Thalia.de

Drecksspiel

Thriller

(21)
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 18.11.13
Martin Krist ist das Pseudonym von Marcel Feige. Unter beiden Namen hat er schon Krimis und Thriller veröffentlicht, die mit ihren rasanten und trotzdem tiefgehenden Storys restlos überzeugten. So gelingt ihm das auch bei seinem neuen Thriller-Highlight Dreckspiel. Man ist von der ersten Seite bzw. Sekunde an gebannt und das hält bis zum Schluss an. Drecksspiel ? teuflisch guter Thriller. Martin Krist nennt in diesem Buch auch einen Firmennamen, der mir trotz der Spannung immer wieder ein Schmunzeln entlockte ? Pixelschupser.
Portrait
Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 11.10.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-28537-5
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 193/120/32 mm
Gewicht 332
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 39254302
    Engelsgleich / Paul Kalkbrenner Bd. 4
    von Martin Krist
    (40)
    Buch
    9,99
  • 39223788
    Ostseefluch / Pia Korittki Bd.8
    von Eva Almstädt
    Buch
    9,99
  • 39192582
    Die Totentänzerin / Nils Trojan Bd.3
    von Max Bentow
    (1)
    Buch
    8,99
  • 40409416
    Cry Baby - Scharfe Schnitte
    von Gillian Flynn
    (3)
    Buch
    9,99
  • 44127622
    Der Fänger / Julia Durant Bd.16
    von Andreas Franz
    (3)
    Buch
    9,99
  • 35058900
    Germania / Kommissar Oppenheimer Bd.1
    von Harald Gilbers
    (11)
    Buch
    10,99
  • 44127736
    Dünenfeuer / Tjark Wolf und Femke Folkmer Bd.4
    von Sven Koch
    (1)
    Buch
    9,99
  • 30504236
    Schwarze Blumen
    von Steve Mosby
    (8)
    Buch
    14,99
  • 44252808
    Neuntöter
    von Ule Hansen
    (18)
    Buch
    16,99
  • 16377989
    Schweigepflicht / Lilly Valentine Bd.1
    von Helen Black
    (7)
    Buch
    8,95
  • 40784820
    Totenmaler / Elli Rathke Bd.1
    von Eystein Hanssen
    Buch
    9,99
  • 33867267
    Tod in Wacken / Oberkommissarin Lyn Harms Bd. 3
    von Heike Denzau
    Buch
    9,90
  • 17587224
    Eiszeit / Paul Lenz Bd. 4
    von Matthias P. Gibert
    (1)
    Buch
    11,90
  • 37135161
    Dreizehn Stunden / Bennie Griessel Bd.2
    von Deon Meyer
    Buch
    9,99
  • 6149429
    Onkel Toms Hütte, Berlin
    von Pierre Frei
    (9)
    Buch
    9,95
  • 32159921
    Blut für Blut / Ermittlerin Rebekka Holm Bd.2
    von Julie Hastrup
    (2)
    Buch
    9,99
  • 43693620
    Der Tod steckt im Detail / Paul Kalkbrenner Bd. 5
    von Martin Krist
    (3)
    Buch
    9,99
  • 13527325
    Dreck
    von Garry Disher
    (1)
    Buch
    13,80
  • 35468981
    Wut im Quadrat / Olivia Sassen Bd. 1
    von Alexander Emmerich
    (5)
    Buch
    12,95
  • 45331936
    Lunapark / Kommissar Gereon Rath Bd.6
    von Volker Kutscher
    Buch
    22,99

Kundenbewertungen


Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
7
11
2
1
0

Rasant und fesselnd
von c-bird am 25.08.2015

Ein erstklassiger Thriller, temporeich und super konstruiert! Eigentlich wollten Philip und Hannah gemeinsam mit ihrer Tochter Millie ein schönes Wochenende verbringen. Doch dann kommt alles ganz anders. Ein geheimnisvoller Fremder nimmt Hannah und Millie gefangen und Philip ist urplötzlich verschwunden. Zeitgleich hat Toni jede Menge Probleme an der Backe: die Freundin... Ein erstklassiger Thriller, temporeich und super konstruiert! Eigentlich wollten Philip und Hannah gemeinsam mit ihrer Tochter Millie ein schönes Wochenende verbringen. Doch dann kommt alles ganz anders. Ein geheimnisvoller Fremder nimmt Hannah und Millie gefangen und Philip ist urplötzlich verschwunden. Zeitgleich hat Toni jede Menge Probleme an der Backe: die Freundin schwanger, dazu kommen noch Geld- und Drogenprobleme. Und dann ist da noch David. Der ehemalige Polizist arbeitet als privater Ermittler und erledigt so manchen Freundschaftsdienst. Die Tochter eines angesehenen Ehepaares ist verschwunden und David soll sie wieder aufspüren. Drei Handlungsstränge mit vollkommen verschiedenen Personen und Inhalten, die scheinbar überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Man bekommt es von Beginn an gleich mit einer verwirrend großen Menge an Figuren zu tun, daher empfand ich das Personenregister am Anfang als äußerst hilfreich. Sehr geschickt beginnt der Autor erst ab der Mitte des Buches die einzelnen Stränge miteinander zu verknüpfen. Der ständiger Wechsel zwischen den einzelnen Erzählsträngen macht das Buch super spannend, da man unbedingt wissen will wie es weitergeht. Doch worum geht es bei Drecksspiel eigentlich? Mord, Folter, Prostitution, Drogen – die dunklen Seiten Berlins werden hier ans Licht gezerrt. Herausgekommen ist eine fantastisch gut konstruierte Geschichte, die absolut nicht vorhersehbar ist. Dazu noch schön kurze Kapitel und eine einfach gehaltenen Sprache, die das Buch zu einem regelrechten Pageturner machen. Das Ende schreit geradezu nach einer Fortsetzung auf die ich mich schon sehr freue.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Problemlöser
von einer Kundin/einem Kunden am 08.12.2013

