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Ich werde dich nicht warten lassen

Der Kangchenzönga, Romano und ich. Oder unser 15. Achttausender

(1)
8000 drüber und drunter oder die wahren Herausforderungen des Lebens

Diese Geschichte beginnt (schlecht) und endet (gut) auf dem Kangchendzönga, dem dritthöchsten Gipfel der Welt. Es ist eine epische Geschichte, die nicht nur vom Bergsteigen erzählt, sondern auch von Partnerschaft, Liebe und von innerem Wachstum.
Wir schreiben das Jahr 2009, Nives Meroi gilt als Favoritin, als erste Frau alle 14 Achttausender zu besteigen - ein Meilenstein, den die Medien als "Wettlauf" inszenieren. Wie immer nimmt sie auch den Kangchendzönga, ihren zwölften Achttausender, gemeinsam mit ihrem Mann Romano Benet in Angriff, wie immer ohne Höhenträger, ohne künstlichen Sauerstoff. Wenige hundert Höhenmeter unterhalb des Gipfels fühlt sich Romano nicht gut und beschließt umzukehren. Wie entscheidet sich Nives nun? Erobert sie alleine einen weiteren Gipfel, der sie dem "Sieg" näherbringt - so wie es ihr viele andere, auch ihr Mann Romano geraten hätten? Nein, sie zögert keine Sekunde: Sie steigt aus dem Achttausender-Wettkampf aus, da sie Romano weder allein absteigen noch warten lassen will. Damit schließt der erste Akt dieser Geschichte.
Diesem folgen drei weitere, die von der heimtückischen Krankheit bestimmt werden, die Romanos Leben bedroht und das Paar vor größere Herausforderungen stellt als alle 14 Achttausender zusammen; nun gilt es, einander beizustehen, beharrlich und geduldig zu warten, sich zu stärken. Um dann zum glücklichen Ende zu gelangen: Im dritten Anlauf - der "Wettlauf" um die 14 Achttausender ist längst entschieden - erreichen Nives Meroi und Romano Benet 2014 endlich den Gipfel, der sie so lange warten ließ: den Kangchendzönga. Außer Konkurrenz, aber am Ziel ihrer Träume. Und unendlich dankbar.

Portrait
NIVES MEROI, 1961 in Bonate di Sotto (Provinz Bergamo) geboren, ist eine der stärksten Höhen-Bergsteigerinnen der Welt. Zusammen mit ihrem Mann Romano Benet lebt sie seit mehr als 20 Jahren im kleinen Ort Fusine Laghi in der Region Friaul-Julisch Venetien nahe der slowenischen und österreichischen Grenze und betreibt dort ein kleines Bergsportgeschäft.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 01.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7022-3505-5
Verlag Tyrolia Verlagsanstalt Gm
Maße (L/B/H) 231/154/22 mm
Gewicht 574
Originaltitel Non ti faro aspettare
Abbildungen 35 farbige Abbildungen
Verkaufsrang 104.730
Buch (gebundene Ausgabe)
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Nives Meroi: Ein Bergsteigerbuch der besonders (langsamen) Art
von einer Kundin/einem Kunden aus Tulfes am 16.05.2016

Nives Meroi, eine der besten Höhenbergsteigerinnen der Welt, schildert in ihrem Buch ihren Weg zu ihrem zwölften Achttausender, den 8586m hohen Kangchendzönga. Drei Anläufe benötigt die Autorin letztendlich, um den Gipfel auch tatsächlich zu erreichen, der Weg dorthin, beschwerlich und gezeichnet von Krankheit und körperlicher Schwäche ihres Mannes und... Nives Meroi, eine der besten Höhenbergsteigerinnen der Welt, schildert in ihrem Buch ihren Weg zu ihrem zwölften Achttausender, den 8586m hohen Kangchendzönga. Drei Anläufe benötigt die Autorin letztendlich, um den Gipfel auch tatsächlich zu erreichen, der Weg dorthin, beschwerlich und gezeichnet von Krankheit und körperlicher Schwäche ihres Mannes und Seilgefährtens Romano Benet. Trotz der Favoritenrolle, die Nives Meroi im Kampf um den Titel" erste Frau auf allen 14 Achttausendern" innehat, zögert sie keinen Moment, auf eben diesen zu verzichten und ihren sich krank fühlenden Ehemann beim ersten Versuch vom Berg hinab zu begleiten. Was folgen sind Jahre der Entsagung, der Angst und der Krankheit, bis das Ehepaar allen Prognosen zum Trotz wieder am Fuße des Kangchendzönga steht. Doch auch der zweite Versuch ist zum Scheitern verurteilt: Zusammen mit zwei Bergsteigerkollegen wollen sie den Gipfel erreichen, versteigen sich aber und werden so zum Aufgeben gezwungen. Einige Monate und eine Hüftprothese (Romano) später wagen sich die beiden ein drittes Mal an den Kangchendzönga, den sie nach fünf Jahren als Paar vereint doch noch erobern. Insgesamt erschien mir das Buch sehr langatmig. Bewundernswert das Ehepaar, das nicht aufgab und allen Tücken zum Trotz sein Ziel nicht aus den Augen verlor - als Leser tat ich mir da etwas schwerer. Vielleicht wäre das Buch für mich etwas Packender gewesen, hätte ich mehr über die Gefühle und Empfindungen der Autorin im Umgang mit diesen Schicksalsschlägen erfahren. Doch die damit einhergehenden Schilderungen bleiben an der Oberfläche und lösen damit auch keine tiefergehenden Emotionen bei mir aus. Auch die Besteigungsversuche selbst werden auf undramatische, eher "leise" Art und Weise erzählt, was auf manchen Leser sehr angenehm und wohltuend wirken mag, mir war es schlichtweg zu langweilig. Last but not least noch ein Wort zu Merois Kritik am Massenalpinismus. Sie prangert den Höhentourismus an, das Ersteigen der Achttausender mit Flaschensauerstoff und macht sich gleichzeitig für einen "reinen, puren Alpinismus" by fair means stark. Wie bei einigen anderen Büchern dieses Gebietes auch frage ich mich, welchen Sinn diese ständigen Vergleiche mit anderen Bergsteigern und deren Entwertung haben sollen. Ist es wirklich notwendig, die Leistung andere herabzuwürdigen, um sich selbst dadurch in ein scheinbar besseres Licht zu rücken? "Wenn man einen Achttausender mit zusätzlichem Sauerstoff bestiegen hat, kann man dann behaupten, bis zum Gipfel gekommen zu sein?" (Meroi. 2016, 51) fragt die Autorin. Als Leserin kann ich dazu nur mehr irritiert und genervt mit dem Kopf schütteln. Freut Euch doch, es gesund bis nach oben geschafft zu haben und heil nach Hause gekehrt zu sein und lasst doch die anderen ihren eigenen Weg finden, wie auch immer der aussehen mag, ohne permanent den Drang zu verspüren, deren Leistung zu schmälern!, möchte ich ihnen in solchen Momenten am liebsten zurufen. Gerade dieses Verhalten widerspricht für mich auch ein Stück weit der im Buch propagierten Gelassenheit und dem philosophischen Blickwinkel auf das Bergerleben. Letztendlich geht es offenbar ja doch nur wieder um das "Schneller, höher, stärker". Aus den gegebenen Gründen konnte ich dem Buch nur drei von fünf Sternen verleihen.

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