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Die Woll-Lust der Maria Dolors

Roman

(6)

Amüsant, liebenswert und lebensklug
Ein Schlaganfall hat der 85-jährigen Maria Dolors die Sprache genommen. Seitdem lebt sie bei ihrer Tochter und deren Familie. Unbeachtet sitzt sie tagein, tagaus in ihrem Sessel und strickt. Dabei erinnert sie sich an ihr bewegtes Leben und bekommt durchaus mit, wie es hinter der Fassade ihrer scheinbar so normalen Familie aussieht. Denn jeder hütet hier ein Geheimnis - auch Dolors selbst.

Rezension
"'Die Woll-Lust der Maria Dolors' ist ein herzerwärmender Roman der spanischen Autorin Blanca Busquets."
Anne Wienecke, mytime Januar 2011 "Eine liebenswert-amüsante Familiengeschichte mit einem Schuss Lebensklugheit." Volksblatt
Portrait

Blanca Busquets, 1961 in Barcelona geboren, arbeitet seit 1986 als Fernseh- und Radiojournalistin für Televisió de Catalunya und Catalunya Ràdio, wo sie diverse Kulturprogramme moderiert. Nach mehreren preisgekrönten Erzählungen und ihrem Romandebüt ›Presó de Neu‹ (2003) hat sie mit ›Die Woll-Lust der Maria Dolors‹ die Herzen aller Generationen erobert.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 20.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-25365-9
Reihe dtv- Großdruck
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/121/30 mm
Gewicht 347
Originaltitel El jersei
Buch (Taschenbuch)
11,95
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Buchhändler-Empfehlungen

„Eins links, eins rechts, zwei fallen lassen...“

Ursula Kallipke, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Tauchen Sie in die Erinnerungen und menschlichen Abgründe der Maria Dolores ab! Eine sehr vielseitige, unterhaltsame, freche Erzählung aus der Sicht der verstummten 85- jährigen Maria Dolores. Keiner ahnt, das Oma mehr als nur 1+1 zusammenzählen kann und alles, wirklich alles mitbekommt, was im gemeinsamen Haushalt der Familie so vor Tauchen Sie in die Erinnerungen und menschlichen Abgründe der Maria Dolores ab! Eine sehr vielseitige, unterhaltsame, freche Erzählung aus der Sicht der verstummten 85- jährigen Maria Dolores. Keiner ahnt, das Oma mehr als nur 1+1 zusammenzählen kann und alles, wirklich alles mitbekommt, was im gemeinsamen Haushalt der Familie so vor sich geht. Und daß die alte Dame auch noch eine bitterböse und spannende Vergangenheit zu bieten hat...
Klasse!

„Leichte Unterhaltung aus Spanien“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Dieses Buch erschien zuerst als Paperpack, an dem mich zuerst das schöne Cover und der durchaus zweideutige Titel angesprochen haben. Ich war gespannt darauf, was die spanische Autorin sich zum Thema Alter hat einfallen lassen. Jetzt ist das Buch als Taschenbuch mit einem ganz anderen Cover wieder erschienen.

So hatte sich die 85jährige
Dieses Buch erschien zuerst als Paperpack, an dem mich zuerst das schöne Cover und der durchaus zweideutige Titel angesprochen haben. Ich war gespannt darauf, was die spanische Autorin sich zum Thema Alter hat einfallen lassen. Jetzt ist das Buch als Taschenbuch mit einem ganz anderen Cover wieder erschienen.

So hatte sich die 85jährige Maria Dolors ihren Lebensabend sicher nicht vorgestellt – nach einem Schlaganfall kann sie nicht mehr sprechen und sich nicht mehr allein versorgen. Deshalb zieht sie zu ihrer jüngeren Tochter Leonor. Leonor ist nicht gerade ihre Lieblingstochter, aber sie hat Platz und die Familie spielt auch mit. Nun sitzt sie dort herum, strickt einen Pulli für ihre Enkelin und beobachtet die Familie. Bis auf ihren Enkel Marti denken nämlich alle, dass sie nicht nur nicht mehr sprechen sondern auch nicht mehr richtig hören kann, aber da täuschen sie sich gewaltig. Denn Dolors ist geistig noch total fit und bekommt sehr viel mehr mit als die Familie ahnt. Sie ist erschüttert, wie viele Geheimnisse es in dieser nach außen hin doch so langweiligen Familie gibt. Doch auch sie selber war Zeit ihres Lebens kein Unschuldslamm. Viele der Probleme der Familie lassen sie an ihr eigenes Leben denken. Und so lernen wir als Leser die Geschichte der jungen Dolors kennen, die aus guter Familie stammt und erst spät geheiratet hat, da sie ihre erste Liebe nicht heiraten durfte.

