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Ganze Tage im Café

Roman. Deutsche Erstausgabe

(16)

Am liebsten verbringen die vier jungen Frauen ihre Tage im Café und ihre Nächte auf Partys und in Kneipen, denn Reykjavik im Winter ist dunkel und kalt, ihr Alltag turbulent und chaotisch. Karen, die bei ihren Großeltern lebt, trinkt zu viel und wacht immer wieder in fremden Betten auf. Hervör, nach abgebrochenem Studium, jobbt im Café und wird von ihrem Gelegenheitslover hingehalten. Mia, die von ihrem Freund verlassen wurde, sitzt seither zwischen Umzugskartons. Silja, die Ärztin, erwischt ihren Ehemann mit einem »blonden Flittchen«. (Das »blonde Flittchen« ist Karen, aber das weiß sie noch nicht.) Das Leben ist ein großes Drama, in dem auch Liam, der kleine (charmante) Engländer, und Georg, der zuverlässige, aber schüchterne Barista, eine Rolle spielen. Die tragende Rolle? (Schließlich sind es vier Männer, die vier Frauen zusammenbringen.) Ganze Tage lang erzählen sie sich von kleinen Glanzmomenten und ernsthaften Problemen, von ihrem Leben, das doch auch Lichtblicke zeigt, wenn sie mit ihrem Latte macchiato to go ihr Café wieder verlassen.
Ein erfrischender Roman über die Liebe, das Leben und die Einsicht, dass Freundschaften unter Frauen viel wichtiger sind als der Traum von der großen Liebe.

Rezension
"Dieser Roman gehört zum besten was Frauenliteratur zu bieten hat."
Morgunbladid
Portrait

Sólveig Jónsdóttir, geboren 1982 in Reykjavik, Journalistin, hat u. a. in Dublin und Edinburgh Politikwissenschaft studiert. Ihr Debütroman Ganze Tage im Café war die Überraschung des isländischen Bücherfrühlings 2012 und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. Die umkämpften Filmrechte waren schnell verkauft.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 415
Erscheinungsdatum 20.01.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-35981-4
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 190/121/30 mm
Gewicht 379
Originaltitel Korter
Auflage 3. Deutsche Erstausgabe
Verkaufsrang 85.335
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Katrin Schlüter, Thalia-Buchhandlung Essen

Tolle isländische Literatur. Tolle isländische Literatur.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Muenster

Toller Roman für alle Frauen in den Enfdzwanzigern.Reale Geschichten einzelner Hauptfiguren in die man sich alle reinversetzen kann. Mal zum schmunzeln, aber auch zum nachdenken. Toller Roman für alle Frauen in den Enfdzwanzigern.Reale Geschichten einzelner Hauptfiguren in die man sich alle reinversetzen kann. Mal zum schmunzeln, aber auch zum nachdenken.

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Kundenbewertungen


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Kaffee verbindet
von milabrita am 11.04.2016

4 isländische Frauen - 4 Schicksale und die Suche nach dem Liebesglück. Flüssig zu lesender Roman, dessen Aufbau ganz anders ist als ursprünglich erwartet. Dennoch ein schöner leichter Roman für Zwischendurch am Besten nebenher immer einen Kaffee bereitstehen haben ;)

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Es geht um vier, ganz normale isländische Frauen. Sie kennen sich nicht wirklich, begegnen einander nur flüchtig. Gerade dieses "Hand in Hand" Begegnende, hat mir sehr gut gefallen. Erwarten sie nicht typische Karierre- oder Powerfrauen. Sondern stellen sie sich auf unterschiedliche, interessante, alltägliche Frauen ein, die auf der Suche... Es geht um vier, ganz normale isländische Frauen. Sie kennen sich nicht wirklich, begegnen einander nur flüchtig. Gerade dieses "Hand in Hand" Begegnende, hat mir sehr gut gefallen. Erwarten sie nicht typische Karierre- oder Powerfrauen. Sondern stellen sie sich auf unterschiedliche, interessante, alltägliche Frauen ein, die auf der Suche nach der Liebe sind.

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Anders als erwartet, aber trotzdem schön!
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberdolling am 31.01.2014

