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Eierlikörtage

Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre

(4)
Hendrik Groen mag alt sein (83 1/4 um genau zu sein), aber er ist noch lange nicht tot. Zugegeben, seine täglichen Spaziergänge werden kürzer, weil die Beine nicht mehr recht wollen, und er muss regelmäßig zum Arzt. Aber deshalb nur noch Kaffeetrinken, die Geranien anstarren und auf das Ende warten? Kommt nicht in Frage. Ganz im Gegenteil. 83 Jahre lang hat Hendrik immer nur Ja und Amen gesagt. Doch in diesem Jahr wird er ein Tagebuch führen und darin endlich alles rauslassen - ein unzensierter Blick auf das Leben in einem Altenheim in Amsterdam-Nord. Das ist richtig lustig und zugleich so herzzerreißend, dass wir Hendrik am Ende dieses Jahres nicht mehr aus unserem Leben lassen wollen.
Rezension
»Ein Plädoyer für Lebenslust und Würde im Alter - frei nach dem Motto der ›Alanitos‹: ›Aktiv bis zum Umfallen und zu gegebener Zeit - nichts Menschliches ist uns fremd - auch mit Kaffee, Brot und Wein.«, Neue Osnabrücker Zeitung, 18.10.2016
Portrait
Hendrik Groen veröffentlichte die ersten Einträge seines Tagebuchs auf der Website des »Torpedo Magazines«, bevor es in Holland zu einem überragend erfolgreichen Buch wurde und sich im ganzen Land Hendrik-Groen-Fanclubs gründeten. Er sagt über seine Romane : »Kein Satz ist eine Lüge , aber nicht jedes Wort ist wahr.« Die Fortsetzung ist soeben in den Niederlanden erschienen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 416, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783492975216
Verlag Piper ebooks
Verkaufsrang 581
eBook (ePUB)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Unwahrscheinlich amüsant“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Sehr, sehr witziger Roman aus dem Altenheim! Leise bissig, intelligent und kurzweilig. Für Freunde von Jonassons "Hundertjährigen" eine unbedingte Empfehlung. Sehr, sehr witziger Roman aus dem Altenheim! Leise bissig, intelligent und kurzweilig. Für Freunde von Jonassons "Hundertjährigen" eine unbedingte Empfehlung.

„Das geheime Tagebuch“

C. Winkler, Thalia-Buchhandlung Leipzig

In Würde alt werden ist doch das Ziel von vielen Menschen.Doch warum den Humor verlieren , auch wenn die Glieder schmerzen und der Geist einem oft einen Streich spielt. Hendrik Groen lebt in einer Seniorenresidenz in den Niederlanden. er hat beschlossen ein Jahr lang täglich Tagebuch zu führen. Er gibt uns Einblick in den oft sehr tristen In Würde alt werden ist doch das Ziel von vielen Menschen.Doch warum den Humor verlieren , auch wenn die Glieder schmerzen und der Geist einem oft einen Streich spielt. Hendrik Groen lebt in einer Seniorenresidenz in den Niederlanden. er hat beschlossen ein Jahr lang täglich Tagebuch zu führen. Er gibt uns Einblick in den oft sehr tristen Alltag, mit Langerweile und täglich gleichen Ritualen. Er gründet mit seinen Freunden den Club Alt-aber-nicht-tot(Alanito). Es werden Ausflüge organisiert, Restaurantbesuche,Kino und vieles mehr.
Das Buch ist keine Komödie , es geht um Selbstachtung,Freundschaft und vorallem Selbstironie!

Herbert Konkel, Thalia-Buchhandlung Münster

Kann man über ein Seniorenheim humorvoll schreiben? H. Groen sieht über die Widrigkeiten des Alters hinweg, spart aber auch nicht an beißender Kritik am Gesundheitswesen. Wichtig! Kann man über ein Seniorenheim humorvoll schreiben? H. Groen sieht über die Widrigkeiten des Alters hinweg, spart aber auch nicht an beißender Kritik am Gesundheitswesen. Wichtig!

„Ein echter Schenkelklopfer trotz tragischer Momente“

Andrea Pehle, Thalia-Buchhandlung Leer

Hendrik Groen, wohnhaft in einer Seniorenresidenz für weniger betuchte Menschen in Amsterdam ist 83 ein viertel Jahre alt als er mit Beginn des Jahres 2013 beschliesst, ein geheimes Tagebuch zu schreiben. Er ist schwer krank und befürchtet sogar, das Jahr 2014 nicht mehr erleben zu dürfen.In seinen Tagebucheinträgen berichtet er, hautpsächlich Hendrik Groen, wohnhaft in einer Seniorenresidenz für weniger betuchte Menschen in Amsterdam ist 83 ein viertel Jahre alt als er mit Beginn des Jahres 2013 beschliesst, ein geheimes Tagebuch zu schreiben. Er ist schwer krank und befürchtet sogar, das Jahr 2014 nicht mehr erleben zu dürfen.In seinen Tagebucheinträgen berichtet er, hautpsächlich in der Gegenwartsform von seinem Leben im Altenheim, den Gepflogenheiten, Freundschaften und Feindschaften und lässt den Leser mit seinen täglichen Einträgen an einem Jahr seines Lebens teilhaben. Dabei sind die Einträge teils so sarkastisch, trocken und auch witzig, dass ich regelmässig einen Lachkrampf bekam. Dieses Buch ist einmalig und absolut lesenswert, auch deshalb weil es nicht fiktiv ist, sondern von Hendrik Groen im Jahr 2013 tatsächlich verfasst.Ich bin nicht verwundert, dass sich in seinem Heimatland sogar Fanclubs gebildet haben, denn Hendrik Groen ist wirklich sehr symphatisch und liebenswert und ich war fast ein bisschen traurig, nachdem ich den Tagebucheintrag des 31.12.2013 gelesen hatte und nun nicht mehr an seinem Leben teilhaben kann.

„Wunderbare Lektüre!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Sehr kluge und repektlose aber warmherzige Aufzeichnungen eines alten und weisen Mannes in einem niederländischen Altenheim. Gespickt mit Humor und Gelassenheit! Sehr zu empfehlen! Sehr kluge und repektlose aber warmherzige Aufzeichnungen eines alten und weisen Mannes in einem niederländischen Altenheim. Gespickt mit Humor und Gelassenheit! Sehr zu empfehlen!

Der trockene Humor des "Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand" plus eine ordentliche Portion Sarkasmus - das ist Hendrik Groen. Herrlich! Der trockene Humor des "Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand" plus eine ordentliche Portion Sarkasmus - das ist Hendrik Groen. Herrlich!

Einfach nur herrlich! Einfach nur herrlich!

