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Fahrenheit 451

Science Fiction Roman. Mit e. Vorw. v. Brian W. Aldiss. Übers. v. Fritz Güttinger

(9)
451 Fahrenheit oder 232 Celcius - die Temperatur, bei der Papier verbrennt. Guy Montag ist Feuerwehrmann. Es ist seine Aufgabe, Bücher zu beschlagnahmen und zu verbrennen. Denn Bücher sind die Quelle allen Unglücks. Ray Bradburys Klassiker in vollständig überarbeiteter Neuausgabe. Mit einem Vorwort von Brian W. Aldiss. "Von allen Höllen des Konformismus, die in der Science Fiction vorkommen, ist keine mit soviel Können beschrieben wie in diesem Roman." Kingsley Amis
Rezension
"Von allen Höllen des Konformismus, die in der Science Fiction vorkommen, ist keine mit soviel Können beschrieben wie in diesem Roman." (Kingsley Amis)
Portrait
Ray Bradbury wurde 1920 in Waukegan, Illinois geboren. 1934 zog seine Familie nach Los Angeles, und schon bald entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben. Mit den Erzählungsbänden "Die Mars-Chroniken" (1950) und "Der illustrierte Mann" (1951), vor allem aber mit "Fahrenheit 451" (1953) wurde er weit über die Grenzen der Science-Fiction hinaus bekannt. In den folgenden Jahren schrieb er neben weiteren Erzählungen zahlreiche Kriminalromane, Essays und Drehbücher. Bradbury gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Er starb am 5. Juni 2012 in Los Angeles.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 186
Erscheinungsdatum 01.03.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-16412-3
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 181/116/17 mm
Gewicht 156
Auflage 13. Auflage
Verkaufsrang 18.803
Buch (Taschenbuch)
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„Nur Fiktion?“

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Es gibt keine Bücher mehr. Nun ein paar wurden versteckt um diese zu vernichten hat man die Feuerwehr beauftrag sie zu verbrennen.
Warum das ganze?
Bücher stiften Unruhe, sie verunsichern, sie regen zum Denken an.
Deswegen hat die Gesellschaft beschlossen nicht mehr zu lesen. Stattdessen lassen sich die Menschen von seichten Fernsehprogrammen
Es gibt keine Bücher mehr. Nun ein paar wurden versteckt um diese zu vernichten hat man die Feuerwehr beauftrag sie zu verbrennen.
Warum das ganze?
Bücher stiften Unruhe, sie verunsichern, sie regen zum Denken an.
Deswegen hat die Gesellschaft beschlossen nicht mehr zu lesen. Stattdessen lassen sich die Menschen von seichten Fernsehprogrammen den ganzen Tag bedudeln. Nur nicht denken. Nur keine ernsthaften Gespräche führen. Immer schön oberflächlich bleiben.

Ihnen kommt das bekannt vor? Sie ziehen doch nicht etwa Parallelen zu unseren heutigen Fernsehprogrammen.
Nur Fiktion? Entscheiden Sie selbst.

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein Klassiker der Dystopie der auch heute noch zu glänzen weiss. Ohne überzogene Dramatik aber dafür mit viel Hintersinn entwirft Bradbury ein düsteres Bild der Zukunft. Ein Klassiker der Dystopie der auch heute noch zu glänzen weiss. Ohne überzogene Dramatik aber dafür mit viel Hintersinn entwirft Bradbury ein düsteres Bild der Zukunft.

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Klassiker der SF-Literatur und eine erwachsene Dystopie, die die Wirkung von Literatur zum Thema hat. Wunderbar geschrieben, poetisch und auch die Verfilmung ist toll. Klassiker der SF-Literatur und eine erwachsene Dystopie, die die Wirkung von Literatur zum Thema hat. Wunderbar geschrieben, poetisch und auch die Verfilmung ist toll.

Angelika Lanaras, Thalia-Buchhandlung Sulzbach

Dieses Buch ist ein Klassiker, das man gelesen haben muss, um seinen Horizont zu erweitern. Spannend und und Denkanstöße gebend! Dieses Buch ist ein Klassiker, das man gelesen haben muss, um seinen Horizont zu erweitern. Spannend und und Denkanstöße gebend!

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Unglaublich toller, sehr nachdenklich stimmender Klassiker. Ähnlich beeindruckend wie Huxley oder Orwell. Unglaublich toller, sehr nachdenklich stimmender Klassiker. Ähnlich beeindruckend wie Huxley oder Orwell.

„Fahrenheit 451“

Martin Strack, Thalia-Buchhandlung Ottersberg

In der Zukunft haben Buchhändler keinen sicheres Standbein mehr. Das Lesen und gar der Besitz von Büchern sind verboten und werden streng bestraft, und über die Einhaltung des Verbots wacht unermüdlich die Feuerwehr. Gnadenlos verbrennen sie jedes Buch, jede Bibliothek, denn Bücher sind gefährlich für die soziale Ordnung.
Doch Guy
In der Zukunft haben Buchhändler keinen sicheres Standbein mehr. Das Lesen und gar der Besitz von Büchern sind verboten und werden streng bestraft, und über die Einhaltung des Verbots wacht unermüdlich die Feuerwehr. Gnadenlos verbrennen sie jedes Buch, jede Bibliothek, denn Bücher sind gefährlich für die soziale Ordnung.
Doch Guy Montag, vormals linientreuer Feuerwehrmann, beginnt , aus der stumpfsinnigen Glückseligkeit der Massenmedien erwacht, nach dem „Warum“ zu fragen.
Warum sind Bücher verboten?
Warum legt die Feuerwehr Brände, statt sie zu verhindern?
Warum wird nie vom Krieg berichtet, der das Land bedroht?

