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Im unwahrscheinlichen Fall

Roman

(7)
Wenn ein Moment das ganze Leben ändert
1952: Die 15-jährige Miri Ammermann wächst wohlbehütet im Städtchen Elizabeth, New Jersey, auf. Ihr Vater hat sich zwar früh aus dem Staub gemacht, aber ihre liebevolle und kämpferische Mutter, ihre weise Oma, ihre beste Freundin Natalie und all die anderen Menschen in ihrem Umfeld stehen ihr bei ihren Schritten ins Erwachsenenleben zur Seite. Als sie ihre erste große Liebe Mason kennenlernt, scheint das Glück perfekt zu sein. Doch dann stürzt ein Flugzeug ab, und nichts ist mehr, wie es war.
Rezension
"Ein fesselnder Roman mit allen Facetten des Lebens." Myway
Portrait
Judy Blume wuchs in Elizabeth, N.J., auf und erlebte die Flugzeugkatastrophen dort Anfang der Fünfzigerjahre selbst mit. Ihre Romane „Zauber der Freiheit“, „Zeit der Gefühle“ und, am erfolgreichsten, „Die Sommerschwestern“, wurden große internationale Bestseller. Insgesamt hat sie über 85 Millionen Exemplare verkauft, ihr Werk wird in 32 Sprachen übersetzt. Judy Blume hat drei mittlerweile erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Ehemann an der Ostküste.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 18.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-27052-7
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 226/149/43 mm
Gewicht 695
Originaltitel In the Unlikely Event
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
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Judy Blum bringt in ihrem Roman "Im unwahrscheinlichen Fall" eine großartige Geschichte und wunderbare Charaktere mit sich.
Die Charaktere die an sich nicht allzu viel miteinander zu tun haben, werden ihr Leben lang durch einen Flugzeugabsturz, den sie entwedet als Zeuge miterlebt haben oder sogar einen geliebten Menschen dabei verloren
Judy Blum bringt in ihrem Roman "Im unwahrscheinlichen Fall" eine großartige Geschichte und wunderbare Charaktere mit sich.
Die Charaktere die an sich nicht allzu viel miteinander zu tun haben, werden ihr Leben lang durch einen Flugzeugabsturz, den sie entwedet als Zeuge miterlebt haben oder sogar einen geliebten Menschen dabei verloren haben, verbunden sein.
Sehr reale Charaktere und ein Erlebnis, das unter die Haut geht verleiten dazu das Buch in einem durchzulesen.

Ein großartiger Schreibstil trifft auf eine Geschichte, die zum Nachdenken verleitet. Unbedingt lesen!

Lisa Franzkowiak, Thalia-Buchhandlung Köln

Dieser Roman ist erfrischend realitätsnah und das nicht nur aufgrund der Darstellung wahrer Gegebenheiten. Vor allem die Charaktere machen die Geschichte so lebendig. Dieser Roman ist erfrischend realitätsnah und das nicht nur aufgrund der Darstellung wahrer Gegebenheiten. Vor allem die Charaktere machen die Geschichte so lebendig.

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Behutsam und mit großem Einfühlungsvermögen erzählt Blume Schicksale von Bewohnern einer Kleinstadt, die in kurzer Zeit drei Flugzeugabstürze verkraften musste. Absolut gelungen! Behutsam und mit großem Einfühlungsvermögen erzählt Blume Schicksale von Bewohnern einer Kleinstadt, die in kurzer Zeit drei Flugzeugabstürze verkraften musste. Absolut gelungen!

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Grundlage der Geschichte ist ein wahrer Flugzeugabsturz, den verschiedene Personen erlebt haben, entweder als Zeuge oder als Hinterbliebene. Mir waren es zu viele Personen. Grundlage der Geschichte ist ein wahrer Flugzeugabsturz, den verschiedene Personen erlebt haben, entweder als Zeuge oder als Hinterbliebene. Mir waren es zu viele Personen.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Gelungene Verknüpfung aus Realität und Fiktion
von einer Kundin/einem Kunden am 03.10.2016

Sehr einfühlsam und genau beschreibt die Autorin das Leben in einer amerikanischen Kleinstadt in den 50erJahren, die von einer unfassbaren Tragödie erschüttert wird. Wohl auch deshalb so mitreissend beschrieben, weil Judy Blume die Tragödie selbst miterlebt hat. Die letzten Seiten des Buches habe ich ganz langsam gelesen, weil ich... Sehr einfühlsam und genau beschreibt die Autorin das Leben in einer amerikanischen Kleinstadt in den 50erJahren, die von einer unfassbaren Tragödie erschüttert wird. Wohl auch deshalb so mitreissend beschrieben, weil Judy Blume die Tragödie selbst miterlebt hat. Die letzten Seiten des Buches habe ich ganz langsam gelesen, weil ich nicht Abschied von der Geschichte und den Personen nehmen wollte. Sehr lesenswert!

