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District 9

(3)
Vor über 20 Jahren nahmen Außerirdische das erste Mal Kontakt mit der Erde auf. Daraufhin rechneten die Menschen mit einem feindlichen Angriff oder einem gigantischen technologischen Fortschritt. Die Kreaturen waren aber lediglich Flüchtlinge ihres Heimatplaneten und wurden aus diesem Grund vorübergehend in einem Notauffanglager interniert - im DISTRICT 9. Nach Jahren ergebnisloser Verhandlungen über die Zukunft der Außerirdischen haben die Nationen der Welt ein privates Unternehmen, die Multi-National United (MNU), mit der Überwachung der ungeliebten Besucher beauftragt. Der Konzern verfolgt jedoch nur ein Ziel: Mit den mächtigen Waffen der Aliens Profit zu machen. Zur Aktivierung der Waffen benötigt man jedoch Alien-DNA. Als sich der MNU-Agent Wikus van der Merwe mit einem mysteriösen Virus infiziert, das seine DNA verändert, wird er zum meistgesuchten und gleichzeitig verletzlichsten Mann der Erde, für den es nur einen Ort gibt, um sich zu verstecken: DISTRICT 9.
RezensionBild
Obwohl der Film überwiegend mit HD-Handkameras (\"Wackelbilder\") aufgezeichnet wurde und dazu viele CGI-Animationen ins Bild eingefügt sind, macht der Transfer einen sehr homogenen Eindruck! Dem Drehort Südafrika angepasst, präsentieren sich die Farben eher etwas grell und der Kontrast scheint bisweilen sehr steil, was für Bilder sorgt, die oft überbelichtet wirken. Das Auge gewöhnt sich jedoch schnell daran. Der perfekte Schwarzwert, gepaart mit einer extrem hohen Kanten- und Detailschärfe sowie den anderen Bildwerten, sorgt für eine hohe Plastizität bei relativ geringem Rauschpegel – es sei denn dieser wurde künstlich als Stilmittel erhöht (realistische Doku-Aufnahmen). Jegliche Form von Artefakten sind dem Transfer fremd, das Bild läuft stabil und sehr ruhig – mal abgesehen von den absichtlichen Wackelbildern, die aber nichts mit der Bildstabilität an sich zu tun haben. Auch die Kompression wird nie sichtbar.
Nur aufgrund der außergewöhnlichen, gewöhnungsbedürftigen Optik könnte man die Bildqualität nicht als Referenz ansehen, obwohl sie es technisch gesehen wäre!
RezensionTon
DISTRICT 9 lebt (auch) von seinem realistischen Tongewand. Das betrifft sowohl die pseudo-dokumentarischen Sequenzen, in denen Stimmen und Handlungsgeräusche direktional und ortbar im gesamten Hörraum herumschwirren (bildlogisch wechselnden Kanälen zugeordnet) und den übrigen Sequenzen, in welchen der Score und die Actioneffekte das Klangbild dominieren. Hier hagelt es ebenfalls direktionale Signale und die Dynamik erlebt einige Sprünge. Begleitet von trockenem Tiefenbass wirken besonders die Alien-Waffen absolut realistisch und wuchtig. Explosionen und Schusssalven werden sehr vehement und detailliert in den Hörraum gefeuert.
Dieser Soundtrack macht einfach Laune und unterstützt das Bildgeschehen perfekt. Aufgrund des besseren Verständnisses sind einzig die Stimmen nicht immer realistisch in Bezug auf die Lautstärke, da man sie eigentlich durchweg hervorragend verstehen kann.
Sony spendierte im Übrigen dem internationalen, codefreien Release neben der Originalspur auch die deutsche und sogar noch eine spanische Spur im hochwertigen HD-Gewand (DTS-HD MA 5.1)!
RezensionBonus
Die Bonus-Ausstattung ist relativ umfangreich, daher erfolgen die Ausführungen in Stichpunktmanier!
Die Features im Einzelnen:
Audiokommentar von Regisseur und Co-Autor Neill Blomkamp:
