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Drive

(4)
Tagsüber arbeitet Driver (Ryan Gosling) als Stuntman für Hollywood. Reine Routine. Erst nachts erwacht der wortkarge Einzelgänger zu Leben, als Fahrer von Fluchtfahrzeugen bewaffneter Einbrüche. Keiner kann ihn schnappen, keiner kann ihm das Wasser reichen. Dann lernt der coole Driver seine neue Nachbarin Irene (Carey Mulligan) kennen - und verliebt sich in die alleinerziehende Mutter. Als Irenes Ehemann Standard (Oscar Isaac) aus dem Knast entlassen wird, lässt sich Driver zu einem vermeintlich todsicheren Ding überreden: Mit der erbeuteten Kohle will Standard seine Schulden abbezahlen und Irenes eine gesicherte Zukunft bieten. Doch alles geht schief. Die Jagd auf Driver und Irene ist eröffnet - wenn es ihm nicht sofort gelingt, den Spieß umzudrehen...
RezensionBild
Der digital gedrehte Film (hauptsächlich Arri Alexa) bietet auf Blu-ray einen weitgehend zufriedenstellenden Transfer (2,35:1; 1080p), hat aber Einbußen. Die Schärfe ist großartig und bietet detailreiche Einstellungen nicht nur im Nahbereich, sondern bis in weitwinkligere Shots hinein. Und das auch in weniger beleuchteten Szenen, von denen es sehr viele gibt. Das Bild überzeugt hier einfach rundum mit guten Werten. Der Kontrast ist dagegen zwiespältig. Auf den ersten Blick ist er gelungen, sorgt für eine stete Durchzeichnung und viele Details auch in der Dunkelheit. Der Schwarzwert ist dabei oft satt, aber eben nicht immer. Wenn man Vergleichsbildern trauen kann, dann wurde aber etwas an der Helligkeit für die deutsche BD herumgespielt. Der Film erscheint nun heller als die US-Disc, was in einigen Szenen Auswirkungen auf den Kontrast und seinen Schwarzwert hat, der hier trüber und mehr grau erscheint. Man sieht nun mehr Details in den dunklen Szenen und Flächen, aber die wahrscheinliche Intention der Dunkelheit wurde nun weggedreht. Auch das Bildrauschen kommt nun stellenweise deutlicher zum Tragen. Die Farben wirken bei der dt. VÖ einen Hauch kräftiger. Ob aber dies oder das Gegenteil von den Filmemachern gewollt ist, bleibt offen. Grundsätzlich sind sie hier jedenfalls recht kräftig und strahlen in frischen Tönen. Ein wenig Banding kann man vereinzelt ebenso beobachten wie ein dezentes Rauschen (digital noise). Die Kompression arbeitet unauffällig.
RezensionTon
Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
DRIVE ist eigentlich ein weitgehend ruhiger Film mit vielen stillen Momenten. Setzt aber die Musik ein, bekommt man in beiden Sprachfassungen einen atmosphärischen, recht räumlich wirkenden Soundtrack, der alle Lautsprecher mit einbezieht und so eine wunderbare Kulisse erschafft. Selbst sanfte und leise Ambienttöne sorgen schon für eine wohlige Stimmung. Wirklich ausgereizt wird der Sound aber bei den drei Verfolgungsjagden. Die Boxen röhren kraftvoll von den Motorengeräuschen und der Subwoofer brummt dazu fröhlich vor sich hin, dass es eine Freude ist. Es gibt jede Menge Soundeffekte: mal subtiler Art und dann wieder vordergründiger, die alle zum reichhaltigen und detaillierten Sounddesign beitragen. Präzise zu hören sind neben vorbeifliegenden Hubschraubern und quietschenden Reifen auch hochspritzender Schotter von den Straßen. Beide Versionen erweisen sich so als intensive, kraftvolle, überaus dynamische Spuren, die viel Spaß machen.
Es gibt optionale deutsche und englische Untertitel.
RezensionBonus
Die Extras bestehen aus einem Making of (ca. 4 min), welches den Namen nicht verdient, da es sich hierbei um einen Promo-Clip mit vielen Filmausschnitten und einigen wenigen Statements der Macher handelt, einer B-Roll (ca. 21 min) mit unkommentierten Bildern von den Dreharbeiten, einem Q & A (Interview) mit Regisseur Nicolas Winding Refn (ca. 12 min), vier Featurettes: I Drive (ca. 5 min), Under the Hood (ca. 12 min), Driver and Irene (ca. 6 min), Cut to the Chase (ca. 5 min), sieben Interviews mit den Darstellern (ges. ca. 21 min) sowie zwei Trailern (Deutsch und Englisch).
Richtig schön wäre noch ein Audiokommentar von Refn, Amini und Sigel gewesen, aber es soll wohl nicht sein.
Die Extras liegen bis auf die B-Roll in Englisch mit optionalen deutschen Untertiteln vor.
Zitat
DRIVE (USA, 2011) dürfte einerseits einer der meistgelobten Filme des letzten Jahres sein, zugleich musste er aber auch viel einstecken. Keine Frage, der Film polarisiert. Dies dürfte aber u.a. mit dem Hype und der dadurch erzeugten Erwartungshaltung zu tun haben. Da bleibt einem nur, möglichst unvoreingenommen heranzugehen und sich nicht vom Trailer auf eine falsche Fährte locken zu lassen, der einen an Verfolgungsjagden reichen Actionfilm rund um Autos verspricht. Ein weiterer THE FAST AND THE FURIOUS-Klon? Nichts könnte falscher sein.
