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Im Sommer wieder Fahrrad

Roman

(42)

Wo die strahlende Lea ist, da ist das Leben - bis sie plötzlich, mit gerade dreißig, schwer erkrankt. Während ihre Freunde Weltreisen planen, aufregende Jobs antreten, heiraten, Kinder kriegen, kreisen ihre eigenen Gedanken um Krankheit und Tod. Als sie fast die Hoffnung verliert, muss Lea an ihre Großmutter Ellis denken. Ellis Heiden war Schauspielerin und Lebenskünstlerin, „eine Frau wie ein Gewürzregal", lustig, temperamentvoll und furchtlos. In den 1940er Jahren etwa schummelte sie ihren Bräutigam, einen „Halbjuden", in einer abenteuerlichen Aktion nach Berlin und rettete ihm damit das Leben. Auch die Nachkriegswirren, Mauerfall und Wendezeit meisterte sie mit einer umwerfend unkonventionellen Haltung zum Leben. Die Erinnerung an diese besondere Frau stärkt Lea in einer schweren Zeit den Rücken. Mit leichter Feder, Herz und Humor erzählt Lea Streisand die Geschichte zweier unverwechselbarer, starker Frauen.
„Schwierig, dieses Buch zu lesen und sich nicht in diese Frau zu verlieben, für ihre knallharte Herzlichkeit und all den schönen Trotz. Welche Frau, fragen Sie, die Erzählerin oder die Großmutter, über die sie schreibt? Gute Frage. Beide." Margarete Stokowski
„Sehr nah und unerschrocken blättert Lea Streisand ihre Hauptfiguren auf. Während man mit ihnen wächst, wachsen sie einem ans Herz. Große Themen wie Krieg und Krebs, Theater und das Schreiben: alles handelt letztendlich von der Liebe." Kirsten Fuchs
"Locker und lässig wirbelt Lea Streisand die Geschichte der Autorin als beinahe Sterbender und ihrer Großmutter als beinahe Unsterblicher zu einem Teppich zusammen, auf dem wir Leser fliegen können." Jakob Hein

Portrait

Seit 1986 kann sie lesen, seit 2003 liest sie auf Lesebühnen und Poetry Slams in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Lea Streisand ist Mitglied der Neuköllner Lesebühne Rakete 2000. Außerdem schreibt die gebürtige Berlinerin Kolumnen für die taz und hat seit Mai 2014 eine wöchentliche Hörkolumne auf Radio Eins

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 18.11.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-08130-9
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 214/128/32 mm
Gewicht 441
Verkaufsrang 22.407
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Buchhändler-Empfehlungen

„Mut zum (Über-)Leben!“

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Eine erschütternde Diagnose: Krebs, genauer: Hodgkin-Lymphom reißt der jungen, ambitionierten, lebenslustigen Lea den Boden unter den Füßen weg.
Jetzt ist es mit Empfehlungen von Romanen über eine schwere Erkrankung immer so eine Sache: Man möchte sich dem Problem nicht entziehen, sich zugleich aber auch nicht damit befassen.
Doch
Eine erschütternde Diagnose: Krebs, genauer: Hodgkin-Lymphom reißt der jungen, ambitionierten, lebenslustigen Lea den Boden unter den Füßen weg.
Jetzt ist es mit Empfehlungen von Romanen über eine schwere Erkrankung immer so eine Sache: Man möchte sich dem Problem nicht entziehen, sich zugleich aber auch nicht damit befassen.
Doch mit Lea's Leben und ihrer Krankengeschichte können und sollten Sie sich befassen. Sie erzählt schonungslos offen und mit einer wohl dosierten Menge (zum Teil schwarzem) Humor ihre ernste Geschichte. Dabei wird sie nie melancholisch, traurig oder drückt nicht auf die Tränendrüse. Der Leser spürt deutlich Lea's unbändigen Lebenswillen.
Ein ernstes Thema – ganz wunderbar aufgearbeitet!

Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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"Der Lappen muss hoch" (The Show Must Go On)
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 30.01.2017

Lea Streisand ist niedergeschmettert, als sie die Diagnose Krebs erhält. Es beginnen einige Monate mit Chemotherapie, Ängsten, dem Gefühl ausgeliefert zu sein, sich schwach zu fühlen und allem, was sonst noch dazu gehört. Um mit diesen Ängsten fertig zu werden, wendet sie sich dem Projekt zu, die Lebensgeschichte... Lea Streisand ist niedergeschmettert, als sie die Diagnose Krebs erhält. Es beginnen einige Monate mit Chemotherapie, Ängsten, dem Gefühl ausgeliefert zu sein, sich schwach zu fühlen und allem, was sonst noch dazu gehört. Um mit diesen Ängsten fertig zu werden, wendet sie sich dem Projekt zu, die Lebensgeschichte ihrer Großmutter aufzuschreiben. Diese war eine begnadete Schauspielerin und Regieassistentin und für Lea eine wichtige Bezugsperson in ihrer Kindheit. Anhand von einem geerbten Koffer mit allerlei Erinnerungen lernt Lea das Leben ihres „Mütterchens“ neu kennen. Es ist eine ergreifende Geschichte, die Lea Streisand hier erzählt, vor allem in ihrem Erleben mit dem Krebs, der ihr ein Leben wie bisher, mit Reisen, Arbeiten, Kinder kriegen verwehren möchte. Leas Gedanken kreisen um das nackte Überleben, um das Wiedergewinnen von Lebensqualität. Als Gegenpol dazu entwirft sie das Leben ihrer Großmutter, eine starke Frau, die sich auch in schweren Zeiten nicht die Butter vom Brot nehmen ließ. Durch die Verquickung dieser beiden Erzählebenen wird die Geschichte leichter, lässt sich trotz aller Rückschläge durch die Krankheit leicht und flüssig lesen. Die Geschichten, die Lea Streisand berichtet, haben mich teilweise tief berührt, die geschilderten lustigen Anekdoten waren dazu ein guter Kontrapunkt. Insgesamt ein gelungenes Buch über zwei starke Frauen, sehr empfehlenswert.

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eine Geschichte die Mut und Hoffnung macht
von einer Kundin/einem Kunden am 12.01.2017

