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Die Wohlgesinnten

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2008 und dem Bad Sex Award 2009

(12)
'Die Wohlgesinnten' wurden von der Kritik als ein neues Krieg und Frieden gefeiert: die fiktiven Lebenserinnerungen des SS-Obersturmführers Maximilian Aue, Jahrgang 1913, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, promovierter Jurist, frühes NSDAP-Mitglied, in die SS eingetreten, um sich der Strafverfolgung nach Paragraph 175 zu entziehen, aber lebenslang seiner Zwillingsschwester inzestuös verbunden. Es sind die verstörenden Erinnerungen an die Schauplätze des Zweiten Weltkriegs und an das Grauen der Verfolgung und Vernichtung der Juden von Juni 1941 bis April 1945, an die Einsatzkommandos und Massenhinrichtungen in der Ukraine und im Kaukasus, an Babi Jar, den Kessel von Stalingrad, Auschwitz und Krakau, an Mittelbau Dora, das besetzte Paris oder das kriegszerstörte Berlin. Es sind die beklemmenden Erinnerungen an all die Begegnungen mit den Nazigrößen, an Himmler, in dessen persönlichen Stab Aue 1943 aufgenommen wird, an Abendessen mit Eichmann, an Heydrich, Höß oder Speer. Es ist ein erschreckend detailgenauer Roman über die nazistischen Verbrechen, konsequent erzählt aus der Perspektive eines Täters, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg in die sichere Existenz eines Fabrikdirektors in Frankreich gerettet hat."Es ist eines der eindrucksvollsten Bücher, die je über den Nazismus geschrieben wurden."
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Littells Epos war in Frankreich ein Megabestseller, gefeiert und verehrt. In "Die Wohlgesinnten" erzählt ein Verbrecher, der sich als ein Zahnrad des Krieges sieht. Wie Littell diesen mächtigen Roman darreicht, ist überragend. Man ist erschüttert und traurig, aber begeistert von der Erzählweise. Der Sensationsroman der Saison!
Portrait
Jonathan Littell, 1967 in New York geboren, in Frankreich aufgewachsen, Studium in Yale (USA). Zwischen 1993 und 2001 arbeitete er für die humanitäre Organisation "Aktion gegen den Hunger" (ACF) in Bosnien und Afgha - nistan, im Kongo und in Tschetschenien. Littell lebt mit seiner Familie in Barcelona. Für seinen Roman Die Wohlgesinnten (dt. 2008) erhielt er 2006 den Grand Prix du Roman der Académie Française und den prestige - trächtigsten französischen Literaturpreis Prix Goncourt.
Hainer Kober, 1942 geboren, studierte Germanistik und Romanistik. Seit 1972 übersetzt er aus dem Französischen und Englischen. Unter anderem hat er Werke von Stephen Hawking, Oliver Sacks, Jonathan Littell, Terry Eagleton und Jean Ziegler ins Deutsche übertragen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 1383
Erscheinungsdatum 26.09.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8333-0628-0
Verlag Berliner Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 188/118/58 mm
Gewicht 765
Originaltitel Les Bienveillantes
Verkaufsrang 19.302
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Roman über ein Monstrum“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

"Die Wohlgesinnten" spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Ukraine und in Russland, im Kaukasus und auf der Krim, in Auschwitz und Antibes, in Pommern und immer wieder in Berlin. Durch das Kriegsinferno wandelt ein Romanheld, der wahrlich wenig zur Identifikation einlädt: Dr. Maximilian Aue, Jurist und SS-Offizier, ebenso gebildet "Die Wohlgesinnten" spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Ukraine und in Russland, im Kaukasus und auf der Krim, in Auschwitz und Antibes, in Pommern und immer wieder in Berlin. Durch das Kriegsinferno wandelt ein Romanheld, der wahrlich wenig zur Identifikation einlädt: Dr. Maximilian Aue, Jurist und SS-Offizier, ebenso gebildet wie gewalttätig. Bis kurz vor Kriegsende tut Max Aue, was ihm aufgetragen wird, stur, pedantisch, seinen Herren auf merkwürdig banale Weise treu.
"Die Wohlgesinnten" hat mich stark an Kafkas Romane und an Bret Easton Ellis' "American Psycho" erinnert. Littells Buch fürt über die Grenze des Vorstellbaren hinaus, ist erschütternd und lesenswert zugleich. Sehr speziell, aber sehr gut !

