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Im fahlen Licht des Mondes

Der lange Weg der Cheyenne. Historischer Roman

(5)
Winter 1876. Nach der Schlacht am Little-Bighorn-Fluss und dem Sieg über General Custer haben sich die Cheyenne wie gewohnt in ihre Winterlager zurückgezogen. Auch Moekaé, eine junge Frau, freut sich auf die Ruhe des Winters. Als eines Morgens Kugeln in ihr Tipi schlagen, beginnt für sie eine verzweifelte Flucht. Nach schweren Kämpfen werden die Cheyenne schließlich gestellt und ins Indianer-Territorium deportiert. Dort siechen die Menschen unter schrecklichen Bedingungen dahin. Sie sind das Klima nicht gewohnt, zudem reichen die gelieferten Lebensmittel kaum aus, um den ärgsten Hunger zu lindern. Mit einigen Entschlossenen bricht Moekaé auf, um wieder in ihre angestammte Heimat im Norden zurückzukehren. Mitten im Winter sind die Cheyenne so geschwächt, dass ein Teil der Menschen sich nach einem entbehrungsreichen Weg schließlich im Fort Robinson ergibt. Dort verschlimmert sich die Lage so sehr, dass die verzweifelten Menschen den Ausbruch wagen, unter ihnen auch Moekaé. Sie ist hochschwanger, als sie mitten im Schneesturm von einer Kugel getroffen wird … denn die Soldaten und weißen Siedler beginnen eine gnadenlose Hetzjagd auf die verhassten Indianer.
Portrait
Kerstin Groeper, als Tochter des Schriftstellers Klaus Gröper in Berlin geboren. Sie studierte Sozialpädagogik und setzte sich für verschiedene soziale Projekte ein. Im Mittelpunkt steht dabei ihr Einsatz gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. In Kontakt mit nordamerikanischen Indianern endeckte sie ihre Liebe zur indianischen Kultur. Sie spricht Lakota, die Sprache der Teton-Sioux, und ist aktives Mitglied einer Vereinigung, die sich der Unterstützung zum Fortbestehen der Sprache der Teton-Sioux widmet. In Deutschland führt sie Fachvorträge und Seminare zum Thema 'Kultur der Indianer' durch, unter anderem als Gastdozentin in der Fachakademie in München. Kerstin Groeper arbeitet als Journalistin für verschiedene Zeitschriften und schreibt Artikel zum Thema Indianer u.a. für das renommierte Magazin für Amerikanistik. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von München.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 578
Erscheinungsdatum 13.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-941485-48-8
Verlag Traumfänger Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 216/142/43 mm
Gewicht 690
Auflage 1
Illustratoren James Ayers
Buch (Taschenbuch)
16,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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einfach klasse!
von Kerstin1975 aus Crailsheim am 15.09.2016