Drecksspiel von Martin Krist besteht aus 3 Handlungssträngen die nebeneinher laufen. Zuerst ein Einblick in ,,Heute Morgen'', Caro wird gefangen gehalten, Ilanka wird vor ihr ermordet und nur weil jemand auf der Suche nach Markus ist, den Caro gar nicht einmal kennt. Dann geht es weiter und die Geschichte... Drecksspiel von Martin Krist besteht aus 3 Handlungssträngen die nebeneinher laufen. Zuerst ein Einblick in ,,Heute Morgen'', Caro wird gefangen gehalten, Ilanka wird vor ihr ermordet und nur weil jemand auf der Suche nach Markus ist, den Caro gar nicht einmal kennt. Dann geht es weiter und die Geschichte beginnt mit ,,Vorgestern Abend''. Die Hauptprotagonisten sind: 1. der korrupte Polizist Toni, dessen Verhältnis, die Prostituierte Leyla brutal ermordet wird. 2. Familie Nedel die zu einem Wochenendausflug fährt, der sich als Höllentrip erweist und 3. David, welcher nicht sein richtiger Name ist, der Ex-Polizist, etwas verbirgt und im Auftrag seines guten Freundes Richard ein entführtes Mädchen aus gutem Hause sucht. Zwischendurch lernen wir noch eine Menge anderer Personen kennen. Dadurch etwas verworren, aber man bekommt sie nach ein paar Kapiteln gut auf die Reihe, auch Dank des Personenregisters am Anfang. Die Kapitel der einzelnen Handlungsstränge sind kurz und überschaubar. Die schnellen Wechsel, die kurzen Abschnitte erhöhen die Spannung und man möchte wissen wie es am anderen Schauplatz weitergeht. Zu Beginn ist kein zusammen gehören erkennbar, aber allmählich fängt sich das ein oder andere an zu kreuzen. Es lässt sich langsam ein Bild erkennen, aber den tatsächlichen Sinn dahinter nicht. Der rote Faden ist ersichtlich. Es läuft immer wieder alles auf Miguel Dessantos hinaus dem ,,Paten von Berlin''. Spannung ist konstant da, man fiebert mit. Es ist beeindruckend wie der Autor es geschafft hat, das aus den Handlungssträngen einer wird. Nach all den Verwicklungen beginnt sich alles wie natürlich aufzulösen und fügt sich zusammen. Ich finde den Thriller gut geschrieben und durchdacht. Die Idee ist gut und toll umgesetzt. Es wurde fesselnd und mit hohem Tempo geschrieben. Die Geschichte ist mit diesem Buch keineswegs abgeschlossen. Es bleiben offene Fragen am Ende, wie was hat David zu verbergen und wie geht es mit seiner Familie weiter. Ich warte auf die Fortsetzung - ich finde ein gelungenes Buch!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Hochspannung pur
von Christina Fischer aus Bremen am 12.11.2013

Klappentext: "Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und … sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist... Klappentext: "Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und … sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! – Hannahs Tochter schläft im Zimmer nebenan." Inhalt: Die Geschichte um Hannah und ihren Mann Philip ist nur eine von insgesamt sechs -vermeindlich- unterschiedlichen Handlungssträngen, unter anderem Mord im Rotlichtmileue, eine vermisste Tochter aus reichem Hause, zwei kleinkriminelle Jugendliche, David Gross' Observierung. Zuerst hatte ich ein wenig Angst, dass die vielen Erzählstränge ein unübersichtliches Wirrwarr werden könnten, jedoch trat die Befürchtung nicht ein. Zum Einen lag das am Personenverzeichnis, dass am Anfang des Buches zu finden ist. Dieses könnte zwar für einige Personen ein wenig ausführlicher sein (wenn hier steht "Milan ist verschwunden" sagt das ja nicht unbedingt etwas aus, welcher Personenkonstallation Milan zuzuordnen ist), aber es war schon hilfreich, hier ab und zu mal nachgucken zu können, wer wer ist. Ein solches Verzeichnis ist ja auch kein Muss, sondern ist ein kleiner "Extraservice" des Autors. Der zweite Grund, dass alles recht übersichtlich blieb war die Länge (bzw. Kürze) der einzelnen Abschnitte. Das zieht sich über das ganze Buch hinweg, dass kein Abschnitt eines Erzählstranges länger als über 2 Seiten ging. Dadurch wurde eine Spannung aufgebaut, wie ich es selten bei einem Thriller erlebt habe. Nahezu jeder Abschnitt endet mit einem Cliffhanger der es unmöglich macht, das Buch aus den Händen zu legen. Teilweise war die Spannung so hoch, dass ich am liebsten gleich weitergeblättert hätte um zu erfahren, wie es weitergeht. Ich bin kein Freund des Wortes "Pageturner", aber "Drecksspiel" ist so ein Pageturner. Auf geschickte Weise liefen die einzelnen unabhängigen Erzählstränge im weiteren Verlauf des Buches immer mehr zueinander. Dabei waren die Verbindungen zu keiner Zeit vorhersehbar. Das offene Ende lässt Platz für eigene Interpretationen oder noch besser: Es lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Autor: Martin Krist ist das Pseudonym von Marcel Feige, einem 1971 geborenen Schriftsteller, der in Berlin lebt. Ich kannte ihn davor nicht und bin durch einen Buchblog auf ihn und seinen Thriller aufmerksam geworden. Dafür bin ich dankbar, denn der Autor steht nun auf meiner "unbedingt-lesen-Liste". Im Ullstein Verlag sind von ihm außerdem erhältlich: - Die Mädchenwiese - Wut - Gier - Trieb Fazit: Unbedingt lesen, wenn man auf Thriller steht

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
„Flieg, flieg, fahr aus der Haut“
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 05.11.2013

Der Klappentext gibt nicht viel her und das ist auch gut so. Denn so kann ich mich ganz unvoreingenommen auf das Abenteuer Drecksspiel einlassen. Es geht heftig los. Das erste Kapitel ist mit „Heute Morgen“ betitelt, im Präsens verfasst und erwischt mich eiskalt. Dann gibt es einen Zeitsprung zu... Der Klappentext gibt nicht viel her und das ist auch gut so. Denn so kann ich mich ganz unvoreingenommen auf das Abenteuer Drecksspiel einlassen. Es geht heftig los. Das erste Kapitel ist mit „Heute Morgen“ betitelt, im Präsens verfasst und erwischt mich eiskalt. Dann gibt es einen Zeitsprung zu „Vorgestern Abend“ und Martin Krist eröffnet so viele kurze Stränge, dass mir fast schwindelig wurde. Ich liebe es, wenn ich als Leser mitdenken muss und dieses Buch erfordert meine gesamte Aufmerksamkeit. Ich konnte nicht mal ein paar Seiten nebenbei lesen. Hier ist kein Wort zu viel, aber auch keins zu wenig. Die einzelnen Abschnitte sind so kurz, dass ich mich nicht ausruhen konnte. Die schnellen Szenenwechsel und die neugierig machenden Cliffhanger erzeugten eine fast unerträgliche Spannung. Obwohl fast alle Personen ziemlich amüsant im Personenregister vorgestellt wurden, erlebe ich so viele Überraschungen. Wieder ist Berlin der „Tatort“, wieder sind es die dunklen Ecken, in die mich Martin Krist führt. Denn dort sind seine Thriller zu Hause. Der Schreibstil ist klar, modern, gestochen scharf und sehr direkt. Die Dialoge sind sehr authentisch und glaubwürdig. Martin Krist spricht eine deutliche und harte Sprache und schafft damit von Anfang an die richtige Atmosphäre. Es passieren schlimme Dinge, es passieren dreckige Dinge. Für mich persönlich gibt es eine Grenze und diese Grenze überschreitet Martin Krist auch in diesem Thriller nicht. Und darüber bin ich sehr froh. Er hat es nicht nötig, Spannung durch blutige Szenen zu erzeugen. Das kann er viel besser und das kann er sehr perfekt! Und es wäre kein Buch von Martin Krist, wenn es mich nicht auch wieder sprachlich begeistert hätte. Wieder einmal hat er Stilmittel eingesetzt, die das Buch zu einem sprachlichen Genuss machen. Er lässt Handlungen überlappen, er erzählt aus verschiedenen Perspektiven, er passt seine Sprache der jeweiligen Situation an und er bettet die Vergangenheit in die Gegenwart ein. Und das alles in einem Wahnsinnstempo. Als ich das Buch beendet habe, musste ich zunächst heftig schlucken. So emotional reagiere ich normalerweise nicht auf Thriller. Aber gerade durch die ungewöhnliche Art des Erzählens war vieles für mich so verdammt nah. Und das hat mich so bewegt … genau wie Davids Klingelton, den ich seitdem nicht mehr aus dem Kopf bekomme. Extrem anders, extrem rasant und extrem überraschend … Martin Krist hat sich mit seinem ungewöhnlichen Thriller selbst übertroffen … und mich mal wieder absolut überzeugt!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Grandioses Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus Lutherstadt Wittenberg am 03.11.2013