Katrin Grünwald, Thalia-Buchhandlung Neunkirchen

Ein schönes Buch, das zeigt, dass das Leben, nur weil man in einem Altersheim wohnt, noch lange nicht vorbei sein muss. In diesem Tagebuch könnte ich noch ewig weiterlesen ... Ein schönes Buch, das zeigt, dass das Leben, nur weil man in einem Altersheim wohnt, noch lange nicht vorbei sein muss. In diesem Tagebuch könnte ich noch ewig weiterlesen ...

„Hendrik Groen packt aus! … dabei kennt er keine Tabus. “

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

„Lieber Herr Groen,
mit Ihnen möchte ich gern ein Eierlikörchen trinken – wenn es sein muss auch die ganze Flasche; teilen natürlich. Dabei lausche ich Ihren herrlich lebhabhaften Anekdoten aus dem Leben im Altenheim. Sie haben Recht: 'Solange man Pläne macht, lebt man.' Ihre Lebenserfahrung, Gelassenheit sowie Humor begeistert mich.
„Lieber Herr Groen,
mit Ihnen möchte ich gern ein Eierlikörchen trinken – wenn es sein muss auch die ganze Flasche; teilen natürlich. Dabei lausche ich Ihren herrlich lebhabhaften Anekdoten aus dem Leben im Altenheim. Sie haben Recht: 'Solange man Pläne macht, lebt man.' Ihre Lebenserfahrung, Gelassenheit sowie Humor begeistert mich. Faszinierend ist auch Ihr Erfindungsreichtum, wenn es darum geht, etwas zu verheimlichen oder einfach das Beste aus dem Alltag zu machen. Von Ihnen und ihrem 'Alt-aber-nicht-tot-Club' können wir viel lernen.
Selten habe ich mich so gut unterhalten und herzhaft laut gelacht. 83 ¼ Jahre alt und kein bisschen leise! Wunderbar!!!
Ihre Carola Ludger“

Schonungslos offen und immer wieder heiter. Da bleibt garantiert kein Auge trocken.
Ich jedenfalls habe Herrn Groen und seine herzerfrischende Denkweise ins Herz geschlossen und kann die Fortsetzung kaum abwarten.

C. Gäbke, Thalia-Buchhandlung Heidenheim an der Brenz

Humorvolle und kurzweilige Story. Humorvolle und kurzweilige Story.

Kristiane Müller, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Der Titel täuscht!
Nicht so skurril wie der Umschlag vermuten lässt, vielmehr der bewegende Versucht
dem Rest des Lebens einen Hauch von Würde zu geben, und etwas Spaß.

Der Titel täuscht!
Nicht so skurril wie der Umschlag vermuten lässt, vielmehr der bewegende Versucht
dem Rest des Lebens einen Hauch von Würde zu geben, und etwas Spaß.

Katharina Kaufmann, Thalia-Buchhandlung Marburg

Superlustig und mit viel Charme beschreibt Hendrik sein tägliches Leben im Altenheim. Doch auch ernste Themen wie Sterbehilfe, Krankheit und Tod kommen nicht zu kurz! Superlustig und mit viel Charme beschreibt Hendrik sein tägliches Leben im Altenheim. Doch auch ernste Themen wie Sterbehilfe, Krankheit und Tod kommen nicht zu kurz!

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Kundenbewertungen


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Perfekt als "Gute Nacht-Lektüre"
von einer Kundin/einem Kunden aus winterthur am 20.10.2016

Flüssig zu lesen. Witzig geschrieben, hat aber auch ein paar Passagen, die traurig machen und über die ich noch länger nachdenken musste. Für mich perfekt als Bettlektüre, da einzelne Kapitel sehr kurz sind.

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Mühsal des Alters
von einer Kundin/einem Kunden aus Muttenz am 16.10.2016

Witzig, unterhaltsam, süffig geschrieben. Auch nach einem Unterbruch ist man schnell wieder in der Handlung drin. Das Tagebuch ist aus dem Leben gegriffen. und kommt selbst Erlebten (bei meiner Schwiegermutter) sehr, sehr nahe. Allerdings wurde mir das Buch, mit den stets gleichen Themen, gegen Ende doch etwas langweilig.

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Ein Buch zum Weitersagen
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 29.09.2016

Ich habe die "Eierlikörtage" mit Begeisterung gelesen und bedauert, als das Jahr vorüber war. In der Zwischenzeit habe ich im Bekannten- und Familienkreis viel "Werbung" für das Buch gemacht. Hendrik Groen müsste mir eigentlich schon einen Heiligenschein verpassen.

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Man blättert hinein und ist gefangen!
von Stefan Wichmann am 05.11.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Cover Eine Zeichnung in der Halbtotalen. Ernst. Verkniffener Mund. Seitenscheitel. Ein Buch über alte Männer? ?Ein Tagebuch? steht im Titel. Was wird da wohl drinstehen? Die Frage zieht an. Man blättert hinein. Inhalt Der Leser ist gleich im ersten Eintrag des Tagebuches. Kein Vorwort, kein Nachwort, kein Inhaltsverzeichnis und kein Nachruf. Es... Cover Eine Zeichnung in der Halbtotalen. Ernst. Verkniffener Mund. Seitenscheitel. Ein Buch über alte Männer? ?Ein Tagebuch? steht im Titel. Was wird da wohl drinstehen? Die Frage zieht an. Man blättert hinein. Inhalt Der Leser ist gleich im ersten Eintrag des Tagebuches. Kein Vorwort, kein Nachwort, kein Inhaltsverzeichnis und kein Nachruf. Es beginnt mit dem 1. Januar 2013 und endet mit dem 31.12.2013. Tag für Tag wird aus dem Leben im Alterheim erzählt, von Träumen und Inkontinenz berichtet. Davon, dass Hendrik vertrieben wird, wenn er mit lilafarbener Kälte-Nase vor dem Altersheim sitzt und es berichtet von den Clubausflügen der Bewohner, von Lebensmut und Gebrechen. Langweilig ist es nicht, denn die Kommentare, eher noch die Gedanken, die nicht ausgesprochenen Meinungen von Hendrick und das Beobachten des Lebens jenseits der 80 werden liebevoll verpackt in: Tagebucheinträge. Und doch ist es ein Buch, dass von Hoffnung, von Stottern und von Liebe handelt. Nämlich der Liebe zu Eefje und zum Leben. ?Solange man Pläne macht, lebt man?, ist Hendrik vom Autor in den Mund gelegt und recht hat er! Zielgruppe Ein Kinderbuch zeigt lustige farbenfrohe Zeichnungen, Cover belletristischer Bücher bedienen alle, von schwarz / weiß bis marktschreierisch bunt. Wen aber sollte das Bild eines alten Mannes ansprechen? Dazu noch als handgemalte Skizze? Es sind die Worte ?geheim? und ?Tagebuch? im Titel, die zugreifen lassen. Von daher ist die Zielgruppe jeder, der es mag, in das Leben anderer zu schauen. Stil Das Buch ist aus der Sicht des Autoren mit trockenem Humor geschrieben. Tag für Tag wird knapp berichtet in leicht verständlichen Sätzen, die es einem ermöglichen das Buch auch mal einen Tag liegen zulassen, wenn man könnte. Fazit Ein Buch, das sich lohnt! Ein Buch das Mut macht und Lebenserfahrenden zeigt: Steh auf!

