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Geister

Roman

(22)
Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson. Er, der als Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach einem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, ihre Integrität zu bezeugen, obwohl er sie seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint. Doch Samuel will auch endlich begreifen, was damals wirklich geschehen ist. Ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street.
Rezension
»Ein vergnügliches Leseabenteuer, das Debüt eines großartigen Erzählers.«, Deutschlandfunk Büchermarkt, 06.02.2017
Portrait
Nathan Hill, geboren 1978, lebt in Chicago und St. Paul, Minnesota, wo er an der University of St Thomas Englische Literatur unterrichtet. Seine Erzählungen erschienen in zahlreichen Magazinen und Zeitungen, sie waren nominiert für den Pushcart und den Barthelme Preis. »Geister« ist sein erster Roman und wird derzeit in über zwanzig Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 864, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783492975346
Verlag Piper ebooks
Verkaufsrang 1.878
eBook
19,99
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Eine Geschichte voller Ecken und Winkeln in denen man immer wieder Neues und Ungeahntes entdecken kann.
Eine Gefühlsachterbahn, von totlachen bis bittere
Der junge Professor Samuel steht vor einem Dilemma. Um sich da wieder herauszugraben muss er in der Vergangenheit seiner Mutter wühlen und bringt ungeahnte Geheimnisse ans Tageslicht.

Eine Geschichte voller Ecken und Winkeln in denen man immer wieder Neues und Ungeahntes entdecken kann.
Eine Gefühlsachterbahn, von totlachen bis bittere Tränen weinen ist alles dabei.

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Geheimnisse, falsche Entscheidungen verbauen den Protagonisten das Leben und kaum einer hat die Kraft, dies zu ändern. Bis mit der Packer Attackerin im wahrsten Sinne des Wortes der Stein ins Rollen kommt. Sprachlich toll und gerade die letzten Seiten sind sehr weise! Geheimnisse, falsche Entscheidungen verbauen den Protagonisten das Leben und kaum einer hat die Kraft, dies zu ändern. Bis mit der Packer Attackerin im wahrsten Sinne des Wortes der Stein ins Rollen kommt. Sprachlich toll und gerade die letzten Seiten sind sehr weise!

„DAS Literaturhighlight des Jahres!“

Andrea Pehle, Thalia-Buchhandlung Leer

Geister, hat trotz des für mich ein wenig irreführenden Namens nicht wirklich etwas mit Geistern im gemeinen Sinne zu tun. Der Roman handelt von der Lebens- und gleichzeitig Liebesgeschichte des Literaturprofessors Samuel Anderson, den der Leser von Anfrang an ins Herz schließt. Ich litt mit ihm, der mit seinem Schicksal als von der Geister, hat trotz des für mich ein wenig irreführenden Namens nicht wirklich etwas mit Geistern im gemeinen Sinne zu tun. Der Roman handelt von der Lebens- und gleichzeitig Liebesgeschichte des Literaturprofessors Samuel Anderson, den der Leser von Anfrang an ins Herz schließt. Ich litt mit ihm, der mit seinem Schicksal als von der Mutter verlassenes Kind harderte und um seine spätere Jugendliebe, die zu der großen Liebe seines Lebens werden sollte kämpfte. Tiefe Freundschaft aber auch berufliche Wege und Irrwege widerfahren Samuel. Dabei schreibt Nathan Hill niemals platt, sondern schafft es, den Leser tief in seinen Bann zu ziehen. Für mich ist GEISTER definitiv das beste Buch, dass ich in diesem Jahr gelesen habe und ich gebe 100 % Leseempfehlung!