Vorab - Viele andere Rezensenten haben sich bereits sehr ausführlich zu Inhalt und Autor geäußert. Hier mein Fazit: Mit "Drecksspiel" ist Martin Krist ein fulminanter, hochintelligenter und extrem spannender Thriller gelungen - einer der besten, die ich je gelesen habe. Der Leser wird sofort in eine dramatische und grauenvolle Szenerie entführt.Neugier... Vorab - Viele andere Rezensenten haben sich bereits sehr ausführlich zu Inhalt und Autor geäußert. Hier mein Fazit: Mit "Drecksspiel" ist Martin Krist ein fulminanter, hochintelligenter und extrem spannender Thriller gelungen - einer der besten, die ich je gelesen habe. Der Leser wird sofort in eine dramatische und grauenvolle Szenerie entführt.Neugier und Spannung sind geweckt! Krist führt nun in mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen durch seinen Roman. Anfangs scheinen diese zusammenhanglos. Später werden sie sehr klug, actionreich und unerwartet miteinander vom Autor verwoben. Dieser zeigt in "Drecksspiel" ein anderes Berlin, als Touristen und Bürger dieser Stadt es vielleicht kennen. Hart, kriminell, vulgär. Martin Krist bevorzugt kurze Sätze sowie temporeiche Szenenwechsel. Genau das ist in diesem Roman das Salz in der Suppe!! Rasant baut sich so eine wunderbare Spannung auf, die dieses Buch zum Weltklasse - Pageturner macht!!I ch freue mich bereits jetzt auf weitere Teile der "David Gross" -Serie!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Schmutzige Geschäfte
von Sabine Stauffer am 01.11.2013

Zum Glück gibt der Autor gleich zu Beginn des Buches eine Übersicht der involvierten Personen preis, denn mehrere dramatische Ereignisse am Anfang des Berliner Thrillers lassen mich rätseln, wie die verschiedenen Situationen wohl zusammenhängen könnten. Zuerst sieht Caro der sterbenden Ilonka in die Augen. Verwirrt und zu Tode verängstigt... Zum Glück gibt der Autor gleich zu Beginn des Buches eine Übersicht der involvierten Personen preis, denn mehrere dramatische Ereignisse am Anfang des Berliner Thrillers lassen mich rätseln, wie die verschiedenen Situationen wohl zusammenhängen könnten. Zuerst sieht Caro der sterbenden Ilonka in die Augen. Verwirrt und zu Tode verängstigt werden ihr Fragen zu einer Person gestellt, die sie vom Namen her gar nicht kennt. Auch der Polizist Toni steckt tief im Schlamassel. Seine Freundin, eine junge Prostituierte ist schwanger und Geldeintreiber sitzen ihm im Nacken. Darüber hinaus macht er zwielichte Geschäfte und kokst sehr gerne obwohl er selber beim Morddezernat arbeitet. Auch Hannah hat schwere Zeiten vor sich. Bei einem Wochenendausflug mit ihrem Mann und dem Baby verschwindet er plötzlich während sie und das Baby von einem Psychopathen gefangen genommen werden. David Gross, Expolizist und stark vom Leben gezeichnet, arbeitet als "Problemlöser" und sucht nicht nur einen gewissen Milan, sondern auch eine Teenagerin die entführt worden ist. Der Autor Martin Krist schreibt ständig aus wechselnden Sichten und bringt Kapitel für Kapitel langsam Licht ins Dunkle. Es entpuppt sich ein schmutziges Spiel das am Schluss die Geschichten miteinander verbindet und spätestens bei der letzten Buchseite ist klar…es wird, nein, es MUSS eine Fortsetzung geben denn das Drecksspiel ist noch nicht vorbei.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein Krist wie er im Buche steht
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 13.10.2013

Hannah ist außer sich vor Freude. Obwohl es finanziell gerade nicht besonders gut aussieht, lädt ihr Mann sie spontan zu einem Kurzurlaub ein. Der erste Familienurlaub, denn seit 5 Monaten sind sie und ihr Mann Philip Eltern der kleinen Millie und das schönste ist, sie wollen in die Waldhütte... Hannah ist außer sich vor Freude. Obwohl es finanziell gerade nicht besonders gut aussieht, lädt ihr Mann sie spontan zu einem Kurzurlaub ein. Der erste Familienurlaub, denn seit 5 Monaten sind sie und ihr Mann Philip Eltern der kleinen Millie und das schönste ist, sie wollen in die Waldhütte fahren, wo sie und Philip damals ihren ersten gemeinsamen Urlaub verbrachten und seither jeden Hochzeitstag. Als sie sich jedoch abends mit ihrem Mann ein paar schöne Stunden verbringen will, betritt ein Unbekannter die Unterkunft, mit Blut an seinen Handschuhen und nimmt Hannah (und unwissentlich Millie) als Geisel. Von Philip fehlt jede Spur ... Derweil hat Polizist Toni Risse in Berlin ernstzunehmende Probleme: Schulden beim Gangster-Boss Miguel Dossantos, der ernsthaft die Rückzahlung des Geldes fordert und die Nachricht, dass seine Freundin schwanger ist, von ihr geplant, für ihn völlig überraschend. Nach einem Streit verlässt er sie und kehrt nur wenig später mit seinem Kollegen zurück, denn: Leyla, die als Prostituierte arbeitete, wurde auf bestialische Weise ermordet und Toni weiß: Es sieht für ihn alles andere als gut aus, denn selbstverständlich hat er bei seinem vorherigen Besuch überall Fingerabdrücke und DNA-Spuren hinterlassen. Zusammen mit seinem Kollegen Frank Theis übernimmt er die Ermittlungen ... Ex-Polizist David Gross ist ein Mann für gewisse Fälle. Von seinem besten Freund und Anwalt Richard Grabner wird er auf den Entführungsfall Shirin Rosenfeldt angesetzt. Das 16-jährige Mädchen wurde vor zwei Tagen entführt und trotz Zahlung eines Lösegeldes ist sie nicht wieder aufgetaucht. Was anfänglich wie ein Routinefall aussieht, entwickelt sich zu einer Odysee. Was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnt, es gibt eine Verbindung zu ihnen allen: Gangster-Boss Miguel Dossantos ... Ein Krist wie er im Buche steht! Der Plot wurde ausgesprochen spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Hier hat mir ganz besonders gut gefallen, dass die jeweiligen Handlungsstränge immer aus Sicht einer Person erzählt wurden. Anfangs hatte ich das Gefühl, dass es sich um unabhängige, aber parallel laufende Handlungsstränge handelte, aber nach und nach kristallisierte sich heraus, wie alles zusammen hängt und ich war schon gespannt, wie sich das ganze auslösen würde. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei ich hier mein Herz eindeutig an David Gross verloren habe. Diese weist in meinen Augen einfach genau dir richtige Portion Ecken und Kanten auf, um nicht nur als Romanfigur, sondern auch als Mensch zu überzeugen. Wobei ich jedoch auch zugeben muss, dass auch die Figur des Toni Rossi wahnsinnig gut konzipiert wurde und ganz ehrlich, ich fand es mitunter durchaus richtig gut, wenn ihm der Arsch auf Grundeis ging. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd und realistisch, sodass ich das Gefühl hatte, bei bestimmten Szenen müsste ich den Blick abwenden, um bestimmte Dinge einfach nicht sehen zu müssen, was jedoch leider nicht möglich war, sonst hätte ich das Buch nicht weiter lesen können. Auf jeden Fall freue ich mich bereits jetzt auf weitere Werke des Autoren und ich hege ja die Hoffnung, dass mir Davis Gross nochmals über den Weg laufen wird.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Spannendes Wirrwarr
von kessi am 02.06.2016

