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Im Sommer wieder Fahrrad

Roman

(19)
Wo die strahlende Lea ist, da ist das Leben – bis sie plötzlich, mit gerade dreißig, schwer erkrankt. Während ihre Freunde Weltreisen planen, aufregende Jobs antreten, heiraten, Kinder kriegen, kreisen ihre eigenen Gedanken um Krankheit und Tod. Als sie fast die Hoffnung verliert, muss Lea an ihre Großmutter Ellis denken. Ellis Heiden war Schauspielerin und Lebenskünstlerin, „eine Frau wie ein Gewürzregal“, lustig, temperamentvoll und furchtlos. In den 1940er Jahren etwa schummelte sie ihren Bräutigam, einen „Halbjuden“, in einer abenteuerlichen Aktion nach Berlin und rettete ihm damit das Leben. Auch die Nachkriegswirren, Mauerfall und Wendezeit meisterte sie mit einer umwerfend unkonventionellen Haltung zum Leben. Die Erinnerung an diese besondere Frau stärkt Lea in einer schweren Zeit den Rücken. Mit leichter Feder, Herz und Humor erzählt Lea Streisand die Geschichte zweier unverwechselbarer, starker Frauen. „Schwierig, dieses Buch zu lesen und sich nicht in diese Frau zu verlieben, für ihre knallharte Herzlichkeit und all den schönen Trotz. Welche Frau, fragen Sie, die Erzählerin oder die Großmutter, über die sie schreibt? Gute Frage. Beide.“ Margarete Stokowski „Sehr nah und unerschrocken blättert Lea Streisand ihre Hauptfiguren auf. Während man mit ihnen wächst, wachsen sie einem ans Herz. Große Themen wie Krieg und Krebs, Theater und das Schreiben: alles handelt letztendlich von der Liebe.“ Kirsten Fuchs "Locker und lässig wirbelt Lea Streisand die Geschichte der Autorin als beinahe Sterbender und ihrer Großmutter als beinahe Unsterblicher zu einem Teppich zusammen, auf dem wir Leser fliegen können." Jakob Hein
Portrait

Seit 1986 kann sie lesen, seit 2003 liest sie auf Lesebühnen und Poetry Slams in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Lea Streisand ist Mitglied der Neuköllner Lesebühne Rakete 2000. Außerdem schreibt die gebürtige Berlinerin Kolumnen für die taz und hat seit Mai 2014 eine wöchentliche Hörkolumne auf Radio Eins

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 18.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-08130-9
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 214/136/32 mm
Gewicht 441
Verkaufsrang 23.551
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
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Lebensmut und - freude
von einer Kundin/einem Kunden aus Gudensberg am 01.12.2016

Lea Streisand hat den Krebs überlebt! Sie hat darüber ein Buch geschrieben, eigentlich nichts Neues: Aber sie hat ihren Überlebenskampf verknüpft mit der Biografie ihrer Großmutter - dem Mütterchen- die erst einmal gar nicht so mütterlich daherkommt. Auch sie eine Kämpferin im und nach dem Krieg und in der... Lea Streisand hat den Krebs überlebt! Sie hat darüber ein Buch geschrieben, eigentlich nichts Neues: Aber sie hat ihren Überlebenskampf verknüpft mit der Biografie ihrer Großmutter - dem Mütterchen- die erst einmal gar nicht so mütterlich daherkommt. Auch sie eine Kämpferin im und nach dem Krieg und in der DDR, ihren Lebensmut und ihre Lebensfreude und auch dem Willen zu bestehen, helfen Lea bei ihrem eingenen Kampf. Sie kann sich an der Geschichte und den Erinnerungen der verstorbenen Großmutter ablenken und motivieren auch ihr Leben zu gestalten. Lea Streisand ist dieses Buch sehr gelungen wie schon in den Vorabrezensionen erwähnt, weiss man nicht welche Frau man mehr bewundern soll. Das Buch lässt sehr wohl den Kampf mit dem Krebs zu es schnürt einem die Kehle zu und doch sprüht es vor Freude. Viel Spass beim Fahrradfahren, Lea.

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beeindruckend
von einer Kundin/einem Kunden aus Ulm am 30.11.2016

Tja was soll ich sagen, dieses Buch hat mich schwer beeindruckt.  Man liest la Liebhaber von Literatur viele gute Bücher in einem Lesesjahr, viele Bücher, die einen begeistern, beeindrucken oder berühren, doch man liest nur weniger Herzensbücher, die einen prägen, das Herz erobern und das Leserherz nicht mehr loslassen, doch... Tja was soll ich sagen, dieses Buch hat mich schwer beeindruckt.  Man liest la Liebhaber von Literatur viele gute Bücher in einem Lesesjahr, viele Bücher, die einen begeistern, beeindrucken oder berühren, doch man liest nur weniger Herzensbücher, die einen prägen, das Herz erobern und das Leserherz nicht mehr loslassen, doch dieses Buch ist so eines, ein wahres Herzensbuch!  Inhalt :  Die dreißig jährige Lea ist einen lebenslustige und mutige junge Frau, als sie in diesen jungen Jahren schwer erkrankt.  Schon bald muss sie feststellen, dass ihr Leben dadurch eine Art Stillstand erfährt, während all ihre Freunde munter und zukunftsorientiert ihr Leben planen. Doch dann erinnert sich Lea an ihre bezaubernde und prägende Großmutter, eine beeindruckende Frau, so wie Lea selbst !  Meinung :  Ein bezauberndes und herz ergreifende Buch, lesen !!! 

