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Gesichter

Roman

(1)
Familienurlaub auf einer griechischen Insel. Auf der Rückreise wird der Neurologe Gabor Lorenz am Hafen von Patras Zeuge, wie ein junger Mann auf einen Lastwagen springt, um unbemerkt auf die Fähre zu gelangen, mit der auch Lorenz und seine Familie nach Italien übersetzen. Das Bild lässt Lorenz nicht mehr los. Während der Überfahrt sucht er den Mann und wirft eine Tüte mit Lebensmitteln in den Laster, in dem der Fremde sich versteckt. Zu spät fällt ihm ein, dass sich darin auch Postkarten mit seiner Berliner Anschrift befinden.
Es dauert eine Woche, bis die erste dieser Karten bei Familie Lorenz ankommt, abgestempelt in Modena. Kurze Zeit später die zweite mit Münchner Poststempel. Da weiß Lorenz, dass der Flüchtling näher kommt, dass er auf dem Weg ist zu ihm. Ein diffuses Gefühl von Bedrohung schleicht sich in Lorenz Alltag, das sich als Misstrauen in alle Lebensbereiche frisst.
Gesichter ist ein großer Roman, ein spannendes Seelendrama, das davon erzählt, wie jemand alles aufs Spiel setzt, weil er nicht in der Lage ist, sich selbst zu erkennen.
Rezension
"Spannend, subtil und gehaltvoll."
Alexander Müller, F.A.Z.

Es sind die genauen Zeichnungen von Orten und Situationen, in die die Personen eingebettet sind, mit denen Schäfer eine dichte Beziehung zwischen innen- und Außenwelt herstellt.
Marianne Kolarik, KÖLNER STADTANZEIGER

Eine psychologisch sorgsam entfaltete Familiengeschichte, die sich langsam zum Krimi, dann zum Psychothriller erweitert, ohne den plausiblen Alltagsrahmen je ganz zu verlassen. Ein Glücksfall, ein Pfund, mit dem ein geschickter Erzähler wuchern kann. Andreas Schäfer tut das, behutsam, ruhig und genau () well made.
Hubert Winkels, DIE ZEIT

"Ein fein beobachtetes und glänzend beschriebenes Psychogramm."
WELT AM SONNTAG

"Stück für Stück legt Schäfer in diesem psychologisch großartig ausgeführten Roman den mürben Kern der bürgerlichen Selbstgewissheit frei. Der Fremde gerät zur subtilen Bedrohung, die bis in den Berliner Vorgarten reicht." Katharina Schmitz, FREITAG

"Ein psychologisch fein gearbeiteter Roman über Selbst-, und Fremdwahrnehmung."
Tobias Becker, KULTURSPIEGEL

"Eine kluge, fesselnde Mischung aus Krimi, Thriller und Gesellschaftsroman."
RADIOEINS

"Ein packender Roman. Irritierend, lesenswert [] Andreas Schäfer ist der Meister des Subtilen [] Er variiert, bis wir merken, dass wir uns längst mit etwas beschäftigen, das über den Raum des Romans hinausweist: mitten hinein ins Leben. Was will man mehr.

WDR 5


Es ist das Kunststück seiner Prosa, ebenso nüchtern wie atmosphärenstark zu sein, eine Ästhetik der verwischten Ränder, die sich in beiden Sphären des Romans bewährt [] spannend, klug komponiert und facettenreich.
Meike Fessmann, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Ungemein gut gemacht, spannend, intelligent, nicht ganz ein Thriller, keine Kolportage, aber hoch spannend."
MAIN ECHO
Portrait
Andreas Schäfer, 1969 in Hamburg geboren, ist deutsch-griechischer Herkunft. Er wuchs in Frankfurt/Main auf und lebt heute als Schriftsteller und Journalist mit seiner Familie in Berlin. Bisher veröffentlichte er den Roman Auf dem Weg nach Messara, für den er u. a. den Bremer Literaturförderpreis erhielt, und den Roman Wir vier (DuMont 2010), der für den Deutschen Buchpreis nominiert war und mit dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet wurde.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 01.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6301-3
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 188/123/25 mm
Gewicht 280
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 40.501
Buch (Taschenbuch)
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Bedrohung
von einer Kundin/einem Kunden am 17.06.2015

Auf dem Heimweg mit der Fähre von einer griechischen Insel beobachtet Gabor einen illegalen Flüchtling. Seitdem fühlt er sich von ihm verfolgt. Überall wittert er den Flüchtling, den er an seinen Fersen wähnt. Er verliert zu Sehens die Nerven und sein Leben droht ihm zu entgleiten. Der Roman verbindet einen... Auf dem Heimweg mit der Fähre von einer griechischen Insel beobachtet Gabor einen illegalen Flüchtling. Seitdem fühlt er sich von ihm verfolgt. Überall wittert er den Flüchtling, den er an seinen Fersen wähnt. Er verliert zu Sehens die Nerven und sein Leben droht ihm zu entgleiten. Der Roman verbindet einen individuellen psychischen Konflikt mit einer ganz aktuellen gesellschaftlichen Problematik und baut dabei eine enorme Spannung auf. Zum einem spürt man die Furcht vor dem Flüchtling und die unbewußte Angst durch Migration seine bürgerlichen Privilegien zu verlieren. Aber auch die Angst und Bedrohung, wenn einem das eigene Leben aus den Händen gleitet.

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