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Lustig und unterhaltsam
von einer Kundin/einem Kunden aus Kassel am 27.10.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ich habe zwar dieses Buch an einen älteren Menschen verschenkt, dieser versicherte mir aber, dass er während des Lesens sehr viel, teilweise auch Tränen gelacht habe!

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So vielseitig wie die Durchschnittsfüllung der Tablettenbox von Groens Mitbewohnern!
von warmerSommerregen aus Essen am 18.10.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Hendrik Groen gehört nicht zu den Menschen im Seniorenheim, die jeden Tag die Einnahme ihrer Tabletten unter goßem Getue zelebrieren, pausenlos wehklagen, kundtun, was früher alles besser war, erst wenn es um Beschuldigungen und Verschwörungen geht wieder so richtig aktiv werden, sich gar nicht mehr aus dem Haus trauen... Hendrik Groen gehört nicht zu den Menschen im Seniorenheim, die jeden Tag die Einnahme ihrer Tabletten unter goßem Getue zelebrieren, pausenlos wehklagen, kundtun, was früher alles besser war, erst wenn es um Beschuldigungen und Verschwörungen geht wieder so richtig aktiv werden, sich gar nicht mehr aus dem Haus trauen oder es nicht bemerken, wenn die Zeitung, die sie gerade lesen, noch aus der letzten Woche stammt. Zwar kann er gesundheitlich den langsamen Verfall nicht leugnen, jedoch fühlt er sich alleine von seiner Einstellung her Lichtjahre von den ganzen alten Menschen entfernt. Nun, im Alter von 83 1/4 Jahren beschließt er, nicht mehr zu allem Ja und Amen zu sagen, sondern lieber seine Meinung kundzutun. Darüber hinaus beginnt er mit dem Schreiben eines Tagebuchs, wobei er sich vornimmt, ganz ungetrübt das Leben im Altenheim widerzugeben. Ungeschönt und unverblümt. Sollte er vor seinem besten Freund Evert Duiker sterben, was er so fest eingeplant hat, soll dieser ein paar nette – wenn auch nicht gerade schmeichelhafte – Passagen aus dem geheimen Tagebuch vorlesen. Da er alte Menschen generell nicht mag und Großveranstaltungen wie das feierliche Mitklatschen zu „Tulpen aus Amsterdam“ oder heikle Gymnastikübungen im Sitzen nur zu gerne versäumt, hat Hendrik Groen so viele Freunde im Altenheim in Amsterdam-Nord nicht. Mit seinen rebellischen – ja gerade zu vandalistischen – Taten macht er sich auch nicht gerade mehr Freunde. Viele verstehen diese Befreiungsschläge gegen das Establishment, vertreten durch die Heimleitung, nicht so ganz. Als dann aber eine neue Bewohnerin, Eefje Brandt, einzieht, die mit dem ganzen Geschlurfe und Gestöhne auch nichts zu schaffen haben möchte, ist eine neue Verbündete gefunden. Rein zufällig wird so am Montag, dem 19. Februar, ein Rebellenclub gegründet. Mitglieder: Hendrik Groen, Evert Duiker, Eefje Brandt, Edward Schermer, Grietje de Boer und Graeme Gorter. Vereinsname: Alt-aber-nicht-tot, oder kurz: Alanito. Die Mitgliederzahl ist vorerst auf sechs Personen begrenzt, sodass neue Mitglieder aufzunehmen nicht möglich ist. Ein guter Schachzug in Anbetracht der ganzen Nörgler, die bald der Neid, dann das Misstrauen und schließlich das Lästern packen wird. Das Ziel des Clubs ist es, gegen die chronische Ereignislosigkeit anzukämpfen, weswegen bei einer bewegenden Gründungsversammlung beschlossen wird, dass, unter Betrachtung der Gebrechen und finanziellen Möglichkeiten der Mitglieder, in regelmäßigem Abstand nacheinander jedes Mitglied unter strengster Geheimhaltung einen Ausflug planen muss. Dabei kann es sich um tolle Besichtigungen, Kurse oder Ähnliches handeln. Eine wichtige Regel sei noch vermerkt: Teilnehmern ist das Meckern nicht gestattet. Und so blüht die Gruppe auf, erlebt endlich wieder etwas und wächst zusammen. Dabei verschlechtert sich die Gesundheit der Clubmitglieder, neue Beschlüsse der Direktorin müssen verhindert werden,… Es ist also einiges los im Altenheim… „Auch im neuen Jahr hab ich für Senioren nichts übrig. Dieses Geschlurfe hinter Rollatoren, diese völlig deplatzierte Ungeduld, dieses ewige Gejammer, diese Kekse zum Tee, dieses Geseufze und Gestöhne. Ich bin 83 1/4 Jahre alt.“ Schon die ersten drei Sätze haben mich zum Schmunzeln gebracht und meine Neugierde geweckt. Immer wieder stößt man auf so schöne Passagen, dass man sie sich am liebsten herausschreiben würde – nur dass es dafür dann doch zu viele sind. Hendrik Groen beschreibt den Alltag im Altenheim mit viel (Selbst-) Ironie und Scharfsinn. Das Erzählte ist dabei manchmal so skurill, wenn auch nicht unrealistisch, dass man nicht mehr anders kann, als loszulachen. Aber selbstverständlich gibt es nicht ständig Grund zur Freude, denn auch Trauriges schildert Groen in seinem geheimen Tagebuch. So ist dieses Werk so vielseitig wie die Durchschnittsfüllung der Tablettenbox von Groens Mitbewohnern. Manchmal sentimental, dann wieder höchst amüsant, im nächsten Moment traurig, als nächstes zum Kopfschütteln, dann zum Lachen, schließlich kopfkinoverursachend, zum Aufregen oder wieder herzerwärmend. Ganz besonders gelingt es Hendrik Groen, die Stimmung, welche in einem Moment herrscht, durch einen gezielten Kommentar wieder umschlagen zu lassen. Nicht selten führte dies bei mir zum Staunen oder Lachen. Sehr ansprechend ist meiner Meinung nach auch, dass dieses Werk auch wirklich Tagebuchcharakter hat, denn auch Themen wie der Königstag oder Nachrichten Groens Bewertung nicht entgehen können. Aber auch Veränderungen im Heim werden zum Gegenstand der Tagebucheinträge gemacht, sodass man die Zustände dort lebhaft vor Augen hat und es gleich verschiedene Handlungsstränge gibt, welche jedoch stets passend zusammengeführt werden. Ebenso wird über die Gesundheit der Charaktere geschrieben, was schon beeindruckt und zum Nachdenken anregt. „Stillstand bedeutet Fortschritt“, doch nicht bei jedem bleibt das aktuelle Niveau erhalten… Mit „Eierlikörtage“ wurde ein wunderbares Werk geschaffen, welches ich jedem ans Herz legen kann! Es ist nicht nur einfach humorvoll, hat nicht einfach Unterhaltungswert, sondern gibt auch, immer in Maßen, Anlass zum Grübeln. Ich habe es sehr genossen, Herrn Groen ein Jahr lang zu begleiten, habe Alanito ins Herz geschlossen und mitgefiebert. Jetzt bin ich auf die Fortsetzung, „Tanztee“, gespannt, welche im Frühjahr nächsten Jahres erscheinen soll.