DRIVE ist ein unterkühlter, melancholischer und zuweilen düsterer Neo-Noir-Thriller mit Arthouse-Touch. Er ist modernes \"Kino der Einsamkeit\" (Robert Phillip Kolker), der eine einzige Ansammlung von Mythologien zu sein scheint. Der Film ist im Stil der 1970er und 1980er inszeniert und weckt Erinnerungen bzw. beinhaltet Referenzen an ikonische Vorbilder wie THIEF (Der Einzelgänger, Michael Mann), THE DRIVER (Walter Hill) oder TO LIVE AND DIE IN L.A. (William Friedkin), die stilbildend waren.
DRIVE erscheint wie ein konventioneller Film mit einem schlichten Plot, aber dahinter steckt viel mehr. Im Mittelpunkt steht eine namenlose, lakonische und deshalb reichlich enigmatische Hauptfigur, über die man praktisch nichts erfährt, die wenig von sich gibt, aber sich dafür über ihre Handlungen definiert. Der \"Driver\" ist quasi eine Mensch-Maschine, die ihre Handlungen abspult, nur wenig Emotionen zeigt, aber jederzeit komplett austicken kann. Das wenige Sprechen macht die Figur dabei noch undurchsichtiger und die Ausbrüche kommen umso überraschender. (Die Kopf-Szene musste Refn sogar erheblich kürzen, da er sonst keine R-Rated-Freigabe der MPAA bekommen hätte.) Der Charakter ist dazu ein Archetyp: Der Einsame, der Verlässliche, der ruhig und sicher seiner Wege geht, bis er sich verliebt. Und von da an fängt die bekannte Welt an zu wackeln und einzustürzen. Der \"Driver\" wird aus Hilfsbereitschaft in einen Job hineingezogen, dessen Auswirkungen er nicht abschätzen kann, der aber alles ruinieren wird. Und das Ganze für die eine unschuldige, pure und reine Liebe.
Regisseur Nicolas Winding Refns (PUSHER-Trilogie, BRONSON, VALHALLA RISING) bislang neunter Spielfilm ist ein extrem entschleunigtes, traumartiges, minimalistisches Erlebnis. Die stylische Inszenierung verbreitet in jeder Sekunde, in jeder einzelnen Einstellung, absoluten Stilwillen. Trotz der Reduktion auf jeder Ebene ist der Film dicht, straff und dabei hochgradig atmosphärisch. Immer wieder gibt es gedehnte Augenblicke, in denen scheinbar nichts passiert und die dennoch viel zu sagen haben. Zwei Erwachsene, die sich lange Zeit einfach nur ansehen und deren Betrachten des Anderen so viel über Einsamkeit, Hoffnung und Träume erzählt. Hier liegt ein gegenseitiges Begehren in der Luft, das aber nie ausgesprochen wird und letztlich auch nie eingelöst wird, denn der erhoffte Traum entwickelt sich zum Alptraum.
Das Drehbuch von Hossein Amini (SHANGHAI, THE WINGS OF THE DOVE, KILLSHOT) basiert auf dem Roman von James Sallis, der sich wohl seinerzeit kräftig von Walter Hills Film THE DRIVER (1978) für seine Story inspirieren ließ. Die fantastische Kameraarbeit stammt von Newton Thomas Sigel (THE USUAL SUSPECTS, X-MEN, THREE KINGS), der den Film in atemberaubend schöne und elegante Bilder kleidet. Die unübertroffene Atmosphäre kommt aber auch durch den grandiosen Retro-Soundtrack zustande, der viel zur Klasse des Werkes beiträgt.
Aber natürlich gibt es auch Action in Form von drei Verfolgungsjagden im Film, die aber nicht den Kern bilden, weshalb sie recht kurz ausfallen, dafür jedoch dramaturgisch sinnvoll eingebettet sind. Es gibt eine am Anfang, eine in der Mitte und eine am Ende. Jede einzelne veranschaulicht den inneren Zustand und den zunehmenden Verlust von Kontrolle des Fahrers. Vorbereitet, professionell und entspannt, dann überstürzt und improvisierend und schlussendlich wieder durchdacht, abgeklärt und eiskalt. Übrigens erstaunlich, dass ein Film über das Autofahren von zwei Männern (Refn & Amini) realisiert wurde, die nicht mal einen Führerschein haben.
Der Film wurde bis in die Nebenrollen toll besetzt: Ryan Gosling (THE IDES OF MARCH, CRAZY.STUPID.LOVE, STAY) gibt den stoischen Helden mit unvermeidlicher Bestimmung, Carey Mulligan (WALL STREET: MONEY NEVER SLEEPS, AN EDUCATION) das süße Love Interest, Bryan Cranston (BREAKING BAD, TOTAL RECALL) den väterlichen Freund, Ron Perlman (HELLBOY, OUTLANDER) den dauerfluchenden Möchtegern-Gangster, Albert Brooks (TAXI DRIVER, BROADCAST NEWS) den subtileren und dabei viel gefährlicheren, wahren Gangsterboss und Christina Hendricks (MAD MEN, LIFE) die sexy Handlangerin.
DRIVE ist von der ersten Sekunde an ein schnörkelloses, bildgewaltiges, fiebriges, sinnliches, die Sinne betörendes, anrührendes, poetisches, gefühlvolles und verdammt cooles Seh- und Hörvergnügen.
Don\'t believe the hype? No, it\'s all true!
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Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 18 Jahren
Erscheinungsdatum 29.06.2012
Regisseur Nicolas Winding Refn
Sprache Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch; Englisch)
EAN 0886919597097
Genre Action/Thriller
Studio Universum Film
Spieldauer 100 Minuten
Bildformat 16:9 Widescreen
Tonformat DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Verkaufsrang 378
Film (Blu-ray)
9,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Grandioses Action-Drama“