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Leben kann man bis zum Schluss
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 30.11.2016

Zwei Frauen, zwei Leben, zwei Schicksale. Wer bei diesem Buch nicht sofort in Bann gezogen wird, dem ist nicht zu helfen. Lea bekommt sehr jung eine niederschmetternde Diagnose, sie hat die lebensbedrohliche Krankheit Morbus Hodgkin. Lea ist lebenslustig, wirbelt durch ihr schnelles Großstadtleben, Reisen, Freunde – all das soll nun... Zwei Frauen, zwei Leben, zwei Schicksale. Wer bei diesem Buch nicht sofort in Bann gezogen wird, dem ist nicht zu helfen. Lea bekommt sehr jung eine niederschmetternde Diagnose, sie hat die lebensbedrohliche Krankheit Morbus Hodgkin. Lea ist lebenslustig, wirbelt durch ihr schnelles Großstadtleben, Reisen, Freunde – all das soll nun zu Ende sein? Sie hat viele Menschen, die sie stützen, einen wundervollen Freund, eine liebevolle Familie, aber den Kampf gegen die Krankheit muss sie ganz alleine aufnehmen. Sie schreibt ganz unsentimental über die „Scheisskrankheit“, die Zeit im Krankenhaus, die Chemotherapien. Es sind Sätze wie „Leben kann man bis zum Schluss“, die Lea aufrütteln. Dann ist da noch der Koffer von „Mütterchen“, so wurde die unkonventionelle Großmutter genannt. Er enthielt Briefe, Drehbücher, Fotos, Berichte, Mütterchens ganzes Leben eben. Und diese Lebensgeschichte wechselt mit Leas Beschreibung ihrer Krankheit ab. Mit Mütterchens Leben gehen wir zurück in die 30 iger Jahre, dann der aufkommende National-sozialismus, die Judenverfolgung und der Krieg bilden den Hintergrund. Die Großmutter, eine Schauspielerin, ist eine starke Frau, unkonventionell und unerschrocken. Sie bleibt trotz aller Gefahren und Bedrohungen integer und mutig. Dann die Nachkriegszeit, die Gründung der DDR und der reale Sozialismus. Zu keiner Zeit lässt sie sich verbiegen oder passt sich an. Es ist fast eine Geschichtsstunde der Deutsche Vergangenheit. Dabei ist dieser Roman nie schwermütig oder melancholisch. Der Grundton ist heiter, Lea gewinnt jeder Situation noch eine komische Seite ab. Auch wenn die Schilderungen der Therapien erschrecken, man den Krankenhausmief direkt in der Nase spürt, es wird nie rührselig. Rechtzeitig kommt dann ein Patient um die Ecke und berlinert „ et looft jut“ und klopft auf den Infusionsbeutel. Die ganze Familie ist Stütze für Lea und sie beschreibt ihre Familie so liebevoll und menschlich, dass man sich nur wünscht, auch ein Teil dieser Familie zu sein. Was für eine Familie, was für ein Schicksal und was für eine Kraft, das habe ich mir immer wieder gedacht und konnte mich kaum von diesem Buch losreißen. „Bleibt tapfer, lacht weiter“ so verabschiedet sich Lea Streisand auf ihrem Blog. Das ist ein gutes Motto.

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Zwei starke Frauen UND ein starker Mann
von einer Kundin/einem Kunden aus Chemnitz am 26.11.2016

Was für eine erstaunliche, junge Frau, diese Lea Streisand! „Im Sommer wieder Fahrrad“ ist ein Buch, dass man in einem Rutsch durchlesen, nicht aus der Hand legen möchte. Sie erzählt in berührenden, emotionalen Worten von ihrer wunderbaren Großmutter, von ihrem außergewöhnlichen, liebenswürdigen Freund Paul, von ihrer liebevollen Familie, der hilfreichen... Was für eine erstaunliche, junge Frau, diese Lea Streisand! „Im Sommer wieder Fahrrad“ ist ein Buch, dass man in einem Rutsch durchlesen, nicht aus der Hand legen möchte. Sie erzählt in berührenden, emotionalen Worten von ihrer wunderbaren Großmutter, von ihrem außergewöhnlichen, liebenswürdigen Freund Paul, von ihrer liebevollen Familie, der hilfreichen Freundin und nicht zuletzt vom Verlauf ihrer lebensbedrohenden Krebserkrankung. Ein Roman in erster Linie über zwei starke Frauen und einen starken Mann. Es ist schön, dass es solche Menschen wirklich gibt! Lea Streisand (Jahrgang 1979) erzählt aus ihrem Leben, dass schon im jungen Alter von der erschreckenden Krebsdiagnose Morbus Hodgkin bedroht wird. In ihrem ersten Roman beschreibt sie das wunderbare, sehr innige Verhältnis zur Großmutter, von allen nur liebevoll „Mütterchen“ genannt, und wie diese ihr bei der Bewältigung der Krankheit half. Sie berichtet über ihre sympathische, lebenslustige Oma, die ihren Lebensunterhalt als Schauspielerin verdiente. Ellis Heiden war vom Jahrgang 1912 und konnte auf ein sehr bewegtes, ereignisreiches Leben zurück schauen. Das Denken an Mütterchen half der jungen Frau ihre Erkrankung und ihre Ängste besser zu verkraften. S. 137 „Das Einzige, was mir half, dem Grauen zu entfliehen, war Mütterchen.“ Einen großen Teil des Romans nimmt daher die Beschreibung des nicht einfachen Lebens der Großmutter ein. Lea berichtet warmherzig über sie, die eine überaus taffe Frau war. 67 Jahre trennen Enkelin und Großmutter. Ich fühlte mich beim Lesen sehr stark an meine eigene Oma erinnert (Jahrgang 1907). Spätestens, nachdem ich auf S. 99 diesen Satz las: „Sie nahm sich, was sie haben wollte, wen sie haben wollte. Gegen alle Konventionen.“ Das „Mütterchen“ war freizügig, unkonventionell, hatte keine engen Moralvorstellungen. Sie war bodenständig, ausgeglichen und unneurotisch. So eine unkomplizierte, pragmatische, lebenskluge Großmutter hatte ich auch. Das hilft wirklich weiter im eigenen Leben! Schonungslos offenbart die Autorin ihre Erkrankung mit allen Folgen, die Bestrahlungen, die Chemotherapien, die schlimmen Schmerzen, das ständige kraftlose, schlappe Unwohlsein, die vielen Medikamente... Sie beschreibt ihre Krankengeschichte sehr einprägsam mit bildhaften, anschaulichen Vergleichen (S. 121 „Kontrastmittel...riecht wie Wodka Red Bull“ und der Wodka wiederum riecht wie Erbrochenes; S. 122 Chemotherapie á la „Prinzip trojanisches Pferd“; „Krebszellen...leuchten...wie Baustrahler...“ S. 130 „Krebs ist ...der Stinkefinger des Schicksals...“)... Ein ganz starker Satz steht auf S. 32: „LEBEN KANN MAN BIS ZUM SCHLUSS.“ Fazit: Lea Streisand besitzt ein großes, den Leser mitnehmendes Schreibtalent. Mir gefällt ihre realistische, natürliche Erzählweise ohne Beschönigungen sehr. „Im Sommer wieder Fahrrad“ ist eine Geschichte, die Betroffenen Mut machen kann. Der Optimismus, der unbedingte Lebenswille blitzt aus jeder Zeile. Leas Schreibstil ist herzerfrischend, frei von Selbstmitleid, mit einer witzigen Wortwahl, die mich ein manches Mal schmunzeln ließ. Der Debütroman der jungen Berlinerin macht mich neugierig auf mehr. Das unaufgeregte Cover zeigt eine Schwarz/Weiß/Fotografie mit dem jungen, schönen Mütterchen, gehalten von einem „Schnipsgummi“ (diese Gummis spielen eine wichtige Rolle). Die Pusteblume scheint ein Synonym für das Werden und Vergehen des Lebens zu sein. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diese Geschichte, die das Leben schrieb! Fünf Sterne!