„Die Wohlgesinnten“

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Ein Buch für solche, die das Lesen zur Leidenschaft erheben wollen: Monumental im Umfang, wird man von Seite zu Seite mehr in den Bann gezogen. Man hat das Gefühl, selbst am Zweiten Weltkrieg als stummer und erschrockener Beobachter teilzunehmen. Geschrieben aus der Sicht eines erfundenen SS-Offiziers, der aber so gelebt haben könnte. Ein Buch für solche, die das Lesen zur Leidenschaft erheben wollen: Monumental im Umfang, wird man von Seite zu Seite mehr in den Bann gezogen. Man hat das Gefühl, selbst am Zweiten Weltkrieg als stummer und erschrockener Beobachter teilzunehmen. Geschrieben aus der Sicht eines erfundenen SS-Offiziers, der aber so gelebt haben könnte. Beeindruckend auf Grund der umfassenden Recherche, die einen hohen Grad von Authentizität vermittelt. Das „Nie wieder Krieg“ wird einem nach dieser Lektüre ein Mal mehr zur Lebensmaxime.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Ein Monumentalwerk
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 27.08.2009

Dieses Buch war schon vor seinem Erscheinen im Jahre 2008 das literarische Debattenbuch des Jahres. Die fiktive Geschichte des intellektuellen SS-Schergen Max Aub polarisierte Leser und Kritik gleichermaßen. Wurden dem Autor auf der einen Seite vorgeworfen, seinen Roman aus pornografischen, gewaltverherrlichenden oder die Geschichte banalisierenden Versatzstücken zusammengekleistert zu haben,... Dieses Buch war schon vor seinem Erscheinen im Jahre 2008 das literarische Debattenbuch des Jahres. Die fiktive Geschichte des intellektuellen SS-Schergen Max Aub polarisierte Leser und Kritik gleichermaßen. Wurden dem Autor auf der einen Seite vorgeworfen, seinen Roman aus pornografischen, gewaltverherrlichenden oder die Geschichte banalisierenden Versatzstücken zusammengekleistert zu haben, waren viele Leser voll des Lobes für diesen intimen Einblick in das Seelenleben eines Nazi-Verbrechers. Jetzt liegt das Monumentalwerk als Taschenbuch vor. Mit Sicherheit sind „Die Wohlgesinnten“ eine lohnenswerte Lektüre, auch wenn man Littells Umgang mit der deutschen Geschichte immer mit einem kritischen und wachsamen Auge vornehmen sollte. Trotz allem: Große Literatur!

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unbeschreiblich, ein Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden am 15.10.2011

Die Wohlgesinnten" sind die fiktiven Erinnerungen des SS-Offiziers Maximilian Aue. Das Buch ist aus der Sicht des Täters geschrieben und geht in seiner entsetzlich detailgetreuen Beschreibung über eine Grenze. In seiner konsequenten Genauigkeit erlaubt das Buch nicht, die entstehenden Bilder im Kopf auszublenden. Das Buch wird Sie fordern, es... Die Wohlgesinnten" sind die fiktiven Erinnerungen des SS-Offiziers Maximilian Aue. Das Buch ist aus der Sicht des Täters geschrieben und geht in seiner entsetzlich detailgetreuen Beschreibung über eine Grenze. In seiner konsequenten Genauigkeit erlaubt das Buch nicht, die entstehenden Bilder im Kopf auszublenden. Das Buch wird Sie fordern, es ist schonungslos, man kommt an seine Grenzen.

