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Gute Töchter

Familiendrama

(7)
"Aber wir wollten mehr als seine kostbaren kleinen Mädchen sein. Wir wollten seine Helfer und Handlanger, seine Geheimwaffe sein. Wir lebten vielleicht nicht mehr mit ihm zusammen. Aber wir würden unersetzlich sein."
"Wie fühlt es sich an, tot zu sein?" Rachel hält so lange wie möglich den Atem an, liegt neben ihrer elfjährigen Schwester auf dem Berghang und beobachtet, wie die Geier über ihnen Kreise ziehen - über dem Berghang, auf dem der Sunset Strangler mehrere Frauen umgebracht hat. Es ist eins der folgenschweren Spiele eines Sommers, in dem die Mädchen ihrem Dad, dem Detective, helfen und den Mörder stellen wollen - mit verhängnisvollem Ausgang. Jahre später will Rachel ihre Fehler wiedergutmachen. Aber statt die Schatten jenes Sommers zu beseitigen, verdunkelt sich ihre Welt, je mehr Licht sie in die Geschichten von einst bringt.
"Spannend wie ein Thriller, aber mit zutiefst berührenden Emotionalität, die ein Echo im Herzen des Lesers hinterlässt."
Booklist
"Absorbierend und exquisit!"
More Magazine
Portrait
Seit Joyce Maynard als 19-Jährige die Titelstory der New York Times verfasste, arbeitete sie als Reporterin, Journalistin und Schriftstellerin. Ihre Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit dem Schriftsteller J.D. Salinger wurden zum internationalen Bestseller. Zwei ihrer Romane sind verfilmt worden. Maynard hat drei erwachsene Kinder und 2013 nach 25 Jahren als Single geheiratet.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 320, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.10.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783959679855
Verlag HarperCollins
eBook (ePUB)
12,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Zwei Töchter“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Die beiden Schwestern Patty und Rachel wachsen mit ihren Eltern in der Nähe von San Francisco auf, bis ihr Vater Anthony Torricelli, ein angesehener Polizeibeamter bei der Mordkommission, die Familie wegen einer anderen Frau verlässt. Ihre Mutter zerbricht ein bisschen an der Trennung zieht sich mit ihren Büchern vom Leben zurück, begleitet Die beiden Schwestern Patty und Rachel wachsen mit ihren Eltern in der Nähe von San Francisco auf, bis ihr Vater Anthony Torricelli, ein angesehener Polizeibeamter bei der Mordkommission, die Familie wegen einer anderen Frau verlässt. Ihre Mutter zerbricht ein bisschen an der Trennung zieht sich mit ihren Büchern vom Leben zurück, begleitet von Depressionen. Die beiden Mädchen sind sich selbst überlassen und verbringen viel Zeit draußen, beobachten Nachbarn und streifen im benachbarten Berg-und Wandergebiet Mount Tamalpais herum, was zu ihrem Spielplatz wird. Als ein Serienmörder sein Unwesen in genau der Gegend treibt und immer wieder getötete Frauen auftauchen, versucht ihr Vater Anthony den Täter zu fassen, was ihm nicht gelingt. So fasst die Ältere der Schwestern, Rachel, einen Entschluss, der die beiden in schreckliche Gefahr bringt.
Der Roman wird aus der Sicht der älteren Schwester, Rachel, erzählt, dreißig Jahre später, nachdem die beiden Schwestern jede Menge miteinander durchgemacht hatten und gute sowie schlechte Zeiten als Kinder und Jugendliche gemeistert hatten. Ein wunderbarer, mitreißender und berührender Roman um zwei Schwestern, für die es nichts anderes als Zusammenhalt gab.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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Die Vergangenheit ruhen lassen
von Tina Bauer aus Essingen am 04.12.2016

Ein wunderbar einfühlsamer und zugleich abgrundtiefer Roman, der aufzeigt, dass man manche Dinge besser auf sich beruhen lassen sollte. Die junge Rachel und ihre Schwester wollen unbedingt ihrem Vater dabei helfen, die andauernde Mordserie in ihrer Heimatstadt auzuklären. Alles kommt anders als erwartet und selbst Jahre später kann die... Ein wunderbar einfühlsamer und zugleich abgrundtiefer Roman, der aufzeigt, dass man manche Dinge besser auf sich beruhen lassen sollte. Die junge Rachel und ihre Schwester wollen unbedingt ihrem Vater dabei helfen, die andauernde Mordserie in ihrer Heimatstadt auzuklären. Alles kommt anders als erwartet und selbst Jahre später kann die jetzt erfolgreiche Schriftstellerin nicht loslassen und gerät somit erneut mitten hinein ein Dinge, die schon längst hätten begraben werden sollen. Erst als der Vater stirbt, ohne den Fall aufgelöst zu haben, gelingt es den Schwestern, ihr eigenes Leben zu leben. Spannend und teilweile überlasen melancholisch ziehen sich die alten Tage dahin, bis die wahre Geschichte ans Licht dringt.

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Der Schnürsenkelmörder und die zwei Schwestern
von claudi-1963 aus Schwaben am 13.11.2015

Die Schwester Rachel und Patty wachsen anfangs wohlbehütet in der Nähe von San Francisco auf, ihr Vater ist anfangs Streifenpolizist und später dann bei der Mordkommision. Der Vater ein gutaussehender Mann kümmert sich sehr um seine beiden Mädchen, kocht für sie geht mit ihnen ab und zu Essen usw. Aber er... Die Schwester Rachel und Patty wachsen anfangs wohlbehütet in der Nähe von San Francisco auf, ihr Vater ist anfangs Streifenpolizist und später dann bei der Mordkommision. Der Vater ein gutaussehender Mann kümmert sich sehr um seine beiden Mädchen, kocht für sie geht mit ihnen ab und zu Essen usw. Aber er hat auch ein Faible für schöne Frauen und so kommt es das er sich in eine andere verliebt und von seiner Frau trennt. Für Rachel und Pattys Mutter ist das ein großer Verlust, sie wird darauf depressiv und vernachlässigt die Kinder zusehends. Die beiden müssen mehr oder minder alleine mit allem klar kommen, da auch der Vater sich nur selten blicken lässt. Ihre Zeit verbringen sie viel auf dem Mount Tamalpais einem Berg direkt bei ihrer Siedlung, Dort spielen sie und verbringen die Stunden miteinander, da sie auch in der Schule wenig Freunde haben. Eines Tages geschieht dann an ihrem Platz ein Mord eine junge Frau wird erdrosselt und ihr Vater übernimmt die Ermittlungen. Er ermahnt sie nicht mehr zum Berg zu gehen, woran sich die beiden jedoch nicht immer halten. Es geschehen weitere Morde und eine ganze Serie erschüttert die Region. Der Mörder (Sunset Strangler) sehr geschickt ist schwer zu fassen, schon allein daher weil es in einer Zeit spielt wo es noch wenig Möglichkeiten wie z.B. DNA oder Forensik gab. Der Vater baut körperlich immer mehr ab weil ihn das ganze so zu schaffen macht und seine Töchter ,speziell Rachel machen sich immer mehr Sorgen. In dieser Zeit beginnt sie dann auch Visionen zu bekommen und sich immer mehr detektivisch zu betätigen, was einen verhängnisvollen Ausgang hat, den sie Jahre später wieder gutmachen will. Meine Meinung: Das Cover sehr einfach gehalten, stimmt einen eher auf einen Familienroman ein. Das dieser ganze Roman dann aber eher eine Mischung aus Biografie, Literatur und Krimi wird hätte ich nun gar nicht erwartet. Mich hat das Buch sehr gut gefesselt, auch wenn es an manchen Seiten etwas langatmig daher kommt. Dadurch das dieser Roman so in den 60 er Jahren spielt habe ich mich auch gut in viele Sätze hineinversetzen könne. Die Autorin erwähnt viel die Musik und Fernsehserien zu der Zeit, wo wohl die jüngeren Leser vielleicht etwas schwieriger was mit anfangen können. Aber trotzdem hat mich das Leben der beiden Mädchen gefesselt und ich fühlte mich etwas in Jeannette Walls "Schloss aus Glas" hineinversetzt. Wer diese Buch liebte dem wird sicher auch "Gute Töchter" gefallen. Wie ich dann am Schluss in der Danksagung las ist ein Teil des Romanes aus dem Leben der beiden Mädchen Laura und Janet Gaddini entnommen. Somit hat dieser Roman auch einen gewissen Anteil an realer Biografie. Von mir bekommt er 4 von 5 Sternen.