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Eine toll erzählte, authentische Geschichte. Großartig.
von Wedma am 24.11.2016

Ein toll geschriebener Roman a lá Geschichten aus dem Leben. Man taucht voll in die Welt von Lea und ihrer Großmutter ein, lacht und weint zusammen mit den starken Frauen. Schöne, erfüllte Lesestunden. Es gibt zwei Zeitebenen. In der heutigen Zeit kämpft Lea mit ihrer Krebserkrankung. Sie macht alles mit,... Ein toll geschriebener Roman a lá Geschichten aus dem Leben. Man taucht voll in die Welt von Lea und ihrer Großmutter ein, lacht und weint zusammen mit den starken Frauen. Schöne, erfüllte Lesestunden. Es gibt zwei Zeitebenen. In der heutigen Zeit kämpft Lea mit ihrer Krebserkrankung. Sie macht alles mit, volles Programm: Chemotherapie, unzählige Blut- und Knochenmarkentnahmen, Krankenhausaufenthalte, etc. Um sich von ihren Leiden abzulenken, schwelgt sie in Erinnerungen an ihre geliebte Oma. Lea hat einen Koffer voller Briefe und Tagebücher ihrer Großmutter, die sie nun nach und nach liest, und das Leben von Mütterchen, so Oma stets genannt, rekonstruiert. Leas Oma ist eine bemerkenswerte Frau, die man gerne kennenlernen sollte. Sie war Schauspielerin durch und durch. Theater und Bühne waren ihre Berufung, die sie bis ins hohe Alter aktiv ausgeübt hat. Im Rahmen der Nacherzählung von Mütterchens Leben kommen einige geschichtspolitische Momente ans Licht, z.B. 1945 als Leas Oma ihren damaligen zukünftigen Mann, einen Halbjüden, aus dem Arbeitslager gerettet hatte, hier verweilt Lea recht lange, die damaligen Geschehnisse werden bildhaft vor Augen der Leser ausgebreitet, oder auch wie der Bau der Mauer im Jahr 1961 die Familie und Freunde auseinandergerissen hat, uvm. Zwei Weltkriege, vier Staatsformen hat diese Frau überlebt. Es wird also zwischen damals und heute hin und hergesprungen. Lea denkt heute über sich selbst nach, vergleicht sich mit ihrer Oma, zieht Parallelen, kommt zu eigenen Schlüssen, was es bedeutet, am Leben zu sein. Man sieht, dass Lea eine sehr starke junge Frau und ihrer Oma in jeder Hinsicht würdig ist. Lea denkt auch über die Ursachen ihrer Erkrankung nach, was Krebs eigentlich ist und was er in der heutigen Gesellschaft bewirkt und bedeutet. Solche Themen wie Familie, Familienzusammenhalt, Treue in einer Beziehung, Liebe, Beruf und Berufung, wahre Freunde und Freundschaft, das Leben und der Tod sind in den Erzählteppich gekonnt wie bildhaft einflochten worden. Leichtfüßig, mit einer guten Portion (Selbst)-Ironie ist der Roman insg. geschrieben. Manchmal ist der Stoff anstrengend, da recht viele Schilderungen von Krebs und enspr. Zuständen nach Chemotherapie, Krankenhausaufenthaltsrealien, usw. Trotzdem kommt die Geschichte sehr hell und sehr lebensbejahend rüber, hat eine optimistische Aussage. Es gibt einige tiefgründige Überlegungen, schöne Sätze, die jedes Zitatenheft schmücken können. Hier einige Beispiele: „Wo ist der Anfang bei einem runden Ding? Ein Leben verläuft ja nicht linear. Es ist keine Zwirnsrolle, die man abspult von vorn nach hinten, und das war’s dann. Das Leben gleicht eher einer Kartoffel, die wächst und größer wird und Beulen bekommt, die irgendwie unförmig ist und dreckig. Wenn man Kartoffeln durchschneidet und in die Erde legt, wachsen neue nach. Und wenn man eine Kartoffel ausgräbt und gründlich abwäscht, dann schimmert sie golden.“ S. 11. „Auf der Bühne lernt man, Menschen zu lesen. Man lernt, ihre Gesten, ihre Mimik, ihre Haltung zu lesen. Jede Bewegung erzählt etwas über dich. Die Art, wie du dich hinsetzt, wie du isst, wie du deinen Kaffee trinkst, die Art, wie du dich kleidest, wie du küsst und wie du lachst. Sie erzählt auch, wo du herkommst, wo du hinwillst, in welchem Milieu du aufgewachsen bist, was dir in deinem Leben passiert ist. Und was du dir wünschst.“ S. 216. Das Coverbild ist sehr gelungen und passt prima zum Inhalt. Die Frau könnte Leas Oma in jungen Jahren sein. Fazit: Absolut lesenswert. Wer sich fürs Thema Krebsbewältigung interessiert, ist hier goldrichtig. Aber auch diejenigen, die toll erzählte, authentische Geschichten aus dem Leben mögen, finden bestimmt Gefallen an diesem eigenartigen Familienroman. Fünf wohl verdiente Sterne und eine klare Empfehlung!

