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Es wird keine Helden geben

Ausgezeichnet mit dem Preis der Deutschen Akademie für Kinder-/Jugendliteratur, Nachwuchspreis 2014 und dem Jugendbuchpreis Lese-Hammer 2015

(31)

Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?
Das großartige Debüt von Anna Seidl, die erst 16 Jahre alt war, als sie diese aufwühlende Geschichte geschrieben hat: eine intensive Auseinandersetzung mit den Folgen eines Amoklaufs für die Überlebenden, mit Schuld und Trauer, schonungslos erzählt.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 20.01.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7891-4746-3
Verlag Oetinger
Maße (L/B/H) 208/142/27 mm
Gewicht 414
Illustratoren Cornelia Niere
Verkaufsrang 50.006
Buch (gebundene Ausgabe)
14,95
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Berührend, fesselnd, unfassbar, aber wahnsinnig real. Ein Schicksal, das bewegt und zum Nachdenken anregt. Berührend, fesselnd, unfassbar, aber wahnsinnig real. Ein Schicksal, das bewegt und zum Nachdenken anregt.

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Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Die Autorin geht mit dem Thema Mobbing und Gewalt an Schulen sehr einfühlsam um. Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Die Autorin geht mit dem Thema Mobbing und Gewalt an Schulen sehr einfühlsam um.

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Ein Amoklauf an deiner Schule - du überlebst, doch dein bester Freund stirbt - und nichts ist mehr so wie es war. Eindringlich, fesselnd und authentisch erzählt. Ein Amoklauf an deiner Schule - du überlebst, doch dein bester Freund stirbt - und nichts ist mehr so wie es war. Eindringlich, fesselnd und authentisch erzählt.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
31 Bewertungen
Übersicht
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Ein großartiges, nachhaltiges Buch
von lesenundmehr am 18.01.2014

Man kann über dieses Buch sicherlich zweierlei Meinung sein. Ich glaube es wird Leser geben, die die Geschichte als sehr einseitig empfinden und vielleicht auch das Gefühl haben, dass sich Miriam fast die ganze Zeit nur im Kreis dreht. Andere Leser werden sich auf die Geschichte und seine Figuren einlassen und... Man kann über dieses Buch sicherlich zweierlei Meinung sein. Ich glaube es wird Leser geben, die die Geschichte als sehr einseitig empfinden und vielleicht auch das Gefühl haben, dass sich Miriam fast die ganze Zeit nur im Kreis dreht. Andere Leser werden sich auf die Geschichte und seine Figuren einlassen und Gefühle, Gedanken und Taten, zumindest bis zu einem gewissen Punkt, nachvollziehen können. Sie werden gespannt weiter lesen und viele wundervolle Sätze finden, die zum Nachdenken anregen. Ich gehöre definitiv zur zweiten Gruppe. Die Geschichte hat mich schockiert, berührt und gefesselt zu gleichen Teilen. Ich fand die Figuren sehr authentisch dargestellt, und das betrifft die Darstellung der unbeschwerten Jugend, sowie auch die Reaktionen während des Amoklaufes und Entwicklung der Protagonisten danach. Jeder verarbeitet solch ein Ereignis natürlich anders. Auch das ist in diesem Roman Thema, wird aber nur am Rande angeschnitten. Hauptsächlich geht es hier um Miriams Geschichte, ihre Verzweiflung, Trauer, Wut, Rast- und Ratlosigkeit – schlicht um alles, was sie in der Zeit während und nach den dramatischen Ereignissen bewegt. Ich persönlich fand ihre Gefühlswelt sehr gut dargestellt und glaubwürdig. Sie durchlebte die Phasen der Trauer und Schicksalsverarbeitung in sehr nachvollziehbarer Weise. Immer wieder treten auch ihre Erinnerungen an frühere Erlebnisse zu Tage, die sie aushalten und verarbeiten muss, und manches versucht sie auch neu zu deuten. Dass man die ganze Geschichte dabei aus ihren Augen sieht, lässt alles umso näher erscheinen. Ich habe selten ein Jugendbuch gelesen, welches so tief ging und so viele schöne, tiefgreifende, nachhaltige Sätze enthielt. Sie regten an zum Innehalten und stimmten mich nachdenklich. Manchmal schockierten sie mich sogar, weil ich mich (leider) an einigen Stellen selbst wieder fand. Viele Themen werden in diesem Buch angesprochen, die einer Eigeninterpretation und Reflexion unterzogen werden können und sollten. Man wird über Freundschaft, Toleranz, Ausgrenzung, Mobbing, Waffengewalt, Trauer/Trauerverarbeitung, Hilflosigkeit und viele weitere Themen lesen und hoffentlich auch darüber nachdenken. Dieses Buch wäre sicherlich auch ganz hervorragend als Schullektüre geeignet, weil sich dadurch viele Themen verbinden lassen, über die es sich zu diskutieren lohnt. Ein großartiges, nachhaltiges Werk! Für mich ist es kein reines Jugendbuch, sondern ein All Ager.

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1 0
Sind wir schuld?
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 08.11.2014

„Irgendjemand verbindet mein Bein und versorgt meinen Arm. Mein Dad ist da. Er will mir helfen. Tobis Mom kommt. Tobi ist tot. Bei der OP gestorben. All das bekomme ich nur durch einen Nebel mit. Ich sollte um ihn weinen. Irgendeine Reaktion zeigen. Aber ich kann es nicht. Alles kommt... „Irgendjemand verbindet mein Bein und versorgt meinen Arm. Mein Dad ist da. Er will mir helfen. Tobis Mom kommt. Tobi ist tot. Bei der OP gestorben. All das bekomme ich nur durch einen Nebel mit. Ich sollte um ihn weinen. Irgendeine Reaktion zeigen. Aber ich kann es nicht. Alles kommt mir so unwirklich vor, so falsch. Ist es wirklich Wirklichkeit? Ich begreife nicht, wie das sein kann. Es ist doch ein ganz normaler Tag, so wie jeder andere auch. Alles ist doch so wie immer, sollte zumindest so wie immer sein. Was nur ist passiert? Joanne geht. Ihre Eltern bringen sie von hier weg. Dad nimmt mich in den Arm. Oma und Opa kommen, umarmen mich ebenfalls. Aber auch das fühlt sich falsch und unecht an. Eine Menge Kameras und Journalisten sind inzwischen da. Sie halten uns ihre Mikrofone hin, filmen die Schule. Ich schalte einfach ab. Ich sehe gar nichts mehr, ich höre nichts mehr. Ich fühle nichts mehr. Gar nichts. Nicht einmal das Schlagen meines Herzens. Kein Entsetzen, keine Angst. Nichts mehr. Auch die Schmerzen in meinem Bein spüre ich nicht. Auch nicht Omas Hand, die auf meiner Schulter ruht. Sie könnten mich einfach hier stehen lassen, für den Rest meines Lebens, es wäre mir egal. Es ist alles so egal.“ Es war ein ganz normaler Montagmorgen. Ein ganz normaler Montagmorgen, an dem Miriam fast verschlief, sich in die Schule schleppte, mit ihren Freundinnen quatschte, sich mit ihrem Freund verabredete… Ganz normal, bis zu dem Moment, als Schüsse die Luft zerrissen und das Schreien einsetzte… Danach ist alles anders. Miriam hat überlebt, aber ihr Freund Tobi wurde ein Opfer des Todesschützen. Und als der erste Schock nachlässt muss sie feststellen, dass nichts in ihrem Leben mehr so ist, wie es war… Auch wieder so ein Buch, das ich in einem Rutsch durchlesen musste! Es ließ sich einfach nicht mehr aus der Hand legen ;-) Der Leser stürzt direkt hinein in den Amoklauf. Er kommt genauso abrupt, wie er in das Leben von Miriam und ihren MitschülerInnen eindringt. Zusammen mit Miriam erlebt man die schrecklichen Minuten mit, die sich zu Stunden auszudehnen scheinen. Wer nun glaubt, dass sie Glück hatte, zu überleben, der wird sehr schnell eines besseren belehrt. Denn von Glück ist in der Folgezeit bei ihr nichts mehr zu merken. Miriam muss nicht nur den Tod ihres Freunds beklagen, auch das Verhältnis zu ihren Freundinnen ist ein anderes geworden - denn jede von ihnen hat sich geändert. Das Buch ist komplett aus Miriams Perspektive geschrieben. Als Leser fühlt man sich ihr dadurch natürlich sehr nah. Und ist ganz nah dran an Angst, Verzweiflung, Frustration, Hass und Wut. Jedoch ist das Buch keineswegs einseitig. Miriam ist in einer Extremsituation – und extrem ist auch ihr Verhalten einigen Menschen gegenüber, die ihr helfen möchten. Gemeinsam mit ihr versucht man, das Erlebte zu verarbeiten. Am Anfang steht die Fassungslosigkeit: „Ein Amoklauf. Nein, das kann es nicht gewesen sein. Das klingt so irreal. Amoklauf klingt nach Amerika. Immer wieder hört man davon, dass es in Amerika Amokläufe gibt. Es kann doch nicht wirklich einen Amoklauf an meiner Schule gegeben haben. So etwas passiert nicht in echt. Und warum sollte ausgerechnet ich so etwas erleben? Was ist gestern nur passiert?“ Was folgt ist ein irrer Mix aus starken Emotionen. Tiefe Trauer wird abgelöst durch Wut auf die Mutter, die sich jahrelang nicht blicken ließ und ausgerechnet jetzt auftaucht, um helfen zu wollen. Was dahinter nun wieder steckt, lässt sich für den Leser leicht ahnen. Überhaupt erkennt man an Miriam ganz deutlich dieses ganze Gefühlschaos, in dem schon ein „normaler“ und nicht durch Extremerfahrungen belasteter Jugendlicher regelmäßig steckt. Ich glaube, in dieser Phase des Lebens sind alle Empfindungen noch eine Spur extremer, als sie im späteren Leben sind. Miriam wirkt da sehr authentisch. Man begleitet sie durch viele Erinnerungen, zu Psychologen-Terminen und zu den Gräbern ihrer Freunde. Und man erlebt ihre Entwicklung mit. Der Weg in eine neue Zukunft ist nicht einfach. Darf es eine neue Zukunft überhaupt geben? Miriam wird von Schuldgefühlen gequält, beispielsweise ihrem toten Freund gegenüber. Und da ist noch mehr, ein weiteres Gefühl von Schuld, das sie sich lange nicht eingestehen will. Und das berechtigt zu der Frage führt, ob man den ganzen Amoklauf nicht hätte verhindern können… Ein Punkt, der in einem solchen Buch nicht fehlen darf, ist die Beschäftigung mit dem Täter. Die Frage, nach dem „Warum“ wird gestellt – wie so oft, kann sie nicht abschließend beantwortet werden. Aber es finden sich Anhaltspunkte, mögliche Gründe und Auslöser. Dabei kommt man erwartungsgemäß an den Themen Mobbing, Ausgrenzung und Anderssein nicht vorbei. Ich halte Bücher wie dieses für sehr wichtig, da Mobbing usw. leider zum Schulalltag gehören. Natürlich (und zum Glück!) wird nur aus wenigen gemobbten Menschen ein Amokläufer, aber es schadet ganz bestimmt nicht, sich mal mit den psychischen Belastungen aller Beteiligten auseinanderzusetzen. Fazit: Ein tolles Buch zu einem wichtigen Thema. Sehr intensiv und emotional geschrieben. Ich vergebe eine volle Leseempfehlung für (wenigstens) alle Jugendlichen, Eltern und Lehrer. „Es ist nicht wie in den Filmen, wo alle schon wissen, was geschehen wird, weil sie die Vorschau gesehen haben. Und es gibt auch keine Helden. Denn in der realen Welt denkt man nur an sich.“