Dieses Buch erzählt eine faszinierende Geschichte, die, obwohl bereits über 50 Jahre alt, heute noch erschreckend real ist, sogar mehr noch als damals.
Es führt vor Augen, wie einfach die Bevölkerung mit Hilfe von Massenmedien, die immer weniger tatsächlichen Inhalt vermitteln, dumm und unmündig gehalten werden kann.
Es ist gleichzeitig eine Erinnerung was in der Vergangenheit geschehen ist , sowie eine Warnung was geschehen könnte wenn ihr uns zu sehr von Massenmedien berieseln lassen ohne selbst zu denken.
Durch diesen Realitätsbezug wird dem Leser auf bedrückende Weise klar, dass wir zum Teil schon in dieser Vision der Zukunft angekommen sind, was das Lesen umso faszinierender gestaltet.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Die Bewahrung des geschriebenen Wortes
von Thomas Zörner aus Lentia am 14.08.2008

"Fahrenheit 451" von Ray Bradbury ist ein Klassiker und gleichzeitig sein sicher bekanntestes Buch. Der Bekanntheitsgrad seines Romans ging so weit, dass fast sein sämtliches anderes Schaffenswerk ignoriert wurde und er sogar wünschte "Fahrenheit 451" nie geschrieben zu haben. Dies wäre aber einer immenser Verlust für die Literatur gewesen. Der... "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury ist ein Klassiker und gleichzeitig sein sicher bekanntestes Buch. Der Bekanntheitsgrad seines Romans ging so weit, dass fast sein sämtliches anderes Schaffenswerk ignoriert wurde und er sogar wünschte "Fahrenheit 451" nie geschrieben zu haben. Dies wäre aber einer immenser Verlust für die Literatur gewesen. Der Roman spielt in einer nicht all zu fernen Zukunft, in der Bücher als Grundstein allen Übels auserkoren wurden. Die Regierung baute die Feuerwehr nun so um, dass sie anstatt Feuer zu löschen, welche legten um Bücher zu verbrennen. Nicht selten werden dabei auch deren Besitzer und dessen Haus vernichtet. Guy Montag ist Feuerwehrmann und verheiratet. Glücklich ist er jedoch nicht, doch wirklich bewusst wird ihm dies erst als der die junge Clarisse trifft, die ihn zum Nachdenken bringt. Kurz darauf ist sie tot, überfahren. Montags selbstständiges Denken angregt durch die seltsame Begnung, veranlasst ihn schließlich ein Buch zu stehlen und zu den anderen die er vorher schon ansammelte zu legen. Gelesen hat er noch keins davon. Als er es schließlich tut, gerät er ins Visier seiner ehemaligen Freunde und Kollegen. Bradbury schafft in "Fahrenheit 451" eine Zukunftsvision in der selbstständiges Denken den Tod bedeuten kann. Die Menschen werden von Musik und vor allem Fernsehen regelrecht niedergeschrieen. TV beschränkt sich nicht mehr nur noch auf einen kleinen Bildschirm, sondern spielt sich auf den gesamten Wänden ab. Montags Frau Mildred ist der Bradburys Zukunftsmensch in Reinkultur. Sie bezeichnet die Fernsehfamilien als "Die Verwandtschaft" und schläft nur mit einem Musikknopf im Ohr ein, dass aber auch sie im tiefsten unglücklich ist, zeigt sich gleich in einer der ersten Szenen, in der sie mehr oder minder unwissentlich Selbstmord begehen will. Jeder Literaturfreund sollte "Fahrenheit 451" gelesen haben, denn Ray Bradbury erzählt nicht nur eine spannende und faszinierende Geschichte, sondern bedient sich auch einer hervorragenden Sprache.

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1 0
Ein Klassiker...
von Sebastian Becker aus Langelsheim am 02.02.2009

...in optisch neuem Gewand. Viele Dinge hatte ich hierüber gehört und dachte mir eines Tages, mir das Buch zuzulegen. Ich ging mit hohen Erwartungen an die Sache ran und wurde nicht enttäuscht. Eine wunderbare Dystopie (zumindest wunderbar beschrieben). Eine Welt ohne Bücher, bzw. eine Welt, in der Bücher geächtet... ...in optisch neuem Gewand. Viele Dinge hatte ich hierüber gehört und dachte mir eines Tages, mir das Buch zuzulegen. Ich ging mit hohen Erwartungen an die Sache ran und wurde nicht enttäuscht. Eine wunderbare Dystopie (zumindest wunderbar beschrieben). Eine Welt ohne Bücher, bzw. eine Welt, in der Bücher geächtet werden und die elektronisch-mediale Berieselung überwältigend ist. Der Protagonist Guy Montag macht eine Wendung durch, die uns als LESER so eindeutig erscheint, die aber nicht minder spannend ist. Das Ende ist ein wenig ruppig, aber Dystopien sind auch kein Märchenland. Ein sehr schönes Buch mit interessanter Thematik...