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so müssen Bücher sein
von einer Kundin/einem Kunden aus Belm am 24.11.2016

"Im Sommer wieder Fahrrad " von Lea Streisand ist ein Buch das mich total begeistert hat. Die Autorin hat es geschafft ein schweres Schicksal in eine unterhaltsame und humorvolle Geschichte zu verpacken von der man sich nur schwer lösen kann. Lea die Protagonistin dieses Romans , bekommt mit 30... "Im Sommer wieder Fahrrad " von Lea Streisand ist ein Buch das mich total begeistert hat. Die Autorin hat es geschafft ein schweres Schicksal in eine unterhaltsame und humorvolle Geschichte zu verpacken von der man sich nur schwer lösen kann. Lea die Protagonistin dieses Romans , bekommt mit 30 Jahren die Diagnose Lungenkrebs. Für sie bricht eine Welt zusammen , doch sie kämpft sich tapfer durch Chemotherapie und Strahlentherapie. Unterstützt wird sie in dieser schweren Zeit durch die Aufzeichnungen ihrer Großmutter , genannt " Mütterchen ", die nicht nur ein nicht immer einfaches Leben führte, sondern durch ihre unkonventionelle Lebensart nicht immer auf das Verständnis ihrer Mitmenschen hoffen durfte. Doch sie ließ sich nie unterkriegen. Dies ist die Lebensgeschichte einer Familie , die nicht immer einfach durchs Leben kam, aber nie ihren Humor verlor und ihren eigenen Weg gegangen ist. Lea, die gegen ihre Krebserkrankung ankämpft, wird durch die Aufzeichnungen ihrer Großmutter, die sie in einem Koffer nach dem Tod ihrer Großmutter findet, nicht ermutigt den Kampf des Lebens aufzunehmen, sondern lernt " Mütterchen ", die in ihrem Leben eine große Rolle gespielt hat, von einer ganz anderen Seite kennen und wundern sich häufig über die Lebenseinstellung dieser Frau, die ihrer Zeit weit voraus war. In einem sehr unterhaltsamen und humorvollen Schreibstil gelingt es Lea Streisand dem schweren Schicksalsschlag den sie erleiden musste, ein wenig den Schrecken zu nehmen. Der Leser erfährt zwar hier die Höhen und Tiefen eines Lebens , aber muss dabei häufig schmunzeln oder sogar Lachen, denn der Familie Streisand geht nie der Lebenswille und Humor aus, was das wichtigste im Leben ist. Die einzelnen Figuren in diesem Roman sind so liebevoll gestaltet, dass man sich ihnen ganz schnell nahe fühlt und mit ihnen mitfiebert. Das Leben dreier Generationen breitet sich vor dem Leser aus und es ist keine Zeile und kein Wort zu lag. Ich hätte noch lange so weiterlesen können und mir ist der Abschied von dieser Familie sehr schwer gefallen. Ein sehr empfehlenswertes Buch !!!!

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so müssen Bücher sein
von Marita Robker-Rahe aus Belm am 24.11.2016

"Im Sommer wieder Fahrrad " von Lea Streisand ist ein Buch das mich total begeistert hat. Die Autorin hat es geschafft ein schweres Schicksal in eine unterhaltsame und humorvolle Geschichte zu verpacken von der man sich nur schwer lösen kann. Lea die Protagonistin dieses Romans , bekommt mit 30... "Im Sommer wieder Fahrrad " von Lea Streisand ist ein Buch das mich total begeistert hat. Die Autorin hat es geschafft ein schweres Schicksal in eine unterhaltsame und humorvolle Geschichte zu verpacken von der man sich nur schwer lösen kann. Lea die Protagonistin dieses Romans , bekommt mit 30 Jahren die Diagnose Lungenkrebs. Für sie bricht eine Welt zusammen , doch sie kämpft sich tapfer durch Chemotherapie und Strahlentherapie. Unterstützt wird sie in dieser schweren Zeit durch die Aufzeichnungen ihrer Großmutter , genannt " Mütterchen ", die nicht nur ein nicht immer einfaches Leben führte, sondern durch ihre unkonventionelle Lebensart nicht immer auf das Verständnis ihrer Mitmenschen hoffen durfte. Doch sie ließ sich nie unterkriegen. Dies ist die Lebensgeschichte einer Familie , die nicht immer einfach durchs Leben kam, aber nie ihren Humor verlor und ihren eigenen Weg gegangen ist. Lea, die gegen ihre Krebserkrankung ankämpft, wird durch die Aufzeichnungen ihrer Großmutter, die sie in einem Koffer nach dem Tod ihrer Großmutter findet, nicht ermutigt den Kampf des Lebens aufzunehmen, sondern lernt " Mütterchen ", die in ihrem Leben eine große Rolle gespielt hat, von einer ganz anderen Seite kennen und wundern sich häufig über die Lebenseinstellung dieser Frau, die ihrer Zeit weit voraus war. In einem sehr unterhaltsamen und humorvollen Schreibstil gelingt es Lea Streisand dem schweren Schicksalsschlag den sie erleiden musste, ein wenig den Schrecken zu nehmen. Der Leser erfährt zwar hier die Höhen und Tiefen eines Lebens , aber muss dabei häufig schmunzeln oder sogar Lachen, denn der Familie Streisand geht nie der Lebenswille und Humor aus, was das wichtigste im Leben ist. Die einzelnen Figuren in diesem Roman sind so liebevoll gestaltet, dass man sich ihnen ganz schnell nahe fühlt und mit ihnen mitfiebert. Das Leben dreier Generationen breitet sich vor dem Leser aus und es ist keine Zeile und kein Wort zu lag. Ich hätte noch lange so weiterlesen können und mir ist der Abschied von dieser Familie sehr schwer gefallen. Ein sehr empfehlenswertes Buch !!!!

