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Etta und Otto und Russell und James

Roman

(1)
Ein charmanter, weiser und poetischer Roman über eine unerschütterliche Freundschaft, unerfüllte Sehnsüchte und eine lebenslange Liebe – vor der grandiosen Kulisse Kanadas.
"Perfekt für alle, die auf der Suche nach dem Geheimnis des Lebens sind - und für alle anderen auch." Für Sie
Die 83-jährige Etta hat noch nie das Meer gesehen. Mit etwas Schokolade, Wanderschuhen und einem Gewehr macht sie sich daher auf den 3.232 Kilometer langen Weg an die Ostküste Kanadas. Ihr Mann Otto lässt sie ziehen - trotz aller Sorge. Er ist vor vielen Jahren selbst zu einer großen Reise aufgebrochen, die sein Leben verändert hat. Ihr gemeinsamer Freund Russell hingegen will Etta zurückholen und verlässt zum ersten Mal in seinem Leben die heimische Farm.
Auf ihrer Wanderung trifft Etta James, der sie durch das staubtrockene Land begleitet. Je näher Etta der Küste Kanadas und dem sehnsuchtsvoll erwarteten Meer kommt, desto lebendiger werden die Erinnerungen - Erinnerungen an die gemeinsame Jugend mit Otto und Russell, an Zeiten des Krieges an Hoffnungen und versteckte Gefühle, aber auch an die zahlreichen Erfahrungen, die sie miteinander geteilt haben.
Die Musikerin Emma Hooper schreibt unvergleichlich über tiefe Liebe und Freundschaft, über Vertrauen und Hoffnung, über Abenteuer-Willen und den Mut, dem Leben immer wieder voller Neugier zu begegnen.
Rezension
"Emma Hooper erzählt mit viel Wärme und Poesie ein berührendes, modernes Märchen, zwischen Wirklichkeit und Traum zwischen Vergangenheit und Gegenwart - vor allen Dingen aber über die unverbrüchliche Kraft einer lebenslangen Liebe." Deutschlandradio Kultur, Birgit Koß, 29.12.2015
Portrait

Emma Hooper, Anfang dreißig, geboren in Alberta/Kanada, hat in England studiert und in "Musico-Literary Studies" promoviert. Derzeit arbeitet sie als Dozentin an der Bath Spa University. Emma Hooper ist Musikerin und tritt sowohl als Solokünstlerin als auch mit diversen Bands auf. "Etta und Otto und Russell und James" ist ihr erster Roman. Emma Hooper ist verheiratet und lebt in Bath.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 02.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30546-1
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 193/126/30 mm
Gewicht 295
Originaltitel Etta and Otto and Russell and James
Verkaufsrang 63.153
Buch (Taschenbuch)
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Etta will das Meer sehen
von leseratte1310 am 24.11.2016

Etta ist 83 Jahre alt und hat noch nie das Meer gesehen. Als Sie sich ausgestattet mit Schokolade, Wanderschuhen und einem Gewehr auf den 3.232 Kilometer langen Weg macht, lasst ihr Mann Otto sie ziehen, denn er weiß aus Erfahrung, dass man sich seine Lebensträume erfüllen muss. Natürlich macht... Etta ist 83 Jahre alt und hat noch nie das Meer gesehen. Als Sie sich ausgestattet mit Schokolade, Wanderschuhen und einem Gewehr auf den 3.232 Kilometer langen Weg macht, lasst ihr Mann Otto sie ziehen, denn er weiß aus Erfahrung, dass man sich seine Lebensträume erfüllen muss. Natürlich macht sich Otto Sorgen, denn Etta beginnt dement zu werden. Doch ihr gemeinsamer Freund Russell verlässt seine Farm, um Etta zu suchen. Der Schreibstil des Buch ist einfach zu lesen und sehr ansprechend. Seit ihrer Jugend sind Etta, Otto und Russell befreundet und beide Männer hatten ein Auge auf sie geworfen. Doch der Krieg verändert diese Freundschaft. Etta und Otto pflegen eine intensive Brieffreundschaft. Russell wird aufgrund von körperlichen Einschränkungen nicht eingezogen und bleibt bei Etta. Nach Ende des Krieges kommt Otto zurück und die Freunde finden eine Möglichkeit, wie sich ihr weiteres Leben gestalten kann, ohne dass die Freundschaft zerbricht. Seither gehen sie ihren Weg gemeinsam und nun gibt es durch Ettas Entscheidung das erste Mal eine Veränderung. Die Männer müssen mit dieser Trennung fertig werden. Otto hat Ettas Rezeptkarten und sie leiten ihn durch die Erinnerungen an eine lange gemeinsame Zeit. Berührend finde ich seine Briefe, die die Adressatin nicht erreichen können. Russell ist immer noch in Etta verliebt und kann nicht untätig sein. Er begibt sich auf die Suche nach ihr und lernt sich selbst besser kennen. Emma unterdessen begegnet auf ihrer Wanderung James, der sie dann begleitet. Ihre Erinnerungen werden mit jedem Kilometer lebendiger. Wir lernen die Vergangenheit von Etta, Otto und Russell durch ihre Erinnerungen kennen. So können wir sie durch ihr langes Leben begleiten und ihre Freundschaft erleben, die etwas Besonderes ist. Mich hat diese ruhige Geschichte sehr gefangen genommen. Sie macht Mut, zu seinen Träumen zu stehen und sie zu verwirklichen. Eine schöne und berührende Geschichte über Freundschaft.

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Toll!
von einer Kundin/einem Kunden am 12.10.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Etta ist dreiundachtzig Jahre alt und wandert 3232 Kilometer um endlich einmal das Meer zu sehen. Ihr Mann Otto ist voller Sorge um Etta, lässt sie diese Reise aber antreten. Der gemeinsame Freund Fussel sieht dies anders und will, dass Etta wieder zurückkommt. Der Kojote James begleitet Etta auf... Etta ist dreiundachtzig Jahre alt und wandert 3232 Kilometer um endlich einmal das Meer zu sehen. Ihr Mann Otto ist voller Sorge um Etta, lässt sie diese Reise aber antreten. Der gemeinsame Freund Fussel sieht dies anders und will, dass Etta wieder zurückkommt. Der Kojote James begleitet Etta auf dieser langen und abenteuerlichen Reise. Ein zauberhaftes Buch über die Liebe und Freundschaft. Hervorragend geschrieben.