Die Geschichte von Lea Streisand gefiel mir sehr gut. Ein sehr gelungenes Debüt und Autobiografie über das Leben ihrer Großmutter , liebevoll „ Mütterchen“ genannt und ihren eigenen Weg der Kampf gegen den Krebs. Sehr schön fand ich die Ein- und Rückblickblicke über ihre Großmutter, von Kindheit an bis ins... Die Geschichte von Lea Streisand gefiel mir sehr gut. Ein sehr gelungenes Debüt und Autobiografie über das Leben ihrer Großmutter , liebevoll „ Mütterchen“ genannt und ihren eigenen Weg der Kampf gegen den Krebs. Sehr schön fand ich die Ein- und Rückblickblicke über ihre Großmutter, von Kindheit an bis ins hohe Alter und dem Tod. Mütterchen war zu ihren Lebzeiten eine sehr gute Starschauspielerin, sie war es mit Leib und Seele. Diese Frau hat mich Fasziniert, sie war eine sehr Willensstarke Frau, eine Kämpferin die sich nicht unterkriegen lies, nicht mal von den Nazis. Eine Frau die man einfach Liebgewinnen musste, ein Frau mit einem großen Herzen, einem Stehaufmännchen. Die ihren Mann einen Halbjuden aus einem Arbeitslager rettete und versteckte. Die Zeit nährend des Krieges, und die Zeit danach, der Mauerfall, alles ist so bildhaft beschrieben, man hatte das Gefühl mitten in der Geschichte zu sein. Mütterchen führte ein Facettenreiches Leben, bunt und Ereignisreich , mit Höhen und tiefen. Man könnte es mit einem Kaleidoskop vergleichen. Sie erinnert mich ein wenig an meine eigene Oma, auch sie war eine Kämpferin und eine Frau mit einem großen Herzen. Ich kann sehr gut verstehen, das Lea mit jeder Faser ihres Herzens an Mütterchen hing, beides haben eines Gemeinsam, sie sind Kämpferinnen. Als Lea , Mütterchens Koffer beim Räumen derer Wohnung in die Hände fällt, und sie an Krebs, erkrankt und die schreckliche Diagnose Krebs erfährt , ist es dieser Koffer und deren Inhalt mit der Lebensgeschichte , Erinnerungen und Aufzeichnungen , er wird zum Rettungsanker für sie. Beim durchstöbern und sichten erinnert Lea sich daran, das sie Mütterchen versprochen hatte ihre Geschichte aufzuschreiben . Dieser Inhalt gab ihr Kraft, Mut und Hoffnung. Ich bewunderte Lea immer wieder über ihren Mut und die Kraft die sie aufbrachte sich ihrem Feind zustellen und ihm den Kampf anzusagen. Oft standen mir die Tränen in den Augen, wenn Lea sich all den Therapien unterziehen musste. Sie kämpfte ganz nach dem Motto von Mütterchen „ Das ist kein Grund zum Heulen“ . Sehr markant waren die Sätze des Arztes ,“ Wir wissen jetzt wie das Biest mit Vornamen heißt, Morbus Hodking. Herzlichen Glückwunsch, sie bekommen den Porsche unter den Krebserkrankungen. Sehr bewundert habe ich Paul ihren Freund, der ihr halt und Kraft gab, ein Fels in der Brandung, der mit ihr durch Dick und dünn ging, das nenne ich echte und wahre Liebe. Fazit: Beim Lesen hatte ich Mütterchen sehr liebgewonnen, ich fand sie so herzerfrischend, ehrlich und gerade heraus, eine Frau mit einem großen Herzen. Lea bewunderte ich für ihren Mut und ihre Kraft, ihre Krankheit zu Akzeptieren und ihr den Kampf anzusagen, sie nicht unterkriegen zulassen. Beim niederschreiben ihrer Geschichte nicht auf die Mitleidsdrüse zu drücken. Aber doch ihre Gefühle Preiszugeben und uns tiefe Einblicke in ihr Leben, der Krankheit und der Lebensgeschichte ihrer Großmutter gewährte.

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Ein Koffer voller Erinnerungen
von einer Kundin/einem Kunden am 04.01.2017

Inhalt: Die dreißigjährige Lea erkrankt an Lymphdrüsenkrebs. Ein langer und schmerzhafter Weg liegt vor ihr. Glücklicherweise muß sie diesen Weg nicht alleine beschreiten. Ihre Familie und ihr Lebensgefährte Paul stehen ihr in dieser schweren Zeit bei. Durch ihre Krankheit darf und kann Lea oft... Inhalt: Die dreißigjährige Lea erkrankt an Lymphdrüsenkrebs. Ein langer und schmerzhafter Weg liegt vor ihr. Glücklicherweise muß sie diesen Weg nicht alleine beschreiten. Ihre Familie und ihr Lebensgefährte Paul stehen ihr in dieser schweren Zeit bei. Durch ihre Krankheit darf und kann Lea oft ihre Wohnung nicht verlassen. In ihrer Verzweiflung beginnt sie den Nachlass ihrer Großmutter Ellis,von der Familie nur Mütterchen genannt, zu durchforsten . Mütterchen war eine starke,mutige und lebensfrohe Frau,die es schaffte trotz Krieg und Nachkriegszeit, ihren Weg zu gehen.Lea hatte immer ein enges Verhältnis zu ihr. Durch Mütterchens Briefe und Aufzeichnungen lernt Lea ihre Großmutter jedoch auch ganz neu kennen und kann aus Mütterchens Lebenserfahrung Kraft und Mut im Kampf gegen den Krebs schöpfen. Meine Meinung: Krebs ist immer eine niederschmetternde Diagnose. Vor allem,wenn man als junger,blühender Mensch,doch eigentlich noch das ganze Leben vor sich hat. Lea Streisand beschreibt in diesem Roman ihren Weg durch die Krankheit. Wer jedoch eine pathetische Leidensgeschichte voller Siechtum und Schrecken erwartet,der wird enttäuscht sein. Lea beschreibt ihren Leidensweg trotz Angst,Schmerz und Wut in einer leichten und ins Ohr gehenden Art, jedoch ohne in das Banale oder Kitschige abzudriften,so daß es mir fast unmöglich war,meine Augen von den Seiten zu lösen. Ich konnte Lea fast vor mir sehen,wie sie im alten Koffer ihrer Großmutter stöbert und so viele Dinge über diese starke,mutige und selbstbewusste Frau erfährt,die sie als Kind gar nicht erfassen konnte,die ihr aber jetzt Mut und Kraft spenden. Außer Lea und Mütterchen gibt es jedoch noch einen Protagonisten,der etwas im Schatten der beiden Frauen steht,meiner Meinung nach jedoch mindestens genauso stark und beachtenswert ist wie die Beiden. Leas Freund Paul.Wo manch anderer Mann Reißaus nehmen würde,bleibt Paul an Leas Seite.Er umsorgt sie,erträgt ihre Stimmungsschwankungen,stützt und hält sie,ohne jedoch im Rampenlicht zu stehen. Lea kann sich wirklich glücklich schätzen,einen solchen Partner an ihrer Seite zu haben. Fazit: Ein wunderschöner Roman,der zwei Lebensschicksale zu einer Geschichte vereint.Meine absolute Leseempfehlung!