Buchinhalt: Winter 1876: die Schlacht am Little Big Horn ist geschlagen, Custer ist besiegt und die Cheyenne bereiten sich auf den Winter vor. Dann jedoch kehrt der Feind zurück – und nach einer blutigen Schlacht werden die Cheyenne von ihrem Land in ein Reservat deportiert. Auch Moekaé, eine junge Indianerin,... Buchinhalt: Winter 1876: die Schlacht am Little Big Horn ist geschlagen, Custer ist besiegt und die Cheyenne bereiten sich auf den Winter vor. Dann jedoch kehrt der Feind zurück – und nach einer blutigen Schlacht werden die Cheyenne von ihrem Land in ein Reservat deportiert. Auch Moekaé, eine junge Indianerin, erfährt diesen Leidensweg: Hunger, Ausweglosigkeit und schreckliche Lebensbedingungen bestimmt im Reservat das Leben der Indianer. Bis eines Tages eine Gruppe sich auf den Weg macht, zurück in die alten Jagdgründe. Unter ihnen auch Moekaé… Persönlicher Eindruck: Was für eine Geschichte! „Im fahlen Licht des Mondes“ erzählt vom stolzen Volk der Cheyenne, ihrem Leben im Einklang mit der Natur aber auch von den blutigen Kämpfen zwischen den Indianern und dem Weißen Mann – mitten drin Moekaé, die Protagonistin dieser Erzählung. Spannend und in eingängiger Sprache erzählt die Autorin erneut von den Ureinwohnern Amerikas, ein Roman mit realen Hintergründen. Vorzüglich recherchiert und mit viel Kopfkino taucht man als Leser nahezu sofort in das Buch ein und lebt und leidet mit der jungen Hauptfigur und ihrem Volk. Das Setting ist plastisch und anschaulich und auch die handelnden Figuren haben Profil und sind nachvollziehbar. Viel zu schnell kommt dann die letzte Seite – man merkt fast nicht, dass es sich durchaus um einen längeren Roman von über 500 Seiten handelt. Moekaé als Protagonistin bringt dem Leser das Leben in der Prärie nahe, die Kleinigkeiten des Alltags genauso, wie Hass und Gewalt, wie sie die Weißen dem indianischen Volk entgegenbringen. Es gibt durchaus härtere Stellen, man darf sich das Ganze nicht wie ein uneingeschränktes Abenteuer vorstellen. Aber genau das macht die Geschichte authentisch und man kann sich ihrer Aura kaum entziehen. Das Buch vereint Historienroman mit Fiktion, den Einblick in die Vergangenheit des amerikanischen Kontinents mit Lebensgeschichte und…. Ja, doch: auch Abenteuer. Obwohl das Buch viel mehr ist. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die sich für Indianer interessieren und einen guten historischen Roman abseits des Mainstreams zu schätzen wissen. Absolut verdiente volle Punktzahl!

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Einfach nur begeisternd
von Mercado am 02.02.2016