Das Buch ist in verschiedenen Erzählsträngen aufgebaut. Ich persönlich mag es, wenn ein Buch so aufgebaut ist. Zu Beginn viel es mir etwas schwer allem zu folgen, aber das hielt nicht lange an. Denn durch den Schreibstil, der einen guten Spannungsbogen geboten hat, fügte sich nach und nach alles... Das Buch ist in verschiedenen Erzählsträngen aufgebaut. Ich persönlich mag es, wenn ein Buch so aufgebaut ist. Zu Beginn viel es mir etwas schwer allem zu folgen, aber das hielt nicht lange an. Denn durch den Schreibstil, der einen guten Spannungsbogen geboten hat, fügte sich nach und nach alles zusammen. Diese Erdzählart ermöglicht es dem Leser selber seine Thesen und Spekulationen auszuleben. Manches mal lag ich sogar richtig mit meinen Vermutungen. Ich kann jetzt gar nicht sagen, das ich eine bestimmte Charaktere für mich besonders interessant fand. Alle hatte auf ihre Art etwas für sich. Das ist es ja, was es ausmacht, wenn in verschiedenen Erzählsträngen geschrieben wird. Eigentlich sah es so aus, als würde für Philip und seine Frau ein schönes Wochenende auf sie warten. Doch dann kam alles anders. Denn mit einem mal kam Philip nicht wieder er war einfach verschwunden. Nur Hannah und ihre Tochter waren allein zu Hause und dann zum Schrecken von Hannah einen Psychopathen ausgesetzt.Was soll oder kann Hannah tun um ihre Tochter zu beschützen?

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Dreckiges Spiel vieler Leute
von AKRD am 25.01.2016

Caro muss mitansehen, wie Ilanka ermordet wird, weil sie nicht preisgeben will, wo sich ein gewisser Markus versteckt. Auch Caro wird diese Frage gestellt, doch sie kann sie nicht beantworten. Oder will sie es nicht und spielt hier nur die Unwissende ? Philips Graphikstudio ist pleite und er reist überstürzt... Caro muss mitansehen, wie Ilanka ermordet wird, weil sie nicht preisgeben will, wo sich ein gewisser Markus versteckt. Auch Caro wird diese Frage gestellt, doch sie kann sie nicht beantworten. Oder will sie es nicht und spielt hier nur die Unwissende ? Philips Graphikstudio ist pleite und er reist überstürzt mit Frau Hannah, Baby Millie und Hund Bootsmann ab. Was ist passiert, dass diese Flucht nötig gemacht hat ? Toni, 2x geschieden und drei Kinder, vergnügt sich oft mit Leyla, einer 19-jährigen Prostituierten, die ihm dann mitteilt, sie sei schwanger von ihm. Zudem scheint er ernsthafte Probleme zu haben, die dunkle Gestalten veranlassen, ihn zu beobachten. Hat er Schulden ? Oder etwas mitangesehen, das er nicht hätte sehen sollen ? David Gross observiert einen Mann und dringt in seine Wohnung ein. Viele Personen und erstmal kein Zusammenhang ersichtlich. Sowas verwirrt mich immer ein Stück weit, so dass ich solche Bücher eigentlich immer recht schnell wieder abbreche, aber Martin Kristen hat eine Art an sich, die mich dann doch zum Weiterlesen veranlasst hat. Alle haben irgendwie etwas zu verbergen und der Autor fügt ihre Geschichten spannend zu einer großen zusammen. Das geschieht zwar nicht unter rasender, nervenzerfetzender Spannung, ist aber dennoch fesselnd geschrieben, jedenfalls für mich. Ich brauche nicht immer unbedingt den „Nägelkau-Faktor“, solange das Buch mich ansonsten recht gut fesselt und das war hier durchaus der Fall. Dafür gibt es von mir vier Sterne.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Berlin brutal, dreckig und hart
von simi159 am 19.01.2015

Drei Schauplätze, dreimal Berlin.... Hannah wird von ihrem Mann mit einem Wochenende in einer Hütte überrascht. Sie freut sich auf ein paar ruhige Tage mit Philip und ihrer kleinen Tochter. Doch kaum dort angekommen, werden sie überfallen, Hannah an einen Stuhl gefesselt und ihr Mann ist verschwunden. Leyla, eine junge Prostituierte,... Drei Schauplätze, dreimal Berlin.... Hannah wird von ihrem Mann mit einem Wochenende in einer Hütte überrascht. Sie freut sich auf ein paar ruhige Tage mit Philip und ihrer kleinen Tochter. Doch kaum dort angekommen, werden sie überfallen, Hannah an einen Stuhl gefesselt und ihr Mann ist verschwunden. Leyla, eine junge Prostituierte, die schwanger von einem speziellen Freier ist, wird brutal ermordet. Shirin, Tochter aus gutem Hause, wurde entführt, ein hohes Lösegeld bezahlt und bleibt doch weiterhin verschwunden. David Gross, Detektiv, soll Shirin finden und beginnt mit seiner Suche in Berlin. Gleichzeitig ermittelt der Polizist Toni, der spezielle Freier, in dem Mord an Leyla, wohlwissend nicht ganz unschuldig zu sein.... Wie hängen die Fälle zusammen? Wo ist Shirin? Und wird es Hannah gelingen ihre Tochter zu retten? Fazit: Dieser Thriller ist wie ein riesiges Puzzle, bei dem am Anfang nur der Rand vorhanden ist und das Gesamtbild und seine Zusammenhänge sich erst Teil für Teil erschließen. Denn Berlin ist nicht nur sauber, rein und schön, Nein dort gibt es jede Menge Dreck.... Gewalt, Drogen, Lügen, Korruption und Verrat. Das alles erzählt Martin Krist, rasant, direkt und schonungslos. Die Handlungen laufen so schnell, dass einem manchmal der Atem stockt und man denkt es geht nicht mehr und dann setzt Krist noch eine oben drauf. Man fühlt sich als Leser wie in einem sehr schnell geschnittenen, brutalen Actionfilm. Dreckspiel ist brutal, doch wenn man sich darauf einlässt mit man mit einer tollen und sehr komplexen Story belohnt in der es vor allem um Macht, Geld und Sex geht. Man sollte also nicht zu zart besaitet sein. Alle Charaktere sind sehr gut beschrieben und abwechslungsreich. Manche stechen mehr hervor, andere bleiben etwas farblos im Hintergrund. Durch die schnelle Handlung, sprich viele Wechseln in den Erzählsträngen, entsteht ein richtiger Sog von Spannung, der einen durch das Buch fliegen lässt. Bis zum überraschenden Ende. Von mir gibt es dafür 4 STERNE