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1 0
Der Mann mit den Streichhölzern
von einer Kundin/einem Kunden am 05.08.2013

Es war eine Lust, Feuer zu legen. Guy Montag ist Feuerwehrmann. Doch die Wache rückt nicht mehr aus um Häuser vor den Flammen zu retten, sie bringt selbst die vernichtende Glut, denn die Männer beschützen die Menschheit vor etwas viel gefährlicherem. Vor Büchern. Und davor selbst zu denken. Montag verrichtet seine... Es war eine Lust, Feuer zu legen. Guy Montag ist Feuerwehrmann. Doch die Wache rückt nicht mehr aus um Häuser vor den Flammen zu retten, sie bringt selbst die vernichtende Glut, denn die Männer beschützen die Menschheit vor etwas viel gefährlicherem. Vor Büchern. Und davor selbst zu denken. Montag verrichtet seine Arbeit gewissenhaft. Nacht für Nacht. Bis er auf ein besonderes Mädchen trifft. Clarisse. Die Sechzehnjährige ist anders. Unschuldig, klug, wissbegierig. Sie fragt nicht nur nach dem Wie, sondern auch nach dem Warum. Das Mädchen begleitet Montag ab dem ersten Treffen auf dem Nachhauseweg von dessen Arbeit. Nacht für Nacht. Sie lässt ihn zum Mond aufblicken. Sie weckt eine brennende Sehnsucht. Nach dem geschriebenen Wort. Nach den verbotenen Büchern. Die Originalausgabe des Werkes erschien 1953. Umso erstaunlicher wie erschreckender sind die Parallelen mit der heutigen Zeit. Ray Brandbury lässt die Menschen mit Stöpsel in den Ohren herumlaufen, ständig beschallt mit Musik. In den Fernsehräumen werden die Bilder auf die Wände projiziert und zeigen sinnbefreite Sendungen und Shows. Lärm. Werbung. Eine Überreizung der Sinne. Am Schlimmsten ist aber die Gleichgültigkeit der Bevölkerung. Es war nicht die Regierung, welche damit begann die Literatur zu verbieten, es waren die Menschen selbst, die einfach aufhörten zu lesen, hinzusehen, sich zu kümmern. Als Beispiel dieser Abstumpfung dient Mildred, Montag´s Ehefrau. Sie sieht die fiktiven Figuren auf den Fernsehbildschirmen, welche den treffenden Namen „die Verwandtschaft“ tragen, mehr als ihre Familie, als die reale Person ihres Ehepartners. Mildred spielt die Glückliche, ist aber in Wahrheit innerlich leer. Ihren Gegenpart nimmt die neugierige Clarisse ein. Deren kurzer, aber ebenso intensiver Auftritt, das erstarrte Blickfeld des Hauptprotagonisten öffnet. Der einprägsamste und vielleicht auch vielschichtigste Charakter, ist aber Hauptmann Beatty. Montag´s Vorgesetzter bei der Feuerwehr. Es ist der heimliche Höhepunkt der Geschichte, als dieser zur Waffe in Form von berühmten Zitaten der Literatur greift, um Montag vor der Verderbtheit der Bücher zu überzeugen. Ein großartiger Roman, der eine intelligente Geschichte erzählt. Eine Liebeserklärung an die Kraft die in Büchern steckt. Es schmerzt, wenn man erlebt wie verzweifelt Montag versucht sich Wort für Wort einzuprägen, bevor die loderten Flammen die Seiten für immer verschlingen. Vorallem auch wegen der lebendigen Bildsprache des Autor´s, so werden aus Flammenwerfern, speiende Schlagen und aus verkohltem Papier, schwarze Schmetterlinge, die sich in Nichts auflösen.

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Ein Muss für jeden Literaturliebhaber
von einer Kundin/einem Kunden aus Kottingbrunn, Niederösterreich am 04.01.2007

In einer nicht zu fernen Zukunft sind Bücher abgeschafft. Irgendwann kam die Bevölkerung der USA auf die Idee, dass Bücher für nichts gut sind. Sie lenken vom passiven Konsum ab und erfordern permanent aktive Stellungnahme und Diskussion. Dies führte dazu, dass man sich dieser Unruhestifter ein für alle mal... In einer nicht zu fernen Zukunft sind Bücher abgeschafft. Irgendwann kam die Bevölkerung der USA auf die Idee, dass Bücher für nichts gut sind. Sie lenken vom passiven Konsum ab und erfordern permanent aktive Stellungnahme und Diskussion. Dies führte dazu, dass man sich dieser Unruhestifter ein für alle mal entledigte und sie einfach verbot. Da man sowieso die Feuerlöschaufgaben der Feuerwehr nicht mehr benötigte (schließlich sind ja alle Häuser feuersicher), funktionierte man diese kurzerhand zu einer Buchverbrennungsmaschinerie um. Ganz nebenbei hat man das Spitzeltum perfektioniert, jeder vernadert jeden, und so hat die Feuerwehr alle Hände voll zu tun, Bücher und Bibliotheken zu verbrennen und die Besitzer der Staatsgewalt zu übereignen - soferne diese nicht mitverbrannt werden. Dies ist die Geschichte des Feuerwehrmannes Guy Montag, der durch einige Begegnungen nachzudenken beginnt, ob ihm nicht etwas fehle. Dieses Werk schildert den Kampf der freien Gedanken gegen die allesbeherrschende totale Dröhnung - würde man heute etwas ungeniert und wenig wortgewandt formulieren. Anders als in den beiden anderen großen Dystopien des 20. Jahrhunderts ('1984' und 'Schöne neue Welt') wird das totalitäre Regime nicht durch permanente Kontrolle und Druck gestützt, sondern durch Gleichgültigkeit - Brot und Spiele eben. Trotz der wenigen Seiten die dieses Buch aufzuweisen hat, erreicht es einen Tiefgang wie man ihn in vielen 1000-seitigen Schmökern suchen muss und niemals findet. Ganz selten gelingt es Autoren den inneren Kampf des Protagonisten derart gut darzustellen, wie es Bradbury in diesem Buch mit seinem Guy Montag schafft. Alleine die sprachliche Eloquenz des Erzählers rechtfertigt die fünf Sterne dieses Buches, doch damit ist es noch lange nicht getan. In teilweise kafkaesken Szenen gelingt es Bradbury eine Anklage gegen das Verkümmern des aktiven Denkens zugunsten der Konsum- und Mediengesellschaft zu erheben. Besonders begeisternd war für mich der teilweise wunderbare expressioniste Schreibstil, der diese Dualität, diesen ewigen Kampf, beinahe physisch erlebbar macht. Auf wunderschöne Weise gelingt es Bradburry diesen Zweikampf zwischen Ewigem und Vergänglichen, in den beiden zentralen Frauenbegegnungen des Guy Montag aufzuzeigen; einerseits das Ehrliche, Reine und Zarte (Clarisse) und andererseits das Verstörte, Dumpfe und Zukunftslose (Mildred). Den Film - wenngleich schon vor 20 Jahren gesehen - kann ich noch sehr gut erinnern, und immer wieder taucht Oskar Werner beim Lesen des Guy Montag vor meinem geistigen Auge auf. Aber das Ende des Buches ist nicht das Ende des Filmes. Das Buch geht noch einen Schritt weiter. Fazit: Der zweifellos sehr gute Film reicht dennoch nicht an dieses Buch heran, nicht weil Filme meist schlechter sind als deren literarische Vorlagen, sondern weil dieses Buch so überragend ist. 5 Sterne reichen hier nicht aus.