Winter 1876. Nach der Schlacht am Little-Bighorn-Fluss und dem Sieg über General Custer haben sich die Cheyenne wie gewohnt in ihre Winterlager zurückgezogen. Auch Moekaé, eine junge Frau, freut sich auf die Ruhe des Winters. Als eines Morgens Kugeln in ihr Tipi schlagen, beginnt für sie eine verzweifelte Flucht.... Winter 1876. Nach der Schlacht am Little-Bighorn-Fluss und dem Sieg über General Custer haben sich die Cheyenne wie gewohnt in ihre Winterlager zurückgezogen. Auch Moekaé, eine junge Frau, freut sich auf die Ruhe des Winters. Als eines Morgens Kugeln in ihr Tipi schlagen, beginnt für sie eine verzweifelte Flucht. Nach schweren Kämpfen werden die Cheyenne schließlich gestellt und ins Indianer-Territorium deportiert. Dort siechen die Menschen unter schrecklichen Bedingungen dahin. Sie sind das Klima nicht gewohnt, zudem reichen die gelieferten Lebensmittel kaum aus, um den ärgsten Hunger zu lindern. Mit einigen Entschlossenen bricht Moekaé auf, um wieder in ihre angestammte Heimat im Norden zurückzukehren. Mitten im Winter sind die Cheyenne so geschwächt, dass ein Teil der Menschen sich nach einem entbehrungsreichen Weg schließlich im Fort Robinson ergibt. Dort verschlimmert sich die Lage so sehr, dass die verzweifelten Menschen den Ausbruch wagen, unter ihnen auch Moekaé. Sie ist hochschwanger, als sie mitten im Schneesturm von einer Kugel getroffen wird … denn die Soldaten und weißen Siedler beginnen eine gnadenlose Hetzjagd auf die verhassten Indianer. Moekaé lebt mit ihrem Mann Heskovetse, mit dem sie noch nicht allzu lange verheiratet ist, bei ihrem Stamm, den Cheyenne. Sie bereiten sich auf den Winter vor. Doch plötzlich schlagen Kugeln in ihr Tipi ein und sie fliehen mit den wenigen Kleidern am Leib. So viele Menschen, auch darunter Moekaé’s Eltern und ihre Schwester werden bei diesem Überfall getötet. Moekaé kümmert sich, so gut sie kann, um die beiden Kinder ihrer Schwester. Doch bei der Eiseskälte, dem wenigen Essen und den kargen Kleidern am Leib ist es nur eine Frage der Zeit, wie lange die Überlebenden durchhalten werden. Sie werden von den Soldaten gejagt, in ein Fort gebracht, wo sie unter schlimmsten Bedingungen leben müssen. Moekaé, die inzwischen hochschwanger ist, flüchtet mit Heskovetse und anderen Indianern, weil sie es dort nicht mehr aushalten. Eine furchtbare Hetzjagd der Soldaten geht weiter und Moekaé, die halb verhungert ist, wird auch noch von einer Kugel getroffen. Kerstin Groeper hat mich als Leser dem Leben der Indianer unheimlich nah gebracht. Grausam, brutal und schockierend erzählt die Autorin vom Leben und dem Gejagdwerden der Cheyenne, aber auch die Indianer sind nicht ohne Gewalt dabei, es wird schonungslos und offen der Krieg zwischen Indianern und den Weißen berichtet. Die Geschichte begleitet die Protagonistin Moekaé, eine junge Cheyenne, die um das nackte Überleben kämpft, für sich, ihre Nichte Rotes-Blatt und ihr Baby. Sie muss unendliches Leid durchleben, bis sie von einer weißen Farmerfamilie gefunden und aufgenommen wird. Sie retten ihr das Leben. Es hat unheimlich Spaß gemacht, zu lesen, wie beiden Seiten aufeinander zugehen, voneinander lernen und sich respektieren. Theodor, der Farmer, ist ein alter Griesgram, will Moekaé und die Kinder ins Fort bringen, doch nach und nach erkennt man sein gutes Herz. Es geschehen so viele Grausamkeiten, aber auch schöne Phasen sind dabei, die Moekaé zeigen, dass das Leben auch schöne Seiten hat. Dieser Roman hat mir den Atem geraubt, ich war völlig in dieser Geschichte, mitten im Leben von Moekaé dabei. Ich war fassungslos vor Angst, erschrocken von der Grausamkeit und Brutalität der Weißen, enttäuscht und traurig über die vielen Toten aus ihrem Stamm und glücklich über das Ende. In diesem Buch habe ich alle Emotionen durchlebt. Kerstin Groeper hat mir durch dieses Buch so viele nichtsahnende Dinge vor Augen gehalten, welche mich zum Nachdenken gebracht haben. Sie haben Bilder erzeugt, die noch lange in mir nachgehallt haben, und mir vor Augen geführt haben, wie hart und grausam das Leben der Indianer gewesen sein muss. Ich bin begeistert von diesem Buch, welches mich dermaßen berührt und ergriffen hat und ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. Für jeden Indianerfan ein MUSS. Vielen Dank an die Autorin Kerstin Groeper sowie an den Traumfänger-Verlag für dieses wundervolle und außergewöhnliche

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Der Leidensweg der Cheyenne
von mabuerele am 23.01.2016