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Mitreißende Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus NRW am 29.07.2014

Puh, dieses Buch hat mich ganz schön berührt. Wer mich kennt weiß das ich sehr empathisch bin, so hat diese Buch alles in mir aufgewühlt. Anna Seidel schreibt in der Perspektive von Miriam, welche eine ganz normale Schülerin war. Gleich zu Anfang kommt der erste Knaller, der Amoklauf. Als... Puh, dieses Buch hat mich ganz schön berührt. Wer mich kennt weiß das ich sehr empathisch bin, so hat diese Buch alles in mir aufgewühlt. Anna Seidel schreibt in der Perspektive von Miriam, welche eine ganz normale Schülerin war. Gleich zu Anfang kommt der erste Knaller, der Amoklauf. Als Matias mit gezogener Waffe vor ihr steht hielt ich die Luft an. So schnell und plötzlich wie der Amoklauf begann, so endete er auch. Doch der wirkliche Horror der Schüler begann erst jetzt. Hier hat Anna Seidel sehr authentisch rüber gebracht welchen Horror Miriam nun mit mach, aber man erahnt auch was die anderen mitmachen. Tobi, Miriams Freund ist nach den Amoklauf an seinen Verletzungen gestorben, das muss das junge Mädchen nun erst mal verdauen, nun kommt auch noch wie aus den nichts ihre Mutter wieder, die sie als Kind verlassen hat. Gefühlschaos pur. Sie verschließt sich, fühlt sich allein gelassen, auch von ihren Freundinnen, eine zieht weg und will keinen Kontakt, Joanne redet mit keinen mehr, die andere flüchtet sich in die Drogen Welt, besser berauscht als über den scheiß nachzudenken. Nur eine ist einigermaßen “normal” und hält zu Miriam. Es ist schwer für sie, die Eltern schicken sie zu einer Psychologin, sie fühlt sich einfach verlassen und merkt nicht das auch ihre Freundinnen zu kämpfen haben, gerade Joanne, welche nur einen Satz sagt “Sind wir Schuld?” Erst da erfährt der Leser langsam das Mirijam, Tobi und ihre Freunde, Matias gemobbt haben und irgendwie wirklich Schuld an seinen Ausraster haben. Man geht mit Miriam durch hoch und Tiefs, hasst sie und versteht sie wieder, hat Mitleid und dann wiederum nicht. Das Buch wühlt alle Gefühle in einen auf die man kennt. Ich habe lange gebraucht über dieses Buch hier zu schreiben, weil ich einfach nicht wusste wie ich das alles in Worte fassen sollte. Ich bin jedoch begeistert wie Anna Seidel dieses Schwere Thema aufgefasst hat und beschrieben hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass junge Leute genau SO reagieren. Auch mal an sich denken und egoistisch sind. Sich verschließen auch gegenüber Leuten denen man sonst immer Vertraute. Jeder geht mit Trauer eben anders um, mit Angst und Verlust. Da dieses Buch eben aus Miriams Sicht geschrieben ist, finde ich gut das man wenig bis gar nichts über die anderen Sichtweisen, Gefühlen usw erfährt, dafür hätte eine andere Erzählperspektive gewählt werden müssen. Daher war es gut wie es ist. Ich weiß nur eins, hätte ich eher gewusst wie dieses Buch mich mit nimmt, hätte ich es NICHT in der Bahn gelesen xD Heulen kommt da definitiv nicht gut!

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Erschütternd und Bewegend
von MissRichardParker am 05.03.2014

Ein ganz normaler Tag an einer ganz normalen Schule... Doch dann: Schüsse... ! Und die ganze Schule bricht in Panik aus. Die 15-jährige Miriam erlebt den Amoklauf hautnah. Hilflos muss sie mit ansehen wie ihr Freund erschossen wird. Sie versteckt sich mit Ihrer besten Freundin in der Toilette und erlebt... Ein ganz normaler Tag an einer ganz normalen Schule... Doch dann: Schüsse... ! Und die ganze Schule bricht in Panik aus. Die 15-jährige Miriam erlebt den Amoklauf hautnah. Hilflos muss sie mit ansehen wie ihr Freund erschossen wird. Sie versteckt sich mit Ihrer besten Freundin in der Toilette und erlebt dort grausame Minuten. Nichts ist mehr wie es war. Ihr Freundeskreis löst sich beinahe ganz auf und Miriam muss lernen, mit den schrecklichen Erinnerungen zu leben und vorallem mit der quälenden Frage: Sind wir Schuld...? Denn der Amokläufer war ein Schüler, der von allen gehänselt und gemobbt wurde. Auch von Miriam und Ihren Freunden.... Schon die ersten paar Seiten habe ich mit angehaltenem Atem gelesen. Man wird von Anfang an brutal in die fassungslose Tat des Amoklaufs geworfen und kann nicht anders als immer weiter zu lesen. Viele Fragen werden aufgeworfen die einem sehr nachdenklich stimmen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und in kurzen Sätzen. Mir gefiel das sehr gut weil es zu der jungen Erzählerin gepasst hat. Als ich das Buch fertig hatte musste ich weinen. Die Geschichte geht einem so tief unter die Haut. Es berührt wahnsinnig! Ein grandioses Jugendbuch. Und ich war auch richtig sprachlos, als ich gelesen habe, wie jung die Autorin ist. Hut ab! Ich bin begeistert und dieses Buch verdient einen grossen Respekt! Ich hoffe von Anna Seidl wird es noch einige Bücher mehr geben. Eigentlich möchte und könnte ich viel viel viel mehr darüber erzählen... doch ich finde, das sollten alle, die das Buch noch nicht gelesen haben, selber rausfinden. Unbedingt lesen!