„Die Geister der Vergangenheit“

Simon Marshall, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Nathan Hill hat einen großen Roman geschrieben, der sehr viel gleichzeitig ist: ein Entwicklungsroman, eine Analyse der jüngeren amerikanischen Geschichte, ein philosophisches Statement und eine kleine Verneigung vor der amerikanischen Popkultur. Vielleicht hat sich Hill ein bisschen viel vorgenommen. Es ist ihm schnell gelungen mich Nathan Hill hat einen großen Roman geschrieben, der sehr viel gleichzeitig ist: ein Entwicklungsroman, eine Analyse der jüngeren amerikanischen Geschichte, ein philosophisches Statement und eine kleine Verneigung vor der amerikanischen Popkultur. Vielleicht hat sich Hill ein bisschen viel vorgenommen. Es ist ihm schnell gelungen mich für seine Charaktere einzunehmen, den leicht verkorksten Literaturprofessor, seine Hippie-Mutter, die ihre Familie früh verlassen hat, um sich selbst zu verwirklichen, ihr Mann, der auf einem Bauernhof aufgewachsen, später Verkäufer für Tiefkühlkost wird. Deren Leben begleiten wir im Spannungsverhältnis zwischen Hippiekultur und konservativer Unterdrückung in den 60er Jahren bis heute, wo das Spannungsverhältnis ganz anders und doch vergleichbar ist: die jüngere Generation ringt mit der unendlichen Freiheit des Internets und der äußeren Unterdrückung in einem fast totalitär wirkendem Staat, der sich mit aller Macht vor Terror schützen will. Hat sich nicht viel geändert in 50 Jahren. Das ganze spielt in und um Chicago und macht viel Spaß. Es gibt nur deshalb keine 5 Sterne, weil manche Passagen etwas zu lang geworden sind. Für alle, die den Distelfink mochten eine lohnenswerte Alternative, auch wenn Hill sprachlich nicht an Donna Tartt heranreicht.

Daniela Ferchland, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Wortgewaltig und mit riesiger Sogwirkung fesselt dieser opulente Gesellschaftsroman. Einmal in die Geschehnisse eingelesen, kann man sich dieser Literaturpracht nicht entziehen. Wortgewaltig und mit riesiger Sogwirkung fesselt dieser opulente Gesellschaftsroman. Einmal in die Geschehnisse eingelesen, kann man sich dieser Literaturpracht nicht entziehen.

Ulrich Kienast, Thalia-Buchhandlung Wolfsburg

Eigenwillig und intelligent jongliert der Autor mit verschiedenen Zeitebenen und Schreibstilen und hält doch die Balance. Unvergleichlicher, tragikomischer Gesllschaftsroman. Eigenwillig und intelligent jongliert der Autor mit verschiedenen Zeitebenen und Schreibstilen und hält doch die Balance. Unvergleichlicher, tragikomischer Gesllschaftsroman.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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4
1
0
0

Unterhaltung der Extraklasse! Grandioses Buch!
von MissRichardParker am 01.03.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Nachdem ich all die begeisterten Kommentare über dieses Buch gelesen habe, hat es mich umso neugieriger gemacht. Ich wurde kein bisschen enttäuscht. Dieses Buch ist wirklich grossartig! Die vielen kleinen Geschichten die eine grosse ergeben. Der flüssige und bildhafte Schreibstil, die wunderbar beschriebenen Figuren... Eine absolute Leseempfehlung,... Nachdem ich all die begeisterten Kommentare über dieses Buch gelesen habe, hat es mich umso neugieriger gemacht. Ich wurde kein bisschen enttäuscht. Dieses Buch ist wirklich grossartig! Die vielen kleinen Geschichten die eine grosse ergeben. Der flüssige und bildhafte Schreibstil, die wunderbar beschriebenen Figuren... Eine absolute Leseempfehlung, hier wird man stundenlang unterhalten vom feinsten!

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ein tolles Buch!!!
von einer Kundin/einem Kunden am 01.03.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

eine fesselnde, spannende Geschichte mit interessanten und gut beschriebenen Charaktere, sehr facettenreich und in verschiedenen Zeiten (Vergangenheit und Gegenwart). Ein Buch über Familie, Ängste, Hoffnungen und Liebe. Einfach Super!!!!! Volle Empfehlung!!!