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So vielseitig wie die Durchschnittsfüllung der Tablettenbox von Groens Mitbewohnern!
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 18.10.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Hendrik Groen gehört nicht zu den Menschen im Seniorenheim, die jeden Tag die Einnahme ihrer Tabletten unter goßem Getue zelebrieren, pausenlos wehklagen, kundtun, was früher alles besser war, erst wenn es um Beschuldigungen und Verschwörungen geht wieder so richtig aktiv werden, sich gar nicht mehr aus dem Haus trauen... Hendrik Groen gehört nicht zu den Menschen im Seniorenheim, die jeden Tag die Einnahme ihrer Tabletten unter goßem Getue zelebrieren, pausenlos wehklagen, kundtun, was früher alles besser war, erst wenn es um Beschuldigungen und Verschwörungen geht wieder so richtig aktiv werden, sich gar nicht mehr aus dem Haus trauen oder es nicht bemerken, wenn die Zeitung, die sie gerade lesen, noch aus der letzten Woche stammt. Zwar kann er gesundheitlich den langsamen Verfall nicht leugnen, jedoch fühlt er sich alleine von seiner Einstellung her Lichtjahre von den ganzen alten Menschen entfernt. Nun, im Alter von 83 1/4 Jahren beschließt er, nicht mehr zu allem Ja und Amen zu sagen, sondern lieber seine Meinung kundzutun. Darüber hinaus beginnt er mit dem Schreiben eines Tagebuchs, wobei er sich vornimmt, ganz ungetrübt das Leben im Altenheim widerzugeben. Ungeschönt und unverblümt. Sollte er vor seinem besten Freund Evert Duiker sterben, was er so fest eingeplant hat, soll dieser ein paar nette – wenn auch nicht gerade schmeichelhafte – Passagen aus dem geheimen Tagebuch vorlesen. Da er alte Menschen generell nicht mag und Großveranstaltungen wie das feierliche Mitklatschen zu „Tulpen aus Amsterdam“ oder heikle Gymnastikübungen im Sitzen nur zu gerne versäumt, hat Hendrik Groen so viele Freunde im Altenheim in Amsterdam-Nord nicht. Mit seinen rebellischen – ja gerade zu vandalistischen – Taten macht er sich auch nicht gerade mehr Freunde. Viele verstehen diese Befreiungsschläge gegen das Establishment, vertreten durch die Heimleitung, nicht so ganz. Als dann aber eine neue Bewohnerin, Eefje Brandt, einzieht, die mit dem ganzen Geschlurfe und Gestöhne auch nichts zu schaffen haben möchte, ist eine neue Verbündete gefunden. Rein zufällig wird so am Montag, dem 19. Februar, ein Rebellenclub gegründet. Mitglieder: Hendrik Groen, Evert Duiker, Eefje Brandt, Edward Schermer, Grietje de Boer und Graeme Gorter. Vereinsname: Alt-aber-nicht-tot, oder kurz: Alanito. Die Mitgliederzahl ist vorerst auf sechs Personen begrenzt, sodass neue Mitglieder aufzunehmen nicht möglich ist. Ein guter Schachzug in Anbetracht der ganzen Nörgler, die bald der Neid, dann das Misstrauen und schließlich das Lästern packen wird. Das Ziel des Clubs ist es, gegen die chronische Ereignislosigkeit anzukämpfen, weswegen bei einer bewegenden Gründungsversammlung beschlossen wird, dass, unter Betrachtung der Gebrechen und finanziellen Möglichkeiten der Mitglieder, in regelmäßigem Abstand nacheinander jedes Mitglied unter strengster Geheimhaltung einen Ausflug planen muss. Dabei kann es sich um tolle Besichtigungen, Kurse oder Ähnliches handeln. Eine wichtige Regel sei noch vermerkt: Teilnehmern ist das Meckern nicht gestattet. Und so blüht die Gruppe auf, erlebt endlich wieder etwas und wächst zusammen. Dabei verschlechtert sich die Gesundheit der Clubmitglieder, neue Beschlüsse der Direktorin müssen verhindert werden,… Es ist also einiges los im Altenheim… „Auch im neuen Jahr hab ich für Senioren nichts übrig. Dieses Geschlurfe hinter Rollatoren, diese völlig deplatzierte Ungeduld, dieses ewige Gejammer, diese Kekse zum Tee, dieses Geseufze und Gestöhne. Ich bin 83 1/4 Jahre alt.“ Schon die ersten drei Sätze haben mich zum Schmunzeln gebracht und meine Neugierde geweckt. Immer wieder stößt man auf so schöne Passagen, dass man sie sich am liebsten herausschreiben würde – nur dass es dafür dann doch zu viele sind. Hendrik Groen beschreibt den Alltag im Altenheim mit viel (Selbst-) Ironie und Scharfsinn. Das Erzählte ist dabei manchmal so skurill, wenn auch nicht unrealistisch, dass man nicht mehr anders kann, als loszulachen. Aber selbstverständlich gibt es nicht ständig Grund zur Freude, denn auch Trauriges schildert Groen in seinem geheimen Tagebuch. So ist dieses Werk so vielseitig wie die Durchschnittsfüllung der Tablettenbox von Groens Mitbewohnern. Manchmal sentimental, dann wieder höchst amüsant, im nächsten Moment traurig, als nächstes zum Kopfschütteln, dann zum Lachen, schließlich kopfkinoverursachend, zum Aufregen oder wieder herzerwärmend. Ganz besonders gelingt es Hendrik Groen, die Stimmung, welche in einem Moment herrscht, durch einen gezielten Kommentar wieder umschlagen zu lassen. Nicht selten führte dies bei mir zum Staunen oder Lachen. Sehr ansprechend ist meiner Meinung nach auch, dass dieses Werk auch wirklich Tagebuchcharakter hat, denn auch Themen wie der Königstag oder Nachrichten Groens Bewertung nicht entgehen können. Aber auch Veränderungen im Heim werden zum Gegenstand der Tagebucheinträge gemacht, sodass man die Zustände dort lebhaft vor Augen hat und es gleich verschiedene Handlungsstränge gibt, welche jedoch stets passend zusammengeführt werden. Ebenso wird über die Gesundheit der Charaktere geschrieben, was schon beeindruckt und zum Nachdenken anregt. „Stillstand bedeutet Fortschritt“, doch nicht bei jedem bleibt das aktuelle Niveau erhalten… Mit „Eierlikörtage“ wurde ein wunderbares Werk geschaffen, welches ich jedem ans Herz legen kann! Es ist nicht nur einfach humorvoll, hat nicht einfach Unterhaltungswert, sondern gibt auch, immer in Maßen, Anlass zum Grübeln. Ich habe es sehr genossen, Herrn Groen ein Jahr lang zu begleiten, habe Alanito ins Herz geschlossen und mitgefiebert. Jetzt bin ich auf die Fortsetzung, „Tanztee“, gespannt, welche im Frühjahr nächsten Jahres erscheinen soll.