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Voller poetischer Kraft, leicht und unterhaltsam!
von Monika Schulte aus Hagen am 29.12.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Etta ist 83 und sie erfüllt sich einen lang gehegten Wunsch: Einmal im Leben das Meer sehen. Sie zieht ihre Stiefel an, nimmt ein Gewehr und ein bisschen Schokolade und beginnt den langen Weg, ganze 3232 Kilometer lang. Otto ihr Mann, genauso alt, lässt sie voller Sorge ziehen. Wird... Etta ist 83 und sie erfüllt sich einen lang gehegten Wunsch: Einmal im Leben das Meer sehen. Sie zieht ihre Stiefel an, nimmt ein Gewehr und ein bisschen Schokolade und beginnt den langen Weg, ganze 3232 Kilometer lang. Otto ihr Mann, genauso alt, lässt sie voller Sorge ziehen. Wird Etta den langen und beschwerlichen Weg schaffen? Doch Otto kann sie verstehen. Auch er ist vor vielen, vielen Jahren auf eine lange Reise gegangen. Und dann ist da noch Russell, der gemeinsame Freund. Ihn packt die Unruhe. Er folgt Etta, hält jedoch immer gebührend Abstand. Etta möchte allein sein. Zu der alten Frau gesellt sich schließlich James, ein Kojote. Erinnerungen werden wach bei Etta, Otto und Russell. Erinnerungen an die Vergangenheit, an gemeinsame Zeiten, an den Krieg, an die Liebe. „Etta und Otto und Russell und James“ - ein Roman, der mich fasziniert hat. Ein Roman, der aus der Masse an Büchern heraussticht. Es ist einer dieser leisen Romane, wie ich sie so sehr liebe. Der Roman ist eine kleine Sensation. Man fühlt sich ergriffen. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die liebenswerte Etta, die sich ihren Traum erfüllen möchte. Etta, die zum Medienstar wird und davon so gut wie gar nichts mitbekommt. Etta, die manchmal nicht mehr weiß, wer die anderen Menschen sind. Und dann Otto, ihr Mann, der sich Sorgen macht, sie aber dennoch ziehen lässt. Otto, der sich vor vielen Jahren freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hat, drüben in der anderen Welt. Otto, der so viel Leid und Elend gesehen hat. Und Russell? Der gemeinsame Freund der beiden, der alleine eine Farm bewirtschaftet, der Etta liebt, schon immer geliebt hat. Begleitet wird Etta von dem Kojoten James. James, der immer an ihrer Seite ist, der auf sie aufpasst in der Wildnis. „Etta und Otto und Russell und James“ - Was ist wahr? Was ist Traum? Ein Roman, dem ein ganz feiner Zauber innewohnt, voller poetischer Kraft und dennoch leicht und unterhaltsam. Unbedingt lesen!!!

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Etta und Otto
von Tamaru am 26.10.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Mit fast 83 Jahren beschließt Etta, dass es an der Zeit ist auf Wanderschaft zu gehen, um einmal in ihrem Leben das Meer zu sehen. Für ihren Mann Otto hinterläßt sie einen Brief und ihre Rezeptesammlung, damit er alleine zurecht kommt. Und dann wandert Etta los, mit ihrem Gewehr... Mit fast 83 Jahren beschließt Etta, dass es an der Zeit ist auf Wanderschaft zu gehen, um einmal in ihrem Leben das Meer zu sehen. Für ihren Mann Otto hinterläßt sie einen Brief und ihre Rezeptesammlung, damit er alleine zurecht kommt. Und dann wandert Etta los, mit ihrem Gewehr und ihrem Rucksack. Und so beginnt man diese ungewöhnliche Reise mit Etta, lernt sie und ihren Mann, sowie ihren besten Freund Russell von Kindesbeinen an kennen und schließt alle direkt ins Herz. Man wandert mit Etta durch Kanada, ist stiller Teilhaber ihrer Gedanken und Erinnerungen und hofft dass sie durchhält. Die Figuren sind so liebevoll beschrieben und ausgearbeitet, dass man sie und ihre Erlebnisse stets vor Augen hat. Durch die kurzen Sätze ist das Buch sehr einfach und verständlich geschrieben. Lediglich die Zeitsprünge sind manchmal etwas verwirrend. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, denn die Geschichte hat mich tief berührt. Vor allem die Briefe die die beiden sich geschrieben haben als Otto im Krieg war, und den Beginn ihrer Liebe beschreiben. Das Ende war leider etwas enttäuschend da es zu viele Fragen offen lässt, aber das tut dem Lesegenuss keinen Abbruch. Deshalb eine klare Lessempfehlung für alle die Romane lieben, die richtig ans Herz gehen.

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Erinnert..
von einer Kundin/einem Kunden am 29.09.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

..an die Pilgerreise von Harold Fry! Wunderschön erzählte Geschichte über die Reise von Etta ans Meer, über das Älter werden, über das harte Leben auf dem Land, den Einflüssen vom Krieg und über Freundschaft! Sehr schön, einfach und fließend erzählt!

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Reise am Ende des Lebens
von La novelera am 21.09.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Der jungen Autorin Emma Hooper ist mit "Etta und Otto und Russell und James" eine geniale Story gelungen, die man nicht in irgendeine Schublade stecken kann. Sehr bezeichnend finde ich ihren Satz " Ich liebe es, hin und wieder Gedankenexperimente zu machen und mich mit der Frage „Was wäre... Der jungen Autorin Emma Hooper ist mit "Etta und Otto und Russell und James" eine geniale Story gelungen, die man nicht in irgendeine Schublade stecken kann. Sehr bezeichnend finde ich ihren Satz " Ich liebe es, hin und wieder Gedankenexperimente zu machen und mich mit der Frage „Was wäre wenn?“ zu beschäftigen.", den sie in einem Interview für Droemer Knaur in den Raum wirft. Handelnde "Personen" sind, wie der Titel schon sagt, Etta und Otto und Russell und James. Etta, eine 83-jährige Dame, macht sich auf den weiten Weg zum Meer, das sie noch nie gesehen hat. (Ich liebe dieses Motiv spätestens seit "Knocking on heavens door".) Schon bald könnte es zu spät sein, denn Etta vergisst langsam gewisse Dinge. Den Zettel, auf dem steht, wer sie ist und wer ihr die wichtigsten Menschen sind, trägt sie stest bei sich. Somit hat auch hier das Meer-Motiv seine übliche Funktion. Otto, ihr Mann, bleibt zu Hause und sucht sich eine interessante Beschäftigung, um über den Verlust hinwegzukommen. Russell ist ein Freund aus "Kindertagen", der Anteil nimmt und Etta sogar hinterherzieht. Und dann ist da noch James, die Hyäne, die Etta auf ihrem Weg begleitet. Allein diese vier Charaktere machen das Buch zu einer spannenden Sache, denn die vier könnten unterschiedlicher nicht sein und kommen, wenn man es genau nimmt, auch gar nicht so sehr miteinander in Berührung. Im Laufe der Handlung lernen wir außerdem die junge Etta kennen, die Otto kennenlernt und mit ihm ihr gemeinsames Leben beginnt. Und dann verweben sich die Geschichten miteinander zu einem Stoff, der das Leben der beiden ist... In meinen Augen ist es der Autorin wunderbar gelungen, die verschiedenen Handlungsstränge in den unterschiedlichen Zeiten zu verknüpfen, sodass sie am Ende eins werden und wohl symbolisch für die Beziehung der beiden Personen stehen. Die Sprache gefällt mir sehr gut und passt gut zum Inhalt, sie ist einfühlsam und wohlgewählt. Für mich sind Sprache und Inhalt gut in Einklang gebracht. Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Man wird mitgenommen auf eine spannende Reise (und ist ganz bei Etta, dich nicht immer weiß, was sie gerade tut) und bleibt doch auch mit einem Teil des Herzens bei Otto, der seine Frau so sehnlichst zurück erwartet. Eine tolle Hommage an die ältere Generation und eine Würdigung bewegter Lebenswege!