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eine Vision?
von Mario Pf. aus Oberösterreich am 29.12.2005

Ray Bradburrys düstere Zukunftsvision ist keine Utopie, sie ist eine beklemmende Möglichkeit. Fahrenheit 451 thematisiert eben jenen noch immer aktuellen Effekt einer immer schneller lebenden Gesellschaft. Treffend ließe sich Bradburrys auch als extreme Variante der so genannten Spaßgesellschaft bezeichnen, was diese Idee auch so verflucht realistisch macht. Die Geschichte von... Ray Bradburrys düstere Zukunftsvision ist keine Utopie, sie ist eine beklemmende Möglichkeit. Fahrenheit 451 thematisiert eben jenen noch immer aktuellen Effekt einer immer schneller lebenden Gesellschaft. Treffend ließe sich Bradburrys auch als extreme Variante der so genannten Spaßgesellschaft bezeichnen, was diese Idee auch so verflucht realistisch macht. Die Geschichte von Fahrenheit 451 beginnt mit dem Feuermann Guy Montag. Die Welt hat sich verändert, Bücher werden wo immer man sie findet verbrannt. Die Feuerwehr wehrt nicht mehr das Feuer sondern legt die Brände, sie verbrennt das Wissen, das zu Fragen führen könnte und Fragen sind es was diese Gesellschaft fürchtet. Die Zeiten sind hektisch und niemand möchte sich mehr Fragen stellen, denn das würde die Hektik zum Erliegen bringen und genau deshalb gibt es diese Hektik auch, um Denken zu verhindern, denn verschiedene Ansichten verhindern gemeinsames Zusammenleben und die Schuld an allem Hass liegt eben bei jenen Hindernissen. Deshalb hat man beschlossen, ohne dass die Menschen sich dagegen zur Wehr setzten, dass man alles tun muss, um die Gesellschaft zusammenzuhalten. Bücherverbrennungen sind dabei nur ein notwendiges Übel. Eines Tages trifft eben dieser Guy Montag, ein Feuerwehrmann, auf das 17jährige Mädchen Clarisse McClellan. Sofort von dem seltsamen Mädchen fasziniert begreift Montag nicht, wie schnell er von jenem Weg abkommt, den er als Feuerwehrmann zu gehen gewählt hatte. Langsam fängt er an wieder frei zu denken und gelangt zur Einsicht, wie verfahren seine Situation eigentlich ist. Als er eines Tages auch noch mit ansehen muss, wie eine Frau sich mitsamt ihrer Bücher verbrennen lässt, bricht in ihm ein schwerer innerer Konflikt aus. Die vorherrschende Ideologie, manifestiert in Hauptmann Beatty, lässt ihn jedoch nicht so einfach seines Weges ziehen. Beatty konfrontiert ihn mit seiner Sicht der Dinge, mit der Weltanschauung der Allgemeinheit. Doch Montag hat schon zuviel von den Dingen gesehen, die ihm Beatty nicht schönreden kann. Man vernichte alles was Unzufriedenheit verursachen könnte, man brenne es nieder für das Allgemeinwohl, um Nachdenken, Überlegen, sich bewusst werden, gleich vorweg zu verhindern. Mit seiner Frau Mildred als typischer Vertreterin dieser „Spaßgesellschaft“ hat Montag jedoch schon die Erfahrung gemacht, dass dieses gepriesene System nicht funktioniert. Sie ist tablettensüchtig, lebt bzw. rast am Leben vorbei und spricht mit (Fernseh-)Wänden. Und auch die Feuerwehr als Hüterin der gesellschaftlichen Ordnung ist nicht mehr als ein Literaturkiller und manchmal tötet sie auch Menschen, denn hinter jedem Buch steht bekanntlich ein Mensch. Unglücklich vom plötzlichen Verschwinden Clarisses und in arge Selbstzweifel und Bedrängnis gestürzt macht sich Montag zu einem möglichen Freund und Helfer auf, einem der wenigen noch lebenden Akademiker. Damit hat er sein Schicksal besiegelt. Fahrenheit 451 ist eine düstere Vision, zugleich aber auch ein Buch über Bücher und die Liebe zu Büchern. Ray Bradburry ist mit diesem „Meisterwerk“ ein Stück Literaturgeschichte gelungen, die meiner Meinung nach noch faszinierender ist als George Orwells 1984. Bradburry ist nicht nur Visionär, er ist auch ein genialer Geschichtenerzähler und das macht ihn so lesenswert, denn er reizt den Leser zum Weiterlesen. Was dieses Drama aber so faszinierend macht, ist seine Glaubwürdigkeit.