Sólveig Jónsdóttir erzählt in ihrem Roman „Ganze Tage im Café“ von den vier jungen Frauen Hervör, Silja, Mía und Karen. Alle Vier haben ihre Probleme mit der Männerwelt, obwohl sie sich doch unterscheiden. Hervör hat eine Affäre mit dem Professor ihrer Universität, Silja wurde von ihrem Ehemann betrogen,... Sólveig Jónsdóttir erzählt in ihrem Roman „Ganze Tage im Café“ von den vier jungen Frauen Hervör, Silja, Mía und Karen. Alle Vier haben ihre Probleme mit der Männerwelt, obwohl sie sich doch unterscheiden. Hervör hat eine Affäre mit dem Professor ihrer Universität, Silja wurde von ihrem Ehemann betrogen, Mías Freund hat sich umentschieden und ist doch lieber mit einer Kollegin zusammen als mit Mía, und Karen springt nach einem Schicksalsschlag mit fast jedem Mann ins Bett, den sie kennenlernt. So unterschiedlich wie ihre Probleme sind, jedes Mal steckt ein Mann dahinter, der es verhindert, dass die Vier glücklich werden. Ist es trotzdem noch möglich, die Männer zu vergessen und ein glückliches Leben zu führen? Zuerst einmal möchte ich anmerken, dass der Klappentext, der im Internet die Runden macht, nicht genau stimmt. Er verwirrt etwas, und beinhaltet Informationen, die nicht stimmen. Also wer sich für das Buch interessiert: Liest lieber die Rezensionen von Lesern. Und jetzt zum Buch: Die Geschichte(n) finde ich ganz toll, jedoch manchmal etwas übertrieben. Ich kann nicht immer nachvollziehen, warum sie genau so handeln, und einige Personen im Buch (vor allem die „schuldigen“ Männer) bleiben durchsichtige Charaktere. Die Hauptprotagonisten sind super erklärt, ganz sympathisch und bleiben auch gut im Gedächtnis. Da einige Personen, die im Buch eine wichtige – jedoch passive – Rolle spielen, nicht ganz so gut erklärt und ganz so gut vorstellbar sind, war ich nach einiger Zeit etwas verwirrt. „Wer gehört jetzt zu wem? Wer hatte gleich wieder was erlebt?“ So ging es mir ungefähr nach der ersten Hälfte, und ich musste immer wieder zurückblättern, um die Namen wieder zuordnen zu können. Trotzdem fand ich die Geschichte schön, und obwohl das Ende nicht so war, wie ich erwartet hatte, hatte es doch etwas Schönes. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch war so geschrieben, dass man richtig schnell und flüssig lesen kann und alles sehr gut versteht. Das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt. Alles in Allem hat mir das Buch also gut gefallen. Da es jedoch manchmal etwas verwirrend war, muss ich einen Stern abziehen. Insgesamt erhält das Buch von mir also verdiente 4 von 5 Sternen. Außerdem kann ich das Buch für alle weiterempfehlen, die gerne Frauenromane voller Probleme und Liebeskummer lesen.

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Gutes Buch für zwischendurch
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Driburg am 28.01.2014

Das Buch "Ganze Tage im Cafe" dreht sich um vier Frauen die so unterschiedlicher sind wie sie nur sein können. Hervõr, Mia, Silja und Karen. Eines haben sie doch gemeinsam, sie wurden alle von Männern verlassen. Wir lernen die Frauen nach und nach kennen und die Charaktere wachsen einen... Das Buch "Ganze Tage im Cafe" dreht sich um vier Frauen die so unterschiedlicher sind wie sie nur sein können. Hervõr, Mia, Silja und Karen. Eines haben sie doch gemeinsam, sie wurden alle von Männern verlassen. Wir lernen die Frauen nach und nach kennen und die Charaktere wachsen einen ans Herz. Anfangs gehen sie alle getrennte Wege, doch zum Schluss treffen alle zusammen in Hervörs Cafe in Reykjavik. Meine Meinung: Ich kann einiges positives aber auch negatives über das Buch sagen. Fangen wir mit dem positiven an... Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen es war sehr "locker" geschrieben. Zudem habe ich das Buch recht schnell gelesen, es hat mich sogar aus einer Leseflaute rausgeholfen, da man immer wissen wollte wie es mit den dreien weiter geht. Zudem fand ich klasse das sich die Charaktere im laufe des Buches verändert haben. Nicht so gut gefallen hat mir, das in dem Buch sehr viel Alkohol ins Spiel kam wirklich alle paar Seiten hatte wieder eine andere Person die Flasche am Hals. Zudem hat einen das Buch an manchen Stellen etwas runtergezogen. Die Stimmung war oft bedrückend und traurig. Trotzdem regt ein sowas ja zum Nachdenken an. Nicht das ihr denkt das Buch ist von vorn bis hinten traurig, nein natürlich ging es auch ganz viel um Liebe Zuneigung und Eifersucht.

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Wenn das Schicksal dir einen Arschtritt gibt
von Thala aus Mülheim an der Ruhr am 26.01.2014