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Lebenslange Liebe
von Rebekka Tammen aus Hannover am 20.08.2015
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Das Buch beschreibt nicht nur eine Reise zum Meer, sie erzählt aus dem bewegten, langen und schönen Leben von Etta, Otto und Russell. Ach ja, da ist ja auch noch der Kojote James, der sprechen und singen kann und somit wunderschöne Dialoge mit Etta zaubert, denn James begleitet und... Das Buch beschreibt nicht nur eine Reise zum Meer, sie erzählt aus dem bewegten, langen und schönen Leben von Etta, Otto und Russell. Ach ja, da ist ja auch noch der Kojote James, der sprechen und singen kann und somit wunderschöne Dialoge mit Etta zaubert, denn James begleitet und beschützt Etta auf ihrer Reise. Die Briefe und die Erzählungen aus der Vergangenheit, aus dem Krieg, sind einfach schön - mal traurig schön, mal bewegend. Das Buch vereinigt soviele unterschiedliche Gefühle innerhalb der kurzen und schnell zu lesenden Kapitel. Einerseits erlese ich einfach, dass Menschen über ihre Vergengenheit berichten, dann ist da aber auch noch die Demenz, die im Laufe der Zeit schlimmer wird und somit aufzeigt wie es Menschen mit Demenz ergeht. Dann ist da die Freundschaft der Drei, die bestimmt nicht immer einfach war. Russell, der mit Otto aufwuchs, wie mit einem Bruder, aber auch zu Etta mehr als freundschaftliche Gefühle hegt, der sich auf die Suche nach Etta macht und sie schließlich auch findet... Cover: das Cover ist schon ganz besonders und darf ruhig sehr genau betarchtet werden. Etta ziert ein Fischskelett: da passt zur Meer-Suche. Otto und der Kochlöffel: er, der mit Rezepten versorgt wird; Russell, der Spurensucher und Hirschliebhaber hat ein Hirschgeweih und dann ist da der Kojote James. Schreibstil: ich mag ihn, die vielen Briefe, die zu spürende Vertrautheit, die versteckten und offenen "Lebensweisheiten" - und der Mix aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist einfach und einfach schön. :-) Ab und an wusste ich nicht, in welcher Zeit ich gerade las, auch als Etta in der zweiten Buchhälfte immer mehr in die Demenz abrutscht, wird es zeitweise verwirrend. Das Ende finde ich auch "gewöhnungsbedürftig" - es ist eben nicht klar, wie die ganze Reise, die Geschichte ausgeht. Ein Buch zum Weiter- und Nachdenken, welches berührt - und ein Teil wird bleiben.

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Eine Geschichte über Erinnerungen und das Vergessen
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Was Emma Hooper da geschrieben hat, ist ganz große Literatur. Die Themen, die sie aufgreift, wiegen schwer und sind allgegenwärtig. "Etta und Otto und Russel und James" ist ein Roman über das Altwerden und das Jungsein, über Freunde und Einsamkeit, über Liebe und Krieg, über Erinnerungen und über das... Was Emma Hooper da geschrieben hat, ist ganz große Literatur. Die Themen, die sie aufgreift, wiegen schwer und sind allgegenwärtig. "Etta und Otto und Russel und James" ist ein Roman über das Altwerden und das Jungsein, über Freunde und Einsamkeit, über Liebe und Krieg, über Erinnerungen und über das Vergessen. Es ist die Geschichte einer Kindheit auf dem Land Kanadas. Zwischen Staub, Erdhörnchen und Feldern finden die beiden Freunde Otto und Russel zueinander und sind so eng miteinander verbunden, wie es nicht einmal Geschwister sein können. Viele Jahrzehnte und einen Krieg später wohnen die beiden noch immer nebeneinander, achten noch immer auf sich. Dieses Buch erzählt die Geschichte der beiden. Es erzählt, wie sie Etta, die Liebe ihrer beider Leben, kennenlernen, wie sie beide in einen Krieg in einer anderes Welt ziehen wollen und wie die Zeit so vieles verändert und vieles aber immer gleich bleibt. Hooper ist eine tolle Autorin, sie schreibt wundervoll. „Etta und Otto und Russel und James“ ist ein sehr gefühlvolles und tiefgehendes Buch, jeder Schicksalsschlag und jedes Gefühl der Personen geht einem nah. Ich habe jede einzelne Figur lieben gelernt. Die Geschichte erhält durch die verschiedenen Perspektiven einen ganz persönlichen Charakter. Während wir Etta auf ihrer Reise ans Meer verfolgen, auf der sie einen ganz besonderen Freund, James, kennenlernt, wartet Otto auf seine große Liebe und erweist ihr und seinem Freund Russel einen besonderen Freundschaftsdienst. Russel ist währenddessen auf dem Weg, um Etta zurückzuholen, startet dann aber sein eigenes großes Abenteuer. Auf einmal sind alle drei auf sich gestellt, gehen ihren Träumen nach und stehen vor Herausforderungen, die sie nun allein bewältigen müssen und wenn es nur das Backen von Zimtschnecken ist.