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Zwei starke Frauen
von Sylvia Mangl aus Wien am 02.01.2017

Lea ist erst Anfang dreissig als ihr Leben in ihren Grundfesten erschüttert wird. Schon immer war sie zart und gesundheitlich ein wenig angeschlagen. Sie ist leicht gehbehindert, sodaß die optimale Fortbewegungsart für sie das Fahrradfahren ist. Auf diese Art und Weise hat sie das Gefühl ganz eins mit sich... Lea ist erst Anfang dreissig als ihr Leben in ihren Grundfesten erschüttert wird. Schon immer war sie zart und gesundheitlich ein wenig angeschlagen. Sie ist leicht gehbehindert, sodaß die optimale Fortbewegungsart für sie das Fahrradfahren ist. Auf diese Art und Weise hat sie das Gefühl ganz eins mit sich zu sein und frei von Schmerz. Eben erst hat sie Paul, ihre große Liebe, gefunden, und nun die Krebsdiagnose. Gleich der ganz große Hammer – Lymphosarkom. Die ganze Welt scheint einzustürzen. Um sich von der Krankheit, der Therapie, den klugen und gutgemeinten Ratschlägen abzulenken, beginnt sie, das Leben ihrer Großmutter aufzuschreiben. Mütterchen, wie sie von allen in der Familie liebevoll genannt wird, hat ein spektakuläres Leben gelebt – mutig und selbstbestimmt. Sie hat in jeder Situation ihres Lebens nach ihrem Herzen entschieden und niemals nach gängigen Konventionen. Sie war Schauspielerin und Regisseurin und vor allem eine große Menschenkennerin – und sie war ein Lieblingsmensch in Leas Leben. Lea schildert in ihrem Buch, wie die Auseinandersetzung mit Mütterchens Leben, das sie anhand eines Koffers voller Briefe und Bilder und eigener Erinnerungen rekonstruiert, ihr durch die schwere Zeit ihrer Krankheit hilft und ihr ganz nebenbei auch ganz neue Seiten ihrer Großmutter zeigt. Ein wunderschön, mit viel Herz und Humor geschriebenes Buch über zwei sehr unterschiedliche und starke Frauen.

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Gelungenes Debut
von Forti am 30.12.2016

Lea Streisand verknüpft in ihrem Roman-Debut "Im Sommer wieder Fahrrad" Krebserkrankung und Familiengeschichte der Hauptfigur Lea - in wieweit es sich um eine autobiografische Geschichte handelt, bleibt ungeklärt. Die Autorin wird aber kaum abstreiten können, dass das Buch zumindest autobiografisch geprägt ist. Im Mittelpunkt steht neben Lea die Großmutter,... Lea Streisand verknüpft in ihrem Roman-Debut "Im Sommer wieder Fahrrad" Krebserkrankung und Familiengeschichte der Hauptfigur Lea - in wieweit es sich um eine autobiografische Geschichte handelt, bleibt ungeklärt. Die Autorin wird aber kaum abstreiten können, dass das Buch zumindest autobiografisch geprägt ist. Im Mittelpunkt steht neben Lea die Großmutter, genannt Mütterchen. Die Geschichte wird dabei nie weinerlich oder selbstmitleidig. Die Krebserkrankung und die Auswirkungen von Krankheit und Therapie auf die Hauptprotagonistin und ihr Umfeld werden aber schonungslos beschrieben. Falls dieses Buch den Leser durch eine Krebserkrankung hindurch begleiten soll, vielleicht besser nicht von Anfang an. Noch interessanter als die Geschichte Leas fand ich die Lebensgeschichte Mütterchens, die fast das gesamte wechselhafte zwanzigste Jahrhundert hautnah durchlebt hat. Sowohl im Nationalsozialismus, in der DDR als auch in der Bundesrepublik hatte sie immer ihren eigenen Kopf und ging ihren Weg als Schauspielerin und Regieassistentin am Theater. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr. Er ist intelligent und flüssig. Gegen Ende hat die Geschichte der Krebstherapie einige Längen. Insgesamt aber eine lesenswerte, gut geschriebene Geschichte über zwei starke Frauen.

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Gelungenes Debut
von Forti am 30.12.2016

Lea Streisand verknüpft in ihrem Roman-Debut "Im Sommer wieder Fahrrad" Krebserkrankung und Familiengeschichte der Hauptfigur Lea - in wieweit es sich um eine autobiografische Geschichte handelt, bleibt ungeklärt. Die Autorin wird aber kaum abstreiten können, dass das Buch zumindest autobiografisch geprägt ist. Im Mittelpunkt steht neben Lea die Großmutter,... Lea Streisand verknüpft in ihrem Roman-Debut "Im Sommer wieder Fahrrad" Krebserkrankung und Familiengeschichte der Hauptfigur Lea - in wieweit es sich um eine autobiografische Geschichte handelt, bleibt ungeklärt. Die Autorin wird aber kaum abstreiten können, dass das Buch zumindest autobiografisch geprägt ist. Im Mittelpunkt steht neben Lea die Großmutter, genannt Mütterchen. Die Geschichte wird dabei nie weinerlich oder selbstmitleidig. Die Krebserkrankung und die Auswirkungen von Krankheit und Therapie auf die Hauptprotagonistin und ihr Umfeld werden aber schonungslos beschrieben. Falls dieses Buch den Leser durch eine Krebserkrankung hindurch begleiten soll, vielleicht besser nicht von Anfang an. Noch interessanter als die Geschichte Leas fand ich die Lebensgeschichte Mütterchens, die fast das gesamte wechselhafte zwanzigste Jahrhundert hautnah durchlebt hat. Sowohl im Nationalsozialismus, in der DDR als auch in der Bundesrepublik hatte sie immer ihren eigenen Kopf und ging ihren Weg als Schauspielerin und Regieassistentin am Theater. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr. Er ist intelligent und flüssig. Gegen Ende hat die Geschichte der Krebstherapie einige Längen. Insgesamt aber eine lesenswerte, gut geschriebene Geschichte über zwei starke Frauen.

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Wahnsinn! Einer der besten Romane aus 2016!
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am 30.12.2016

Man nehme eine Berliner Schnauze mit Herz am rechten Fleck und einem großen Schreibtalent schüttle gut und man erhält den tolle Roman: "Im Sommer wieder Fahrrad" von Lea Streisand. Von den viele Romanen, die ich in 2016 gelesen habe, ist dies recht spät hinzugekommen, aber definitiv unter den Top 5... Man nehme eine Berliner Schnauze mit Herz am rechten Fleck und einem großen Schreibtalent schüttle gut und man erhält den tolle Roman: "Im Sommer wieder Fahrrad" von Lea Streisand. Von den viele Romanen, die ich in 2016 gelesen habe, ist dies recht spät hinzugekommen, aber definitiv unter den Top 5 des Jahres! Lea Streisand hat mit ihrem Debüt "Im Sommer wieder Fahrrad" ein phänomenal überzeugendes Werk geschaffen! Es ist ein autobiografisches Buch über die Krebserkrankung der Autorin mit Anfang 30 und die Lebensgeschichte ihrer Großmutter, einer Lebefrau des Theaters in Ost-Berlin. Eine gewagte, aber gelungene Kombination. Geschichten der Chemotherapie haben an sich viel Trauer- und Tragikpotential und laden ein über die eigenen Sterblichkeit zu sinnieren, aber Lea Streisand schafft es einerseits ungeschminkt ihr Leid dazustellen und zur gleichen Zeit wahnsinnig humorvoll zu beschreiben was vor sich geht. Das Leben der Oma ist einfach ein Knaller! Wie eine Wundertüte des Lebens in dem eine furchtlose Frau alle Gelegenheiten am Schopf packt. Sehr erfrischend! Ich freue mich Lea Streisand für mich entdeckt zu haben und würde mich sehr freuen, wenn der Fankreis weiter wächst! Fazit: So viel Schnoddrigkeit in guter Literatur habe ich selten gelesen. Für meine Berliner Seele ein Happening der besonderen Art. Unglaublich gut und mit ganz viel Berliner Charme! Unbedingt lesen!

