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Grenzgang

Ausgezeichnet mit dem Aspekte Literaturpreis 2009

(7)
Rezension
"Stephan Thome erweist sich als Meister der Dialogkunst. Er spürt den inneren Widersprüchen und ambivalenten Haltungen seiner Figuren nach, zeigt, wie Menschen die eigenen Grenzen und die der anderen ausloten. Und das Erstaunlichste: Der Autor ist ein Debütant, Grenzgang sein erster Roman. ... Lange hat es in der deutschen Literatur kein derart reifes Debüt gegeben."
Volker Hage, DER SPIEGEL 17.08.2009
Portrait

Stephan Thome wurde am 23. Juli 1972 in Biedenkopf, Hessen geboren. Nach dem Zivildienst in einer sozialpsychiatrischen Einrichtung in Marburg studierte er Philosophie, Religionswissenschaft und Sinologie in Berlin, Nanking, Taipeh und Tokio. 2005 erschien unter dem Titel Die Herausforderung des Fremden: Interkulturelle Hermeneutik und konfuzianisches Denken seine Dissertationsschrift. Zur selben Zeit begann er als DFG-Stipendiat am Institut für Chinesische Literatur und Philosophie der Academia Sinica zu arbeiten, wo er über konfuzianische Philosophie des 20. Jahrhunderts forschte. Bis 2011 betätigte er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Forschungseinrichtungen in Taipeh und übersetzte unter anderem Chun-chieh Huangs Werk Konfuzianismus: Kontinuität und Entwicklung ins Deutsche. Sein Roman Grenzgang gewann 2009 den aspekte-Literaturpreis für das beste Debüt des Jahres und stand – wie auch sein zweiter Roman Fliehkräfte – auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. 2014 wurde Thome von der Akademie der Künste Berlin mit dem Kunstpreis Literatur ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt die Verfilmung des Romans Grenzgang den Grimme-Preis. Seit 2011 lebt und arbeitet Stephan Thome als freier Schriftsteller; derzeit lebt er in Lissabon.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 453
Erscheinungsdatum 17.10.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46193-8
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 194/120/30 mm
Gewicht 422
Auflage 6. Auflage
Buch (Taschenbuch)
10,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Nachtrag“

Tanja Kuhner, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Diesen Roman muß ich endlich loben, weil ich gerade Thomes neuestes Buch zu Ende gelesen habe. "Grenzgang" gehört für mich zu den besten deutschen Romanen der letzten Jahre. Eine Frau und ein Mann in mittlerem Alter, beide stecken fest, privat bzw. beruflich, sehr langsam bewegen sich beide aufeinander zu. Ungemein klug und intensiv Diesen Roman muß ich endlich loben, weil ich gerade Thomes neuestes Buch zu Ende gelesen habe. "Grenzgang" gehört für mich zu den besten deutschen Romanen der letzten Jahre. Eine Frau und ein Mann in mittlerem Alter, beide stecken fest, privat bzw. beruflich, sehr langsam bewegen sich beide aufeinander zu. Ungemein klug und intensiv entwickelt.

„Ein großer Wurf“

Barbara Plagge, Thalia-Buchhandlung Hamburg, Spitaler Straße

Nach der Lektüre von "Grenzgang" bleibt mir nur zu hoffen, dass Stephan Thome bald für Nachschub sorgen wird, denn die Geschichte von Thomas Weidmann und Kerstin Werner, beide Mitte 40 und an verschiedenen Punkten in Ihrem Leben gescheitert, ist so gut erzählt, dass man immer weiter lesen möchte!
Bitte nicht erst wieder in 7 Jahren
Nach der Lektüre von "Grenzgang" bleibt mir nur zu hoffen, dass Stephan Thome bald für Nachschub sorgen wird, denn die Geschichte von Thomas Weidmann und Kerstin Werner, beide Mitte 40 und an verschiedenen Punkten in Ihrem Leben gescheitert, ist so gut erzählt, dass man immer weiter lesen möchte!
Bitte nicht erst wieder in 7 Jahren zu Grenzgang!