Selten hat mich ein Cover in die Irre geführt wie dieses. Knallgelb und eine davoneilende Frau mit pinkem Wollmantel, in der Hand eine türkise Handtasche schwingend. Sieht ganz nach heiterem, fröhlichem Frauenroman á la SATC oder Bridget Jones aus. Pustekuchen. Islands bzw Reykjaviks Heldinnen sind ganz anders. Zum Inhalt: Sólveig... Selten hat mich ein Cover in die Irre geführt wie dieses. Knallgelb und eine davoneilende Frau mit pinkem Wollmantel, in der Hand eine türkise Handtasche schwingend. Sieht ganz nach heiterem, fröhlichem Frauenroman á la SATC oder Bridget Jones aus. Pustekuchen. Islands bzw Reykjaviks Heldinnen sind ganz anders. Zum Inhalt: Sólveig Jónsdóttir erzählt in ihrem Debütroman von vier Frauen, welche aber nicht als gemeinsame Freundinnen agieren. Die Protagonistinnen kennen einander nicht, begegnen einander nur flüchtig und wissen vom Leben der Anderen nichts. So trägt jedes Kapitel den Namen der jeweiligen Hauptperson. Da ist Mia, deren Freund sich gerade wegen einer Anderen von ihr getrennt hat. Sie zieht in eine kleine Wohnung um und sieht sich nun ohne Partner, ohne Job einem riesigen Schuldenberg gegenüber. Hervör hat ihr BWL-Studium beendet und jobbt nun im angesagten Café Viertel (isländisch: Korter) als Kellnerin. Ihre Routine wird nur durch die Affäre zu ihrem ehemaligen Professor Tryggvi unterbrochen, der sich aber nicht fest binden möchte-zumindest nicht mit Hervör. Eine andere Protagonistin, Karen, hat mit dem Tod ihres Bruders zu kämpfen. Sie kann mit der Trauer nicht umgehen, fühlt sich verlassen und sucht Schutz in den Armen vieler Männer. Bis sie auf Aron trifft. Verlassen wurde auch Silja, die ihren Mann in flagranti mit einem blonden Flittchen (Karen) erwischt und diesen aus ihrer Wohnung wirft. Meine Meinung: Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. Letztendlich habe ich mich für 4 Sterne entschieden. Einen Punkt Abzug gibt es für die Tatsache, dass ich mir einfach mehr Informationen über die Charaktere gewünscht hätte. Vielelicht hätte man auf 1-2 Charaktere verzichten können, um einen detaillierten Einblick in das Innenleben der Einzelnen zu bekommen. Auch das Männerbild empfand ich als stereotypisch, da diese entweder als gut oder böse beschrieben worden sind. Bei allen drei Verlassenen kann ich eigentlich gut verstehen, warum sie verlassen worden sind. Mia hat eine sehr depressive, pessimistische und klammernde Art-irgendwie nachvollziehbar, dass sich ihr Freund in eine erfolgreiche und lebensfrohe Frau verliebt. Silja nimmt ihre Liebe für zu selbstverständlich-genau dies ist Liebe nie. Und Hervör? Sie weiß selbst noch nicht, wo sie im Leben hinmöchte. Kein Wunder, dass eine Beziehung nicht klappt, wenn sie selbst nicht weiß, was sie eigentlich will. Die Autorin hat einen sehr schönen atmosphärischen Schreibstil, ich konnte mir den isländischen Winter richtig gut vorstellen. Etwas schade fand ich, dass jede Heldin in einer Krisensituation zum Alkohol griff, dies einte alle Charaktere irgendwie. Auch saßen die Frauen nicht „ganze Tage im Cafe“, von daher hätte ich den isländischen Titel „Korter“ bzw. „Viertel“ passender gefunden. Jónsdóttir schafft es, ihre Heldinnen eindringlich zu beschreiben, so dass diese auf ihre Art „normal“ wirken. So als könnte eine von ihnen tatsächlich jede Sekunde durch die Tür eines Cafés kommen. Sie beschreibt keine Traumfrauen, sondern jene, die mit Ende Zwanzig noch jede Menge Zeit, aber wenig Geld besitzen. Welche ihre Träume begraben haben und nicht mehr auf die große Liebe hoffen. Das Leben findet irgendwo dazwischen statt. Fazit: Ein außergewöhnlicher, fesselnder Roman mit nicht alltäglichen Charakteren.

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Wenn das Schicksal dir einen Arschtritt gibt
von Thala am 26.01.2014

Selten hat mich ein Cover derart in die Irre geführt wie dieses. Knallgelb und eine davoneilende Frau mit pinkem Wollmantel, in der Hand eine türkise Handtasche schwingend. Sieht ganz nach heiterem, fröhlichem Frauenroman á la SATC oder Bridget Jones aus. Pustekuchen. Islands bzw Reykjaviks Heldinnen sind ganz anders. Zum Inhalt:... Selten hat mich ein Cover derart in die Irre geführt wie dieses. Knallgelb und eine davoneilende Frau mit pinkem Wollmantel, in der Hand eine türkise Handtasche schwingend. Sieht ganz nach heiterem, fröhlichem Frauenroman á la SATC oder Bridget Jones aus. Pustekuchen. Islands bzw Reykjaviks Heldinnen sind ganz anders. Zum Inhalt: Sólveig Jónsdóttir erzählt in ihrem Debütroman von vier Frauen, welche aber nicht als gemeinsame Freundinnen agieren. Die Protagonistinnen kennen einander nicht, begegnen einander nur flüchtig und wissen vom Leben der Anderen nichts. So trägt jedes Kapitel den Namen der jeweiligen Hauptperson. Da ist Mia, deren Freund sich gerade wegen einer Anderen von ihr getrennt hat. Sie zieht in eine kleine Wohnung um und sieht sich nun ohne Partner, ohne Job einem riesigen Schuldenberg gegenüber. Hervör hat ihr BWL-Studium beendet und jobbt nun im angesagten Café Viertel (isländisch: Korter) als Kellnerin. Ihre Routine wird nur durch die Affäre zu ihrem ehemaligen Professor Tryggvi unterbrochen, der sich aber nicht fest binden möchte-zumindest nicht mit Hervör. Eine andere Protagonistin, Karen, hat mit dem Tod ihres Bruders zu kämpfen. Sie kann mit der Trauer nicht umgehen, fühlt sich verlassen und sucht Schutz in den Armen vieler Männer. Bis sie auf Aron trifft. Verlassen wurde auch Silja, die ihren Mann in flagranti mit einem blonden Flittchen (Karen) erwischt und diesen aus ihrer Wohnung wirft. Meine Meinung: Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch bewerten soll. Letztendlich habe ich mich für 4 Sterne entschieden. Einen Punkt Abzug gibt es für die Tatsache, dass ich mir einfach mehr Informationen über die Charaktere gewünscht hätte. Vielelicht hätte man auf 1-2 Charaktere verzichten können, um einen detaillierten Einblick in das Innenleben der Einzelnen zu bekommen. Auch das Männerbild empfand ich als sehr stereotypisch, da diese entweder als gut oder böse beschrieben worden sind. Bei allen drei Verlassenen kann ich eigentlich gut verstehen, warum sie verlassen worden sind. Mia hat eine sehr depressive, pessimistische und klammernde Art-irgendwie nachvollziehbar, dass sich ihr Freund in eine erfolgreiche und lebensfrohe Frau verliebt. Silja nimmt ihre Liebe für zu selbstverständlich-genau dies ist Liebe nie. Und Hervör? Sie weiß selbst noch nicht, wo sie im Leben hinmöchte. Kein Wunder, dass eine Beziehung nicht klappt, wenn sie selbst nicht weiß, was sie eigentlich will. Die Autorin hat einen schönen atmosphärischen Schreibstil, ich konnte mir den isländischen Winter richtig gut vorstellen. Schade fand ich, dass jede Heldin in einer Krisensituation zum Alkohol griff, dies einte alle Charaktere. Auch saßen die Frauen nicht „ganze Tage im Cafe“, von daher hätte ich den isländischen Titel „Korter“ bzw. „Viertel“ passender gefunden. Jónsdóttir schafft es, ihre Heldinnen eindringlich zu beschreiben, so dass diese auf ihre Art „normal“ wirken. So als könnte eine von ihnen tatsächlich jede Sekunde durch die Tür eines Cafés kommen. Sie beschreibt keine Traumfrauen, sondern jene, die mit Ende Zwanzig noch jede Menge Zeit, aber wenig Geld besitzen. Welche ihre Träume begraben haben und nicht mehr auf die große Liebe hoffen. Das Leben findet irgendwo dazwischen statt. Fazit: Ein außergewöhnlicher, fesselnder Roman mit nicht alltäglichen Charakteren.