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Die Wohlgesinnten
von Daniela Ullrich aus Iserlohn am 03.08.2011

Dem Franzosen Jonathan Littell ist ein unglaubliches Meisterwerk gelungen. Unglaublich weil diese Geschichte fiktiv und dennoch so realistisch geschrieben ist, dass man kaum glauben mag, dass der erst 1967 geborene Littell nicht von sich selbst schreibt. Dieser Roman beschreibt die Erinnerungen des fiktiven SS-Offiziers von Aue, der genauso... Dem Franzosen Jonathan Littell ist ein unglaubliches Meisterwerk gelungen. Unglaublich weil diese Geschichte fiktiv und dennoch so realistisch geschrieben ist, dass man kaum glauben mag, dass der erst 1967 geborene Littell nicht von sich selbst schreibt. Dieser Roman beschreibt die Erinnerungen des fiktiven SS-Offiziers von Aue, der genauso gelebt haben könnte. Noch nie habe ich einen so detaillierten Bericht über das Töten gelesen wie aus der Sicht dieses Täters. Kalt, mathematisch und mit kranker Logik erzählt von Aue in einem Atemzug vom Völkermord und von seinen Verdauungsstörungen. Dieses Buch umfasst weit mehr als 1000 Seiten. Es an einem Stück zu lesen ist wegen der schonungslosen Brutalität schwierig. Ich brauche jedenfalls Unterbrechungen. Es ist trotzdem ein absolut lesenswertes Psychogramm über einen Täter und die Maschinerie des Massenmordes.

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Faszination des Grauens
von Maria Leisibach aus Basel am 01.11.2010

Obwohl fiktiv, ein unglaublich unter die Haut gehendes Standardwerk für alle Leser von Büchern zum Zweiten Weltkrieg. Grauenhaft und fulminant detaillistisch kurz: Ein hervorragender Schreibstil. Für die Literaten unter uns ein Traum. Aber kein Buch zum weglesen und geniessen. Probieren Sie es einfach für sich selbst, es lohnt sich,... Obwohl fiktiv, ein unglaublich unter die Haut gehendes Standardwerk für alle Leser von Büchern zum Zweiten Weltkrieg. Grauenhaft und fulminant detaillistisch kurz: Ein hervorragender Schreibstil. Für die Literaten unter uns ein Traum. Aber kein Buch zum weglesen und geniessen. Probieren Sie es einfach für sich selbst, es lohnt sich, den Versuchsballon zu starten!

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erschütternd realistisch
von Dietmar Behneke aus Wildau am 17.10.2009

Noch nie wurde ein fiktiver Roman über den zweiten Weltkrieg so detailliert aus der Sicht eines Täters geschrieben. Der Protagonist, ein SS-Obersturmführer Maximilian Aue, hat die Aufgabe, die Vernichtung der Juden voranzutreiben. Der Leser muss starke Nerven haben, denn er geht durch ein Wechselbad der Gefühle. Beim Lesen habe... Noch nie wurde ein fiktiver Roman über den zweiten Weltkrieg so detailliert aus der Sicht eines Täters geschrieben. Der Protagonist, ein SS-Obersturmführer Maximilian Aue, hat die Aufgabe, die Vernichtung der Juden voranzutreiben. Der Leser muss starke Nerven haben, denn er geht durch ein Wechselbad der Gefühle. Beim Lesen habe ich mir oft die Frage gestellt, wie konnte der Autor (selber erst Anfang 40)sich in die Rolle des Protagonisten hineinversetzen. Denn dann das musste er zwangsläufig tun, um diesen Roman zu schreiben. Für mich ist es eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe.

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Der menschliche Makel
von einer Kundin/einem Kunden aus Baden-Baden am 11.09.2012

Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt. Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus. Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich... Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt. Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus. Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich finde das schmale Bändchen mit den Memoiren des Rudolf Hoess noch weitaus erschreckender als dieses Opus magnum, aber biografische Aufzeichnungen vergleicht man besser nicht mit Literatur. Das eine ist der Schuh, das andere der Fuß. Ich hätte den Roman noch lieber gelesen, wäre die Erzählsprache nicht so nervtötend monoton. Aber auch das gehört zweifellos dazu.

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Great, but ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Freiburg im Breisgau am 11.06.2011

Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt. Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus. Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich finde... Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt. Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus. Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich finde das schmale Bändchen mit den Memoiren des Rudolf Hoess noch weitaus erschreckender als dieses Opus magnum, aber biografische Aufzeichnungen vergleicht man besser nicht mit Literatur. Das eine ist der Schuh, das andere der Fuß. Ich hätte den Roman noch lieber gelesen, wäre die Erzählsprache nicht so nervtötend monoton. Aber auch das gehört zweifellos dazu.