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Geht an die Substanz
von einer Kundin/einem Kunden aus Braunschweig am 25.12.2016

Inhalt: Lea ist eine lebensbejahende junge Frau, die immer ein Lachen auf den Lippen hat. Da bekommt sie eine Hammerdiagnose, sie hat Krebs. Wie soll sie damit fertig werden? Warum straft das Leben sie so hart? Wird sie jemals Kinder haben oder war´s das schon. Lea ist sehr traurig... Inhalt: Lea ist eine lebensbejahende junge Frau, die immer ein Lachen auf den Lippen hat. Da bekommt sie eine Hammerdiagnose, sie hat Krebs. Wie soll sie damit fertig werden? Warum straft das Leben sie so hart? Wird sie jemals Kinder haben oder war´s das schon. Lea ist sehr traurig und verzweifelt. Paul, ihr Lebensgefährte, ist ihr eine große Stütze während der Chemotherapie. In den schweren Momenten kommt ihr die Großmutter in den Sinn, deren Leben sehr turbulent und alles andere als einfach war. Leas Großmutter war Schauspielerin von Beruf. Sie war außergewöhnlich und hat für ihre Vorstellungen vom Leben gekämpft. In einem Koffer findet Lea eine wahre Fundgrube mit zahlreichen Briefen und Fotos ihrer Großmutter. Indem sie sich mit der Geschichte dieser interessanten Frau befasst, gelingt es ihr, sich von ihrer schweren Krankheit und den Strapazen der Behandlung abzulenken. Meine Meinung: Im Sommer wieder Fahrrad, ein Titel, der nicht erwarten lässt, welche ergreifende Geschichte sich dahinter verbirgt. Man muss dieses Buch intensiv lesen, um es zu begreifen und zu verstehen. Mich hat die autobiographische Geschichte der Autorin Lea Streisand sehr berührt, sie ist so anders, als erwartet. Sie dürfte anderen Frauen in ähnlichen Situationen eine Unterstützung sein. Fazit: Dieses Buch muss man gelesen haben, auch eine Verfilmung würde ich mir sehr wünschen. Autorenportrait: Lea Streisand studierte Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik an der Humboldt-Universität Berlin. Seit 2003 liest sie Geschichten auf Berliner Lesebühnen. Sie ist Mitglied von Rakete 2000 und begründete 2013 die Veranstaltungsreihe Hamset nich kleina? in Berlin Friedrichshain. Rakete 2000 wurde im Frühjahr 2012 vom „Kreis der Freunde und Förderer des Masterstudiengangs Angewandte Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin“ zur besten Berliner Lesebühne 2012 gewählt. 2009 erschien Lea Streisands erstes Hörbuch „Wahnsinn in Gesellschaft“ in der Edition Mundwerk des Periplaneta Verlags. 2010 folgte die erweiterte 2. Auflage als Medienkombination (Buch mit 2 CDs). Mit „Berlin ist eine Dorfkneipe“ erschien im Februar 2012 ihr zweites Buch, ebenfalls als Medienkombination (Buch und CD). Texte von Lea Streisand sind in zahlreichen Anthologien erschienen. Seit 2005 schreibt sie Artikel und Kolumnen für die tageszeitung u. a. Seit 2014 spricht sie die wöchentliche Kolumne „War schön jewesen“ bei Radio Eins. (Quelle: Wikipedia)

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Das Leben kann so schön sein!
von claudi-1963 aus Schwaben am 22.12.2016

Zwei Frauenbilder wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist zum einen die starke Ellis Heiden eigentlich Schauspielerin und Lebenskünstlerin. Sie ist humorvoll, hat Temperament, weiß was sie will und fürchtet sich vor nichts. In den Kriegsjahren rettet sie ihren halbjüdischen Mann mit einer gefährlichen Aktion das Leben, in... Zwei Frauenbilder wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist zum einen die starke Ellis Heiden eigentlich Schauspielerin und Lebenskünstlerin. Sie ist humorvoll, hat Temperament, weiß was sie will und fürchtet sich vor nichts. In den Kriegsjahren rettet sie ihren halbjüdischen Mann mit einer gefährlichen Aktion das Leben, in dem sie ihn aus dem Arbeitslager holt. Sie erlebt die Nachkriegszeit, die Mauer, den Mauerfall und die Wende. Und da ist Lea Streisand eine junge dreißigjährige Frau, mitten im Leben. Sie plant eigentlich schon ihre Familie, Weltreise mit Freunden, einen Job nach dem Studium. Doch da wird sie von der schweren Morbus Hodgkin Erkrankung regelrecht erfasst. Fortan ist nichts mehr so wie vorher, nun bestimmen Ärzte, Chemo und Krankenhaus ihren Alltag. Lediglich die Briefe und Alben ihre Großmutter bringen noch etwas Lichtstrahlen in ihren Alltag. Aber auch Paul und ihre Familie sind in dieser Zeit ihr größter Halt. Meine Meinung: Dieses Buch von Lea Streisand schafft den Spagat zwischen Humor, Lebensmut und Freude, während es auf der anderen Seite um Trauer, Lebensängste und Verzweiflung geht. Sie erzählt die unterschiedlichen Leben von zwei starken Frauen, die eine so lebensbejahend und starke Ellis während auf der anderen Seite die am Boden zerstörte, ängstliche und kranke Lea ist. Ellis ist Leas Großmutter und ihre Briefe, Erinnerungen aber auch ihre lebensbejahende Art schaffen es Lea wieder ins Leben zu katapultieren. Deshalb hat sie auch dieses Buch geschrieben, sicherlich auch um anderen Mut zu machen, nicht aufzugeben. Zwei wunderbarere Sätze aus dem Buch lauten: "Krebs ist die Krankheit der leeren Zeit. Der Langeweile. Und wenn wir irgendwas überhaupt nicht mehr beherrschen heutzutage, ist es, Langeweile zu haben." oder "Bei der Therapie gegen Hodgkin haut man dem Krebs die Bratpfanne auf den Schädel. Dass er umfällt und haut dann möglichst lange und ausgiebig weiter, damit er nie wieder aufsteht." Für mich ist dieses Buch ein grandioses Lebenszeugnis und bekommt 5 von 5 Sterne.

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Beeindruckende Geschichte zweier starker Frauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Geestland am 21.12.2016