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Mehr als "nur" ein weiteres Krebsbuch
von einer Kundin/einem Kunden am 23.11.2016

Lea steht mitten im Leben, als eine Krebsdiagnose ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Statt Kindern und beruflichem Aufstieg, stehen nun Chemo, Angst und der mögliche Tod im Fokus. Doch Lea findet eine Art Rettungsanker. Erinnerungen an ihre Großmutter helfen ihr über die schwersten Stunden und durch die... Lea steht mitten im Leben, als eine Krebsdiagnose ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Statt Kindern und beruflichem Aufstieg, stehen nun Chemo, Angst und der mögliche Tod im Fokus. Doch Lea findet eine Art Rettungsanker. Erinnerungen an ihre Großmutter helfen ihr über die schwersten Stunden und durch die tiefsten Täler. Krebs ist ein zentrales Thema in dem Buch, aber es ist nicht nur noch ein Krebsbuch, sondern viel mehr, denn es erzählt auch die Geschichte einer Großmutter, die zwei Weltkriege, den kalten Krieg und nebenbei unzählige Liebschaften in ihrem langen Leben miterlebte. Erinnerungen an sie nehmen dem Buch zwischendurch Schwere; auch wenn die sympathische Großmutter selbst genug Probleme zu bewältigen hatte. Die verschiedenen Charaktere sind schön ausgearbeitet, authentisch und facettenreich. Der Schreibstil war angenehm und emotional, aber im für mich angenehmen Maß und an den passenden Stellen auch humorvoll, sodass trotz aller Probleme immer wieder eine gewisse Leichtigkeit zwischen den Seiten auf den Leser wartet. Die Autorin hat zwischen der Angst, Verzweiflung und Sorge so viel Witz und Zuversicht eingestreut, dass die Geschichte nie zu schwermütig wird und trotzdem die schwarzen Seiten beleuchtet. Unter dem Strich ist es eine Geschichte, die Hoffnung gibt. Trotz allem hatte ich zwischendurch öfter mit dem Buch zu kämpfen, weil es so realistisch ist und ich in der Familie gerade einen schwierigeren Verlauf als Leas habe… Die Sorge, dass sie Autorin sich vielleicht mit der Vielzahl der verschiedenen Themen übernehmen könnte, hat sich nicht bestätigt. Ein tolles Buch, wenn es auch phasenweise nicht leicht zu lesen war, weil die Thematik schwer war.

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Eine ganze Menge Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Linnich am 22.11.2016

Gleich vorweg, dieses Buch hat mich begeistert. Mit gerade 30 Jahren erhält Lea ihre Krebsdiagnose. Ihre Welt scheint zusammenzubrechen und die Angst wird ihr ständiger Begleiter. Um sich abzulenken beschäftigt sie sich mit dem sehr bewegten und eigenwilligen Leben ihrer Großmutter, die über 90 wurde und eine wichtige Rolle... Gleich vorweg, dieses Buch hat mich begeistert. Mit gerade 30 Jahren erhält Lea ihre Krebsdiagnose. Ihre Welt scheint zusammenzubrechen und die Angst wird ihr ständiger Begleiter. Um sich abzulenken beschäftigt sie sich mit dem sehr bewegten und eigenwilligen Leben ihrer Großmutter, die über 90 wurde und eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielte. Kindheitserinnerungen und ein Koffer voller Hinterlassenschaften der Oma helfen ihr auf ihrem schweren Weg. Ohne Kitsch und Pathos geschrieben, realistisch, empathisch und sogar mit einer Portion Humor. Die Verknüpfung der beiden Lebensgeschichten in seinem ansprechenden Schreibstil macht das Buch zu einem besonderen Lesevergnügen. Ein Buch über das Leben, die Liebe und die Vergänglichkeit, das nicht schwermütig macht.

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Starke Persönlichkeiten
von einer Kundin/einem Kunden aus Geldern am 21.11.2016

Dieses Buch hat mich sofort mitgerissen, ich habe es in einem Rutsch verschlungen. Zwei sehr starke Frauen, die uns Leser an ihrem Leben teilnehmen lassen, und das mit einem beeindruckendem Schreibstil von Lea Streisand. Lea, gerade 30 Jahre alt erkrankt an Krebs. Die Behandlungen und ihre Angst vor dem Tod... Dieses Buch hat mich sofort mitgerissen, ich habe es in einem Rutsch verschlungen. Zwei sehr starke Frauen, die uns Leser an ihrem Leben teilnehmen lassen, und das mit einem beeindruckendem Schreibstil von Lea Streisand. Lea, gerade 30 Jahre alt erkrankt an Krebs. Die Behandlungen und ihre Angst vor dem Tod machen ihr sehr zu schaffen. Unterstützt wird sie von ihrer ganzen Familie und vor allem von ihrem Freund Paul. Um sich abzulenken und zu trösten befasst sie sich mit der Lebensgeschichte ihrer Oma, genannt Mütterchen, die Lea einen Koffer voller Erinnerungen vermacht hat. Das Cover ist sehr schön gestaltet. Es zeigt ein Foto von Mütterchen, mit der obligatorischen Zigarette in jungen Jahren. Das Foto wird von einem Schnipsgummi gehalten. Schipsgummis spielen in Mütterchens Leben eine große Rolle. Der Titel gibt die Hoffnung von Lea sehr gut wieder. Lea`s ganze Familie besteht aus tollen Persönlichkeiten. Besonders beeindruckend ist aber die Oma Ellis Heiden. So eine starke Frau, sie hat ihr Leben wirklich gelebt, in guten, wie in schlechten Zeiten. Ihre Lebensgeschichte ist wirklich sehr interessant. So einen Koffer voller Erinnerungen hätte ich auch gerne von meiner Oma gehabt. Eine tolle Person ist auch Paul, er geht wirklich beeindruckend mit der Krankheit seiner Freundin um. Ein großer Teil des Buches handelt natürlich vom Krebs. Die Autorin schreibt viel über ihre Angst und über die Therapien. Immer ehrlich, nichts wird beschönigt. Hier leidet und hofft man einfach mit. Trotz des schwierigen Themas gibt es auch einige Stellen zum Schmunzeln, besonders über Mütterchen. Ein Buch, das Mut macht und zeigt, wie wichtig die Familie ist. Absolut empfehlenswert.

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Lea und Mütterchen - zwei wunderbare Frauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Pfarrkirchen am 19.11.2016