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beeindruckend und absolut niederschmetternd
von Jonathan Jäger aus Eisenach am 28.04.2011

Dies sind die fiktiven Memoaren des SS-Offiziers Dr. Maximilian Aue. Mit erschreckendem Realismus wird der Leser mit den schrecklichsten Verbrechen des NS-Regimes und dem Wahnsin des 2. Weltkriegs konfrontiert, welcher sich besonders in der labilen Psyche der Hauptfigur niederschlägt. Hier wird die Perspektive der Täter aufgezeigt ohne die der Opfer zu... Dies sind die fiktiven Memoaren des SS-Offiziers Dr. Maximilian Aue. Mit erschreckendem Realismus wird der Leser mit den schrecklichsten Verbrechen des NS-Regimes und dem Wahnsin des 2. Weltkriegs konfrontiert, welcher sich besonders in der labilen Psyche der Hauptfigur niederschlägt. Hier wird die Perspektive der Täter aufgezeigt ohne die der Opfer zu relativieren. Jonathan Littell ist hier ein literarisches Meisterstück gelungen.

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grauenhaft niederschmetternd
von Sophie Bergmann aus St.Johann am 03.10.2009

Endlich ist dieses einschlägige Werk auch als Taschenbuch erschienen und mit einem leichter erschwinglichen Preis gesegnet. Der fransösische Autor Littell ließ hier eine sehr eindrucksvolle und äusserst authentische fiktive Geschichte über den Nationalsozialismus entstehen. Im Mittelpunkt steht ein SS-Offizier, der seine Sicht dieser Gräueltaten in Bezug auf Judenverfolgung erläutert.... Endlich ist dieses einschlägige Werk auch als Taschenbuch erschienen und mit einem leichter erschwinglichen Preis gesegnet. Der fransösische Autor Littell ließ hier eine sehr eindrucksvolle und äusserst authentische fiktive Geschichte über den Nationalsozialismus entstehen. Im Mittelpunkt steht ein SS-Offizier, der seine Sicht dieser Gräueltaten in Bezug auf Judenverfolgung erläutert. Emotionslos und in vollem Bewusstsein wird gemordet und geächtet, ohne Skrupel, denn so wird es verlangt. Das Geschehen wird sehr ausdrucksstark vorangetrieben und dem Rezipienten läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Doch wie traurig einen dieses Buch auch macht.... die Realität ist immer unerträglicher...

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Höllenfahrt
von Lorenz Laudenberg aus Bergisch Gladbach am 16.09.2009

So hat es noch keiner beschrieben, das Unfassbare. SS- Offizier Aue erlebt das Grauen des 2. Weltkrieges, beschreibt Massenexekutionen, Verfolgung und Ermordung der Juden, kalt und detailliert. Der fiktive Erzähler ist zugegen an fast allen markanten Schauplätzen des Krieges (natürlich nur möglich in einem Roman), in Babi Jar,... So hat es noch keiner beschrieben, das Unfassbare. SS- Offizier Aue erlebt das Grauen des 2. Weltkrieges, beschreibt Massenexekutionen, Verfolgung und Ermordung der Juden, kalt und detailliert. Der fiktive Erzähler ist zugegen an fast allen markanten Schauplätzen des Krieges (natürlich nur möglich in einem Roman), in Babi Jar, Stalingrad, Auschwitz...., begegnet Himmler, Heydrich, Höß...... . Die historischen Fakten betreffend hat der Autor Jonathan Littell so genau recherchiert, dass zur gebundenen Ausgabe ein Marginalienband mit ausführlichen Erläuterungen zum Text erschienen ist. Der Roman ist mit fast 1400 Seiten recht lang, wer sich durch diese Hölle lesen will, braucht gute Nerven und einen langen Atem!

