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Ein Diktator zum Dessert

Roman

(12)
Politisch unkorrekt, humorvoll und geistreich
Rose ist 105 Jahre alt, eine begnadete Köchin mit einem kleinen Restaurant in Marseille. Sie hat den Genozid an den Armeniern, die Schrecken der Nazizeit und die Auswüchse des Maoismus erlebt. Deshalb hat sie vor nichts und niemandem mehr Angst. Für den Fall, dass ihr jemand blöd kommt, trägt sie immer einen Colt in der Tasche. Sie lässt sich von Mamadou, ihrem jugendlichen Gehilfen im Restaurant, auf dem Motorrad durch Marseille kutschieren, hört Patti Smith, treibt sich im Internet auf Singlebörsen herum und denkt auch im biblischen Alter immer nur an das Eine. Und sie meint, dass sie nun alt genug ist, ihre Memoiren zu schreiben: Um das Leben zu feiern und die Weltgeschichte das Fürchten zu lehren.
Rezension
Julia Gerd-Holling Literatur-Expertin bei Thalia, sagt:
Rose sagt: «Ich kann Menschen nicht ausstehen, die sich ständig beklagen. Die ganze Welt tut nichts anderes. Deshalb habe ich ein Problem mit den Menschen.» Rose ist 105 Jahre alt, hört Patti Smith in voller Lautstärke, versucht immer noch, Jungs zu becircen - auch online - und kocht meisterlich. Sie hat ein ganzes Jahrhundert erlebt - leider eines, das mit Grausamkeiten nicht geizte. Ihre armenische Familie wurde von den Türken abgeschlachtet, Rose landete als Sexsklavin bei obskuren Paschas, wurde von einer Bettlerbande als Mülltonnendurchsucherin ausgebildet, erfuhr die Schrecken der Nazizeit und bekochte Heinrich Himmler, um ihren geliebten Gabriel zu retten. Sie verliebte sich in Peking in Liu Zhongling, einen Leckerbissen von Mann, der nach Herbstblumen und nassem Holz roch und den Maoismus nicht lebend überstand. Rose ringt dem Leben alles ab und zeigt all den Widrigkeiten den Mittelfinger... Ach ja: An den übelsten Widersachern im Lauf ihres Lebens nimmt sie natürlich Rache, ganz alttestamentarisch und ohne einen Funken Reue. Eine vor Lebenslust und Kraft strotzende Heldin in einem atemberaubenden Ritt durch die Geschichte, frech, brüllend komisch, herzzerreißend ergreifend und ein unbedingter Lesetipp von mir!
Portrait

Franz-Olivier Giesbert, 1949 in Wilmington (USA) geboren, lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Frankreich. Nach der Ausbildung zum Journalisten arbeitete er zunächst im Feuilleton von Paris-Normandie, bis er sich 1971 mit dem Nouvelle Observateur dem politischen Journalismus zuwandte. Ab 1998 war er Chefredakteur von Le Figaro, ab 2000 von Le Point. Außerdem hat er literarische Sendungen im Fernsehen. Seit 1977 schreibt er Romane und Biografien, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, und die in viele Weltsprachen übersetzt wurden.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 16.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-58538-2
Verlag Carl's books
Maße (L/B/H) 216/136/32 mm
Gewicht 465
Originaltitel La cuisinière d'Himmler
Buch (Paperback)
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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Ein Buch das man durchaus mehr als einmal lesen kann...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 06.04.2015

Das Buch wurde mir vom carl's books Verlag angeboten. Der Klappentext machte neugierig und so sagte ich zu. Offen gestanden hat das Buch meine Erwartungen weit übertroffen. Was ich erwartet habe, ganz ehrlich bin ich mir nach der Lektüre nicht mehr sicher was es war. Was ich bekommen habe ist ein... Das Buch wurde mir vom carl's books Verlag angeboten. Der Klappentext machte neugierig und so sagte ich zu. Offen gestanden hat das Buch meine Erwartungen weit übertroffen. Was ich erwartet habe, ganz ehrlich bin ich mir nach der Lektüre nicht mehr sicher was es war. Was ich bekommen habe ist ein Buch um eine ganz bezaubernde Protagonistin, mit der ich gelitten habe, mit der ich mich freute, die mich allerdings auch erschreckte. Eine Geschichte um eine Frau die trotz der Schicksalsschläge die ihr Leben für sie bereitgehalten hatte, nicht daran zerbrach, die im Gegenteil niemals ihren Lebensmut, ihre Lebensfreude verlor. Ein Buch das mich ganz tief berühren konnte, ganz so als hätte unsere eigne Großmutter ihre Geschichte erzählt. Das Buch wechselt stetig zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Die Gegenwart ist die Zeitschiene in der die Protagonistin ihre Memoiren aufschreibt und so die Vergangenheit erklärt. Die Figuren im Buch sind durchweg gut durchdacht und fein gezeichnet, so dass sie allesamt sehr glaubhaft wirken. Die Dialoge könnten durchaus irgendwann irgendwo genauso geführt worden sein. Sie wirkten keinesfalls konstruiert. Man glaubt den Figuren wirklich jedes Wort. Ebenfalls ganz großes Kino sind die Schauplätze die sich vor meinem inneren Auge materialisierten. Ob in Paris oder in Berlin, oder zu Beginn in Trapezunt (Armenien). Worte die wie ein Gemälde auf mich wirken, man spürte die liebe des Autors zu seinen Figuren in jedem Satz, in jedem Wort. Der Schreibstil, so fein, so schön, man mag das Buch wirklich kaum aus der Hand legen, aber auf der anderen Seite mag man das Buch niemals zu Ende lesen. In mir klingt das Buch, auch heute, Tage nachdem ich es zu Ende gelesen habe, nach. Ich bin überzeugt dass dies ein Buch ist welches man ganz sicher auch mehrmals lesen mag. Hochverdiente 5 Sterne.