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Die Geister, die ich rief
von Anyah Fredriksson aus Hannover am 09.01.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Es ist das Jahr 2011 als der Literaturprofessor Samuel Andresen-Anderson den Anruf einer Anwaltskanzlei entgegen nimmt. Die ausgesprochene Bitte überrascht ihn zutiefst, er soll einen Leumund für seine Mutter Faye aussprechen. Diese hat die Familie jedoch verlassen, als Samuel noch ein Junge war, seitdem hatte er keinen Kontakt mehr... Es ist das Jahr 2011 als der Literaturprofessor Samuel Andresen-Anderson den Anruf einer Anwaltskanzlei entgegen nimmt. Die ausgesprochene Bitte überrascht ihn zutiefst, er soll einen Leumund für seine Mutter Faye aussprechen. Diese hat die Familie jedoch verlassen, als Samuel noch ein Junge war, seitdem hatte er keinen Kontakt mehr zu ihr. Samule ist hin- und hergerissen, soll er wirklich die Geister seiner Vergangenheit beschwören und Kontakt mit seiner Mutter aufnehmen? Zumindest erhofft er sich im Falle dessen, die Beantwortung all seiner aufgestauten Fragen ... Den Leser erwartet eine perfekt abgestimmte Dramaturgie. Nathan Hill besticht mit seinem fesselnden Schreibstil. Die brillante und kluge Story ist mit ausfüllenden Figuren versehen. Der Autor entfaltet einen schönen Spannungsbogen, den er das ganze Buch über aufrecht erhalten kann. Hinzu kommen eine ausdrucksstarke Sprache sowie ein moderner Aufbau. Ein exzellenter Debüt Roman, der die jüngere amerikanische Geschichte und Popkultur widerspiegelt. Großartige Unterhaltung in einem ansprechenden Tempo. Nur zu gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter, an Leser, die sich an große Literatur herantrauen und sich von der Dicke des Buches nicht abschrecken lassen, es erwartet sie eine ausgezeichnete Unterhaltung. Es wurde bereits verkündet, dass der Stoff vom Star-Wars-Regisseur JJ Abrams fürs Fernsehen verfilmt wird und Meryl Streep die Hauptrolle in der TV-Serie übernehmen wird.

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Was für ein Debüt!
von einer Kundin/einem Kunden am 19.12.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Samuel ist College Professor für Literatur und wenn er mal wieder an seinen Studenten verzweifelt fragt er sich oft, wie er überhaupt in diesem Job gelandet ist. Er flüchtet gerne vor seinem Alltagstrott, indem er „World of Elfscape“, ein Online-Rollenspiel, spielt. Doch einen Tages wird er von seiner Vergangenheit... Samuel ist College Professor für Literatur und wenn er mal wieder an seinen Studenten verzweifelt fragt er sich oft, wie er überhaupt in diesem Job gelandet ist. Er flüchtet gerne vor seinem Alltagstrott, indem er „World of Elfscape“, ein Online-Rollenspiel, spielt. Doch einen Tages wird er von seiner Vergangenheit eingeholt: Sein Verleger verlangt endlich das Manuskript des Buches, für das er vor Jahren einen Vorschuss bekommen hat. Seine Mutter, die ihn verlassen hat als er 11 war, erscheint in den Nachrichten, weil sie einen Politiker angegriffen hat. Und eine Studentin macht ihm Ärger. Das Buch „Geister“ spielt einerseits im Jahr 2011, andererseits auch in Samuels Kindheit und zur Jugendzeit seiner Mutter Faye. Was ist damals passiert? Was bringt eine Mutter dazu, ihren 11jährigen Sohn zu verlassen? Einfach so zu gehen, ohne Ankündigung, ohne je wieder Kontakt aufzunehmen? Hills Sprache wechselt bei jedem Abschnitt. Je nachdem, wer gerade im Mittelpunkt steht, wird ein ganz anderer Ton angeschlagen. Wenn es um den erwachsenen Samuel geht ist der Text von einem trockenen, zynischen Humor durchzogen, der mich manches Mal lachen ließ und ich wunderte mich schon, weil ich nicht mit einem lustigen Buch gerechnet hatte. Aber wenn es um Samuel als kleinen Jungen geht, ist der Tonfall ganz anders. Und das passt so gut! Zwischendrin gibt es dann auch noch Abschnitte, die komplett aus der Reihe fallen. Ich will hier nicht zu viel verraten, da das den Überraschungseffekt verderben würde, aber ich fand vor allem diese Abschnitte genial und sehr passend. Oft wird der Leser am Ende eines Abschnitts im Unklaren gelassen, was nun genau passiert ist und muss sich lange gedulden, bis es die Auflösung gibt. Die dann oft ganz anders ist, als man gedacht hätte. Also, unerwartete Wendungen kann Nathan Hill! Besonders gut gefallen hat mir, dass der Autor sich sehr modernen Themen annimmt: Da geht es um das Online-Rollenspiel und wie sehr man davon süchtig werden kann. Um Politik und ihre Verbindung mit den Medien. Polizeigewalt. Dem Leser werden viele Probleme unserer Zeit aufgezeigt. Von den ganz großen Themen, wie zum Beispiel der amerikanische Wahlkampf (aktueller denn je) bis zu kleineren Alltagsthemen: das ein Einkauf im Biosupermarkt ein Lifestyle-Statement ist und nicht nur ein Einkauf. Am Anfang war ich skeptisch: so ein dickes Buch, ein Debüt-Autor… hat er wirklich soviel zusagen? Aber bereits nach den ersten Seiten war ich verzaubert und mir ist die Lektüre an keiner Stelle langweilig geworden oder schwer gefallen. Höchstens das Halten des dicken Buches ist mir manchmal schwer gefallen. Ich vergebe klare 5 Sterne! Selten hat mich ein Buch derart überrascht. Ich hoffe sehr, der Autor braucht für das nächste Buch nicht wieder 12 Jahre. Falls doch ist sein neues Werk im Jahr 2028 fest in meinem Terminkalender vorgemerkt.