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Ein fesselndes Buch über das Alter und seine Tücken
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiben am 08.10.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Hendrik Groen mag alt sein (83 1/4, um genau zu sein), aber er ist noch lange nicht tot. Zugegeben, seine täglichen Spaziergänge werden kürzer, weil die Beine nicht mehr recht wollen, und er muss regelmäßig zum Arzt. Aber deshalb nur noch Kaffeetrinken, die Geranien anstarren und auf das Ende... Hendrik Groen mag alt sein (83 1/4, um genau zu sein), aber er ist noch lange nicht tot. Zugegeben, seine täglichen Spaziergänge werden kürzer, weil die Beine nicht mehr recht wollen, und er muss regelmäßig zum Arzt. Aber deshalb nur noch Kaffeetrinken, die Geranien anstarren und auf das Ende warten? Kommt nicht in Frage. Ganz im Gegenteil. 83 Jahre lang hat Hendrik immer nur Ja und Amen gesagt. Doch in diesem Jahr wird er ein Tagebuch führen und darin endlich alles rauslassen - ein unzensierter Blick auf das Leben in einem Altenheim in Amsterdam-Nord. Das ist richtig lustig und zugleich so herzzerreißend, dass wir Hendrik am Ende dieses Jahres nicht mehr aus unserem Leben lassen wollen. Zum Cover: Die schlichtheit des Covers hat mich angesprochen. Durch die Skizzierung des alten Mannes ist es schon besonders. Und das Wort "geheim" tut das seinige im Titel. Zum Buch: Nicht nur der Titel sagt, dass dies ein Tagebuch ist, sondern das Buch selbst ist es auch. Am 1. Jänner beginnt Hendrik Groen ein Tagebuch zu führen, dass ihn ein Jahr begleiten soll. Er hat sogar schon mit seinem Freund beschlossen, falls er innerhalb dieses Jahres sterben sollte, aus diesem Tagebuch vorgelesen werden sollte. Hendrik war immer ein "Ja-Sager" und angepasst. Das will er jetzt aber nicht mehr immer sein, er will leben. Denn tot wird er noch lange genug sein. Hendrik wohnt in einem Seniorenheim und er hat nun in seinen täglichen Usus eingeplant dieses Tagebuch zu führen. Er beschreibt den Alltag, die Schwestern, die weniger geliebte Heimleiterin, seine Beschwerden, seine Gedanken, das Weltgeschehen und seinen Blickwinkel dazu. Seine Worte und Gedanken laden oftmals zum schmunzeln ein, haben aber auch ihre emotionale und auch traurige Seite. Ein paar Mitpensionäre und er gründen sogar einen Club: Alt aber noch nicht tot. Sicherlich wiederholt sich so einiges immer wieder. In diesem Buch stört das aber überhaupt nicht. Ich bin gefesselt von der Geschichte. Hendrik ist ein sympathischer älterer Herr der noch so einiges zu erzählen hat. Es ist auch drinnen, dazwischen mal was anderes zu lesen und dieses Buch auch so zu lesen wie es geschrieben wurde, nämlich als Tagebuch. Fazit: Ein herzerwärmendes humorvolles Buch über das altern. Sehr empfehlenswert.