„...Es gibt Dinge, die sollten zivilisierte Menschen nicht tun...“ Moekaè, eine 17jährige Cheyenne, wartet auf ihren Mann Heskovetse. Er kommt von der Jagd. Das Dorf liegt versteckt. Sie haben genug Nahrung für den Winter. Aber dann ändert sich alles. Weißes Soldaten überfallen im bittersten Winter das Lager. Die Frauen fliehen... „...Es gibt Dinge, die sollten zivilisierte Menschen nicht tun...“ Moekaè, eine 17jährige Cheyenne, wartet auf ihren Mann Heskovetse. Er kommt von der Jagd. Das Dorf liegt versteckt. Sie haben genug Nahrung für den Winter. Aber dann ändert sich alles. Weißes Soldaten überfallen im bittersten Winter das Lager. Die Frauen fliehen nur mit dem, was sie auf dem Leib haben. Wer nicht schnell genug ist, wird erschossen. Auch vor Kindern machen die Soldaten keinen Halt. Das Dorf brennen sie nieder. Moekaè sieht ihre Schwester fallen. Sie nimmt deren Kinder an die Hand und hastet weiter. Die Männer decken die Flucht. Bald treffen die Überlebenden wieder zusammen. Sie wissen, dass sie bald ein Dorf der Lakota finden müssen. Sonst werden sie erfrieren und verhungern. Die Autorin hat einen fesselnden Roman über den Leidensweg der Cheyenne geschrieben. Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Im Mittelpunkt der Handlung steht Moekaè. Nach dem Winter bei den Lakota führt ihr Weg in ein Lager im Süden. Dort verlieren die Männer ihre Aufgabe als Ernährer der Familie. Die Nahrungsmittel werden mehr oder weniger regelmäßig in die Reservation gebracht. Die hohe Todesrate und die Hoffnungslosigkeit führen dazu, dass die Häuptlinge entscheiden, ins Gebiet der Cheyenne zurückzukehren. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Mittlerweile ist Moekaè schwanger. Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Das Land und die Lebensverhältnisse der Indianer werden anschaulich beschrieben. Die Autorin beherrscht das Spiel mit Metaphern. Sie vermag es, die Gedankenwelt der Cheyenne realistisch wiederzugeben. Die Gewalt der weißen Soldaten verändert auch die jungen Männer der Cheyenne. Plötzlich benehmen sie sich rücksichtslos und gewalttätig gegen weiße Frauen und Kinder. Die Spirale der Gewalt erreicht damit eine neue Dimension. Die Cheyenne verraten ihre Werte.Dass es auch anders geht, beweist Klara. Mit der Farmersfrau hat die Autorin eine besondere Protagonistin geschaffen. Sie hält ihre Männer mit leichter Hand in Schach und sorgt dafür, dass Moekaè nach der Geburt ihrer Tochter auf der Ranch bleiben darf. Obiges Zitat stammt von Klara. Sie äußert es, als sie erfahren muss, wie Soldaten auf Kinder schießen. Die Autorin zeigt, dass die Frauen oft den stärkeren Part in der Geschichte darstellen. Ihre Sorge um die Kinder ist auch eine Sorge um die Zukunft. Dadurch sind sie für neue Wege und Gedanken offen. Gut wird dargestellt, wie die Indianer mit Visionen und Träumen umgehen. Klara, die nicht zuletzt aus christlicher Nächstenliebe handelt, ist gegenüber den Traditionen der Indianer wesentlich toleranter als ihr grummelnder Mann. Beide Glaubensvorstellungen werden mehrmals verglichen und Gemeinsamkeiten herausgestellt. Gleichzeitig wird deutlich, wie Vorurteile zu Hass und Ablehnung führen. Es bedarf eines gewollten Aufeinanderzugehens, um die Stärken des anderem zu erkennen. Neben harten Zeiten gibt es im Buch auch Momente der Berührung und des Aufatmens. Das Cover mit der jungen Indianerin wird ansprechend. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Autorin hat ein Stück der bittersten Geschichte der Indianer aufgearbeitet. Für Moekaè gibt es ein hoffnungsvolles Ende. Was bleibt ist die Schuld der amerikanischen Nation an den Toten der indianischen Völker. Man hat ihnen das Land und die Heimat genommen. Viele sind daran zerbrochen.

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Zeit der Kolonialisierung Nordamerikas
von einer Kundin/einem Kunden am 18.01.2016