Lea ist Journalistin, Anfang dreißig und hat ihr Leben gut im Griff. Doch dann plagen sie plötzlich Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten und sie lässt sich von ihrem Arzt untersuchen. Die Diagnose ist niederschmetternd: Sie hat Lymphdrüsenkrebs. Vor ihr liegt ein langer und schmerzhafter Weg, auf dem ihre Familie und... Lea ist Journalistin, Anfang dreißig und hat ihr Leben gut im Griff. Doch dann plagen sie plötzlich Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten und sie lässt sich von ihrem Arzt untersuchen. Die Diagnose ist niederschmetternd: Sie hat Lymphdrüsenkrebs. Vor ihr liegt ein langer und schmerzhafter Weg, auf dem ihre Familie und ihr Freund Paul ihr zur Seite stehen. Das Buch erzählt natürlich die Geschichte von Lea und ihrer Krankheit. Und dies tut es mutig und unerschrocken, ohne groß auf die Tränendrüsen zu drücken, stets mit einer Prise Zynismus und schwarzem Humor. Aber das Buch ist vor allem auch eine Liebeserklärung an „Mütterchen“, wie Lea ihre Großmutter stets nannte. Lea schaut in Rückblicken auf das Leben ihrer Großmutter zurück. Und „Mütterchen“ hatte ein bewegtes Leben, geboren 1912 erlebte sie zwei Weltkriege und war eine Schauspielerin und eine echte Lebenskünstlerin. Die Erinnerungen an ihre geliebte Großmutter motivieren Lea während ihres Chemo-Marathons zum Durchhalten. Die beiden hatten immer ein sehr inniges Verhältnis zueinander und auch wenn „Mütterchen“ bereits nicht mehr lebt, werden die in einem Koffer in der geräumten Wohnung entdeckten Fotos, Briefe und Tagebucheinträge für Lea in ihrer schweren Zeit zu einem sehr wertvollen Schatz, der ihr viel Kraft gibt. Immer schon wollte Lea Mütterchens Geschichte zu Papier bringen und nun beginnt sie zur Ablenkung dieses Projekt in Angriff. Entstanden ist ein wundervolles Buch über zwei Frauen, jede auf ihre Art stark und kämpferisch. Und auch wenn das Buch mit dem Thema Krebs einen sehr ernsten Hintergrund hat, zieht es einen als Leser nicht runter – im Gegenteil: Es gibt viele Stellen im Buch, an denen man Dank der herrlichen Anekdoten einfach schmunzeln, ja manchmal sogar herzlich lachen muss.

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Eine ganze Menge Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Linnich am 21.12.2016

Gleich vorweg, dieses Buch hat mich begeistert. Mit gerade 30 Jahren erhält Lea ihre Krebsdiagnose. Ihre Welt scheint zusammenzubrechen und die Angst wird ihr ständiger Begleiter. Um sich abzulenken beschäftigt sie sich mit dem sehr bewegten und eigenwilligen Leben ihrer Großmutter, die über 90 wurde und eine wichtige Rolle... Gleich vorweg, dieses Buch hat mich begeistert. Mit gerade 30 Jahren erhält Lea ihre Krebsdiagnose. Ihre Welt scheint zusammenzubrechen und die Angst wird ihr ständiger Begleiter. Um sich abzulenken beschäftigt sie sich mit dem sehr bewegten und eigenwilligen Leben ihrer Großmutter, die über 90 wurde und eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielte. Kindheitserinnerungen und ein Koffer voller Hinterlassenschaften der Oma helfen ihr auf ihrem schweren Weg. Ohne Kitsch und Pathos geschrieben, realistisch, empathisch und sogar mit einer Portion Humor. Die Verknüpfung der beiden Lebensgeschichten in seinem ansprechenden Schreibstil macht das Buch zu einem besonderen Lesevergnügen. Ein Buch über das Leben, die Liebe und die Vergänglichkeit, das nicht schwermütig macht.

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Melancholisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 19.12.2016

Der autobiographische Roman erzählt von Lea, die mit Anfang 30 die Diagnose Krebs erhält. Während ihr Umfeld das Leben genießt, verbringt die Protagonistin viel Zeit in Kliniken. Sie muss mehrere Chemotherapien über sich ergehen lassen. Zudem wird sie von inneren Ängsten geplagt. Unterstützung bekommt sie von ihrem Freund Paul,... Der autobiographische Roman erzählt von Lea, die mit Anfang 30 die Diagnose Krebs erhält. Während ihr Umfeld das Leben genießt, verbringt die Protagonistin viel Zeit in Kliniken. Sie muss mehrere Chemotherapien über sich ergehen lassen. Zudem wird sie von inneren Ängsten geplagt. Unterstützung bekommt sie von ihrem Freund Paul, der sich wirklich liebevoll um sie kümmert, für sie da ist und sein Bestes gibt. Im zweiten Strang lernen wir Leas Großmutter, genannt Mütterchen, kennen. Mütterchen war Schauspielerin und eine patente, einnehmende Persönlichkeit, die sich nicht um Konventionen scherte. Lea verbrachte in der Vergangenheit sehr viel Zeit bei Mütterchen und ließ sich von Erzählungen aus ihrem Leben mitreißen. Nach ihrem Tod hinterlässt sie Lea einen Koffer voll mit alten Briefen und Fotos. So gelingt es Lea, Mütterchens Geschichte niederzuschreiben. Lea Streisand hat mich schon gleich zu Beginn mit ihrem Erzählstil eingenommen. Während der Passagen über Mütterchen kommt gelegentlich ein wenig Humor zum tragen. Leas Geschichte dagegen hat mich sehr berührt und traurig gestimmt. Völlig offen erzählt die Autorin hier über ihre Krebserkrankung, über ihr Befinden, ihre Ängste und ihre Gefühle. Die Erinnerungen an ihre Großmutter, die hinterlassenen Briefe und Fotos begleiten sie durch eine schwere Zeit und verhindern, dass Lea völlig verzweifelt. Der Schreibstil ist locker und sehr melancholisch. Man entwickelt sehr viel Mitgefühl für Lea, man hofft und zittert, man hat zum Ende hin doch nur den Wunsch, dass sich für Lea alles zum Guten wendet. Fazit: Ein unglaublich mitreißendes Buch über zwei starke Frauen, die jeweils zu verschiedenen Zeiten ihren Weg gehen.

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Sehr beeindruckende Geschichte über zwei starke Frauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Arnstorf am 13.12.2016

Das Buch "Im Sommer wieder Fahrrad" von Lea Streisand hatte mich vom ersten Blick an in seinen Bann gezogen. Nicht nur der Titel, auch das wunderschön gestaltete Cover forderte mich intensiv auf zu entdecken, was dahinter steckt. Als ich gelesen habe, dass es um das Thema Krebs geht, und... Das Buch "Im Sommer wieder Fahrrad" von Lea Streisand hatte mich vom ersten Blick an in seinen Bann gezogen. Nicht nur der Titel, auch das wunderschön gestaltete Cover forderte mich intensiv auf zu entdecken, was dahinter steckt. Als ich gelesen habe, dass es um das Thema Krebs geht, und die Autorin selbst die Erkrankte ist und erzählt, wie sie mit der Krankheit umgegangen ist, war mein Interesse nochmal größer. Man hört so viel von dieser Krankheit, aber kann sich gar nicht vorstellen, was es für die Betroffenen wirklich bedeutet, woher sie die Kraft nehmen, an eine gute Zukunft zu denken, wie sie die Behandlungen überstehen, was ihnen Mut macht und letztendlich ob sie den Kampf gewinnen und als welcher Mensch sie daraus hervor gehen. Der Schreibstil und die Art, wie Lea Streisand erzählt, gefällt mir sehr. Ich konnte sehr mit ihr mitfühlen und nicht nur ihrer Großmutter, sondern auch ihr nur meinen größten Respekt zollen. Die Autorin erzählt einiges aus dem Leben ihrer geliebten Großmutter. Diesem kommt sie durch Hinterlassenschaften in einem Koffer auf die Spur. Ihre Großmutter hat ein selbstbestimmtes Leben geführt voller Selbstironie. Sie hat viel erlebt - neben persönlicher Probleme auch die Nazizeit und den Kalten Krieg. Für Lea Streisand wird ihre Großmutter zum großen Vorbild und macht sie stark im Kampf gegen ihre Krankheit, in dem sie auch von ihrem Partner Paul und ihrer Mutter unterstützt wird. Mehr möchte ich hier auch nicht verraten, man muss dieses Buch einfach selbst gelesen haben. Man lernt zwei starke Frauen kennen, die sich trotz großer Schicksalsschläge nicht unterkriegen lassen. Wäre man selbst in der Situation, kann man sich nur wünschen, wie die beiden leben und handeln zu können. Eine tief beeindruckende Geschichte, die lange im Gedächtnis bleiben wird und definitiv fünf Sterne verdient!

