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Grenzen der Normalisierung

Studien zur Phänomenologie des Fremden 2

Fremdes, das nirgends völlig am Platz ist, widersetzt sich jenem Normalisierungsdruck, der von bloßer Vernunft- und Selbsterhaltung ausgeht. Ansprüche des Fremden sind aber auch keine beliebigen Anschlüsse im globalen Netzwerk. Fremdes ist weder diskursfähig noch anschluß- oder modellfähig. Die Unruhe, die aus der Spannung zwischen Normalität und Anormalität erwächst, läuft quer durch die verschiedensten Regionen und Disziplinen. Sie führt zu Fragen folgender Art: Wie ist ein Umgang mit wissenschaftlichen Modellen möglich, der die Fremdheit der Phänomene achtet? Wodurch wird die kulturelle Dynamik vor dem Leerlauf bloßer Selbsterhaltung bewahrt? Wie läßt sich das abgenutzte Konzept der response für eine responsive Verhaltens- und Handlungstheorie fruchtbar machen? Wie sieht eine medizinische Praxis aus, in der Krankheit nicht bloß als zu behebendes Defizit begriffen wird, sondern auch als Andersartigkeit? Welchen Widerstand setzen Ekstatik des Eros und Polymorphismus des Geschlechtsleibes einer allein funktionalen Sexual- und Fortpflanzungstechnik entgegen? Was bedeuten Natürlichkeit, Normalität und Wirklichkeit angesichts von Telepräsenz und Virtualisierung? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Phänomenologie und Phänomenotechnik? Wie ist ein Umgang mit wissenschaftlichen Modellen möglich, der die Fremdheit der Phänomene achtet? Wodurch wird die kulturelle Dynamik vor dem Leerlauf bloßer Selbsterhaltung bewahrt? Wie sieht eine medizinische Praxis aus, in der Krankheit nicht bloß als ein zu behebendes Defizit begriffen wird? Was bedeuten Natürlichkeit, Normalität und Wirklichkeit angesichts von Telepräsenz und Virtualisierung?
Bernhard Waldenfels erkundet in diesem um vier Studien erweiterten zweiten Band seiner "Studien zur Phänomenologie des Fremden" die Unruhe, die aus den Spannungen zwischen Normalität und Anomalität erwächst.
Portrait
Bernhard Waldenfels, geb. 1934, Studium der Philosophie, Psychologie, Klassischen Philologie und Geschichte in Bonn, Innsbruck, München und Paris; Promotion 1959, Habilitation 1967; 1968-76 Lehrtätigkeit in München; seit 1976 Professor für Philosophie an der Universität Bochum; emeritiert 1999. Gastprofessuren in Louvain-la-Neuve, New York, Rom, Rotterdam, Paris, Prag und San Jose. Präsident der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung von 1996-98.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 331
Erscheinungsdatum 23.02.1998
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-28951-8
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 178/110/16 mm
Gewicht 197
Auflage 2. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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