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Eines der besten Bücher die ich dieses Jahr gelesen habe!
von Jasmin am 09.12.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Auf den einen zum anderen Tag wird das Leben von Samuel, Literaturprofessor an einer Universität, auf den Kopf gestellt. Er erfährt das seine Mutter, die ihn in seiner Kindheit verlassen hat, einen wichtigen Politiker mit Steinen beworfen hat und deshalb gerade einen Prozess durchläuft. Kurz darauf erfährt er von... Auf den einen zum anderen Tag wird das Leben von Samuel, Literaturprofessor an einer Universität, auf den Kopf gestellt. Er erfährt das seine Mutter, die ihn in seiner Kindheit verlassen hat, einen wichtigen Politiker mit Steinen beworfen hat und deshalb gerade einen Prozess durchläuft. Kurz darauf erfährt er von seinem Verlagsagenten, dass sein Vertrag gekündigt wird da er das vor vielen Jahren versprochene Werk immer noch nicht geschrieben hat. Doch Samuel, der schon immer davon träumte ein Schriftsteller zu sein, bietet seinem Agenten an, eine Enthüllungsgeschichte über seine Mutter, die in den Medien "Packer-Attacker" (Packer ist der Nachname des Politikers, denn sie angegriffen hat) genannt wird, zu schreiben. Ich habe über das englische Original "The Nix" sehr viel Gutes gehört und deshalb musste ich das Buch, als es in Deutsch erschien, unbedingt lesen. Deshalb hatte ich, zugegeben, große Erwartungen an den Roman, wusste jedoch nicht in welche Richtung diese Erwartungen tatsächlich gingen. Spielte eigentlich auch keine Rolle, denn "Geister" übertraf sie bei weitem. Schon nach wenigen Kapiteln war ich Teil einer Geschichte, die mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen hat. Ich habe zwar einige Zeit gebraucht um den Roman zu lesen, doch das lag weniger an der Dicke des Buches und mehr daran, dass ich es sehr bewusst gelesen habe und es hin und wieder sogar zur Seite gelegt habe um über das Gelesene nachzudenken. Ich musste er das Buch beenden bevor ich sagen konnte, was das Hauptthema des Buches ist, da Nathan Hill sehr viele gesellschaftliche Probleme unserer Zeit angesprochen hat. Besonders beeindruckt hat mich auch, wie nebenbei er diese etwa erwähnt hat und diese obwohl sie nicht im Fokus standen, dem Leser vor Augen geführt hat. Meiner Meinung dreht es sich in dem Buch vor allem um Entscheidungen. Im Laufe der Geschichte ändert sich ja nicht nur Samuels Leben, sondern auch das zahlreicher Nebencharaktere - eben weil sie große Entscheidungen getroffen haben. Nathan Hill zeigt uns hier, wie Menschen mit Fehlentscheidungen umgehen, richtige Entscheidungen treffen und vor allem was passiert wenn man keine Entscheidungen trifft und sich einfach im Fluss des Lebens treiben lässt. Da ich selbst gerade anfange erwachsen zu werden und mehr und mehr Verantwortung zu übernehmen, hat dieses Buch deshalb bei mir genau ins Schwarze getroffen und mich sehr bewegt. Nicht nur das Thema Entscheidungen hat mich in diesem Buch berührt, auch die Geschichten der unterschiedlichen Charaktere bewegten mich sehr und sie haben mich während des Lesens sehr viel durchleben lassen. Sehr gut gefallen hat mir auch der ruhige Schreibstil von Nathan Hill, welcher das Lesen sehr angenehm gemacht hat. Toll fand ich auch, dass er im Laufe des Buches auch einige Kapitel im Stil einer Entscheide-du-Geschichte gemacht hat. Eine tolle Idee, die wieder das Thema Entscheidungen hervorhebt und gleichzeitig auch Abwechslung bringt. Ich kann also wirklich sagen, dass mich das Buch schwer beeindruckt und auch beeinflusst hat. Es ist eines dieser Bücher die zeigen, das man nur ein Leben hat und man selbst diejenige oder derjenige ist, die/der die Zügel in der Hand hat. Deshalb möchte ich meine Rezension, von einem Buch das ohne Frage einer meiner Jahreshighlights ist, mit folgendem Zitat abschließen: "Jede wirkliche Veränderung sollte dir zunächst einmal Angst machen. Wenn sie dir keine Angst macht, dann ist es keine wirkliche Veränderung." FAZIT: Nathan Hill hat mich "Geister" ein beeindruckendes Debüt geschrieben, das mich zutiefst bewegt hat. Deshalb zählt es für mich auch zu den besten Büchern die ich dieses Jahr gelesen habe und ich werde das Buch auch nächstes Jahr ganz bestimmt noch einmal lesen.