Die Autorin reißt in diesem Roman so viele interessante Themen (Homosexualität, Magersucht, Mobbing u.a.) an, dass man daraus durchaus mehrere Romane hätte schreiben können. So hat sie sich allerdings verzettelt. Aus den angerissenen Themen hätte man viel mehr machen können. Die Autorin hat vieles angesprochen, aber nicht vertieft – schade! Wenn sie einige Themen weniger genommen hätte, hätte es durchaus ein anspruchsvolleres Buch werden können. So ist es eine nette leichte Unterhaltung, die beim Lesen zwar Spaß macht, aber sicherlich auch ganz schnell wieder vergessen ist. Trotzdem ist es schön, dass in immer mehr Büchern auch das Alter mal ein Thema ist. Schließlich hat man irgendwann die Nase voll von den Liebesgeschichten, wenn man ein gewisses Alter überschritten hat, und trotzdem leichte Unterhaltung lesen möchte. Und dann ist man bei diesem Buch richtig.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Perfekt gestrickt
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 26.04.2016

Maria Dolors ist 85 und lebt nach einem Schlaganfall bei ihrer Tochter in London. Sie kann nicht mehr sprechen, doch sie hört und sieht immer noch gut. Das aber ahnt außer ihrem Enkel keiner der Familienmitglieder, und so benehmen sie sich, als würde die alte Frau von ihrer Umwelt... Maria Dolors ist 85 und lebt nach einem Schlaganfall bei ihrer Tochter in London. Sie kann nicht mehr sprechen, doch sie hört und sieht immer noch gut. Das aber ahnt außer ihrem Enkel keiner der Familienmitglieder, und so benehmen sie sich, als würde die alte Frau von ihrer Umwelt gar nichts mehr mitkriegen. Während sie für ihre Enkelin einen Pullover in bunten Farben strickt, lernt sie die Geheimnisse der Familienangehörigen kennen. Und auch sie selbst hat ein großes Geheimnis, das nun, da sie es nicht mehr erzählen kann, wieder in ihr Bewusstsein rückt. Nur der geneigte Leser darf es erfahren und lernt so die Frau Maria Dolors in all ihren Lebensphasen kennen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Maria Dolors erzählt, einer lebenslustigen Frau, die viel erlebt hat und nun die Familie ihrer Tochter mit ihrer Lebensweisheit betrachtet und schnell sieht, was sonst keiner sehen will: Die Magersucht der Enkelin, die Homosexualität ihres Enkels, die Probleme in der Ehe ihrer Tochter, das Verhältnis ihres Schwiegersohnes zu einer seiner Schülerinnen… Die Geschichte ist sehr geschickt aufgebaut, mit jedem fertigen Einzelteil des Pullovers erfährt der Leser mehr über Maria Dolors‘ Vergangenheit wie auch über die Familie ihrer Tochter. Ein Roman der leisen Töne, leicht zu lesen, humorvoll und sehr einfühlsam geschrieben. Gleichzeitig ein kluges Plädoyer für mehr Toleranz und Verständnis untereinander. Ein Buch über das Leben an sich, das zum Nachdenken anregt und gleichzeitig ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert.

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Tolles generationsübergreifendes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Linnich am 19.02.2016

Schon der zweideutige Titel des Buches greift beide Seiten auf, denn die heute 85 jährige Dolores war auch mal jung. Heute lebt sie nach einem Schlaganfall, der ihr die Sprache nahm, bei ihrer jüngeren Tochter Leonor, dem Schwiegersohn Jofre und den Enkeln Marti und Sandra. Da sie auch kaum... Schon der zweideutige Titel des Buches greift beide Seiten auf, denn die heute 85 jährige Dolores war auch mal jung. Heute lebt sie nach einem Schlaganfall, der ihr die Sprache nahm, bei ihrer jüngeren Tochter Leonor, dem Schwiegersohn Jofre und den Enkeln Marti und Sandra. Da sie auch kaum noch laufen kann sitzt sie meistens im Wohnzimmer, wo sie selten bemerkt wird und quasi zum Inventar gehört. Hören, auch wenn das nicht jeder glaubt, kann sie aber noch sehr gut und so erfährt sie so einiges von ihren Mitbewohnern, was dem Rest der Familie verborgen bleibt, da jeder seine Kleineren und größeren Geheimnisse hat. Wunderschön geschrieben sind die Erinnerungen an die Vergangenheit mit dem Geschehen der Gegenwart verwoben. Aus den Gedanken von Dolors sprechen die Gelassenheit und Weisheit des Alters, die auf ihr Leben zurückblickt, das sie wahrlich gelebt hat. Und auch sie hat ihre Geheimnisse. Viele verschiedenen Themen und Arten des Zusammenlebens werden in diesem Buch angesprochen: Sexualität spielt eine große Rolle, aber diese wird nie abwertend beschrieben, sondern immer sehr einfach und gefühlvoll dargestellt. Ob es um das 1. Mal geht, um Fremdgehen der verschiedenen Personen oder um Homosexualität, alles gehört in dieser Familie mit zum Alltag und muss von allen Personen verarbeitet werden. Sie möchte noch einmal einen ganzen Pullover stricken und der soll für Sandra sein. Sehr gefühlvoll geschrieben war das Buch ein wahres Lesevergnügen. Hätte ich die Wahl zwischen stricken oder lesen, würde ich mich für das Buch „Die Woll-Lust der Maria Dorlos“ entscheiden. Nicht viele Bücher schaffen es den Leser durchweg ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern - dieses gehört aber dazu.