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Erschütternd
von mabuerele am 24.02.2014

Miriam ist 15 Jahre. Sie geht mit ihrer Freundin in die Pause. Da fällt der erste Schuss. Die Geschichte wird von Miriam selbst erzählt. Sie erlebt den Amoklauf eines Mitschülers, sieht ihren Freund in seinem Blut liegen und eine Pistole auf sich gerichtet. Das Buch ist bewegend und erschütternd. Deutlich... Miriam ist 15 Jahre. Sie geht mit ihrer Freundin in die Pause. Da fällt der erste Schuss. Die Geschichte wird von Miriam selbst erzählt. Sie erlebt den Amoklauf eines Mitschülers, sieht ihren Freund in seinem Blut liegen und eine Pistole auf sich gerichtet. Das Buch ist bewegend und erschütternd. Deutlich wird herausgearbeitet, wie unterschiedlich die Schüler auf das Geschehen reagieren. Miriam schreibt von Angst und Egoismus, von Mobbing und Schuld. Der Amoklauf verändert ihr Leben nachhaltig. Sie zieht sich zurück, hinterfragt den Sinn des Lebens und erinnert sich. Unter den Toten ist ihr Freund Tobi. Tanja, eine Freundin, ist nach Berlin verzogen und hat sich aus sämtlichen sozialen Netzwerken gelöscht. Alles, was war, zerbricht von einem Augenblick zum anderen. Auch die Angehörigen wissen nicht, wie sie mit den traumatisierten Kindern und Jugendlichen umgehen sollen. Woher auch? Immer wieder schweifen Miriams Gedanken in die Vergangenheit. Diese Teile des Buches werden durch eine andere Schriftart von den üblichen Texten abgesetzt. Erinnerungen an das Zusammensein mit Tobi, gemeinsame Stunden mit den Freunden und – nach einiger Zeit – Unfreundlichkeiten gegenüber dem späteren Amokläufer wechseln sich ab. Miriam lebt mit ihrem Vater allein. Die Mutter hatte die Familie verlassen. Jetzt kehrt sie zurück. Auch damit kann Miriam anfangs nicht gut umgehen. Miriam erzählt ungefähr ein Jahr ihres Lebens. Ich darf als Leser miterleben, wie sie nach und nach in den Alltag zurückfindet. Doch es wird nie wieder wie zuvor. Miriam ist schlagartig erwachsen geworden. Nicht nur ihr Leben, auch ihr Denken ist ernsthafter. Der Schriftstil ist dem Thema und der Zielgruppe angemessen. Wut und Trauer, bewusstes Schweigen und stilles Fragen, alle Facetten des Lebens werden gekonnt in Worte gefasst. Trotzdem wirkt keine Szene gestellt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es enthält Gedanken, die muss man zwei Mal lesen. Der Roman hat mich erschüttert. Er wirkt so authentisch, als hätte die Autorin die Geschichte selbst erlebt.

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Aufrüttelnd und bewegend
von Hope am 16.02.2014

Man kann die Angst riechen. Man kann nach ihr greifen. Er ist unter uns. Wir können sie hören, die Schüsse. Sie sind laut. Viel zu laut. So beginnt der Klappentext von Anna Seidls Debütroman. Was die betroffene Miriam erlebt, lässt einem beim Lesen die Nackenhaare aufstellen vor Entsetzen. Ein Amoklauf in... Man kann die Angst riechen. Man kann nach ihr greifen. Er ist unter uns. Wir können sie hören, die Schüsse. Sie sind laut. Viel zu laut. So beginnt der Klappentext von Anna Seidls Debütroman. Was die betroffene Miriam erlebt, lässt einem beim Lesen die Nackenhaare aufstellen vor Entsetzen. Ein Amoklauf in der Schule. Hier an einem Ort der Schutz und Sicherheit geben soll, geht plötzlich das Grauen um. Miriam muss miterleben wie ihr Freund Tobi von dem Amokläufer erschossen wird und mit ihm insgesamt 7 Personen das ganze mit dem Leben bezahlen müssen. Miriam ist traumatisiert und mit ihr viele andere Schüler, Schülerinnen und Lehrer. Miriam braucht lange, doch dann fängt sie behutsam an, sich das Leben Schritt für Schritt neu zu erobern. Während der Schilderung ihres Kampfes zurück ins Leben gewährt Miriam auch immer wieder Rückblicke in ihr "altes" Leben. Ihre unbeschwerte Zeit mit Tobi und ihrer Mädchenclique. Sie erzählt einiges von früher und den Charakteren ihrer Freundinnen vor und nach dem Amoklauf. Jedes dieser Mädchen versucht auf ihre Art mit der Situation klar zukommen, Einigen gelingt es, anderen leider nicht. Miriam hinterfragt sich aber auch selbst äußerst kritisch. Hätte sie sich in dem Moment des Amoklaufes anders verhalten sollen? Hätte sie Tobis Tod verhindern können? Tragen sie und andere Schüler eine Mitschuld, dass der Täter Amok gelaufen ist? Aus der unbedarften 15-jährigen ist durch ein überaus schmerzvolles Ereignis ein reiferes Mädchen geworden, das vieles nun kritischer überdenkt aber auch sensibler und verletzlicher geworden ist. Anna Seidl hat hier etwas ganz wunderbares geschaffen. Eine Tragödie die man keinem auch nur im Entferntesten wünscht, die aber auf sehr beeindruckende und sensible Weise zeigt, wie verschieden jeder Einzelne mit so einer Situation umgeht. Für eine 16-jährige ist es grandios mit wie viel Fingerspitzen Gefühl sie sich mit dieser Geschichte auseinandersetzt. Anna Seidls Eltern haben immer an sie geglaubt, selbst wenn sie es nicht tat. Ich denke nach diesem gelungen Start wird eine große Leserschaft an sie glauben.

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Es wird keine Helden geben
von dorli am 30.01.2014

Die 15-jährige Miriam sitzt wie an jedem anderen Tag auch in der Schule. Plötzlich fallen Schüsse. Miriam und ihre Freundin Joanne verstecken sich. Als Miriam einen Blick aus ihrem Schlupfwinkel wagt, sieht sie nicht nur ihren Freund Tobi verletzt am Boden liegen, sondern gerät auch selbst in das Visier... Die 15-jährige Miriam sitzt wie an jedem anderen Tag auch in der Schule. Plötzlich fallen Schüsse. Miriam und ihre Freundin Joanne verstecken sich. Als Miriam einen Blick aus ihrem Schlupfwinkel wagt, sieht sie nicht nur ihren Freund Tobi verletzt am Boden liegen, sondern gerät auch selbst in das Visier des Amokschützen… In ihrem Buch „Es wird keine Helden geben“ schildert Anna Seidl, welche Auswirkungen ein Amoklauf auf die Überlebenden haben kann. Die Autorin stellt dabei die Gedanken, Gefühle, Erlebnisse und Erinnerungen der 15-jährigen Miriam in den Fokus und man begleitet das Mädchen Schritt für Schritt zurück in ein „normales“ Leben. Gleichzeitig macht Anna Seidl aber auch deutlich, dass die schrecklichen Ereignisse von den Überlebenden ganz unterschiedlich verarbeitet werden und dass es nicht jedem gelingt, in den Alltag zurückzufinden. Es hat mich beeindruckt, dass es einer so jungen Autorin gelingt, die ganze Flut an unterschiedlichen Gefühlen, die über Miriam hereinbricht, nicht zu einem Wirrwarr für den Leser werden zu lassen. Ganz im Gegenteil, Anna Seidl beschreibt das Auf und Ab, das Miriam in den Tagen, Wochen und Monaten nach dem Amoklauf erlebt, durchweg verständlich und nachvollziehbar. Auch zeigt Anna Seidl, dass Familienangehörige oft nicht wissen, wie sie dem Betroffenen helfen sollen bzw. nicht in der Lage sind, den Betroffenen zu unterstützen und ihm Halt zu geben. Mit teilweise verheerenden Folgen. Im Fall von Miriam sind viele unterschiedliche Menschen an dem Prozess beteiligt, der sie wieder auf die Beine kommen lässt – Familie, Freunde, Psychologen und sogar ein völlig Fremder versuchen ihr zu vermitteln, dass es irgendwie weitergehen wird. Miriam pendelt zwischen guten und schlechten Tagen – am Ende der Geschichte überwiegen für das Mädchen die guten Momente und sie kann hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. „Es wird keine Helden geben“ ist gelungenes Debüt mit einem bewegenden und nachdenklich machenden Thema.