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Sehr beeindruckende Geschichte über zwei starke Frauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Arnstorf am 13.12.2016

Das Buch "Im Sommer wieder Fahrrad" von Lea Streisand hatte mich vom ersten Blick an in seinen Bann gezogen. Nicht nur der Titel, auch das wunderschön gestaltete Cover forderte mich intensiv auf zu entdecken, was dahinter steckt. Als ich gelesen habe, dass es um das Thema Krebs geht, und... Das Buch "Im Sommer wieder Fahrrad" von Lea Streisand hatte mich vom ersten Blick an in seinen Bann gezogen. Nicht nur der Titel, auch das wunderschön gestaltete Cover forderte mich intensiv auf zu entdecken, was dahinter steckt. Als ich gelesen habe, dass es um das Thema Krebs geht, und die Autorin selbst die Erkrankte ist und erzählt, wie sie mit der Krankheit umgegangen ist, war mein Interesse nochmal größer. Man hört so viel von dieser Krankheit, aber kann sich gar nicht vorstellen, was es für die Betroffenen wirklich bedeutet, woher sie die Kraft nehmen, an eine gute Zukunft zu denken, wie sie die Behandlungen überstehen, was ihnen Mut macht und letztendlich ob sie den Kampf gewinnen und als welcher Mensch sie daraus hervor gehen. Der Schreibstil und die Art, wie Lea Streisand erzählt, gefällt mir sehr. Ich konnte sehr mit ihr mitfühlen und nicht nur ihrer Großmutter, sondern auch ihr nur meinen größten Respekt zollen. Die Autorin erzählt einiges aus dem Leben ihrer geliebten Großmutter. Diesem kommt sie durch Hinterlassenschaften in einem Koffer auf die Spur. Ihre Großmutter hat ein selbstbestimmtes Leben geführt voller Selbstironie. Sie hat viel erlebt - neben persönlicher Probleme auch die Nazizeit und den Kalten Krieg. Für Lea Streisand wird ihre Großmutter zum großen Vorbild und macht sie stark im Kampf gegen ihre Krankheit, in dem sie auch von ihrem Partner Paul und ihrer Mutter unterstützt wird. Mehr möchte ich hier auch nicht verraten, man muss dieses Buch einfach selbst gelesen haben. Man lernt zwei starke Frauen kennen, die sich trotz großer Schicksalsschläge nicht unterkriegen lassen. Wäre man selbst in der Situation, kann man sich nur wünschen, wie die beiden leben und handeln zu können. Eine tief beeindruckende Geschichte, die lange im Gedächtnis bleiben wird und definitiv fünf Sterne verdient!

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Familiengeschichten
von Anyah Fredriksson aus Hannover am 05.12.2016

Lea ist 15 Jahre alt, als sie zusammen mit Ihrer Großmutter Ellis Heiden, Jahrgang 1912, liebevoll Mütterchen genannt, beschließt, dass sie es sein wird, die die Lebensgeschichte von Ellis, die eine Schauspielerin war, aufschreiben und veröffentlichen wird. Zu diesem Zeitpunkt kann Lea noch nicht ahnen, wie sehr sich ihr... Lea ist 15 Jahre alt, als sie zusammen mit Ihrer Großmutter Ellis Heiden, Jahrgang 1912, liebevoll Mütterchen genannt, beschließt, dass sie es sein wird, die die Lebensgeschichte von Ellis, die eine Schauspielerin war, aufschreiben und veröffentlichen wird. Zu diesem Zeitpunkt kann Lea noch nicht ahnen, wie sehr sich ihr eigenes Leben verändern wird. Mit 30 Jahren erfährt Lea, dass sie an einer schlimmen Form des Krebses erkrankt ist. Nun beginnt ein ganz anderer Kampf, den die junge Frau bestehen muss. Als sie als geheilt gilt, entschließt sie sich Ellis Geschichte niederzuschreiben und auch ihre eigene Geschichte zu erzählen. So ist das Buch „Im Sommer wieder Fahrrad“ von Lea Streisand entstanden, die Autorin berichtet aus dem Leben zweier willensstarker und kämpferischer Frauen. Dies tut sie mit ganz viel Herz und auch mit Tränen … Dieses sehr persönliche Buch der Autorin zeigt vor allem, dass sie eine ausgezeichnete Geschichtenerzählerin ist, sie schafft es, mich bereits nach den ersten gelesenen Zeilen einzufangen und durch ihr eigenes Leben und das der wunderbaren Ellis zu führen. Lea Streisand hat zwei Erzählstränge angelegt, diesen Stil liebe ich inzwischen außerordentlich, denn er macht das Lesen abwechslungsreich. Die verwendete Sprache ist herrlich offen, modern und klingt in meinen Ohren vertraut. Die Leben beider Frauen sind mit viel Gefühl und Herzblut würdig dargestellt. Dem Buch vergebe ich von Herzen gerne seine wie ich finde wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt weiter an Leser, die gefühlvolle Familienromane und Lebensgeschichten lieben und sich darauf einlassen wollen, mehr von Ellis und Lea aus nicht immer einfachen und glatt gehenden Leben zu erfahren.

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Lebensmut und - freude
von einer Kundin/einem Kunden aus Gudensberg am 01.12.2016

Lea Streisand hat den Krebs überlebt! Sie hat darüber ein Buch geschrieben, eigentlich nichts Neues: Aber sie hat ihren Überlebenskampf verknüpft mit der Biografie ihrer Großmutter - dem Mütterchen- die erst einmal gar nicht so mütterlich daherkommt. Auch sie eine Kämpferin im und nach dem Krieg und in der... Lea Streisand hat den Krebs überlebt! Sie hat darüber ein Buch geschrieben, eigentlich nichts Neues: Aber sie hat ihren Überlebenskampf verknüpft mit der Biografie ihrer Großmutter - dem Mütterchen- die erst einmal gar nicht so mütterlich daherkommt. Auch sie eine Kämpferin im und nach dem Krieg und in der DDR, ihren Lebensmut und ihre Lebensfreude und auch dem Willen zu bestehen, helfen Lea bei ihrem eingenen Kampf. Sie kann sich an der Geschichte und den Erinnerungen der verstorbenen Großmutter ablenken und motivieren auch ihr Leben zu gestalten. Lea Streisand ist dieses Buch sehr gelungen wie schon in den Vorabrezensionen erwähnt, weiss man nicht welche Frau man mehr bewundern soll. Das Buch lässt sehr wohl den Kampf mit dem Krebs zu es schnürt einem die Kehle zu und doch sprüht es vor Freude. Viel Spass beim Fahrradfahren, Lea.

