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Ein Mann, den sie Pferd nannten

Richard Harris brilliert in diesem sorgfältig recherchierten Filmepos, das sich um ein realistisches Portrait des Lebens der amerikanischen Sioux-Indianer im frühen 19. Jahrhundert bemüht. Ein englischer Lord wird von einem Sioux-Stamm gefangen genommen. Der Häuptling schenkt ihn seiner alternden Mutter (Dame Judith Anderson) als Sklave. Nach und nach nimmt der Gefangene die Lebensweise des Stammes an und verliebt sich in die Schwester des Häuptlings. Aber bevor er als vollwertiges Mitglied in den Stamm aufgenommen werden kann, muss er den Sonnenschwur ablegen - ein grausames Ritual, das weit über die Vorstellungskraft der zivilisierten Welt hinausgeht.
RezensionBild
Technische Daten:
Codec: VC-1 Video (Advanced Profile 3)
Bitrate: 30560 kbps
Auflösung: 1080p / 23,976 fps / 16:9
Der Blu-ray-Transfer von EIN MANN, DEN SIE PFERD NANNTEN besitzt auf dieser Scheibe von Paramount das originale Bildformat 2,35:1. Die Bildqualität ist dabei sehr ordentlich gelungen. Einige Totalen sind zwar etwas unscharf, aber vor allem Naheinstellungen sowie Halbtotalen bieten eine hohe Feinzeichnung sowie klare Konturen, welche nicht merklich nachgeschärft wurden. Schwankungen in der Qualität sind aber immer mal wieder vorhanden, was aber wohl der damaligen Kameraarbeit geschuldet ist. Im Hintergrund ist fast permanent eine leichte Körnung zu erkennen, die aber niemals aufdringlich wirkt. Die Kompression arbeitet dagegen sauber und zeigt keine Artefaktbildung, was angesichts der hohen Bitrate auch nicht verwundert. Die Farbgebung wurde sehr satt und natürlich gewählt - sehr wichtig bei einem Film, wo die Natur eine wichtige Rolle spielt. Dasselbe gilt auch für die ausgewogene Kontrastbalance, welche niemals überstrahlt, aber trotz des tiefen Schwarzwerts auch dunkle Szenen nicht vermatschen lässt. Die Plastizität ist für einen Film dieses Alters sehr überzeugend und fast schon überraschend gut. Schmutz sowie analoge Defekte sieht man auf dem Ausgangsmaterial dagegen nicht.
RezensionTon
Verfügbare Tonspuren:
Englisch: DTS-HD Master Audio / 5.1 / 48 kHz / 3594 kbps / 24-bit (DTS Core: 5.1 / 48 kHz / 1509 kbps / 24-bit)
Englisch: DTS-HD Master Audio / 2.0 / 48 kHz / 945 kbps / 16-bit (DTS Core: 2.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Französisch: DTS-HD Master Audio / 1.0 / 48 kHz / 881 kbps / 16-bit (DTS Core: 1.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Deutsch: DTS-HD Master Audio / 1.0 / 48 kHz / 822 kbps / 16-bit (DTS Core: 1.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Spanisch: DTS-HD Master Audio / 1.0 / 48 kHz / 867 kbps / 16-bit (DTS Core: 1.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Spanisch: DTS-HD Master Audio / 1.0 / 48 kHz / 824 kbps / 16-bit (DTS Core: 1.0 / 48 kHz / 768 kbps / 16-bit)
Die deutsche Fassung von EIN MANN, DEN SIE PFERD NANNTEN liegt leider einmal mehr nur in DTS-HD Master Audio 1.0 (Mono) vor, während man beim englischen Original die Wahl zwischen einem neuen DTS-HD Master Audio 5.1-Mix sowie einem DTS-HD Master Audio 2.0 (Mono)-Track hat. Der englische Sechskanal-Mix klingt mit Abstand am besten, wirkt aber auch etwas künstlich aufgeblasen. So klingt die Musik fast schon zu pompös breit und die Indianertrommeln besitzen ein wohliges, aber irgendwie aufgesetzt wirkendes Bassfundament. Der Mix ist sehr frontlastig, Effekte gibt es eigentlich nicht. Nur Musik und Umgebungsklänge füllen den Hörraum von hinten dezent aus. Negativ ist die schlechte Dialogwiedergabe anzukreiden, die viel zu leise und leicht dumpf und muffig wirkt. Es liegt der Verdacht nahe, dass hier mit einem Entrauscher gearbeitet wurde. Bei den Mono-Spuren in Deutsch und Englisch ist das Problem etwas geringer, aber trotzdem noch vorhanden. Der Sound wirkt hier aber natürlicher und nicht so aufgeblasen. Die deutschen Dialoge sind etwas besser zu verstehen als die Originale. Trotzdem ist der Sound insgesamt noch wirklich gut. Verzerrungen gibt es keine, auch wenn man das wohl dem Entrauscher zu verdanken hat, der die ganz hohen Frequenzen abgeschnitten hat. Glücklicherweise klingen die Tonspuren aber trotzdem noch ziemlich klar und satt.