Neill Blomkamp gibt sowohl szenenspezifische, als auch übergeordnete Details der Produktion preis. Etwas monoton gesprochen und vielleicht etwas oft voll des Lobes, aber informativ.
Interaktive Karte von \"Joburg\":
Hier können interaktiv verschiedene Satellitenbilder nebst fiktiven Live-Kameraspots eingesehen werden.
Entfallene Szenen (1.080p, 23:29 Minuten):
Satte 22 Szenen sind als Erweiterungen hier zu sehen. Nur wenige enthalten Material, dass auch Außerirdische zeigt, die dann oft nur als Rohskizze ins Bild eingefügt sind. Einige Szenen hätten sogar im Film Sinn gemacht, wurden aber vermutlich aufgrund des Erzähltempos und \"überflüssiger Details\" entfernt. Leider ein unkommentiertes Feature mit lediglich aneinandergereihten Filmschnipseln unterschiedlicher Qualität.
Die Alien Agenda: Protokoll eines Filmemachers (1.080i, 34:19):
Hier geht es um die Vorgeschichte der Produktion, die Entwicklung und letztliche Umsetzung des Stoffes. Neben Regisseur Blomkamp kommen auch die Drehbuchautoren und Produzent Peter Jackson zu Wort.
Metamorphose: Die Verwandlung von Wikus (1.080i, 09:52):
Aufnahmen vom Set, die zeigen wie aufwendig die Verwandlung in ein Alien in der \"Maske\" war.
Innovation: Schauspiel & Improvisation in District 9 (1.080i, 12:05):
Dieser Clip handelt von der innovativen Art des Schauspiels in Disctrict 9. Neben dem Regisseur kommen die Autoren und einige Darsteller zu Wort.
Konzept & Design: Entstehung der Welt von Disctrict 9 (1.080i, 13:18):
Selbsterklärender Titel. Feature zu den Sets.
Schaffung der Aliens: Visuelle Effekte in \"D9\" (1.080i, 10:15):
Selbsterklärender Titel. Hier werden einige visuelle Effekte gezeigt und ihre Entstehung erläutert.
movieIQ (BD-Live):
Sony-patentiertes Feature, das über ein transparentes Bildschirmfenster Zusatzinformationen über die Besetzung, den Stab und Szenenspezifika nachlesbar einfügt. Erfreulicherweise handelt es sich überwiegend um Informationen, die nicht schon in anderer Form in den Extras enthalten sind. Nur sinnvoll beim zweiten Anschauen des Films, da das Fenster circa ein Drittel des Bildschirms einnimmt und trotz Transparenz natürlich Bildinhalte schwerer erkennbar macht. Man kann das Fenster entweder dauerhaft einblenden oder sich per Symbol über verfügbare Informationen informieren lassen (mit Enter bestätigen).
Achtung:
movieIQ ist ein BD-Live-Feature, das nur zur Verfügung steht, wenn der BD-Player an ein Netzwerk (Router) angeschlossen ist bzw. mit dem Internet verbunden ist! Lange Ladezeit (ca. 2,5 Minuten)!
cinechat (BD-Live):
Ein weiteres Sony-Feature, dass es dem Filmfan ermöglicht sich über den BD-Player mit anderen über den Film auszutauschen. Ist sicherlich kein dauerhaft verfügbares Feature und funktioniert ebenfalls nur, wenn man den BD-Player an ein Netzwerk (Router) anschließt bzw. mit dem Internet verbindet, da es Teil des BD-Live-Content ist!
BD-Live-Content:
Neben movieIQ und cinechat gibt es noch weiteren BD-Live-Content, der aber nur zu nicht-filmspezifischen allgemeinen Infos zum Sony-Programm im Internet führt.
Tipp:
Die Trailer (auch Previews wie LEGION oder ARMORED) am besten als \"Stream\" auswählen dann starten sie schneller – es stehen aber alternativ auch Downloads (je 2-3 Minuten Ladezeit) zur Verfügung!
Achtung:
Lange Ladezeiten (ca. 2 Minuten bis zum BD-Live-Menü und weitere 1-2 Minuten je Menüpunkt) – man sollte das also wirklich nur Ausprobieren bei Interesse und vorhandener Geduld!
Trailershow:
Enthält Vorschauen auf weitere aktuelle Sony-Titel (z.B. 2012), aber leider keinen Trailer zum Hauptfilm!