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Ein tolles Buch!!!
von einer Kundin/einem Kunden aus Marl am 27.03.2013
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Maria Dolors ist 85 Jahre alt. Seit einem Schlaganfall vor einem Jahr lebt sie in der Familie ihrer jüngeren Tochter, deren Mann und der Enkelin Sandra, 16 Jahre und dem Enkel Marti, 20 Jahre. Dolors ist eine lebenskluge Frau und war immer sehr selbstbewusst und selbständig – doch nun ist... Maria Dolors ist 85 Jahre alt. Seit einem Schlaganfall vor einem Jahr lebt sie in der Familie ihrer jüngeren Tochter, deren Mann und der Enkelin Sandra, 16 Jahre und dem Enkel Marti, 20 Jahre. Dolors ist eine lebenskluge Frau und war immer sehr selbstbewusst und selbständig – doch nun ist das vorbei. Sie kann kaum noch laufen und seit dem Schlaganfall auch nicht mehr sprechen – aber sie hat noch immer einen scharfen Verstand. Sie sitzt den ganzen Tag in ihrem Sessel; sie hat sich in den Kopf gesetzt, ihrer Enkelin Sandra noch einen Pullover zu stricken und dabei spitzt sie die Ohren und lauscht und wird von der Familie kaum wahrgenommen – alle gehen davon aus (bis auf Marti), dass sie nicht nur die Sprache verloren hat sondern auch sehr schlecht hören kann und sehen in ihr eher ein Möbelstück, das einfach da ist. Dolors kann damit leben, denn so bekommt sie vieles mit, was um sie herum gesprochen wird und passiert, was sie eigentlich gar nicht wissen soll. Sandra ist magersüchtig, Marti ist homosexuell, ihre Schwiegersohn hat eine Affäre mit einer seiner Schülerinnen und ihre Tochter lässt sich herumkommandieren und hat kein Selbstbewusstsein. Die Probleme der Kinder und deren erste Liebesabenteuer, die zerrüttete Ehe ihrer Tochter und die Seitensprünge der beiden und vieles mehr beschäftigen ihre Gedanken den ganzen Tag. Immer neue Geheimnisse tun sich auf und Dolors denkt immer öfter an ihre dunklen Geheimnisse, die sie ihr Leben lang für sich behalten hat. (Auf die möchte ich hier aber nicht eingehen, sonst sind die Überraschungen und Enthüllungen aus dem Buch nicht mehr so spannend – aber es ist viel passiert – in ihrem Leben und in dem ihres Umfeldes.) Dolors selber erzählt diese Geschichte und vergleicht das jetzige Leben mit den alten, vergangenen Zeiten. In ihrem Kopf formuliert sie Gedanken, die sie nicht aussprechen kann und möchte doch so gerne alle von ihrem bewegten Leben und ihren Erfahrungen profitieren lassen. Es ist ein sehr schönes, ruhiges und gefühlvolles Buch, ohne das es kitschig wird. Ich musste doch sehr oft bei ihren Äußerungen zustimmend schmunzeln. Es ist ein herzerwärmender Roman, spannend und humorvoll geschrieben, klug und voller Ironie, und ich habe ihn nicht mehr aus der Hand gelegt.

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Maria Dolors
von einer Kundin/einem Kunden am 16.05.2015
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine Familie, in der jeder einige Geheimnisse hat und eine Großmutter, die durch einen Schlaganfall dazu verdammt ist, nicht mehr mit Ihnen kommunizieren zu können bzw. dies nur nur noch durch kleine geschriebene Botschaften, zeigen etc. kann. Die Idee ,die Geschichte aus Sicht von Dolors, der zu Schweigsamkeit verdammten... Eine Familie, in der jeder einige Geheimnisse hat und eine Großmutter, die durch einen Schlaganfall dazu verdammt ist, nicht mehr mit Ihnen kommunizieren zu können bzw. dies nur nur noch durch kleine geschriebene Botschaften, zeigen etc. kann. Die Idee ,die Geschichte aus Sicht von Dolors, der zu Schweigsamkeit verdammten alten Dame zu erzählen, hat mir am Anfang sehr gefallen, aber dann entwickeln sich zu viele Handlungsstränge und die Erzählerin wechselt ständig die Zeiten. Es werden sehr viele Geschichten angerissen u. a. Fremdgehen der Großmutter, der Tochter und des Schwiegersohnes, Liebeskummer, Homosexualität bei Enkel und Tochter, Magersucht etc.. Mir wurde es zu viel auf einmal und dadurch wirkte eine tolle Erzählidee auf einmal völlig aufgesetzt und überzogen.

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