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Die Verteidigung des Paradieses

Roman. Nominiert für die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2016

(3)

Thomas von Steinaecker schreibt einen atemberaubenden Roman über die Zukunft unserer Gegenwart: literarisch virtuos, philosophisch radikal und zutiefst berührend.

Er möchte ein guter Mensch sein. Aber Heinz lebt in einer Welt, die Menschlichkeit nicht mehr zulässt. Deutschland ist verseucht und verwüstet, Mutanten streifen umher, am Himmel kreisen außer Kontrolle geratene Drohnen. Zusammen mit seinem besten Freund, einem elektrischen Wüstenfuchs, dem Fennek, wächst Heinz in einer kleinen Gruppe Überlebender in den Bergen auf. Er nimmt sich vor, die verlorene Zivilisation zu bewahren, sammelt vergessene Wörter und schreibt die Geschichte der letzten Menschen. Doch was nützen Heinz Wissen und Kunst jetzt noch? Da gibt es plötzlich das Gerücht, weit im Westen existiere ein Flüchtlingslager. Und die Gruppe bricht auf zu einem mörderischen Marsch ins vermeintliche Paradies ...

Rezension
Entstanden ist ein an Wendungen reiches Selbstfindungsabenteuer, stark und überzeugend in jedem Satz. Björn Hayer Landshuter Zeitung 20160319
Portrait

Thomas von Steinaecker, geboren 1977 in Traunstein, wohnt in Augsburg. Er schreibt vielfach ausgezeichnete Romane – unter anderem ›Wallner beginnt zu fliegen‹ und ›Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen‹ – sowie Hörspiele. Außerdem dreht er Dokumentarfilme, für die er unter anderem den ECHO Klassik erhielt. Für S. Fischer Hundertvierzehn initiierte er das »Mosaik-Roman«-Projekt ›Zwei Mädchen im Krieg‹ und veröffentlichte ab Oktober 2015 zusammen mit der Zeichnerin Barbara Yelin den Fortsetzungs-Webcomic ›Der Sommer ihres Lebens‹. Im Frühjahr 2016 erschien sein Roman ›Die Verteidigung des Paradieses‹, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war.

Literaturpreise:

International Classical Music Award und ECHO Klassik 2015
Nominierung für den Alfred-Döblin-Preis 2013
Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Kunstförderpreis der Stadt Augsburg 2011
Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt
Preis der Autoren 2010 (für das Hörspiel ›Herzrhythmusgeräusche‹
New-York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds 2010
2. Platz beim Hörspielpreis der Kriegsblinden 2008
Literaturförderpreis der Deutschen Wirtschaft 2008
Stipendium des Deutschen Literaturfonds 2007
Aufenthaltsstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin 2007
Bayerischen Kunstförderpreis 2007
Shortlist Deutscher Buchpreis 2007
Aspekte-Literaturpreis 2007
Autorenwerkstatt-Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin 2003/04
10. Klagenfurter Literaturkurs 2006
Einladung zum 11. Open Mike 2003
Publikumspreis beim Hattinger Förderpreis für junge Literatur 1996

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 10.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-001460-3
Verlag S. Fischer
Maße (L/B/H) 221/151/35 mm
Gewicht 605
Auflage 1
Verkaufsrang 43.568
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Ein Paradies in der Hölle“

Dorothea Weiss, Thalia-Buchhandlung Jena

Der fünfzehnjährige Heinz ist ein Überlebender - und ein Bewahrer! Zusammen mit fünf Erwachsenen (Cornelius, Anne, Jorden, Chang und Özlem) lebt er abgeschieden in den Bergen. Cornelius, der "weltbeste Leader", hat ihm außerdem die Rolle des Chronisten übertragen. So sammelt Heinz "Altwörter" der untergegangenen Zivilisation, schreibt Der fünfzehnjährige Heinz ist ein Überlebender - und ein Bewahrer! Zusammen mit fünf Erwachsenen (Cornelius, Anne, Jorden, Chang und Özlem) lebt er abgeschieden in den Bergen. Cornelius, der "weltbeste Leader", hat ihm außerdem die Rolle des Chronisten übertragen. So sammelt Heinz "Altwörter" der untergegangenen Zivilisation, schreibt kleine Geschichten und hält die großen und kleinen Geschehnisse des Alltags in der Gemeinschaft fest. Als Özlems und Changs Tochter geboren wird, wird die Frage nach der Zukunft immer drängender. Gerüchte um ein "großes Camp" machen die Runde, in welchem Überlebende mit allem versorgt werden, was sie zum Leben brauchen. Nach langem Ringen macht sich Heinz' "Gemeinschaftsfamilie" auf den mühevollen und gefährlichen Weg...
Dieses Buch wird Sie packen und nicht wieder loslassen! Poetisch, berührend und aufrüttelnd!