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Ein Abschied auf Zeit
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„Deshalb möchte ich etwas tun und tun und nie mehr aufhören. Wenn wir etwas tun, dann leben wir, und wenn wir leben, dann siegen wir, oder?" Seit ihrer Jugend verbindet Etta, Otto und Russell eine ganz besondere Freundschaft, die auch jetzt im Seniorenalter fast ungetrübt weiterbesteht. Einst war Etta die... „Deshalb möchte ich etwas tun und tun und nie mehr aufhören. Wenn wir etwas tun, dann leben wir, und wenn wir leben, dann siegen wir, oder?" Seit ihrer Jugend verbindet Etta, Otto und Russell eine ganz besondere Freundschaft, die auch jetzt im Seniorenalter fast ungetrübt weiterbesteht. Einst war Etta die gleichaltrige Lehrerin der beiden jungen Männer, die sich aus ganz verschiedenen Gründen in sie verliebt haben. Doch dann kam der Krieg und erstickte jedwede Zuneigung direkt im Keim. Mit Otto verbindet sie fortan eine intensive Brieffreundschaft, die schon bald ihr beider Lichtblick wird und Russell, der auf Grund seiner körperlichen Behinderung ausgemustert wurde, bleibt vor Ort ihr wichtigster Ansprechpartner und Vertrauter. Doch als der Krieg zu Ende geht, wandelt sich ihre Beziehung, damit sie allen Beteiligten gerecht wird und was als komplizierte Dreiecksbeziehung hätte enden können, findet einen Kompromiss. Nach all den Jahren gehen die drei immer noch einen gemeinsamen Weg, der sie erst im hohen Alter voneinander trennt, denn da beschließt die nunmehr 83-jährige Etta, sich einen Lebenstraum zu erfüllen: einmal das Meer sehen. Und zurück bleiben die zwei Männer, die nun wiederrum ganz unterschiedlich mit dieser Trennung umgehen. Der Roman von Emma Hooper kombiniert viele interessante Themen miteinander, denen alles eins gemeinsam ist: Wie nehmen Menschen Abschied, welche Pläne schmieden sie und warum und wie trägt uns die Hoffnung durchs Leben, so dass wir ein Wiedersehen feiern, statt eine Entscheidung zu bedauern. So wird der Leser im Laufe der Geschichte zum Beobachter einer lockeren und doch innigen Freundschaft zwischen drei Menschen, die sich gegenseitig Halt geben und einander die Welt bedeuten. Wir finden hier große Gefühle im Briefwechsel, dann wieder in Rückblenden und berührenden Kindheitserinnerungen und schließlich in uneigennützigen Handlungen, die von Liebe geprägt sind. Dabei bedient sich die Autorin einer kindlichen, teils naiv wirkenden Sprache, die kurze Leseabschnitte mit verschiedenen Zeitebenen verbindet. Daraus entwickelt sich ein einfühlsamer, stiller Roman mit ganz eigenen, durchaus besonderen Hauptprotagonisten, die einerseits sehr bedeutsam für die Geschichte sind aber andererseits nur durch ihre Interaktion miteinander ihre volle Wirkung entfalten. Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung für diesen sinnerfassenden Roman über Freundschaft, Liebe, einen trennenden Krieg, eine verbindende Nähe und den Mut und die Kraft einen unerwarteten Neubeginn zu wagen, ganz egal wann der Zeitpunkt dafür gekommen ist.

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I will try to remember to come back
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Ganz in der Manier von Harold Fry oder auch Alan Karlsson macht sich Etta auf den Weg. Sie will das "Wasser" sehen und läuft los. Tausende Kilometer, um einmal in ihrem Leben das Meer zu sehen. Ihrem Mann hinterlässt sie eine kurze Nachricht und eine Sammlung Rezepte und verschwindet.... Ganz in der Manier von Harold Fry oder auch Alan Karlsson macht sich Etta auf den Weg. Sie will das "Wasser" sehen und läuft los. Tausende Kilometer, um einmal in ihrem Leben das Meer zu sehen. Ihrem Mann hinterlässt sie eine kurze Nachricht und eine Sammlung Rezepte und verschwindet. Und tatsächlich, das Buch erinnert stellenweise sehr stark an Bücher wie: Der Hundertjährige, ... und Die unwahrscheinliche Pilgerreise... oder sogar Ein Mann namens Ove. Etta beginnt zu vergessen. Manchmal lebt sie in einer völlig anderen Zeit, erkennt ihren geliebten Mann oder nahestehende Personen nicht mehr. So dramatisch sich die Gegenwart darstellt, so rührend ist die Vergangenheit. Ebenso wie die oben erwähnten Bücher lebt die Geschichte von Rückblicken. Auszüge aus Kindheit und Jugend von Otto, Etta und Russell werden wiedergegeben. Eine Frau, die zwischen zwei Männern steht, Wirrungen des Krieges. Otto, der in seine Frau vertraut und Russell, dem noch nach all den Jahren immer noch viel an Etta liegt und sich auf die Suche nach der Frau macht. Dazu ein handzahmer, „sprechender“ Coyote, der Etta nicht von der Seite weicht. Das Buch überzeugt durch einfache Sprache und ansprechendem Schreibstil, sodass es auch auf Englisch leicht verständlich ist. Nur der zeitliche Rückgriff zur Darstellung der Geschichten der einzelnen Protagonisten ist stellenweise verwirrend. Nicht immer ist klar, in welcher Zeit man sich bewegt. Es war trotzdem ein Vergnügen, diese Personen näher kennenzulernen; mehr über ihren Lebensgeschichten erfahren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das Buch bald wieder zur Hand nehmen werde. Schon jetzt habe ich das Buch meinen Freunden ans Herz gelegt. Gerne mehr davon.

