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Hotel Iris

Roman

(3)
Die dunkle Welt des Begehrens
Die junge Mari macht eines Tages die Bekanntschaft eines deutlich älteren, faszinierenden Mannes. Sie folgt ihm auf eine einsame Insel, wo er an der Übersetzung eines Romans arbeitet, dessen Heldin ein grausames Ende findet – genau wie seine eigene Frau Jahre zuvor. Mari verstrickt sich immer tiefer in eine dunkle Beziehung mit ihm, voller Schmerz, aber auch voller Lust. Doch dann droht die Situation zu eskalieren.
“Ogawa ist originell, elegant – und sehr beunruhigend.” Hilary Mantel
„Ogawa spielt mit der Kraft der Sprache.“ Publishers Weekly
Portrait
Yoko Ogawa, geboren 1962, gilt als eine der wichtigsten japanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihr umfangreiches Werk wurde sie mit zahlreichen namhaften Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in der Präfektur Hyogo.
Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“, „Das Museum der Stille“, „Schwimmen mit Elefanten“ und „Liebe am Papierrand“ lieferbar.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 18.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3221-6
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 189/116/23 mm
Gewicht 234
Originaltitel Hoteru Airisisu
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
9,99
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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schockierend, beklemmend und doch genial erzählt
von vielleser18 aus Hessen am 06.08.2016

Mari ist 17. Die Mutter ist herrschsüchtig, dominant, gängelt Mari jede Minute. Lässt ihr keinen Freiraum. Maris Vater erging es ähnlich, er flüchtete in den Alkohol und kam ums Leben als Mari 8 Jahre war. Dennoch sind Maris besten Kindheitserinnerungen diejenigen, in denen ihr Vater und ihr Großvater eine... Mari ist 17. Die Mutter ist herrschsüchtig, dominant, gängelt Mari jede Minute. Lässt ihr keinen Freiraum. Maris Vater erging es ähnlich, er flüchtete in den Alkohol und kam ums Leben als Mari 8 Jahre war. Dennoch sind Maris besten Kindheitserinnerungen diejenigen, in denen ihr Vater und ihr Großvater eine Rolle spielten. Als ein wesentlich älterer Mann, der ihr Großvater hätte sein können, im Hotel Iris, dem Hotel ihrer Familie, nachts einen lautstarken Streit mit einer Prostituierten bekommt, der eskaliert, ist Mari nicht abgeschreckt, sondern fasziniert. Als sie ihm kurze Zeit später zufällig wiederbegegnet, entwickelt sich zwischen diesen beiden ungleichen Personen eine Beziehung der ganz besonderen Art. Mari lässt sich von ihm demütigen, sado-maso Spiele beflügeln ihre Lust. Immer weiter hinein gerät sie in den Strudel der fast unerklärlichen Anziehung zu diesem alten Mann........ 223 Seiten, die durch die ganz besondere Erzählweise der japanischen Autorin Yoko Ogawa schnell gelesen sind. Faszinierend, wie sich das Geschehen langsam aufbaut, der Strudel, in den sich Mari verfängt, sie immer mehr an den Abgrund treibt. Erzählt wird in der Rückblende aus der Sicht von Mari, nüchtern berichtet sie, schonungslos und der Autorin gelingt es in die Haut der jungen, unbedarften, unerfahrenen und von der Dominanz der Mutter geprägten Protagonistin zu schlüpfen. Auch wenn man sich nicht mit ihr identifizieren kann, ja teilweise abgeschreckt von ihr ist, hat mich die Geschichte gefesselt. Die weiteren Protagonisten bleiben in ihrer Art weitgehend im Dunkel - was ihre Beweggründe waren, was ihre Vergangenheit, ihre Gefühle betrifft. Dies zeichnet sich schon an ihren fehlenden Namen ab - die Mutter, der Übersetzer, der Neffe, die Zugehfrau, namenlos, schattenlos und nur durch die Wahrnehumung von Mari dargestellt. Viele Szenen dunkler Begierde gehen unter die Haut, schrecken ab, beunruhigen, sind aber dennoch irgendwie nüchtern und gefühllos beschrieben, so dass sie bizarr und mit der ausdrucksstarken Schreibweise der Autorin dennoch lesbar und ertragbar sind. Fazit: Ein gut gezeichnetes Psychogramm eines jungen Mädchens, das in einen dunklen Strudel aus Lust, Begierde und Schmerz gerät. Schockierend, beklemmend und doch genial erzählt.

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Eine etwas andere Geschichte
von zauberblume am 07.08.2016

"Hotel Iris" ist das erste Buch, das ich von der bekannten japanischen Autorin Yoko Ogawa gelesen habe. Die Geschichte: Die junge Mari macht eines Tages die Bekanntschaft eines deutlich älteren, faszinierenden Mannes. Sie folgt ihm auf eine einsame Insel, wo er an der Übersetzung eines Romans arbeitet, dessen Heldin ein... "Hotel Iris" ist das erste Buch, das ich von der bekannten japanischen Autorin Yoko Ogawa gelesen habe. Die Geschichte: Die junge Mari macht eines Tages die Bekanntschaft eines deutlich älteren, faszinierenden Mannes. Sie folgt ihm auf eine einsame Insel, wo er an der Übersetzung eines Romans arbeitet, dessen Heldin ein grausames Ende findet – genau wie seine eigene Frau Jahre zuvor. Mari verstrickt sich immer tiefer in eine dunkle Beziehung mit ihm, voller Schmerz, aber auch voller Lust. Doch dann droht die Situation zu eskalieren. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Sie liest sich doch etwas anders als meine bisherig gelesenen Bücher. Ich kann Mari nicht verstehen, was sie an dem alten Mann findet, ist es die sexuelle Anziehungskraft? Es ist doch alles absurd und unvorstellbar. Mari ist dem alten Mann direkt hörig. Irgendwie war ich beim Lesen der Geschichte unruhig, so richtig begeistert hat mich das ganze nicht. Das Cover ist für mich ganz in Ordnung. Wirkt melancholisch und passt zum Ganzen. Ich vergebe für dieses Lektüre 4 Sterne.