Schon das ansprechende Cover macht deutlich, dass wir uns mit diesem Buch zu den Indianern begeben. Wir begleiten die Cheyenne Moekaé durch eine schwere Zeit: Sie muss ihre Heimat verlassen und wird von den Weißen gezwungen, sich deren völlig anderem Lebensstil anzupassen. Mehr möchte ich hier nicht über den... Schon das ansprechende Cover macht deutlich, dass wir uns mit diesem Buch zu den Indianern begeben. Wir begleiten die Cheyenne Moekaé durch eine schwere Zeit: Sie muss ihre Heimat verlassen und wird von den Weißen gezwungen, sich deren völlig anderem Lebensstil anzupassen. Mehr möchte ich hier nicht über den Inhalt des Buches verraten. Auch ich wusste nicht mehr, als ich mich auf dieses spannende Leseabenteuer einließ. Schon nach drei Seiten war ich mitten in der Geschichte und fieberte mit Moekaé, deren Leben sich von einer Stunde zur nächsten so grundlegend veränderte. Einige Ereignisse erinnerten mich an die Flüchtlinge von heute; was das Buch, das im Jahre 1876 beginnt, sehr aktuell erscheinen lässt. Man merkt beim Lesen, dass sich Kerstin Groeper intensiv mit der Geschichte der Indianer auseinandergesetzt hat. Sie schreibt sehr lebensnah, fängt den Leser mühelos ein und lässt ihn nicht mehr los. Es fällt schwer, das knapp 600 Seiten dicke Buch aus der Hand zu legen – zu groß ist die Neugier, wie sich Moekaé durchs Leben kämpft, während kopflose Soldaten sagen: „Meine Befehle kommen aus Washington. Ich hinterfrage nicht ihren Sinn. Ich bin Soldat und führe die Befehle ordnungsgemäß aus.“ Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass sich Indianer und Weiße weder in ihrer Gefühlswelt noch in ihrem Glauben extrem unterscheiden - sobald es ihnen gelingt, die Angst voreinander in den Griff zu bekommen und sie es schaffen, aufeinander zu zu gehen.

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Im fahlen Licht des Mondes ... das Schicksal der Cheyenne
von Ishton am 13.11.2015