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Literarischer Thriller
von einer Kundin/einem Kunden aus Zellertal am 07.11.2015

Das Buch „Gute Töchter“ hat mir wirklich sehr gut gefallen. Am Anfang hätte ich das gar nicht so sehr erwartet. Die ersten Kapitel waren nicht schlecht, man hat alles über die Familie und die Hintergründe, wie die Trennung, die Charaktere, und sonstiges erfahren. Also von der Informationsgabe war es... Das Buch „Gute Töchter“ hat mir wirklich sehr gut gefallen. Am Anfang hätte ich das gar nicht so sehr erwartet. Die ersten Kapitel waren nicht schlecht, man hat alles über die Familie und die Hintergründe, wie die Trennung, die Charaktere, und sonstiges erfahren. Also von der Informationsgabe war es gut, nur ist es irgendwie so ein bisschen vor sich hin geplätschert. Doch wenn dann die Morde anfangen, wird das Buch richtig spannend. Damit hätte ich nie gerechnet, da das Buch als Literatur angegeben wurde und für mich am Ende aber fast Thriller-Züge angenommen hatte. Ich konnte fast nicht aufhören zu lesen und habe immer mitgefiebert, wann der Mörder denn jetzt gefasst wird, oder wie viele Frauen noch umgebracht werden. Meiner Meinung nach ist schade, dass die Schwester stirbt und das so fernab von allem. Nach dem Vorspann hätte ich mir gedacht, dass das etwas dramatischer beschrieben wird, aber das ist nur eine Kleinigkeit. Auch am Ende, als die Hauptperson erwachsen ist, aber den Gedanken an die Fassung des Mörders nicht aufgibt, gibt es noch einmal ordentlich Spannung. Mir gefällt, dass die Geschichte aus der Sicht von einem kleinen Mädchen geschrieben wird. Und es wird auch authentisch wiedergegeben. Nur manchmal finde ich, man hätte etwas weniger über ihre Menstruation reden können. Der Schreibstil gefällt mir ebenfalls. Es ist nicht schwer zu lesen, das finde ich für ein E-book immer sehr wichtig. Es wird sehr anschaulich erzählt, wie die Mädchen ihre Kindheit verbringen und die vielen Schattenseiten des Lebens werden nicht ausgelassen. Alles in allem gebe ich vier Sterne für ein wirklich gutes und spannendes Buch, erzählt aus der interessanten Perspektive eines Mädchens in der Pubertät (und später als Erwachsene), das gut geschrieben ist und mich nur am Anfang nicht schnell genug in den Bann gezogen hat.

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Gute Töchter
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberursel am 01.11.2015

Rachel und Patty verbringen Ende der 60er Jahre eine glückliche Kindheit in einer in die Jahre gekommenen Wohnsiedlung, der Morning Glory Court unweit der Golden Gate Brigde im Schatten des Mount Tamalpais. Sie sind die Lieblinge ihres Vaters den sie ebenso vergöttern. Er hat es bis zum Chef der... Rachel und Patty verbringen Ende der 60er Jahre eine glückliche Kindheit in einer in die Jahre gekommenen Wohnsiedlung, der Morning Glory Court unweit der Golden Gate Brigde im Schatten des Mount Tamalpais. Sie sind die Lieblinge ihres Vaters den sie ebenso vergöttern. Er hat es bis zum Chef der Kriminalpolizei in San Fransisco geschafft. Als die Mutter der beiden den Vater auf die Straße setzt da er eine Geliebte hat, ändert sich das Leben der beiden Schwestern. Die Mutter ist depressiv und überlässt die Kinder sich selbst. Außerdem gibt es bald kein Geld mehr den Fernseher zu bezahlen. So verbringen Rachel und Patty viel Zeit draußen, im Nationalpark um den Mount Tamalpais oder in der Nachbarschaft beim Freiluftfernsehen. Dann schlägt ein Serienmörder zu und ermordet viele junge Frauen im Nationalpark. Der Vater der beiden Schwestern ist jetzt der Mann der Stunde. Dabei tappt die Polizei vollkommen im Dunkeln, sie findet keine Anhaltspunkte und immer mehr Morde geschehen. Dadurch hat er natürlich auch kaum noch Zeit für seine beiden Lieblinge. Dabei wächst das Ansehen der Schwestern in der Schule und Rachel schafft es mit erfundenen Einzelheiten zu den Morden kurzfristig in eine Gruppe von wohlhabenden Mädchen aufgenommen zu werden. Je mehr Morde geschehen desto lauter wird der Ruf den offensichtlich unfähigen Chef der Kriminalpolizei abzusetzen und durch unbedachte Handlungen von Rachel wird der Fall dem FBI übergeben. Die Schreibweise ist aus der Sicht der anfangs 11jährigen Rachel geschrieben in der sie die Erlebnisse ihrer Kindheit Revue passieren lässt. Dabei kommt es leider immer wieder zu Wiederholungen was das Buch etwas langatmig werden lässt. Als roter Faden durch das Buch zieht sich die Liebe der beiden Schwestern zueinander. Anfangs ist Rachel die ältere und führende die sich immer wieder Sachen ausdenkt.und treu auf Rachels Rückkehr wartet Als Patty es schafft beim Basketballspiel erfolgreich zu werden ist Rachel oft allein und wartet auf Patty. Die Geschichte der beiden Schwestern ist berührend erzählt. Eine Kriminalhandlung bleibt dabei im Hintergrund.