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Anna Seidl verdient meinen größten Respekt für diese eindringliche Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Aldenhoven am 23.01.2014

Schicksal! Das ist wohl das Wort, das mir gleich zu Beginn, bereits nach den ersten 3 Sätzen in den Sinn kam. Ich gehöre wohl zu den Menschen, die an Schicksal glauben. Verkettungen unglücklicher Zufälle nennen es die anderen vielleicht, Für mich jedoch geschieht nichts im Leben „einfach nur... Schicksal! Das ist wohl das Wort, das mir gleich zu Beginn, bereits nach den ersten 3 Sätzen in den Sinn kam. Ich gehöre wohl zu den Menschen, die an Schicksal glauben. Verkettungen unglücklicher Zufälle nennen es die anderen vielleicht, Für mich jedoch geschieht nichts im Leben „einfach nur so“. Aber war es wirklich Schicksal? Diese Frage beschäftigte mich während des gesamten Romans ... und auch noch lange danach ... Schon auf der ersten Seite war ich erstaunt über die kraftvollen und ausdrucksstarken Worte der (zu dem Zeitpunkt) 16 jährigen Autorin Anna Seidl. Rückblenden als Erinnerungen an Ereignisse vor dem Amoklauf zeigten mir den ganz normalen, grundsätzlich glücklichen Teenageralltag der Protagonistin Miriam. Immer wieder wird man zurück gerissen in die Gedanken und Gefühle die Miriam nun nach diesem schrecklichen Amoklauf beschäftigen. Ein heftiger Kontrast, der mich als Leser in ein regelrechtes Gefühlschaos zog. So glücklich diese Erinnerungen auf den ersten Blick scheinen, man lernt Miriam und ihre Freunde, insbesondere natürlich ihrer toten Freund Tobi auch von einer hin und wieder doch gemeinen Seite kennen und so regten sich bei mir schnell die gleichen Gedanken, wie sie die Protagonistin mit sich tragen muss. Wieso kam es zu dem Amoklauf? wer trägt Schuld daran? Schuld – das ist eine der großen Fragen, die es für Miriam zu beantworten gilt. Doch nicht nur für sie ... Die tiefen Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin, wie auch die Handlungen ihrer Freunde wirkten auf mich gleichermaßen realistisch und verstörend. Wie Episoden wechseln sich in diesem Roman die Rückblicke in das Leben VOR dem Amoklauf mit dem Hier und jetzt im Schatten der Tragödie ab und tief berührt erlebte ich, wie sich Miriam Schritt für Schritt ein wenig Glück und Normalität zurückerkämpft. Im Hinterkopf wie jung die Autorin ist muss ich gestehen, dass ich schwer beeindruckt von der Intensität dieser Geschichte war. DAS hätte ich nicht erwartet. Mir war klar, dass dieses Thema mich nicht unbeeindruckt zurücklassen würde ... auf diese Emotionen war ich allerdings nicht gefasst. Hier geht es nicht um ein Einzelschicksal und auch nicht um richtig und falsch. Wenige Minuten verändern nicht nur das Leben eines Menschen oder einiger Schüler ... Hier geht es um soviel mehr, jeder für sich kämpft …. Gewinnt ... oder verliert. Gibt es irgendetwas, das mich an diesem Roman nicht beeindruckt hat? Die Antwort ist ein ganz klares NEIN! Ich war vom kraftvollen und sicheren Schreibstil der jungen Autorin ebenso beeindruckt, wie ich von der Story ergriffen und erschüttert war. Die Figuren dieses Romans, allen voran natürlich die Protagonistin Miriam, sind nicht nur sehr gut ausgearbeitet, sondern auf fast erschreckende Art realistisch und ihre Angst, Sorge, Verzweiflung und Hoffnung nahezu spürbar. „Es wird keine Helden geben“ ist ein Roman, der mich durch seine Intensität noch nachhaltig beschäftigt hat. Eindringlich wird man hier mit einem Thema konfrontiert, dass man sonst nur aus den Nachrichten kennt und kommt nicht umhin, auch seine eigenen Gedanken zu diesem Thema zu vertiefen. Anna Seidl verdient meinen größten Respekt für diese eindringliche Geschichte.

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Sehr bewegend
von MacBaylie am 20.01.2014

--- Ist es wirklich erst fünf Stunden her, dass ich den Tag schlimm fand, nur weil ich um sechs Uhr aufstehen musste? Es ist alles so unwirklich. Als wäre es nur ein Film. Und das Schreckliche ist, dass ich diesen Film auch noch gerne gesehen hätte. --- (Zitat S. 23) Berührend,... --- Ist es wirklich erst fünf Stunden her, dass ich den Tag schlimm fand, nur weil ich um sechs Uhr aufstehen musste? Es ist alles so unwirklich. Als wäre es nur ein Film. Und das Schreckliche ist, dass ich diesen Film auch noch gerne gesehen hätte. --- (Zitat S. 23) Berührend, fesselnd und unfassbar real, schildert Anna Seidl einen Amoklauf an einer Schule und Miriams Martyrium als Überlebende. Sie findet Worte für das, was man mit Worten eigentlich gar nicht beschreiben kann. Nach einem Ereignis wie diesem kann nichts mehr so sein, wie es vorher war. Trauer, Schuldgefühle, Wut, Hass und Hilflosigkeit wechseln sich ab und lassen Miriam nicht mehr ruhig schlafen. Da sie uns Leser als Ich-Erzählerin hautnah an ihrem Leben, ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt, wirkt das Szenario um so realer und sehr bedrückend, sodass es mir des Öfteren den Atem verschlagen hat. Unglaublich intensiv wirken die verschiedensten Gedankengänge, Erinnerungen oder bloße Erinnerungsfetzen. Hätte sie ihrem Freund Tobi helfen können - ihm helfen müssen? Hätte sie sich Matias gegenüber anders verhalten müssen? Hätte sie das Ganze verhindern können? Wird sie jemals wieder ruhig schlafen können? ... Nicht mal als Leser kann man sich dieser drückenden Atmosphäre entziehen, wie mag es dann erst denjenigen ergehen, die solch eine schlimme Erfahrung in Wirklichkeit machen mussten. Sehr beeindruckend finde ich, dass die Autorin erst 16 Jahre alt war, als sie diese aufwühlende Geschichte geschrieben hat. Da fragt man sich, wo hat diese junge Dame das Einfühlungsvermögen her, eine derartige Geschichte mit so viel Authentizität zu Papier zu bringen. Wenn man das Buch zuschlägt fällt einem unweigerlich das oben genannte Zitat wieder ein. Wir lesen das Buch, sehen den Film, und wünschen uns, dass niemand so etwas in Wirklichkeit erleben und ertragen muss. Fazit: Eine unglaublich emotionale Geschichte über Leben, Tod, Trauer, Wut, Hass, Schuld und Hilflosigkeit. Beklemmend und aufwühlend. Zum Nachdenken, Umdenken und Überdenken. Eine Geschichte, die für viel Gesprächsstoff sorgt.

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Beängstigend und verstörend
von einer Kundin/einem Kunden aus Reutlingen am 19.01.2014

Es ist ein ganz normaler Schultag für Miriam, der mit einer SMS ihres Freundes Tobi beginnt, der sie an den Schulbeginn erinnert. Dieser Schultag endet in einem Albtraum. Miriam flüchtet mit einer Freundin in die Jungentoilette. Sie ignoriert den panisch schreienden Klassenkameraden Philipp. Sie sieht ihren Freund verletzt auf... Es ist ein ganz normaler Schultag für Miriam, der mit einer SMS ihres Freundes Tobi beginnt, der sie an den Schulbeginn erinnert. Dieser Schultag endet in einem Albtraum. Miriam flüchtet mit einer Freundin in die Jungentoilette. Sie ignoriert den panisch schreienden Klassenkameraden Philipp. Sie sieht ihren Freund verletzt auf dem Flur liegen und kann ihm nicht helfen. Den Streifschuss, den sie abbekommen hat, spürt sie nicht. Wir nehmen teil an Miriams Leben nach dem Amoklauf, das sich grundlegend von ihrem alten Leben unterscheidet. Plötzlich sind Shoppen, Party, FB und der Alltag nicht mehr wichtig. Miriam steht unter Schock. Sie hat Albträume und kann über ihr Erlebnis erst einmal nicht sprechen. Mit ihrer Familie schon gar nicht. Es macht es auch nicht besser, dass ihre Mutter, die vor fünf Jahren die Familie verlassen hat, zurückkehrt. Miriam ist wütend. Auf sich selbst, weil sie Philipp nicht geholfen hat, weil sie Tobi auf dem Flur liegen gelassen hat, auf ihre Familie, auf den Täter Matias und auf die ganze Welt. Mit ihren Freundinnen kann sie nicht reden. Tanja ist weggezogen, Joanna spricht nicht mehr und Sophie ist nun in der Haschisch-Clique. Nur Vanessa kommt langsam wieder auf Miriam zu. Auch die Psychologin, zu der sie von ihren Eltern geschickt wird, kommt erst einmal nicht an Miriam heran. Doch irgendwann setzt bei Miriam ein Prozess ein, die Wut, den Schock und die Trauer bewältigen zu wollen. Anna Seidls Debüt-Roman hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte klingt sehr realistisch. Ihre Protagonistin Miriam ist ein sehr starker, lebendiger Charakter. Es ist für uns nachvollziehbar, dass Miriam mit ihren Erlebnissen so umgeht. Wir erleben, wie sich Miriam ganz langsam verändert, sie wird erwachsen und kann mit dem Erlebten umgehen. Eine starke, bewegende Geschichte, die aktuelle Themen wie Mobbing, Freundschaft, Schuld und Trauer, behandelt. Das Buch ist vom Verlag für die Altersgruppe 14 - 17 empfohlen. Ich kann dieses Buch aber auch erwachsenene Lesern nahelegen, die sich mit den genannten Themen auseinandersetzen möchten. 5/5 Sterne für dieses großartig erzählte Debüt. Absolute Leseempfehlung. Das Buch würde sich gut als Unterrichtslektüre eignen, da es genügend Diskussionsstoff bietet.