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2 2
von einer Kundin/einem Kunden am 26.07.2005

spannend, prickelnd, aber nicht wegen der tollen handlung, sondern wegen dem unvorstellbarem ohne bücher leben zu müssen

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Besser als erwartet - leider aber mit einem unbefriedigenden Schluss
von einer Kundin/einem Kunden aus Hofheim am Taunus am 14.01.2012

Im Rahmen des Deutschunterrichts in der 12. Klasse musste ich dieses Buch lesen. Wie es so oft mit Büchern ist, die man zwangsweise lesen muss, war ich anfänglich nicht gerade begeistert. Vor allem das Erscheinungsjahr hat mich ziemlich abgeschreckt. Letztendlich muss ich aber sagen, dass ich positiv überrascht bin.... Im Rahmen des Deutschunterrichts in der 12. Klasse musste ich dieses Buch lesen. Wie es so oft mit Büchern ist, die man zwangsweise lesen muss, war ich anfänglich nicht gerade begeistert. Vor allem das Erscheinungsjahr hat mich ziemlich abgeschreckt. Letztendlich muss ich aber sagen, dass ich positiv überrascht bin. Die Geschichte, dass die Feuerwehr Bücher verbrennt und Bücher die Quelle allen Unheils sind, finde ich ziemlich interessant. Anfänglich war ich zwar etwas irritiert ob des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils. Lange, durch Kommas getrennte Sätze, die oftmals auf den ersten Blick keinen wirklichen Sinn ergeben, prägen das Buch. Mit der Zeit kam ich mit diesem Stil aber immer besser zurecht. Das Buch beginnt langsam und hat zunächst informativen Charakter. Irgendwann wird dann so langsam Spannung aufgebaut und erreicht plötzlich in rasanter Geschwindigkeit einen actionreichen Höhepunkt. Unter dem Strich würde ich das Buch also als spannend und interessant bezeichnen. Allerdings ist für mich nicht von der Hand zu weisen, dass das Ende ziemlich unbefriedigend ist. Ich finde einfach, dass man bei der geschaffenen Konstellation viel mehr hätte machen können. Abgesehen davon, dass die letzten ca. 20 Seiten (also von da an, wo Montag nicht mehr in der Stadt ist) absolut langweilig sind, war ich ziemlich enttäuscht darüber, dass man nicht mehr erfahren hat, was mit Faber passiert ist und wie sich die Sicht der Menschen zu den Büchern verändert. Auf Grund des Schlusses gibt es also keine fünf Sterne.

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negative Zukunftsaussichten
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 08.05.2013

Die vereinigten Staaten von Amerika in der Zukunft: Der 30-jährige Guy Montag arbeitet beim staatlichen Ordnungsdienst. Seit 10 Jahren ist er als Feuerwehrmann tätig, doch im Gegensatz zur heutigen Zeit, sind zukünftig die Feuerwehrmänner dafür da, versteckte Bücher und Zeitschriften zu finden und zu zerstören, denn Feuerwehrmänner legen vom... Die vereinigten Staaten von Amerika in der Zukunft: Der 30-jährige Guy Montag arbeitet beim staatlichen Ordnungsdienst. Seit 10 Jahren ist er als Feuerwehrmann tätig, doch im Gegensatz zur heutigen Zeit, sind zukünftig die Feuerwehrmänner dafür da, versteckte Bücher und Zeitschriften zu finden und zu zerstören, denn Feuerwehrmänner legen vom Staat angeordnete Feuer. Dann lernt er eines Abends auf dem Heimweg die 16-jährige Clarisse McClellan kennen und ist fasziniert von der jungen Frau. Sie begegnen sich an vielen Abenden und Clarisse öffnet Guy nach und nach die Augen über die gesellschaftlichen Formen, die herrschen und über das Wesen von Büchern und Geschichten. Guy wird immer weiter in Clarisses Welt hineingezogen und beginnt, eigenständig zu denken, etwas, dass in Zukunft nicht wirklich erforderlich und/oder gewünscht ist. Eines Abends jedoch ist Clarisse nicht da - und Guy beginnt, sich zu sorgen. Sein Hauptmann bei der Feuerwache kann ihm mitteilen, dass die junge Frau bei einem Unfall verstorben ist - doch Guy befallen Zweifel. Immer mehr gerät er in die Zwickmühle. Kann er so weitermachen, seinem zerstörerischen Job nachgehen und mit seiner stumpfsinnigen Frau Mildred weiter zusammenleben oder soll er ausbrechen? Damit jedoch nicht genug, ein neuer Krieg steht bevor und dann überschlagen sich die Ereignisse ... Ich hatte definitiv mehr erwartet! Die Idee des Plotes hat mir unheimlich gut gefallen, die Umsetzung jedoch weniger. Ich empfand es als ausgesprochen unrealistisch, dass ein Mann, dessen Lebensinhalt es seit 10 Jahren ist, Bücher zu zerstören, innerhalb weniger Tage zum Umdenken bekehrt werden kann. Die Figuren empfand ich als ausgesprochen farblos, mir fehlte hier eindeutig die Tiefe und ich empfand die Fülle der Masse an Figuren als zu gering, einige weitere Figuren hätten für mehr Facettenreichtum sorgen können. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch konnte dieser den Lesegenuss des Buches leider nicht mehr retten.