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Aussergewöhnlich gut und fast unerträglich
von Stefan Dörig aus Beinwil am See am 10.03.2008
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Auf sehr realistische Art und Weise wird der SS-Offizier Maximilian Aue dargestellt. Der Autor macht es dem Leser nicht leicht, denn Aue ist ein hochkomplexer, an sich nicht unsympathischer Charakter, welcher sehr wohl den Irrsinn und die Unmenschlichkeit des Vorgehens der Deutschen in Russland erkennt und trotzdem mitmacht. Wäre... Auf sehr realistische Art und Weise wird der SS-Offizier Maximilian Aue dargestellt. Der Autor macht es dem Leser nicht leicht, denn Aue ist ein hochkomplexer, an sich nicht unsympathischer Charakter, welcher sehr wohl den Irrsinn und die Unmenschlichkeit des Vorgehens der Deutschen in Russland erkennt und trotzdem mitmacht. Wäre Aue ein stumpfsinniger, primitiver Killer, wäre die Botschaft wesentlich erträglicher. Aue weiss schon sehr, sehr früh, dass er einen Weg beschritten hat, von dem es keine Rückkehr gibt. Die Kern-Aussage des Buches ist meines Erachtens, dass totale Organisationen wie die NS-Diktatur gerade eben auf normalen Durchschnittsmenschen aufbauten bzw. aufbauen. Und das ist meiner Meinung nach die wirklich erschreckende Botschaft aus der Vergangenheit an die Zukunft.

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5 0
Toller Roman für Selbstdenker
von einer Kundin/einem Kunden am 27.04.2008
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Autor schildert die fiktiven Ereignisse sehr detailgenau wodurch ein "versetzen" in die Lage des Hauptcharakters Dr. Aue gut möglich ist. Obwohl der Autor kein Zeitzeuge ist, fiel es mir schwer Ungereimtheiten in der zeitlichen Abhandlung des Romans zu finden, obwohl Dr. Aue bei allen ansatzweise bedeutenden Ereignissen... Der Autor schildert die fiktiven Ereignisse sehr detailgenau wodurch ein "versetzen" in die Lage des Hauptcharakters Dr. Aue gut möglich ist. Obwohl der Autor kein Zeitzeuge ist, fiel es mir schwer Ungereimtheiten in der zeitlichen Abhandlung des Romans zu finden, obwohl Dr. Aue bei allen ansatzweise bedeutenden Ereignissen des zweiten Weltkrieges anwesend ist. Durch die Gewissensbisse des Dr. Aue während vielen "Aktionen" wird eine Brücke vom eiskalten Massenmörder zum fühlenden Menschen geschlagen. Ein vielleicht bisher in der Nachkriegsliteratur absolutes NO-GO um die Opfer des NS-Regimes nicht im Ansatz zu verletzen. Als Kritikpunkt kann ich allenfalls anmerken, dass stellenweise wird bis zu 3 Seiten über den Geschmack von Cognac philosophiert wird, was die Motivation zum Weiterlesen bei mir erschwert hat.Alles in allem jedoch ein sehr guter Roman mit Jahrhundertpotential.

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2 0
Beklemmend und erklärend.
von einer Kundin/einem Kunden aus Zeil am 22.04.2008
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Buch, das mir geholfen hatte, meine "Deutsch-Sünde" besser zu verstehen. Bislang war ich immer der Meinung: komm, hört doch endlich auf mit dem Kram, was unsere Opi´s mal in einem Krieg von vielen Jahren gemacht haben. Ich konnte nicht verstehen, daß es eine Jewish Claims Conference gab und... Ein Buch, das mir geholfen hatte, meine "Deutsch-Sünde" besser zu verstehen. Bislang war ich immer der Meinung: komm, hört doch endlich auf mit dem Kram, was unsere Opi´s mal in einem Krieg von vielen Jahren gemacht haben. Ich konnte nicht verstehen, daß es eine Jewish Claims Conference gab und weshalb man sich erst vor wenigen Jahren auf die Zwangsarbeiterentschädigung verständigt hat und kritisierte die für mich damals nicht nachvollziehbaren Forderungen. Dieses Buch ließ mich jedoch in meiner Meinung umschwenken und zeigte mir ein wenig auf, weshalb wir "Deutsche" zu büßen hatten. Ich bin kein politischer Mensch, kein Historiker und kein Anhänger einer religiösen oder politischen Richtung. Aber dieses Werk sollte wirklich jedem Leugner und auch dem Typen aus dem Iran (seit respräsentiert ein "Präsident" sein Land eigentlich ohne Krawatte?) als Pflichtlektüre verdonnert werden. Ein paar überflüssige Stellen sind aber leider auch im Buch niedergeschrieben, weshalb ich nur 4 Sterne vergebe (hiermit meine ich das Delirium des Protagonisten im Haus seiner Schwester).