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Eigentlich nicht mein Genre, konnte mich aber trotzdem überzeugen
von Malina am 04.08.2016

Kurzbeschreibung Im Winter des Jahres 1952 tanzt die fast fünfzenhnjährige Miri bei einer Party zum ersten Mal mit einem Jungen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Wenn nur der Rest ihres Lebens ein bissen mehr nach ihrem Träumen verlaufen würde! Etwas mehr Geld und ein etwas größeres Haus... Kurzbeschreibung Im Winter des Jahres 1952 tanzt die fast fünfzenhnjährige Miri bei einer Party zum ersten Mal mit einem Jungen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Wenn nur der Rest ihres Lebens ein bissen mehr nach ihrem Träumen verlaufen würde! Etwas mehr Geld und ein etwas größeres Haus wären doch schön und auch einen Vater würde sie sie wünschen, aber einen von der Sorte, der ihre Mutter nicht verlassen hätte als diese mit 17 schwanger geworden war. Während Miri die Sonnenseiten, aber auch die Schwierigkeiten der ersten Liebe kennen lernt bereitet sich der Rest ihrer Heimatstadt Elizabeth/New Jersey auf ein fröhliches und besinnliches Chanukkha bzw. Weihnachten vor. Doch dann stürzt ein brennendes Flugzeug inmitten der Stadt ab - der Beginn einer unfassbaren Reihe von Ereignissen, die das Leben aller Beteiligten unwiderruflich erschüttern. Cover Ein blauer Himmel mit einigen Wolken, die Dächer einer Stadt und ein Flugzeug, das friedlich am Himmel fliegt, das zeigt uns der Schutzumschlag der Hardcover-Ausgabe. Die grauen Wolken könnten als Vorboten eines nahenden Unglücks gedeutet werden, was sich natürlich mit dem Klappentext deckt, ansonsten wirkt das Cover friedlich und freundlich. Das Flugzeug ist winzig klein dargestellt, es überfliegt scheinbar unbemerkt den Ort am unteren Bildrand, fast ist es schon wieder verschwunden, ohne Einfluss genommen zu haben. Der Kontrast zwischen der friedlichen Darstellung und meiner Vorstellung, was das Flugzeug tatsächlich mit den beschaulichen Häusern anstellen könnte, gefällt mir sehr gut, ebenso, wie sich der Titel des Romans "Im Unwahrscheinlichen Fall" optisch und sinnbildlich so passend zwischen die Bildelemente schiebt. Schreibstil Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich an Judy Blumes Schreibstil gewöhnen konnte. Die Autorin hat unendlich viele Charaktere entwickelt, es kommt einem vor, als würde einem die ganze Stadt vorgestellt werden. Sie kennt ihre Charaktere sehr gut, schreibt über sie, als berichte sie über ihre Freunde, Nachbarn, Bekannten... Die Personen wirken anschaulich und echt, obwohl man die meisten von ihnen lange Zeit nur oberflächlich kennen lernt. Die schiere "Menschenmasse" hat mich zunächst viel Konzentration gekostet, oft musste ich noch einmal nachlesen "Wer was das noch gleich?". Anfangs hat mich das beim Lesen irritiert, im Nachhinein gefällt es mir aber sehr gut, so "ohne große Vorbereitung" in die Erzählung hineingeworfen worden zu sein. Es gibt einem das Gefühl, Teil der Geschichte zu sein, als sei man gerade nach Elizabeth gezogen und lerne nun sämtliche neuen Nachbarn kennen. Meinung Willkommen in der Stadt der Flugzeugabstürze Ein Buch, das mir sozusagen in die Hände gefallen ist, denn bewusst und absichtlich hätte ich es mir nicht ausgesucht. Fünfzehnjährige Teenager, Katastrophen, Liebesgeschichten... das klingt nach meinem Geschmack erst mal abgedroschen und langweilig. Ist es aber nicht! Ganz ohne Kitsch, dafür aber mit viel Gefühl erzählt Judy Blume die authentischen Liebes- und Lebensgeschichten einer ganzen Stadt. Dabei verliert sie sich nicht im Detail, oft hätte ich mir sogar gewünscht mehr über eine Person erfahren, nur um im Nachhinein festzustellen, dass ich eigentlich ganz genau das erfahren habe, was ich wissen muss und das "große Ganze" zu erfassen. Obwohl man deutlich "Typen" erkennt, hat man nie das Gefühl Stereotype vorgesetzt zu bekommen. Die Geschichte handelt von "ganz gewöhnlichen Leuten", aber schnell wird klar, dass all diese Charaktere auf ihre Art und Weise besonders und einzigartig sind. Ganz ohne Superkräfte und Special Effects, einfach nur als Menschen mit all ihren Fehlern, Geheimnissen und liebenswerten Gewohnheiten. Bereits in den einleitenden Anmerkungen erwähnt die Autorin, dass die im Roman geschilderten Flugzeugabstürze auf wahren Begebenheiten in ihrer Heimtastadt beruhen. Obwohl die Figuren und deren individuelle Lebensereignisse natürlich erfunden sind, verleiht die historische Basis der Geschichte mehr Realität. Umso mehr verspürt man beim Lesen zugleich das Bedürfnis, alles über das Geschehene zu erfahren aber auch die "Angst" vor dem Weiterlesen, weil man schon die nächste Katastrophe zu erahnen glaubt. Fazit Alles in allem ein sehr interessanter Roman, der es wert ist, die anfänglichen Konzentrationshürden zu überwinden!