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(Männer)problem vier junger Frauen
von MiHa aus Wetter am 25.01.2014

Der Klappentext besagt, dass das Café "Korter", oder auf Deutsch "Viertel", in Reykjavík der Treffpunkt für vier junge Frauen ist. Vier junge Frauen haben wir, und das Café auch. Aber aus der Beschreibung hätte ich eher geschlossen, dass diese Frauen Freundinnen sind und das Café oft besuchen. Aber so... Der Klappentext besagt, dass das Café "Korter", oder auf Deutsch "Viertel", in Reykjavík der Treffpunkt für vier junge Frauen ist. Vier junge Frauen haben wir, und das Café auch. Aber aus der Beschreibung hätte ich eher geschlossen, dass diese Frauen Freundinnen sind und das Café oft besuchen. Aber so war es nicht. Hervör arbeitet dort und Mía ist da zwischendurch auch mal, aber ob die anderen beiden da waren, weiß ich nicht genau. Wenn ja, dann wurde das nur echt kurz erwähnt. Und dazu begegnen die vier jungen Frauen sich höchstens kurz. Dafür schneiden sich aber ihre Bekanntenkreise, so ist zum Beispiel Mías Exfreund der Anwalt von Hervörs Chef. Hervör ist irgendwie die coolste von ihnen. Ihr scheint vieles egal zu sein, was man schon an ihrer Affäre zu ihrem Professor Tryggvi sieht. Die beiden treffen sich nur, um miteinander zu schlafen und melden sich sonst nie beieinander. Aber auch an der Art zu Schreiben, die die Autorin an solchen Stellen gewählt hat, denn die Sätze sind meist kurz und wirken emotionslos und etwas bedauernd. Mía verzweifelt an ihren Problemen eher. Sie betrinkt sich und ist ständig traurig. Obwohl die Vier alle gleich alt sind, kam sie mir jünger vor als die Anderen und ich hatte eigentlich die ganze Zeit nur Mitleid mit ihr. Und ich verstehe nicht, wie man jemanden, den man so lange gekannt hat, einfach verlassen kann, weil jemand anderes reizvoller wirkt. Wenn man merkt, dass man sich nich liebt, kann man sich trennen und ja, in einer Beziehung sollte man ehrlich sein. Aber es tut doch weh, wenn man so auseinandergeht. Wer einmal betrügt, betrügt immer, heißt es. Und so war es auch bei Silja und ihrem Mann Baldur. Sie gibt ihm eine zweite Chance, denn sie mag ihn genug, um ihm zu verzeihen - mehr oder weniger - aber er macht einfach weiter. Warum heiratet er sie überhaupt, wenn er sie nicht mehr liebt? Oder mag er einfach das gefühl, etwas Verbotenes zu tun? Und dann tut er es noch bei sich Zuhause, während sie arbeitet! Das ist einfach schrecklich! Das Traurige daran war auch, dass sie es die ganze Zeit erwartet hat. Und das blonde Flittchen Karen war eine echte Pessimistin. Sie glaubt überhaupt nicht daran, dass ihr noch etwas Gutes passieren könnte. Aber wie soll das auch sein können, wenn sie die Menschen, die nett zu ihr sind,so blöd behandelt, als würden sie es nur aus Mitleid tun? Dazu scheint ihr auch alles irgendwie egal zu sein. Sie macht einfach das, worauf sie grad Lust hat. Als sie mitBaldur geschlafen hat, war esihr total gleichgültig, wie ekelhaft sie ihn fand. Sehr gefallen haben mir in diesem Roman die kleinen Details, wie zum Beispiel bei engen Hosen hochhüpfen und den Bund hochziehen, oder das alte Männer den Fernseher ausschalten, wenn sie Besuch bekommen. Die Einzelheiten haben einfach alles realistischer dargestellt und die trübe Laune der Frauen lockerer dargestellt. So ließ es sich sehr gut lesen und gefiel mir besser, als ich gedacht hätte.