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein dreckiges, brutales Spiel, das Leben heißt
von Sabine Kettschau aus Duisburg am 23.11.2014

Inhalt: Gerade noch war Hannah gedanklich auf einer Fahrt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter zu einem Urlaub, zur Entspannung, einmal alles hinter sich lassen… Und im nächsten Moment entwickelt sich alles zu einem wahren Alptraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint und einzig die Frage nach... Inhalt: Gerade noch war Hannah gedanklich auf einer Fahrt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter zu einem Urlaub, zur Entspannung, einmal alles hinter sich lassen… Und im nächsten Moment entwickelt sich alles zu einem wahren Alptraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint und einzig die Frage nach dem Warum und die unbändige Angst um ihr Kind treiben Hannah noch um. Doch wehren kann sie sich nicht, sie ist dem grausamen Entführer willenlos ausgeliefert und dieser nutzt ihre kleine Tochter, um Hannah zu benutzen. David Gross ist ein Dedektiv, auch wenn noch sehr viel seines ursprünglichen, alten Polizistendasein in ihm schlummert, er muss sich zurücknehmen, nutzt aber seine Instinkte, um seine Aufträge zu erfüllen. Manchmal nah am Rande der Legalität, manchmal überschreitet er auch Grenzen. Berlin ist ein Sündenpfuhl. Berlin zieht Menschen an, die unter „Leben“ manchmal etwas anderes verstehen, als der gutbürgerliche Rest. Und so verknüpfen sich Schicksale miteinander und werden zu einem dreckigen, brutalen Strudel aus Gewalt, Drogen, Korruption, Lügen und Verrat. Und David Gross steht mittendrin und hat die Witterung aufgenommen… Meine Meinung: Ein dreckiges, brutales Spiel, das Leben heißt Und wieder rief Claudia von Claudias Bücherregal auf, man könne eine Gastrezension für sie verfassen und ich konnte nicht widerstehen! „Drecksspiel“ stand schon lange auf meiner Wunschliste, ich mag den Autor und seine Art zu schreiben sehr, ich lasse mich gerne schocken, ich mag Berlin-Bücher, also habe ich mich gemeldet und sehr über das Buch im Briefkasten gefreut! Vielen Dank an dieser Stelle schon einmal! Als ich das Buch aufschlug, sah ich zunächst eine Aufstellung der „wichtigsten“ Figuren im Buch. Oh je… es waren etliche… da bekam ich ein bisschen Angst, ob ich da noch durchsteigen würde, wenn ich lese. Also ließ ich die Liste erst mal links liegen. Das war auch glaube ich nicht schlecht! Ich blätterte dann lieber während des Lesens, wenn eine neue Figur auf der Bildfläche erschien, wieder zurück und sah mir dann erst an, welche Rolle sie spielt, oder welchen Hintergrund, welche Verbindung sie hat. Das klappte dann auch recht gut! Wobei man schon sagen muss, das der gute Martin Krist da einen Haufen Figuren erdacht hat, die sich gegenseitig das Leben in Berlin schwer machen. Die sich meucheln, betrügen, beklauen, übelst beschimpfen, verprügeln, foltern…alles was Gott verboten hat! Und mittendrin ein Polizist, dem man eigentlich unterm Strich nur Machtmissbrauch und massive Selbstüberschätzung unterstellen kann, Kleinstganoven, die unter dem gleichen Problem leiden und eine entführte Ehefrau mit einem Baby, der es ans Leben geht und die sich erst mal keinen Reim darauf machen kann, warum ihr Mann sie nicht endlich rettet. Tja… der treu sorgende Ehemann… Ob er wirklich SO unbedingt treu sorgend ist, das lassen wir jetzt mal so im Raume stehen. Auf jeden Fall sollte man, wenn man zu dem „Drecksspiel“ greift, sich den Titel gleich mal ganz genau angucken. Er spricht nämlich für eine harte Gossensprache, die sich wie ein roter Faden durchs ganze Buch zieht. Sowas muss man „ab“ können, ertragen können, ohne angewidert das Gesicht zu verziehen. Ansonsten kann ich nur abraten, lasst es lieber. Es muss so sein, um das brutale in der ganzen, unglaublich komplexen Story, wirklich zu verdeutlichen. Ich konnte es gut vertragen, ließ mich mitreißen in diesen Strudel aus Gewalt, Missachtung, Respektlosigkeit und Machtspielchen. Und immer wieder stand die Gier nach Geld und Vormachtsstellungen im Vordergrund. Furchtbar, wenn man sich mal vor Augen führt, dass es zwar hier eine fiktive Story ist, aber ich bin davon überzeugt, dass es ähnlich tagtäglich auf den Straßen so zugeht, oder in diversen Etablissements… Da schüttelts einen! Nun, daran kann man erkennen, dass der Autor den Leser erreichen kann, einen Thrill auslöst, wenn man sich drauf einlässt und sich nicht verläuft, in den Straßen von Berlin! Fazit: Der Titel spricht für sich, es geht dreckig zu in diesem Spiel, brutal, nicht für jedermann oder –frau geeignet, man sollte schon ein dickes Fell haben und eine sehr deftige Ausdrucksweise ertragen können. Dann allerdings hat man einen intelligenten Thriller in Händen, der einen dazu zwingt, sich selbst eine Theorie zurechtzulegen und den guten David Gross bei seiner Ermittlung am liebsten zu unterstützen! Da es allerdings doch sehr sehr viele Figuren gibt, wo es ein paar weniger doch auch getan hätten und es leider mal wieder Berlin ist, welches als Schauplatz für wirklich schreckliche Szenen ausgewählt wurde, gibt’s ein Nilpferd Abzug, aber nichts desto trotz eine Empfehlung für Krist-Fans (oder Feige-Fans *schmunzel*), oder solche, die sich von anderen begeisterten Lesern mitreißen lassen möchten! Bewertung: 4 von 5 Nilpferden Danke an Claudias Bücherregal und die Ullstein-Verlage für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
das war erst der Anfang
von coffee2go am 24.06.2014