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3 1
Verstörendes Meisterwerk!
von Dave am 11.02.2009
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Es ist erstaunlich, mit welcher Intensität und Authentizität Jonathan Littel diese Geschichte aus dem Blickwinkel des Hauptprotagonisten Aue, eines SS-Offiziers, niedergeschrieben hat.Schon nach kurzer Zeit versteht der Leser, weshalb Littel seine Hauptperson Aue in der ersten Person erzählen lässt. Der Leser gerät damit unweigerlich in Versuchung, Aue eine gewisse... Es ist erstaunlich, mit welcher Intensität und Authentizität Jonathan Littel diese Geschichte aus dem Blickwinkel des Hauptprotagonisten Aue, eines SS-Offiziers, niedergeschrieben hat.Schon nach kurzer Zeit versteht der Leser, weshalb Littel seine Hauptperson Aue in der ersten Person erzählen lässt. Der Leser gerät damit unweigerlich in Versuchung, Aue eine gewisse Sympathie zuzugestehen.Subjektiv betrachtet, ist Aue ein Monster, ein Unmensch in Ausübung unsäglicher Gräueltaten.Doch aus objektiver Sicht ist Aue ein unter "normalen" Umständen durchschnittlicher Mitmensch mit Gefühl und Verstand. Durch den immer tieferen Einblick in Aue's geschundene Seele wird man sich bald einmal bewusst, dass dieser im Grunde nichts weiter als eines unter vielen Opfern der Kriegsmaschinerie darstellt. So ist auch Aue in den zahlreichen, detailliert beschriebenen Grauensszenarien nicht mehr sich selbst; seine kranke Psyche hat seinen willenlos agierenden Körper schon längst verlassen! Das Buch lässt sich schwer mit anderen Genre-Titeln vergleichen. Die zeitgeschichtliche und charakterliche Tiefe sucht seinesgleichen. Sprachlich bewegt sich Littel auf hohem Niveau."Die Wohlgesinnten" gehört ohne Zweifel zu den Büchern, die man auch als Vielleser zeitlebens nie vergessen wird!