„Ein raffiniert konstruierter Provinzroman“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Stephan Thomes Roman "Grenzgang" spielt im hessischen Dorf Bergenstadt, wo alle sieben Jahre ein dreitägiges Volksfest - der Grenzgang - gefeiert wird. Hauptfiguren des Romans sind zwei Bergenstädter: Kerstin Werner und Thomas Weidmann, beide Mitte vierzig, beide – irgendwie – gescheitert. Der Autor beschreibt die Erlebnisse der beiden Stephan Thomes Roman "Grenzgang" spielt im hessischen Dorf Bergenstadt, wo alle sieben Jahre ein dreitägiges Volksfest - der Grenzgang - gefeiert wird. Hauptfiguren des Romans sind zwei Bergenstädter: Kerstin Werner und Thomas Weidmann, beide Mitte vierzig, beide – irgendwie – gescheitert. Der Autor beschreibt die Erlebnisse der beiden Protagonisten während der Grenzgang-Feste von 1985 bis 2013, und zwar nicht chronologisch, sondern geschickt zeitlich und perspektivisch verschachtelt.
Dem Autor gelingt es grandios, die seelische Verfassung seiner Hauptfiguren,
ihre zeitweilige Ziellosigkeit, das Aufgeben von Träumen und das sich Einrichten in der Langeweile authentisch und sensibel einzufangen.
"Grenzgang" ist ein souverän geschriebenes und wirklich lesenswertes Buch !

„Gibt es ein Leben nach dem vierzigsten Geburtstag?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Stephan Thome hat einen Roman über zwei Menschen, die beide in ihren Vierzigern sind, geschrieben. Ort des Geschehens ist Bergstadt, ein Ort in der hessischen Provinz, wo alle sieben Jahre für drei Tage das Volksfest Grenzgang stattfindet. Bei diesem Fest gerät das normale Leben schon mal in den Hintergrund. Seine beiden Hauptpersonen Stephan Thome hat einen Roman über zwei Menschen, die beide in ihren Vierzigern sind, geschrieben. Ort des Geschehens ist Bergstadt, ein Ort in der hessischen Provinz, wo alle sieben Jahre für drei Tage das Volksfest Grenzgang stattfindet. Bei diesem Fest gerät das normale Leben schon mal in den Hintergrund. Seine beiden Hauptpersonen sind Kerstin Werner, geschiedene Bamberger, Hausfrau, Mutter eines 16 jährigen Sohnes, die ihre an Demenz erkrankte Mutter pflegt und Thomas Weidmann, der nach gescheiterter Habilitation in Berlin jetzt als Lehrer am Gymnasium in Bergstadt arbeitet. Beide betrachten ihr bisheriges Leben und fragen sich, ob das etwa schon alles gewesen sein soll. Sehr geschickt wechselt der Autor ständig seine Erzählperspektive. Mal beschreibt er ihre Gedanken, mal seine. Mal sind wir im Jahre 1992, dann 1999 und 2006 – alles Grenzgangjahre. Beide Hauptpersonen sind auf der Suche nach etwas Neuem und wirken in der Gegenwart deprimiert: Es scheint, als ob ihr Leben stagniert. Trotz dieser sehr beobachtenden Perspektive passiert etwas mit den Hauptpersonen. Sie entwickeln sich weiter und lassen neue Ideen zu.

Mich hat dieser Roman sehr fasziniert, auch wenn ich ihn als typisch deutsch empfunden habe. Muss in Deutschland immer so viel hinterfragt und reflektiert werden? Können wir nicht einfach mal das Leben leben und genießen? Wenn Ihnen der Roman „Kürzere Tage“ von Anna Katharina Hahn gefallen hat, dann ist „Grenzgang“ genau das Richtige für Sie! Stephan Thome war übrigens mit seinem Erstling 2009 bereits gleich für den Deutschen Buchpreis nominiert und hat es sogar unter die Top-Fünf geschafft.

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Alle sieben Jahre wieder wird mit dem "Grenzgang" in der Bergenstadt die Gemeinde gefestigt. Ein abwartendes, langsames, sprachlich reichliches Buch. Literatur auf hohem Niveau. Alle sieben Jahre wieder wird mit dem "Grenzgang" in der Bergenstadt die Gemeinde gefestigt. Ein abwartendes, langsames, sprachlich reichliches Buch. Literatur auf hohem Niveau.