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Dieser Roman ist bereits 60 Jahre alt und wird immer aktueller!
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 26.08.2013
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

Beim Wiederlesen dieses Romans denke ich, daß er von Jahrzehnt zu Jahrzehnt aktueller wird. Gleichzeitig hoffe ich, daß ich mich täusche. Beschrieben wird eine Gesellschaft, in der die Feuerwehr ausrückt, um Brände zu legen, nicht um sie zu löschen! Ziel der Einsätze sind Bücher, deren Besitz und Lektüre ganz... Beim Wiederlesen dieses Romans denke ich, daß er von Jahrzehnt zu Jahrzehnt aktueller wird. Gleichzeitig hoffe ich, daß ich mich täusche. Beschrieben wird eine Gesellschaft, in der die Feuerwehr ausrückt, um Brände zu legen, nicht um sie zu löschen! Ziel der Einsätze sind Bücher, deren Besitz und Lektüre ganz allgemein verboten ist. Und ja, ab und zu als "Kollateralschäden dieser Einsätze" werden auch die Menschen, die diese Bücher lesen, besitzen, verbrannt. Erzählt wird diese Geschichte aus der Sicht des Feuerwehrmanns Montag, der nach Gesprächen mit einem Nachbarsmädchen, nach einem "zufälligen" Selbstmordversuch seiner Frau und nach seinem letzten Einsatz immer mehr an seinem Beruf verzweifelt. Bevor er endgültig in Richtung Krankheit oder Wahnsinn abdriftet, fängt er mit Hilfe eines alten Universitätsprofessors an, zu lesen und Widerstand zu leisten. Diese Beschreibung einer Spaß- und Eventgesellschaft, die von Menschen bevölkert wird, die keinerlei Interesse mehr am Lesen und Nachdenken haben, finde ich inzwischen äußerst beklemmend. Wenn der Professor erklärt, welches die "drei Dinge sind, die uns abhanden gekommen sind" (S.144, 145 und 147) bleibt mir heute doch ein bißchen die Luft weg. Ein brilliantes Buch! Und in 20 Jahren möchte ich mich gerne nochmal mit Ihnen über Montag und seine Geschichte unterhalten!

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Parallelen zur Realität
von einer Kundin/einem Kunden am 02.11.2012
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

In diesem Science-Fiction-Klassiker existieren keine Bücher mehr. Denn sie enthalten Wissen und Erfahrungen vorangegangener Generationen oder regen die Menschen zu selbstständigem Denken an. Doch das ist in dieser Welt nicht erwünscht. Deshalb werden die Bücher von Feuerwehrleuten (sie legen hier Brände, statt sie zu löschen) vernichtet. 451 Fahrenheit –... In diesem Science-Fiction-Klassiker existieren keine Bücher mehr. Denn sie enthalten Wissen und Erfahrungen vorangegangener Generationen oder regen die Menschen zu selbstständigem Denken an. Doch das ist in dieser Welt nicht erwünscht. Deshalb werden die Bücher von Feuerwehrleuten (sie legen hier Brände, statt sie zu löschen) vernichtet. 451 Fahrenheit – das ist die Temperatur, bei der Papier Feuer fängt. Der Feuerwehrmann Montag, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, entdeckt seine Leidenschaft für Bücher, entwendet sie teils bei Vernichtungs-Aktionen seiner Einheit und versteckt sie zu hause. Je mehr er sich mit ihnen beschäftigt, desto mehr stellt er Dinge in Frage. Seine Frau ist bestürzt darüber und will davon nichts wissen. Sie lebt lieber in ihrer Fernsehwelt, die programmtechnisch dazu dient, die Menschheit klein und dumm zu halten. Erschreckend realistisch wird hier berichtet, wie die Konsum- und Mediengesellschaft das aktive Denken verkümmern lässt.

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Die Zukunft ist eigentlich schon da!
von einer Kundin/einem Kunden am 16.07.2007
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Der Roman aus den 50er Jahren beschreibt u.a. die 'Familie', könnte Big Brother oder sonst so eine Doku-Soap sein! Oder die Online-Spiele (WOW!!!)!!! Weiterhin gibt es 'Wände', die einen >ZUDRÖHNEN<, Flachbildschirme und die neue Sound-Techniken ... Weiterhin die Autorennen, das Getue und Nichtssagende der Menschen; man gehe über die Straße und... Der Roman aus den 50er Jahren beschreibt u.a. die 'Familie', könnte Big Brother oder sonst so eine Doku-Soap sein! Oder die Online-Spiele (WOW!!!)!!! Weiterhin gibt es 'Wände', die einen >ZUDRÖHNEN<, Flachbildschirme und die neue Sound-Techniken ... Weiterhin die Autorennen, das Getue und Nichtssagende der Menschen; man gehe über die Straße und höre den Leuten zu: Es ist soweit. Nur die Bücher haben sich noch einigermassen gehalten ...

