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Die vierzig Tage des Musa Dagh

Roman

(1)
Noch immer ist es schwierig, den Völkermord an den Armeniern in den Jahren 1915 bis 1917 beim Namen zu nennen. Als Franz Werfel 1930 durch Anatolien reiste, schockierten ihn die Begegnungen mit Zeitzeugen und er begann, akribisch für einen Roman zu recherchieren. ›Die vierzig Tage des Musa Dagh‹ beschreiben das Schicksal einer armenischen Familie, die langsam ausgegrenzt und schließlich mit Waffengewalt verfolgt wird. Auf dem Heimatberg, dem Musa Dagh, leistet ihre Dorfgemeinschaft der Vertreibung Widerstand. Umsichtig und differenziert, mit einer klaren, fließenden Sprache verwandelt Werfel diese historische Katastrophe in ein eindrucksvolles Epos.
Portrait

Am 10. September 1890 wird Franz Werfel in Prag geboren; als Schüler schreibt er Gedichte und entwirft Dramen. 1914 wird er zum Militärdienst
eingezogen; 1917 begegnet er Alma Mahler-Gropius, mit der er bis zu seinem Lebensende verbunden bleibt; er siedelt nach Wien über. Zu dieser Zeit sind bereits mehrere Gedichtbände von ihm erschienen, hat er kritische Aufsätze veröffentlicht. 1919 folgt seine erste ganz eigenständige Novelle ›Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig‹. 1921 wird sein Drama ›Spiegelmensch‹ aufgeführt. In den nächsten Jahren entstehen ›Der Tod des Kleinbürgers‹, ›Kleine Verhältnisse‹, ›Der Abituriententag‹, ›Die Geschwister von Neapel‹ und immer wieder Gedichte. 1929 heiratet er Alma Mahler. 1933 erscheinen ›Die vierzig Tage des Musa Dagh‹ – eine Mahnung an die Menschlichkeit; im gleichen Jahr werden seine
Bücher in Deutschland verbrannt.
1938, als Hitlers Truppen in Österreich einmarschieren, hält sich Werfel in Capri auf – seine Emigration beginnt. 1940 wird er in Paris an die Spitze der Auslieferungsliste der Deutschen gesetzt. Mit Alma und einigen Freunden flüchtet er zu Fuß über die Pyrenäen nach Spanien. ›Das Lied von Bernadette‹ schreibt er als Dank für seine Errettung. Von Lissabon bringt sie ein Schiff nach New York. Die letzten Jahre verlebt Werfel in Los Angeles, Kalifornien. Am 26. August 1945 erliegt er seinem schweren Herzleiden.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 989
Erscheinungsdatum 01.05.1990
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-29458-9
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 190/125/48 mm
Gewicht 610
Auflage 20
Verkaufsrang 100.471
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Warum Klassiker?“

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda

Klassiker werden leider meist nur noch als Pflichtübung in der Schule gelesen...warum Franz Werfels Buch auch im Januar 2012 nichts an Aktualität eingebüsst hat, zeigt ein Blick in die Tagespresse: der türkische Premier Erdogan ist erzürnt über die Verabschiedung eines Gesetzes in Frankreich, dass das Leugnen von Völkermord unter Strafe Klassiker werden leider meist nur noch als Pflichtübung in der Schule gelesen...warum Franz Werfels Buch auch im Januar 2012 nichts an Aktualität eingebüsst hat, zeigt ein Blick in die Tagespresse: der türkische Premier Erdogan ist erzürnt über die Verabschiedung eines Gesetzes in Frankreich, dass das Leugnen von Völkermord unter Strafe stellt...und in der Türkei selbst protestieren Hunderte auf den Strassen gegen die Freisprechung der Hintermänner Dink-Prozeß . Der armenische Journalist war vor fünf Jahren auf offener Strasse erschossen worden. Die Hintergründe des ersten Völkermords des 20. Jahrhunderts hat Werfel nach einer Reise im Jahr 1929 in einem spannenden Buch beschrieben...gönnen Sie sich einen Klassiker!

Martin Knebel, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Sehr lesenswerter Roman !! Sehr lesenswerter Roman !!

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Wie schicksalhaft das armenische und türkische Volk miteinander verbunden ist, zeigt dieser Klassiker. Aktuell lesenswert und sprachlich brillant. Wie schicksalhaft das armenische und türkische Volk miteinander verbunden ist, zeigt dieser Klassiker. Aktuell lesenswert und sprachlich brillant.

Klaus Neumann, Thalia-Buchhandlung Solingen

Starker Roman über WIDERSTAND! Nach den wahren Begebenheiten von 1915 und den Gräueln gegen die Armenier in der Türkei. Starker Roman über WIDERSTAND! Nach den wahren Begebenheiten von 1915 und den Gräueln gegen die Armenier in der Türkei.