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Ein weiter Weg ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Altenmarkt am 02.05.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Die 83-jährige Etta erkennt ihr Altwerden, ihre Demenz im Anfangsstadium und versucht sich an einer Wanderung ans Meer. Dabei wählt sie nicht den einfachen, sondern den schwierigen Weg – über 3000 km will sie zu Fuß bewältigen. Ihrem Ehemann Otto lässt sie einen kurzen Brief sowie ihre Rezeptkarten zurück,... Die 83-jährige Etta erkennt ihr Altwerden, ihre Demenz im Anfangsstadium und versucht sich an einer Wanderung ans Meer. Dabei wählt sie nicht den einfachen, sondern den schwierigen Weg – über 3000 km will sie zu Fuß bewältigen. Ihrem Ehemann Otto lässt sie einen kurzen Brief sowie ihre Rezeptkarten zurück, damit er sich inzwischen selbst versorgen kann. Otto ist zwar beunruhigt, lässt jedoch Etta ihren Traum erleben. Im Gegensatz zu Otto hält Russell nichts mehr auf der Farm, als Etta verschwindet und reist ihr nach. Außerdem trifft man noch auf den Kojoten James, der Etta auf ihrer schwierigen Reise begleitet und ihr auf diesem Weg ein treuer Freund wird. Die Charaktere sind äußerst liebevoll gezeichnet, sind durchwegs sympathisch und sprechen oft mit dem Herzen – das hat mir sehr gut gefallen und ich fand die durchwegs positive Stimmung des Buches (trotz des Wissens um Ettas Demenz) sehr angenehm und unterhaltsam. Die Rückblenden und Erinnerungen, die während der langen Reise aufgearbeitet werden, schildert die Autorin mit einer Leichtigkeit, die ihnen teilweise den Schrecken nimmt. Als kleine Besonderheit möchte ich die Briefe zwischen Otto und Etta während deren Trennung hervorheben – einerseits gab es diesen Briefwechsel bereits in der Zeit, als Otto im 2. Weltkrieg war und andererseits schreibt Otto wiederum an Etta, während sie nun ihren Traum lebt. Er hat zwar keine Adresse, an die er die Briefe schicken kann, doch er sammelt sie auf dem Küchentisch bis zu ihrer Rückkehr. Dieses Briefeschreiben finde ich ein wunderbares Detail. Beinahe etwas zu abstrakt fand ich die Geschichte gegen Ende, da hätte ich mir etwas mehr Klarheit erhofft. Trotzdem finde ich, hat das Buch 3,5 Sterne verdient.

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Ruhig und melancholisch
von einer Kundin/einem Kunden am 22.01.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Mit diesen Worten lässt sich die Gesamtstimme des Buches wohl am besten beschreiben. Zu verdanken hat man dies Hoopers ungewöhnlichen Stilmitteln. Ihr Schreibstil ist einfach gehalten, liest und fühlt sich an wie Musik. Der ganze Roman gleicht einem grossen Gedicht und ist in gleichmässigem Rhythmus geschrieben. Kennzeichnendes Ausdrucksmittel für... Mit diesen Worten lässt sich die Gesamtstimme des Buches wohl am besten beschreiben. Zu verdanken hat man dies Hoopers ungewöhnlichen Stilmitteln. Ihr Schreibstil ist einfach gehalten, liest und fühlt sich an wie Musik. Der ganze Roman gleicht einem grossen Gedicht und ist in gleichmässigem Rhythmus geschrieben. Kennzeichnendes Ausdrucksmittel für Hooper ist das Auslassen jeglicher Anführungszeichen. Ein ungewöhnliches Stilmittel, das ein bisschen Gewöhnungszeit und gelegentliches zweites lesen erforderte, dem Buch aber eine ganz besondere Stimme gibt. Eine bezaubernde Geschichte, deren Fäden sich im Laufe des Lesens langsam zu einem wunderbaren Werk der Prosa zusammenspinnen. Wer nach einer ruhigen Geschichte mit viel Tiefgang sucht, dürfte hier bestens bedient sein.

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Mal etwas anderes
von Jennifer aus Stadtroda am 10.09.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

INHALT Die 83-jährige Kanadierin Etta will noch einmal das Meer sehen und verlässt dafür klammheimlich ihren Ehemann Otto samt Heimat. Insgesamt wandert sie über 3000 km, freundet sich mit einen Kojoten an und wird dabei immer wieder von Erinnerungen eingeholt. Ihr Leben, das ihres Mannes Otto und des gemeinsamen besten... INHALT Die 83-jährige Kanadierin Etta will noch einmal das Meer sehen und verlässt dafür klammheimlich ihren Ehemann Otto samt Heimat. Insgesamt wandert sie über 3000 km, freundet sich mit einen Kojoten an und wird dabei immer wieder von Erinnerungen eingeholt. Ihr Leben, das ihres Mannes Otto und des gemeinsamen besten Freundes Russell lässt sie Revue passieren. MEINUNG Emma Hooper schafft es, den Leser durch ihre prosaische, bildhafte Sprache für sich einzunehmen. Etta, die Hauptfigur des Romans, ist eine mutige, leider aufgrund des Alters sehr vergessliche Frau, die sich endlich ihren Lebenstraum erfüllen möchte. Die einstige Lehrerin von Otto und Russell hat die Zeit der großen Depression und des Zweiten Weltkriegs hautnah miterlebt. Mit beiden Männern ist sie seit ihrer Jugend eng verbunden. Otto, den kräftigen Farmer und Ex-Soldaten, liebt sie und Russell, den verständnisvollen Farmer mit Gehbehinderung schätzt sie als Freund. Mich hat besonders der Einblick in die Kindheit der drei Freunde angesprochen. Otto und Russell werden auf den Land groß und erleben dort einige gemeinsame Abenteuer, während Etta in der Stadt aufwächst und sehr an ihrer älteren Schwester hängt. Diese persönlichen Familien-/Kindheitsgeschichten aus dem Kanada der 30er-Jahre empfand ich als sehr aufschlussreich - man konnte sich gut in die damalige Lebenswelt einfühlen. Darüber hinaus geht es um die Frage: Was ist ein erfülltes Leben bzw. welchen Beitrag können wir selbst dabei leisten? Etta, die viele Jahre zurückstecken musste, erkennt nun, als es fast zu spät ist, dass sie Zeit für sich selbst und ihre Träume braucht. Dabei geht es auch um verpasste Chancen, prägende Schicksalsschläge und Hoffnung. Was macht den Menschen aus? Hier bekommt liefert uns die Autorin ein klares Bild davon. Es gab nur eine Kleinigkeit, die mir missfallen hat, nämlich Ettas Gespräche mit dem Kojoten. Seit wann können Tiere sprechen? Oder wurde diese künstlerische Freiheit bewusst eingesetzt? FAZIT Ein lesenswertes Buch, das dem Leser vor Augen führt, dass das Leben kostbar und selbstständig gestaltbar ist. Wir müssen nur aufstehen und losgehen...