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Sprachlich fast teilnahmslos erzählt, fesselt die Geschichte mit Dramatik !
von sommerlese am 27.07.2016

Dieses Buch zog mich magisch in einen Lesesog. Auch wenn ich Maris Gefühle für den alten Übersetzter nicht verstehen kann und einige Szenen mir ekelhaft und abschreckend erscheinen, wollte ich dennoch wissen, wie die Geschichte ausgeht. Außerdem fasziniert mich die Ausdruckskraft der Erzählweise Ogawas. Die knappe, einfache und... Dieses Buch zog mich magisch in einen Lesesog. Auch wenn ich Maris Gefühle für den alten Übersetzter nicht verstehen kann und einige Szenen mir ekelhaft und abschreckend erscheinen, wollte ich dennoch wissen, wie die Geschichte ausgeht. Außerdem fasziniert mich die Ausdruckskraft der Erzählweise Ogawas. Die knappe, einfache und doch voller Sinnlichkeit fesselnde Sprache ist ein einziger Lesegenuss. Dabei beschreibt dieses Buch echte Tabuthemen - Sado-Masochismus und Sexualität zwischen Partnern mit hohem Altersunterschied. Hier erkennt man die beiden verlorenen Seelen. Da sind die zwei Seiten des alten Mannes und Maris Sehnsucht nach Liebe, die sie ihm entgegen bringt. Denn in seinen Briefen zeigt er sich voll verzehrender Liebe nach ihr, besucht sie ihn in seinem Haus, ist er der Bestrafer. Er will sich vergewissern, ob es ihn noch gibt. Sie geniesst die neu erweckte Lust und ein Leben neben ihrer Rolle als Tochter und Arbeitskraft. Die perversen sexuelle Neigungen drücken den Schmerz beider Figuren aus, es wird aber niemals anzüglich oder obszön. Hier schafft Yoko Ogawa es, die unverständliche Zuneigung Maris auszudrücken. Der Erzählstil in einer zurückgenommenen, knappen, fast kargen Sprache wirkt wie eine Beobachterrolle. Das erweckt einen kargen traurigen Eindruck, die Aussicht auf die herrische Mutter oder den kranken Alten, wo ist hier Hoffnung? Ist es wirklich eine Liebesbeziehung oder fliehen hier zwei verlorene Seelen vor ihrem tristen Alltag? Ein Roman, der abschreckt und dennoch fesselt, weil man lesen möchte, wie die Figuren enden.

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Hotel Iris
von Julia Klode am 17.05.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Als ich mir Hotel Iris bestellte, schickte mir Herr Kill vom Liebeskindverlag eine Mail, in der er mir verriet, dass dies eines seiner Lieblingsbücher sei. Ich war gespannt und nun kann ich verstehen, warum dem so ist. Auf meinem Weg zu Arbeit fing ich an zu lesen- in Düsseldorf angekommen, hatte... Als ich mir Hotel Iris bestellte, schickte mir Herr Kill vom Liebeskindverlag eine Mail, in der er mir verriet, dass dies eines seiner Lieblingsbücher sei. Ich war gespannt und nun kann ich verstehen, warum dem so ist. Auf meinem Weg zu Arbeit fing ich an zu lesen- in Düsseldorf angekommen, hatte ich die Hälfte durch, war gefangen in der Geschichte eines jungen Mädchens, die sich in eine Liebesgeschichte stürzt, von der man von Anfang an aufgrund bestimmter Gegebenheiten weiß, dass sie nicht gut Enden wird: Da wäre zu einem die Liebe zu einem 60 Jahre älteren Mann, dessen Ausstrahlung zwiegspalten ist: Auf der einen Seite ein sanfter alter Mann, den man sich als Opa wünscht, auf der anderen Seite ein starker, dominanter beinahe brutaler Mann, den man sich nicht unbedingt als Opa vorstellen kann und dessen Vergangenheit immer präsent und geheimnisvoll ist. Die Mutter der jungen Frau ist eine strenge, strebsame und geldgierige Frau, die am liebsten volle Kontrolle über ihre Tochter hätte. Und zu guter letzt ist da noch der stumme Neffe des alten Mannes, der ähnlich wie sein Onkel anziehend wirkt, aber für niemanden so richtig greifbar ist. Hotel Iris ist ein wundervolles kleines Buch, das sowohl inhaltlich, als auch sprachlich überzeugt. Es ist eine Geschichte, über Liebe, Erniedrigung, Geheimnisse und viel viel mehr, die einen nicht loslässt, die einem einen leisen Seufzer entlockt und mit voller Dramatik endet. Wunderbar- mehr davon!

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