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Alt aber nicht tot
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 21.09.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch war mal wieder eine Zufallsentdeckung und ich bin immer noch total begeistert. Ich habe bisher nur zwei Bücher gelesen, die in Tagebuchform geschrieben sind. Das waren zum einen das „Tagebuch der Anna Frank“ und zum anderen dieses hier. Selten habe ich ein so wunderbares Buch gelesen, selten war ich... Das Buch war mal wieder eine Zufallsentdeckung und ich bin immer noch total begeistert. Ich habe bisher nur zwei Bücher gelesen, die in Tagebuchform geschrieben sind. Das waren zum einen das „Tagebuch der Anna Frank“ und zum anderen dieses hier. Selten habe ich ein so wunderbares Buch gelesen, selten war ich von einem Roman so begeistert wie von diesem hier. Von den ersten Seiten an war ich total in die Geschichte hineingezogen, war von Anfang an quasi an der Seite von Hendrik Groen im Altenheim unterwegs. Hendrik Groen ist 83 Jahre alt, als er beschließt, ein Tagebuch zu führen und so sein Leben im Altenheim zu beleuchten. Dieses Buch ist so herrlich skurril geschrieben ist, so lebensecht und vor allen Dingen so humorvoll – ich musste so oft schmunzeln und teilweise auch laut loslachen. Das hätte ich – ganz ehrlich gesagt – bei einem so alten Menschen nicht erwartet. Seine Sicht auf die Dinge, das Leben im Altenheim, die Gebrechen seiner „Mitbewohner“, die ständige Anwesenheit des Todes, aber auch der Langeweile, der man als „Abgeschobener“ im Altenheim ausgesetzt ist – ich glaube dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre werden. Gerade auch die Sparmaßnahmen des Altenheimes, die Willkür die die Leiterin an den Tag legt. Da fragt man sich hin und wieder, ob alte Menschen nicht ein Recht auf einen schönen Lebensabend ohne Einschränkungen haben. Traurig war ich, wenn es zum Beispiel um die Wochenenden ging – darüber, dass die Familien zu Besuch kommen. Aus welchen Gründen auch immer, denn nicht immer bringen die Angehörigen Zeit mit, kommen gerne oder „freiwillig.“ Hendrik bekommt keinen Besuch – er hat schlichtweg niemand mehr. Wunderbar fand ich auch, dass immer wieder das tagesaktuelle Geschehen mit eingestreut wird – teils direkt auf die Niederlande bezogen – teilweise auch weltweit. Zum Beispiel die Krönung des neuen niederländischen Königs; die Papstwahl im Vatikan etc. Zum Anfang bin ich – warum auch immer – davon ausgegangen, dass dies eine fiktive Geschichte ist. Zu skurril sind manchmal die Einträge. Aber das Leben schreibt die besten Geschichten und Hendrik Groen ist ein Mensch aus Fleisch in Blut. Der Piper-Verlag schreibt auf seiner Homepage dazu: Hendrik Groen veröffentlichte die ersten Einträge seines Tagebuchs auf der Website des »Torpedo Magazines«, bevor es in Holland zu einem überragend erfolgreichen Buch wurde und sich im ganzen Land Hendrik-Groen-Fanclubs gründeten. Er sagt über seine Romane: »Kein Satz ist eine Lüge, aber nicht jedes Wort ist wahr. « Die Fortsetzung ist soeben in den Niederlanden erschienen. Ich würde zu gern einmal mit Hendrik Groen einen Kaffee trinken und Krokette essen. Er hat bestimmt viel zu erzählen und ich würde auch so gern noch ein paar Fragen stellen. Zum Anfang hatte ich mit kleinen Fähnchen besonders schöne Stellen markiert, aber ich habe dann beizeiten aufgehört damit. Nicht, weil ich nichts gefunden habe, sondern weil es irgendwann zu viel geworden wäre. Der erste Eintrag im Tagebuch lautet »Auch im neuen Jahr hab ich für Senioren nichts übrig. Dieses Geschlurfe hinter Rollatoren, diese völlig deplatzierte Ungeduld, dieses ewige Gejammer, diese Kekse zum Tee, dieses Geseufze und Gestöhne. Ich bin 83 ¾ Jahre alt. « (Seite 5) Es geht das ganze Buch über weiter mit solchen Betrachtungen – Hendrik Groen nimmt weder sich noch seine „Mitbewohner“ tiefernst. Hier noch ein paar kleine Appetithappen aus dem Buch: »Einer der spannendsten Momente des Tages: Was für Kekse gibt es heute? « (Seite 8) »Das Leben besteht hier aus Nie oder Immer. Das Essen ist an einem Tag „nie pünktlich und immer zu heiß“, am nächsten Tag wieder „immer zu früh und nie warm“. « (Seite 10) »Heute Morgen konnte ich meinen Schlüssel nirgends finden. Ich habe mein Zimmer, das ja doch nicht allzu groß ist, mitsamt dem eingebauten Schlafzimmer auf den Kopf gestellt. Gott sei Dank hatte ich es nicht eilig. Senioren verlieren ständig irgendwas, genau wie Kinder, aber sie haben keine Mutter mehr, die weiß, wo alles liegt. « (Seite 98) Um der Langenweile zu entgehen gründet Hendrik Groen mit einigen anderen den Verein Alanito (Alt-aber-nicht-tot) und sie unternehmen gemeinsame wunderbare Dinge, um sich noch des Lebens zu erfreuen. Nicht jedem gefällt das, aber für ihn und seine Freunde ist es ein Lichtblick im tristen Alltag. Ganz besonders süß: die späte Liebe. Das späte Glück, das man noch einmal findet. Ich habe gelacht und geweint – ich habe mich mit Hendrik gefreut und war an seiner Seite traurig. Ich würde mir sehr wünschen, dass es vielmehr solcher Senioren gibt. Senioren, die so lebenslustig und lebensbejahend sind. Ich würde mir aber auch wünschen, dass die Mitmenschen mehr auf Senioren eingehen, sie mit anderen Augen sehen und vielleicht auch mal fragen, wie ihr Leben verlaufen ist. Denn es gibt bestimmt sehr viel zu erzählen und man wäre dann nicht so einsam. Dass es eine Fortsetzung in den Niederlanden bereits gibt, freut mich sehr und ich hoffe, dass der Piper-Verlag dieses Buch einkauft und es auch auf Deutsch erscheinen wird. Von mir bekommt dieses Buch volle 5 Sterne – es ist definitiv ein Lesetipp von mir.

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Tagebuch aus dem Altersheim
von Everett am 07.09.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Hendrik Groen ist 83 ¼ Jahre alt und lebt in einem Altersheim in den Niederlanden. Er mag sich nicht einreihen in die ewige Jammerei der anderen Bewohner und im doch recht tristen Alltag im Altersheim vor sich hin leben. Hendrik beschließt für ein Jahr Tagebuch zu schreiben. Dadurch lernt der... Hendrik Groen ist 83 ¼ Jahre alt und lebt in einem Altersheim in den Niederlanden. Er mag sich nicht einreihen in die ewige Jammerei der anderen Bewohner und im doch recht tristen Alltag im Altersheim vor sich hin leben. Hendrik beschließt für ein Jahr Tagebuch zu schreiben. Dadurch lernt der Leser ihn, seinen Alltag und seine Freunde näher kennen. Sie gründen einen Club mit dem Namen „Alt aber nicht tot“ und unternehmen zusammen Ausflüge. Ein wenig zynisch betrachtet Hendrik sich und den Alltag in dieser sog. Pflegeeinrichtung. Leute sterben und auch der Club bleibt nicht von den Heimsuchungen des Alterns verschont. Es wird nichts verklärt und auch Selbstmitleid suchte ich vergebens. Allein, die körperlichen Beschränkungen sind lästig, Spaziergänge dauern sehr lange und der Weg wird immer kürzer. Die Einträge für die einzelnen Tage sind kurz, knapp, prägnant gehalten. Probleme von alten Leuten und der Alltag im Altersheim werden schonungslos erwähnt, wenn auch oft mit einem Augenzwinkern, oder zynisch. Traurig, wenn Hendrik kurz von seinem Kind und seiner Frau schreibt. Mir hat das Buch gut gefallen, die Tagebuchform ist in diesem Fall mal etwas anderes, und vom Schreibstil sehr gut. Ich kann mir Hendrik Groen recht gut vorstellen und hätte nichts dagegen ihn auch persönlich kennen zu lernen. So gut hat das Tagebuch-lesen funktioniert. Auch wenn Hendrik Groen eine erfundene Figur ist, ein gelungenes Buch. Da hätte ich gerne noch ein zweites Jahr Tagebuch von gelesen.

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Einblicke in das Ü80-Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Euskirchen am 01.09.2016
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Inhalt: Hendrik Groen ist 83 Jahre alt und lebt in einem Altersheim in den Niederlanden. Er beschließt eines Tages ein Tagebuch für ein Jahr zu schreiben. Mit diesem Tagebuch begleiten wir Hendrik durch ein ganzen Jahr im Leben eines rüstigen Seniors. Er gibt Einblicke über seinen Alltag im Altersheim, seine... Inhalt: Hendrik Groen ist 83 Jahre alt und lebt in einem Altersheim in den Niederlanden. Er beschließt eines Tages ein Tagebuch für ein Jahr zu schreiben. Mit diesem Tagebuch begleiten wir Hendrik durch ein ganzen Jahr im Leben eines rüstigen Seniors. Er gibt Einblicke über seinen Alltag im Altersheim, seine Abenteuer im hohen Alter, fröhliche und traurige Momente. Meine Meinung: Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Eine gewisse Ähnlichkeit zu Gregs Tagebüchern, aber in einer anderen Generation. Anfangs brauchte ich etwas um reinzukommen und es war etwas zäh. Dann war es aber sehr unterhaltsam. Hendrik schreibt in einem herrlich ironischen Stil über seine Mitmenschen im Altersheim, mitsamt allen Klischees. Er beschreibt schöne Momente in seinem hohen Alter, wie z.B die Abenteuer mit seinem Club, aber auch traurige Momente, die zeigen, dass man jeden Tag genießen muss, schnell kann es sich ändern. Ich fand es einen interessanten Ausblick in ein Leben, das uns alle erwarten wird, wenn man einmal über 80 ist. Das Leben ist dann nicht mehr so einfach, es fehlt die Perspektive und man muss dreimal überlegen, ob man wirklich die Treppe nehmen soll. Henk ist mir auch richtig ans Herz gewachsen. Am Ende war es einfach nur schade, dass das Buch zuende war. Gerne hätte ich gewusst, wie Henks Leben weitergeht. Insgesamt sehr unterhaltsam, ich gebe dafür 5 Sterne.