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Spannend - und ein gutes amerikanisches Gesellschaftsportrait
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 06.12.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Mit #beGeistert wird dieser Roman sehr geschickt in den Social Media beworben. Also wurde ich neugierig - obwohl mich die fast 900 Seiten auf den ersten Blick doch etwas abschreckten. Und so habe ich angefangen zu lesen und dachte, dass ich bis Ende Dezember beschäftigt wäre. Aber dem war nicht... Mit #beGeistert wird dieser Roman sehr geschickt in den Social Media beworben. Also wurde ich neugierig - obwohl mich die fast 900 Seiten auf den ersten Blick doch etwas abschreckten. Und so habe ich angefangen zu lesen und dachte, dass ich bis Ende Dezember beschäftigt wäre. Aber dem war nicht so: Eine knappe Woche - und ausgelesen. Und wirklich "beGeistert". Dieser Roman ist ein echter "Pageturner", sehr gut konstruiert, spannend erzählt auf verschiedenen Zeitebenen und er vermittelt ein realistisches-düsteres-satirisches-facettenreiches Bild der amerikanischen Gesellschaft. Ja - all dies auf einmal. Und erzählt darüber hinaus eine gefühlvolle Geschichte von Liebe und Verlust, von großen Plänen und deren Scheitern und von Schuld, die sich über Generationen auswirkt. Es gibt viele Themen, die behandelt werden, von den Studentenprotesten im Chicago 1968 über einen rein auf Außenwirkung bedachten rechts-populistischen Präsidentschaftskandidaten (ja, der Vergleich mit Trump drängt sich auf...) bis hin zu Einwanderern, die in Amerika kein besseres Leben finden. Weil man die Vergangenheit nicht verlassen kann. Und dazu noch einiges an (satirischen? Oder leider doch sehr realen?) Spitzen gegen Online-Gaming, Studenten (die nicht lernen wollen sondern nur auf ihr Fortkommen schauen), die Wall-Street-Mentalität, Journalismus und und und.... Es ist kaum möglich, die Fülle der Themen und Geschichten aufzuführen. Aber keine Angst: Es wird nicht unübersichtlich während des Lesens. Der Autor hat seine Geschichte im Griff - und bringt den Leser dazu, immer weiter zu lesen. Nächtelang (also auf Schlafmangel vorbereiten!). Und es lohnt sich! Eine kleine Einschränkung habe ich im Nachhinein doch: Das Ende der Geschichte - das fand ich nicht passend zum Buch. Aber da ich die anderen 800 Seiten gerne gelesen habe, möchte ich dem Buch doch keine Minuspunkte abziehen.

