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Fürchte dich nicht!

Mein Weg aus dem Kloster

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40 Jahre war Majella Lenzen im Dienst der katholischen Kirche tätig. Als Schwester Maria Lauda baute sie in Tansania ein Krankenhaus auf. Sie wurde Provinzoberin in Simbabwe und versuchte, die Ordensregeln zu erneuern. Deshalb wurde sie in eine von HIV stark betroffene Krisenregion zwangsversetzt. Als sie 1992 Kondome ins Rotlichtviertel von Morogoro transportierte, war dies eine Provokation zu viel für ihren Orden.
Fürchte dich nicht! erzählt vom langen Weg einer tiefgläubigen Frau zu sich selbst, von Demütigungen und menschenverachtenden Strukturen innerhalb der Kirche und vom Ringen um Selbstachtung und Selbstbestimmung. Dabei offenbart Majella Lenzen auch, wie schwierig, ja nahezu unmöglich es für Nonnen ist, dem Orden den Rücken zu kehren.


»Majella Lenzens Buch ist wichtig, weil die Problematik nach wie vor geleugnet wird. Ihrem persönlichen Zeugnis kann niemand widersprechen.« Eugen Drewermann

»Ein Buch über einen sehr aufregenden Lebensweg.« Hans Küng
Rezension
Ein wahrer Glaubens-Krimi ohne Happy-End.
Michael Bischoff, BILD (Köln)
Portrait
Majella Lenzen wurde 1938 in Aachen geboren, 1953 trat sie in das Internat des Ordens der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Neuenbeken/Paderborn ein. 1959 legte sie das Gelübde ab. Als Krankenschwester baute sie von 1965 bis 1982 das Turiani Hospital in Tansania auf. Ab 1982 übernahm sie die Leitung der Ordensprovinz in Simbabwe. Von 1990 bis 1992 koordinierte sie die kirchliche Aids Arbeit in der Diözese Moschi. 1995 wurde sie von den Gelübden entbunden. 2009 erschien im DuMont Buchverlag Das möge Gott verhüten Warum ich keine Nonne mehr sein kann und 2012 Fürchte dich nicht! Mein Weg aus dem Kloster.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 02.10.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6255-9
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 188/135/25 mm
Gewicht 289
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Was für eine mutige Frau!
von Gabriele Bessen am 08.01.2017

Als Majella Lenzen nach bald vierzig Jahren ihren Orden verlassen musste, wohnt sie zunächst bei ihrer Mutter, mit der sie noch einige schöne Jahre bis zu deren Tod verlebt. Ihrer Mutter verdankt sie einen finanziellen Start und eine behutsame Einführung in das bürgerliche Leben, denn als sie eintrat, war... Als Majella Lenzen nach bald vierzig Jahren ihren Orden verlassen musste, wohnt sie zunächst bei ihrer Mutter, mit der sie noch einige schöne Jahre bis zu deren Tod verlebt. Ihrer Mutter verdankt sie einen finanziellen Start und eine behutsame Einführung in das bürgerliche Leben, denn als sie eintrat, war sie noch ein halbes Kind. Sie versucht mit allen Kräften zu verarbeiten, dass sie den von ihr gewählten Weg, ihre Berufung, nicht weiter gehen konnte und kann. Aber sie bleibt nicht untätig. Sie reist wieder zu ihrer Freundin Ida Naiso nach Afrika und unterstützt sie mit gesammelten Spenden in ihrem so wichtigen AIDS-Projekt RAFIKI. Gleichzeitig kämpft sie in Deutschland dafür, dass Ordensleute, die sich oft für andere jahre- oder jahrzehntelang bis an die eigenen Grenze aufgerieben haben, nicht selten als Abtrünnige stigmatisiert werden, wenn sie austreten und kaum finanziell versorgt sind. Sie macht immer wieder darauf aufmerksam, dass es keine Nachversicherung oder eine angemessene Rente für ehemalige Ordensleute gibt, was im völligen Gegensatz zur viel gepriesenen „Nächstenliebe“ steht. Mit anderen Ehemaligen nimmt sie immer wieder Kontakt auf und hilft ihnen bei der Bewältigung ihres Lebens nach dem Austritt. Ihr Plan, eine Selbsthilfegruppe zu gründen, scheitert allerdings, da viele ehemalige Ordensleute sich nicht mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen oder darüber sprechen wollen. Die Haltung der katholischen Kirche zur Sexualität, wird offen von Frau Lenzen angesprochen, was sicherlich vielen Katholiken aus der Seele spricht. Sei es der Umgang mit dem Zölibat und den Praktiken, wenn es „passiert“ und aus einer Verbindung eines Priesters mit einer Frau ein Kind geboren wird. Die Leidtragende ist die Frau, nicht der Priester, der gegen den Zölibat verstoßen hat. Die Rolle der Frau in der katholischen Kirche wird von Frau Lenzen intensiv beleuchtet und offen kritisiert, ganz besonders die Haltung ehemaligen Nonnen gegenüber, die danach ins zivile Leben zurückfinden müssen und finanziell nicht abgesichert sind. Und doch und das ist das Großartige, bleibt Frau Lenzen sich selbst und ihrem Glauben absolut treu.