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Grandioses sozialkritisches Werk!
von einer Kundin/einem Kunden am 24.06.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Diese Rezension enthält Spoiler! Ray Bradbury (1920 - 2012) war ein US-Amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Bradbury’s RomanFahrenheit 451 wird in einem Atemzug mit Aldous Huxley’s Schöne neue Welt oder George Orwell’s 1984 als grosse Dystopie des 20. Jahrhunderts genannt. Seine Romane sind oft sozialkritisch geprägt und speziell Fahrenheit 451 ist... Diese Rezension enthält Spoiler! Ray Bradbury (1920 - 2012) war ein US-Amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Bradbury’s RomanFahrenheit 451 wird in einem Atemzug mit Aldous Huxley’s Schöne neue Welt oder George Orwell’s 1984 als grosse Dystopie des 20. Jahrhunderts genannt. Seine Romane sind oft sozialkritisch geprägt und speziell Fahrenheit 451 ist ein Aufruf für das freie Denken und gegen Konformismus. Er ist der Meinung, dass nur freies Denken und kein angleichen an die herrschende Meinung der ›breiten Gesellschaft‹ individuelle Freiheit nach sich zieht. Auch in Interviews kommt diese Haltung immer wieder zum Vorschein. So sagte er unter Anderem: »Ich hasse die gesamte Politik. Ich mag auch keine politischen Parteien. Man sollte ihnen nicht angehören - man sollte ein Individuum sein, in der Mitte stehen. Jeder, der zu einer Partei gehört, hört auf zu denken.« Fahrenheit451 ist die Temperatur, bei der Papier verbrennt. Und da sind wir auch schon beim Thema. Montag, der Protagonist in diesem Buch, ist Feuerwehrmann. Doch anders als bei uns löscht die Feuerwehr in Bradburys erschreckender Zukunftsvision keine Feuer, sondern zündet sie an, um Bücher zu verbrennen. Bücher beziehungsweise ihre Inhalte hielte die Menschen von einem ›glücklichen Leben‹ - Zufriedenheit und nichts-sagende Inhalte sind gut, Wissen und Ideen schlecht - ab. Natürlich wollen die Politiker und die Machthaber dies den Menschen einreden, um einfacher über die ›dumme Masse‹ herrschen zu können. Montag macht seinen Job und kann Menschen nicht verstehen, die heimlich Bücher horten und lesen - er verabscheut sie. Sein schönstes Gefühl erlebt er dann, wenn er Bücher verbrennen darf. Bis etwas passiert, das sein kritisches Denken entfacht . . . Er lernt die junge Frau Clarisse McClellan kennen. Diese junge Frau ist nicht konformistisch, geht mit offenen Augen durchs Leben, kennt den Geruch von Laub und andere Dinge aus der Natur. Sie stellt nicht nur sich, sondern auch Montag kluge Fragen und dies hat auf Montag ungeahnte Wirkung, in einer Welt in der niemand sonst mehr grosse Fragen stellen darf. Nun beginnt auch er sich langsam Fragen zu stellen, hinterfragt das System, hinterfragt die Spassgesellschaft - entwickelt selber Interesse an Büchern, wird aufmüpfig und gerät auch in Schwierigkeiten. Wieso sind Bücher schlecht? Feuerwehrhauptmann Beatty erklärt dies Montag folgendermassen: »Beschäftige die Menschen mit Gewinnspielen - wer am meisten Schlagertexte kennt oder Hauptstädte aufzählen kann und dergleichen. Stopfe ihnen den Kopf voll unverbrennbarer Tatsachen, bis sie sich zwar überladen, aber doch als "Fundgrube des Wissens" vorkommen. Dann glauben sie, denkende Menschen zu sein und vom Fleck zu kommen, ohne sich im geringsten zu bewegen. Und sie sind glücklich, weil diese Tatsachen keinem Wandel unterworfen sind. Es wäre falsch, ihnen so glitschiges Zeug wie Philosophie oder Soziologie zu vermitteln, um Zusammenhänge herzustellen. Davon werden sie nur melancholisch.« Obwohl das Buch bereits 1953 zum ersten Mal veröffentlicht wurde und real existierende Bücherverbrennungen noch keine 15 Jahre her waren (Nazi-Deutschland), ist das Buch auch heute noch aktuell, oder in manchen Teilen vielleicht aktueller denn je. Es beschreibt meiner Meinung nach sehr schön gesellschaftliche Zustände, die auch heute zum Teil herrschen. Er geht auch der Frage nach, ob es wirklich besser ist, sich ›den grossen Fragen‹ nicht zu stellen und sich der ›Masse‹ anzupassen - ob dies wirklich glücklicher macht. Zwar bekommt der Unangepasste immer wieder ärger, da er sich gegen den ›herrschenden Unsinn‹ wendet und auch dagegen redet, und könnte so am Ende vielleicht sogar ganz alleine dastehen, doch in Bradburys Buch ist auch die angepassteste Person (Montags Frau) alles andere als glücklich . . . Und dies gerade, weil sie über-angepasst ist. »Es sind drei Dinge, die uns abhanden gekommen sind. Erstens: Wissen Sie, warum Bücher wie dieses hier so wichtig sind? Weil sie Qualität haben. Und was heisst das? Für mich besteht sie im Gefüge eines Buches. Dieses Buch hier hat Poren. Es hat ein Gesicht, man kann es unter die Lupe nehmen und Leben in unendlicher Fülle darin entdecken. Je mehr Poren, je mehr wahrheitsgemäss festgehaltene, lebendige Einzelzüge man auf den Quadratzentimeter beschriebenen Papiers kriegt, umso mehr gehört man zur ›Literatur‹. Dies ist jedenfalls meine Auffassung Bedeutsame Details. Frische Beobachtungen. Die guten Schriftsteller rühren oft ans Leben. Die mittelmässigen streifen es flüchtig. Die schlechten vergewaltigen es und überlassen es den Schmeissfliegen. Sehen Sie nun, warum Bücher gehasst und gefürchtet werden? Sie zeigen das Gesicht des Lebens mit all seinen Poren. Der Spiessbürger will aber nur wächserne Mondgesichter ohne Poren, ohne Haare, ohne Ausdruck. Wir leben in einer Zeit, wo die Blumen sich von Blumen nähren wollen, statt von gutem Regen und guter schwarzer Erde.« (…) »Und das Zweite?« »Musse.« »Aber wir haben doch eine Menge Freizeit.« »Freizeit ja. Aber Zeit, um nachzudenken? Wenn man nicht mit hundertfünfzig an Klippen entlangrast und man an nichts als an die Lebensgefahr zu denken vermag, dann treibt man irgendeinen Sport oder sitzt in seinen vier Fernsehwänden, mit denen sich schlecht streiten lässt. Warum? Das Fernsehen ist ›Wirklichkeit‹, es drängt sich auf, es hat Dimensionen. Es bleut einem ein, was man zu denken hat. Es muss ja recht haben; denn es scheint richtig zu sein. Es reisst einen so unaufhaltsam mit, wohin immer es will, dass man gar nicht dazu kommt, gegen den traurigen Unsinn aufzubegehren.« (…) »Wie kommen wir da je wieder raus? Könnten uns Bücher nicht dabei helfen?« »Nur wenn das dritte Erfordernis gegeben wäre. Das erste war, wie gesagt, Qualität der Aussage. Das zweite, Musse, sie innerlich zu verarbeiten. Und drittens: das Recht, nach dem zu handeln, was sich uns aus dem Zusammenwirken der ersten beiden Dinge erschliesst. Und ich glaube kaum, dass ein Greis und ein abtrünniger Feuerwehrmann zu diesem vorgerückten Zeitpunkt noch viel ausrichten werden . . .« (S. 113, 114 & 116) Ein grossartiges Buch, das mich enorm beeinflusst hat. Vielleicht hat es mich sogar so fest beeinflusst wie sonst kein anderes Buch. Es ist von Anfang bis Ende ein Aufruf für eine Gesellschaft in der Wert auf Bildung, Moral, Ethik und Freiheit gelegt wird.