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Ein Buch, das zum Nachdenken anregt
von einer Kundin/einem Kunden aus Aachen am 19.01.2014

Es sollte ein Schultag wie jeder andere sein. Doch in der Pause verändert sich das Leben der fünfzehnjährigen Miriam schlagartig: Schüsse fallen. Ein Junge ihrer Parallelklasse läuft Amok. Miriam versteckt sich mit ihrer besten Freundin in einer Toilettenkabine, muss mitanhören, wie vor der Kabine ein Junge erschossen wird. Als... Es sollte ein Schultag wie jeder andere sein. Doch in der Pause verändert sich das Leben der fünfzehnjährigen Miriam schlagartig: Schüsse fallen. Ein Junge ihrer Parallelklasse läuft Amok. Miriam versteckt sich mit ihrer besten Freundin in einer Toilettenkabine, muss mitanhören, wie vor der Kabine ein Junge erschossen wird. Als sie sich auf den Gang hinauswagt, entdeckt sie ihren Freund Tobi schwer verletzt am Boden, für ihn kommt jede Hilfe zu spät. Nach Minuten, die wie Stunden erscheinen, ist alles vorbei. Nicht aber für Miriam, deren persönlicher Albtraum gerade erst begonnen hat… Nach einem kurzen Prolog, in dem Miriam nachdenklich auf die Ereignisse zurückblickt, beginnt das Buch mit den schockierendsten Seiten, die ich seit langer Zeit gelesen habe: Aus Miriams Perspektive wird geschildert, wie sie den Amoklauf an ihrer Schule erlebt. Der eindringliche Schreibstil sorgte dafür, dass ich diese schrecklichen Minuten durch Miriams Augen hautnah miterlebte und nachvollziehen konnte, wie Miriam sich fühlen muss. 12 Seiten später ist alles vorbei, der Amoklauf ist beendet. Doch damit geht dieses Buch eigentlich erst so richtig los. Miriams Leben ist völlig auf den Kopf gestellt, das Gesehene und die Tatsache, dass ihr Freund tot ist, haben sie gänzlich aus der Bahn geworfen. Ohnmacht, Wut, Trotz, eine verzweifelte Suche nach Antworten – in den Tagen nach dem Amoklauf durchlebt Miriam die verschiedensten Gefühle. Wie stark haben die Ereignisse sie verändert? Und wie kann es für sie weitergehen? Wird sie ihren Weg zurück in den Alltag finden? Nicht nur Miriams Gefühlswelt wird in diesem Buch eindringlich und berührend geschildert, sondern auch der Umgang mit ihrem Umfeld. Zum einen ist da Miriams Familie. Ihre Mutter hat die Familie vor Jahren verlassen und ist nun zurückgekehrt. Nun wird es für ihre Familie zur Herausforderung, einen richtigen Umgang mit Miriam zu finden, die wiederum Probleme damit hat, mit der Reaktionen ihrer Eltern umzugehen. Zum anderen wird auch thematisiert, wie Miriams Freunde mit dem Amoklauf umgehen. Jeder reagiert hier völlig anders. Dies führt zu intensiven und auch sehr traurigen Szenen, die nicht spurlos an mir vorbeigegangen sind. Dieses Buch wirft letztendlich eine Vielzahl an Fragen auf, die den Leser nachdenklich zurücklassen. Wie kann man mit seiner Trauer umgehen? Wer trägt die Schuld an einem Amoklauf? Wie weit geht man für Menschen, die man liebt? Wie wichtig ist es in so einer schweren Situation, seinen Freunden vertrauen zu können? Das sind nur einige der Fragen, die thematisiert werden und dafür sorgten, dass mir dieses Buch für lange Zeit nicht auf dem Kopf gehen wird. „Es wird keine Helden geben“ ist mehr als die Beschreibung eines Amoklaufs. Durch die Ich-Perspektive und den einnehmenden Schreibstil gelingt es Anna Seidl, den Leser die Welt durch Miriams Augen sehen zu lassen, spricht eine Vielzahl an Themen an und wirft Fragen auf, die mich zum nachdenken brachten. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

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Ein sensibles intensives Thema
von einer Kundin/einem Kunden am 18.01.2014

In "Es wird keine Helden geben" behandelt die junge Autorin Anna Seidl ein sehr sensibles Thema, welches leider immer mehr ein Phänomen in unserer Gesellschaft wird: Den Amoklauf. Am meisten im Gedächtnis geblieben sein dürfte den meisten der Amoklauf von Winnenden 2009 und oft wird die Frage gestellt: Was... In "Es wird keine Helden geben" behandelt die junge Autorin Anna Seidl ein sehr sensibles Thema, welches leider immer mehr ein Phänomen in unserer Gesellschaft wird: Den Amoklauf. Am meisten im Gedächtnis geblieben sein dürfte den meisten der Amoklauf von Winnenden 2009 und oft wird die Frage gestellt: Was treibt die Täter an? Was sind die Gründe und wie können wir weitere Amokläufe verhindern? Doch die Autorin schafft es noch viele weitere Themen mit hinein zu packen, von Freundschaften, die auf eine harte Probe gestellt werden bis zu einer verlorenen Liebe. Zum Inhalt: Miriam verbringt einen ganz normalen Schultag und freut sich auf die nächste Pause. Doch dann passiert das Unfassbare: Schüsse fallen! Matias, ein Schüler aus Mirams Parallelklasse schießt um sich und trifft dabei auch Miriams Freund Tobi tödlich. Miriam und ihre Freunde bleiben fassungslos zurück und wissen gar nicht, wie sie mit dem Geschehenen umgehen soll. Vor allem Miriam versinkt tief in ihre Trauer um Tobi. Meine Meinung: Anna Seidl erzählt hier mit ihren 16 Jahren eine wahnsinnig intensive und aufwühlende Geschichte. Von Anfang an ist der Leser sofort im Geschehen drin, denn er erlebt mit Miriam den Amoklauf hautnah mit. Man fühlt mit Miriam die Angst, als sie sich vor dem Täter versteckt und das Grauen, als ihr Freund erschossen wird. Dabei zeigt uns die Autorin im Laufe der Geschichte auf, wie viele verschiedene Möglichkeiten Menschen wählen, um mit so einem einschneidenden Erlebnis und der damit verbundenen Trauer umzugehen. Miriam und ihre Freundschaft zu ihren 3 besten Freundinnen wird auf eine harte Probe gestellt, ebenso Miriams Verhältnis zu ihren Eltern. Doch auch die Liebe findet ihren Weg in dieses wundervolle Buch, denn der Leser spürt Miriams Trauer über den Tod von Tobi. In kleinen Rückblenden erfahren die Leser, wie glücklich Miriam und Tobi zusammen waren und wie sehr sie sich geliebt haben. Einen weiterer Punkt, den die Autorin geschickt einflechtet, ist die Frage, wie sehr die Gesellschaft und auch konkret die Mitschüler Schuld an dem Amoklauf sind. Der Leser erfährt mehr über den Amokläufer Matias und auch darüber, welche Stellung er in der "Hackordnung" der Schule eingenommen hat. Dabei schafft es die junge Autorin die Leser so in den Bann der Geschichte zu ziehen, dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Der Schreibstil bleibt dabei, im Gegensatz zu den intensiven Themen des Buches, eher "leichter", in dem u.a. kürzere Sätze verwendet werden. Fazit: "Es wird keine Helden geben" greift ein sehr eindringliches und aktuelles Thema auf: den Amoklauf. Dabei schafft die junge Autorin es, die essentiellen Dinge des Lebens "Trauer", "Liebe", "Freundschaft" und "Schuld" mit einzuflechten und zu thematisieren. Das Buch hat mich sehr nachdenklich und tief bewegt zurückgelassen! Ich habe da Gefühl, jegliche Worte werden diesem tollen Werk einfach nicht gerecht!