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Ein Pageturner mit Tiefgang
von I.H. am 22.01.2014

Das Leben von vier Frauen ist momentan von Kummer und Melancholie geprägt - mitten im isländischen Winter. Sie kennen sich (noch) nicht, aber ihr Leben berührt sich an vielen Punkten immer mehr. Hervör jobbt im Café, ist sich nicht klar, was sie nach dem Studium tun will und wird von ihrem... Das Leben von vier Frauen ist momentan von Kummer und Melancholie geprägt - mitten im isländischen Winter. Sie kennen sich (noch) nicht, aber ihr Leben berührt sich an vielen Punkten immer mehr. Hervör jobbt im Café, ist sich nicht klar, was sie nach dem Studium tun will und wird von ihrem älteren Liebhaber hingehalten. Karen muss einen Verlust verkraften, trinkt zu viel und landet zu oft mit fremden Männern im Bett. Mía wurde von ihrem Freund verlassen und stürzt zwischen den Umzugskartons in Depressionen. Die Ärztin Silja erwischt ihren Ehemann wieder einmal beim Fremdgehen und zieht die Konsequenzen. Das Buch ist in einem sehr erfrischenden Stil geschrieben, die oft tragisch anmutenden Szenen werden immer wieder aufgelockert, der Humor fehlt hier nicht. Wobei die Inhaltsangabe des Buches in mir eine ganz andere Erwartungshaltung geweckt hat - aber ich bin froh, dass diese nicht erfüllt wurde! Laut Buchinfo ist das Café im coolen Stadtteil 101 Reykjavik Treffpunkt für die vier jungen Frauen. - Das klingt für mich wie eine typische Sex-and-the-city-Geschichte. Tatsächlich kennen sich die Frauen nicht oder nur sehr flüchtig - aber gerade die Verbindungspunkte, die gemeinsamen Bekannten, die kleinen oder auch sehr krassen gemeinsamen Erlebnisse machen den Reiz dieses Romans aus. Die Frauen müssen also ihr Leben wieder in den Griff bekommen, und von diesen Versuchen erzählt diese Geschichte. Natürlich dürfen die Männer auch nicht fehlen: Georg, der Barista aus Guatemala hat mir neben dem Ex-Handballer Aron am besten gefallen. Die einzelnen Schicksale sind manchmal wirklich ergreifend, Marinós Geschichte zum Beispiel. Die vier Frauen erleben in diesem Winter viele unschöne, aber auch angenehme Dinge - aber sie handeln auch häufig völlig katastrophal. Trotzdem hat Sólveig Jónsdóttir eine positive Grundstimmung geschaffen, die es ermöglicht, über den Tellerrand hinauszusehen. Ein unkompliziertes Buch mit Tiefgang - in "Ganze Tage im Café" ist das kein Gegensatz. Ich empfehle das Buch Frauen, die gerne intelligente, lebensnahe Geschichten lesen.

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Tiefgründiger und emotionaler Frauenroman statt isländischem Sex & the City
von Filia Libri aus Neuss am 19.01.2014

Also erstmal sind sowohl Inhaltsangabe wie der Text auf dem Buchrücken wirklich irreführend und ich bin froh, dass ich sie mir vorher gar nicht so genau durchgelesen habe. Denn geht man von diesen Texten aus, klingt Sólveig Jónsdóttirs Roman "Ganze Tage im Café" wie eine isländische Version von "Sex... Also erstmal sind sowohl Inhaltsangabe wie der Text auf dem Buchrücken wirklich irreführend und ich bin froh, dass ich sie mir vorher gar nicht so genau durchgelesen habe. Denn geht man von diesen Texten aus, klingt Sólveig Jónsdóttirs Roman "Ganze Tage im Café" wie eine isländische Version von "Sex and the City" - vier Freundinnen, die in locker-leichter Art über Mode und Männer und andere Katastrophen diskutieren. Dabei ist dieser Roman eigentlich ganz, ganz anders... Im Zentrum der Geschichte stehen die vier jungen Isländerinnen Hervör, Mía, Silja und Karen - allerdings sind die vier keine guten Freundinnen, die sich regelmäßig auf einen Kaffee treffen. Ganz im Gegenteil, zu Beginn der Geschichte kennen sie einander nicht einmal und auch zum Ende des Romans hin, würden sie sich wohl auch kaum als etwas anderes als flüchtige Bekannte bezeichnen. Das ist es auch nicht vorauf der Roman abzielt oder was ihn besonders macht. Vor allem aber waren es die Charaktere, durch die ?Ganze Tage im Café? für mich geglänzt hat. Denn Hervör und Co. wirken allesamt so erschreckend, nun ja, vielleicht nicht direkt normal, aber so realistisch, dass man keinerlei Probleme hat, sich vorzustellen, diesen Frauen tatsächlich irgendwann mal zufällig im Café, im Supermarkt oder in der Kneipe über den Weg zu laufen. Sie alle sind sehr viel tiefgründiger, als ich erwartet hätte. Etwas Probleme hatte ich zu Beginn mit dem Schreibstil der Autorin, der jedoch nach kurzer Eingewöhnung sehr gut und flüssig zu lesen ist und für mich vor allem durch immer wieder sehr ungewöhnliche, dabei aber umso gelungenere Vergleiche und Metaphern geglänzt hat. Mehr Probleme haben mir da schon die ganzen isländischen Namen bereitet, die mich immer wieder ins Stocken gebracht haben und bei denen ich teilweise doch etwas Schwierigkeiten hatte, sie mir zu merken und sie den Figuren zuordnen zu können. Trotzdem, auch wenn ich nicht alle Figuren sympathisch fand und die Geschichte ein paar Längen hatte -, alles in allem ist Sólveig Jónsdóttirs Roman ?Ganze Tage im Café? für mich eine wirklich positive Überraschung gewesen, sehr viel tiefsinniger, emotionaler und ernster (auch Themen wie Tod und psychische Probleme spielen eine wichtige Rolle) als erwartet, trotzdem aber auch immer wieder witzig und unterhaltsam. Von meiner Seite daher definitiv eine Empfehlung.