Zudem kann man anfangs eines von zwei Menüdesigns auswählen. Entscheidet man sich für das \"Alien\"-Design, so sind auf dem Menüscreen neben den Menüpunkten Szenen mit den Außerirdischen im animierten Fenster zu sehen und der Hintergrund ist mit Alien-Symbolen bestückt. Wählt man \"Human\", so gibt es entsprechend Szenenausschnitte der menschlichen Charaktere und \"irdische Schrift\".
Alles in allem ein in Informationsgehalt, Unterhaltungswert und Umsetzung gelungenes Bonusprogramm. Die Menüs sind intuitiv bedienbar, alle Video-Features sind untertitelt.
Zitat
DISTRICT 9 ist ein besonderer Science-Fiction-Film. Auf den ersten Blick mag er konventionell und gewöhnlich wirken, auf den zweiten Blick betrachtet schafft er aber eine neue realistische Ebene, der ihn aus der reinen Science-Fiction in eine Art mögliche \"Super-Realität\" portiert. Das liegt zum einen an der Story an sich, die zur Prämisse hat, dass es in Südafrika gestrandete Aliens gibt, die wie es für das Apartheid-Regime in diesem Land üblich ist, in einem Slum zusammengepfercht eingekesselt leben wie in einer Art Quarantäne oder wie illegale Einwanderer und sich dem Rassismus des Regimes ausgesetzt sehen. Dieser Storyansatz ähnelt stark der tatsächlichen Situation in Südafrika, wobei die Aliens für die farbige Bevölkerungsmehrheit stehen, die meist unter unmenschlichen Bedingungen in den Slums leben. Die Barracken sind sogar überwiegend echte Behausungen, wie sie tatsächlich in der Umgebung von Johannesburg zu finden sind! Um das Ganze für den Zuschauer griffiger zu machen, durchlebt die Hauptfigur des Wikus van der Werke eine Metamorphose: Er steckt sich mit dem \"Alien-Virus\" an und mutiert zu einem von ihnen – so wird aus dem Unterdrücker (er arbeitet ja für die Regierung) im Verlauf des Films ein Unterdrückter, wodurch man beide Seiten des Rassismus als Zuschauer \"erlebt\".
Ein weiterer Aspekt, der für diesen \"Super-Realismus\" sorgt, ist die Art des Filmens. Fast den ganzen Film über gibt es eine subjektive Sichtweise; es wurde viel mit Handkameras gefilmt, die für Wackelbilder sorgen wie sie in Dokumentationen und Reportagen zu sehen sind. Des Weiteren wird somit die Handlung oft aus der Sicht eines Darstellers/ einer Figur \"live vor Ort\" gezeigt – man entfernt sich also von der sonst üblichen Rolle des reinen Beobachters und ist stattdessen meist \"mittendrin\" im Geschehen und nimmt den Platz einer der Figuren ein (der Wechsel ändert die Erzähl-Perspektive). Und noch etwas sorgt für die realistische Atmosphäre: Aufgrund einer sehr ausgeklügelten Motion-Capture-Technik, die reale Lichtverhältnisse verwendet und einen mitspielenden Darsteller im Motion-Caps-Anzug später am Rechner durch ein animiertes Alien ersetzt, das mit den real gefilmten Licht-Einstellungen kombiniert wird, entsteht eine Optik, die dem Betrachter vorflunkert, dass das Alien tatsächlich vorhanden ist und mit den anderen Darstellern im Bild interagiert.
Das alles sorgt für eine nie zuvor gesehene, nahezu (foto-)realistische Ebene, die es dem Zuschauer leicht macht sich in die Geschichte rein saugen zu lassen und das Gezeigte als \"echt\" wahrzunehmen, was den Unterhaltungswert des Ganzen automatisch um ein Vielfaches erhöht. Die Inszenierung an sich, das Drehbuch und die Story selbst sind sicherlich raffiniert, aber im Endeffekt eigentlich nur routiniert – die fotorealistische Ebene ist es, die das Werk besonders macht. Der Mix aus Action, Sozialdrama und Science-Fiction funktioniert perfekt und sorgt für spannende Unterhaltung, die aufgrund des Realismus und des pseudodokumentarischen Stils aber sicher nicht ausnahmslos massenkompatibel sein dürfte, jedoch jene, die sich darauf einlassen perfekt unterhalten sollte!