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Matias - 16 - Mobbingopfer - Amokläufer
von Melanie Enns aus L. am 18.01.2014

Die Frage die sich mir stellt ist folgende: Hat es sich vorher schon gezeigt und hätte vielleicht sogar verhindert werden können? Liegt es vielleicht daran, das wir selbst recht oberflächlich gegenüber unseren Mitmenschen sind? Verschließen wir die Augen vor den Bedürfnissen der anderen um uns herum? Sind wir vielleicht... Die Frage die sich mir stellt ist folgende: Hat es sich vorher schon gezeigt und hätte vielleicht sogar verhindert werden können? Liegt es vielleicht daran, das wir selbst recht oberflächlich gegenüber unseren Mitmenschen sind? Verschließen wir die Augen vor den Bedürfnissen der anderen um uns herum? Sind wir vielleicht selbst diejenigen die mit den Fingern auf andere zeigen? In "Es wird keine Helden geben" hat Anna Seidel ein Buch geschaffen, welches vor Emotionen förmlich übersprudelt. Mich überlief es förmlich heiß und kalt. Auch wenn 256 Seiten zügig gelesen sind, ist es eine Story die nachklingt und mich regelrecht treffen konnte und zwar da wo es wehtut - mitten ins Herz. Nicht, weil die Story so schön war, sondern weil sie echte tiefe Emotionen in mir wecken konnte. Kennt ihr Alpträume in denen ihr völlig bewegungslos, gelähmt eurem Mörder gegenüber steht? Ihr wisst, das er euch erschießen möchte und dennoch seid ihr nicht fähig nur mit der Wimper zu zucken. So ergeht es auch Miriam in dem Moment als Matias seine Pistole auf sie richtet. Sie beobachtet, wie er andere erschießt. Menschen die sie liebt und vielleicht wäre es anders abgelaufen, wenn sie nicht förmlich erstarrt wäre vor Angst. Wer möchte ihr hier einen Vorwurf machen? Wer hat das Recht sie schuldig zu sprechen? Miriam selbst ist es, die sich nicht vergeben kann und förmlich an ihren Schuldgefühlen zu ersticken droht. Als Vielleserin habe ich natürlich schon einiges an guten Büchern gelesen und es waren auch einige dabei, die mich wirklich zum Nachdenken und Umdenken gebracht haben. "Es wird keine Helden geben" sehe ich als besonders wertvoll an. Ganz klar schon alleine daher, weil es so viele verschiedene Facetten bietet. Bleibst du stehen oder gehst du weiter? Lässt du es zu, das du förmlich zerfressen wirst vor Angst, Schuld oder auch Trauer? Oder gehst du dem Leben erneut entgegen? Niemand weiß wie das Leben weitergeht und manchmal ist es auch gut so. Für Miriam wird es ein harter Weg, aber es ist bewundernswert, das sie es wenigstens versucht und nicht aufgibt. Sie hätte sich auch in Depressionen oder anderen psychischen Störungen hingeben können. Vielleicht hätte sie ihr Leben ohne Medikamente nicht mehr ertragen? Ich bin überzeugt, das "Es wird keine Helden geben" wunderbar als Schullektüre passen würde. Es bietet so viel an Fragen. Fragen nach den inneren Werten. Fragen nach Schuld. Fragen nach dem Warum. Am schlimmsten war für mich die Erkenntnis, das ich selbst vielleicht auch Schuld habe. Hätte ich Matias gestärkt als alle anderen ihn fertig gemacht haben? Ihn gemieden haben? "Hau ab du stinkst" Wie hätte ich mich verhalten? Es ist eine große Schwierigkeit auf ein Buch einzugehen, ohne seine wirkliche Geschichte zu erzählen. Mein Ziel ist Neugier zu wecken und nicht die Story schon so weit preis zugeben, das niemand mehr das Buch lesen möchte. Ein Buch, welches wirklich zum Nachdenken anregt und lange nachklingt. Prädikat: Unbedingt Lesen!

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Sehr bewegend...
von einer Kundin/einem Kunden aus Mutterstadt am 18.01.2014

Ich habe dieses Buch als letztes im Jahr 2013 gelesen. Amoklauf! Ein Thema das man gerne hinter sich läßt. Und doch ist es immer aktuell. Niemand weiß ob man nicht selbst irgendwann zu den Opfern gehört. Unglaublich das die Autorin Anna Seidl diesen Roman im Alter von sechzehn... Ich habe dieses Buch als letztes im Jahr 2013 gelesen. Amoklauf! Ein Thema das man gerne hinter sich läßt. Und doch ist es immer aktuell. Niemand weiß ob man nicht selbst irgendwann zu den Opfern gehört. Unglaublich das die Autorin Anna Seidl diesen Roman im Alter von sechzehn Jahren geschrieben hat. Nach einem Alptraum wollte sie dieses Thema festhalten. Solch einen Alptraum hatten bestimmt viele von uns, ich auch schon. Aber niemals würde ich so treffend die Panik, Angst, Wut und Trauer beschreiben können. Kein Tatsachenbericht, und trotzdem fesselnd von Anfang bis zum Ende. Bereits auf den ersten Seiten musste ich mehrmals tief durchatmen. Dies ist kein Roman denn man mal so schnell zwischendurch lesen kann, man benötigt dafür Zeit. Ich musste das Ganze erst einmal ruhen lassen, denn was ich gelesen habe hat mich tief bewegt.... Wer sich mit dem Thema Amoklauf auseinandersetzen möchte sollte auf jedem Fall zu diesem Buch greifen. Ein aufwühlender Debüt-Roman einer jungen Autorin, von der wir hoffentlich noch mehr lesen werden. Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne

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Ein aktuelles Thema, das sehr bewegt!
von Merlins Bücherkiste aus Sundern am 18.01.2014

Von einer Minute zur nächsten verändert sich dein Leben vollkommen und du stehst daneben und hast kaum eine Chance zu begreifen, was eigentlich passiert ist. So ergeht es Miriam in dem bewegenden Roman "Es wird keine Helden geben". Miriam ist fünfzehn und hat eigentlich alles fest im Griff. Seit... Von einer Minute zur nächsten verändert sich dein Leben vollkommen und du stehst daneben und hast kaum eine Chance zu begreifen, was eigentlich passiert ist. So ergeht es Miriam in dem bewegenden Roman "Es wird keine Helden geben". Miriam ist fünfzehn und hat eigentlich alles fest im Griff. Seit ein paar Monaten ist sie mit Tobi zusammen und glücklich, hat unglaublich liebe Freundinnen und auch schulisch keine Probleme. Einzig zu ihrer Mutter hat sie keinen Draht, doch das liegt nicht an ihr. Und dann passiert es. An einem Vormittag schießt ein Schüler mit einer geladenen Waffe auf Miriams Mitschüler und Lehrer. Sie sieht, wie ihr Freund vor ihren Augen verblutet und muss den Tod eines anderen Jungen hautnah miterleben. In letzter Sekunde kann Miriam selbst vor dem Amokläufer gerettet werden. Doch zu welchem Preis? Autorin Anna Seidl erzählt in dem schockierenden Jugendroman die Folgen eines Amoklaufs, der die Schülerin Miriam an ihre persönlichen Grenzen führt. Wie wird sie mit dem Erlebten fertig? Wie kann sie den Verlust ihres Freundes verarbeiten und wie verändern sich die Freundschaften um sie herum? Tragisch und voller Emotionen schildert die junge Schriftstellerin in ihrem Debüt die Erlebnisse, die grausam und zugleich fesselnd wiedergegeben werden. Aus Miriams Sicht erlebt der Leser sämtliche Höhen und Tiefen der jungen Frau. Die Verarbeitung der Geschehnisse liegt dabei ganz oben auf und macht deutlich, wie stark erschüttert sie ist. Miriam quält sich mit der Frage, ob sie mit Schuld ist oder warum der Junge so gehandelt haben könnte. Sicherlich haben Miriam und ihre Freunde den Todesschützen gemobbt, doch ist das ein ausreichender Grund, so zu reagieren? Hätte es verhindert werden können? Miriam muss neu lernen, mit ihrem Leben und den neuen Verhältnissen zurecht zu kommen. Sie hat alles verloren, was ihr etwas bedeutet hat und steht nun vor einem Scherbenhaufen. Sehr emotional beschreibt Anna Seidel die Handlung, die von Anfang bis Ende überzeugt und zum Weiterlesen verführt. Ihre Sprache ist bildlich und leicht verständlich. Ihre Protagonisten sind glaubwürdig und mit viel Liebe zum Detail beschrieben worden. Dadurch kann der Leser realistisch in die Geschehnisse eintauchen und alles hautnah miterleben. Dennoch ist es keine leichte Lektüre, denn die Erlebnisse sind nur sehr schwer zu verdauen. Fazit: "Es wird keine Helden geben" ist ein Buch, das bewegt und zum Nachdenken animiert. Wie es der Titel bereits besagt, kann es in dieser Situation keine Helden geben. Jeder muss lernen, alleine mit dem Erlebten klar zu kommen. Der Leser darf Miriam bei ihrer Verarbeitung begleiten und wird dadurch in die Tiefen der Trauer, Depression und Ängste hinein katapultiert. Allerdings folgt auf die dunklen Tage auch wieder Sonnenschein. Und so wird dieses Buch zu einem wahren Lesevergnügen, das in Erinnerung bleibt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine große Leseempfehlung!