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Berührender Roman über eine lebenslange Liebe
von Lilli33 am 06.09.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt: Etta ist fast 83 Jahre alt, als sie eines Tages beschließt, auf Wanderschaft zu gehen. Ihr Ziel ist das Meer, das sie noch nie gesehen hat. Sie hinterlässt ihrem Mann Otto einen Brief und einige Rezeptkarten, packt ein paar Dinge ein, schnürt ihre Wanderstiefel und macht sich mit einem... Inhalt: Etta ist fast 83 Jahre alt, als sie eines Tages beschließt, auf Wanderschaft zu gehen. Ihr Ziel ist das Meer, das sie noch nie gesehen hat. Sie hinterlässt ihrem Mann Otto einen Brief und einige Rezeptkarten, packt ein paar Dinge ein, schnürt ihre Wanderstiefel und macht sich mit einem Gewehr auf den Weg. Über 3000 Kilometer und viele Erinnerungen liegen vor ihr. Meine Meinung: Der Roman im Ganzen hat mir gut gefallen. Die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet. Sie standen mir bildlich vor Augen, ich konnte ihre Handlungsweisen stets gut nachvollziehen. Besonders die Protagonisten waren mir auch auf Anhieb sympathisch. Es sind vielschichtige Personen, die sofort mein Interesse geweckt haben. Eine lebenslange Freundschaft und Liebe verbindet Etta, Otto und Russell. Nach und nach erfahren wir alles über ihre Kindheit und Jugend, ihr Kennenlernen, ihre Beziehungen zueinander, die nicht so geradlinig sind, wie es auf den ersten Blick scheint. Der Schreibstil und die Sprache haben mir sehr gut gefallen. Mit den einfachen, meist kurzen Sätzen, aber treffender Wortwahl passen sie gut zu den betagten Protagonisten. Warum man neuerdings immer die Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede weglässt, erschließt sich mir allerdings nicht. Es führt immer wieder zu Verwirrung, weil nicht immer sofort ersichtlich ist, dass es sich um Gesprochenes handelt. Eine gewisse Surrealität passt perfekt zu Ettas Demenz. Verwirrend fand ich manchmal auch die Perspektivwechsel, die nicht deutlich gekennzeichnet sind. Emma Hooper springt nicht nur zwischen Etta, Otto und Russell hin und her, sondern auch in die Vergangenheit dieser Menschen. Zum Teil handelt es sich dabei um Rückblenden, zum Teil um echte Erinnerungen, also Gedanken. Dann bekommen wir aber auch Briefe zu lesen, die sich Etta und Otto schrieben, als Otto im Krieg war. Diese fand ich besonders berührend, wurde damit doch ein dramatisches Ereignis subtil aufgearbeitet. Das harte Leben dieser drei Menschen, der Lebensmut und die Liebe, die sie trotzdem bewahren konnten, hat mich wirklich berührt. Mit dem Ende war ich dann leider nicht ganz glücklich, es war mir zu offen. Es blieben für mich einfach noch zu viele Fragen, auf die ich eine Antwort erwartet hätte.

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Drei betagte Freunde erinnern und verwirklichen sich
von einer Kundin/einem Kunden aus syke am 04.09.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Die 83jährige, demente Etta aus Saskatchewa/Kanada lässt ihren gleichaltrigen Ehemann Otto, den traumatische Erinnerungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg nicht loslassen, zu Hause zurück und begibt sich auf einen 3232 km langen Fußmarsch, um zum ersten Mal in ihrem Leben das Meer zu sehen. Als treuer Begleiter schließt sich... Die 83jährige, demente Etta aus Saskatchewa/Kanada lässt ihren gleichaltrigen Ehemann Otto, den traumatische Erinnerungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg nicht loslassen, zu Hause zurück und begibt sich auf einen 3232 km langen Fußmarsch, um zum ersten Mal in ihrem Leben das Meer zu sehen. Als treuer Begleiter schließt sich ihr der Kojote James an. Ettas und Ottos ebenso betagter Freund Russell, immer selbst in Etta verliebt gewesen und ein versierter Spurenleser und Hirschbeobachter, nimmt die Suche nach ihr auf, wird von Etta dann aber dazu bewogen, im Norden des Landes dort beheimatete Tiere zu beobachten. Werden die drei noch einmal zu Hause vereint sein? Für wen Romane nicht immer streng realistisch sein müssen, wird dieses Buch mögen. Unrealistische Elemente gibt es so manche in dieser Geschichte – z.B.: eine betagte, demente Frau durchquert zu Fuß ohne großes Gepäck das weite Land, ihr Ehemann schreibt ihr Briefe, die er dann unabgeschickt auf dem Küchentisch liegen lässt, und bastelt für sie ein Heer von Pappmaché-Tieren als Willkommensgeschenk, ein Kojote kann singen und sprechen, Etta wird auf ihrer Tour wie eine Sportlerin von jubelnden Menschen begrüßt. Genau das passt aber gut zu der Thematik, die das Buch abhandeln will, nämlich das alt sein mit seinen Begleiterscheinungen wie Demenz und heimgesucht werden von bösen Lebenserinnerungen. Von Altersdemenz ist die Protagonistin Etta betroffen, wie für den Leser von Anbeginn an klar ist. Denn in Ettas Abschiedsbrief an Otto heißt es, dass sie versuchen werde, das Heimkommen nicht zu vergessen. Sie ist in der Zeit verloren und kann Wirklichkeit und Vorstellung nicht unterscheiden. Das wird in der zweiten Buchhälfte immer deutlicher und verwirrt zunächst. Dort nämlich träumt Etta manchmal, sie sei Otto und manchmal wird sie zu ihrem Ehemann. Auf jeden Fall ist ein guter Einblick in die Gedankenwelt eines an Demenz Erkrankten zu erhalten. Ferner darf es den Leser nicht stören, dass das Ende offen bzw. interpretierungsbedürftig ist. Obwohl die Ereignisse nicht chronologisch erzählt werden – und dazu auch immer nur bruchstückhaft – und viele Zeitsprünge vorkommen – zwischen der Gegenwart, der Kindheit/Jugend der drei Freunde zwischen Weltwirtschaftskrise und Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sowie Ottos Leben als Soldat in eben diesem Krieg – leiden darunter nicht der Lesefluss und das Verständnis . Viele zwischen Etta und Otto gewechselte Briefe tragen dazu bei, den roten Faden zu behalten, der sich durch das Leben der Hauptpersonen zieht. Sprachlich ist das Buch mit kurzen Kapiteln und kurzen Sätzen der eher einfachen Struktur von Otto angepasst, der aus einer Familie mit 15 Kindern stammt und für den der Schulbesuch nachrangig gegenüber seinen häuslichen Pflichten war. Ein ungewöhnliches Buch, das mir gerade deshalb gefällt.