Wollte man doch etwas kritisieren, so sicherlich das Bestreben des Regisseurs Rassismus und Apartheid anzuprangern, aber gleichzeitig Nigerianer als Schmuggler und Waffenschieber einzubauen, was man durchaus auch als Rassismus und vorurteilbehaftet einstufen könnte. Zudem gibt es ein paar Logiklöcher, die mit der kurzweiligen Action (und damit einhergehender blutiger Gewalt) immerhin gekonnt übertüncht werden. Es bleibt aber festzuhalten, dass DISTRICT 9 als Unterhaltungsfilm bestens funktioniert und mit einem zugekniffenen Auge auch zur Sozialkritik taugt. Wenn man dann noch bedenkt, dass der Regisseur hier sein Langfilmdebüt gibt (war früher Visual Effects Supervisor u.a. für die TV-Serie DARK ANGEL), nur rund 40 Mio. Euro für die Produktion zur Verfügung hatte und sein Hauptdarsteller Sharlto Copley ebenfalls debütiert und anhand einer losen Szenen-Vorgabe den ganzen Film über Dialoge und Handlung improvisiert, so beeindruckt das Ergebnis – zumindest uns – umso mehr bzw. auf der ganzen Linie! Produziert wurde der Film im Übrigen von niemand geringerem als Peter Jackson, dem Schöpfer der Herr der Ringe-Trilogie, der für die Story und deren umsetzenden Regisseur scheinbar ein gutes Händchen bewiesen hat!
Noch eine Notiz am Rande:
In der für Filminteressierte nicht ganz unbekannten und durchaus wichtigen Internet-Filmdatenbank Imdb wird der Film Stand heute (19.04.2010) immerhin schon auf Platz 118 der \"besten Filme aller Zeiten\" (Bewertung durch User) geführt mit einem Bewertungsdurchschnitt von 8,3/10, eine Wertung wie sie nur wenigen aktuellen Filmen zu Teil wird und was als weiteres Indiz für die Qualität des Streifens gewertet werden kann (besser platziert sind von den Filmen der jüngeren Vergangenheit bloß noch James Camerons AVATAR auf Platz 71, Clint Eastwoods GRAN TORINO auf Platz 87 und SLUMDOG MILLIONAIRE auf Platz 94)!
Die Blu-ray unterstützt das Vorhaben der Unterhaltung durch eine sehr gelungene technische Qualität. Bild und Ton gehören zur erweiterten Referenz und müssen sich nur wenig Kritik angedeihen lassen. Auch die Extras bieten einen guten Mix aus Information und Unterhaltung, wenngleich es natürlich noch wesentlich üppiger ausgestattete Filme gibt. Wirklich fehlen tut hier aber eigentlich nichts (außer dem Filmtrailer vielleicht)! Neben der bewerteten \"Normaledition\" gibt es noch eine limitierte Auflage im Steelbook, die das gleiche Cover verwendet, aber eben eine Blechhülle als Aufbewahrung der Blu-ray bietet und im Gegensatz zu vielen anderen Titeln fast gleichpreisig angeboten wird wie die \"Normaledition\" im Standard-Blu-ray-Case!
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Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 08.04.2010
Regisseur Neill Blomkamp
Sprache Deutsch, Englisch, Spanisch (Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Holländisch, Spanisch)
EAN 4030521720183
Genre Science Fiction
Studio Sony Pictures Home Entertainment
Spieldauer 112 Minuten
Bildformat 16:9 Widescreen
Tonformat Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1, Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1, Spanisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Film (Blu-ray)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Ähm, tja... anders als gedacht “