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eindrückliches Debüt
von Favola am 18.01.2014

"Es wird keine Helden geben" ist das eindrucksvolle Debüt einer jungen deutschen Autorin, die sich gleich mit einer sehr schwierigen Thematik befasst: einem Amoklauf in einer Schule. Schon mit dem ersten Satz ahnen wir, dass sich Miriams Leben verändern wird. Dass dies so drastisch und wohl für immer ist, wird... "Es wird keine Helden geben" ist das eindrucksvolle Debüt einer jungen deutschen Autorin, die sich gleich mit einer sehr schwierigen Thematik befasst: einem Amoklauf in einer Schule. Schon mit dem ersten Satz ahnen wir, dass sich Miriams Leben verändern wird. Dass dies so drastisch und wohl für immer ist, wird einem dann auf den nächsten Seiten klar. Wie viel kann ein Mensch ertragen, um weiterleben zu können, weiterleben zu wollen? Miriam wird Zeuge eines Amoklaufs an ihrer Schule, muss mit eigenen Augen zusehen, wie ihr Freund Tobi in einer Blutlache liegt. Dieses schreckliche Erlebnis kann sie nicht verarbeiten und zieht sich völlig zurück. Das Buch behandelt vor allem die Zeit nach dem Amoklauf, lässt uns mit Miriam erstarren, leiden, hinterfragen. Immer wieder stellt sie sich die Frage des Warums, doch auch das ganze vergangene Leben wird in Frage gestellt. Da die Geschichte aus der ich-Perspektive von Miriam geschildert wird und so tauchen wir tief in ihre Gefühlswelt ein. Abwechselnd erleben wir einen dicken Nebel aus Abblocken und eine hohe Woge an Gefühlen, die über uns zusammenschlägt: Verzweiflung, Angst, Mutlosigkeit, Trauer, Wut .... Dazwischen ermöglicht uns Anna Seidl durch Rückblicke Miriams leben davor kennenzulernen. Wir erleben mir ihr Erinnerungen an Tobi, an ihre beste Freundin Joanne, aber auch an Situationen mit dem Amokschützen, mit denen sie sich das traumatische Erlebnis zu erklären versucht. Anna Seidls Schreibstil ist wahnsinnig eindringlich, emotional und sie schreibt sich mit jedem Wort direkt unter meine Haut und zaubert eine Gänsehaut darauf. "Es wird keine Helden geben" ist nicht einfach nur ein Buch - es ist wohl DAS Jugendbuch zum Tabuthema Amoklauf, denn wie auch Miriam denkt wohl jeder von uns: "Ein Amoklauf? Bei uns doch nicht ....". Aus diesem Grund empfehle ich jedem diese Lektüre, aber Achtung: Gänsehaut und Kloss im Hals sind garantiert. Für andere Nebenwirkungen übernehme ich keine Verantwortung. Fazit: Anna Seidl findet in ihrem Debüt "Es wird keine Helden geben" äusserst eindrückliche Worte zum schweren Thema Amoklauf. Mit ihrem eindrucksvollen Schreibstil setzt sie uns einen Kloss in den Hals und lässt und schlussendlich sprachlos zurück. Lesen!

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regt zum Nachdenken an!
von Caro Bücherträume am 17.01.2014

Erster Satz: "Alles wird damit beginnen, dass ich verschlafe." Meine Rezension: Wie geht dein Leben weiter, wenn du deine Freunde bei einem Amoklauf verlierst und nichts mehr so wie früher ist? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich die junge Autorin des Buches "Es wird keine Helden geben" und schreibt einen sehr zum Nachdenken... Erster Satz: "Alles wird damit beginnen, dass ich verschlafe." Meine Rezension: Wie geht dein Leben weiter, wenn du deine Freunde bei einem Amoklauf verlierst und nichts mehr so wie früher ist? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich die junge Autorin des Buches "Es wird keine Helden geben" und schreibt einen sehr zum Nachdenken anregenden Roman. Schon der Einstieg in dieses Buch ist anders als gedacht. Man wird sofort mit dem Knackpunkt der Geschichte konfrontiert, man tritt sofort in das Geschehen des Amoklaufs ein und fühlt sich genauso hilflos wie die Protagonistin Miriam. Zusammen mit ihrer besten Freundin Joanne überleben die beiden nur knapp den Amoklauf, danach liegt ihr Leben in Trümmern. "Es ist etwas Schreckliches passiert. Und jetzt? Wie macht man weiter? Womit soll man überhaupt weitermachen? Das Beste wäre, ich würde aufhören zu denken. Aber mein Verstand arbeitet unerbitterlich, pausenlos. Ich glaube, ich mache irgendwas falsch. Ich fühle nämlich gar nichts." (Seite 26) Miriams Welt steht Kopf, ihr Freund Tobi stirbt durch des Amoklauf, ihre besten Freundinnen wenden sich alle ab, sie hat fast niemanden mehr, der ihr helfen kann. Man selbst fragt sich auch, wie man sich in solch einem Fall verhalten würde und wie es im eigenen Leben weitergehen würde. "Das Leben ist wie ein sehr langer Atemzug. Irgendwann hat man ausgeatmet und einfach keine Luft mehr in der Lunge. Dann ist alles leer, alles vorbei. Aber ich frage mich: Sterben wir Menschen wirklich nur einen Tod? Oder durchleben wir viele kleine Tode?" (Seite 32) Die Gefühle, die die 15-jährige Protagonistin empfindet, sind so realistisch dargestellt, dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann und alles nachvollziehen kann. Gefühle von Angst und Trauer und Verzweiflung dominieren in der Geschichte, aber immer wieder erlebt man Hoffnungsschimmer und glückliche Momente, die sich nach und nach allmählich wieder an die Oberfläche kämpfen. Mit dem Schreibstil macht es die Autorin einem leicht, sodass man bei der schwierigen Thematik keine Schwierigkeiten beim Lesen bekommt. Die Sprache ist auf einem einfachen Level gehalten, damit auch junge Leser alles gut verstehen und nachvollziehen können. Die gesamte Handlung ist realistisch und glaubwürdig dargestellt. Geschrieben ist das Buch aus der persönlichen Sicht der Protagonistin Miriam. Fazit: Das Buch enthält so viel Wahrheiten und Weisheiten, die auf jeden Bereich im Leben passen. Die Thematik des Buches ist sehr gut aufgearbeitet und räumt jede kleinen Zweifel aus, wenn man sich unsicher ist, ob man das Buch lesen sollte. Man sollte sich einfach heranwagen und unvoreingenommen lesen. Das Buch lässt einen sehr nachdenklich zurück und man fragt sich "Was wäre, wenn...?"

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Ein Buch das lange nachhallt
von Manja Teichner am 06.01.2014

Der Jugendroman „Es wird keine Helden geben“ stammt aus der Feder der jungen Autorin Anna Seidl. Sie war gerade mal zarte 16 Jahre alt, als sie dieses Buch, ihr Debüt, geschrieben hat. Miriam, die Protagonistin, ist eigentlich ein ganz normales 15-jähriges Mädchen. Sie geht aufs Gymnasium, hat Freunde und ist... Der Jugendroman „Es wird keine Helden geben“ stammt aus der Feder der jungen Autorin Anna Seidl. Sie war gerade mal zarte 16 Jahre alt, als sie dieses Buch, ihr Debüt, geschrieben hat. Miriam, die Protagonistin, ist eigentlich ein ganz normales 15-jähriges Mädchen. Sie geht aufs Gymnasium, hat Freunde und ist verliebt in Tobi. Ihr Leben ist für sie schön so wie es ist. Durch den Amoklauf verändert sich Miriam. Sie wird ruhiger, in sich gekehrter, zieht sich total zurück. Niemand kommt mehr an sie heran. Zu sehr schmerzt sie der Tod von Tobi, sie vermisst ihn jeden Tag aufs Neue. Miriam ist aber auch wütend. Sie gibt zum einem dem Amokläufer Mathias, einem Jungen aus ihrer Parallelklasse, die Schuld an allem aber auch sich selbst irgendwie, denn sie war nicht immer wirklich nett zu Mathias. Hat sie etwa diese Katastrophe mit verschuldet? Nach und nach lernt Miriam mit dem Erlebten umzugehen, doch ganz die Alte werden geht nicht mehr. Auch die ganzen anderen Charaktere, wie Miriams Freundinnen, ihre Eltern aber auch die Lehrer und Mitschüler, jeder Einzelne gehört in die Geschichte, hat einen festen Platz in ihr. Man lernt als Leser durch diese Personen auch andere Richtungen kennen wie man mit einem Amoklauf umgehen kann. Der Schreibstil der Autorin ist packend, schonungslos, berührend aber auch sehr eindringlich. Man kann als Leser eigentlich gar nicht anders, man liest und liest und wird immer tiefer ins Geschehen hineingezogen. Manchmal allerdings wurde mir die erdrückende Atmosphäre dann doch zu viel, ich musste Pausen einlegen um das Gelesene zu verarbeiten, zu verstehen. Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Miriam in der Ich-Persepktive. Man erhält so als Leser einen tiefen und ungeschönten Einblick in Miriams Gedanken und Gefühle. Die Handlung umfasst so vieles. Der Amoklauf ist nicht das zentrale Thema, obwohl er immer wieder angeführt wird. Er wird bereits zu Anfang auf ein paar Seiten beschrieben, Seiten die Gänsehaut erzeugen. Es geht vielmehr um das Leben mit dem Erlebten, um Trauerbewältigung, Verlust, Schmerz, das Verarbeiten der Bilder, die sich im Kopf eingebrannt haben. Aber auch die Frage nach dem „Warum“ kommt auf. Hätte man die Tat vielleicht verhindern können? Es sind so viele Dinge, die Anna Seidl aufgreift und dem Leser näher bringt, so viele Sachen, die einem im Gedächtnis haften bleiben und über die man nachdenkt. Am Ende habe ich das Buch sichtlich bewegt zugeschlagen. Fazit: „Es wird keine Helden geben“ von Anna Seidl ist ein Debütwerk das es in sich hat. Schonungslos, gefühlvoll und mit Hilfe einer starken Protagonistin bringt Anna Seidl dem Leser Themen näher, die zum nachdenken und drüber reden anregen. Ein Buch das lange nachhallt. Absolut empfehlenswert!