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Kindheitserinnerungen
von melange aus Bonn am 28.12.2015

Zum Inhalt: In den 70er Jahren treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Kalifornien. Die beiden Schwestern Patty und Rachel werden doppelt von diesem Umstand beeinflusst: Einerseits ist der Hauptschauplatz der Verbrechen ihr bevorzugter Aufenthaltsort, andererseits fungiert ihr geliebter und bewunderter Vater als Chefermittler. Das führt dazu, dass die beiden Mädchen... Zum Inhalt: In den 70er Jahren treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Kalifornien. Die beiden Schwestern Patty und Rachel werden doppelt von diesem Umstand beeinflusst: Einerseits ist der Hauptschauplatz der Verbrechen ihr bevorzugter Aufenthaltsort, andererseits fungiert ihr geliebter und bewunderter Vater als Chefermittler. Das führt dazu, dass die beiden Mädchen in das Visier des Killers geraten. Mein Eindruck: Coming of age oder Krimi? Schwierige Kindheit durch Scheidung und folgender Depression der Mutter oder viel Spaß beim Heranwachsen durch Freiheit und Fantasie? Diese Geschichte kann sich nicht entscheiden, will es aber möglicherweise auch gar nicht. So liest man von einer durch materielle Beschränkungen aber voll mit schwesterlicher Liebe geprägten Kindheit in der Nähe von San Francisco und die damit verbundenen Leiden und Freuden. Die Morde wirken eher wie in die Geschichte getupft und werden eher als persönliche Einschränkung empfunden, als dass sich die Kinder wirklich mit den Gefahren und „echten“ Begebenheiten befassen. Dieses Einfühlen in die kindliche bzw. jugendliche Seele gefällt besser als der später im Buch folgende Teil, der von der erwachsenen Rachel (inzwischen Schriftstellerin) geschildert wird. Kurioserweise nimmt man der Autorin die Ich-Perspektive jetzt nicht mehr so gut ab. Die Naivität der Kinderjahre ist verloren, aber die Distanz zu den Geschehnissen bleibt. Möglicherweise soll das den Erlebnissen Rachels geschuldet sein mit den Erfahrungen der Trennung der Eltern und dem prägenden Verhältnis zu ihrer Schwester, trotzdem wirkt es für eine Schriftstellerin aus dem Bereich der Belletristik unglaubhaft, dass die Aufsicht auf die Ereignisse nicht einer Schilderung mit mehr Eindringlichkeit weicht. Die Dramatik am Ende wirkt dadurch aufgesetzt, zu unterkühlt verlaufen die Erzählungen Rachels bis zu diesem Zeitpunkt. Dennoch hält die Geschichte die Leser bei der Stande, nicht unbedingt gefesselt, aber interessiert. Fazit: Anders als erwartet, dennoch gut 3 Sterne

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Mehr Biografie statt Krimi
von Hope am 12.10.2015

Wer hier einen Krimi im klassischen Sinne erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Die Morde und die Suche nach dem Serienmörder werden eher beiläufig abgehandelt. Rachel und ihre Schwester Patty wachsen in einer Siedlung an der Morning Glory Court im Schatten des Mount Tamalpais auf. Der Vater, Detectiv und Ermittler der Mordserie verlässt... Wer hier einen Krimi im klassischen Sinne erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Die Morde und die Suche nach dem Serienmörder werden eher beiläufig abgehandelt. Rachel und ihre Schwester Patty wachsen in einer Siedlung an der Morning Glory Court im Schatten des Mount Tamalpais auf. Der Vater, Detectiv und Ermittler der Mordserie verlässt die Familie schon früh, da er dem weiblichen Geschlecht sehr zu getan ist. Dennoch versucht er seinen Kindern ein liebevoller Vater zu sein, was jedoch nicht immer gelingt. In jungen Jahren ist der Vater für die Schwestern der Held schlechthin, wie wohl für viele junge Mädchen. Mit der Zeit jedoch werden die beiden älter und auch kritischer. Die Mutter zieht sich nach der Trennung immer mehr in sich zurück und kümmert sich kaum um die Geschwister. Was hier als endlose Freiheit und wunderbares Leben, wenn auch manchmal mit einem traurigen Augenblick, dargestellt wird, erscheint mir eher als Desinteresse an den Kindern. Beide Elternteile sind zu sehr mit sich selber beschäftigt um die wirklichen Bedürfnisse ihrer Kinder zu erkennen. Gerade Rachel entwickelt eine blühende Fantasie, die teilweise über das normale Maß herausschießt. Sicher schlagen die Hormone gerade in der Pubertät Purzelbäume und jedes Gefühl wird doppelt und dreifach empfunden, doch hier war es mir etwas zu viel. Aufgrund des familiären Hintergrundes waren die Geschwister besonders eng miteinander. Trotz unterschiedlicher Charaktere und Entwicklungen hingen sie unendlich aneinander. Die Morde wurden eher nebenbei erwähnt. Plötzlich lag eine Leiche am Berg. Später noch eine und noch eine. Ok, aber wo waren hier die Emotionen, die mich als Leser mitnehmen? Ich habe es zur Kenntnis genommen und das war es! Der Fokus lag auch hier wieder auf dem Vater der Mädchen, der an der Suche nach dem Mörder zerbrach. Die Forderungen den Fall an jemand anderen zu übertragen wurden immer lauter, da er kein Ergebnis vorweisen konnte. Als dann Rachel im Eifer ihrem Vater helfend zur Seite stehen wollte, lief alles vollkommen aus dem Ruder. Hier fing es endlich an, dem Genre Krimi etwas gerecht zu werden. Leider hielt dies nicht lange. Auf einmal wurde ich in das Leben der Rachel in der Gegenwart katapultiert. Ruck zuck wurden die dazwischen liegenden Jahre aufgearbeitet und ihre noch immer währende Suche nach dem Serienmörder kam zu einem schnellen und unspektakulären Ende. Insgesamt konnte mich der Krimi nicht überzeugen. Es waren mir persönlich zu wenig Krimi-Elemente enthalten, die in mir in irgendeiner Weise Spannung erzeugt hätten. Da mich die Lebensgeschichte der zwei Schwestern dennoch ab und an gefesselt hat, gebe ich einen Stern mehr. ;-)

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Gute Töchter
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 31.10.2015

Die beiden Schwestern Rachel und Patty hängen sehr aneinander. Ihre Eltern sind geschieden, die Mutter hat sich seitdem sehr zurückgezogen. Den Vater, der ab und zu vorbeikommt, wird von den beiden Mädchen verehrt. Er ist Leiter einer Mordkommission, und als in der Nähe ihrer Wohngegend mehrere Morde an jungen... Die beiden Schwestern Rachel und Patty hängen sehr aneinander. Ihre Eltern sind geschieden, die Mutter hat sich seitdem sehr zurückgezogen. Den Vater, der ab und zu vorbeikommt, wird von den beiden Mädchen verehrt. Er ist Leiter einer Mordkommission, und als in der Nähe ihrer Wohngegend mehrere Morde an jungen Frauen geschehen, ist der Vater gefordert, einen Serientäter dingfest zu machen. Das Buch ist weder eine Familiengeschichte noch ein Krimi. Im wesentlichen bestehen die ersten beiden Drittel aus den pubertären Träumen der heranwachsenden Rachel, die sich in der plötzlichen Popularität ihres Vaters sonnt, der ständig im Fernsehen zu den Morden interviewt wird. Nichts aber wird von seiner Arbeit berichtet und wie die Polizei vorgeht, um den Täter zu finden. In der Mitte des Buches wollte ich schon aufhören zu lesen. Lange hatte ich nichts so langatmiges gelesen, das sich in ständigen Wiederholungen erging und trotz der 15 Morde völlig spannungslos war. Erst im letzten Drittel nimmt das Buch ein wenig Fahrt auf, als Rachel im Erwachsenenalter versucht, dem Täter doch noch auf die Spur zu kommen. Dieses Buch muß man nicht gelesen haben. Ich kann es nicht weiterempfehlen.

