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Die zweite Finsternis

Dystopischer Thriller

(6)
In der Endlosigkeit der kanadischen Wälder stürzt ein außerirdisches Schiff ab und entlässt seine gefährliche Fracht: Reaper – telepathische Raubechsen, groß wie Löwen, mit enormer Reproduktionsfähigkeit und unersättlichem Hunger.
Hinter hohen Mauern, zusammengedrängt in den ehemaligen Metropolen, harren die letzten Menschen aus. Die einzigen, die sich den Reapern entgegenstellen können, sind genetisch optimierte Krieger, die in Mönchsorden zu absoluter Disziplin erzogen werden. Doch als eine Stadt nach der anderen verstummt, befürchtet Bruder Kaleb, dass sich ein noch größerer Feind erhoben hat. Ein Feind, der nicht nur die zerbrechliche, neu geschaffene Ordnung bedroht, sondern auch den einzigen Menschen, für den Kaleb sein heiliges Gelübde brechen würde.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 540, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.02.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783959621137
Verlag Papierverzierer Verlag
Illustratoren Arndt Drechsler
Verkaufsrang 16.023
eBook
4,99
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Kundenbewertungen


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Ein Ausblick in eine düstere Zukunft
von einer Kundin/einem Kunden aus Mannheim am 24.11.2016

Kaleb ist Mönch. Er wurde dazu ausgebildet gegen die Reaper zu kämpfen. Bei Reapern handelt es sich um Reptilien aus einer anderen Welt, die nur ein Ziel haben: Fressen! So leben wir in einer Zeit fressen und gefressen werden. Immerhin haben es die Reaper schon geschafft die Menschen in... Kaleb ist Mönch. Er wurde dazu ausgebildet gegen die Reaper zu kämpfen. Bei Reapern handelt es sich um Reptilien aus einer anderen Welt, die nur ein Ziel haben: Fressen! So leben wir in einer Zeit fressen und gefressen werden. Immerhin haben es die Reaper schon geschafft die Menschen in 19 Städte zu treiben. In einer solchen Stadt lebt es sich alles andere als bequem. Es geht sehr eng zu und somit kommt es auch zwischen den Menschen zu Reibereien. Zum Glück gibt es da noch mehr Leute, die einem Hoffnung machen. Eunice hilft anderen Frauen ihre Kinder zu gebären. Auch Kalebs Ausbildung war sehr speziell. Er wurde gelehrt seine Gedanken zu verstellen und er kann die Gedanken eines Reapers lesen, wenn er diesen berührt. Aber es gibt auch noch Ketzer. Diese nehmen Nachtmilch, ein Sekret, welches von Reapern hergestellt wird, zu sich und verehren die Reptilien. Der Kampf ums Überleben wird immer härter, da die Reaper wieder angreifen. Aber dieses Mal ist alles anders. Wer kann Reapern auf einmal Befehlen erteilen? Und gäbe es nicht schon lange eine Waffe gegen die Reaper? Kaleb muss sich einer tödlichen Mission stellen und bekommt unerwartet Hilfe. Das Buch ist sehr gut geschrieben. Die düstere Stimmung, die in den Städten herrscht, kommt sofort beim Leser an. Die Reaper werden gerade gut genug beschrieben, dass sich jeder Leser sein eigenes Bild machen kann. Die Geschichte ist auch flüssig geschrieben. Am Anfang dauert es vielleicht ein paar Seiten bis man sich auf die anderen Welt eingestellt hat, aber ist man erst man drin, will man nicht mehr raus und leidet mit den Helden in diesem Buch. Dafür gebe ich gerne 5 Sterne!