Kurze Inhaltszusammenfassung: Der Thriller „Drecksspiel“ von Martin Krist handelt in unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen: Einerseits ist hier der nicht ganz korrekte Polizeikommissar Toni, der mit der Prostituierten Leyla eine Beziehung hat. Leyla ist sogar schwanger von ihm und wird brutal ermordet, was ihn natürlich mehr als verdächtig macht. Zusätzlich ist David,... Kurze Inhaltszusammenfassung: Der Thriller „Drecksspiel“ von Martin Krist handelt in unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen: Einerseits ist hier der nicht ganz korrekte Polizeikommissar Toni, der mit der Prostituierten Leyla eine Beziehung hat. Leyla ist sogar schwanger von ihm und wird brutal ermordet, was ihn natürlich mehr als verdächtig macht. Zusätzlich ist David, ein privater Ermittler mit unklarer Vergangenheit im Spiel, der den Fall der vermissten Shirin aus reichem Hause aufzuklären versucht und dann selbst auch immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Gleichzeitig sind Hannah, Philip und Baby Millie auf einem äußerst missglückten Wochenendausflug. Und als Draufgabe mischen auch noch Drahtzieher aus dem Prostitutions- und Drogenmilieu sowie ein paar Jugendliche mit, sodass es ein recht komplexer Thriller mit vielen involvierten Personen und vielen Handlungssträngen geworden ist. Meine Meinung zum Buch: Der Autor hat zu Beginn des Buches eine zweiseitiges Personenregister vorangestellt, was mir zuerst nicht so gut gefallen hat, aber nachdem sehr viele unterschiedliche Personen in das Geschehen involviert waren, fand ich die Liste dann doch hilfreich zum Nachschlagen. Martin Krist startet sehr temporeich und führt mehrere Handlungsstränge ein, die sich dann immer mehr miteinander vermischen und zum Schluss wird klar, wie alles zusammenhängt. Außerdem startet der Autor im ersten Kapitel mit dem Schluss des Buches und rollt dann den Fall auf. Diese Variante hat mich auch sehr angesprochen. Die Hauptcharaktere dieses Buches waren allesamt nicht besonders sympathisch und es war auch relativ schwierig sich in die Personen hineinzuversetzen, da zusätzlich auch die Handlungsstränge relativ kurz waren und auch häufig wechselten. Einzig das Schicksal von Hannah, Philip und deren Baby Millie hätte noch mein Interesse geweckt, allerdings wurde ihre Geschichte dann im Laufe des Buches eher zu einem Nebenstrang, der meiner Meinung nach, aber noch viel Potenzial gehabt hätte um die Verbundenheit mit den LeserInnen mit den Charakteren zu intensivieren. Gewünscht hätte ich mir auch noch eine Auflösung der Geheimnisse rund um David oder Markus am Ende des Buches. Hier bleiben die LeserInnen mit einem vagen Gefühl zurück und werden im ungewissen gelassen, was mir persönlich nicht gefallen hat. Ich hatte das Gefühl, dass der Thriller nicht ganz rund und in sich abgeschlossen ist und dass dies vielleicht auch mit dem Hintergedanken des Autors auf einen Folgethriller passiert ist. Cover und Titel: Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut: Das Cover ist durch die kontrastreichen Farben sehr ansprechend und auch die Darstellung des Raumes wirkt – gleich wie der Titel auch - minimalistisch und unheilversprechend. Ein Buch, zu dem ich im Buchladen sofort greifen würde. Mein Fazit: Der Thriller „Drecksspiel“ war sehr temporeich und spannungsgeladen und hätte durch den nicht ganz aufgeklärten Schluss auf alle Fälle das Potenzial für einen Folgethriller.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Drecksspiel
von einer Kundin/einem Kunden am 29.11.2013

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, möchte aber auf zwei eher negative Punkte aufmerksam machen. Obwohl die einzelnen Handlungsstränge recht klar und packend beschrieben wurden, sind sie doch recht zahlreich. Man weiss einfach irgendwann nicht mehr so genau, wo man denn da gerade ist. Trotzdem mag man das... Mir hat das Buch sehr gut gefallen, möchte aber auf zwei eher negative Punkte aufmerksam machen. Obwohl die einzelnen Handlungsstränge recht klar und packend beschrieben wurden, sind sie doch recht zahlreich. Man weiss einfach irgendwann nicht mehr so genau, wo man denn da gerade ist. Trotzdem mag man das Buch nicht weglegen. es hält einen schon noch gefangen. Doch ein bisschen weniger, wäre hier durchaus mehr gewesen. Es ist also nicht so gut, wenn man mal das Buch für drei tage zur Seite legt. Dann findet man den Faden nicht mehr so schnell wieder. Liest man es aber recht flüssig durch, so bleibt man am Ball. Es ist nicht komplett verwirrend, doch muss man hier und da eben mitdenken. Das Andere betrifft das offene Ende. Hätte ich das vorher gewusst... Es ist eben nur eben so befriedigend. Man muss es sich selbst erdenken. Geschmackssache. Ansonsten finde ich die Schreibart wunderbar. Die Morde an den Frauen waren doch recht brutal ... vielleicht nicht für jeden Geschmack passend.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Nichst für Memmen!
von Tina Bauer aus Essingen am 29.11.2013

Martin Krist ist ein Meister der Verwirrung und er schafft es dennoch, dieses Knäuel an Irrungen und Wirrungen ganz fein bis zum Schluss aufzulösen. Spannend fängt er gleich mit mehreren Erzählsträngen an und alles endet am Schluss mit fast allen Akteuren gemeinsam. Als die reiche Shirin entführt wird, beauftragt... Martin Krist ist ein Meister der Verwirrung und er schafft es dennoch, dieses Knäuel an Irrungen und Wirrungen ganz fein bis zum Schluss aufzulösen. Spannend fängt er gleich mit mehreren Erzählsträngen an und alles endet am Schluss mit fast allen Akteuren gemeinsam. Als die reiche Shirin entführt wird, beauftragt der Anwalt der Familie David mit der Suche nach der jungen Frau. Doch David hat noch einen weiteren Fall, den er aber vorerst nicht lösen kann. Unverhofft kommt es zu Überschneidungen, und David weiß genau, dass das hier Böse enden wird. Denn Milan, der von David schon länger beobachtet und verfolgt wird hat Spaß am Ausweiden und Quälen von Menschen. Beginnend mit einer Prostituierten, die ausgerechnet von einem korrupten Polizisten schwanger ist, drängt die Zeit und Gewalt und Drogen überschlagen sich! Rasant und nichts für Memmen!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ungewöhnlich und sehr spannend
von Karlheinz aus Frankfurt am 28.11.2013

Klappentext: Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und … sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt,... Klappentext: Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und … sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! – Hannahs Tochter schläft im Zimmer nebenan. Seit der Expolizist David Gross vor Jahren untertauchen musste, arbeitet er als diskreter Problemlöser. Diesmal ist es ein grauenvoller Entführungsfall ... Der Klappentext wird der Handlung nur bedingt gerecht, denn es sind drei verschiedene Handlungsstränge, wobei hier nur zwei im Klappentext dargestellt sind. Diese vielen Handlungsstränge sind nicht nur ungewöhnlich, sondern am Anfang des Buches auch total unabhängig und es sieht nicht so aus, als würden sie am Ende noch eine Verknüpfung finden. Im Laufe des Buches nähern sich die Handlungsstränge immer weiter an, aber mehr möchte ich nicht verraten. Zum leichteren zurechtfinden am Anfang hat der Autor sich einen Personenregister bedient, das nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Die Handlungsstränge werden immer nur kurz angeschnitten, so dass es sehr abwechslungsreich ist und eine dynamische Handlung ergibt. Der Schreibstil ist passend dazu und vermittelt eine positive hektische Spannung, die einen mitreißt. Manchmal neigt unser Autor allerdings dazu es ein wenig zu übertreiben. Es ist unmöglich das Buch aus der Hand zu legen, so hoch ist die Spannung. Die Charaktere sind alle ungewöhnlich, was zum Gesamtkontext passt. Sie sind alle gut und anschaulich beschrieben, wenn mir persönlich die derben Worte mancher Protagonisten zu hart sind. Fazit: Wirklich ein toller Lesegenuß, einzig die manchmal harte und derbe Sprache hat mir nicht gefallen, aber das ist Geschmackssache.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Drogen, Mord, Beschattung und Prostitution
von kissing_rose am 03.11.2013