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Leider ganz anders, als ich erwartet habe...
von steffi aus Velbert am 01.02.2014

Vier Isländerinnen, alle Ende Zwanzig, lassen uns an ihrem doch recht chaotischem Leben im winterlichen Reykjavik mit sowohl familiären wie auch beruflichen Problemen teilhaben. Leider war das Buch dann doch ganz anders, als ich es erwartet habe. Ich hatte mich auf eine Geschichte rund um vier Freundinnen gefreut, die ihr... Vier Isländerinnen, alle Ende Zwanzig, lassen uns an ihrem doch recht chaotischem Leben im winterlichen Reykjavik mit sowohl familiären wie auch beruflichen Problemen teilhaben. Leider war das Buch dann doch ganz anders, als ich es erwartet habe. Ich hatte mich auf eine Geschichte rund um vier Freundinnen gefreut, die ihr Leid und Glück im Leben gemeinsam in ihrem Lieblingscafé durchleben, quasie á la Sex and the City, aber dem war leider nicht so. Vielmehr wird das Leben und Leiden vier sich völlig fremden Frauen erzählt, die im Prinzip alle quasi die gleichen Probleme habe, jede für sich aber anders damit umgeht. Im Großen und Ganzen haben die Vier zum Schluss auch alle irgendwie miteinander zu tun, aber es konnte mich einfach nicht überzeugen. Außerdem fand ich das Ende des Buches auch nicht so berauschend. Es kam für mich dann doch irgendwie ganz schön abrubt, was ich doch sehr Schade finde.

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Titel und Inhaltsangabe passen irgendwie nicht zum Rest
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Die Inhaltsangabe und der Titel passen nicht wirklich zur Geschichte...wer hier ein Buch erwartet, in dem sich 4 Freundinnen regelmäßig in einem Cafe treffen und sich austauschen, wird enttäuscht sein...die Mädels haben alle nicht wirklich viel miteinander zu tun und kennen sich nicht weiter... Der Schreibstil der Autorin hat mir... Die Inhaltsangabe und der Titel passen nicht wirklich zur Geschichte...wer hier ein Buch erwartet, in dem sich 4 Freundinnen regelmäßig in einem Cafe treffen und sich austauschen, wird enttäuscht sein...die Mädels haben alle nicht wirklich viel miteinander zu tun und kennen sich nicht weiter... Der Schreibstil der Autorin hat mir dennoch gut gefallen, es lies sich flüssig lesen, die Geschichte hat trotz anderer Erwartungen gefesselt, man wollte doch wissen wie es alles weiter geht... Das Buch ist in mehrere Kapitel aufgeteilt, jedes Mädel bekommt ihre "eigenen Kapitel" - nur der letzte Teil vom Buch läuft als ein Kapitel, der zwar unter einem Namen der vier Mädel steht, dennoch werden alle darin erwähnt, was bei mir für ein wenig Verwirrung geführt hat... So richtig weiß ich nicht was ich von dem Buch halten soll...ich bin halt mit anderen Erwartungen rangegangen...man kann das Buch gelesen haben, muss es aber nicht unbedingt...von mir gibt es daher 3 Sterne...

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Tiefgründiger Frauenroman
von Ramona S. aus Nesow am 29.01.2014

Vier Frauen und ihre Lebensschicksale, mit allem was dazu, wie Job, Klamotten, Männer, Sex, Alkohol und ganz viel Kaffee, werden in diesem Buch durch verschiedene Erzählstränge dem Leser näher gebracht. Diese hat die Autorin bewusst, geschickt, behutsam ein wenig miteinander verknüpft. Es kommt dadurch sehr real und authentisch rüber.... Vier Frauen und ihre Lebensschicksale, mit allem was dazu, wie Job, Klamotten, Männer, Sex, Alkohol und ganz viel Kaffee, werden in diesem Buch durch verschiedene Erzählstränge dem Leser näher gebracht. Diese hat die Autorin bewusst, geschickt, behutsam ein wenig miteinander verknüpft. Es kommt dadurch sehr real und authentisch rüber. Die Geschichte spielt in Island in Reykjavik in einem bestimmten Stadtteil. In diesem befindet sich das Cafe "Viertel". Die Frauen haben eines gemeinsam, sie gehen alle dort gerne ihren Kaffee trinken oder holen sich dort einen Kaffee to go. Der Roman liest sich leicht, hat eine wunderbare abgestimmte Erzählweise und mit den isländischen Namen kommt man recht schnell zurecht. Es ist eine tief greifende, emotionale und sehr aufwühlende Geschichte, keine locker, leichte Frauenliteratur. Fazit: Wer schon immer einmal wissen wollte, wie dunkel, kalt und düster Island im Winter ist und wie die Menschen damit umgehen, der sollte diesen Roman nicht verpassen. Und nicht vergessen immer einen frischen Kaffee neben sich stehen haben, der Appetit kommt bestimmt. Das Buch bekommt drei Sterne von mir, weil es mir ein wenig zu melancholisch ist und es zu viele Szenen mit Alkohol gibt.