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Ein Buch, das sicherlich polarisiert und schwere Kost liefert
von einer Kundin/einem Kunden am 29.08.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Emma Hooper hat einen ganz aussergewöhnlichen Schreibstil, der in meinen Augen sicherlich sehr polarisieren wird. Deshalb fällt mir diese Rezension auch nicht leicht. Bin hin- und hergerissen, da die Autorin einerseits die Stimmung im Buch, die ja vielerlei Erschwernisse des Lebens darstellt, wiederspiegelt, andererseits mir aber auch schwergefallen... Emma Hooper hat einen ganz aussergewöhnlichen Schreibstil, der in meinen Augen sicherlich sehr polarisieren wird. Deshalb fällt mir diese Rezension auch nicht leicht. Bin hin- und hergerissen, da die Autorin einerseits die Stimmung im Buch, die ja vielerlei Erschwernisse des Lebens darstellt, wiederspiegelt, andererseits mir aber auch schwergefallen ist, das Buch immer mal wieder zur Hand zu nehmen. Der Leser wird mit in die Geschichte hineingezogen, so dass man das Ende auf jeden Fall lesen will. Durch die etwas spröde Schreibweise fällt jedoch das "Dranbleiben" etwas schwerer. Das Buch handelt, wie ja der Titel schon sagt, von den Protagonisten Etta und Otto und Russell und James. Etta, eine Mittachtzigerin, die anscheinend unter Demenz leidet, will endlich das Meer sehen und macht sich nur mit wenig Reisegepäck zu Fuß dorthin auf den Weg. Ihr Mann Otto lässt sie ziehen. Ihr Nachbar und Freund Russell will sichergehen und folgt ihr nach. Ja, und James ist ein Weggefährte, bei dem nicht sicher ist, ob real oder Fantasie. Die Autorin erzählt die Leben der Protagonisten in abwechselnden Zeitsprüngen und macht so die Handlungen begreifbar. Mein Fazit: Ein Buch, das sicherlich polarisiert und schwere Kost liefert.

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Vergiss es nicht
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 26.08.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

»Otto, ich bin weggegangen. Ich habe noch nie das Meer gesehen und habe mich nun auf den Weg gemacht. Keine Sorge, den Laster lasse ich da. Ich gehe zu Fuß. Und ich werde versuchen, das Heimkommen nicht zu vergessen. (Immer) deine Etta.« Die 83jährige Etta hat sich auf eine weite Wanderung... »Otto, ich bin weggegangen. Ich habe noch nie das Meer gesehen und habe mich nun auf den Weg gemacht. Keine Sorge, den Laster lasse ich da. Ich gehe zu Fuß. Und ich werde versuchen, das Heimkommen nicht zu vergessen. (Immer) deine Etta.« Die 83jährige Etta hat sich auf eine weite Wanderung begeben. Allein. Nach einem langen gemeinsamen Leben hat sie sich entschlossen, eine Strecke von 3.232 Kilometern von der heimischen Farm bis an die Ostküste Kanadas - ans Meer - zu laufen. Nur mit ein wenig Proviant im Rucksack und Ottos Gewehr. Und einem Zettel in der Tasche, auf dem ihr Name steht - weil sie den hin und wieder vergisst. Schon bald hat sie einen vierbeinigen Reisebegleiter, einen Kojoten, den Etta James nennt. Otto lässt sie gehen, fährt ihr auch nicht nach. Stattdessen beschäftigt er sich mit Dingen, die er zuvor noch nie im Leben getan hatte. Und auch Russell, ein alter Freund und Nachbar von Etta und Otto, wagt etwas völlig Neues: Er, der noch nie von zuhause fort war, bricht auf, um Etta zu suchen... Als ich begann, dieses Buch zu lesen, erwartete ich eine Geschichte à la Harold Fry, eine Roadstory, bei der es um all die Dinge geht, die Etta auf ihrem langen Weg wohl begegnen werden. Und stellte überrascht fest, dass diese Geschichte doch noch einiges mehr bietet. Die drängendste Frage war für mich, wieso sich eine 83jährige einen solchen Marsch vornimmt. Das Meer sehen zu wollen, ist ein verständlicher Wunsch. Aber sie hätte doch auch "normal" reisen können, mit vernünftigem Gepäck, Hotelübernachtungen und ordentlicher Verpflegung. Stattdessen läuft sie sich die Füße blutig, leidet Hunger und Durst und schläft unter freiem Himmel. Die Erklärung hierfür erschließt sich im Lauf der Handlung, die mal Ettas Weg beschreibt, mal das, was Otto und Russell erleben, mal in der Gegenwart spielt und mal in der Vergangenheit. In Rückblenden lernen wir die drei Protagonisten kennen und erfahren, wie sie sich kennenlernten und was ihr Leben entscheidend geprägt hat. Otto und Russell wuchsen wie Brüder auf, Etta war ihre nur wenige Jahre ältere Lehrerin. Alle drei waren mir sofort sympathisch! So vieles unterschied die Freunde - aber so vieles verband sie auch. Der 2. Weltkrieg trennte ihre Wege, Otto wurde Soldat während der dienstuntaugliche Russell zuhause blieb und Farmer wurde. Sehr anschaulich wird gezeigt, wie der junge Otto, dem der Griff zur Waffe zuvor wie ein Abenteuer vorkam, wie ein Schritt in die Freiheit, in die weite Welt hinaus, von der Wirklichkeit des Krieges desillusioniert wird. Ein stetiger Briefwechsel mit Etta half ihm, diese Zeit durchzustehen. Und nun, Jahrzehnte später, werden wieder Briefe geschrieben. Ich möchte gar nicht mehr verraten. Die ganze Geschichte ist unheimlich berührend und lädt zum Nachdenken ein. Es ist eine Geschichte über Liebe und Freundschaft, über Erinnerungen und das Vergessen, über neue Wege und den Weg zu sich. Sehr schön zu lesen und sehr poetisch geschrieben. Lediglich der Schluss war für mich nicht ganz rund und hinterließ bei mir das Gefühl, dass irgendetwas fehlte. Fazit: Sehr schöne und poetische Geschichte über alte Freunde, Erinnerungen und den Weg zu sich. »Hoffentlich geht es dir gut. Bleib immer im Schatten und schreib mir, wenn du Zeit hast. Ich lese deine Briefe laut, damit im Haus eine Stimme zu hören ist. Dein, vergiss es nicht, Otto.«