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Joyce Maynard - Gute Töchter
von Hotel aus Ostfriesland am 03.05.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ich kenne Maynard als Autorin von "Der Duft des Sommers" und auch, wenn diesmal eine völlig andere Thematik behandelt wurde, war die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite wieder hervorragend. Die Autorin schafft es hier ziemlich geschickt eine packende Spannung von Beginn aufzubauen und das mit einer... Ich kenne Maynard als Autorin von "Der Duft des Sommers" und auch, wenn diesmal eine völlig andere Thematik behandelt wurde, war die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite wieder hervorragend. Die Autorin schafft es hier ziemlich geschickt eine packende Spannung von Beginn aufzubauen und das mit einer Intensität, die einen wirklich fesselt und direkt ins Geschehen katapultiert. Die Autorin gönnt uns keine lange Anlaufzeit, sondern involviert uns gleich in die Ereignisse. Immer wieder passiert etwas, was mich doch wieder in meinen Vermutungen verändert hat. Einmal dachte ich: „Ach ja, so kann es sein.“, dann passiert etwas, was alles über den Haufen wirft. Man ist hin und her gerissen und man ist vor allem spannend und kurzweilig unterhalten. Allerdings sollte man wissen, dass man sich auf einen Thriller von höchster Güte einlässt und nicht auf einen „einfachen“ Krimi. Immer wieder geht es in dem Buch um "vorher", aber dem Leser wird noch nicht offenbart, welches Ereignis so viel kaputt machen konnte. Ganz langsam nähert sich Maynard ihrem eigentlichen Plot an und versteht es perfekt, die Vergangenheit ihrer Personen Stück für Stück weiter zu entblößen. Die Geschehnisse, die dann über sie hereinbrechen zwingen Rachel, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Neben der emotionalen Komponente, bleibt auch der kleine aber feine "Spannungsbogen" nicht auf der Strecke . Zwar nimmt dieser den Leser nicht im thrillerartigen Sinne wahr, dennoch fiebert man als Leser förmlich daraufhin, herauszufinden welches Geheimnis, ja welche Tragödie sich vor all den Jahren ereignet hat . Und dies gestaltet die Autorin überaus geschickt, denn Stück für Stück und erst nach und nach löst die Autorin diesen Aspekt auf und auch dies schildert sie wieder mit viel Gefühl und Verstand für die kleinen aber so wichtigen Dinge. Die Personen innerhalb der Handlung sind detailliert charakterisiert und anschaulich, dabei nie klischeehaft, beschrieben. Der wahre Reigen an Überraschungen, der die Lebendigkeit des Romans ausmacht, wird durch die Handlung, vor allem aber auch durch die Vielschichtigkeit der Charaktere erzeugt, sowie die Handlung an sich temporeich und dicht ist. Beides harmoniert und ergänzt sich perfekt, wirkt überhaupt nicht kitschig – im Gegenteil einfach nur authentisch, die Schilderung der zwischenmenschlichen Unzulänglichkeiten ist für mich die große Stärke des Romans, wie sich die Figuren gegenseitig zerstören und auch stützen. Die Atmosphäre wird jedoch nie so niedergeschlagen, dass man es nicht mehr ertragen könnte, im Gegenteil, man wünscht den Figuren, dass die mühsamen Versuche wieder auf die Beine zu kommen erfolgreich sind – doch der nächste Rückschlag lauert immer schon. Die Charaktere der handelnden Personen sind gut Ich konnte es kaum aus der Hand legen da ich immer wieder wissen wollte wie es weiter geht. Bis zur letzten Seite war ich einfach gefesselt. Wer sich also auf ein bewegendes Drama einlassen möchte, welches einem manchmal die Luft zum Atmen nimmt, weil es einen so tief berührt, der ist hier genau richtig. Durch den flüssig und glaubhaft eingebrachten Spannungsbogen, wird die Geschichte eindeutig getragen, wodurch diese zu keinem Augenblick langatmig oder zu beschwerlich wirkt.

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Die Geschichte der Schwestern Rachel und Patty
von einer Kundin/einem Kunden aus Erkrath am 18.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

In diesem Buch wird von Rachell die Geschichte von ihr und Ihrer Schwester Patty, ihrer Familie und den sogenannten Freunden erzählt, von der Kindheit an bis zum „jungen erwachsen sein“. So lange wie der Vater der beiden noch im Hause lebt führen sie eine tolle Kindheit, das ändert sich... In diesem Buch wird von Rachell die Geschichte von ihr und Ihrer Schwester Patty, ihrer Familie und den sogenannten Freunden erzählt, von der Kindheit an bis zum „jungen erwachsen sein“. So lange wie der Vater der beiden noch im Hause lebt führen sie eine tolle Kindheit, das ändert sich jedoch als der Vater wegen einer anderen Frau auszieht. Er ist ein Charmeur und kann es nicht sein lassen mit anderen Frauen zusammen zu sein. In seinem Job als Detective ist er gut und bei den Menschen in seinem Bezirk auch beliebt. Die Mutter von den beiden Schwestern kümmert sich jedoch wenig um die beiden, sie sind mehr oder weniger sich selbst überlassen. Es fehlt auch an Geld und irgendwann hat das zur Konsequenz dass die beiden kein Fernseher mehr gucken können. Wie in vielen anderen Situationen helfen sie sich selbst: sie verstecken sich vor den Häusern der anderen und schauen durch die Fenster der Nachbarn die Fernsehsendungen, leider ohne Ton. Anhand der Bilder erfinden sie Geschichten in ihrer Fantasie. Dann passiert es: der erste Mord in den Bergen…. Dann der zweite und so geht es weiter. Da Rachels Vater die Mordkommission übernommen hat ist sie selber in der Schule nun nicht mehr der Außenseiter sondern plötzlich gefragt. Sie wird in die Clique der „reichen und schönen“ aufgenommen da die sich Insider Information von ihr versprechen. Mord für Mord vergeht und bleibt unaufgeklärt. Hauptsächlich geht es aus meiner Sicht in diesem Buch um die Geschichte der beiden Mädchen und das finde ich sehr gut gelungen. Es sind nicht nur die Stellen im Buch sehr spannend wo es um die Morde geht, auch wie sich die beiden entwickeln, was sie in ihrem Weg zum Erwachsen werden erleben und was dann letztendlich passiert, dass man den Mörder schnappen kann, ist sehr spannend beschrieben.