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1 0
Spannend und informativ!
von Zitronenblau am 01.05.2008
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Vorsicht! Wer dieses Buch liest, sollte wissen, was die Aufzeichnungen eines SS-Offziers (Aue) bedeuten! Trotzdem: Sie sind unrealistisch. Sie können nichts anderes sein als fiktiv. Ursache für die Irrealität sind beispielsweise die übertriebene Hartnäckigkeit der "Wohlgesinnten", die Begegnungen mit zahlreichen Bedeutungsträgern (Inkarnationen wie dem alten Juden, dem Gegenpol... Vorsicht! Wer dieses Buch liest, sollte wissen, was die Aufzeichnungen eines SS-Offziers (Aue) bedeuten! Trotzdem: Sie sind unrealistisch. Sie können nichts anderes sein als fiktiv. Ursache für die Irrealität sind beispielsweise die übertriebene Hartnäckigkeit der "Wohlgesinnten", die Begegnungen mit zahlreichen Bedeutungsträgern (Inkarnationen wie dem alten Juden, dem Gegenpol bildenden Bolschewisten, dem James-Bond-Film-artigen Bösewicht Dr. Mandelbrod etc.) u.a. Hinzu kommt das Klischee eines homosexuellen SS-Offiziers, das Nicht-Erkennen des Protagonisten seiner eigenen Orestie, obgleich er doch so Sophokles-, Heridot- und Homer-belesen ist (ergo mit griechisch-antiker Literatur äußerst vertraut zu sein scheint), der etwas bizarre Tod von Aues stetigem Begleiter Thomas oder auch der Hitler-Nasen-Biss zur Krönung, zum Abschluss! Wichtig ist, dass man wissen sollte, dass diese Geschichte nur sekundär vom Holocaust erzählt (vielleicht sollte ich besser schreiben: parallel). Das klingt jetzt paradox, weil: was sollen die Aufzeichnungen eines SS-Offiziers denn sonst erzählen? Aber die Orestie des Aischylos ist hier vordergründig. Es dreht sich alles um den Muttermord, die Verfolgung durch die Wohlgesinnten und die dadurch hervortretenden Wahnvorstellungen (bis hin zur Psychopathie). Der Holocaust ist das andere Thema, das erschreckend detailgetreu (und dafür auch umso realistischer) dargestellt wird, wobei der zitierte Vergleich von Ausschwitz mit Dantes Inferno sicher keine Hyperbel darstellt. Zudem wird der Leser mit den "großen Namen" des NS konfrontiert (Eichmann, Hitler, Höß, Speer usw.). Diese Konfrontation mit den Namen bedeutet eine Konfrontation mit den skizzierten Personen. Monster? Teilweise ja, teilweise nein. Menschen, eben. Zum SS-Offizier Aue per se: Er ist ohne Gefühl, da hilft auch seine Liebe zu Literatur und Musik (allen voran Bach) nicht viel. Er ist sexuell gestört und er ist ein Mörder (nicht kriegslegitimiert, sondern wahrhaftig), ein Psychopath und er hätte meiner Meinung nach bezahlen sollen. Aber wie hätte er dann seine Memoiren niederschreiben können? Der Einbau einer griechisch-antiken Vorgabe, wie in diesem Falle die Orestie des Aischylos, mag Gang und Gebe sein und kann ein narratives "Upgrading" bedeuten, jedoch halte ich die Verbindung zum Holocaust hier nicht als gerechtfertigt. Die Aufzeichnungen sind fiktiv, der Genozid war real. Beides in einen Topf zu werfen (griechische Mythologie und Völkervernichtung) kann zweierlei Negatives bedeuten: Zum einen wird hier "die Endlösung der Judenfrage" zum Spielball einer narrativen Pseudostory (und damit ist der Wert dieser Stoffverarbeitungslogik zweifelhaft), zum anderen wird sie auch wieder mystifiziert, also maskiert, obgleich Littell doch eine Demaskierung, ein Begreifen des Bösen, beabsichtigt hatte: die Intention eines Verstehen-Wollens; aber tatsächlich scheitert Littell, das Böse zu isolieren, es zu fassen; denn er selbst lässt Aue sagen, dass wir alle Menschen sind und darin liegt das Erschreckende - die Moral. Fazit: Trotz der Widersprüchlichkeit zum Inhalt, ist dieses Buch eigenlich ein moralisches Buch. Und auch wenn es ein moralisches Buch ist, so scheint mir die Verkettung des Holocausts mit einer griechisch-antiken Geschichte beinahe schon wieder zweifelhaft, anrüchig, unmoralisch - ja, sinn- und wertlos. Das Buch ist zweifelsohne ein Meisterwerk, das Maßstäbe setzt (vielleicht ist nur Wassili Grossmans "Leben und Schicksal" aus dem letzten Jahrhundert vergleichbar), aber es wird auch sicher polarisieren! P.S.: "Air" halte ich für pervertierte Ironie!

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2 1
Unbedingt lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Celle am 13.10.2015
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Wer verstehen will, was in diesen dunklen Zeiten deutscher Geschichte geschehen ist und warum es so geschehen konnte, der kommt an diesem großartigen Buch nicht vorbei! Wer nicht verstehen kann, was aktuell in Deutschland passiert und warum es passieren kann, dem sei dieses Buch ebenfalls wärmstens empfohlen ...

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Der menschliche Makel
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 24.11.2011
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt. Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus. Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich... Ein grandioses Buch, ein kalkulierter Skandal; Reißbrett, aber gekonnt. Das Zwillingsmotiv ist bestechend; auch die Ein-Mann-Orgie um das verlassene Gutshaus. Wer es liebt, sich in die Abgründe dessen zu begeben, was der Mensch ist, und sich in diesem Delirium eine Weile aufzuhalten, dem sei die Lektüre gegönnt. Ich persönlich finde das schmale Bändchen mit den Memoiren des Rudolf Hoess noch weitaus erschreckender als dieses Opus magnum, aber biografische Aufzeichnungen vergleicht man besser nicht mit Literatur. Das eine ist der Schuh, das andere der Fuß. Ich hätte den Roman noch lieber gelesen, wäre die Erzählsprache nicht so nervtötend monoton. Aber auch das gehört zweifellos dazu.

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EXTREM !
von einer Kundin/einem Kunden am 09.03.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

genial, verstörend, brutal, genau, wahnsinnig, unbeschreiblich, gut, spannend, lang, hart, unvergleichlich, extrem !

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