Auch der neueste Roman der Schriftstellerin Kerstin Groeper, der gerade erst unter dem Titel „Im fahlen Licht des Mondes“ erschienen ist, nimmt uns mit auf eine Reise in die Geschichte. Diesmal zu den Cheyenne, einem Indianerstamm, der ebenso wie die vielleicht etwas bekannteren Lakota (Sioux) und Comanchen einst über... Auch der neueste Roman der Schriftstellerin Kerstin Groeper, der gerade erst unter dem Titel „Im fahlen Licht des Mondes“ erschienen ist, nimmt uns mit auf eine Reise in die Geschichte. Diesmal zu den Cheyenne, einem Indianerstamm, der ebenso wie die vielleicht etwas bekannteren Lakota (Sioux) und Comanchen einst über die unendlichen Weiten der nordamerikanischen Prärien streifte. Die Cheyenne galten als stolze und tapfere Krieger, die lebten in Tipis aus Büffelhaut und zogen frei und ungehindert über die weiten Prärien des Landes. Sie verkörperten somit genau das, was man sich gemeinhin unter einem „Indianer“ vorstellt ... Doch zu der Zeit, in der Kerstin Groeper ihren Roman ansiedelt (im Jahr 1876) beginnt all das bereits zu verblassen. Die einstmals riesigen Büffelherden schwinden zusehends dahin, immer mehr weiße Siedler strömen ins Land der Indianerstämme und nehmen es unter dem Schutz der Armee für sich in Besitz. Das Leben der Indianer ist schwer und von Kämpfen geprägt. Man verfolgt sie fast unablässig und vertreibt sie aus ihren angestammten Gebieten, sodass sie immer weniger Zeit für die Jagd finden, die es ihnen erlauben würde, Vorräte für den Winter anzulegen und ihre Kleidung und Zelte herzustellen. Ihre Lebensweise verändert sich dadurch schrittweise, oftmals herrscht Hunger und Not in ihren Dörfern. Die Weißen hingegen kennen nur wenig Mitleid und Verständnis. Sie wollen das Land der Indianer für ihre Zwecke nutzen, die ehemals stolzen Herren der Prärie sollen statt dessen in trostlose Reservationen umgesiedelt werden und dort den Weg des Weißen Mannes erlernen ... Oder untergehen. Man betrachtet sie als minderwertig und will ihnen alles nehmen ... Ihre Kultur, ihre Sprache, ihre Kinder ... und nicht zuletzt ihren Stolz. In diesem Umfeld lernen wir die junge Moekaé kennen und nehmen fast sofort an ihrem Leben teil. Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch schon von der ersten Zeile an so gefesselt hat, dass ich es kaum geschafft habe, es zwischendurch aus der Hand zu legen. Erst nach fast dreihundert Seiten musste es sein, sonst hätte ich vermutlich auf meinen Schlaf verzichten müssen. Man taucht tief ein, in das Leben dieser jungen Frau vom Volke der Cheyenne, lernt ihren Ehemann kennen, ihre Familie, die Umstände ihres Lebens. Ja, die Umstände ihres Lebens! Gleich zu Beginn ein erster Überfall auf das Dorf ... es wird nicht der einzige bleiben. Tod und Trauer lassen einen Anteil nehmen, Flucht und Vertreibung ... Komisch, manches kommt einem sehr bekannt vor, wenn man gerade heutzutage die Berichte in Zeitungen und Medien verfolgt. Immer wieder sind es die Frauen und Kinder, die Alten und Kranken, die leiden müssen und vollkommen sinnlos sterben. Moekaés Geschichte geht weiter, sie lässt einen fast atemlos werden, man leidet mit ihr, erfährt ganz nebenbei viel über die Sitten und auch die Ansichten ihres Volkes. Ansichten, die uns Europäern vielleicht manchmal seltsam und fremd vorkommen, aber in Anbetracht der Umstände und der damaligen Lebensweise durchaus sinnvoll und nachvollziehbar erscheinen. Kerstin Groeper webt ihre Geschichte geschickt um reale historische Ereignisse herum. Ereignisse, die man vielleicht aus Geschichtsbüchern oder auch aus Western kennt, oder von denen man zumindest einmal gehört hat. Moekaé nimmt uns dorthin mit. Der Leser erlebt mit ihr den Transport ins Indianerterritorium nach Oklahoma, die dortigen Bedingungen, die Hoffnungslosigkeit, die sich unter den Cheyenne ausbreitet, und zu Alkoholismus und dem Verfall der alten Sitten führt. Man spürt hautnah ihre Verzweiflung darüber, dass sich ihr Ehemann vollkommen verändert, weil es ihm unmöglich ist, seine neue Rolle zu akzeptieren. Und man kann schließlich nachvollziehen, weshalb die Cheyenne die Flucht von dort wagen ... Eine Flucht, die scheinbar nur mehr Elend bedeutet, wieder Verfolgung, Kampf und Tod ... Und vielleicht die Freiheit! Moekaé überlebt, viele andere nicht. Schließlich begleiten wir sie nach Camp Robinson, den Ort, an den man die von der Armee aufgegriffenen, geschwächten und zu Tode erschöpften Indianer schließlich bringt und dort interniert. Die Lage ist verzweifelt, doch noch geben die Cheyenne nicht auf ... Eine letzte Flucht wird vorbereitet ... Es gibt keine andere Option: Freiheit oder Tod! Und Moekaé, die inzwischen schwanger ist, muss eine schwere Entscheidung treffen! Doch ich will an dieser Stelle nicht mehr verraten ... Nur soviel: Ich habe bisher fast alle Bücher von Kerstin Groeper verschlungen, zuletzt den Roman „Der scharlachrote Pfad“, der mir bis dahin am besten gefallen hat. Nun, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher ... Ein tolles Buch, das viele historische Fakten und sehr viel Detailwissen über die Lebensweise der Cheyenne vermittelt. Aber dennoch ein Roman, in dem das nie aufdringlich wirkt, oder künstlich eingefügt. Alles wird stimmig mit der Lebensgeschichte dieser jungen Cheyenne verwoben, die einem gleich zu Beginn ans Herz wächst. Ein Schicksalsroman vom Feinsten, den wirklich jeder lesen kann ... und sollte. Und noch ein Tipp: Unbedingt einige Päckchen Tempo parat legen! Wieder einmal sehr überzeugend, vielen vielen Dank! Leider viel zu kurz ... „Der weiße Mann führte zwei Kriege. Einen, um uns zu töten. Und einen, um die Erinnerung daran auszulöschen.“ Black Kettle, Häuptling der Cheyenne, 1867

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