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Ein Sommer, zwei Schwestern und ein unsagbares Verbrechen.
von Inge Weis aus Pirmasens am 09.10.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Wie aktuell dieser Roman ist ! ! ! Ein unvergessliches Buch über Liebe und Vergebung und das Verlangen zu wissen, wer man wirklich ist. Menschliche Güte und stiller Humor, aber auch ein scharfer Blick auf die Welt durch Kinderaugen zeichnen diesen Roman aus, und vor allem: eine zeitlose, unverminderte... Wie aktuell dieser Roman ist ! ! ! Ein unvergessliches Buch über Liebe und Vergebung und das Verlangen zu wissen, wer man wirklich ist. Menschliche Güte und stiller Humor, aber auch ein scharfer Blick auf die Welt durch Kinderaugen zeichnen diesen Roman aus, und vor allem: eine zeitlose, unverminderte Aktualität. An einem Juniabend vor etwas mehr als dreißig Jahren, kurz vor Sonnenuntergang auf einem Berg in Marin County, eine in die Jahre gekommene Siedlung an der Morning Glory Court im Schatten des Mount Tamalpais, nicht weit von San Francisco entfernt. Es ist eins der folgenschweren Spiele eines Sommers, in dem zwei Mädchen, die vierzehnjährige Rachel und ihre elfjährige Schwester Patty, ihrem Dad, dem Detective der Marin-Mordkommission und darüber hinaus in der ganzen San Francisco Bay Area, helfen und den Mörder, den Sunset Strangler der mehrere Frauen umgebracht hat, stellen wollen – mit verhängnisvollem Ausgang. Sie wollten mehr als seine kostbaren kleinen Mädchen sein. Sie wollten seine Helfer und Handlanger, seine Geheimwaffe sein. Sie lebten vielleicht nicht mehr mit ihm zusammen. Aber sie würden unersetzlich sein. Jahre später will Rachel ihre Fehler wiedergutmachen. Aber statt die Schatten jenes Sommers zu beseitigen, verdunkelt sich ihre Welt, je mehr Licht sie in die Geschichten von einst bringt. In der Schilderung der Geschichte durch die Augen von Rachel aus wechselnder Perspektive geht Joyce Maynard ihren Protagonisten auf den Grund und erzählt ganz nebenbei zudem ein stückweit die amerikanische Zeitgeschichte und das Lebensgefühl jener Jahre nach. Zwei Mädchen aus einer Familie, doch selbst so verschieden wie Tag und Nacht. Früh trennen sich ihre Wege, und jede lebt ihr eigenes Leben voller Höhen und Tiefen, Liebe und Verzweiflung. Doch über Jahrzehnte hinweg führt das Schicksal sie immer wieder zueinander - bis ein lange gehütetes Geheimnis ihnen offenbart, wer sie wirklich füreinander sind ... Durchaus aber anregend zu lesen ist es, wie sich die beiden Mädchen entwickeln, wie sich die Lebenszyklen darstellen. In Zeiten von Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit liest es sich unvermindert modern und als ein Buch am Puls der Zeit. Es ist eben kein tagesaktueller Text, sondern eine zeitlose Allegorie und zugleich, eine Geschichte vom Verlust der Kindheit und von den bitteren Erkenntnissen im Prozess des Erwachsenwerdens, und es ist ein Fanal für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Vor allem aber ist es ein großes Lesevergnügen von einer Sorte, die heute leider nicht mehr hergestellt wird. Poetisch, Mitfühlend, Ungewöhnlich, Bewegend, ein sensibler und spannender Roman von der großen amerikanischen Entdeckung Joyce Maynard. In feinen Nuancen beschreibt sie wie sich Rachels und damit auch Pattys Leben durch die die Schatten jenes Sommers entwickelt und schließlich in einem lebensverändernden Ereignis gipfelt. Rachel und Patty sind zwei tolle Charaktere und es hat mir Spaß bereitet sie durch ihr Leben zu begleiten. Ein gelungener Roman für schöne Lesestunden. Hab wieder ein gutes Buch erwischt, spannend, einfühlsam, lebensnah, ich kann das nur empfehlen. Für alle die nicht auf Kitschromane sondern auf sensibel und schöne Lebensgeschichten stehen. Eine Geschichte über Liebe, Vertrauen und Verrat, bewegend und außergewöhnlich!

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kein Krimi, sondern eine gute Geschichte über das Erwachsenwerden
von einer Kundin/einem Kunden am 27.01.2016
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

„Gute Töchter“ war nicht das, was ich erwartet habe, glücklicherweise war es zwar anders, dadurch aber auf keinen Fall schlechter. Laut Klappentext geht es um die beiden Töchter eines Polizisten, die versuchen ihrem Vater zu helfen und den Serienkiller zu schnappen, dem er einfach nicht auf die Spur kommt. Dementsprechend... „Gute Töchter“ war nicht das, was ich erwartet habe, glücklicherweise war es zwar anders, dadurch aber auf keinen Fall schlechter. Laut Klappentext geht es um die beiden Töchter eines Polizisten, die versuchen ihrem Vater zu helfen und den Serienkiller zu schnappen, dem er einfach nicht auf die Spur kommt. Dementsprechend war ich auf einen Krimi mit jugendlichen Heldinnen eingestellt. Zentrales Thema ist aber in Wirklichkeit das Erwachsenwerden der beiden ziemlich vernachlässigten Mädchen. Rachel, die Erzählerin und ihre jüngere Schwester Patty leben gegenüber von San Francisco, hinter ihrem Haus beginnt die Wildnis. Die Eltern sind seit Jahren geschieden, der Vater ist auch meist abwesend und als die Mordserie beginnt, hat er noch weniger Zeit für seine Töchter. Von der Mutter erfahren wir nur, dass sie sich einschließt und liest, dahinter verbirgt sich eine handfeste Depression, wie sich im Verlauf der Erzählung herausstellt. Als Figur spielt sie eigentlich keine Rolle in der Geschichte. Es gibt keine regelmäßigen Mahlzeiten und kaum Kontrolle, die Mädchen sind die meiste Zeit sich selbst überlassen. Für sie ist das recht normal und sie vermissen wenig, auch wenn Rachel sich zwischenzeitlich an ihren „coolen“ Mitschülern (viel Geld, aber oberflächlich) orientiert. Die erste Hälfte des Buches habe ich noch darauf gewartet, dass endlich ein wenig mehr Krimi passiert als das Absperren von Wanderwegen und Fernsehinterviews mit dem Vater, aber als es dann endlich zur echten Konfrontation der Mädchen mit dem Verbrechen kommt, fand ich das ganze Krimigeschehen schon fast überflüssig. Im Gegensatz zu vielen Krimis, die, wenn in ihnen die Spurensuche schon zu kurz kommt, zumindest dem Innenleben des Verbrechers einigen Platz einräumen, konzentriert sich die Autorin völlig auf ihre Hauptperson, der man im Verlauf der Geschichte immer näher kommt. Sie beschreibt die typischen Schwierigkeiten der Pubertät, Kampf um einen Platz in der Beliebtheitshierarchie in der Schule, die erste Liebe und einige reuevolle Momente und Erkenntnisse, wie sie halt auch zum Erwachsenwerden gehören. Das Buch endet nicht da, wo ich es erwartet hätte, in einer Art Zusammenfassung bekommt man noch einen Ausblick in die Zukunft der beiden Schwestern und es gibt einen überraschenden Abschluss. Mich hat „Gute Töchter“ ziemlich an die Bücher über problembeladene Kindheiten von Jeanette Walls erinnert, angereichert um einen Krimianteil.