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Im unwahrscheinlichen Fall
von leseratte1310 am 14.05.2016

Mimi ist 15 Jahre und wächst in der kleinen Stadt Elisabeth auf. Ihre Mutter kümmert sich liebevoll um sie und auch ihre Großmutter ist für sie da. Doch dann stürzt ein Flugzeug über Elizabeth ab und das Leben der Menschen in dem Ort verändert sich. Aber dabei bleibt es... Mimi ist 15 Jahre und wächst in der kleinen Stadt Elisabeth auf. Ihre Mutter kümmert sich liebevoll um sie und auch ihre Großmutter ist für sie da. Doch dann stürzt ein Flugzeug über Elizabeth ab und das Leben der Menschen in dem Ort verändert sich. Aber dabei bleibt es nicht, denn innerhalb von nur zwei Monaten gibt es noch zwei weitere Abstürze. Die Autorin Judy Blume hat diese Abstürze als Jugendliche miterlebt und das Geschehen dann verdrängt. Gleichwohl wollte dann eines Tages die Geschichte doch heraus. Judy Blume erzählt sie diese unwahrscheinliche Geschichte, die aber tatsächlich Anfang der 50er Jahre so geschehen ist, in diesem Buch. Es ist schwer zu glauben, dass es einen Ort in so kurzer Zeit mehrfach trifft. Die Geschichte wird uns aus sehr vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt, aber Mimi kommt am meisten zu Wort. Bei dem tragischen Geschehen gibt es auch eine Menge Opfer. Die Menschen, die zurückblieben, werden natürlich geprägt durch diese Unglücke. Schon nach dem ersten Absturz bleiben Ängste, die verstärkt werden durch das, was folgt. Soll man bleiben, weil es unwahrscheinlich ist, dass nochmal was geschieht? Oder sollte man lieber wegziehen? Aber das Leben geht weiter und so können wir am Leben dieser Menschen teilhaben. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und authentisch beschrieben. Ganz besonders hervorheben möchte ich natürlich Mimi, die nicht wirklich begreifen kann, was passiert ist und schon gar nicht, wie sich das auf ihr Leben auswirken wird. Ihre Mutter Naomi ist eine tatkräftige Frau, die gerne hilft. Mimis beste Freundin Natalie ist nach den Unglücken schwer traumatisiert. Von Mimis Onkel Henry Ammerman, dem Reporter der Elizabeth Daily Post, erfahren wir durch eingeschobene Zeitungsartikel mehr über die Vorfälle. Er hat auch wesentlichen Einfluss auf Mimi und lehrt sie, sich selbst treu zu bleiben, ganz egal was passiert. Aber nicht nur diese, sondern auch all die anderen Personen sind wir wirklich nahe gekommen und ich konnte gut mit ihnen fühlen. Es ist der Autorin wunderbar gelungen, die Tragödie von damals mit fiktiven Personen und ihrer Geschichte zu verknüpfen. Das Buch nimmt einen gefangen und man mag sich gar nicht vorstellen, wie man selbst mit solchem Unglück umgehen würde. Eine sehr emotionale Geschichte.