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Seid ihr bereit für die Invasion?
von einer Kundin/einem Kunden aus Hannover am 24.11.2016

Ich muss sagen, es ist eine grandios erzählte Geschichte. Die Charaktere sind mir vor meinem geistigen Auge sehr lebendig erschienen. Die Geschichte liest sich flüssig und braucht keine umständlichen Erklärungen. Sie spielt in einer nicht zu fernen Zukunft der Erde, auf der gefährliche außerirdische Raubtiere gestrandet sind, die nur... Ich muss sagen, es ist eine grandios erzählte Geschichte. Die Charaktere sind mir vor meinem geistigen Auge sehr lebendig erschienen. Die Geschichte liest sich flüssig und braucht keine umständlichen Erklärungen. Sie spielt in einer nicht zu fernen Zukunft der Erde, auf der gefährliche außerirdische Raubtiere gestrandet sind, die nur von genetisch „modifizierten“ Menschen, den Mönchen, bekämpft werden können. Es spielt in Amerika, in wenigen noch erhaltenen Städten und dazu gehörenden Lehen, gut befestigte Dörfer, in denen die Menschen leben, die die Stadtbewohner mit notwendigen Lebensmitteln versorgen. Philadelphia ist eine der befestigten Städte, die die Schlachten gegen die Reaper überstanden haben. Dort hat sich eine Führungselite gebildet, in der Intrigen und Missgunst an der Tagesordnung stehen. Ein Teil der Sicherheitskräfte der Stadt lassen sich die Verteilung der knapp bemessenen Ressourcen durch Bestechung gut bezahlen. Beliebte Tauschmittel sind selten gewordene Gegenstände und Lebensmittelmarken. Das einzige anerkannte Buch darf von dem einfachen Volk nicht einfach gelesen werden. Nur wenn ein Mitglied des Klerus dabei ist, ist die Lektüre erlaubt. Kinder bekommen Namen, die in diesem Buch verzeichnet sind. (Da der Buchdruck nach der Invasion der außerirdischen Raubechsen vollständig zum Erliegen gekommen ist, kann es sich fraglos nur um das Buch handeln, das uns heutzutage noch als Bibel bekannt ist.) Der Glaube setzt sich mittlerweile aus verschiedenen Facetten früherer Religionen zusammen. Auch die Traditionen und Riten haben sich vermischt. Eunice ist die Tochter des Bischofs in Philadelphia, der seine Tochter als unfruchtbar erklärt hat, um ihr das Schicksal ihrer Schwester zu ersparen, die ins Exil gehen musste, nachdem eine genetische Anomalie an ihr festgestellt wurde. Sie ist die oberste Heilerin von Philadelphia, die die Kranken aller Klassen aufopferungsvoll pflegt. Außerdem unterstehen ihr die Hebammen, die sich um die Geburten der Erwählten kümmern, die nur von den heiligen Müttern geboren werden können. Aus diesen Erwählten werden die Mönche, die gegen die Reaper bestehen können und ganz besondere Fähigkeiten haben. Kaleb ist einer der Mönche, die in Philadelphia im Konvent leben. Als in einem der Lehen Reaper-Sichtungen gemeldet werden, wird er los geschickt, um diesen Sichtungen nachzugehen. Der Bischof sendet Kaleb, da dieser aus dem Lehen Selimsburg stammt, in dessen Nähe auch seine zweite Tochter im Geheimen lebt. Auf seiner Fahrt nach Selimsburg begegnet er einer jungen Frau und kann sie gerade noch vor einer kleinen Gruppe Reaper retten. Die beiden verbringen die Nacht in einem verlassenen Haus, in das weitere Reaper eindringen, die Kaleb wiederum besiegen kann. Am nächsten Tag kann er jedoch nicht verhindern, dass die Reaper die junge Frau mit sich nehmen. Ein sehr merkwürdiges Verhalten für diese Wesen, da sie normalerweise nicht in Gruppen jagen, und schon gar keine Menschen verschleppen. Kaleb begibt sich sofort nach Selimsburg um seine Erfahrungen nach Philadelphia zu funken und um Hilfe zu bitten. Er widersetzt sich der Anweisung sofort zurück zu kehren und folgt den Spuren der Reaper durch den Wald, um die junge Frau zu retten. Begleitet wird er von seinem leiblichen Sohn, der nicht weiß, dass er seinen biologischen Vater vor sich hat. Unterdessen wird Eunice los geschickt, um ihren Bruder zurück zu holen, der heimlich der Gruppe Mönche gefolgt ist, die ausgesandt wurde, die Reaper bei Selimsburg zu jagen und den Vorkommnissen nachzugehen. In Philadelphia wird ein Relikt gestohlen, das in der Kapelle ausgestellt wurde. Es ist ein Teil eines außerirdischen Gerätes, dessen Nachbauten zur Abwehr der Reaper dienen. Eingeweihte vermuten, dass man aus den bisher bekannten Einzelteilen eine mächtige Waffe zur Bekämpfung der Außerirdischen bauen kann. Allerdings ist dies nicht bewiesen, da es nie jemand versucht hat. Die Waffe könnte auch den Mönchen schaden, da diese zum Teil mit Reaper-Genen ausgestattet sind und empfindlich auf die Technologie reagieren, die bereits eingesetzt wird. Eine Waffe aus allen Komponenten könnte auch den Mönchen sehr schaden und wäre in den falschen Händen eine Katastrophe für die Städte. Dies finden Kaleb und seine Mitstreiter nach und nach heraus und es beginnt ein Wettlauf um die Bauteile gegen die Anhänger der Reaper, die als Ausgestoßene leben und Pläne verfolgen, die bisherige Weltordnung zu zerstören und sich die anderen Menschen untertan zu machen. Ein Kampf Gut gegen Böse ist schlussendlich unausweichlich. Das Buch liest sich sehr gut und wird immer spannender. Die Autorin hat eine neue Welt erschaffen, in der der Kampf ums Überleben nicht von Naturkatastrophen bestimmt wird, sondern davon, wie gut die Menschen gegen einen neuen Feind zusammen arbeiten. Verrat und Intrigen inklusive. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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Überlebenskampf
von einer Kundin/einem Kunden aus Clausthal-Zellerfeld am 15.01.2017