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Gute Töchter
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 30.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Gute Töchter ist der erste Roman den ich von Joyce Maynard gelesen habe. Die Kurzbeschreibung finde ich etwas irreführend. Der Roman spielt auch über einige Jahre, nicht nur einem Sommer. Das Cover mit dem Mädchen ist ganz nett Die Protagonistin ist die 43jährige Schrifstellerin Rachel. Sie erzählt uns ihre Kindheit mit ihrer... Gute Töchter ist der erste Roman den ich von Joyce Maynard gelesen habe. Die Kurzbeschreibung finde ich etwas irreführend. Der Roman spielt auch über einige Jahre, nicht nur einem Sommer. Das Cover mit dem Mädchen ist ganz nett Die Protagonistin ist die 43jährige Schrifstellerin Rachel. Sie erzählt uns ihre Kindheit mit ihrer Schwester Patty. Wie es bei Erinnerungen ist, geht es schnell mal vor und zurück. Rachel und Pattys Kindheit wird überschattet von der Scheidung der Eltern. Der Vater Komissar ist gerade für Rachel der Held ihrer Kindheit und wird wie oft bei Scheidungskindern verherrlicht. Er ist ja auch nicht immer präsent. Die Mutter wird von ihr als depressiv abgetan aber ich glaube sie ist nur enttäuscht von ihrem Mann. Die Schwestern haben eine arme, aber schöne Kindheit. Sie haben viel Fanthasie und können sie richtig gut ausleben. Sie sind auch beste Freundinnen. Nach einer Zeit war die Geschichte mir nicht mehr so interessant, wie es leicht bei solchen Erinnerungen ist. Aber dann passierte doch wieder etwas. Es kam zu Morden in den Wäldern um den Heimatort und der Vater wurde gefordert. Der Sunset Strangler geht um. Rachel war sehr stolz auf ihren Vater, der jetzt oft im Fernsehen zu sehen ist. Mit der Zeit entwickeln sich die Schwestern etwas auseinander, wie es ja natürlich ist. Rachel arbeitet als Erwachsene ihre Kindheitserinnerungen in ihren Romanen auf. Das wird dann gefährlich für sie. Nach einigen kurzen Längen wird die Geschichte noch spannend. Dieser Roman entwickelt sich gut und ist eine nette Unterhaltung.

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Gute Töchter
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 29.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Gute Töchter ist der erste Roman den ich von Joyce Maynard gelesen habe. Die Kurzbeschreibung finde ich etwas irreführend. Der Roman spielt auch über einige Jahre, nicht nur einem Sommer. Das Cover mit dem Mädchen ist ganz nett Die Protagonistin ist die 43jährige Schrifstellerin Rachel. Sie erzählt uns ihre Kindheit mit ihrer... Gute Töchter ist der erste Roman den ich von Joyce Maynard gelesen habe. Die Kurzbeschreibung finde ich etwas irreführend. Der Roman spielt auch über einige Jahre, nicht nur einem Sommer. Das Cover mit dem Mädchen ist ganz nett Die Protagonistin ist die 43jährige Schrifstellerin Rachel. Sie erzählt uns ihre Kindheit mit ihrer Schwester Patty. Wie es bei Erinnerungen ist, geht es schnell mal vor und zurück. Rachel und Pattys Kindheit wird überschattet von der Scheidung der Eltern. Der Vater Komissar ist gerade für Rachel der Held ihrer Kindheit und wird wie oft bei Scheidungskindern verherrlicht. Er ist ja auch nicht immer präsent. Die Mutter wird von ihr als depressiv abgetan aber ich glaube sie ist nur enttäuscht von ihrem Mann. Die Schwestern haben eine arme, aber schöne Kindheit. Sie haben viel Fanthasie und können sie richtig gut ausleben. Sie sind auch beste Freundinnen. Nach einer Zeit war die Geschichte mir nicht mehr so interessant, wie es leicht bei solchen Erinnerungen ist. Aber dann passierte doch wieder etwas. Es kam zu Morden in den Wäldern um den Heimatort und der Vater wurde gefordert. Der Sunset Strangler geht um. Rachel war sehr stolz auf ihren Vater, der jetzt oft im Fernsehen zu sehen ist. Mit der Zeit entwickeln sich die Schwestern etwas auseinander, wie es ja natürlich ist. Rachel arbeitet als Erwachsene ihre Kindheitserinnerungen in ihren Romanen auf. Das wird dann gefährlich für sie. Nach einigen kurzen Längen wird die Geschichte noch spannend. Dieser Roman entwickelt sich gut und ist eine nette Unterhaltung.

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Gute Töchter
von Herbert Mangl aus Wien am 19.05.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Rachel und Patty wachsen in einem Vorort von San Francisco in den siebziger Jahren relativ ungezwungen auf. Ihr Vater ist Polizist mit hohen Amibtionen, ihre Mutter lebt in ihrer eigenen Welt und überlässt die Mädchen weitgehend sich selbst. Die beiden sind sehr fixiert auf ihren Vater, der eher sporadisch... Rachel und Patty wachsen in einem Vorort von San Francisco in den siebziger Jahren relativ ungezwungen auf. Ihr Vater ist Polizist mit hohen Amibtionen, ihre Mutter lebt in ihrer eigenen Welt und überlässt die Mädchen weitgehend sich selbst. Die beiden sind sehr fixiert auf ihren Vater, der eher sporadisch zu Hause ist, aber sich dann ganz seinen Mädchen widmet. Auch dann, als er ihre Mutter verlässt und sie ihn noch seltener sehen. Eines Tages beginnt eine Mordserie in der unmittelbaren Umgebung der Familie und Rachels und Pattys Vater ist mit den Ermittlungen betraut. Die beiden sind natürlich überzeugt davon, dass ihr Dad den Mörder in kürzester Zeit gefasst haben wird, aber dem ist leider nicht so. Anthony Torricelli scheitert an diesem Fall. Seine vielversprechende Karriere gerät ins Stocken. Das Buch begann recht vielversprechend, hatte dann aber ziemliche Längen, und es war über weite Strecken nicht ganz klar, worauf es letztendlich abzielte. Möglicherweise lag es daran, dass aus der Sicht der Tochter erzählt wurde. Das würde eventuell diese vielen Verzettelungen erklären. Insgesamt war es recht mühsam zu lesen, obwohl am Ende einiges wieder plausibel wurde. Ganz rund wurde die Geschichte trotzdem nicht.

