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Geschichte für einen Augenblick

Roman. Ausgezeichnet mit dem LA Times Book Prize 2013

(1)

Ruth Ozeki erkundet, was es heißt, in diesem Augenblick, genau jetzt, ein Mensch zu sein – »bezaubernd, klug und herzzerreißend« (Junot Díaz).

»Hallo! Ich heiße Nao, und ich bin ein Zeitwesen. Weißt du, was ein Zeitwesen ist? Wenn du einen Moment hast, erzähl ich es dir.« So beginnt das Tagebuch des japanischen Teenagers Nao, das eines Tages am Strand einer kanadischen Pazifikinsel angespült wird. Nao schreibt von Einsamkeit und Mobbing, vom depressiven Vater, von ihrer schillernden Urgroßmutter Jiko und den Geheimnissen des Zen. Die Autorin Ruth, die das Tagebuch gefunden hat, ist bald wie gebannt von Naos Notizen und beginnt zugleich um ihr Leben zu fürchten – hat Nao letztlich Selbstmord begangen? Ist sie im Tsunami gestorben? Die Suche nach Antworten gerät für Ruth zu einer magischen Reise durch die Gegenwart, die am Ende auch den Blick auf ihr eigenes Leben verwandelt.

Rezension
Ein berührend grandioses und wirklich gewagtes Buch, für dessen Reichtum, der auf über 500 Seiten ausgebreitet wird, man sich ungestörte Zeit nehmen sollte. Renée Zucker rbb Inforadio 20140316
Portrait
Ruth Ozeki ist Autorin, Filmemacherin und Zen-Priesterin. >Geschichte für einen Augenblick< ist ihr dritter Roman; er wurde mit dem Preis der Unabhängigen Buchhändler in Großbritannien ausgezeichnet und stand auf der Shortlist zum Man Booker Prize 2013. Ruth Ozeki lebt in New York und auf einer kanadischen Insel. Sie kam 1956 in Connecticut zur Welt, als Tochter eines Amerikaners und einer Japanerin.
Zitat
»vielschichtig und tragikomisch.«
Sacha Verna, Brigitte Woman, Juli 2014
»Ruth Ozeki nimmt uns mit ihrem außergewöhnlichen Roman mit auf eine Reise in viele fremde Welten.«
Brigitte, 18.6.2014
»Ruth Ozeki vereint diese zahlreichen Themen in ›Geschichte für einen Augenblick‹ überaus gekonnt miteinander.«
Birgit Koß, Deutschlandradio Kultur, 2.6.2014
»Ozeki hat das seltene Talent, eine schräge wie eingängige Geschichte mit einer anspruchsvollen Klarheit gegenüber Leben, Tod und menschlicher Grausamkeit zu verbinden.«
Sabine Rohlf, Berliner Zeitung, 29.4.2014
»Das Ergebnis ist ein Lesegenuss, weil hier die ganze Welt zwischen zwei Buchdeckeln verhandelt wird.«
Thomas Linden, Choices, 20.3.2014
»Ein berührend grandioses und wirklich gewagtes Buch, für dessen Reichtum, der auf über 500 Seiten ausgebreitet wird, man sich ungestörte Zeit nehmen sollte.«
Renée Zucker, rbb Inforadio, 16.3.2014
»Es geht um Zen-Buddhismus und Zeit und Familienbande. Um Einsamkeit und Lebenswillen und um die Macht der Phantasie.«
Sacha Verna, Kölner Stadtanzeiger, Bücher Magazin, 7.3.2014
»Ihr Buch stellt Fragen nach Glück und Sinn, die uns alle berühren – und unterhält dabei glänzend.«
Für Sie, Vital, Petra, Frühjahrsbeilage 2014
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 560
Erscheinungsdatum 27.03.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-055220-4
Verlag S. Fischer
Maße (L/B/H) 221/154/45 mm
Gewicht 775
Originaltitel A Tale for the Time Being
Auflage 1
Verkaufsrang 42.587
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Bettina Krauß, Thalia-Buchhandlung Neuwied

Bezaubernd, poetisch, nahegehend! Eines der Bücher, die in mir noch lange nachklingen. Ich habe es vor einem Jahr gelesen und es beeindruckt mich immer noch zutiefst. Bezaubernd, poetisch, nahegehend! Eines der Bücher, die in mir noch lange nachklingen. Ich habe es vor einem Jahr gelesen und es beeindruckt mich immer noch zutiefst.

Yentl Heinrich, Thalia-Buchhandlung Ulm

Ruth Ozaki versteht es wie kaum jemand, zwei Geschichten, die durch Ort und Zeit getrennt sind, so wunderbar und spannend zu verknüpfen. Konnte das Buch gar nicht mehr weglegen! Ruth Ozaki versteht es wie kaum jemand, zwei Geschichten, die durch Ort und Zeit getrennt sind, so wunderbar und spannend zu verknüpfen. Konnte das Buch gar nicht mehr weglegen!