Etwas unbekanntes ist in den Wäldern Kanadas abgestürzt. Knapp 200 Jahre später sind in den USA nur noch 19 Städte übrig und eine von ihnen meldet sich plötzlich nicht mehr. Das Cover ist eindeutig feurig und gefällt mir in seiner Gestaltung recht gut. Auch wenn es mich etwas an eine... Etwas unbekanntes ist in den Wäldern Kanadas abgestürzt. Knapp 200 Jahre später sind in den USA nur noch 19 Städte übrig und eine von ihnen meldet sich plötzlich nicht mehr. Das Cover ist eindeutig feurig und gefällt mir in seiner Gestaltung recht gut. Auch wenn es mich etwas an eine Kombination aus Sarons Auge trifft die Winchesters denken lässt. Erzählt wird die Geschichte aus den unterschiedlichsten Perspektiven durch einen übergeordneten Erzähler. Kaleb ist ein Mönch und Kämpfer, der dem Verstummen auf die Spur kommen soll. Lucy ist eine Frau aus den Outlands, die sich möglichst von anderen Menschen fern hält. Eunice ist die oberste Hebamme von Philadelphia, die nicht immer tut was ihr Vater von ihr will. Bischof Brookestone kocht gerne sein eigenes Süppchen. Die Sprache passt zu der jeweiliegen Person, deren Sichtweise gerade näher beleuchtet wird und das Buch lässt sich flüssig lesen. Die Geschichte und ihre Hintergründe werden nach und nach vor dem Leser ausgebreitet und lassen ihn immer tiefer in die verschiedenen Geschehnisse eintauchen. Man erfährt immer mehr darüber wie die Welt zu der werden konnte die sie ist und was die Menschen alles tun um sich ihr Überleben zu sichern. Das Buch hat mir gut gefallen. Für alle Fans von Dystopien die auch gerne einen Schuss Science-Fiction enthalten dürfen genau das Richtige.

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Die Menschheit ohne technische Errungenschaften
von Flaventus (Frank) aus Köln am 14.01.2017

