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Glossarium.

Aufzeichnungen aus den Jahren 1947 bis 1958.

Das Tagebuch »Glossarium« enthält die Gedankenwelt von einem guten Jahrzehnt des späten Carl Schmitt. Schon die erste Ausgabe von 1991 erregte große Aufmerksamkeit, allerdings blieb sie wegen zahlreicher Fehler und falscher Übertragungen aus der Handschrift unbefriedigend; vor allem war sie ein Torso, da sie nur die ersten drei Teile enthielt und die beiden letzten unberücksichtigt ließ. Die neue Ausgabe ist nicht nur eine korrigierte zweite Auflage, sondern ein komplett aus der Handschrift neu hergestellter Text aller fünf Teile des »Glossariums«, der knapp und zurückhaltend kommentiert wird. Entstanden in einer Zeit, die ihn aus der Lebensbahn eines bürgerlichen Gelehrten warf, nahm Carl Schmitt mit den Ressentiments, aber auch mit der Tocquevilleschen Hellsichtigkeit des Besiegten die neue Lage wahr. Gegen die Interpretation der Sieger, die die Niederlage als Befreiung deuteten, sprach Schmitt von »falscher Befreiung« und meinte, dass zwar der Sieger die Geschichte schreibt, aber der Gescheiterte der Gescheitere ist.

Portrait
Carl Schmitt, geb. 1888 in Plettenberg, lehrte als Professor für Verfassungs- und Völkerrecht in Greifswald (1921), Bonn (1922), Berlin (Handelshochschule, 1926), Köln (1932) sowie an der Universität Berlin (1933-45). Seine Definitionen der Begriffe Politische Romantik und Politische Theologie, Souveränität, Diktatur, Legalität und Legitimität sowie des Politischen (Freund-Feind-Theorie) hatten starken Einfluss weit über die Grenzen Deutschlands und seines Faches hinaus. Der Autor verstarb 1985 in seinem Geburtsort.
Gerd Giesler, Dipl.-Chemiker, Dr. rer. nat., machte Abitur in Plettenberg. Von 1960 bis 1968 studierte er Philosophie, Kunstgeschichte und Chemie in Berlin. Danach Tätigkeit im wissenschaftlichen Verlagswesen. Von 1991 bis 2005 war er Geschäftsführer und Verlagsleiter Akademie Verlag, Berlin. Gerd Giesler ist Herausgeber mehrerer wissenschaftlicher Reihen und Gründer der Carl-Schmitt-Gesellschaft e.V. 2006, seither Erster Vorsitzender.
Martin Tielke wurde 1948 in Arnsberg/Westfalen geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Soziologie und Politologie in Marburg, Göttingen und Berlin, das er 1978 mit der Promotion abschloss, wurde er an der Staatsbibliothek Berlin zum wissenschaftlichen Bibliothekar ausgebildet und leitete dann bis 2008 die Landschaftsbibliothek in Aurich/Ostfriesland. Neben Veröffentlichungen zur Buch- und Bibliotheksgeschichte sowie zur nordwestdeutschen Regionalgeschichte hat er über Carl Schmitt und Ernst Jünger publiziert.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Martin Tielke, Gerd Giesler
Seitenzahl 557
Erscheinungsdatum 23.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-428-14486-0
Verlag Duncker & Humblot
Maße (L/B/H) 246/180/45 mm
Gewicht 1213
Abbildungen Abbildungen XIII,
Auflage 2. Auflage Erweiterte, berichtigte und kommentierte Neuausgabe. Hrsg. von Gerd Giesler / Martin Tielke.
Buch (gebundene Ausgabe)
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