Kundenbewertungen


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Japanische Gegenwartsliteratur per excellence
von einer Kundin/einem Kunden am 04.06.2015

„Geschichte für einen Augenblick“ ist wohl einer dieser Romane, die mir lange nach dem Lesen, noch in meinen Gedanken herum gespukt sind und die es mir nicht gerade einfach machen, eine anständige Rezension zu schreiben ohne zu viel zu erzählen, gerade wenn ein Buch so von der Sprache und... „Geschichte für einen Augenblick“ ist wohl einer dieser Romane, die mir lange nach dem Lesen, noch in meinen Gedanken herum gespukt sind und die es mir nicht gerade einfach machen, eine anständige Rezension zu schreiben ohne zu viel zu erzählen, gerade wenn ein Buch so von der Sprache und den Details lebt, wie es eben diesem der Fall ist. Erzählt wird die ganze Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln und Ruth wäre dann auch eine der zentralen Figuren. Sie lebt mit ihrem Mann Oliver und ihrem Kater Schrödinger auf einer Pazifikinsel, und versucht ein Buchprojekt über die Memoiren ihrer Mutter, die an Alzheimer verstorben ist, zu Ende zu bringen. Geschichte für einen Augenblick, der auf der Shortlist des Man Booker Prize 2013 stand und der erste ist, der von Ruth Ozeki in deutscher Sprache erschienen ist, beginnt mit einer anderen Frauenfigur: Nao, die eigentlich Naoko heißt und ein sechzehnjähriges Mädchen ist, das sich in Japan nicht sehr wohl fühlt. In der Schule wird sie entweder ignoriert, oder bis auf das Äußereste gedemütigt und gemobbt. Den einzigen Halt findet sie bei ihrer hundertvierjährigen buddhistischen Urgroßmutter, die trotz ihres unglaublich hohen Alters einen Computer bedienen kann und mit ihrer Urenkelin auch mal per SMS in Kontakt tritt. Ruth weiß nur deswegen von Naoko, weil sie bei einem Spaziergang am Strand, ihr wasserdichtverpacktes Tagebuch findet, dass höchstwahrscheinlich während des Tsunamis ins Meer gefallen und nun an die kanadische Insel, auf der Ruth wohnt, gespült worden ist. In einem Interview des S. Fischer Verlages sprach die talentierte Schriftstellerin über ihre erste Fassung des Romans und darüber, wie sie sich selbst in diesen Roman eingeschrieben hatte. Der Vorschlag kam von ihrem Mann Oliver der meinte, dass sie unmittelbar auf die Katastrophe in Fukushima reagieren könnte und den Rahmen des Romans dadurch aufbrechen und der Realität mehr Raum geben würde. Das ist ihr auch sehr gut gelungen und auf diese Weise wurde Rutz Ozeki ein ganz eigener Teil des Romans und schließlich hat auch Oliver, genauso wie ein wenig Surrealismus, einen Platz in „Geschichte für einen Augenblick“ erlangt. Als Naoko im ersten Kapitel gleich darüber schreibt, dass sie ihre Tagebucheinträge aus einem bestimmten Grund vor ihrem Tod macht, wurde in mir die Befürchtung wach, dass diese Geschichte vielleicht nicht gut ausgehen könnte. Tatsächlich hat der Tod in dieser Geschichte viele Gesichter und dennoch bleibt die Erzählung leichtfüßig, was sich aber gegen Mitte und Ende des Romans verändert und einer Bedeutungsschwangeren Atmosphäre Platz macht. Wenn man die Erzählweise und den Stil bedenkt, die vielen Anekdoten und Querverweise, könnte man sehr wohl sagen, dass dieser Roman sehr wohl anspruchsvoll ist. Geht man aber mit Geduld an das Lesen heran, entfaltet sich meiner Meinung nach ein großer Teil der japanischen Seele. Belletristisch gesehen, habe ich bisher nur eine sehr karge und einseitige Sicht auf die japanische Gegenwartsliteratur, aber spätestens mit Ruth Ozeki hat sich das verändert und sie bekommt in meinem Bücherregal, neben Haruki Murakami einen Ehrenplatz und wird wahrscheinlich nicht die Letze sein die bei mir Einzug hält.

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Japanologie für Anfänger….
von Belinda Wiesbauer aus Steyr am 07.07.2014
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Ruth lebt mit ihrem Mann und dem Kater Proust auf einer Insel vor der kanadischen Küste. Sie hat ihr Leben in New York zurückgelassen, für ihren Mann und versucht dort eine Schreibblockade zu überwinden. Das Leben auf dieser Insel ist eher sehr ruhig und eintönig, überhaupt seit dem Tod ihrer... Ruth lebt mit ihrem Mann und dem Kater Proust auf einer Insel vor der kanadischen Küste. Sie hat ihr Leben in New York zurückgelassen, für ihren Mann und versucht dort eine Schreibblockade zu überwinden. Das Leben auf dieser Insel ist eher sehr ruhig und eintönig, überhaupt seit dem Tod ihrer Mutter. Bei einem Spaziergang am Strand entdeckt sie einen Plastikbeutel in dem sich neben einer alten japanischen Fliegeruhr auch eine Art Tagebuch befindet. Erfreut über diese Abwechslung, beginnt sie auch sogleich den seltsamen Fund zu untersuchen. Dabei stellt sich heraus, es handelt sich hierbei um einen Dialog der jungen japanischen Nao mit dem Finder des Buchs. Je tiefer sie in die Lektüre eintaucht umso mehr sorgt sie sich um deren Schicksal, das unausweichlich absehbar erscheint. Dass Japaner anders ticken als wir, ist ja schon länger bekannt. Doch diese Geschichte lässt den Leser Einblicke in die, für uns westlich orientierten Menschen, seltsam anmutende Gesellschaft gewähren.

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