René Herrmann-Zielonka, Thalia-Buchhandlung Regensburg (Donau EKZ)

Eher wiederwillig habe ich mir diesen Film angeschaut, denn die ersten Bilder und die Inhaltsangabe haben mich nicht wirklich überzeugt. Auch als der Film losging war ich noch immer skeptisch, denn die Kameraführung ist teilweise etwas chaotisch und gleicht eher einer Dokumentation.
Aber dies ist vom Regisseur Neill Blomkamp so gewollt
Eher wiederwillig habe ich mir diesen Film angeschaut, denn die ersten Bilder und die Inhaltsangabe haben mich nicht wirklich überzeugt. Auch als der Film losging war ich noch immer skeptisch, denn die Kameraführung ist teilweise etwas chaotisch und gleicht eher einer Dokumentation.
Aber dies ist vom Regisseur Neill Blomkamp so gewollt und gibt dem Film dadurch einen wirklich einmaligen Touch.

Die Handlung ist kurz erzählt. Flüchtige Aliens landen auf der Erde und bitten um Asyl. Weil keine Nation die fremden Besucher aufnehmen möchte, werden sie vorübergehend in den District 9 gesperrt. Dieser befindet sich in Südafrika. Zufälligerweise ist dies eher ein Slum als eine nette Gegend. 20 Jahre geht dieses Provisorium nun schon, als man sich endlich einigt, daß man die Betreuung für die Besucher an eine private Firma abgibt, statt sich weiter zu streiten. Diese private Firma sieht natürlich nur das Geld, welches sie mit der Alientechnologie verdienen können und beschließt, die Aliens aus dem Slumviertel District 9 in ein Hochsicherheitsviertel (fast ein KZ) zu verlegen.

Während der Verlegung kommt einer der „Sicherheitsleute“ mit Alien-DANN in Kontakt und beginnt zu mutieren. Also wird er zum Gejagten und versteckt sich ausgerechnet im District 9.

Die Handlung an sich, spiegelt nichts anderes als die Geschichte der Menschheit wieder, denn solche Sachen passieren seit Jahrhunderten immer wieder, denn die Menschheit scheint es nicht zu lernen. Nur diesmal sind die Opfer nicht bestimmte Menschengruppen sondern Aliens und zeigen die Profitgier von Firmen und Regierungen.

Auch wenn ich am Anfang sehr skeptisch war, so muß ich nach Ende des Films sagen, daß ich doch irgendwie begeistert bin. Zwar ist mir der Film nochimmer etwas suspekt, aber zum besseren Verständnis werd ich ihn mir sicherlich noch das ein oder andere Mal anschauen. Also wer ein einzigartiges Spektakel mit einer zum Nachdenken anregenden Handlung haben möchte, der kommt an diesem Film nicht vorbei.

„Ungewöhnlich und spannend!“

Elke Wolf, Thalia-Buchhandlung Düren

Ich war sehr überrascht von diesem Film, da ich etwas ganz anderes erwartet hatte. Dennoch ist er sehr spannend und ausserordentlich selbstkritisch. Es gibt keine Beschönigung des Verhaltens der Menschen und nach einer Weile wäre man lieber ein Alien. Man schämt sich für die Menschen, die zwar aus Angst und Unwissen heraus handeln, Ich war sehr überrascht von diesem Film, da ich etwas ganz anderes erwartet hatte. Dennoch ist er sehr spannend und ausserordentlich selbstkritisch. Es gibt keine Beschönigung des Verhaltens der Menschen und nach einer Weile wäre man lieber ein Alien. Man schämt sich für die Menschen, die zwar aus Angst und Unwissen heraus handeln, aber eben auch grausam sind.

Unbedingt anschauen!

„Prädikat: Sehenswert!“

D. Knichel, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Ein Alien-Film, der etwas anderen Art:

Die Besucher aus dem All sind nämlich weder Friedens- noch Kriegsbringer sondern Flüchtlinge ihres Heimatplaneten.
Der Ort ihre Auftauchens ist auch etwas Neues: Nicht New York, Washington D.C., Moskau, Paris, Rom oder dergleichen. Johannesburg, Südafrika, ist die "neue Heimat" und da die
Ein Alien-Film, der etwas anderen Art:

Die Besucher aus dem All sind nämlich weder Friedens- noch Kriegsbringer sondern Flüchtlinge ihres Heimatplaneten.
Der Ort ihre Auftauchens ist auch etwas Neues: Nicht New York, Washington D.C., Moskau, Paris, Rom oder dergleichen. Johannesburg, Südafrika, ist die "neue Heimat" und da die Menschheit aus vielen ihrer Fehler einfach nicht lernt, bekommen die Aliens den Spitznamen "Shrimps" verpasst und werden in ein Wellblechhütten-Ghetto, genannt District 9, verfrachtet.

20 Jahre lang "leben" die Aliens dort bis die Menschen genug von ihnen haben und eine private Firma, die Aliens zwangsevakuieren soll ... in ein neues abgesperrtes Lager, dieses Mal mit kleinen Zelten.

Wikus van der Merwe ist zuerst der Glückspilz dieser Geschichte: er bekommt die Aufgabe die Zwangsevakuierung des District 9 zu leiten und macht damit auf der Karriereleiter seiner Firma MNU einen ziemlichen Sprung nach oben. Pech für ihn ist allerdings, dass er sich bei der Durchsuchung einer Hütte mit Alien-DNA infiziert ... damit ist Wikus der wertvollste und gejagteste Mensch auf Erden. Die hoch entwickelte Technologie der gestrandeten Aliens lässt sich nämlich auch nur von diesen bedienen .... oder halt von jemandem, der mit Alien-DNA infiziert ist.