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beeindruckend
von einer Kundin/einem Kunden aus Ulm am 30.11.2016

Tja was soll ich sagen, dieses Buch hat mich schwer beeindruckt.  Man liest la Liebhaber von Literatur viele gute Bücher in einem Lesesjahr, viele Bücher, die einen begeistern, beeindrucken oder berühren, doch man liest nur weniger Herzensbücher, die einen prägen, das Herz erobern und das Leserherz nicht mehr loslassen, doch... Tja was soll ich sagen, dieses Buch hat mich schwer beeindruckt.  Man liest la Liebhaber von Literatur viele gute Bücher in einem Lesesjahr, viele Bücher, die einen begeistern, beeindrucken oder berühren, doch man liest nur weniger Herzensbücher, die einen prägen, das Herz erobern und das Leserherz nicht mehr loslassen, doch dieses Buch ist so eines, ein wahres Herzensbuch!  Inhalt :  Die dreißig jährige Lea ist einen lebenslustige und mutige junge Frau, als sie in diesen jungen Jahren schwer erkrankt.  Schon bald muss sie feststellen, dass ihr Leben dadurch eine Art Stillstand erfährt, während all ihre Freunde munter und zukunftsorientiert ihr Leben planen. Doch dann erinnert sich Lea an ihre bezaubernde und prägende Großmutter, eine beeindruckende Frau, so wie Lea selbst !  Meinung :  Ein bezauberndes und herz ergreifende Buch, lesen !!! 

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Leben kann man bis zum Schluss
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 30.11.2016

Zwei Frauen, zwei Leben, zwei Schicksale. Wer bei diesem Buch nicht sofort in Bann gezogen wird, dem ist nicht zu helfen. Lea bekommt sehr jung eine niederschmetternde Diagnose, sie hat die lebensbedrohliche Krankheit Morbus Hodgkin. Lea ist lebenslustig, wirbelt durch ihr schnelles Großstadtleben, Reisen, Freunde – all das soll nun... Zwei Frauen, zwei Leben, zwei Schicksale. Wer bei diesem Buch nicht sofort in Bann gezogen wird, dem ist nicht zu helfen. Lea bekommt sehr jung eine niederschmetternde Diagnose, sie hat die lebensbedrohliche Krankheit Morbus Hodgkin. Lea ist lebenslustig, wirbelt durch ihr schnelles Großstadtleben, Reisen, Freunde – all das soll nun zu Ende sein? Sie hat viele Menschen, die sie stützen, einen wundervollen Freund, eine liebevolle Familie, aber den Kampf gegen die Krankheit muss sie ganz alleine aufnehmen. Sie schreibt ganz unsentimental über die „Scheisskrankheit“, die Zeit im Krankenhaus, die Chemotherapien. Es sind Sätze wie „Leben kann man bis zum Schluss“, die Lea aufrütteln. Dann ist da noch der Koffer von „Mütterchen“, so wurde die unkonventionelle Großmutter genannt. Er enthielt Briefe, Drehbücher, Fotos, Berichte, Mütterchens ganzes Leben eben. Und diese Lebensgeschichte wechselt mit Leas Beschreibung ihrer Krankheit ab. Mit Mütterchens Leben gehen wir zurück in die 30 iger Jahre, dann der aufkommende National-sozialismus, die Judenverfolgung und der Krieg bilden den Hintergrund. Die Großmutter, eine Schauspielerin, ist eine starke Frau, unkonventionell und unerschrocken. Sie bleibt trotz aller Gefahren und Bedrohungen integer und mutig. Dann die Nachkriegszeit, die Gründung der DDR und der reale Sozialismus. Zu keiner Zeit lässt sie sich verbiegen oder passt sich an. Es ist fast eine Geschichtsstunde der Deutsche Vergangenheit. Dabei ist dieser Roman nie schwermütig oder melancholisch. Der Grundton ist heiter, Lea gewinnt jeder Situation noch eine komische Seite ab. Auch wenn die Schilderungen der Therapien erschrecken, man den Krankenhausmief direkt in der Nase spürt, es wird nie rührselig. Rechtzeitig kommt dann ein Patient um die Ecke und berlinert „ et looft jut“ und klopft auf den Infusionsbeutel. Die ganze Familie ist Stütze für Lea und sie beschreibt ihre Familie so liebevoll und menschlich, dass man sich nur wünscht, auch ein Teil dieser Familie zu sein. Was für eine Familie, was für ein Schicksal und was für eine Kraft, das habe ich mir immer wieder gedacht und konnte mich kaum von diesem Buch losreißen. „Bleibt tapfer, lacht weiter“ so verabschiedet sich Lea Streisand auf ihrem Blog. Das ist ein gutes Motto.

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Zwei starke Frauen UND ein starker Mann
von einer Kundin/einem Kunden aus Chemnitz am 26.11.2016

Was für eine erstaunliche, junge Frau, diese Lea Streisand! „Im Sommer wieder Fahrrad“ ist ein Buch, dass man in einem Rutsch durchlesen, nicht aus der Hand legen möchte. Sie erzählt in berührenden, emotionalen Worten von ihrer wunderbaren Großmutter, von ihrem außergewöhnlichen, liebenswürdigen Freund Paul, von ihrer liebevollen Familie, der hilfreichen... Was für eine erstaunliche, junge Frau, diese Lea Streisand! „Im Sommer wieder Fahrrad“ ist ein Buch, dass man in einem Rutsch durchlesen, nicht aus der Hand legen möchte. Sie erzählt in berührenden, emotionalen Worten von ihrer wunderbaren Großmutter, von ihrem außergewöhnlichen, liebenswürdigen Freund Paul, von ihrer liebevollen Familie, der hilfreichen Freundin und nicht zuletzt vom Verlauf ihrer lebensbedrohenden Krebserkrankung. Ein Roman in erster Linie über zwei starke Frauen und einen starken Mann. Es ist schön, dass es solche Menschen wirklich gibt! Lea Streisand (Jahrgang 1979) erzählt aus ihrem Leben, dass schon im jungen Alter von der erschreckenden Krebsdiagnose Morbus Hodgkin bedroht wird. In ihrem ersten Roman beschreibt sie das wunderbare, sehr innige Verhältnis zur Großmutter, von allen nur liebevoll „Mütterchen“ genannt, und wie diese ihr bei der Bewältigung der Krankheit half. Sie berichtet über ihre sympathische, lebenslustige Oma, die ihren Lebensunterhalt als Schauspielerin verdiente. Ellis Heiden war vom Jahrgang 1912 und konnte auf ein sehr bewegtes, ereignisreiches Leben zurück schauen. Das Denken an Mütterchen half der jungen Frau ihre Erkrankung und ihre Ängste besser zu verkraften. S. 137 „Das Einzige, was mir half, dem Grauen zu entfliehen, war Mütterchen.“ Einen großen Teil des Romans nimmt daher die Beschreibung des nicht einfachen Lebens der Großmutter ein. Lea berichtet warmherzig über sie, die eine überaus taffe Frau war. 67 Jahre trennen Enkelin und Großmutter. Ich fühlte mich beim Lesen sehr stark an meine eigene Oma erinnert (Jahrgang 1907). Spätestens, nachdem ich auf S. 99 diesen Satz las: „Sie nahm sich, was sie haben wollte, wen sie haben wollte. Gegen alle Konventionen.“ Das „Mütterchen“ war freizügig, unkonventionell, hatte keine engen Moralvorstellungen. Sie war bodenständig, ausgeglichen und unneurotisch. So eine unkomplizierte, pragmatische, lebenskluge Großmutter hatte ich auch. Das hilft wirklich weiter im eigenen Leben! Schonungslos offenbart die Autorin ihre Erkrankung mit allen Folgen, die Bestrahlungen, die Chemotherapien, die schlimmen Schmerzen, das ständige kraftlose, schlappe Unwohlsein, die vielen Medikamente... Sie beschreibt ihre Krankengeschichte sehr einprägsam mit bildhaften, anschaulichen Vergleichen (S. 121 „Kontrastmittel...riecht wie Wodka Red Bull“ und der Wodka wiederum riecht wie Erbrochenes; S. 122 Chemotherapie á la „Prinzip trojanisches Pferd“; „Krebszellen...leuchten...wie Baustrahler...“ S. 130 „Krebs ist ...der Stinkefinger des Schicksals...“)... Ein ganz starker Satz steht auf S. 32: „LEBEN KANN MAN BIS ZUM SCHLUSS.“ Fazit: Lea Streisand besitzt ein großes, den Leser mitnehmendes Schreibtalent. Mir gefällt ihre realistische, natürliche Erzählweise ohne Beschönigungen sehr. „Im Sommer wieder Fahrrad“ ist eine Geschichte, die Betroffenen Mut machen kann. Der Optimismus, der unbedingte Lebenswille blitzt aus jeder Zeile. Leas Schreibstil ist herzerfrischend, frei von Selbstmitleid, mit einer witzigen Wortwahl, die mich ein manches Mal schmunzeln ließ. Der Debütroman der jungen Berlinerin macht mich neugierig auf mehr. Das unaufgeregte Cover zeigt eine Schwarz/Weiß/Fotografie mit dem jungen, schönen Mütterchen, gehalten von einem „Schnipsgummi“ (diese Gummis spielen eine wichtige Rolle). Die Pusteblume scheint ein Synonym für das Werden und Vergehen des Lebens zu sein. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diese Geschichte, die das Leben schrieb! Fünf Sterne!