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"Auf jeden Fall Lesenswert!!"
von einer Kundin/einem Kunden aus Aesch am 14.04.2015
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

Die, nicht allzu ferne Zukunft. Unser grösstes Ziel ist, unterhalten zu werden. Bücher sind verboten und werden verbrannt, da sie Unzufriedenheit und Wissensgier bei den Menschen auslösen. Die Feuerwehr, wie sie es früher gab, wurde umfunktioniert und dient nun dazu, Bücher mit Kerosin zu übergiessen, anzuzünden und die... Die, nicht allzu ferne Zukunft. Unser grösstes Ziel ist, unterhalten zu werden. Bücher sind verboten und werden verbrannt, da sie Unzufriedenheit und Wissensgier bei den Menschen auslösen. Die Feuerwehr, wie sie es früher gab, wurde umfunktioniert und dient nun dazu, Bücher mit Kerosin zu übergiessen, anzuzünden und die Besitzer in Mentalkliniken zu stecken. In dieser verqueren Welt kann sich ein Feuerwehrmann auf das Wissen der alten Zeit besinnen und findet wieder in die alte Denkweise zurück, ohne zu Wissen, das das der Gesellschaft nicht gefällt. Die Welt wird Feuer fangen... Ein Genialer Roman, der obwohl er schon 1953 erschienen ist, fasziniert mit seiner zukunftsvisionären und drastischen Darstellungsweise unserer jetzigen unterhaltungssüchtigen Gesellschaft. Es gibt einem das beklemmende Gefühl der Einsamkeit in der Gesellschaft, in der alle nur noch auf sich selbst und auf die Unterhaltungselektronik fokussiert sind. Der Roman besticht nicht nur durch seinen futuristischen, dennoch lebensnahen Inhalt sondern auch durch seine tollen Erzählweise, den Schilderung und der Gestaltung seiner vielschichtigen Charaktere. Selten habe ich ein Buch dermassen verschlungen wie dieses, leider nur 320 Seiten starke Buch, welches ich ungern auf die Seite gelegt habe und es regelrecht bedauerte, als es zu ende war. Heute einer meiner liebsten Empfehlungen. Also unbedingt Lesen!!

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Fesseln
von Stefan Drießler am 13.10.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ray Bradburry hat mit diesem Buch meine persönlich größten Horror Dargestellt. In einer Welt wo man dafür eingesperrt oder gar getötet wird wenn man Bücher liest zu leben wäre eine der größten Tragödien die die Menschheit erleben könnte. Diese Buch kann ich nur jedem empfehlen.

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Großes Kino im Taschenbuchformat
von K. Wittig aus Ludwigsburg am 24.04.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Tim Hamilton hat aus Bradburys Roman eine überzeugende Graphic Novel mit eindringlichen Bildern und knalligen Farben gemacht. Genauso spannend wie beim ersten Lesen!

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