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Die Stadt der Flugzeugabstürze
von Janine2610 am 11.05.2016

Die Autorin Judy Blume war 1951/1952, als die drei Flugzeugabstürze in Elizabeth, New Jersey, innerhalb von nur zwei Monaten geschehen sind, in der 8. Klasse und hat diese katastrophalen historischen Ereignisse viele Jahre versucht zu verdrängen. Sie hat weder ihrer Tochter, die als Pilotin gearbeitet hat, noch ihrem Mann... Die Autorin Judy Blume war 1951/1952, als die drei Flugzeugabstürze in Elizabeth, New Jersey, innerhalb von nur zwei Monaten geschehen sind, in der 8. Klasse und hat diese katastrophalen historischen Ereignisse viele Jahre versucht zu verdrängen. Sie hat weder ihrer Tochter, die als Pilotin gearbeitet hat, noch ihrem Mann etwas davon erzählt, so sehr verschüttet hat sie ihre Erinnerungen daran. Trotzdem haben diese Geschehnisse sich eines Tages ihren Weg an die Oberfläche gebahnt und so wusste sie dann, dass sie eine Geschichte zu erzählen hat, die nun hier in diesem Buch zu finden ist. Mir waren diese drei nacheinander folgenden Flugzeugabstürze in Elizabeth in so kurzer Zeit bisher noch nicht bekannt, umso neugieriger habe ich mich ans Lesen gemacht. Der Titel des Buches passt wirklich optimal: wie wahrscheinlich ist es denn bitte, dass in nur zwei Monaten gleich drei Flugzeugabstürze in ein- und derselben Stadt passieren? Ich bin, als ich das alles gelesen habe, lange der Meinung gewesen, dass das doch ein wenig zu viel Zufall gewesen sein muss ... Oder doch nicht? - Jedenfalls wirkte all das sehr mysteriös und äußerst unwahrscheinlich auf mich! ~ Als Miri sie fragte, ob sie an Gott glaubte, was hätte sie da denn sagen sollen? »Natürlich glaube ich an Gott«, hatte sie gesagt. »Aber wie kann Gott es zulassen, dass so schreckliche Dinge geschehen?« »Gott entscheidet nicht, was passiert, er hilft dir, es durchzustehen«, hatte Rusty ihr erklärt. ~ (S. 62/63) Von Anfang an werden recht viele mehr und weniger wichtige Charaktere vorgestellt, aus deren Sicht (kapitelweise) dann auch immer erzählt wird. Sehr hilfreich war in der Hinsicht das Lesezeichen, das beim Buch dabei war. - Darauf findet man nämlich die wichtigsten Namen inklusive einer kurzen Notiz, wie die Charaktere zueinander in Verbindung stehen. Ohne diesem Lesezeichen wäre ich wohl leicht aufgeschmissen gewesen. Pro Kapitel, die meist sehr kurz waren, kommt also jeweils ein anderer Charakter zu Wort, wobei man gemerkt hat, dass die 15-jährige Miri am öftesten dran war und aus meiner Sicht somit die Hauptprotagonistin dargestellt hat. Henry Ammerman ist Miris Onkel und Reporter bei der Elizabeth Daily Post, und er hat zwischen die Kapitel, in denen die Charaktere abwechselnd ihre Sicht der Dinge geschildert haben, immer wieder Zeitungsartikel über die Flugzeugabstürze geschoben, die ich sehr interessant zu lesen fand, denn auch hier hat sich die Autorin an Zeitungsausschnitten von damals orientiert. ~ Das Leben geht weiter für die, die Glück gehabt haben. ~ (S. 486) Das Tragische an dieser Geschichte sind eindeutig diese unwahrscheinlichen Flugzeugabstürze mit ihren zahlreichen Opfern. Man kann sich an dieser Stelle jetzt vielleicht denken, dass dies kein einfacher Lesestoff ist ... Ich persönlich habe das allerdings nicht so empfunden. In meinen Augen lag der Fokus gar nicht so sehr auf den Abstürzen - die waren ziemlich schnell geschehen und dann ging es auch schon wieder mehr um die Beziehungen der Charaktere, um Liebe, Freundschaft, Fremdgehen und so weiter. Klar, zwischendurch waren die Abstürze auch immer wieder Thema, denn solche Ereignisse beschäftigen die Menschen in der Regel doch sehr, trotzdem kamen mir andere Themen in dem Buch viel mehr beleuchtet und emotionaler vor, als diese verheerenden Unglücke. Ein bisschen mehr Fokus auf diese Abstürze und ihre Folgen hätte ich mir also schon erwartet, dennoch kann ich mich nicht wirklich beklagen, die Leben der Charaktere waren nämlich echt nicht unspektakulär oder langweilig, nein, deren persönliche Geschehnisse und Schicksale waren auch recht spannend zu verfolgen! ~ Für den unwahrscheinlichen Fall ... Aber das ganze Leben ist ja nichts als eine Abfolge von unwahrscheinlichen Fällen, oder? Ihres jedenfalls. Ein unwahrscheinlicher Fall nach dem anderen, die sich zu einem vielschichtigen Ganzen verbinden. Und wer weiß, was da noch alles kommen mag? ~ (S. 501) Positiv aufgefallen ist mir auch, dass die Sprache sehr authentisch und das Denken und Verhalten der Protagonisten auf jeden Fall zeitgerecht war. Aber da die Autorin selbst ja aus dieser Zeit stammt, war das sowieso zu erwarten. Eine lesenswerte historische Dokumentation, bei der das Hauptaugenmerk aber nicht vorrangig auf den Flugzeugabstürzen liegt, sondern sehr stark auf den mitunter sehr spannenden Leben der unterschiedlichen Charaktere. Wer glaubt, dass es in den 1950er Jahren noch kaum Sorgen, Ängste, Untreue oder Scheidungen gegeben hat, der irrt. So verschieden die Figuren hier alle sind, genauso vielseitig und lesenswert sind auch deren persönliche Geschichten.