Die Ziele des Films sind klar:
1. Natürlich, spannende Unterhaltung mit Action á la Hollywood.
2. Gesellschaftskritik - und das nicht zu knapp!

„Alien sind auch nur Menschen“

Friederike Barf, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Als mein Freund mir diesen Film vorschlug, dachte ich erst: "Nicht noch eine Alien- Film". 2 Stunden später war ich restlos begeistert. Eine tolle Story, eine tolle Umsetzung und ganz viel Gefühl. Angucken!!! Als mein Freund mir diesen Film vorschlug, dachte ich erst: "Nicht noch eine Alien- Film". 2 Stunden später war ich restlos begeistert. Eine tolle Story, eine tolle Umsetzung und ganz viel Gefühl. Angucken!!!

Kundenbewertungen


Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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Die Verwandlung
von einer Kundin/einem Kunden aus Dietikon am 21.03.2012

Ein Film der eigentlich als falscher Dokumentarfilm startet und mit der Zeit zu einem Actionfilm mit teils ironischem Hintergrund mutiert. Doch nicht nur das Genre verändert sich. Auch die Hauptperson erleidet eine Verwandlung, wie sie bisher wohl nur aus Franz Kavka's "Die Verwandlung" bekannt ist. Auf den ersten Blick... Ein Film der eigentlich als falscher Dokumentarfilm startet und mit der Zeit zu einem Actionfilm mit teils ironischem Hintergrund mutiert. Doch nicht nur das Genre verändert sich. Auch die Hauptperson erleidet eine Verwandlung, wie sie bisher wohl nur aus Franz Kavka's "Die Verwandlung" bekannt ist. Auf den ersten Blick wirkt der Film wie einer der üblichen Action-Scifi-Streifen mit etwas CGI und schnellen schnitten, doch auch bei mehrmaligem Anschauen wird einem klar, das dahinter wohl mehr steckt als blosser unterhaltungswert. Die für gute Science-Fiction-Filme bekannte Frage: "Was wäre wenn?" wird nicht nur gestellt, sondern auch auf sehr kreative Art und Weise beantwortet.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Gigantisch!
von Sabine Borzer aus Pforzheim am 30.03.2010
Bewertetes Format: Medium: DVD

Meiner Meinung nach einer der besten Filme der Oscar Saison 2009/2010. Fantastische Spezial-Effekte, eine unglaublich tolle Story und neben all der Action und der Waffengewalt hat dieses Meisterwerk ein paar wirklich zu Herzen gehende Momente. Die vier Oscarnominierungen hat er sich absolut verdient!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
1 0
Science-Fiction mit Bodenhaftung
von Daniel Buess aus Basel am 26.09.2010
Bewertetes Format: Medium: DVD

Wie nicht anders zu erwarten, hat der Produzent Peter Jackson ("Der Herr der Ringe") eine gehörige Portion Realismus in dieses Zukunftsspektakel hineingemischt. Mit viel Sinn für Dreck und Staub und stellenweise sogar im Stil einer Fernsehdokumentation - Wackelkamera und Live-Kommentare - wird der Konflikt mit Ausserirdischen beschrieben, die in einem... Wie nicht anders zu erwarten, hat der Produzent Peter Jackson ("Der Herr der Ringe") eine gehörige Portion Realismus in dieses Zukunftsspektakel hineingemischt. Mit viel Sinn für Dreck und Staub und stellenweise sogar im Stil einer Fernsehdokumentation - Wackelkamera und Live-Kommentare - wird der Konflikt mit Ausserirdischen beschrieben, die in einem Slum am Stadtrand von Johannesburg vor sich hinvegetieren, nachdem ihr Raumschiff auf der Erde notgelandet ist. Das ist packend und schwungvoll erzählt und spürbar inspiriert von der Lust, das scheinbar so festgefügte Genre (nicht schon wieder Aliens!) neu aufzumischen. Ein Vergnügen nicht nur für Science-Fiction-Fans.

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1 0
Sozialkritische ScFi
von einer Kundin/einem Kunden am 28.05.2010
Bewertetes Format: Medium: DVD

Ein sehr sehr gut gemachter Science Fiction Film mit einer spannenden Story,sehenswerten Spezialeffekten,einem fantastischen Hauptdarsteller und wirklich gelungener Kritik am dem Umgang der westlichen Welt mit Flüchtlingen.

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