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Glaube und Hoffnung bleiben
von Monika Schulte aus Hagen am 14.10.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Majella Lenzen war 40 Jahre lang als Ordensschwester für die katholische Kirche tätig. Als sie zuletzt in der Aids-Hilfe in Morogoro in Tansania tätig war und dort in einem Rotlichtviertel Kondome transportierte, hat ihre Kirche sie ihrer Ämter enthoben. Die katholische Kirche mit ihren verkrusteten Ansichten hat Schwester Lauda... Majella Lenzen war 40 Jahre lang als Ordensschwester für die katholische Kirche tätig. Als sie zuletzt in der Aids-Hilfe in Morogoro in Tansania tätig war und dort in einem Rotlichtviertel Kondome transportierte, hat ihre Kirche sie ihrer Ämter enthoben. Die katholische Kirche mit ihren verkrusteten Ansichten hat Schwester Lauda - wie Majella Lenzen im Orden hieß - der Kirche verwiesen. Majella Lenzen musste aus ihrem Orden austreten. Dabei hat sie doch nur Kondome transportiert. Kondome, die lebenswichtig sind für die dortigen Bewohner, damit sich die schreckliche Seuche nicht noch weiter ausbreiten kann. Majella Lenzen musste nach dem Austritt aus dem Orden (oder sollte man besser sagen nach ihrem Rausschmiss?) erst einmal bei ihrer Mutter wohnen, denn die nun ehemalige Nonne, nun plötzlich auf sich allein gestellt, steht finanziell vor dem Nichts. Die katholische Kirche sieht einen Austritt von Nonnen nicht vor. Beim Lesen merkt man sehr schnell, dass Majella Lenzen auch nach inzwischen vielen Jahren als ziviler Mensch noch immer nicht ganz mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat. Sie stammt aus einem tiefgläubigen Elternhaus. Für sie war es tätsächlich Berufung, in ein Kloster einzutreten. Sie hat lange gebraucht, um wieder zu einer gewissen Selbstachtung zu finden und ein Leben außerhalb der Klostermauern zu meistern. Zu sehr war sie ins klösterliche Regelwerk mit eingebunden. Ein selbstbestimmtes Leben war da nicht gegeben. Der Leser erfährt viel von den starren Strukturen innerhalb der Klostermauern, von Mobbing und Bestrafungen. Ist eine Nonne, wie Schwester Lauda sie nun mal war, auf einmal sehr erfolgreich mit ihrer Arbeit, wird sie einfach zwangsversetzt. Sie muss wieder Demut preisen. Sie erzählt aber auch von ihrer Arbeit in Afrika und wie sie erstmals als Majella Lenzen zurück in das von ihr so sehr geliebte Land kommt. Sie erzählt von anderen Nonnen, die dasselbe Schicksal wie sie erlitten haben und die auch alle schwierige Zeiten hinter sich haben, um in ein ziviles Leben zurückzufinden. Majella Lenzen setzt sich mit diesem Buch sehr für alle ehemaligen Nonnen ein. Ein Buch, das aufmerksam macht und wachrütteln soll, sich endlich für diese Frauen einzusetzen, für Frauen, die noch immer innerhalb der katholischen Kirche von Männern beherrscht werden.

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