Zu Zeiten des kalten Kriegs hieß es oftmals, dass wenn es zu Krieg kommt, sich die Menschheit zurück ins Mittelalter katapultiert. Dazu ist es glücklicherweise nicht gekommen. Aber was passiert, wenn eine andere Katastrophe dazu führt, dass die technischen Errungenschaften der Neuzeit nicht mehr nutzbar sind? Das ist das Szenario... Zu Zeiten des kalten Kriegs hieß es oftmals, dass wenn es zu Krieg kommt, sich die Menschheit zurück ins Mittelalter katapultiert. Dazu ist es glücklicherweise nicht gekommen. Aber was passiert, wenn eine andere Katastrophe dazu führt, dass die technischen Errungenschaften der Neuzeit nicht mehr nutzbar sind? Das ist das Szenario von „Die zweite Finsternis“. Ein katastrophaler Zufall möchte es, dass auf der Erde außerirdische Wesen landen, die die Menschheit massiv dezimieren. Wie es zu dieser Katastrophe gekommen ist, spielt für die Geschichte weniger die Rolle. Vielmehr konzentriert sich der Plot auf das Leben, das nun auf der Erde existiert. Angesiedelt ist die Handlung auf dem nordamerikanischen Kontinent, wobei ich persönlich es sogar besser gefunden, wenn die Geschichte in Europa platziert worden wäre. Es passt mehr zur Geschichte des Landes, dass eine Kirche, die massiv auf christliche Ursprünge zurückgreift, das Zepter in die Hand genommen hat. Der erste Teil des Buch konzentriert sich stark darauf, das Leben und die Gesellschaft zu beschreiben. Auch wenn an der ein oder anderen Stelle ein wenig zu dick aufgetragen wird, entsteht ein stimmiges Bild, das allerdings im Verlauf der Geschichte zunehmend in den Hintergrund rückt. Nach und nach rücken die gesellschaftlichen Aspekte in den Hintergrund und schleichend erhält die Action Einzug. Dabei wird auch auf eine explizite Gewaltdarstellung nicht verzichtet, so dass der Leser nicht zu zart besaitet sein darf. +++ Starke Charaktere +++ Zu Beginn des Buchs werden viele Handlungsstränge geschaffen, die sich nach und nach auf die einige Hauptfiguren konzentrieren. Dadurch entsteht durchaus eine Komplexität, die aber nie so überhand nimmt, dass es schwierig war, der Handlung zu folgen. Die Hauptfiguren sind recht klar gezeichnet und handelt oftmals nachvollziehbar. Allerdings sind manche Nebenfiguren etwas blass geblieben, was aber nur an wenigen Stellen störend auffällt. Denn der Plot fokussiert sich später recht stark auf die Hauptfiguren. Der Leser wird in diesem Buch mit allen menschlichen Facetten konfrontiert: Liebe, Hass, Intrigen, Kriege, Neid. Glücklicherweise aber immer realistisch und ebenso glücklicherweise wird auf eine seichte Liebesromanze verzichtet, die in der deutschen Literatur in letzter Zeit ein bisschen zu stark Einzug gehalten hat. Gerade der zweite Teil ist recht actiongeladen und liest sich deutlich rasanter als der vordere Teil des Buchs. Der Spannungsbogen wird erst nur wenig gespannt und erreicht dann ungeahnte Höhen. Dabei ist der Schreibstil über das gesamte Buch recht angenehm. +++ Plötzlich Schluss +++ Und ist der Leser voll in Fahrt, wird er für mein Gefühl etwas zu unsanft gestoppt. Das Buch endet recht abrupt. Hier hätte der Ausklang ruhig etwas sanfter gestaltet werden können. Vielleicht lag dieser Eindruck auch an der ein oder anderen konstruiert wirkenden Szene, der im bisherigen Verlauf der Geschichte nicht so deutlich zum Vorschein getreten ist. +++ Fazit +++ Ein dystopischer Thriller mit einem erschreckenden Szenario. Wie die Katastrophe entstand ist für die Geschichte unerheblich. Das Buch konzentriert sich darauf, wie die Gesellschaft darauf reagiert und zeichnet ein Bild, das durchaus möglich sein könnte. Natürlich gibt es einen nicht unerheblichen Science-Fiction-Anteil, der Einfluss auf die Menschheit hat. Aber genau das, macht das Buch anders und lesenswert. Auf jeden Fall ist das Buch eine Empfehlung wert und jeder, der sich gern Dystopien widmet, sollte einen Blick riskieren.