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Eine toll erzählte, authentische Geschichte. Großartig.
von Wedma am 24.11.2016

Ein toll geschriebener Roman a lá Geschichten aus dem Leben. Man taucht voll in die Welt von Lea und ihrer Großmutter ein, lacht und weint zusammen mit den starken Frauen. Schöne, erfüllte Lesestunden. Es gibt zwei Zeitebenen. In der heutigen Zeit kämpft Lea mit ihrer Krebserkrankung. Sie macht alles mit,... Ein toll geschriebener Roman a lá Geschichten aus dem Leben. Man taucht voll in die Welt von Lea und ihrer Großmutter ein, lacht und weint zusammen mit den starken Frauen. Schöne, erfüllte Lesestunden. Es gibt zwei Zeitebenen. In der heutigen Zeit kämpft Lea mit ihrer Krebserkrankung. Sie macht alles mit, volles Programm: Chemotherapie, unzählige Blut- und Knochenmarkentnahmen, Krankenhausaufenthalte, etc. Um sich von ihren Leiden abzulenken, schwelgt sie in Erinnerungen an ihre geliebte Oma. Lea hat einen Koffer voller Briefe und Tagebücher ihrer Großmutter, die sie nun nach und nach liest, und das Leben von Mütterchen, so Oma stets genannt, rekonstruiert. Leas Oma ist eine bemerkenswerte Frau, die man gerne kennenlernen sollte. Sie war Schauspielerin durch und durch. Theater und Bühne waren ihre Berufung, die sie bis ins hohe Alter aktiv ausgeübt hat. Im Rahmen der Nacherzählung von Mütterchens Leben kommen einige geschichtspolitische Momente ans Licht, z.B. 1945 als Leas Oma ihren damaligen zukünftigen Mann, einen Halbjüden, aus dem Arbeitslager gerettet hatte, hier verweilt Lea recht lange, die damaligen Geschehnisse werden bildhaft vor Augen der Leser ausgebreitet, oder auch wie der Bau der Mauer im Jahr 1961 die Familie und Freunde auseinandergerissen hat, uvm. Zwei Weltkriege, vier Staatsformen hat diese Frau überlebt. Es wird also zwischen damals und heute hin und hergesprungen. Lea denkt heute über sich selbst nach, vergleicht sich mit ihrer Oma, zieht Parallelen, kommt zu eigenen Schlüssen, was es bedeutet, am Leben zu sein. Man sieht, dass Lea eine sehr starke junge Frau und ihrer Oma in jeder Hinsicht würdig ist. Lea denkt auch über die Ursachen ihrer Erkrankung nach, was Krebs eigentlich ist und was er in der heutigen Gesellschaft bewirkt und bedeutet. Solche Themen wie Familie, Familienzusammenhalt, Treue in einer Beziehung, Liebe, Beruf und Berufung, wahre Freunde und Freundschaft, das Leben und der Tod sind in den Erzählteppich gekonnt wie bildhaft einflochten worden. Leichtfüßig, mit einer guten Portion (Selbst)-Ironie ist der Roman insg. geschrieben. Manchmal ist der Stoff anstrengend, da recht viele Schilderungen von Krebs und enspr. Zuständen nach Chemotherapie, Krankenhausaufenthaltsrealien, usw. Trotzdem kommt die Geschichte sehr hell und sehr lebensbejahend rüber, hat eine optimistische Aussage. Es gibt einige tiefgründige Überlegungen, schöne Sätze, die jedes Zitatenheft schmücken können. Hier einige Beispiele: „Wo ist der Anfang bei einem runden Ding? Ein Leben verläuft ja nicht linear. Es ist keine Zwirnsrolle, die man abspult von vorn nach hinten, und das war’s dann. Das Leben gleicht eher einer Kartoffel, die wächst und größer wird und Beulen bekommt, die irgendwie unförmig ist und dreckig. Wenn man Kartoffeln durchschneidet und in die Erde legt, wachsen neue nach. Und wenn man eine Kartoffel ausgräbt und gründlich abwäscht, dann schimmert sie golden.“ S. 11. „Auf der Bühne lernt man, Menschen zu lesen. Man lernt, ihre Gesten, ihre Mimik, ihre Haltung zu lesen. Jede Bewegung erzählt etwas über dich. Die Art, wie du dich hinsetzt, wie du isst, wie du deinen Kaffee trinkst, die Art, wie du dich kleidest, wie du küsst und wie du lachst. Sie erzählt auch, wo du herkommst, wo du hinwillst, in welchem Milieu du aufgewachsen bist, was dir in deinem Leben passiert ist. Und was du dir wünschst.“ S. 216. Das Coverbild ist sehr gelungen und passt prima zum Inhalt. Die Frau könnte Leas Oma in jungen Jahren sein. Fazit: Absolut lesenswert. Wer sich fürs Thema Krebsbewältigung interessiert, ist hier goldrichtig. Aber auch diejenigen, die toll erzählte, authentische Geschichten aus dem Leben mögen, finden bestimmt Gefallen an diesem eigenartigen Familienroman. Fünf wohl verdiente Sterne und eine klare Empfehlung!

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