Sabrina Bredlow, Thalia-Buchhandlung Jena

»Drive« erzählt eine zarte Liebegeschichte, die mit der Brutalität der Unterwelt kämpft. Der Film überzeugt vor allem durch seine Machart: wunderschöne Bilder im Retro-Look, knappe
Dialoge und Action, die überraschenderweise nicht von Szene zu Szene hetzt. Ein grandioses
Action-Drama - atmosphärisch, wortkarg, intensiv, brutal und
»Drive« erzählt eine zarte Liebegeschichte, die mit der Brutalität der Unterwelt kämpft. Der Film überzeugt vor allem durch seine Machart: wunderschöne Bilder im Retro-Look, knappe
Dialoge und Action, die überraschenderweise nicht von Szene zu Szene hetzt. Ein grandioses
Action-Drama - atmosphärisch, wortkarg, intensiv, brutal und unglaublich cool.

„Spannender, kühler Gangsterthriller“

Ines Böcker, Thalia-Buchhandlung Essen

Schon die Anfangssequenz dieses Thrillers ist Spannung pur: Driver (Ryan Gosling) ist zwar auch Stuntman in Hollywood, doch nachts lässt er sich von Einbrechern als Fluchtwagenfahrer anheuern. Dank seiner fahrerischen Qualitäten und seiner Coolness scheint mit er jeder Schwierigkeit fertig werden zu können.
Doch als er dem kriminellen
Schon die Anfangssequenz dieses Thrillers ist Spannung pur: Driver (Ryan Gosling) ist zwar auch Stuntman in Hollywood, doch nachts lässt er sich von Einbrechern als Fluchtwagenfahrer anheuern. Dank seiner fahrerischen Qualitäten und seiner Coolness scheint mit er jeder Schwierigkeit fertig werden zu können.
Doch als er dem kriminellen Mann seiner Nachbarin und heimlichen Liebe Irene helfen will, sich von seinen Gefängnisschulden zu befreien, geht ein Raubüberfall blutig schief, und auf einmal ist Diver im Besitz der Beute und wird zum Gejagten.
Was dann folgt, ist eine brutale Hetzjagd, in der jedes Mittel gerechtfertigt scheint, um am Leben zu bleiben.
Der Film ist ein kühler, perfekt inszenierter Gangsterthriller mit einer geheimnisvollen und faszinierend coolen Hauptfigur, der anscheinend jeder Situation gewachsen scheint. Stellenweise von unglaublicher Brutalität, die jedoch nie effektheischend wirkt, und einem der besten Soundtracks überhaupt.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Cooler Soundtrack
von Tim K. aus Essen am 02.02.2014

Definitiv ein Film, der von der Atmosphäre lebt. Der klasse Soundtrack untermalt viele Emotionen, so dass Drive auch ohne viel Gerede auskommt. Eine etwas andere Art, die man sonst gewohnt ist,...