Toni nimmt Drogen, hat Schulden und eine Prostituierte geschwängert. Außerdem wollen ihm diverse Leute an den Kragen. Eines seiner Probleme erledigt sich schneller als gewollt – und führt dabei zu neuen. David observiert bereits seit mehreren Tagen ein Haus, in das er schließlich eindringt und selbst überrascht wird. Hannah... Toni nimmt Drogen, hat Schulden und eine Prostituierte geschwängert. Außerdem wollen ihm diverse Leute an den Kragen. Eines seiner Probleme erledigt sich schneller als gewollt – und führt dabei zu neuen. David observiert bereits seit mehreren Tagen ein Haus, in das er schließlich eindringt und selbst überrascht wird. Hannah und Philip wollen mit ihrem Baby „einfach mal abtauchen“. Das wird Hannah jedoch zum Verhängnis… Der Thriller wartet gleich mit mehreren Handlungssträngen auf. Es geht um Mord, Drogen, Prostitution und Beschattung. Dennoch schafft es der Autor, diese Handlungsstränge geordnet und übersichtlich zu präsentieren, sodass das Verständnis nicht darunter leidet. Natürlich gehen mit den verschiedenen Handlungen auch verschiedene Charaktere einher. Jede Figur erhält immer wieder kurze Abschnitte. Die Stränge kreuzen sich hin und wieder, führen aber erst im Verlauf des Thrillers gänzlich zueinander. Nach und nach schaffen es die Figuren und somit auch der Leser Zusammenhänge zu erkennen. Das, was man anfangs noch für fast unmöglich hält, schafft der Autor doch auf eine logische Art und Weise zusammenzuführen. Dabei ist die Story stets spannend, wenn auch eher wie ein etwas blutigerer Krimi angelegt als ein wirklicher Thriller. Dennoch tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Gerade dadurch, dass die Zusammenhänge erst mit der Zeit sichtbar werden, bleibt der Leser auf den Fortlauf neugierig. Ist ein Charakter-Abschnitt im Kapitel beendet, ist man schon auf den nächsten gespannt. Die Handlung ist also nicht wie bei manch anderem Krimi/Thriller vorhersehbar, nein, man wird immer wieder überrascht. Dabei sind auch die Charaktere gut ausgearbeitet und manche mehr, andere weniger sympathisch. Aber gerade das macht eine gute Story aus – dass ein Hauptcharakter auch mal unsympathisch sein kann und man trotzdem auf irgendeine Weise mit ihm mitfiebert. Gelingt einem Autor das, kann dies wohl nur für den Thriller sprechen. Nicht nur die Perspektive von den polizeilichen Ermittlern wird dargestellt, auch die eines privaten Ermittlers und eines Opfers. Daneben gibt es immer wieder mal Nebenhandlungen von Involvierten und Tätern. Da die Spannung hier bis zum Ende aufrechterhalten bleibt und die Charaktere scharf gezeichnet sind, ist der Thriller lesens- und daher empfehlenswert. Es ist eine gelungene Mischung aus Ermittlung, menschlichem Scheitern und Versagen, aber auch Angst, Blut, Gelingen und Gerechtigkeit. Der Thriller macht seinem Namen alle Ehre: Es geht in der Tat dreckig zu.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Gnadenloses aus der Hauptstad
von Silke Schröder aus Hannover am 29.10.2013

In mehreren scheinbar unabhängigen Handlungssträngen erzählt Martin Krist seinen neuen Thriller ?Drecksspiel?. Und ein solches ist auch, auf das sich seine Protagonisten da einlassen. Denn immer klarer wird das rücksichtslose Verhalten der Figuren und der gewalttätige Zusammenhang, der die verschiedenen losen Fäden dieser Geschichten miteinander verbindet. Dabei taucht der... In mehreren scheinbar unabhängigen Handlungssträngen erzählt Martin Krist seinen neuen Thriller ?Drecksspiel?. Und ein solches ist auch, auf das sich seine Protagonisten da einlassen. Denn immer klarer wird das rücksichtslose Verhalten der Figuren und der gewalttätige Zusammenhang, der die verschiedenen losen Fäden dieser Geschichten miteinander verbindet. Dabei taucht der Autor in ein Berlin ein, dass so brutal wie gefährlich ist und fast jedem Großstadt-Klischee gerecht wird. So sind auch Krists Helden fast allesamt harte Knochen, die Familie oder Freunde achselzuckend auf der Strecke lassen, um ihr Ziel zu erreichen. Wer auf knallharte Thriller mit jede Menge Action und echten Kerlen steht, wird im ?Drecksspiel? also bestens bedient. Gnadenloses aus der Hauptstadt.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Spannend und gut geschrieben
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 28.10.2013

Am Anfang erhält man eine Personenliste, die eher verwirrt, als das sie hilft, da man zu Anfang noch keinen Bezug zu den Personen hat. Für einen Ebook-Leser gestaltet sich diese Personenbeschreibung schwer, wenn man im Laufe des Buches auf diese Seite immer zurückspringen möchte. Diese benötigt man aber nicht... Am Anfang erhält man eine Personenliste, die eher verwirrt, als das sie hilft, da man zu Anfang noch keinen Bezug zu den Personen hat. Für einen Ebook-Leser gestaltet sich diese Personenbeschreibung schwer, wenn man im Laufe des Buches auf diese Seite immer zurückspringen möchte. Diese benötigt man aber nicht zwingend, da die Personeninformationen, die dort drinstehen auch in den Kapiteln erwähnt werden. Es beginnt mit vier verschiedenen Geschichten, die eigentich nicht vermuten lassen, dass sie zusammen hängen. Zuerst beginnt es mit "Heute morgen" wo Caro mit anschauen muss, wie Ilanka vor ihren Augen getötet wird, da Caro nicht sagen kann, wo sich "Markus" befindet, weil sie ihn gar nicht kennt. Dann Szenenwechsel auf "Vorgestern abend". Da fahren Hannah und ihr Mann Philipp, die finanzielle Probleme haben, mit ihrer Tochter Millie kurzerhand übers Wochenende in den Urlaub, der allerdings zu einem Horror-Wochenende wird. Philipp ist plötzlich verschwunden und Hannah findet sich gefesselt an einem Stuhl wieder, Millie im Nebenzimmer. Toni, ein drogenabhängiger Polizist, hat ein Verhältnis mit der Prostituierten Leyla, die auch noch ein Kind ihm erwartet. Kurz nachdem er sie nach einem Streit verlässt, wird sie brutal ermordet. Ausgerechnet Toni wird zu diesem Mordfall an den Tatort gerufen. Wie kommt er aus dieser Situation heraus? David Gross, Ex-Polizist und nun Detektiv, observiert gerade die Wohnung eines Verbrechers, als er zusätzlich noch einen Vermisstenfall aufklären soll. Die Tochter einer bekannten Politikerin wurde entführt. Die einzelnen Geschichten werden geschickt nacheinander miteinander verwoben, so dass nach und nach die Zusammenhänge zwischen diesen unterschiedlichsten Geschichten und Personen zu erkennen sind. Diese Verflechtungen aufzulösen, sind dem Autor perfekt gelungen. Die Spannung wird bis zum letzten Kapitel vollkommen aufrecht erhalten, so dass das gesamte Buch fesselnd ist. Dass der drogenabhängige Polizist ständig "verfickte Scheiße" von sich gibt, ist etwas nervig. Ein paar davon hätte man sich sparen können, allerdings zeigt sich im Laufe der Geschichten der Wiedererkennungswert dieses Ausdruckes. Der Anfang und auch das Ende des Buches gehört eigentlich nicht wirklich zu diesem Buch, sondern zeigt nur auf, dass es hier wohl eine weitere Folge geben wird.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Foul Play
von P. rogue aus München am 27.02.2015

