Mann, der sie regelmäßig benutzt, sehr gut. Sie weiß, wozu er fähig ist und sie macht sich keine Illusionen darüber, was sie für ihn darstellt. »Würde der Obersturmführer ihr einen Fuß auf den Hals stellen und ihr in den Kopf schießen, wenn sie genügend Anstoß erregte? Würde er das am Ende so oder so tun? Anna versucht, sich selbst aus der erhöhten Position des Obersturmführers zu betrachten, hinter seinem Käfig aus Knochen und aus den blassen Fenstern heraus, durch die er die Welt begutachtet. Wenn es um sein eigenes Überleben ginge, um die Notwendigkeit, vor den vorrückenden Armeen alle Beweise zu vernichten, könnte der Obersturmführer seine Zuneigung für Anna womöglich genauso leicht abstellen, wie man einen Wasserhahn zudreht.« Diese Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, haben mich besonders fasziniert. Vor allem die darin enthaltenen „Graustufen“, von denen in einem Zitat oben gesprochen wird. Wenn Anna beispielsweise den Sex mit dem Obersturmführer genießt – um sich anschließend dafür fürchterlich zu schämen. Kein Schwarzweiß – und viel zum Nachdenken. In der (beinahe) Gegenwart sucht Trudie wie schon gesagt nach der Wahrheit. Ihre Scham angesichts dessen, was sie durch das Schweigen ihrer Mutter glauben muss, kann ich gut nachvollziehen. Ansonsten kam mir Trudie aber nie sehr nah. Ich denke, dass liegt daran, dass die Gegenwartskapitel leider in meinen Augen sehr klischeebehaftet sind. Auch der Schluss fiel für mich ein wenig ab, wirkte im Bemühen, noch irgendwie ein glückliches Ende herbeizuführen, zu konstruiert. Ansonsten liefern aber die Gegenwartskapitel ebenfalls viel Interpretationsspielraum, was Mutter-Tochter-Beziehungen, Vergangenheitsbewältigung und das Leben mit einer Schuld (bzw. vermeintlichen Schuld) angeht. Fazit: Packendes Thema, das sehr zum Nachdenken und Hinterfragen anregt. Streckenweise nur leider mit zu viel Klischees. »Alles, was ich je getan habe, habe ich für dich getan.«

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