Ein weiteres wunderbares und gefühlvolles Buch der Autorin Lea Streisand. Ich bin begeistert! Das Titelbild zeigt wohl das Mütterchen in jungen Jahren. Der Titel "Im Sommer wieder Fahrrad" lässt daran denken, dass zum Glück viele bösartige Erkrankungen auch ihr... Ein weiteres wunderbares und gefühlvolles Buch der Autorin Lea Streisand. Ich bin begeistert! Das Titelbild zeigt wohl das Mütterchen in jungen Jahren. Der Titel "Im Sommer wieder Fahrrad" lässt daran denken, dass zum Glück viele bösartige Erkrankungen auch ihr Ende haben und danach die Sonne wieder schein. Lea ist gerade mal 30 Jahre alt - ein Alter in dem viele andere Frauen sich mit Themen wie Kinder, Hausbau und Hochzeit auseinandersetzen - als Sie die erschreckende Diagnose Krebs erhält. Ihre geliebte und leider bereits verstobene Oma, liebevoll genannt "Mütterchen" und Ihr Partner Paul stehen ihr in Ihrem wohl schwersten Kampf immer zur Seite. Die Oma in Gedanken mithilfe von vielen Erinnerungen - teilweise aufbewahrt in einem alten Koffer - , sowie Paul im realen Leben. Sie helfen Ihr durch diese schwere Zeit. Ich liebe Frauenromane - und noch viel mehr wenn es um Themen geht die das Leben schreibt - wie hier Lea`s Kampf gegen den Krebs. Als medizinische Fachkraft finde ich es immer sehr interessant, die Geschichten hinter einer Erkrankung zu sehen - wie geht es den Patienten damit, dafür bleibt im Praxisalltag oft viel zu wenig Zeit. Dieser Roman hat 5 Sterne mehr als verdient - er ist mit soviel Gefühl geschrieben, hat eine dazu mehr als Interessante Handlung und ist ein Buch genauso wie ich es gerne mag und mir manchen Abend auf der Couch versüßt.

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Unheimlich intensiv
von Isaopera am 19.11.2016

„Im Sommer wieder Fahrrad“ bin ich angegangen, ohne eine so tiefgründige und berühende, offensichtlich autobiographische, Geschichte zu erwarten. Die Leseprobe hatte mich überzeugt und getrieben war ich beim Wunsch nach diesem Buch vor allem durch das offensichtlich enge Verhältnis der Protagonistin zu ihrer Großmutter, denn auch ich wurde von... „Im Sommer wieder Fahrrad“ bin ich angegangen, ohne eine so tiefgründige und berühende, offensichtlich autobiographische, Geschichte zu erwarten. Die Leseprobe hatte mich überzeugt und getrieben war ich beim Wunsch nach diesem Buch vor allem durch das offensichtlich enge Verhältnis der Protagonistin zu ihrer Großmutter, denn auch ich wurde von meinen Großeltern immer sehr eng begleitet. Das Buch erzählt von zwei Zeit- und Handlungsebenen, die natürlich miteinander verknüpft sind. Zum einen geht es um „Mütterchen“, Leas Großmutter, die in der Kriegs- und Nachkriegszeit als Schauspielerin und Regieassistentin die Bühnenluft liebte und den Schwierigkeiten des Lebens mit patenter und tatkräftiger Art entgegentrat. Mütterchen ist ganz anders als die typische Großmutter, aber einfach wunderbar ehrlich und geradeheraus. Vielleicht war ich nicht die Einzige, die durch die verschiedenen Namensgebungen teilweise verwirrt wurde, daher hier eine Zusammenfassung: Mütterchen heißt eigentlich Hildegard, hat aber den Künstlernamen Ellis. Ihre Tochter Renate (Leas Tante) wird „Knopsi“ genannt und Leas Mutter „Krümel“. Wenn man sich das einmal angewöhnt hat, liest sich die Geschichte einfach wunderbar familiär. Der zweite Handlungsstrang ist für mich extrem intensiv gewesen. Eigentlich vermeide ich aus persönlichen Gründen, Bücher über Krebserkrankungen zu lesen, allerdings ist dieses Thema in diesem Buch ein sehr großer Teil. Lea erkrankt zu Beginn an einem Tumor und muss sich nicht nur der Bestrahlung, sondern auch einer Chemotherapie stellen. Ihre Erlebnisse sind ungeschönt, schrecklich und intensiv dargestellt, was mich sehr berührt hat und irgendwie auch gutgetan hat. Sie spricht so offen über die Schere zwischen der eigenen Emotionalität und Angst und den Ängsten des Umfeldes, mit denen man auch noch konfrontiert wird, dass ich mich 100% in die Geschichte einfühlen konnte und das Buch mit unheimlicher Spannung gelesen habe. Ein klarer und kurzweiliger Erzählstil, der sehr persönlich ist und den Leser wirklich fesselt. Für mich ein Highlight!

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Beeindruckend
von raschke64 aus Dresden am 19.11.2016

Lea ist Anfang 30. Sie führt ein Leben, wie sie es sich vorstellt, ist gerade mit ihrem Freund zusammen gezogen und hat Pläne für die Zukunft. Da bekommt sie die Diagnose Lungenkrebs und alles ändert sich. Sie bekommt eine Chemotherapie mit allen bekannten Nebenwirkungen … Mich hat dieses Buch stark... Lea ist Anfang 30. Sie führt ein Leben, wie sie es sich vorstellt, ist gerade mit ihrem Freund zusammen gezogen und hat Pläne für die Zukunft. Da bekommt sie die Diagnose Lungenkrebs und alles ändert sich. Sie bekommt eine Chemotherapie mit allen bekannten Nebenwirkungen … Mich hat dieses Buch stark beeindruckt. Zum einen beschreibt Lea ihren Kampf gegen den Krebs zwar detailliert und mit allen Höhen und Tiefen, Nebenwirkungen, Ekel, Hoffnung und Verzweiflung – bei sich selbst, ihrer Familie, ihrem Freund. Auf der anderen Seite ist es keine Beschreibung über eine Krankheit und ihren Verlauf. Als es ihr richtig schlecht geht, nimmt sie sich einen alten Koffer ihrer Oma vor und erinnert sich an deren Leben. Sie ist in den 1930er Jahren Schauspielerin geworden, hat den 2. Weltkrieg überlebt, ihren halbjüdischen Mann aus dem Arbeitslager geholt, 2 Kinder großgezogen – und viel erlebt. Aus diesen Erlebnissen schöpft auch Lea Kraft. Dabei himmelt sie auf der einen Seite ihre Oma an, auf der anderen Seite erkennt sie auch deren Fehler und Schwächen. Sie macht sich nie lustig über die alte Dame, lacht aber trotzdem viel über sie und ihre Erlebnisse. Das besondere an dem Buch ist aber für mich die Leichtigkeit, mit der die Autorin das Leben der Oma und ihren Kampf gegen den Krebs beschreibt. Das Buch drückt nicht nieder, im Gegenteil – man bekommt das Gefühl, man ist mitten drin in der Familie. Von mir gibt es dafür eine absolute Leseempfehlung.