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Aufruf zur Lebensfreude - und trockener Humor gegen Gejammer und Genörgel
von einer Kundin/einem Kunden am 27.11.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Hendrik Groen wohnt in einem Amsterdamer Altersheim und beschließt zu Neujahr 2013, ein Jahr lang ein Tagebuch zu führen, um ?einen unzensierten Blick? auf das Leben in diesem Haus wiederzugeben. Und diesen Blick bietet er uns in der Tat: Ohne Beschönigungen, ohne Kitsch und mit trockenem Humor kommentiert er... Hendrik Groen wohnt in einem Amsterdamer Altersheim und beschließt zu Neujahr 2013, ein Jahr lang ein Tagebuch zu führen, um ?einen unzensierten Blick? auf das Leben in diesem Haus wiederzugeben. Und diesen Blick bietet er uns in der Tat: Ohne Beschönigungen, ohne Kitsch und mit trockenem Humor kommentiert er seinen Alltag, im Besonderen das Verhalten der anderen Bewohnerinnen und Bewohner. Es ist jedoch kein lustiger Roman, in dem alte Menschen spaßige Sachen anstellen. Manchmal muss man zwar über Hendriks Erzählungen laut lachen, dann ist es wieder ein berührender, ernster und manchmal beklemmender Text. Hendrik beschreibt kein idyllisches Haus mit fröhlichen Senioren. Besonders nervt ihn die ewige Nörgelei der Menschen um ihn herum, die andere bei der Heimleitung verpfeifen, sich über gut gelaunte Menschen im Haus beschweren, immer nur negativ und kleinlich reagieren und alle Hoffnung aufgegeben haben. Hendrik hätte gern ein Heim ohne Gejammer, Genörgel und Gequengel. Doch haben die Menschen im Haus keine Ziele mehr, keine Pläne. Resigniert reden sie nur davon, dass früher alles viel besser war. ?Früher, immer nur früher. Lebt doch mal ein bisschen im Heute, ihr Mumien!? schreibt Hendrik. Glücklicherweise findet er eine Handvoll gleichgesinnter Freunde und Freundinnen. Sie wissen, wie wichtig es ist, sich immer auf etwas Schönes zu freuen. Gemeinsam unternehmen sie regelmäßig etwas und greifen sich gegenseitig unter die Arme. Sie geben einander Hoffnung und Unterstützung, sie finden gemeinsam aber auch ihre Würde, ihre Lebensfreude und ihre Stärke. Wozu sollte man das Buch nun eigentlich lesen? Natürlich geht es um Lebensmut und Würde im Alter, also gewissermaßen um unsere Zukunft. Doch greift das in meinen Augen zu kurz. Das Buch sollte auch als ein Spiegel gesehen werden, den der Autor uns allen vorhält. Nicht erst mit 83 Jahren, schon sehr viel früher sind wir oft wie Hendrik Groen umgeben von Nörglern, die alles negativ sehen, freud- und ziellos dahinleben, auf unbegründbare Regeln beharren und alle anraunzen, die etwas mehr Freude und Menschlichkeit erleben wollen. Dieses Buch ist ein Plädoyer für das Leben im Hier und Jetzt, für Lebensfreude, Hoffnung und Selbstachtung ? und dafür, dass wir uns wohl in jeder Lebensphase selbst darum bemühen müssen, auch wenn es oft nicht einfach ist.

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Das Tagebuch des Hendrik Groen
von einer Kundin/einem Kunden am 20.10.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt: Hendrik Groen lebt im Altenheim. Die Tage im Heim sind nicht immer gleich. Stets passiert etwas Neues. Neben den Problemen, die ältere Menschen plagen, sind Klatsch und Tratsch an der Tagesordnung. Um sich selbst und seine Umwelt zu reflektieren beschließt Hendrik ein Jahr lang Tagebuch zu führen und uns... Inhalt: Hendrik Groen lebt im Altenheim. Die Tage im Heim sind nicht immer gleich. Stets passiert etwas Neues. Neben den Problemen, die ältere Menschen plagen, sind Klatsch und Tratsch an der Tagesordnung. Um sich selbst und seine Umwelt zu reflektieren beschließt Hendrik ein Jahr lang Tagebuch zu führen und uns einen unzensierten Blick auf sein Leben zu geben. An Schwung gewinnt die Sache wiederum, als Hendrik, sein bester Freund Evert und zwei weitere Bewohner beschließen den Club „Alt-aber-nicht-tot“ ins Leben zu rufen. Schreibstil: Hendrik Groen gibt in diesem Buch einen Einblick in sein Tagebuch. Als Leser erhält man hier in kurzen Kapitelabschnitten einen Einblick in den Alltag des 83-jährigen Rentners. Im Altersheim wird es garantiert nicht langweilig. Sicherlich erfährt man, dass viele Bewohner Veränderungen gegenüber nicht gerade offen sind. Neid und Eifersucht sind an der Tagesordnung. Wenn es zum Beispiel Hendrik und seinen Freunden gelingt, aus dem strukturierten Alltag auszubrechen, quittieren das viele Heimbewohner mit Missgunst. Hendrik ist aber kein Mensch, der sich um den Klatsch und Tratsch der anderen schert, er ist – auch im hohen Alter – immer noch sehr aktiv. Die körperlichen Beschwerden machen jedoch auch vor ihm nicht halt. Inkontinenz und Alzheimer sind Themen, die auch ihn beschäftigen. Gemeinsam mit Evert versucht Hendrik dem Alltag im Heim eine gute Portion Freude abzuringen. Ein Anschlag auf das Gemeinschaftsaquarium und die darin befindlichen Fische wird geplant, über den Traum eines jeden alten Menschen, einen eigenen Scooter – der natürlich auch ordentlich frisiert sein muss - wird philosophiert. Die beiden Freunde beschließen bald den Club „Alanito“ (Alt-aber-nicht-tot) ins Leben zu rufen. Sechs Mitglieder, die noch Spaß am Leben haben, dürfen daran teilnehmen. In diesem Club geht es darum, dass immer ein Mitglied einen besonderen Ausflug plant, alle anderen Mitglieder werden überrascht. Mit diesem Vorhaben gewinnt der Alltag eines jeden Teilnehmers noch mehr an Bedeutung. Freundschaften entstehen und Hendrik verliebt sich sogar ein klein wenig. Vielleicht verfolgt Hendrik mit seinem Tagebuch nicht immer einen roten Faden. Wer einen strukturierten und spannenden Handlungsstrang erwartet, wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Wer eine locker-leichte Geschichte sucht, die unverblümt einen Blick aufs Alter wirft, jedoch auch zugleich zeigt, dass man – egal in welchem Alter – immer Freude am Leben haben kann, wenn man die richtigen Freunde und eine optimistische Lebenseinstellung an den Tag legt, der ist mit diesem Buch gut aufgehoben. Fazit: In Tagebuchform gibt Hendrik Groen einen Einblick in sein Leben im Altersheim. Mit einer Prise Humor schreibt der rüstige und gewitzte Rentner den Alltag im Heim nieder. Ihm gelingt ein Sittengemälde. Manchmal rabenschwarz, voller toller Stories. Er zeigt Freiheit durch verweigerte Anpassung und den Mehrwert einer positiven Lebenseinstellung. Ein Buch, das Mut macht, ohne zu beschönigen und zugleich zeigt, was im Leben wichtig ist.