„Dieser Roman hat den Aspekte Literaturpreis verdient“

Birgit Wojtynowski, Thalia-Buchhandlung Gießen

Alle sieben Jahre findet in der kleinen Stadt (Biedenkopf) im hessischen Hinterland ein großes Fest statt "Der Grenzgang". Auf den sonst so stillen Straßen und Plätzen drängen sich die Menschenmassen. Kerstin hat hier ihren Mann kennen gelernt und geheiratet. Den Traum von einem eigenen Tanzstudio hat sie hier begraben. Kerstin ist Alle sieben Jahre findet in der kleinen Stadt (Biedenkopf) im hessischen Hinterland ein großes Fest statt "Der Grenzgang". Auf den sonst so stillen Straßen und Plätzen drängen sich die Menschenmassen. Kerstin hat hier ihren Mann kennen gelernt und geheiratet. Den Traum von einem eigenen Tanzstudio hat sie hier begraben. Kerstin ist geschieden, und lebt hier mit dementer Mutter, und sechzehnjährigem Sohn in der Provinz. Hier trifft sie Thomas Weidmann, der seine Uni-Karriere in Berlin vorzeitig beenden musste. Beide fühlen sich einsam und um ihre Lebensentwürfe betrogen.Sie suchen ein gemeinsames Glück.

Der Autor "Stephan Thome" beschreibt mit dem nötigen Abstand seine Heimat. Thome studierte in Berlin Philosophie und Sinologie. Seit 2005 lebt und arbeitet er in Taipeh, wo er auch seinen Roman "Grenzgang" schrieb.

„Grenzgang“

Jennifer Fais-Baumgardt, Thalia-Buchhandlung Essen-Kronenberg

Zwei Menschen und ihre „ganz normalen“ menschlichen Katastrophen: Krise, Scheidung, pubertierender Sohn, demenzkranke Mutter. Eine Karriere, mit einem Steinwurf endgültig beendet. Ihre Suche nach dem, was das Leben vom Funktionieren unterscheidet.
Als Kulisse dient ein Volksfest, das alle sieben Jahre stattfindet, bei dem die Protagonisten
Zwei Menschen und ihre „ganz normalen“ menschlichen Katastrophen: Krise, Scheidung, pubertierender Sohn, demenzkranke Mutter. Eine Karriere, mit einem Steinwurf endgültig beendet. Ihre Suche nach dem, was das Leben vom Funktionieren unterscheidet.
Als Kulisse dient ein Volksfest, das alle sieben Jahre stattfindet, bei dem die Protagonisten zwar mittendrin, aber nicht dabei sind. Die Geschichte ist mit flüssiger Sprachschönheit und raffinierten Zeitsprüngen erzählt, Feinfühligkeit und Ironie inbegriffen.

Dieses Buch hat mich von Anbeginn fasziniert – daher habe ich mich über die Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2009 zwar nicht gewundert, aber umso mehr gefreut.

„Spannendes Debüt“

Julia Weßbecher, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Grenzgang ist das erste Buch eines noch jungen Autors. Es spielt in der hessischen Provinz, wo alle sieben Jahre der Grenzgang gefeiert wird. Das ist ein Volksfest bei dem rituell die Gemeindegrenzen abgeschritten werden.
Beim diesjährigen Grenzgang treffen der Lehrer Weidmann und Kerstin Müller zum zweiten Mal aufeinander. Mit Spannung
Grenzgang ist das erste Buch eines noch jungen Autors. Es spielt in der hessischen Provinz, wo alle sieben Jahre der Grenzgang gefeiert wird. Das ist ein Volksfest bei dem rituell die Gemeindegrenzen abgeschritten werden.
Beim diesjährigen Grenzgang treffen der Lehrer Weidmann und Kerstin Müller zum zweiten Mal aufeinander. Mit Spannung erzählt der Autor vom menschlichen Miteinader aber auch von der Ausnahmesituation eines solchen Festes.
Eine lohnende literarische Entdeckung