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Sehr schöner und berührender Roman über zwei starke Frauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Markgröningen am 18.11.2016

Lea Streisand will die Geschichte ihrer Großmutter, die Mütterchen genannt wird, aufschreiben. Doch dann kommt ihr der Krebs dazwischen. Lea ist Anfang 30 und glücklich mit ihrem Freund Paul, als sie völlig unerwartet erfährt, dass sie Krebs hat. Es beginnt ein harter Kampf. Um nicht völlig verrückt zu werden... Lea Streisand will die Geschichte ihrer Großmutter, die Mütterchen genannt wird, aufschreiben. Doch dann kommt ihr der Krebs dazwischen. Lea ist Anfang 30 und glücklich mit ihrem Freund Paul, als sie völlig unerwartet erfährt, dass sie Krebs hat. Es beginnt ein harter Kampf. Um nicht völlig verrückt zu werden beschäftigt sich Lea mit der Geschichte ihrer Großmutter: Hildegard Elisabeth Luise Lücke, geboren 1912. Sie war Schauspielerin am Theater und später spielte sich auch in Filmen mit, ihr Künstlername war Ellis Heiden. Sie hat in ihrem langen Leben einiges erlebt - zwei Weltkriege, die DDR, sie hat ihren Mann Joachim Streisand, einen Halbjuden, bei der Flucht aus einem Lager geholfen. Mit 92 muss Hildegard ins Pflegeheim. Ihre beiden Töchter und ihre Enkeltochter Lea misten aus und es kommen einige Schätze ans Tageslicht. Zum Beispiel ein Koffer mit alten Briefen und Fotoalben. Lea stürzt sich in die Vergangenheit. Mir hat dieser autobiografische Roman sehr gut gefallen! Seit langem hat mich kein Buch mehr so berührt. Er ist sehr realistisch und bildlich geschrieben. Lea will eigentlich die Geschichte ihrer Großmutter aufschreiben, doch dann wird es auch ihre Geschichte, die sie schreibt. Ein wirklich sehr ergreifender Roman. Der Leser fühlt mit Lea mit und gönnt ihr, dass sie wieder gesund wird und wieder Fahrrad fahren kann. Man hofft, dass der Arzt recht behält, als er sagt: im Sommer wieder Fahrrad! Durch Leas Erzählungen über Mütterchen lässt sich der Leser in die Vergangenheit entführen und lebt mit ihr mit. Die Geschichten von Lea und Ellis nehmen im Buch ungefähr die gleiche Menge ein. Es wird immer abwechselnd, etwas zu Mütterchen Geschichte und dann wieder zu Leas Kampf gegen den Krebs erzählt. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden, in die Zeit als Lea noch ein Kind war und Mütterchen über ihr Leben ausgefragt hat. Dieser Roman ist wirklich sehr berührend und ergreifend und ich kann ihn wärmsten Herzens weiterempfehlen. Ich habe ihn in einem Rutsch durchgelesen.

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schwere Kost
von einer Kundin/einem Kunden am 02.12.2016

Inhalt: Wo die strahlende Lea ist, da ist das Leben – bis sie plötzlich, mit gerade dreißig, schwer erkrankt. Während ihre Freunde Weltreisen planen, aufregende Jobs antreten, heiraten, Kinder kriegen, kreisen ihre eigenen Gedanken um Krankheit und Tod. Als sie fast die Hoffnung verliert, muss Lea an ihre Großmutter... Inhalt: Wo die strahlende Lea ist, da ist das Leben – bis sie plötzlich, mit gerade dreißig, schwer erkrankt. Während ihre Freunde Weltreisen planen, aufregende Jobs antreten, heiraten, Kinder kriegen, kreisen ihre eigenen Gedanken um Krankheit und Tod. Als sie fast die Hoffnung verliert, muss Lea an ihre Großmutter Ellis denken. Ellis Heiden war Schauspielerin und Lebenskünstlerin, „eine Frau wie ein Gewürzregal“, lustig, temperamentvoll und furchtlos. In den 1940er Jahren etwa schummelte sie ihren Bräutigam, einen „Halbjuden“, in einer abenteuerlichen Aktion nach Berlin und rettete ihm damit das Leben. Auch die Nachkriegswirren, Mauerfall und Wendezeit meisterte sie mit einer umwerfend unkonventionellen Haltung zum Leben. Die Erinnerung an diese besondere Frau stärkt Lea in einer schweren Zeit den Rücken. Mit leichter Feder, Herz und Humor erzählt Lea Streisand die Geschichte zweier unverwechselbarer, starker Frauen. Sehr schwer für mich zu rezensieren, da es ein sehr ernstes Thema beinhaltet. Es war auf jeden Fall lesenswert, aber auch nach beenden des Buches, beschäftigt es mich noch sehr. Nichts für schwache Gemüter, man sollte sich vorher informieren, worum es geht! Kein Roman für zwischendurch!

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Zwei bemerkenswerte Frauen
von einer Kundin/einem Kunden am 28.11.2016

In einem Alter, in dem ihre Freundinnen sich Gedanken über die Familienplanung und ihren beruflichen Werdegang machen, erkrankt Lea Streisand schwer. Diagnose: Krebs. Die Chemotherapie übersteht sie mithilfe ihrer Familie, ihres Lebensgefährten, Paul, und den Geschichten ihrer Großmutter. Die Autorin berichet von ihrem Erfahrungen im Kampf gegen ihre Erkrankung, ihren... In einem Alter, in dem ihre Freundinnen sich Gedanken über die Familienplanung und ihren beruflichen Werdegang machen, erkrankt Lea Streisand schwer. Diagnose: Krebs. Die Chemotherapie übersteht sie mithilfe ihrer Familie, ihres Lebensgefährten, Paul, und den Geschichten ihrer Großmutter. Die Autorin berichet von ihrem Erfahrungen im Kampf gegen ihre Erkrankung, ihren Ängsten, Hoffnungen und von Rückschlägen, ohne dabei Mitleid erregen zu wollen. Neben den medizinischen Aspekten berichtet sie davon, welche Auswirkungen die Krankheit auf ihre soziale und wirtschaftliche Lage hat. Leas Geschichte hat mich zum Nachdenken angeregt, auch wenn ich mich nicht in einer auch nur ähnlichen Situation befinde. Das alleine macht das Buch lesenswert. Ganz nebenbei erzählt die Autorin die Geschiche ihrer Großmutter: Einer Frau, die scheinbar immer gegen den Strom geschwommen ist. Von ihrer Berufswahl über den Widerstand, ihre Heimatstadt zu verlassen oder dem Einsatz, ihren halbjüdischen Verlobten aus einem Gefangenenlager zu befreien. Ihre Großmutter war immer etwas anders als andere. Eine wirklich bemerkenswerte Frau - dabei allerdings weder sympatisch noch politisch besonders korrekt. Aber Mut kann man ihr nicht absprechen. Ich kann nicht sagen, welche Geschiche mich mehr berührt hat. Bewegt haben mich definitiv beide!