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Krimi oder nicht?
von einer Kundin/einem Kunden aus Teningen am 30.04.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Rachel und Patty wachsen mehr oder weniger sich selbst überlassen in einem Vorort von San Fransisco auf. Ihr Vater, Polizist und Frauenheld, konnte seiner Frau nicht treu sein und verließ die Familie. Trotzdem vergöttern ihn seine beiden Töchter. Die Mutter hingegen versinkt immer mehr in Depressionen und überlässt die... Rachel und Patty wachsen mehr oder weniger sich selbst überlassen in einem Vorort von San Fransisco auf. Ihr Vater, Polizist und Frauenheld, konnte seiner Frau nicht treu sein und verließ die Familie. Trotzdem vergöttern ihn seine beiden Töchter. Die Mutter hingegen versinkt immer mehr in Depressionen und überlässt die Mädchen eigentlich sich selbst. So verbringen sie die meiste Zeit auf dem Mount Tamalpais, dem Berg hinter dem Haus. Hier sind sie frei und können tun und lassen, was sie wollen. Bis ein Mörder beginnt, hier sein Unwesen zu treiben. Mehrere Frauen werden tot aufgefunden. Anthony Toricelli versucht als Leiter der Mordkommison den Sunset Strangler zu finden. Doch vergeblich, immer mehr Morde geschehen. Seine Töchter, besonders Rachel, wollen ihm dabei unbedingt helfen. Doch nicht nur, dass sie den falschen Mann bezichtigt, bringt sie auch noch in höchste Gefahr, als sie in die Falle tappt und allein auf den Berg geht um ihre vermeintlich verschwundene Schwester zu retten. Doch am Ende ist es Patty, die ihr das Leben rettet. Für viele Jahre verschwindet der Täter. Doch Rachel kann nie vergessen, dass der Falsche verhaftet wurde. Als Schriftstellerin legt sie in einem ihrer Bücher einen Köder aus, woraufhin es zum großen Showdown kommt. Doch die Geschichte um den Sunset Strangler ist fast ein Nebenschauplatz. Eigentlich geht es Hauptsächlich um Rachel und Patty. Da beide eigentlich keine Freunde haben, verbringen sie ihre Zeit fast ausschließlich miteinander. Es geht um ihre Spiele, ihren Zeitvertreib und die abgöttische Liebe zu ihrem Vater. Bis die Morde beginnen und ihr Vater ständig im Fernsehen zu sehen ist. Hier beginnt Rachels gesellschaftlicher Aufstieg. Plötzlich ist sie "In" und hängt mit den angesagtesten Mädchen herum. Doch nach und nach muss sie sich eingestehen, dass sie dieses Leben überhaupt nicht mag. Sie macht sich nichts aus Mode und Beauty und es langweilt sie recht schnell, dass es für die anderen Mädchen scheinbar nichts anderes gibt. Sie vermisst Patty, die inzwischen eine tolle Basketballspielerin geworden ist und dadurch viel weniger Zeit hat als früher. Doch das spürt Rachel erst, als ihr Vater als Leiter der Mordkommision abgesetzt und vom Fall abgezogen wird. Plötzlich wollen ihre "Freundinnen" nichts mehr von ihr wissen. Trotz allem verbindet die beiden immer noch, auch nach Jahren, etwas besonderes. Und auch als sie, inzwischen erwachsen geworden, ihre eigenen Wege gehen, bleibt die enge Verbindung bestehen - bis Patty stirbt. Die Geschichte wird aus Rachels Sicht erzählt. Zuerst als junges Mädchen und später im Buch als erwachsene Frau, welche auf diese verhängnisvolle Zeit zurückblickt. Die Gedanken und Gefühle der Mädchen werden sehr intensiv beleuchtet. Meiner Meinung zeitweise etwas zu intensiv. Es gab phasenweise viele Wiederholungen und hin und wieder hat sich die Autorin in den Einzelheiten etwas verloren. Dadurch waren die 352 Seiten manchmal recht langatmig. "Gute Töchter" ist kein Buch, welches mich gefesselt hat. Es war definitiv nicht so, dass ich es hätte nicht aus der Hand legen wollen. Es ist aber auch kein Buch, durch welches ich mich hindurchgequält musste. Das Buch wurde ja in der Kategorie Literatur vorgestellt, hat aber auch ein bisschen was von einem Krimi. Leider ist meiner Meinung nach die Verbindung der beiden Richtungen nicht so gut gelungen. Das Leben und die Gefühlswelt der Mädchen ist zum Teil etwas sehr ausschweifend und der Krimifaktor geht ein wenig unter, wobei er für eine Nebenhandlung dann doch wieder zu viel Raum einnimmt. Obwohl die Geschichte in den 60iger Jahren spielt, ist sie doch auch recht aktuell. Die Sorgen und Ängste junger Mädchen sind damal wie heute so ziemlich die Selben. Und leider gibt es auch immer wieder Mörder und Vergewaltiger, die ihr Unwesen treiben. Und Depressionen gehören inzwischen zu den häufigsten Krankheiten. Allerdings wird dieses Thema nur am Rande erwähnt, eben dass die Mutter sich hauptsächlich in der Bibliothek oder in ihrem Zimmer aufhält und sich eigentlich überhaupt nicht um die Kinder kümmert. Später, als Rachel und Patty bereits erwachsen sind, geginnt sie langsam ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Insgesamt hätte ich mir einen besseren Ausgleich zwischen den Verschiedenen Themen gewünscht.