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Geister
von miss.mesmerized am 18.10.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ein Griff nach Kieselsteinen, ein Wurf, ein Skandal. Eine scheinbar unbescholtene Frau attackiert einen Präsidentschaftsbewerber und die Medien reiben sich die Hände: ein Skandal, den man ausschlachten kann. An dem Literaturprofessor Samuel geht das völlig vorbei. Frustriert von seinem Dasein verbringt er die meiste Zeit mit Online-Spielen. Dass ihm... Ein Griff nach Kieselsteinen, ein Wurf, ein Skandal. Eine scheinbar unbescholtene Frau attackiert einen Präsidentschaftsbewerber und die Medien reiben sich die Hände: ein Skandal, den man ausschlachten kann. An dem Literaturprofessor Samuel geht das völlig vorbei. Frustriert von seinem Dasein verbringt er die meiste Zeit mit Online-Spielen. Dass ihm eine Studentin ernsthaft droht und seine bescheidene Karriere zerstören will, passt da nur ins Bild. Erst als er realisiert, dass die Steinewerferin seine Mutter ist und diese offenbar 1968 eine entscheidende Rolle in den Chicagoer Studentenprotesten gespielt hat, wird Samuel in die Realität zurückkatapultiert. Wer ist diese Frau, die ihn geboren, aber schon in jungen Jahren verlassen hat und welche Geister der Vergangenheit hat sie mit ihrer Attacke heraufbeschworen? Nathan Hills Erstlingswerk ist mächtig. Die rund 850 Seiten lassen einem erst einmal zucken, doch dann fliegen die Seiten nur so dahin. Sowohl Samuels Geschichte in der Gegenwart, sein wenig zufriedenstellendes Dasein, sein Ärger mit den Studenten - leider kommt gegen Ende die Geschichte um Laura viel zu kurz, ein wirklich unterhaltsamer Charakter, der mir mehr als einmal ein Grinsen ins Gesicht zaubern konnte - und seine Spielsucht sind authentisch geschildert und sicherlich weit weniger individuell als man zunächst glauben mag. Seine Kindheitsschilderungen, geprägt durch die Brille des Kindes, das nicht alles versteht, nur Teile sieht und die Zusammenhänge erst spät nachvollziehen kann, konnten überzeugen. Am stärksten jedoch ganz sicher ist der Handlungsstrang um Faye und die Studenten 1968. Wie aus dem braven und strebsamen Mädchen eine vermeintliche Prostituierte und Rebellin werden konnte, wird glaubwürdig nachvollziehbar beschrieben. Als weiterer Aspekt wird die Vergangenheit von Samuels Großvater und seine undurchsichtige Flucht aus Norwegen eingeflochten, auch hier spannende Wendungen und Geheimnisse, die nach und nach gelüftet werden. Ein insgesamt vielseitiges Buch, dass parallel mehrere Handlungen gekonnt miteinander verwebt, ohne den roten Faden zu verlieren. Sich auf dieser Länge nicht zu verheddern, ist eine Kunst, die Nathan Hill wirklich beherrscht. Auch die verschiedenen Motive der Figuren greifen am Ende glaubwürdig ineinander, es bleiben keine Fragen offen, so dass man eine runde Geschichte hat, die sich über mehrere Generationen zieht. Auch schafft es Hill sein Tempo an die Handlung anzupassen, die Aufstände werden mit kurzen Kapiteln und schnell wechselnden Perspektiven geschildert, die Rückblicke in die Kindheit verlaufen langsamer und intensiver. Handlung und Ton finden so stimmig zueinander. Ein toller, vielseitiger Roman, der von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt.