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Ein Buch das mich emotional mitgenommen hat!
von Christina Rolle am 06.01.2014

Inhalt: Für Miriam beginnt ein scheinbar normaler Schultag. Doch dann passiert das Unfassbare: Nachdem es zur Pause geläutet hat, fällt plötzlich ein Schuss. Meine Meinung: Das Cover von ?Es wird keine Helden geben? ist sehr schlicht gehalten und der Titel des Buches füllt das ganze Cover aus. Der Schriftzug ist in... Inhalt: Für Miriam beginnt ein scheinbar normaler Schultag. Doch dann passiert das Unfassbare: Nachdem es zur Pause geläutet hat, fällt plötzlich ein Schuss. Meine Meinung: Das Cover von ?Es wird keine Helden geben? ist sehr schlicht gehalten und der Titel des Buches füllt das ganze Cover aus. Der Schriftzug ist in Schwarz und Rot gehalten und vielleicht eine Andeutung auf den Amoklauf (rot für das Blut, das dabei fließt und schwarz für den Tod und die Trauer). Bevor ich mit dem Lesen des Romans begonnen habe, war ich mir schon sicher, dass dies keine leichte Kost werden würde. Doch dass der Roman mich emotional so mitnehmen würde, hätte ich nicht gedacht. Schon von Anfang an fand ich schnell in die Story hinein. Dies lag besonders an dem flüssigen Schreibstil, der sehr real gehalten ist. Durch ihn fühlte ich mich oft so, als würde ich direkt neben Miriam stehen und das ganze Geschehen an ihrer Seite miterleben. Die Protagonistin Miriam ist vor dem Amoklauf ein ganz normales Mädchen mit den typischen Jugendproblemen, doch im Großen und Ganzen geht es ihr gut: Sie hat einen Freund, mit dem sie glücklich zusammen ist und eine Mädels-Clique, mit der sie viel unternimmt. Doch dann passiert etwas, dass ihr Leben schlagartig verändert: Ihr Mitschüler Matias begeht einen Amoklauf und tötet dabei ihren Freund Tobi ? und das vor ihren Augen. Diese Tragödie öffnet Miriam die Augen und bei der Bewältigung wird ihr klar, dass auch sie eine Mitschuld an dem Amoklauf hat, weil sie gemeinsam mit ihren Freundinnen ihren Mitschüler Matias gemobbt hat. Die Themen, die in ?Es wird keine Helden geben? behandelt werden sind sehr aktuell, gerade weil immer häufiger in den Medien von Amokläufen und Mobbing berichtet wird. Anna Seidl greift diese in ihrem Jugendbuch perfekt auf und regt dabei zum Nach- und Umdenken an. An dieser Stelle sollte auch erwähnt werden, dass die Autorin die Lektüre im Alter von 16 Jahren verfasst hat, was wirklich eine große Leistung ist, vor der ich großen Respekt habe. Empfehlen würde ich ?Es wird keine Helden geben? Leserinnen und Lesern ab 14 Jahren und älter. Auch als Schullektüre eignet sich das vorliegende Buch perfekt. Mein Fazit ist, dass mich der Roman ?Es wird keine Helden geben? sehr berührt hat und ich schon von Anfang an in die Story gezogen wurde. Ich denke, dass er mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird, und hoffe in Zukunft noch mehr von Anna Seidl zu hören. An das vorliegende Buch möchte ich gerne die volle Punktzahl (5 von 5 Sternen vergeben) und kann es jedem nur an Herz legen: Unbedingt lesen!

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ein Buch für starke Nerven, mit Taschentuchgebrauch
von Conny Z. am 06.01.2014

Kurzform meiner Rezension: Als ich Anna Seidl Buch las, dachte ich zuerst, dass sie damit eine Art von Trauerbewältigung verarbeiten möchte, schließlich ist es nicht fern, dass auch an unseren Schulen dieses Wort „AMOKLAUF“ großgeschrieben wird. Doch es war ein Traum von ihr, ein schlimmer, aber durch dieses Buch wird... Kurzform meiner Rezension: Als ich Anna Seidl Buch las, dachte ich zuerst, dass sie damit eine Art von Trauerbewältigung verarbeiten möchte, schließlich ist es nicht fern, dass auch an unseren Schulen dieses Wort „AMOKLAUF“ großgeschrieben wird. Doch es war ein Traum von ihr, ein schlimmer, aber durch dieses Buch wird er für jeden lebendig und greifbar. Was ihrer Protagonistin Miriam geschieht und vor allem die Zeit nach der Tat, bildet eine Handlung, die nicht loslässt und in eine Gefühlswelt hinabzieht, die der wildesten Achterbahn gleicht. Die Autorin steckt noch viel mehr in ihre Geschichte hinein, als den bloßen Amoklauf, sie erzählt vom Leben – mit Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt baut sie eine neue Welt für Miriam auf. Aber zuerst bleibt das Grauen, welches für die Leser genaustens beschrieben wird und man trotzdem das Gefühl hat durch einen Tunnel zu blicken, um sich auf die blutigen und schockierenden Bilder zu konzentrieren. Zuerst verstand ich, genau wie Miriam, nicht was vor sich geht, denn der Beginn ist schnell und rasant, eben wie man sich diese Situation vorzustellen vermag. Und immer wieder schießen einem als Leser die Gedanken durch den Kopf: Was würde man selbst an dieser oder jener Stelle tun. Ganz ehrlich, man kann das nicht nachvollziehen, denn wie so viele Situationen im Leben kommt erst hinterher das Grübeln darüber, warum man den Weg nicht anderes gegangen ist und selbst nicht anderes gehandelt hat. Die Protagonistin sieht sich mit vielen Dingen gleichzeitig konfrontiert und steckt in einem körperlichen Schockzustand, in dem es innerlich nur noch schreit, auch der Leser bekommt diese Gefühle geballt überliefert. Eltern, Therapeuten, ja das Leben an sich ist es, das nach all dem auf Miriam einprasselt und sie beginnt zu überfluten. Anna Seidl lässt in diesem Bereich des Buches auch oft die Vergangenheit von Miriam mit hineinfließen. Diese Szenen sind es, die nicht nur ihrer Protagonistin überlegen lassen, warum dies alles geschehen ist. Dadurch lernte man auch Miriam besser kennen und sieht ihre deutliche Entwicklung. Wo am Anfang noch das Thema Jungs über allem steht, was Miriam denkt und fühlt, beginnt sie nun ihre Umwelt anders wahrzunehmen und vor allem über sich selbst nachzudenken. Ihr bemerkt also, dies ist kein Buch, dass einfach eine Geschichte erzählt von der man sich treiben lassen kann, sondern eine in die man hineinfällt und mitschwimmen muss. Man analysiert, nimmt auf und beginnt alles neu zu ordnen, um ein ganz anderes Bild der anfänglichen Figur von Miriam zu bekommen. Viele Nebenfiguren, wie Miriams Mutter und ihre besten Freundinnen spielen eine bedeutende Rolle, aber es kommen auch neue hinzu, die den Verlauf deutlich verändern und auch auf Miriam einwirken. Anna Seidl ist mit ihren jungen Jahren einen großen Schritt gegangen, der sich ausgezahlt hat und einem Erzählstil hervorbringt, mit sehr viel Tiefe und ergreifender Handlungen. Wer dieses Buch gern lesen möchte, der braucht starke Nerven und vielleicht das eine oder andere Taschentuch, denn „Es wird keine Helden geben“ ist nicht der Stoff aus dem Träume gemacht sind, sondern ein Stück knallharter Realität.

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