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Wortlos...
von Maria Vaclavicek aus Bludenz am 03.06.2013

"Drive" ist einer der Filme die ohne viele Worte auskommen - wortkarg fährt Ryan Gosling sein Auto, wortkarg nähern sich er und Carey Mulligan im Laufe des Films an und genauso endet es. Die Handlung baut auf stimmungsvolle, teils blutige Bilder, Ryan Gosling ist für diese Rolle die Idealbesetzung,... "Drive" ist einer der Filme die ohne viele Worte auskommen - wortkarg fährt Ryan Gosling sein Auto, wortkarg nähern sich er und Carey Mulligan im Laufe des Films an und genauso endet es. Die Handlung baut auf stimmungsvolle, teils blutige Bilder, Ryan Gosling ist für diese Rolle die Idealbesetzung, wenn man ihn aus anderen "Indie-Filmen" kennt in denen er spielt, weiss man dass es keinen Besseren geben könnte. Fast eiskalt erscheint er einem, durch aufkeimende Brutalität mörderisch, man weiss nicht woher das kommt, was in ihm schlummert. Grandios, spannend bis zur letzten Sekunde, sehr empfehlenswert für alljene, die auf Action stehen, aber durchaus damit leben können, dass es zeitenweise auch ruhiger zugeht.

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Atmospährisches Meisterwerk
von A. Akhtar aus Bremerhaven am 15.01.2013

Drive gefiel mir sehr. Die Story handelt sich um einen Stuntfahrer welcher Abends Fluchtwagen für Kriminelle fährt, ohne sich selber an dem Einbruch zu beteiligen bzw. je eine Waffe bei sich zu führen. Jedoch geht irgendwann dann mal etwas nicht wie geplant und der Hauptprotagonist gelangt in die Schusslinie...... Drive gefiel mir sehr. Die Story handelt sich um einen Stuntfahrer welcher Abends Fluchtwagen für Kriminelle fährt, ohne sich selber an dem Einbruch zu beteiligen bzw. je eine Waffe bei sich zu führen. Jedoch geht irgendwann dann mal etwas nicht wie geplant und der Hauptprotagonist gelangt in die Schusslinie... Gespielt wird dieser von Ryan Gosling und das tut er, wie meistens, sehr gut. Gut gefallen hat mit auch der Soundtrack. Passt und bleibt im Ohr. Der Film ist auf jeden Fall empfehlenswert für Fans von guter Action-Unterhaltung, denn diese bekommt man hier sicherlich geboten.

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Stilbildend fotografiertes Kunstwerk
von einer Kundin/einem Kunden am 10.04.2012

Drive ist einer der wenigen Filme, die schon zu Beginn alles richtig machen und den Zuschauer in einen Strudel aus Bildern hinabziehen. Alleine die Eröffnungssequenz setzt in ihrer unterkühlten Darstellung Maßstäbe. Im nächtlichen Los Angeles hilft der namenlose Fahrer Kriminellen dabei nach einem Überfall zu entkommen. Wo andere Filme... Drive ist einer der wenigen Filme, die schon zu Beginn alles richtig machen und den Zuschauer in einen Strudel aus Bildern hinabziehen. Alleine die Eröffnungssequenz setzt in ihrer unterkühlten Darstellung Maßstäbe. Im nächtlichen Los Angeles hilft der namenlose Fahrer Kriminellen dabei nach einem Überfall zu entkommen. Wo andere Filme nur schneller und noch schneller kennen, tritt der Fahrer einfach auf die Bremse und löscht das Licht, um die Polizei in die Irre zu führen. Ebenso verhält sich der Regisseur Nicolas Winding Refn, der dramaturgisch das Spiel mit Gas und Bremse voll ausreizt: Denkt der Zuschauer er hätte einen Actionfilm vor sich, nimmt Winding Refn den Gang raus und entwickelt eine zarte Liebesgeschichte. Um dann plötzlich wieder in Erinnerung zu rufen, dass die Freigabe ab 18 Jahren durchaus ihre Berechtigung hat. Zahllosen Szenen wohnt eine Spannung inne, die sich fast eins zu eins auf das Publium überträgt. Ryan Gosling fasziniert mit minimiertem Spiel, wenigen Worten und bubenhaftem Grinsen und nur selten blitzt hinter der Fassade echte Empathie oder seine dunkle Seite hervor. Drive ist fast mystisch fotografiert, langsame Kamerafahrten und starre Einstellungen beobachten den Hauptdarsteller und degradieren die Autos zur Staffage. Während die Nächte mit diffusem Licht inszeniert sind, strahlen die Tage dafür meistens im gleißenden Licht der Morgensonne. Die Wucht der Hochglanzoptik wird durch den pulsierenden, elektronischen Soundtrack perfekt unterstrichen.

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