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Ein wunderbares Buch
von linuxexpert aus Darmstadt am 10.08.2007

Ein wunderbares Buch, das um den Völkermord an den Armeniern handelt. Es zeigt auf wie sich alles entwickelt, wie aus Gerüchten die traurige Gewissheit wird und wie sich Menschen in solchen Situationen verhalten. Dabei verkommt das Buch an keiner Stelle zu einer bloßen Klage, es bleibt fesselnd bis zum... Ein wunderbares Buch, das um den Völkermord an den Armeniern handelt. Es zeigt auf wie sich alles entwickelt, wie aus Gerüchten die traurige Gewissheit wird und wie sich Menschen in solchen Situationen verhalten. Dabei verkommt das Buch an keiner Stelle zu einer bloßen Klage, es bleibt fesselnd bis zum Schluss.

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die vierzig Tage des Musa Dagh
von Ömer Levent Sayin aus Berlin am 17.03.2015
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Ein sehr spannendes und interessantes Buch. Ein Buch, was mich überzeugt hat und sehr empfehlenswert ist. Um ehrlich zu sein hätte ich nicht gerechnet, dass ich das Buch weiter empfehle.

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Leider zu stark gekürzt, aber macht Lust aufs Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Windsheim am 10.01.2016
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

Gabriel Bagradian ist ein Armenier, der den Großteil seines Lebens in Frankreich verbracht hat. Zusammen mit seiner Frau Juliette und seinem Sohn Stephan kehrt nach 23 Jahren in sein Heimatdorf am Fuße des Musa Dagh zurück um seinem verstorbenen Großvater die letzte Ehre zu erweisen. Dann jedoch bricht der... Gabriel Bagradian ist ein Armenier, der den Großteil seines Lebens in Frankreich verbracht hat. Zusammen mit seiner Frau Juliette und seinem Sohn Stephan kehrt nach 23 Jahren in sein Heimatdorf am Fuße des Musa Dagh zurück um seinem verstorbenen Großvater die letzte Ehre zu erweisen. Dann jedoch bricht der erste Weltkrieg aus und aufgrund einer Entscheidung der Regierung sitzen Gabriel und seine gesamte Familie fest. Nach einigen Nachforschungen wird klar, dass die Türken beschlossen haben die gesamte armenische Bevölkerung auszurotten. Die Menschen der sieben Dörfer am Fuße des Musa Dagh beschließen jedoch, nicht auf das Ende zu warten, sondern sich, so gut es geht, zu wehren und ihr drohendes Schicksal abzuwenden. So verschanzen sich 5.000 Armenier auf dem Berg und versuchen den anrückenden türkischen Truppen etwas entgegenzusetzen und irgendwie zu überleben. Das Cover ist ziemlich unruhig und mit den Farben schwarz, weiß und rot schon recht düster gehalten. Erkennen kann man darauf leider nichts und der Fokus ist klar auf den Titel gerichtet. Dieser beschreibt die Zeit, wie lange die Menschen auf dem Musa Dagh ausharren mussten, bevor sie vom Berg befreit wurden. Der Protagonist Gabriel Bagradian ist ein stolzer Mann, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Es war seine Idee sich auf dem Berg zu verschanzen und er ist auch die treibende Kraft, wenn es darum geht, diesen Plan umzusetzen. Da er Reserveoffizier der türkischen Armee ist, hat er eine militärische Ausbildung und weiß worauf man achten muss, wie man Verteidigungslinien aufbaut, eine provisorische Zeltstadt aufbaut und am Laufen hält. Während der Handlung muss er einige Rückschläge einstecken und Verluste ertragen, er muss unpopuläre Entscheidungen treffen und mit der Zeit hadert er immer öfter mit sich selbst. Aber bis zum Ende gibt er die Hoffnung nicht auf, sondern kämpft, so lange jemand auf ihn angewiesen ist und ihm bereitwillig folgt. Das Buch selbst ist ein Klassiker und da sich der Völkermord, welcher 1915 in der Türkei begangen wurde, 2015 zum 100.ten Mal gejährt hat, wurde dieses Hörbuch verlegt. Das Buch hat über 990 Seiten, das Hörbuch hingegen dauert nicht einmal 3 Stunden. Wahrscheinlich kam mir die Handlung deshalb recht dünn vor und es fehlte meiner Ansicht nach auch an Tiefe und Emotionen. Man muss sich zumindest am Anfang enorm konzentrieren um der Handlung folgen zu können, da es viele Namen gibt die man sich merken muss und obwohl die Thematik anfangs recht interessant war, verblasst die Umsetzung im weiteren Verlauf und am Ende fragte ich mich was an diesem Buch so besonders sein soll. Mir fehlte einfach etwas und das könnte einfach damit zusammen hängen, dass der Roman so komprimiert wiedergegeben wurde. Das für fast jeden Charakter ein eigener Synchronsprecher engagiert wurde, bringt eine Menge Abwechslung und jedem Charakter eine besondere Note. Das hat mir gut gefallen ebenso die musikalische Untermalung, die nach wichtigen Szenen eingespielt wurde. Wenn man sich für die Geschichte interessiert und näheres zur Thematik erfahren möchte, sollte man sicher besser zum Buch greifen. Das Hörbuch selbst ist recht interessant und gibt einen guten Überblick über die Geschehnisse, aber wie gesagt fehlt es da an einigem. Deshalb kann ich auch nicht mehr als 3 von 5 Punkten geben, jedoch wurde mein Interesse für das gedruckte Werk geweckt.

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