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Ganze Tage im Cafe?
von Wolfhound am 29.01.2014

Ganze Tage im Café - wenn man den Text auf der Rückseite liest, erhält man den Eindruck, dass hier ein locker leichter Frauenroman um die Ecke kommt. Vier Freundinnen treffen sich in einem Café und reden über ihre großen und kleinen Probleme im Leben… weit gefehlt. Dies ist ein Roman... Ganze Tage im Café - wenn man den Text auf der Rückseite liest, erhält man den Eindruck, dass hier ein locker leichter Frauenroman um die Ecke kommt. Vier Freundinnen treffen sich in einem Café und reden über ihre großen und kleinen Probleme im Leben… weit gefehlt. Dies ist ein Roman über vier Frauen, die, gebeutelt von Enttäuschungen in der Liebe, auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt sind. Die Damen kennen sich nicht, aber haben mehr oder weniger alle das gleiche Schicksal: alle vier wurden von geliebten Menschen verletzt und verlassen. Hervör, die wir zuerst kennen lernen, ist die wohl vernünftigste der vieren. Sie hat eine Affäre mit ihrem ehemaligen Professor und arbeitet im Café Viertel, das im Original auch im Titel genannt wird. Sie handelt recht überlegt, macht aber nicht wirklich was aus ihrem Leben. Efemia, genannt Mia, wurde von ihrem Freund verlassen und zieht Hals über Kopf um. Leider versinkt sie in Selbstmitleid und kann sich nur schwerlich wieder ins normale Leben zurückkämpfen. Silja scheint die glücklichste und erfolgreichste der Vieren zu sein. Sie ist Ärztin und glücklich verheiratet. Doch es kommt alles anders. Und dann läuft ihr ein One-Night-Stand ihres (Ex-)Mannes auch noch in einer unerwarteten Situation über den Weg. Karen ist wohl diejenige der Frauen, die den extremsten Wandel durchmacht. Sie schafft es nicht, ein schlimmes Ereignis zu verarbeiten - sträubt sich sogar gegen Hilfe von außen - und gibt sich sogar die Schuld an dem Ereignis. Karen lebt für den Augenblick, für Partys, Alkohol und One-Night-Stands. Doch einer davon ist recht vielversprechend… Solveig Jonsdottir hat einen erfrischenden Schreibstil, der leicht zu Lesen ist. Selbst mit den isländischen Namen und Bezeichnungen kommt man relativ leicht zurecht. Einzig ein Stadtplan von Reykjavik wäre für die nicht-isländischen Verkaufsländer sehr hilfreich, da man sich schwertut, sich die Wege der Damen vorzustellen. Der Roman ist in einzelne Erzählabschnitte aufgeteilt, die jeweils eine der Frauen zur Hauptfigur hat. Dabei fällt auf, dass Hervör und Karen doch einen größeren Stellenwert bei der Autorin hatten als Mia und Silja, sie stehen den Anteilen und der geschichtlichen Tiefe ein wenig hintan. Ich finde, dieser Roman ist grundlegend gelungen, doch hat er auch einige (schwerwiegende?) Mankos. Zum Einen wird durch Buchrücken und Klapptext suggeriert, dass es sich hier um einen leichten Roman á la Sex and the City handelt, die Frauen sich kennen und man sich gerne und oft in einem Café trifft. Dies alles ist nicht der Fall. Die Frauen kennen sich nicht und auch am Ende ist ihre Bekanntschaft eher flüchtig. Und auch wenn alle der Vieren irgendwann mal im Café Viertel waren, so bedeutet das für mich nicht, dass man dies als den Treffpunkt der Vieren bezeichnen kann. Auch wirkt es, da man nicht wirklich einer Zeitschiene folgen kann, so, als würden die Frauen hauptsächlich ihre Zeit mit Alkohol verbringen, auch wenn dies nicht der Fall ist. Da aber hauptsächlich Sequenzen erzählt werden, wo es dann doch um Alkohol geht, wird auch nicht wirklich der Alltag in Island dargestellt.

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Tiefsinniges Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Lünen am 29.01.2014