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Eine echt foxy Geschichte!
von einer Kundin/einem Kunden am 19.05.2016

Heinz ist ein 15 jähriger Junge, der seine Kindheit, bei immerwährenden Sommer, auf einer Alm in den Bergen verbracht hat. Sein ständiger Begleiter ist sein Toy Fennek, ein elektronischer Fuchs, der über einen gewissen Grad an Künstlicher Intelligenz verfügt und noch aus dem Leben vor dem Untergang stammt. Die... Heinz ist ein 15 jähriger Junge, der seine Kindheit, bei immerwährenden Sommer, auf einer Alm in den Bergen verbracht hat. Sein ständiger Begleiter ist sein Toy Fennek, ein elektronischer Fuchs, der über einen gewissen Grad an Künstlicher Intelligenz verfügt und noch aus dem Leben vor dem Untergang stammt. Die Welt, so wie Heinz sie nur die ersten paar Lebensjahre gekannt hat, ist eben bis auf dieses kleine Paradies untergegangen. Die Menschen auf der Alm teilen es sich, mit einer Gruppe überlebender Affen. Als jedoch für ein paar Tage der Schutzschirm zusammenbricht, wird den Menschen klar, dass dieses Paradies, ohne Wartung des Schutzschirmes, nicht für ewig gepachtet ist. Die Gruppe Überlebender macht sich auf nach Salzburg, hinaus in die Welt, denn dort soll es Flüchtlingslager geben, dass die Überlebenden in eine Zone bringt, die noch nicht zerstört worden ist. Dieser Roman, rollt mit einer literarischen Wucht auf einem zu. Wie eine Monsterwelle reißt sie einem mit und lässt einem nicht mehr los. Dabei ist – Die Verteidigung des Paradieses -, gerade am Anfang ein wenig langatmig geraten, wenngleich es von Anfang an sehr ausgezeichnet geschrieben ist. Das Spiel mit den Worten, die glaubhafte und neu entwickelte Umgangssprache, die sich von Steinaecker bedient ist ganz großartig gelungen. Foxy ist so ein Wort. Und Heinz benutzt es gerne. Er ist eben ein foxy Typ. Aus seiner Sicht, wird die Geschichte erzählt und manchmal wirkt der Junge ein wenig einfältig. Allerdings hat er sich es zur Aufgabe gemacht, alles was passiert festzuhalten, außerdem möchte er ein Bewahrer alter Wörter sein. Schon wieder eine Dystopie? Schon wieder eine fast zerstörte Welt? Am Anfang war ich skeptisch, aber das hat sich schnell geändert. Die Verteidigung des Paradieses ist ein Paradebeispiel, dass dieses komplexe literarische Experiment gut gelungen ist und das, dass Sciencefiction Genre auch in der anspruchsvollen Literatur angekommen ist, und zwar sehr gut angekommen. In einer guten Dystopie, schwing auch immer ein bisschen Gesellschaftskritik mit; Allerdings ist dieser Roman schneller von der Wirklichkeit eingeholt worden, als es dem Schriftsteller liebe war. Die fiktive Welt nach dem Untergang, ähnelt der unsrigen gegenwärtigen Welt doch sehr und geschrieben hat Von Steinaecker, einige Passagen bereits vor drei oder vier Jahren. Angesichts der Fernsehbilder aus den Flüchtlingscamps und derzeitigen politischen Lage, wäre es ihm gar nicht mehr möglich so etwas aufzuschreiben – anmaßend würde er sich dabei vorkommen, wenn nicht gar obszön. (=Seine Worte bei einer seiner Lesungen) Ich finde aber, dass wir genau aus diesem Grund, dieses Buch brauchen. Genau aus diesen erschütternden und beunruhigenden Gründen, sollte es gelesen werden. Es hallt lange nach dem Lesen noch in einem nach. Es ist ein foxy Buch, zumindest würde es Heinz so sagen, es ist eine Abenteuergeschichte, und zum Schluss bliebt die Frage offen, welches Paradies wir wohl verteidigen würden, wären wir in solch einer Situation. Zumindest ich hab mir ständig diese Frage gestellt. Was wäre wenn?

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Packend, schockierend, bewegend: lässt einen so schnell nicht mehr los
von Vanessas Bücherecke am 13.04.2016