RezensionBonus
Untertitel gibt es in einigen Sprachen, darunter auch Deutsch und Englisch. Leider herrscht beim Bonusmaterial komplett Fehlanzeige, nicht mal irgendwelche Trailer gibt es hier!
Zitat
EIN MANN, DEN SIE PFERD NANNTEN ist ein Western von Regisseur Elliot Silverstein aus dem Jahr 1969. Ähnlich wie DAS WIEGENLIED VOM TOTSCHLAG und 20 Jahre vor DER MIT DEM WOLF TANZT versucht der Film entgegen den Genrekonventionen des US-Westerns die amerikanischen Ureinwohner von einer anderen, realitätsnahen Seite zu zeigen. Die Handlung dreht sich um den englischen Adligen und Aussteiger Lord John Morgan (Richard Harris; DIE WILDGÄNSE KOMMEN), dessen Gruppe in der Wildnis von einem Stamm Lakota-Sioux überfallen und massakriert wird. Morgan wird nicht getötet, sondern gefangen genommen und muss im Indianerlager als Arbeitspferd - so wird er von den Indianern spöttisch genannt - Zwangsarbeit leisten. Zusammen mit einem weiteren Gefangenen ersinnt er den Plan, sich mit den Indianern gut zu stellen, sich zum Schein zu integrieren und zu versuchen, die Tochter des Häuptlings zu ehelichen. Das Vorhaben scheint zu gelingen, als die feindlichen Schoschonen das Lager angreifen und Morgan maßgeblich dazu beiträgt, dass der Angriff zurückgeschlagen wird. In einer schmerzhaften Zeremonie wird er offiziell in den Stamm aufgenommen und langsam, aber sicher schwindet sein Verlangen diesen zu verlassen, denn die Lebensweise der Sioux im Einklang mit der Natur sowie die Liebe zur Häuptlingstochter ziehen Morgan in ihren Bann...
Der Film führt den Zuschauer langsam, aber nicht langweilig in die Lebensweise der Sioux ein. Wie auf den englischen Adligen John Morgan wirken die rauen und teilweise brutalen Sitten und Gebräuche der Sioux auch auf den Zuschauer erst fremd, abstoßend und sogar grausam. Wenn die Indianer ihren Feinden die Kopfhaut abziehen und den Skalp als Trophäe einkassieren, gibt es durchaus ein paar weniger appetitliche Szenen zu sehen. Aber EIN MANN, DEN SIE PFERD NANNTEN macht das ganz clever und vermittelt die Botschaft, dass die Sioux eigentlich auch nur kriegerische Konflikte austragen wie sie seit Menschengedenken bis in die moderne Gegenwart stattfinden. Auch wenn die modernen Kriege vordergründig \"sauberer\" geführt werden, geht es doch immer um dasselbe. Auf der anderen Seite zeigt der Film auch das harmonische, aber auch ganz schön harte Leben innerhalb des Stammes mit seinen ganz eigenen Gesetzen. Für Außenseiter und Schwache ist hier kein Platz, die Lehren Darwins von der Evolutionstheorie (Survival of the Fittest) greifen voll durch im Kampf ums Überleben des Stammes. Die Darsteller spielen allesamt wunderbar und das gilt nicht nur für Richard Harris in der Hauptrolle, sondern auch für die Darsteller, welche die Sioux sehr authentisch spielen. Insgesamt ist EIN MANN, DEN SIE PFERD NANNTEN auch nach über 40 Jahren ein toller Alternativ-Western über die Sioux-Indianer, den man als Genrefan unbedingt ins Regal stellen sollte.
Die Blu-ray Disc von Paramount zeigt das Werk in guter Bild- und Tonqualität, wenn man das Alter der Produktion zu Grunde legt. Auf Bonusmaterial muss man leider völlig verzichten. Außerdem befindet sich auf der Blu-ray nur die US-Kinofassung, welche kürzer ist als die alte deutsche Fassung.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 30.06.2011
Regisseur Elliot Silverstein
Sprache Französisch, Deutsch, Spanisch, Englisch (Untertitel: Deutsch; Dänisch; Englisch; Finnisch; Französisch; Niederländisch; Norwegisch; Schwedisch)
EAN 4010884243161
Genre Western
Studio Paramount Home Entertainment
Originaltitel A Man Called Horse
Spieldauer 115 Minuten
Bildformat 16:9 Widescreen
Tonformat Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono, Spanisch: Dolby Digital 1.0 Mono, Französisch: Dolby Digital 1.0 Mono, Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Film (Blu-ray)
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