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Der Beginn sehr stark, das Ende kam auch irgendwann
von oztrail am 24.01.2016
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Im Prolog erfährt der Leser, das etwas schreckliches passieren wird. Eventuell der Mord an Patty, der Schwester von Rachel. Diese Frage taucht gleich zu Beginn auf. Rachel erzählt in der Ich-Form über das Leben in Marin County , die depressive Mutter, dem Vater der zur Mordkommission will... Im Prolog erfährt der Leser, das etwas schreckliches passieren wird. Eventuell der Mord an Patty, der Schwester von Rachel. Diese Frage taucht gleich zu Beginn auf. Rachel erzählt in der Ich-Form über das Leben in Marin County , die depressive Mutter, dem Vater der zur Mordkommission will und es auch schafft. Zum Inhalt: Zwei Schwestern Patty und Rachel. Rachel die Ältere, Patty etwas besonderes. Die kleine Familie lebt in Marin County, Kalifornien. Die Stadt liegt Schatten des Mount Tamalpais. Dieser Berg wird uns durch den ganzen Roman begleiten. Zu allen Jahreszeiten, den es ist der Spielplatz der Schwestern. Der Tiefschlag für die Schwestern kam als der Vater ausgezogen ist. Dann war nichts mehr so wie vorher. Aber sie hatten ihren Spielplatz am Berg. Dieser Berg, an dem sie alles über das Leben, mit all den Facetten, erfuhren. Der Vater der Mädchen war mittlerweile schon bei der Mordkommission. Er hatte seine Prüfungen bestanden. Vaters Traum hat sich soweit erfüllt. Es lebte sich ganz einfach in der Siedlung, bis eines Tages ihr Vater im Fernsehen zu sehen war. Da sie keinen eigenen Fernseher hatten, schauten sie durch das Fenster bei den Pollacks. Sie rätselten daher auch was los war, als sie den Helikopter wahrnahmen, der über ihrem Spielplatz, dem Berg schwebte. Neugierig wie sie waren gingen Patty und Rachel auf den Berg zu, zu dem Helikopter. Sie wollten wissen was hier passiert sei. Der erste Mord auf ihrem Spielplatz, dem Berg, die Mädchen ahnten es, da ihr Vater im Fernsehen war und der ist ja bei der Mordkommission. Es wird nicht der einzige Mordfall bleiben. Was folgt ist die Geschichte der Mädchen, die im Schatten eines Serienkillers leben, der immer wieder Angst und Schrecken verursacht. Die Schwestern ändern sich, für jede von ihnen hat das Leben andere Ziele gesteckt. Mein Fazit: Ein Roman der etwas schwerfällig ist. Am Anfang spannend und spritzig erzählt, dann finde ich kam einiges an Füllmaterial dazu um die Seitenanzahl zu erreichen. Nach dem Ende, hatte ich das Gefühl, es war und ist die Geschichte der Autorin oder eines Nahestehenden Menschen. Obwohl Joyce Maynard schreibt, das die Geschichte nur eine Fiktion sei und sie nur inspiriert wurde. Kann den Roman nur bedingt weiterempfehlen. Da die Meinung eines jeden anders ist, zuerst die Leseprobe lesen und dann entscheiden. Was mir gut gefällt ist das Cover. Irgendwie erinnert das Mädchen auf der Titelseite, an jemand der nicht aus seinem Gefängnis kommt.

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Sehr ausschweifend
von einer Kundin/einem Kunden aus Wangen am 15.01.2016
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Rachel, die ältere von zwei Schwestern erzählt von ihrer Kindheit, von der distanzierten, später depressiven Mutter und vom Vater, einem Polizisten mit all seinen Stärken und Schwächen, und dies sind vor Allem andere Frauen. Aus diesem Grund verlässt der Vater später auch die Familie. Die glückliche und symbiotische Beziehung... Rachel, die ältere von zwei Schwestern erzählt von ihrer Kindheit, von der distanzierten, später depressiven Mutter und vom Vater, einem Polizisten mit all seinen Stärken und Schwächen, und dies sind vor Allem andere Frauen. Aus diesem Grund verlässt der Vater später auch die Familie. Die glückliche und symbiotische Beziehung zwischen den Schwestern scheint diese schwierige familiäre Situation zu Beginn aufzufangen. Aber man ahnt ja schon, dass etwas Schreckliches passieren wird. Die recht ausführlichen Kindheitsschilderungen wirken ein bisschen altmodisch und angestaubt, aber liebenswert. Vor allem Leser, die selber die 80er Jahre als Kind oder Jugendlicher erlebt haben, werden die im Buch häufig erwähnten Songs, Rockgruppen und Serien dieser Zeit in lebhafter Erinnerung haben. Teilweise ziehen sich aber die Beschreibungen davon, was die zwei Schwestern zusammen unternehmen und worüber sie sich unterhalten, doch sehr in die Länge, ohne dass irgendetwas passiert. Leider kommt es auch immer wieder zu Wiederholungen. Die Handlung kommt erst sehr spät und eher langsam in Gang. Wüsste man nicht, dass es sich um einen Krimi handelt, hätte man das Buch wohl schon lange aus der Hand gelegt. Als die ersten Morde an jungen Frauen in der nächsten Umgebung von Rachels Wohnort geschehen, wird dies zunächst sehr nüchtern und eher knapp erzählt. Jetzt erst wird das Buch so allmählich spannend, nämlich als Rachel Visionen von den Morden hat und damit über Details Bescheid weiß, die außer ihr niemand kennt. Ihr Vater ist der leitende Detective, was ihr zunächst Zugang zu den „angesagten“ Kids ihrer Schule verschafft. Als nach zahlreichen Morden innerhalb weniger Monate noch immer kein Täter gefasst wird und der Vater langsam an diesem Versagen zerbricht, wird auch Rachel schnell wieder von den bisherigen „Freunden“ fallengelassen. Sie versucht, ihrem Vater mit ihrem Wissen aus ihren Visionen zu helfen, bringt damit aber sich selbst und auch ihre kleine Schwester in Gefahr. Insgesamt ein lesenswertes Buch, aber stellenweise zu ausschweifend und zu wenig spannend.

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Gute Töchter
von Sylvia Mangl aus Wien am 21.12.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

„Gute Töchter“ erzählt die Geschichte der Schwestern Rachel und Patty. Die beiden wachsen absolut glücklich und absolut fixiert auf ihren Vater auf. Ihre Mutter spielt in beider Leben eine eher untergeordnete Rolle. Doch der wunderbare Vater ist auch großzügig. Großzügig darin, seine Gunst anderen Frauen zukommen zu lassen und... „Gute Töchter“ erzählt die Geschichte der Schwestern Rachel und Patty. Die beiden wachsen absolut glücklich und absolut fixiert auf ihren Vater auf. Ihre Mutter spielt in beider Leben eine eher untergeordnete Rolle. Doch der wunderbare Vater ist auch großzügig. Großzügig darin, seine Gunst anderen Frauen zukommen zu lassen und so kommt es, wie es kommen muss. Eines Tages verlässt er seine kleine Familie und die beiden Mädchen wachsen weitgehend auf sich alleine gestellt auf. Ihre depressive Mutter überlässt sie weitgehend sich selbst. Der angebetete Vater kommt sporadisch zu Besuch und auch diese wenigen Besuche werden seltener als ein Serienkiller in der näheren Umgebung sein Unwesen treibt und er als Leiter der Mordkommission einen schwierigen Job zu erledigen hat. Seine ältere Tochter, Rachel, versucht ihn dabei zu unterstützen und handelt sich und ihm richtig Ärger ein. Die Geschichte ist aus der Sicht von Rachel in der „Ich“-Form erzählt und so gesehen halbwegs schlüssig, obwohl ich nicht ganz nachvollziehen kann, dass die Mutter so sehr in den Hintergrund gedrängt wurde. Das erscheint mir ein wenig unnatürlich, zumindest erlebe ich das in meiner Umgebung anders. Das Buch hat in seiner Gesamtheit zu viele Längen und ist mir in machen Details zu langatmig. Es wäre mir persönlich authentischer erschienen, wenn es am Ende keine Auflösung gegeben hätte. Die war dann zu plötzlich und zu glatt, nachdem zuerst gar nichts ging. Das Cover ist jedoch sehr schön gestaltet, was gut zum allgemeinen Schreibstil passt.

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