Inhalt aus dem Klappentext: Er möchte ein guter Mensch sein. Aber Heinz lebt in einer Welt, die Menschlichkeit nicht mehr zulässt. Deutschland ist verseucht und verwüstet, Mutanten streifen umher, am Himmel kreisen außer Kontrolle geratene Drohnen. Zusammen mit seinem besten Freund, einem elektrischen Fuchs, dem Fennek, wächst Heinz in einer... Inhalt aus dem Klappentext: Er möchte ein guter Mensch sein. Aber Heinz lebt in einer Welt, die Menschlichkeit nicht mehr zulässt. Deutschland ist verseucht und verwüstet, Mutanten streifen umher, am Himmel kreisen außer Kontrolle geratene Drohnen. Zusammen mit seinem besten Freund, einem elektrischen Fuchs, dem Fennek, wächst Heinz in einer kleinen Gruppe Überlebender in den Bergen auf. Er nimmt sich vor, die verlorene Zivilisation zu bewahren, sammelt vergessene Wörter und schreibt die Geschichte der letzten Menschen. Doch was nützen Heinz Wissen und Kunst jetzt noch? Da gibt es plötzlich das Gerücht, weit im Westen existiere ein Flüchtlingslager. Und die Gruppe bricht auf zu einem mörderischen Marsch ins vermeintliche Paradies ... Meinung: Endzeitromane gibt es ja mittlerweile schon einige auf dem Markt, darunter sehr gute, mittelmäßige und solche, die man sich sparen kann. Und obwohl das Thema eigentlich auserzählt zu sein scheint, ist es doch ein Thema, dass uns immer wieder interessiert, vor allem dann, wenn es in der Welt turbulent zugeht. Kann Thomas von Steinaecker sich aus der Masse also hervorheben? Ja, er kann. Und das sogar ziemlich gut. Wir lernen hier den 15-jährigen Heinz kennen. Dieser hat als 4-jähriger die Katastrophe in Deutschland überlebt und lebt nun mit fünf weiteren Menschen an einem der noch wenigen intakten Rückzugsorte. Die Welt vor dem Untergang war sehr futuristisch, technisiert und vermeintlich fortschrittlich. Restrukturierungen der Landschaft gehörten zur Tagesordnung und die Menschen selber lebten in großen und kleinen Biosphären, denn die Landschaft außerhalb dieser Sphären ist wüst und öde. Was genau dann das Unglück über Deutschland ausgelöst hat wissen die 6 nicht genau. Dafür aber wissen sie, dass das Überleben außerhalb ihrer Biosphäre hart und nahezu unmöglich ist. Dann taucht das Gerücht wieder auf, dass es ein großes Auffanglager geben soll. Doch sollen sie die Reise wagen? Als sich die Bedrohungen für die Gruppe häufen, scheint die Suche nach dem Camp die einzige Überlebenschance für sie alle zu sein. Thomas von Steinaeckers Protagonisten sind unheimlich komplex und vielschichtig. Mühelos schafft es der Autor, dass ich mich mit den Figuren auseinandersetze, mit ihnen leide, mitfiebere, mich für sie freue. Dabei stechen vor allem ihre Makel hervor, die sie so authentisch machen. Besonders sein Ich-Erzähler Heinz kann hier richtig überzeugen, denn wir erhalten als Leser direkt Einblick in seine Gedankenwelt, seine Ängste, Zweifel und Hoffnungen. Dabei ist einem Heinz nicht immer sympathisch, wirkt er manchmal doch recht naiv und einfältig. Doch angesichts des Szenarios, das Thomas von Steinaecker für ihn entworfen hat, ist das absolut nachvollziehbar. Auch der Schreibstil des Romans ist spannend und geht unter die Haut. Der Plot ist stimmig und komplex, bis zu letzten Seite beschäftigt einen das Szenario und kann doch immer wieder überraschen. Geschickt lässt der Autor in Rückblicken und Erinnerungen die Ereignisse vor und um die Katastrophe Revue passieren. Dabei veranschaulicht er auch, wie schnell für uns alltägliche Dinge, Gewohnheiten und Wörter ihre Bedeutung verlieren können. Nicht selten spricht Heinz von Altwörtern, die in seiner zerstörten Welt keine Bedeutung mehr haben. Überhaupt hat mir der Bezug zur Sprache und Literatur in diesem Roman unheimlich gut gefallen und ich fand es toll, wie viel Anspielungen auf Weltliteratur und -wissen es hier zu finden gibt. Erzählt wir der Roman, wie schon erwähnt, in der Ich-Perspektive. Dabei ist es wie eine Art Tagebuch bzw. persönlichem Bericht aufgebaut. Durch diesen Stil schafft der Autor eine sehr große Nähe zu seiner Figur Heinz und zieht den Leser direkt in das Geschehen hinein. Plastisch und detailliert entwirft Thomas von Steinaecker ein düsteres, aber stimmiges Bild über eine nicht allzu ferne Zukunft und greift viele Themen auf, die auch heute schon sehr aktuell sind, eigentlich schon immer aktuell waren. Was ich mir aus diesem Buch auf jeden Fall mitnehme ist die Frage: Wie viel Technik muss überhaupt sein und darf mein Leben bestimmen? Da kann man sich schon mal überlegen, ob weniger nicht manchmal mehr ist... Vielen Dank an die S. Fischer Verlage für das Rezensionsexemplar. Fazit: Die Verteidigung des Paradieses ist ein Roman, der mich lange festgehalten hat und auch jetzt immer noch beschäftigt. Zwar spielt dieses Buch in der Zukunft, trotzdem finden sich hier so viele Themen, die auch jetzt schon zutreffen und über die man sich Gedanken machen sollte. Das Buch hat mich gefesselt, verstört, angeekelt und betroffen gemacht. Aber auch sehr froh, dass ich mich für diese Lektüre entschieden habe. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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