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sehr gute Idee hervorragend umgesetzt
von annlu am 15.02.2017
Bewertetes Format: Taschenbuch

183 Jahre in der Zukunft: Die Welt hat sich verändert. Der Absturz eines Raumschiffes über Kanada hat seine gefährliche Fracht entlassen - Reaper. Die instinktgesteuerten Riesenechsen haben alle Städte zerstört. Der Rest der Menschen lebt in den neunzehn verbliebenen Städten, die durch Mauern abgeriegelt sind und den dazugehörigen Lehen,... 183 Jahre in der Zukunft: Die Welt hat sich verändert. Der Absturz eines Raumschiffes über Kanada hat seine gefährliche Fracht entlassen - Reaper. Die instinktgesteuerten Riesenechsen haben alle Städte zerstört. Der Rest der Menschen lebt in den neunzehn verbliebenen Städten, die durch Mauern abgeriegelt sind und den dazugehörigen Lehen, die sie mit Nahrung versorgen. An der Spitze des Systems steht die Religion mit den erwählten Mönchen, die als einzige die Fähigkeit besitzen, die Reaper zu töten. Einer der Mönche ist Bruder Kaleb, der ausgesandt wird, Spuren von Reapern zu untersuchen, die nach Jahren die ersten sind, die sich in der Nähe eines Lehens zeigen. Als Kaleb dort ankommt, bemerkt er, dass die Reaper sich untypisch verhalten und will der neuen Bedrohung auf den Grund gehen. Die Geschichte spielt im Zeitraum einer Woche. Der Prolog zeigt kurz die Ereignisse rund um den Absturz um dann schon Einblicke in die neue Welt zu geben und einige der Charaktere vorzustellen. Neben Kaleb ist es die Familie des Bischofs von Philadelphia, die im Vordergrund steht - und unter ihnen besonders die Heilerin Eunice, die mehr für Kaleb empfindet, als sie eigentlich sollte. Während der Leser durch Kaleb mehr über die besonderen Fähigkeiten der Mönche erfährt, ist es der Abschnitt, der in der Stadt spielt, der dem Leser die neue Gesellschaft näher bringt. Durch die Bedrohung und den Zusammenbruch des alten Systems hat sich eine neue, beherrschende Religion herausgebildet, die auf dem Christentum fußt. Dadurch kommen einige der christlichen Symbole wie auch Teile von Gebeten in neuem Kontext vor. Manche der diesbezüglichen Interpretationen fand ich sehr interessant. Die Gesetze der neuen Religion bringen allerdings auch negative Seiten mit sich. So werden Ketzer rigoros bestraft. Die Tatsache, dass die Erwählten ihre besonderen Fähigkeiten durch eine bestimmte Genkonstellation erhalten, wird vom obersten Klerus genutzt, indem Mönche gezielt gezüchtet werden. Dass ihre Mütter dabei hochverehrt werden und die Bezeichnung "Heilige Mutter" bekommen, macht die Tatsache nicht wirklich besser. So wird der Leser immer wieder damit konfrontiert, dass die Welt sich verändert hat und damit besonders auch die Werte, nach denen sich die Überlebenden richten. Anders als in anderen Endzeitbüchern ist es hier nicht Anarchie, die herrscht, sondern sehr strikte Regeln, die ich nicht immer gutheißen konnte. Obwohl die Geschichte von einigen Anspielungen gespickt ist, die darauf hinweisen, wie gut es uns in unserer Zeit geht, haben sie mich eher zum Nachdenken gebracht und ich habe mich davon nicht belehrt gefühlt. Während der Beginn auf die Änderungen in der Welt eingeht, die Charaktere einführt und die drohenden Gefahren aufzeigt, waren es die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Personen und ihren Handlungen, die mich im Laufe der Geschichte in ihren Bann gezogen haben. Kaleb und Eunice sind nur einige von ihnen. Sehr sympathisch waren mir auch die Bewohner des Lehens, die sich eine Eigenständigkeit bewahrt haben und nicht blind der Kirche folgen. Auch die Beweggründe der Gegner waren interessant. Dadurch, dass alle einen Abschnitt der Erzählung einnahmen, so unterschiedliche Szenarien für den Erfolg im Kampf gegeben wurden, konnte mich die Geschichte auch überraschen, da ich eigentlich mit anderen Szenen gerechnet hätte. Fazit: Eine sehr gute Idee zum Endzeitthema wurde hier überzeugend umgesetzt - eine klare Leseempfehlung!