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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Tolles Debüt!
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 17.10.2010

Das gefeierte Debüt von Stephan Thome endlich als Taschenbuch! Dies ist die Geschichte zweier Menschen Mitte 40, die in der Provinz gestrandet sind. Er, ledig, gescheitert auf dem Weg an der Uni Karriere zu machen und in sein Heimatdorf als Gymnasiallehrer zurückgekehrt und sie, geschiedene Mutter eines 16-jährigen Sohnes,... Das gefeierte Debüt von Stephan Thome endlich als Taschenbuch! Dies ist die Geschichte zweier Menschen Mitte 40, die in der Provinz gestrandet sind. Er, ledig, gescheitert auf dem Weg an der Uni Karriere zu machen und in sein Heimatdorf als Gymnasiallehrer zurückgekehrt und sie, geschiedene Mutter eines 16-jährigen Sohnes, nie dem Dorf entwachsen, pflegt ihre demenzkranke Mutter. Die beiden treffen nun an verschiedenen Stationen ihres Lebens zusammen; Situationen, die manchmal peinlich beklemmend, freundschaftlich oder auch hocherotisch ausfallen. Eng verbunden mit ihrer (manchmal vorhandenen) Beziehung steht das alle 7 Jahre im Dorf stattfindende Volksfest – der „Grenzgang“. Hier wird die Überschreitung von Grenzen gefeiert und auch Thomas Weidmann und Kerstin Werner, die beiden Protagonisten, überschreiten immer wieder die Grenzen von Provinzialität, Autonomie und Intimität. Geschickt konstruiert – der Leser wirft über die erzählten Jahre hinweg stets zu Zeiten des „Grenzgangs“ einen Blick auf die Protagonisten – und sprachlich elegant formuliert gelingt Stephan Thome ein fulminantes Buch, das viele Leser verdient hat.

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1 0
außergewöhnlich!
von S. Sauter aus Bonn am 21.01.2013

Für diesen Roman erhielt Thome im Jahr 2009 den Aspekte Literaturpreis. Er erzählt darin von zwei Menschen in einer hessischen Kleinstadt, die im Alter von Mitte Vierzig an einer Wegscheide des Lebens stehen, beruflich und in der Partnerschaft. Kerstin Werner wird von ihrem Mann verlassen und Thomas... Für diesen Roman erhielt Thome im Jahr 2009 den Aspekte Literaturpreis. Er erzählt darin von zwei Menschen in einer hessischen Kleinstadt, die im Alter von Mitte Vierzig an einer Wegscheide des Lebens stehen, beruflich und in der Partnerschaft. Kerstin Werner wird von ihrem Mann verlassen und Thomas Weidmann scheitert in seiner Karriere an der Universität. Die Geschicke der beiden werden im Fokus des alle sieben Jahre stattfindenden Volksfests Grenzgang erzählt. Thome schreibt äußerst präzise und detailliert, mit Humor und einer Schärfe, was las Lesen des Romans zu einem großen Genuss werden lässt.

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Wow!
von Leni Pawelczynski aus Wiesbaden am 14.08.2012

Dieser Roman aus der hessischen Provinz ist grossartig! Selten habe ich mich von einem Autoren so oft ertappt gefühlt, wie vom Herrn Thome. Zum Beispiel die Passage über nüchternes Analysieren.Lesen Sie einfach selbst! Mal zustimmend und mal peinlich berührt las ich eigenen Gedankengänge.Das war eine verblüffende und eine tolle... Dieser Roman aus der hessischen Provinz ist grossartig! Selten habe ich mich von einem Autoren so oft ertappt gefühlt, wie vom Herrn Thome. Zum Beispiel die Passage über nüchternes Analysieren.Lesen Sie einfach selbst! Mal zustimmend und mal peinlich berührt las ich eigenen Gedankengänge.Das war eine verblüffende und eine tolle Leseerfahrung, bitte mehr davon!