Crash! Boom! Bang! Ja, so könnte man das Buch ganz gut beschreiben. Es geht rasant los, nimmt Fahrt auf und düst dann auch mit Hochgeschwindigkeit von Anfang bis Ende durch. Nur selten bremst der Kristrapid mal ab und lässt Zeit zum Luftholen, und eigentlich ... eigentlich weiß ich gerade das... Crash! Boom! Bang! Ja, so könnte man das Buch ganz gut beschreiben. Es geht rasant los, nimmt Fahrt auf und düst dann auch mit Hochgeschwindigkeit von Anfang bis Ende durch. Nur selten bremst der Kristrapid mal ab und lässt Zeit zum Luftholen, und eigentlich ... eigentlich weiß ich gerade das sehr zu schätzen bei einem Thriller. So soll es sein, oder? Schlag auf Schlag irgendwelche Ereignisse. Als da wären: Die entführte minderjährige Tochter eines reichen Ehepaares. Die entführte Frau und deren Baby eines Yuppiegrafikers aus Berlin-Mitte. Eine tote Prostituierte. Ein korrupter Bulle. Ein Pate von Berlin. Dessen hohlköpfiger Neffe und noch schwachsinnigerer bester Freund. Zwei junge, pleite Männer, die dachten, das große Los gezogen zu haben. Ein psychopathischer Killer, der Spaß daran hat, Frauen auszuweiden. Ein Anwalt, der sich diskret um die Probleme der Reichen kümmert. Ein Problemlöser, der noch diskreter ist. Die beste Freundin eines entführten Mädchens, die prasslig dumm ist. Ein Selbstmord, der wahrscheinlich kein Selbstmord ist. Eine Frau, die für die Vergangenheit ihres Mannes büßen muss. Ein ... Ich könnte ewig so weitermachen und hätte wahrscheinlich noch immer nicht die Hälfte des Buches abgedeckt. Klingt anstrengend? Ist es eigentlich nicht. Weil alles zusammenhängt und man nach und nach den Schleier weggezogen bekommt. Was mich dabei stört, ist die Tatsache, dass der Schleier bewusst eingesetzt wird, um künstlich mehr Handlungsstränge zu schaffen, als eigentlich vorhanden sind. Dabei kann man dem Autor nicht mal vorwerfen, dass er es nicht versteht zu schreiben. Das tut er, das kann er. Aber durch die vielen, vielen kleinen Szenen schafft er nicht nur mehr Handlungsstränge als notwendig, er lässt den Leser auf der Strecke und seine Protagonisten oberflächig. Er kratzt oft am Klischee. Der unglaublich unsympathische, korrupte Bulle, der clevere Problemlöser mit dramatischer Vergangenheit, der psychopathische Killer ... Was kann ich noch sagen? Möglicherweise, dass ich mit falschen Vorstellungen an diesen Thriller herangegangen bin und dass diese enttäuscht worden sind. Möglicherweise, dass man schon vom Klappentext extrem getäuscht wird, der führt gewaltig in die Irre. Möglicherweise, dass man bewusst durch das Verschweigen vieler Tatsachen von vornherein und durch einen gehässigen Cliffhanger zum Schluss einfach unbefriedigt zurückgelassen wird. Und möglicherweise, dass man auch zu sehr auf Distanz zu den Protagonisten gehalten wird. Es gibt keinen, mit dem man wirklich mitfiebern kann oder möchte, keinen, der einfach mal so sympathisch ist, dass man an den Fingernägeln knabbert und sich denkt: Komm schon, komm schon, komm schon ... denn: Crash! Boom! Bang! Ende.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die dunkle Seite von Berlin
von Kerstin Thieme aus Zittau am 21.12.2013

Nimmt man den Klappentext des Buches, ist der Leser darauf vorbereitet, dass Hannah offensichtlich von einem Psychopathen gefangen gehalten wird und um ihre im Nebenzimmer schlafende kleine Tochter fürchtet. So weit, so spannend. Aber es gibt noch viel mehr, was Bestandteil dieses Romans ist. Die Tochter einer Politikerin wurde... Nimmt man den Klappentext des Buches, ist der Leser darauf vorbereitet, dass Hannah offensichtlich von einem Psychopathen gefangen gehalten wird und um ihre im Nebenzimmer schlafende kleine Tochter fürchtet. So weit, so spannend. Aber es gibt noch viel mehr, was Bestandteil dieses Romans ist. Die Tochter einer Politikerin wurde entführt, eine Prostituierte wird bestialisch ermordet, der „Pate“ von Berlin hat seine Finger im Spiel, ein korrupter Bulle versucht, seine Haut zu retten und all diese Handlungsstränge zu einem Ganzen zu vereinen, ist die Aufgabe von David Cross, einem Expolizisten, der als Problemlöser fungiert. Meine Meinung: Das vorangestellte Personenregister mit mehr oder eher weniger aussagekräftigen Charakterbeschreibungen lässt es bereits erahnen. Eine Vielzahl von Figuren hat der Autor hier aufgeboten. Genau das ist es auch, was mich von Beginn an bis ganz zum Schluss mitunter etwas überfordert hat. In nahezu rasendem Tempo jagt er den Leser von Szene zu Szene, Figur zu Figur, Setting zu Setting. Da man kaum irgendwo länger verweilt, stellt sich einfach keine Bindung zum Charakter ein und sein Schicksal ließ mich weitestgehend unberührt. Einzig Hannah bildete da eine Ausnahme. Zudem hatte ich große Probleme, den Polizisten Toni, der sich nicht wie einer benimmt, und den Ex-Polizisten David auseinanderzuhalten, die sich sehr ähnlich waren. Langeweile kommt selbstverständlich nicht auf und auch schreiben kann Martin Krist, das ist unbestritten. Man nimmt ihm auch ab, dass er weiß, wovon er schreibt. Nicht nur einmal hatte ich das Gefühl, dass ihm die Berliner Szene in Bezug auf Kriminalität, Drogenhandel und Prostitution durchaus nicht unbekannt ist. Natürlich bilden die vielen einzelnen Handlungsstränge am Ende ein Puzzle. Doch für meinen Geschmack musste man ein wenig zu lange auf die Auflösung warten. Zudem bleibt einiges offen und der gemeine Cliffhanger zum Schluss entspricht auch nicht wirklich meinem Geschmack. Martin Krist bietet mit „Drecksspiel“ recht spannende Unterhaltung, die sich durch hohes Tempo auszeichnet, aber mir persönlich lag sein vorher erschienener Roman „Die Mädchenwiese“ mehr.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0

Wird oft zusammen gekauft

Drecksspiel

Drecksspiel

von Martin Krist

(21)
Buch
9,99
+
=
Die Mädchenwiese

Die Mädchenwiese

von Martin Krist

(12)
Buch
9,99
+
=

für

19,98

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen