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Hotel Wunderbar

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Weihnachten im „Hotel Wunderbar“: Mika hat keine Lust zu feiern. Der Weihnachtsbaum ist mal wieder nur aus Plastik. Und sein Vater, der Hotelbesitzer, hat an Heiligabend keine Zeit für ihn. Er verkriecht sich nur noch in seinem Zimmer. Warum also nicht einfach Freunde einladen, wie seine Mutter es immer tat? Damals war das Hotel noch voller Gäste, Stimmengewirr und freundlicher Menschen. Als Mika den Obdachlosen Teddy und seinen kleinen Hund Silvester kennenlernt, zögert er nicht lange. Es ist doch viel zu kalt, draußen zu übernachten! Also lädt er seine zwei neuen Freunde ein, die Nacht heimlich im Hotel zu verbringen. Am nächsten Abend steht Teddy wieder vor der Tür. Aber diesmal hat er einen Freund dabei, der auch gerne im Hotel schlafen würde. Und am nächsten Abend steht noch ein Freund vor der Tür! Als Mika immer mehr Obdachlose im Hotel schlafen lässt, droht die ganze Sache aufzufliegen. Denn lange kann er die neuen Gäste vor seinem Vater und dem Personal nicht verheimlichen. Es kommt zum ungewöhnlichsten Weihnachtsfest, das Mika je erlebt hat.
Inspiriert von einer wahren Begebenheit, hat Jutta Nymphius ein modernes Alltagsmärchen mit leise-poetischen Zwischentönen geschrieben. Das perfekte Buch zur aktuellen Willkommenskultur-Debatte!
Portrait
Jutta Nymphius wurde 1966 in Bremerhaven geboren, studierte in den Achtzigern an den Universitäten Köln und Florenz Italianistik, Hispanistik und Germanistik und schloss 1990 mit dem Magister Artium ab. Im Folgejahr absolvierte sie ein Volontariat im Lektorat des Schulbuchverlages Dürr & Kessler in Rheinbreitbach bei Bonn, wo sie 1992 als Lektoratsassistentin übernommen wurde. 1993 bis 1994 arbeitete sie als Lektorin für den Grundschulbereich im Verlag an der Ruhr, Mülheim und wechselte von dort 1995 als Kinderbuchlektorin (Schwerpunkt Sachbuch) zu Patmos, Düsseldorf. Seit 1997 ist sie als freie Lektorin, Autorin und Übersetzerin von Kinder- und Jugendbüchern tätig. Zahlreiche Veröffentlichungen zusammen mit Detlev Jöcker. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Hamburg.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 144
Altersempfehlung 9 - 11
Erscheinungsdatum 19.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86429-252-1
Verlag Tulipan Verlag
Maße (L/B/H) 216/144/20 mm
Gewicht 319
Abbildungen schwarzweisse -Illustrationen
Auflage 1
Illustratoren Stephan Pricken
Buch (gebundene Ausgabe)
13,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


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Ein Buch voll Menschlichkeit
von Christian Wolfgang Büge aus Neuenrade am 09.01.2017

Inhalt Mika ist der Sohn eines Hotelbesitzers. Eines Tages im Winter trifft er auf einen Obdachlosen und bietet ihm einen Platz zum Schlafen an. Mit der Zeit kommen neue Hilfsbedürftige hinzu und er gibt sich alle Mühe, Betten herzurichten, Frühstück zu machen und alles geheim zu halten. Selbst als die... Inhalt Mika ist der Sohn eines Hotelbesitzers. Eines Tages im Winter trifft er auf einen Obdachlosen und bietet ihm einen Platz zum Schlafen an. Mit der Zeit kommen neue Hilfsbedürftige hinzu und er gibt sich alle Mühe, Betten herzurichten, Frühstück zu machen und alles geheim zu halten. Selbst als die Schule wieder anfängt, verzichtet er auf Schlaf und Freizeit, um zu helfen. Im Gegenzug findet er neue Freunde, die sein Leben bereichern. Umsetzung Der Einstieg ins Buch ist eher traurig. Der Leser erfährt, dass Mikas Mutter vor einiger Zeit gestorben ist und sich der Vater von diesem Schlag nicht erholt hat. Er verbringt wenig Zeit mit seinem Sohn und stürzt sich in die Arbeit. Weihnachten geht an ihm gänzlich vorbei. Mika belastet das. Die Figuren sind alle authentisch und jede hat ihre Eigenheiten. Teddy hat ein gemütliches Wesen. Seine Freundin Käthe hingegen redet sehr viel und ist schnippisch. Herbert hingegen drückt sich sehr vornehm aus. Durch diese unterschiedlichen Figuren wird die Geschichte lebendig und spannend. Besonders liebenswert ist Silvester. Ein junger Hund, der noch nicht stubenrein ist, aber dafür gerne kuschelt. Die s/w Bilder sind sehr detailliert. Mikas Lieblingsspiel ist ?Hase und Jäger?. Eine Spielanleitung dazu gibt es am Ende des Buches Fazit Ein spannendes Buch über Selbstlosigkeit und Menschlichkeit. Den Einstieg finde ich ein wenig schwermütig, aber die tollen Figuren überzeugen von Anfang an. Und die Botschaft hinter der Geschichte ist großartig.

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Jeder kann helfen
von einer Kundin/einem Kunden aus Andernach am 06.01.2017

Der 10 jährige Mika wächst allein mit seinem Vater im elterlichen Hotel auf. Seine lebensfrohe marokkanische Mutter ist leider vor einigen Jahren gestorben und seither vergräbt sich sein Vater immer mehr in seinem Büro. Mika ist auf sich alleine gestellt und bringt auch keine Freunde mit nach Hause.... Der 10 jährige Mika wächst allein mit seinem Vater im elterlichen Hotel auf. Seine lebensfrohe marokkanische Mutter ist leider vor einigen Jahren gestorben und seither vergräbt sich sein Vater immer mehr in seinem Büro. Mika ist auf sich alleine gestellt und bringt auch keine Freunde mit nach Hause. Koch Henry und Zimmermädchen Fanny geben ihr Bestes um ihn aufzuheitern und ihm die Familie zu ersetzen, doch sie haben auch nicht immer so viel Zeit für ihn, wie sich es sich wünschen. Kurz nach Weihnachten trifft Mika einen großen alten Obdachlosen mit einem kleinen frechen Hund, denen er ein Würstchen verspricht, für den nächsten Tag. Mika freut sich schon auf das Wiedersehen, als sein Tageshighlight. Kaum daß er es sich versieht, beherbergt er Teddy und Hund Sylvester im Anbau, welcher im Winter nicht benötigt wird. Teddy ist freundlich und nimmt sich Zeit mit Mika zu spielen. Doch nach und nach, stehen immer mehr Obdachlose mit Teddy vor der Tür und Mika wird von der ganzen heimlichen Zimmermädchen/-Kocharbeit immer müder. Dennoch mag er seine neuen Freunde, die ihm so gut zuhören und immer Zeit für ihn haben, nicht missen. Diese kleine aber feine Geschichte verströmt den wahren Geist der Weihnacht. Mika ist zwar einsam, aber dies läßt sein Herz nicht hart werden, er sieht immer noch das Leid der anderen, die weniger haben als er. Diese Wärme verströmen auch die zweifarbigen Illustrationen, die auch den Charme und den Witz der Geschichte einfangen. Besonders als Mika und seine neuen Mitbewohner über die Hotelfluren krabbeln, auf der Suche nach Hund Sylvester hatte es meinen Töchtern angetan, das Bild dazu ist sehr drollig. Aber auch die schrille Käthe, die mit ihrer schroffen Art nur ihr weiches Herz kaschiert ist zu einem unserer Lieblinge geworden. Denn neben der Sehnsucht nach einem Weihnachtsfest im Kreise der Familie, geht es um wahren Mut im Gegensatz zu Angebermut und um das Einstehen für seine Freunde. Es geht darum hinzusehen und nicht wegzuschauen. Obdachlose sind Menschen und sollten auch als solche behandelt werden. Ihre Schicksale sind ganz unterschiedlich. Die Hintergründe der Schicksale ist nur teilweise angedeutet, handelt es sich doch um ein Kinderbuch, auch ist dies nicht das Thema. Es geht vielmehr darum, daß man auch mal schenken sollte, ohne Hintergedanken und nicht für alles eine Entlohnung erwarten sollte. Strahlende Gesichter sind eigentlich Lohn genug. Inspiriert ist dieses warmherzige Kinderbuch von der wahren Geschichte des Brüsseler Hotelbesitzers Ben Ahmed, der in der Nebensaison im Winter, seine nicht vermieteten Zimmer kostenlos Obdachlosen und Flüchtlingen überlässt. Mitten im kalten Winter wärmen solche Geschichten das Herz und ermutigen zum Nachmachen statt Weggucken! Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte für Jungen und Mädchen von 7 bis 99 Jahren über eine Weihnachtsfeier am 22. Januar (was die Kinder sehr lustig fanden), die wir sicher nächstes Jahr noch einmal lesen werden. Verzauberte fünf von fünf Sternen.

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Ein herzerwärmendes und zum Nachdenken anregendes Buch, welches in der heutigen Zeit eine wichtige Botschaft transportiert
von einer Kundin/einem Kunden aus Pinneberg am 13.12.2016

Mit "Hotel "Wunderbar" aus dem Tulipan Verlag ist Jutta Nymphius ein besonderes Buch gelungen! Sie hat eine tatsächliche Begebenheit aufgegriffen und diese in ein wundervolles, einfühlsames und auch gesellschaftskritisches Kinderbuch ab dem Grundschulalter eingebunden. In ihrem Nachwort beschreibt sie sehr bildlich und gelungen, wie ein Beitrag einer Nachrichtensendung sie zu... Mit "Hotel "Wunderbar" aus dem Tulipan Verlag ist Jutta Nymphius ein besonderes Buch gelungen! Sie hat eine tatsächliche Begebenheit aufgegriffen und diese in ein wundervolles, einfühlsames und auch gesellschaftskritisches Kinderbuch ab dem Grundschulalter eingebunden. In ihrem Nachwort beschreibt sie sehr bildlich und gelungen, wie ein Beitrag einer Nachrichtensendung sie zu dieser Geschickte inspiriert hat. Inhaltlich möchte ich nicht zu viel verraten, um den Lesegenuss nicht zu schmälern. Doch möchte ich anmerken, dass es der Autorin mit der liebevollen Darstellung der Charakteren, mit ihren ganz besonderen Eigenheiten gelungen ist, eine außergewöhnliche Atmosphäre zu kreieren. Vor allem die Darstellung von Mika, seine Einsamkeit und auch sein innerer Konflikt - einerseits möchte er helfen (und bekommt im Gegenzug auch sehr viel zurück), andererseits ist es sehr schwer, mehrere Personen unbemerkt zu unterstützen - führen dazu, dass sich beim Lesen bzw. Vorlesen intensive Gespräche mit ernstem Inhalt entwickelten. Wir haben uns bei der Lektüre viel mit den angerissenen Themen (Mut, Obdachlosigkeit, warum machen Menschen bestimmte Dinge, ...) auseinandergesetzt. Nun ist es aber nicht so, dass man beim Lesen keinen Spaß hat. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, witzige Szenen (z. B. ein Wecker, der sich beschwert, dass sein Job nicht gewürdigt wird) oder sprachliche Finessen (z. B. tolle Gegensätze in den Überschriften) einzubauen. Auch wird die Moral nicht mit dem gehobenen Zeigefinger transportiert, sondern sehr subtil aber dennoch offen dargestellt. Jede/r kann zu einem eigenen Fazit gelangen. Die Geschichte wird durch wunderschöne Zeichnungen von Stephan Pricken begleitet, der die oben schon angerissenen Eigenschaften der Charaktere wunderbar wiedergibt. Ungewohnt ist, dass ein Inhaltsverzeichnis der Geschichte hintenangestellt ist. Toll ist, dass es überhaupt ein Inhaltsverzeichnis gibt! Danke dafür! Dieses Buch ist ein ganz besonderer Schatz im Angebot der Weihnachtsbücher. Gerade in dieser Zeit, in der es leider kälter, härter und auch unverständlicher zugeht, hält es eine wichtige Botschaft der Nächstenliebe, des echten Mutes und des "einfach machen" für uns alle bereit"

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Der Geist von Weihnachten
von Buchgespenst am 21.12.2016

Seit seine Mutter gestorben ist, ist Weihnachten nicht mehr dasselbe. Mikas Vater verkriecht sich in seiner Arbeit im Hotel, lässt Plastiktannenbäume aufstellen und Mika selbst ist auf sich alleine angewiesen. Das Zimmermädchen Fanny und der Koch Henry tun zwar alles, um dem Jungen die Familie zu ersetzen, doch trotzdem... Seit seine Mutter gestorben ist, ist Weihnachten nicht mehr dasselbe. Mikas Vater verkriecht sich in seiner Arbeit im Hotel, lässt Plastiktannenbäume aufstellen und Mika selbst ist auf sich alleine angewiesen. Das Zimmermädchen Fanny und der Koch Henry tun zwar alles, um dem Jungen die Familie zu ersetzen, doch trotzdem fühlt sich Mika oft ziemlich einsam. Da trifft er eines Tages den Obdachlosen Herbert und dessen Hund Silvester. Die Winternacht ist bitterkalt und im Hotel steht ein ganzer Flügel leer. Da hat Mika eine Idee, die anfangs perfekt ist und schließlich eine unvorhersehbare Eigendynamik entwickelt. Ein wunderbares, warmherziges Weihnachtsbuch, das den Gedanken der Nächstenliebe und Herberge einzigartig umsetzt. Dass hier neben den unterschiedlichsten Charakteren auch die Nationalität und Religion unterschwellig eine Rolle spielen und alle Unterschiede zum großen Weihnachtsgedanken zusammenfinden, ist nur eine Seite dieses vielschichtigen, irreführend einfach daherkommenden Kinderbuchs. Auf relativ wenigen Seiten werden viele wichtige Themen abgehandelt, ohne dass eines zu kurz käme, aufgesetzt wirken oder mit dem moralischen Zeigefinger den Lesespaß verderben würde. Die Charaktere sind toll gezeichnet. Sympathische und unsympathische Figuren werden augenblicklich lebendig. Gerade die schrille Käthe hatte ich sofort im Ohr. Trotz der märchenhaften Atmosphäre bleibt die Geschichte realistisch und die Hauptfigur Mika wird mit ganz realen Problemen konfrontiert. So bleibt die erzählte Welt in jeder Zeile glaubhaft. Witzige Zeichnungen illustrieren diese wunderbare Geschichte. Das i-Tüpfelchen ist, dass der Kern der Erzählung auf einer wahren Geschichte beruht. In einem interessanten Nachwort erläutert die Autorin wie sie zu diesem Stoff gekommen ist und das lässt den Geist der Weihnacht in diesem Buch noch lebendiger werden – denn man weiß, er lebt tatsächlich. Ein schönes Buch für die Weihnachtszeit. Eine klare Leseempfehlung!

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