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Unterhaltsam
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Vergesst alles, aber verzeiht nichts
von Sikal am 24.05.2015

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Traurig aber schön
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Man kann ja wirklich aus jedem Roman immer wieder etwas lernen, so war mir nie der Genozid an den Armeniern ein Begriff. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dieses Thema mir nie in den Sinn gekommen ist. Franz Oliver Giesbert beschreibt eindringlich die Deportation der Armenier, wie ganze... Man kann ja wirklich aus jedem Roman immer wieder etwas lernen, so war mir nie der Genozid an den Armeniern ein Begriff. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dieses Thema mir nie in den Sinn gekommen ist. Franz Oliver Giesbert beschreibt eindringlich die Deportation der Armenier, wie ganze Familien einfach weggebracht wurden. Mir kam dies doch schon recht bekannt vor, bei unserer Deutschen Geschichte gab es so etwas ja schließlich auch, aber dazu später mehr. Herr Giesbert nimmt uns auch da noch mit hin - 105 Jahre sind ja eine lange Zeit. Er beschreibt wie Rose im Wagen ihres besten Freundes unter lauter Ziegenmist fliehen konnte. Ich kann nur eines sagen, mir wurde es schon ein wenig anders bei der Beschreibung, wie sie dort unter dem Dung lag und die Maden sich langsam in ihre Körperöffnungen breit machten. Und dies noch im Teenageralter. Eigentlich unfassbar, aber die Geschichte zeigt, dass Diktatoren auch vor Kinder bestimmt kein Halt machen und dies ist einfach erschreckend. Der Autor beschreibt wie sich Rose dann als Kinderhure herumschlagen musste, sorry für das harte Wort aber anders kann man es nicht beschreiben, ihr „Besitzer“ hat sie einfach in sehr jungen Jahren seinem Harem zugeführt. Ihr gelingt die Flucht nach Marseille, wo sie dann bei einer Verbrecherbande Zuflucht findet. Es wird beschrieben wie sie im Müll nach Dingen suchen musste und noch einiges mehr. Durch einen Zufall findet sie aber auch ihre erste Anstellung als Küchenhilfe und lernt auch ihre Adoptiveltern kennen - wenn man es so nennen will. Sie hat dann endlich so etwas wie Familie kennengelernt. Leider sterben ihre Eltern auch wieder sehr tragisch und sie wird von ihren Eltern als Erbin eingesetzt. Leider ist sie noch nicht alt genug, um dieses Erbe antreten zu können und wird dann von Verwandten, die ihr Erbe Verwalten sollen, wie eine Sklavin gehalten. Dort lernt sie dann auch ihre große Liebe kennen. Mit dem kommt sie bei Freunden von ihm unter. Sie helfen beim Schreiben eines Buches und bekommen dafür etwas Geld. Sie ziehen dann weiter nach Paris wo Rose auch ihr erstes Restaurant aufmacht. Leider ist ihr Mann Jude und so kommt es wie es kommen musste, auch er wird zusammen mit ihren beiden Kindern deportiert. Sie lernt Herrn Himmler kennen, der durch einen Zufall in ihr Restaurant kommt. Und versucht mit seiner Hilfe, ihre drei Lieben zu retten. Ich könnte noch weiter beschreiben was alles passiert in diesen 105 Jahren. Aber es würde dann bestimmt eine Abhandlung werden, denn da ist ja noch einiges passiert in diesen 105 Jahren und ich kann euch eines sagen, egal wie erschreckend das alles war und ist, Rose hat es trotz allem geschafft, einen gewissen Humor zu behalten. Sicherlich schockt einen diese ganze Ansammlung von geschichtlichen Gräueltaten, aber vielleicht ist es ja auch einmal ganz praktisch, wenn auch wir Deutsche endlich mal wieder lernen, dass nicht nur wir die einzig bösen auf der Welt sind, sondern das auch andere Diktatoren nicht unbedingt zahm mit Menschen und Minderheiten umgegangen sind. Sicherlich sind einige Dinge in dem Buch politisch nicht gerade korrekt, aber wer will schon in einem Roman, dass alles korrekt ist. Es ist und bleibt eine Erzählung. Viel Wichtiger finde ich es dass man etwas lernt, dass man sich auch mal dabei erwischt etwas nachzuschlagen - oder einfach mal innehält um nachzudenken, oder einfach einmal lacht. Ich kann euch auf alle Fälle sagen, dass dieser Roman alle Passagen für euch bereithält. Ich würde einfach einmal sagen, nehmt dieses Buch und lasst euch von Rose verzaubern. Von ihrer verschmitzten Art, Dinge einfach so zu akzeptieren wie sie nun einmal sind. Oder schlagt einfach einmal die letzten Seiten auf, und versucht die Kochrezepte von Rose nach zu kochen. Über die Ergebnisse könntet ihr mich gerne informieren, ich habe mich nämlich nicht daran versucht.

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...schräg...
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Rose ist ein Urgestein und erzählt uns in diesem Buch ihre Geschichte. Ich fand diesen Roman schräg und unterhaltsam.

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