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Hoffnung und positives Denken gibt Kraft
von einer Kundin/einem Kunden aus Otterbach am 15.11.2016

Lea Streisand steht mitten im Leben, als sie Anfang 30 schwer erkrankt. Sie war doch gerade in der Kinderplanung und nun muss sie sich mit Krankheit, Schmerzen und Tod auseinandersetzen. Um nicht ganz daran zu zerbrechen, erinnert sich Lea an ihre Großmutter Ellis, eine mutige und lustige Frau, die... Lea Streisand steht mitten im Leben, als sie Anfang 30 schwer erkrankt. Sie war doch gerade in der Kinderplanung und nun muss sie sich mit Krankheit, Schmerzen und Tod auseinandersetzen. Um nicht ganz daran zu zerbrechen, erinnert sich Lea an ihre Großmutter Ellis, eine mutige und lustige Frau, die ihrer Enkelin einen Koffer voller Abenteuer hinterließ. Lea nimmt sich die Zeit und entdeckt die Abenteuer ihrer Oma. Das Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben. Lea Streisand beschreibt sehr realistisch ihren Weg durch die Krankheit. Mich machte das an vielen Stellen traurig, weil meine Mama gerade den gleichen Weg gehen muss und ich durch ihre Erzählungen mitfühlen kann und genau weiß, was die Autorin meint. In dem Buch wird durch Leas Partner Paul toll herausgestellt, wie wichtig und gut es ist, wenn man einen Partner an seiner Seite hat, auf den man vertrauen kann und der einen durch die Zeit begleitet. Ich fand Paul immer sehr ermunternd und er hat Lea immer wieder Hoffnung gemacht, wenn sie nicht mehr konnte. Die Einflechtungen im Buch, was die Oma so alles erlebt hat, das hat die Geschichte wieder fröhlicher werden lassen und man wurde nicht ganz runtergezogen. So eine Oma hätte wohl jeder gerne gehabt! Man muss sich beim Lesen des Buches mit Krankheit und Tod auseinandersetzen, aber durch die lockere und humorvolle Schreibweise der Autorin, wirkt es nicht hoffnungslos oder zu traurig. Natürlich gibt es auch traurige Momente darin, denn im Leben läuft auch nicht immer alles glatt. Die Autorin hat aber eine gute Balance bewahrt. Ein sehr schönes Buch!

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Man fühlt mit
von einer Kundin/einem Kunden aus Hornbek am 25.11.2016

Wenn man sich das Cover betrachtet, kann man sich schon denken, dass man hier eher einen leisen Roman vor sich hat. Lea bekommt die Diagnose Krebs. Sie ist entsetzt, sie ist hilflos und muss sich erst einmal finden. Da sie ihrer Oma, genannt Mütterchen, versprochen hat eine Biografie über... Wenn man sich das Cover betrachtet, kann man sich schon denken, dass man hier eher einen leisen Roman vor sich hat. Lea bekommt die Diagnose Krebs. Sie ist entsetzt, sie ist hilflos und muss sich erst einmal finden. Da sie ihrer Oma, genannt Mütterchen, versprochen hat eine Biografie über sie zu schreiben, versucht sie in den Phasen, in denen es ihr besser geht, dieses Versprechen einzulösen. Der Leser wird jetzt mit zwei Geschichten konfrontiert. Zum einen ist da Lea mit ihrer Krebserkrankung und der ganzen Behandlung, sowie ihrer Beziehung zu dieser Krankheit. Auch die Wichtigkeit ihre Beziehung zu Paul, ihrem Freund, wird dargestellt. Auf der anderen Seite erfahren wir, wie ihre Oma, das Mütterchen, gelebt hat. Sie hat beide Kriege mitgemacht und hat als Schauspielerin und Regieassistentin gearbeitet. Durch das hin und her der beiden Geschichten habe ich mich nicht immer so ganz eingefunden. Ich hatte mir nach der Inhaltsangabe mehr versprochen.

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Ellis Heiden und Enkelin Lea
von einer Kundin/einem Kunden aus Fulda am 20.11.2016

Lea erkrankt als junge Frau an Krebs, und in dieser schweren Zeit dient ihr ihre unkonventionelle Großmutter - Ellis Heiden - als Halt und Vorbild. Im Buch erzählt Lea immer abwechselnd von sich und ihrer Krankheit, und dann wieder geht sie zurück in die Vergangenheit und arbeitet das Leben... Lea erkrankt als junge Frau an Krebs, und in dieser schweren Zeit dient ihr ihre unkonventionelle Großmutter - Ellis Heiden - als Halt und Vorbild. Im Buch erzählt Lea immer abwechselnd von sich und ihrer Krankheit, und dann wieder geht sie zurück in die Vergangenheit und arbeitet das Leben ihrer Oma auf, die als Schauspielerin gearbeitet hat. Beim Lesen habe ich mit Lea mitgelitten, die von Chemotherapie, Gürtelrose und ihren Ängsten vor Schmerzen und Tod gebeutelt wird. Ihre Oma - genannt Mütterchen - scheint wohl in ihrer Zeit ein ziemlicher "Feger" gewesen zu sein, die zwei Weltkriege überlebt und zwei Kinder groß gezogen hat. Außerdem hat sie sich als Schauspielerin und Regieassistentin verwirklicht, sie hat geraucht und diverse Liebhaber gehabt. Sie hat ihr Leben gelebt ohne Wenn und Aber und genau das hat letztendlich ihrer Enkelin bei der Bewältigung ihrer Krankheit geholfen. Mitunter fand ich die Erzählungen von Lea Streisand sehr philosphisch und langatmig, und mir hat durch die wechselnden Erzählstränge der Spannungsbogen gefehlt. Trotzdem hatte ich das Buch ziemlich schnell durchgelesen.

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