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Einfach nur ein tolles, gelungenes Buch
von Jens S. aus Füssen am 08.01.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Was soll ich noch sagen bzw. schreiben, was nicht schon eine Vielzahl meiner Vorgänger treffend auf den Punkt gebracht haben. In dem unüberschaubaren Dschungel an unzähligen Büchern, welche zu einem großen Teil eher langweilen, ragt dieses Buch wie ein Fels in der Brandung heraus. Es gibt soviele Parallelen zu... Was soll ich noch sagen bzw. schreiben, was nicht schon eine Vielzahl meiner Vorgänger treffend auf den Punkt gebracht haben. In dem unüberschaubaren Dschungel an unzähligen Büchern, welche zu einem großen Teil eher langweilen, ragt dieses Buch wie ein Fels in der Brandung heraus. Es gibt soviele Parallelen zu meiner momentanen Lebenssituation, ich habe mich so oft wiedergefunden, es war schon fast erschreckend. Herr Thome ist mehr als ein aussergewöhnliches Buch gelungen. Ich empfehle es jedem in meinem näheren Bekanntenkreis. Brilliante Formulierungen, Klasse Stil ....

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Wir sind Mitte vierzig und das Leben läuft an uns vorbei",
von einer Kundin/einem Kunden aus Oldenburg am 10.10.2009
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Es gibt ihn tatsächlich, den Grenzgang, den der Autor Thome für seine Grenzüberschreitungen in seinem Romandebut Grenzgang benutzt. Alle sieben Jahre findet er im hessischen Biedenkopf statt, ein uralter Brauch germanischen Ursprungs, der erstmalig Ende des 17. Jahrhunderts zur Sicherung der städtischen Grenzsteine stattfand. Gesichert ist für Thomes Protagonisten Kerstin... Es gibt ihn tatsächlich, den Grenzgang, den der Autor Thome für seine Grenzüberschreitungen in seinem Romandebut Grenzgang benutzt. Alle sieben Jahre findet er im hessischen Biedenkopf statt, ein uralter Brauch germanischen Ursprungs, der erstmalig Ende des 17. Jahrhunderts zur Sicherung der städtischen Grenzsteine stattfand. Gesichert ist für Thomes Protagonisten Kerstin Werner und Thomas Weidmann nichts, sie sind Grenzgänger, die, was Kerstin angeht, über dieses dreitägige Volksfest nach Bergenstadt, das Biedenkopf des Romans, gefunden hat und die nun ohne Mann, den sie vierzehn Jahre später beim übernächsten Grenzgang an eine jüngere abgeben musste, dasteht, ihr bleibt ein pubertierendem Sohn, den sie sich alle zwei Wochen mit ihrem Ex teilt, und eine demenzkranker Mutter. Berufliche Verwirklichung konnte die diplomierte Tänzerin nie finden. Der zweite Grenzgänger Thomas wollte eigentlich ausbrechen aus dieser bornierten Kleinstadtidylle. Seine universitäre Karriere scheitert aber, sein Aufbegehren, Steine gegen die Humboldt-Universität, bleibt lächerlich, so dass er sich notgedrungen als Pauker an seinem ehemaligen Gymnasium wieder findet. Natürlich ist er der verständnisvolle Klassenlehrer von Kerstins erpresserischem Sohn. Es kommt, was kommen muss. Im Vorspiel, beim letzten Grenzgang, ein erster Kuss auf der Lahnbrücke nun führt sie der Autor bis in einen hessischen Swingerclub. Thome trifft Kleinstadtstimmung, Midlife-Crisis und die grenzgängerischen Tendenzen zielgenau. Erzählerisch jongliert er mit den Zeitebenen vergangener Grenzgänge virtuos und bringt uns dadurch die Handelnden näher, er weckt Verständnis, ohne Partei zu nehmen. Ein erstaunliches Debut, das ihn immerhin bis auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises gebracht hat. Vielleicht wird mehr daraus! Stephan Thome hätte es verdient!