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Etta
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dreiundachtzig Jahre alt ist Etta, als sie mit etwas Schokolade, einem Gewehr und ihren Wanderschuhen in Richtung Meer wandert. Wenn nicht jetzt, wann sollte Ella jemals einen in der Sonne funkelnden Ozean sehen? Das ganze Leben hat sie auf einer kanadischen Farm zusammen mit ihrem Mann verbracht. Otto lässt... Dreiundachtzig Jahre alt ist Etta, als sie mit etwas Schokolade, einem Gewehr und ihren Wanderschuhen in Richtung Meer wandert. Wenn nicht jetzt, wann sollte Ella jemals einen in der Sonne funkelnden Ozean sehen? Das ganze Leben hat sie auf einer kanadischen Farm zusammen mit ihrem Mann verbracht. Otto lässt sie zu ihrem Sehnsuchtsort ziehen. Widerstand zwecklos, dass weiß der ehemalige Frontsoldat des zweiten Weltkriegs. Der gemeinsame Freund Russel jedoch entschließt sich Etta zu folgen, um sie heimzuholen. Auf der gefährlichen Wanderung trifft Etta den Kojoten James, der bald ihr engster Vertrauter wird und alte Erinnerungen werden wach. An die Jugend und Arbeit. Aber auch an die Kriegszeiten und Entbehrungen, die damit verbunden waren. In Rückblenden und Briefen wird über die alten Zeiten berichtet und bald interessieren sich die Zeitungen für die wandernde sonderbare Frau. Wie Otto mit den deutschen Soldaten habe ich etwas kämpfen müssen mit dem Buch. Auf den ersten hundert Seiten hat mich die Vielzahl von Namen und Begebenheiten ziemlich erschlagen. Emma Hooper will auf Teufel komm raus unterhalten, emotionale Bindung schaffen und eine Spur philosophischer Tiefe einfließen lassen. Letzteres gelingt nur in Ansätzen. Wofür vor allem der springlebendige Schreibstil verantwortlich ist, der inne Halten oder Nachdenkens wertes zeigen von vornherein ausschließt. Emma Hopper drückt auf jeder Seite auf das Gaspedal, was für ein gewisses Ungleichgewicht innerhalb des Romans verantwortlich ist. Auf der einen Seite finde ich die wunderliche Beziehung zwischen dem Kojoten James uns Etta sehr witzig und als Idee einfach Klasse. Auch diese Dreiecksbeziehung Beziehung zwischen dem verschrobenen Russell, Etta und dem zupackenden sowie bodenständigen Otto ist absolut lesenswert. Auf der anderen Seite werden viele gute Motive verschenkt. So bietet Ottos Leben im zweiten Weltkrieg eigentlich reichlich Potenzial, um den Leser emotional einzubinden. Bei mir zumindest hat das nicht besonders gut hingehauen. Auch Ettas großartige Wanderschaft fehlt es nicht nur an Glaubwürdigkeit, was mir persönlich bei diesem Genre nicht besonders wichtig ist, sondern auch an dramatischer Zuspitzung oder erzählerischer Durchschlagskraft. Das Ganze ist mir zu stark auf Unterhaltung gebürstet. Darin liegt natürlich auch eine große Stärke. Sicher wird es viele Leser finden.

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Etta und Otto
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 03.02.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dreiundachtzig Jahre alt ist Etta, als sie mit etwas Schokolade, einem Gewehr und ihren Wanderschuhen in Richtung Meer wandert. Wenn nicht jetzt, wann sollte Ella jemals einen in der Sonne funkelnden Ozean sehen? Das ganze Leben hat sie auf einer kanadischen Farm zusammen mit ihrem Mann verbracht. Otto lässt... Dreiundachtzig Jahre alt ist Etta, als sie mit etwas Schokolade, einem Gewehr und ihren Wanderschuhen in Richtung Meer wandert. Wenn nicht jetzt, wann sollte Ella jemals einen in der Sonne funkelnden Ozean sehen? Das ganze Leben hat sie auf einer kanadischen Farm zusammen mit ihrem Mann verbracht. Otto lässt sie zu ihrem Sehnsuchtsort ziehen. Widerstand zwecklos, dass weiß der ehemalige Frontsoldat des zweiten Weltkriegs. Der gemeinsame Freund Russel jedoch entschließt sich Etta zu folgen, um sie heimzuholen. Auf der gefährlichen Wanderung trifft Etta den Kojoten James, der bald ihr engster Vertrauter wird und alte Erinnerungen werden wach. An die Jugend und Arbeit. Aber auch an die Kriegszeiten und Entbehrungen, die damit verbunden waren. In Rückblenden und Briefen wird über die alten Zeiten berichtet und bald interessieren sich die Zeitungen für die wandernde sonderbare Frau. Wie Otto mit den deutschen Soldaten habe ich etwas kämpfen müssen mit dem Buch. Auf den ersten hundert Seiten hat mich die Vielzahl von Namen und Begebenheiten ziemlich erschlagen. Emma Hooper will auf Teufel komm raus unterhalten, emotionale Bindung schaffen und eine Spur philosophischer Tiefe einfließen lassen. Letzteres gelingt nur in Ansätzen. Wofür vor allem der springlebendige Schreibstil verantwortlich ist, der inne Halten oder Nachdenkens wertes zeigen von vornherein ausschließt. Emma Hopper drückt auf jeder Seite auf das Gaspedal, was für ein gewisses Ungleichgewicht innerhalb des Romans verantwortlich ist. Auf der einen Seite finde ich die wunderliche Beziehung zwischen dem Kojoten James uns Etta sehr witzig und als Idee einfach Klasse. Auch diese Dreiecksbeziehung Beziehung zwischen dem verschrobenen Russell, Etta und dem zupackenden sowie bodenständigen Otto ist absolut lesenswert. Auf der anderen Seite werden viele gute Motive verschenkt. So bietet Ottos Leben im zweiten Weltkrieg eigentlich reichlich Potenzial, um den Leser emotional einzubinden. Bei mir zumindest hat das nicht besonders gut hingehauen. Auch Ettas großartige Wanderschaft fehlt es nicht nur an Glaubwürdigkeit, was mir persönlich bei diesem Genre nicht besonders wichtig ist, sondern auch an dramatischer Zuspitzung oder erzählerischer Durchschlagskraft. Das Ganze ist mir zu stark auf Unterhaltung gebürstet. Darin liegt natürlich auch eine große Stärke. Sicher wird es viele Leser finden.

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