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Unbedingt lesen
von einer Kundin/einem Kunden am 03.10.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

"Das, dachte Samuel, war die Art, wie seine Mutter sie verlassen hatte. So war sie gegangen, unmerklich, langsam, Stück für Stück. Sie reduzierte ihre Existenz, bis sie nur noch sich selbst entfernen musste.Am Tag, als sie verschwand, verließ sie das Haus mit einem einzigen Koffer." Samuel Anderson ist Literaturprofessor.... "Das, dachte Samuel, war die Art, wie seine Mutter sie verlassen hatte. So war sie gegangen, unmerklich, langsam, Stück für Stück. Sie reduzierte ihre Existenz, bis sie nur noch sich selbst entfernen musste.Am Tag, als sie verschwand, verließ sie das Haus mit einem einzigen Koffer." Samuel Anderson ist Literaturprofessor. Es ist über 20 Jahre her, seit seine Mutter seinen Vater und ihn verlassen hat. Nach dieser langen Zeit hat Samuel sich einigermaßen mit diesem traumatisierenden Erlebnis versöhnt. Zumindest erfolgreich verdrängt. Als er einen Anruf aus einer Chicagoer Anwaltskanzlei bekommt, weiß Samuel noch nicht, dass sich sein Leben dramatisch verändern wird. Seine, vor Jahren untergetauchte Mutter sitzt seit ein paar Tagen im Gefängnis. Sie hat den republikanischen Präsidentschaftskanditaten am Auge verletzt. Nun soll Samuel die Integrität einer Frau bezeugen, die ihn einfach verlassen hat. "Geister" von Nathan Hill ist ungemein großes Lesevergnügen.

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zu lang ...
von Cora Lein aus Berlin am 31.12.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Inhalt: Samuel ist noch sehr jung, als seine Mutter die Familie für immer verlässt. Selbst als er erwachsen ist, versteht und verkraftet er diesen Verlust noch nicht. Noch erschütternder ist allerdings, dass seine Mutter wieder Kontakt zu ihm sucht und ihm alles offenbart … Schreibstil: Nathan Hill hat eine wundervolle Art zu... Inhalt: Samuel ist noch sehr jung, als seine Mutter die Familie für immer verlässt. Selbst als er erwachsen ist, versteht und verkraftet er diesen Verlust noch nicht. Noch erschütternder ist allerdings, dass seine Mutter wieder Kontakt zu ihm sucht und ihm alles offenbart … Schreibstil: Nathan Hill hat eine wundervolle Art zu schreiben. Er berichtet von Politikern, welche lieber nicht gewählt werden sollten – den Rummel um diese und wie sie mit Manipulation der Wähler zum Erfolg kommen. Er schreibt von schlechten Eigenschaften der Menschen, dass diese lieber mit Horrormeldungen konfrontiert werden, als mit positiven Nachrichten. Die Geilheit auf das Unglück anderer ist der Menschheit einfach wichtiger als Weltfrieden … Egal was er schreibt, man möchte es lesen und das Kopfkino entsteht. Leider hat er aber einen Hang dazu, alles bis ins kleinste Detail zu beschreiben und dadurch ziehen sich Szenen ins unermessliche. Auch springt der Autor in seinen Erzählungen extrem von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück und es scheint egal zu sein, ob der Leser folgen kann oder nicht. Diese beiden Kritikpunkte machen „Geister“ zu einer schweren Kost. Charaktere: Die Charaktere werden durch die genauen Beschreibungen und detailverliebten Schilderungen sofort greifbar und es bleibt kein Spielraum für eigene Interpretationen, man muss die Charaktere also genau so sehen, wie Hill sie haben will. Cover: Das Cover ist ein totales Highlight! Die Haptik ist ganz toll und durch die Farbtöne und den Aufbau wirkt der Buchtitel noch mysteriöser und macht damit noch neugieriger auf den geschriebenen Inhalt. Fazit: Obwohl der Stil von Nathan Hill und die Geschichte gut sind, haben mich doch die Längen und Zeitsprünge in den einzelnen Szenen genervt. Daher bekommt „Geister“ nur 3 Sterne von mir.

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