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Tiefsinnig und einfach gut!!
von einer Kundin/einem Kunden aus Dautphetal am 19.09.2009
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Buch gekauft, da ich schon mehrmals die Grenze mitgelaufen habe. Hoher Wiedererkennungsfaktor von Land und Leute im Hinterland!! Tiefsinnig durch exakte Menschenbeschreibung zwischen typisch hessischer Provinz und dem Irrsinn des Grenzgangs aller 7 Jahre. Spannend zu lesen, was sich zwischen den Hauptpersonen während des Grenzgangs entwickelt. Literarisch ein Stern am... Das Buch gekauft, da ich schon mehrmals die Grenze mitgelaufen habe. Hoher Wiedererkennungsfaktor von Land und Leute im Hinterland!! Tiefsinnig durch exakte Menschenbeschreibung zwischen typisch hessischer Provinz und dem Irrsinn des Grenzgangs aller 7 Jahre. Spannend zu lesen, was sich zwischen den Hauptpersonen während des Grenzgangs entwickelt. Literarisch ein Stern am Himmel !!! Bürger Thome, er lebe HOCH HOCH HOCH !!!

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2 Menschen, 28 Jahre und immer wieder Grenzgang
von Anne Urban aus Erlangen, Arcaden am 05.09.2009
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Mann und eine Frau, gestrandet in der hessischen Provinz, zwei Lebensläufe, die sich berühren und wieder trennen. Alle sieben Jahre findet das Dorffest, der "Grenzgang", statt, und alle sieben Jahre gewährt uns Stephan Thome Einblick in dieses Fest und die Grenzüberschreitungen seiner Teilnehmer, deren Gefühle, Ängste, Wünsche und... Ein Mann und eine Frau, gestrandet in der hessischen Provinz, zwei Lebensläufe, die sich berühren und wieder trennen. Alle sieben Jahre findet das Dorffest, der "Grenzgang", statt, und alle sieben Jahre gewährt uns Stephan Thome Einblick in dieses Fest und die Grenzüberschreitungen seiner Teilnehmer, deren Gefühle, Ängste, Wünsche und Hoffnungen auf ihr eigenes Glück. Ein nicht nur sprachlich bemerkens- und lesenswertes Romandebüt.

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Ja, so könnte es gewesen sein.
von Dorothea Rose aus Frankfurt am 10.08.2010
Bewertetes Format: Hörbuch (CD)

Abwechslungsreich ist die Lesung. Für die unfreiwillig geschiedene Frau liest Nina Hoger, schwankend zwischen Pflichterfüllung und Anspruch an eigenes Glück. Für den männlichen Part eine schon(?)oder doch noch nicht gescheiterte Akademikerkarriere liest Matthias Brandt sehr glaubwürdig. Diese Lebensentwürfe sind wiedererkennbar und daher zum Vergleich tauglich. Ich habe es... Abwechslungsreich ist die Lesung. Für die unfreiwillig geschiedene Frau liest Nina Hoger, schwankend zwischen Pflichterfüllung und Anspruch an eigenes Glück. Für den männlichen Part eine schon(?)oder doch noch nicht gescheiterte Akademikerkarriere liest Matthias Brandt sehr glaubwürdig. Diese Lebensentwürfe sind wiedererkennbar und daher zum Vergleich tauglich. Ich habe es gerne gehört!

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Unbedingt lesen! Entlarvend...
von Rosina Lange-Wildsmith aus Rhein/Main am 11.05.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Roman über die Themen, die so ab Mitte 40 bewegen: Pläne, Lebensentwürfe und das, was dann einfach passiert ist. Zeitlich gegliedert wird die Geschichte durch den "Grenzgang", ein Volksfest, das alle sieben Jahre stattfindet. Witzig, dass sich der in Taipeh lebende Thome in der Ferne mit dem Brauchtum... Ein Roman über die Themen, die so ab Mitte 40 bewegen: Pläne, Lebensentwürfe und das, was dann einfach passiert ist. Zeitlich gegliedert wird die Geschichte durch den "Grenzgang", ein Volksfest, das alle sieben Jahre stattfindet. Witzig, dass sich der in Taipeh lebende Thome in der Ferne mit dem Brauchtum seiner Heimat beschäftigt. Neben der Story fasziniert vor allem, wie sehr sich der Autor im Seelenleben seiner Protagonistin, Kerstin, auskennt. Erstaunlich und entlarvend… Ein Roman, der wirklich Spaß macht.

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