Das Cover mag ich sehr – es ist so farbenfroh. Allein deswegen hat es schon mein Interesse an diesem Buch geweckt. Allerdings täuscht dieses Cover, denn es passt so gar nicht zum Inhalt des Buches, die im Gegensatz zu dem farbenfrohem Cover eher deprimierend ist. Ich hatte absolut keine... Das Cover mag ich sehr – es ist so farbenfroh. Allein deswegen hat es schon mein Interesse an diesem Buch geweckt. Allerdings täuscht dieses Cover, denn es passt so gar nicht zum Inhalt des Buches, die im Gegensatz zu dem farbenfrohem Cover eher deprimierend ist. Ich hatte absolut keine Probleme mit diesem Buch, da der Schreibstil sehr flüssig und locker ist. Dadurch fühlte ich mich auch ziemlich schnell in die Geschichte hineinversetzt. Allerdings hab ich auch etwas zu bemängeln. Hier wird die englische Sprache vorausgesetzt, denn es sind hier englische Dialoge vorhanden. Diese Dialoge werden auch nicht übersetzt und das finde ich den Leuten, die mit der englischen Sprache nichts anfangen können, gegenüber nicht fair - ist schlecht überdacht... Die Kapitel sind so aufgebaut, dass pro Kapitel sich die Handlung nur mit einer der vier Protagonisten beschäftigt. So hat man einen leichten Überblick und kommt mit der Handlung super zurecht. Die Handlung ist zum größten Teil sehr deprimierend. Hervör, Mía, Karen und Silja haben es nicht leicht – ihr Leben ist ein Riesen großes Drama. Entweder wird man verlassen, betrogen, gekündigt oder man kommt mit dem Verlust eines geliebten Menschen nicht zurecht. Da greift man schnell zum Alkohol, um sich mit dem Problem nicht beschäftigen zu müssen. Auf Dauer ist das allerdings keine Lösung und letzten Endes muss man sich dem Problem doch noch stellen... Das gute daran ist, dass man als Leser mitverfolgen kann wie Hervör, Karen, Mía und auch Silja versuchen mit deren Problemen zurecht zu kommen – erfolgreich. Es regt zum Nachdenken an und zugleich zeigt es einem, dass man das Problem nicht immer nur als schwarz-weiß sehen darf, da man jedes Problem meistern kann, wenn man es nur will. Amüsieren kann man sich prächtig, trotz der ständig bedrückenden Situation, da sowohl witzige Handlungen als auch Dialoge vorhanden sind. Was ich zudem der Autorin hoch anrechne ist, dass sie ihre Leser durchaus überraschen kann. An manchen Stellen habe ich mit der Auflösung überhaupt nicht gerechnet und ich mag es wenn Autoren für Überraschungen sorgen können. Die vier Protagonisten kennen sich bis zum Schluss nur flüchtig. Das einzige was die vier verbindet ist eben das Café – wie der Titel bereits andeutet. Am sympathischsten fand ich Hervór und Silja. Hervör wurde verlassen und trotzdem hat sie nach vorne geblickt. Silja wurde betrogen, aber auch sie ließ sich nicht gehen. Mit Mía und Karen, die ihren Kummer mit Alkohol und Sex versucht haben zu vergessen, konnte ich nichts anfangen. Deren Kummer ist verständlich, aber deren Weg damit klar zu kommen leider nicht. Allerdings hat es mich gefreut, dass auch die beiden gerade noch die Kurve gekriegt haben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein tiefsinniges Buch ist, welches sich mit ernsten Themen befasst. Allerdings habe ich mir von der Geschichte etwas anderes erhofft, da das Cover keine deprimierende Geschichte verspricht. Ich kann es jedem empfehlen, der gerne Bücher liest, die einen zum nachdenken anregen und über tiefsinnige Themen handeln.

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Irreführender Titel / Klappentext aber nettes Buch
von Sarah Schückel am 28.01.2014

Island, Winter: Vier Frauen haben es gerade nicht leicht - und machen es sich nicht unbedingt leichter im Leben. Mal kreuzen sich ihre Wege, meist jedoch aber nicht und jede versucht auf ihre Weise, mit dem Leben klarzukommen. "Ganze Tage im Café" ist ein flott geschriebener aber oft melancholisch stimmender... Island, Winter: Vier Frauen haben es gerade nicht leicht - und machen es sich nicht unbedingt leichter im Leben. Mal kreuzen sich ihre Wege, meist jedoch aber nicht und jede versucht auf ihre Weise, mit dem Leben klarzukommen. "Ganze Tage im Café" ist ein flott geschriebener aber oft melancholisch stimmender Roman, der mir leider ob des abrupten Endes nicht komplett gefallen hat. Es ist aber nette Lektüre zwischendurch, die Einblick in das Leben Islands gibt und so manches mal doch zum Schmunzeln anregt.

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... Oder ist die Liebe vom Winde verweht?
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 19.01.2014

In ihrem Roman "Ganze Tage im Café" schildert die Autorin das Leben vierer Frauen, das einige Parallelen aufweist. Hervõr, Mia, Silja und Karen - allesamt wurden sie von ihren Männern im Regen stehen gelassen und müssen nun damit zurechtkommen, dass sie verlassen wurden. Jede auf ihre Weise und doch... In ihrem Roman "Ganze Tage im Café" schildert die Autorin das Leben vierer Frauen, das einige Parallelen aufweist. Hervõr, Mia, Silja und Karen - allesamt wurden sie von ihren Männern im Regen stehen gelassen und müssen nun damit zurechtkommen, dass sie verlassen wurden. Jede auf ihre Weise und doch gibt es viele Überschneidungen. Parallelen im Umgang mit dem Verlust, aber auch auf der Ebene realer Begegnungen. Denn ihre Schicksale kreuzen sich. Wird ihnen ein Neuanfang gelingen und steht am Ende tatsächlich die Erkenntnis, dass es im Leben - wie es im Klappentext heißt - Wichtigeres gibt als die große Liebe? Solveig Jónsdóttir widmet den vier Hauptprotagonistinnen jeweils mehrere Kapitel. Die Geschichte lässt sich in ihrer Mischung aus Traurigkeit und Heiterkeit gut lesen, hat mitunter aber auch Längen. Die Charaktere sind lebendig und authentisch gezeichnet. Was mir neben dem abrupten Ende, was ein wenig wie 'aus dem Hut gezaubert' wirkt, nicht so gut gefallen hat sind stereotype Denkweisen, die immer wieder Einzug erhalten. Sei es das von der verlassenen Frau, die in Kummer und Selbstmitleid zu ertrinken droht, der ewig Alkohol konsumierende Isländer oder andere. Alles in allem eine kurzweilige Lektüre, die mich persönlich jedoch leider nicht ganz überzeugen konnte.

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Island
von einer Kundin/einem Kunden am 22.04.2014
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Dieser Roman spielt in Island. Es beschreibt die Geschichte von vier Frauen, die ihre Leben nicht so recht im Griff haben. Sie sind alle auf der Suche nach der Liebe und Mr. Right. Ein kurzweiliger Roman.

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