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Das Alter macht keinen Spaß - wenn man nicht tut
von Xirxe aus Hannover am 30.09.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Habe ich schon mal beiläufig erwähnt, wie wenig ich von Klappentexten halte? Egal, ich mache es hier jetzt auch noch mal. Denn liest man diesen sowie diverse Auszüge aus Kritiken, dürfte man sich beim Kauf recht sicher sein, ein richtig lustiges und witziges Buch erworben zu haben. Wenn es... Habe ich schon mal beiläufig erwähnt, wie wenig ich von Klappentexten halte? Egal, ich mache es hier jetzt auch noch mal. Denn liest man diesen sowie diverse Auszüge aus Kritiken, dürfte man sich beim Kauf recht sicher sein, ein richtig lustiges und witziges Buch erworben zu haben. Wenn es aber eines nicht ist, dann witzig. Finde ich zumindest, aber vielleicht liegt es auch an mir... Ein Jahr lang schreibt Hendrik Groen (übrigens ein Pseudonym), 83 1/4 Jahre alt, fast jeden Tag einen Tagebucheintrag. Vom Alltäglichen und Besonderen, wobei ersteres deutlich überwiegt, zumindest zu Beginn. Das Leben im Altenheim, in dem Hendrik wohnt (leben wage ich nicht zu schreiben), folgt einem klar reglementierten Ablauf, der sich in erster Linie an den Essenszeiten orientiert. Dazwischen ist schlicht - so gut wie Nichts. Zumindest kam mir das als Aussenstehende so vor, doch auch Hendrik zeigt sich gelangweilt und frustiert. Wenn da nicht sein recht unkonventioneller Freund Evert wäre, dem es so ziemlich egal ist, was der Rest der Welt von ihm denkt, würden die einzigen Höhepunkte in Hendriks restlichem Leben wohl die Bingoabende im Heim bleiben bzw. die immer wiederkehrenden zwangsläufigen Todesfälle. Doch eines Abends, als im Altenheim ungewöhnlicherweise ein wirklich schöner Konzertabend stattfindet, beschließen die Freunde mit vier weiteren BewohnerInnen, eine Gruppe zu gründen, in der jede/r abwechselnd alle zwei Wochen eine Aktivität organisiert - und durchaus nicht immer alterstypisch. Dies wird zu einem vollen Erfolg, doch die Heimleitung wie auch andere BewohnerInnen beäugen das Ganze misstrauisch. Was Hendrik Groen hier beschreibt, ist das nackte Grauen. Es ist kein Leben in einem Luxusaltenheim, sondern in einem vom Staat finanzierten, was wohl die Meisten von uns erwartet, die diesen Weg gehen müssen/dürfen/sollen. Die Menschen werden hier versorgt mit Obdach, Essen und Trinken, doch Alles, was darüber hinausgeht - Fehlanzeige. Ohne Eigeninitiative wartet man einfach ab, dass die freie Zeit, von der es mehr als genug gibt, vergeht : Kartenspielen, zum Fenster hinausschauen, lesen. Was für ein trostloses Bild. Doch Hendrik macht deutlich, dass auch die BewohnerInnen selbst zum Teil dafür verantwortlich sind. Sie haben sich in der Bequemlichkeit dieses Alltages eingerichtet und wehe, etwas wagt sie zu stören. Das Essen mal später wegen einer Unternehmung? Um Himmels willen, bloß nicht! Man wird nicht bis vor die Tür gefahren, sondern muss vielleicht sogar noch laufen? Das darf ja bloß nicht wahr sein. Und bei drohendem Regen nach draußen? Auf gar keinen Fall, man könnte sich ja erkälten. So jammert man über die Eintönigkeit des Daseins, beneidet und missgönnt den Unternehmungslustigen ihre Erlebnisse und fängt sofort an zu stöhnen, wenn die eigene Bequemlichkeit unterbrochen wird. Doch Hendrik beschreibt nicht nur das Innenleben des Heimes. Er bringt auch das aktuelle Tagesgeschehen ein und die Reaktionen darauf. Und das ist fast noch erschreckender. Denn so wie die körperliche Bequemlichkeit die Oberhand gewonnen hat, ist es auch mit dem geistigen Zustand. Zeitungen werden hauptsächlich gelesen, um etwas über das Königshaus zu erfahren oder den neuesten Klatsch und Tratsch. Wird über Politik doch einmal geredet, dann nur abfällig und ernsthafte Gespräche finden praktisch nie statt. Aber in gewisser Weise ist auch das zu verstehen: Denn sind die Alten einmal Thema in der Politik, geht es nur um Sparen und dass deren Pflege zu viel Geld kostet. Roboter sollen eingeführt werden, alte Gefängnisse etwas aufgehübscht und in Altenheime umgewandelt (entpuppte sich als Scherz, fand aber anfänglich keinen allzu großen Widerspruch) usw. Wie sollte man da nicht über Politik schimpfen? Aber warum kein Widerstand? Es herrscht die pure Resignation. So deprimierend sich das anhört und es auch tatsächlich ist, Hendrik Groen (bzw. Peter de Smet) gelingt es dennoch, diese Eindrücke meistens so zu schreiben, dass ich doch immer wieder schmunzeln musste. Brüllend komisch, wie beispielsweise 'Die Rheinpfalz' geschrieben hat, ist es jedoch bestimmt nicht. Es zeigt die in vielen Bereichen sehr unschöne Realtiät des Alterns, aber ebenso, dass nur wenig dazu gehört, daraus eine lebenswerte Phase seines Daseins zu gestalten. Freundschaften, ein bisschen Aktivität, Neugier. Nur Mut!

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