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eine packende Dystopie in einem beängstigenden Szenario!?
von Booknaerrisch am 04.01.2017
Bewertetes Format: Taschenbuch

Zitate: "Dieser Mann hatte Reaper getötet. Nicht nur diese drei, sondern vermutlich unzählige davor. Er trug Narben auf Gesicht und Händen, die deutlich zeigten, welchen Gegnern er sich bereits gestellt hatte." Pos. 331 "Tag und Nacht schoben sich die Menschenmassen in gegenläufigen Strömen durch die Straßen von Philadelphia, ohne Anfang und... Zitate: "Dieser Mann hatte Reaper getötet. Nicht nur diese drei, sondern vermutlich unzählige davor. Er trug Narben auf Gesicht und Händen, die deutlich zeigten, welchen Gegnern er sich bereits gestellt hatte." Pos. 331 "Tag und Nacht schoben sich die Menschenmassen in gegenläufigen Strömen durch die Straßen von Philadelphia, ohne Anfang und ohne Ende, auf der Suche nach Kleidung, Nahrung, Zerstreuung." Pos. 1105 "Ohne die Plünderer würde all das in den Städten fehlen, die meisten dieser Dinge konnte man nicht mehr herstellen." Pos. 1189 Meinung: Die Geschichte spielt in einer düsteren und gefährlichen Welt, in der Angst, Entbehrungen und Tod allgegenwärtig sind. Das Leben wie wir es kannten, existiert nicht mehr. Die von den Reapern -echsenähnliche, gefährliche außerirdische Wesen- ausgehende Gefahr ist groß, denn außer den Auserwählten gibt es niemanden, der ihnen etwas entgegenzusetzen hätte. Die Tatsache, dass die Reaper jede Absicht eines Menschen vorhersehen können, macht sie im Kampf nahezu unschlagbar, und so können ihnen eigentlich nur die Mönche etwas anhaben, indem sie ihre eigenen Gedanken abschirmen oder gar manipulieren. Und so kommt es, dass in der ehemaligen USA nur noch 19 bekannte befestigte Städte existieren, die den Echsen und sonstigen Gefahren trotzen. Und eigentlich war das bisher auch gut, denn die letzten Angriffe liegen über 5 Jahre zurück. Doch plötzlich sind manche Städte nicht mehr erreichbar und die Angriffe häufen sich wieder. Und, als wäre das noch nicht schlimm genug, macht es auch den Anschein, als würde irgendeine unbekannte Macht sie steuern. Wie kann das sein? Und wer hätte etwas davon? Ich glaube am meisten ist mir die von der Autorin erschaffene Atmosphäre aufgefallen. Sie ist rundum stimmig, düster und beängstigend. Die Gefahren, denen die Protagonisten im Laufe der Geschichte entgegentreten müssen, sind vielfältig und abwechslungsreich. Denn natürlich sind in einer derartigen Zivilisation die Reaper nicht die einzigen Gegner, wie man sich vorstellen kann... Sie beschreibt ein Leben voller Angst, Hunger und einer Reduzierung auf das Nötigste in einem wirklich bildhaften Schreibstil, der es dem Leser ermöglicht, sich gut in die Trost- und Hoffnungslosigkeit einzufühlen. Actionreiche Kämpfe -die auch mal recht blutig werden ;) -, politische Machtspiele und im Wechsel verfolgte Handlungsstränge runden das Bild perfekt ab, machen die Story spannend und fesseln von der ersten bis zur letzten Seite. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass man bei einigen der Hauptcharaktere im Handlungsverlauf deutliche Entwicklungen feststellen kann, die stimmig und somit sehr authentisch sind. Und natürlich darf in einem derartigen Szenario auch die emotionale Komponente nicht zu kurz kommen ;) Hierbei muss ich jedoch sagen, dass keinesfalls zuviel Gefühl im Spiel ist. Es bleibt in einem adäquaten Maß und ist stellenweise auch von Entbehrungen geprägt, sodass es für mich nie unpassend erschien. Eine wirklich gelungene Mischung! Eine empfehlenswerte Story über eine untergegangene Zivilisation, die mit allen Mitteln ums Überleben kämpft. Spannend, abwechslungsreich und sehr atmosphärisch!

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