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Der Eintritt der Wahrscheinlichkeit oder der Unwahrscheinlichkeit
von Nina W. aus Eppelborn am 04.05.2016

Es ist ein schöner Tag, du verbringst ihn gemeinsam mit der Familie beim Essen, bist mit Freunden unterwegs ins Kino oder aber sitzt einfach mal Zuhause und schaust in aller Ruhe fern, ohne dir ein schlechtes Gewissen einzureden, dass du jetzt eigentlich auch etwas Besseres mit deiner Zeit hättest... Es ist ein schöner Tag, du verbringst ihn gemeinsam mit der Familie beim Essen, bist mit Freunden unterwegs ins Kino oder aber sitzt einfach mal Zuhause und schaust in aller Ruhe fern, ohne dir ein schlechtes Gewissen einzureden, dass du jetzt eigentlich auch etwas Besseres mit deiner Zeit hättest anfangen können. Und dann passiert es. Zunächst hörst du nur ein Geräusch, kannst es nicht einordnen, ein lautes Donnergrollen aus der Ferne. Vielleicht ein Gewitter? Doch es ist hellichter Tag! Keine dunkle Wolke ist am Himmel zu sehen. Dann wird es plötzlich dunkel, ein großer Schatten fliegt über dich hinweg, das Geräusch wird lauter, das Donnergrollen wird zu einem lauten Dröhnen. Vielleicht spürst du sogar den Luftzug, der dich in dem Moment erfasst. So schnell wie der Schatten über dir war, ist er auch schon wieder verschwunden, doch das mulmige Gefühl, dass du dabei verspürt hast, bleibt. Das Grollen wird leiser, erstirbt und im nächsten Moment ist ein gewaltiger Knall zu hören und der Erdboden bebt. Dem Knall folgen viele kleine Explosionen. Der Lärm hält einige endlos scheinende Minuten an und plötzlich - ist es still. Nicht ist zu hören. Eine gespenstische Stille senkt sich über die Erde. Und du bist immer noch mit deiner Familie zusammen, deinen Freunden unterwegs oder sitzt Zuhause auf der Couch - und ihr alle bleibt starr vor Schreck stehen, schaut euch mit weit aufgerissenen Augen an, steht unter Schock und beginnt dann zu funktionieren... So ähnlich muss es den Menschen in Elizabeth gegangen sein, am schrecklichsten Tag ihres Lebens, an dem eine der größten Katastrophen das kleine Städtchen heimgesucht hat und es über Nacht zu traurigem Ruhm gefunden hat. In dem Buch wird eben diese Tragödie aus dem Blickwinkel von verschiedenen Menschen erzählt: Der 15-jährigen Miri, Schülerin, die kaum begreift, was da vor sich geht. Ihrer Mutter Naomi - genannt Rusty - Chefsekretärin, die helfen möchte und einfach weiß, was zu tun ist. Henry Ammerman, ein Reporter, der zur richtigen Zeit am (leider) richtigen Ort war und so den Menschen die Geschehnisse näher bringt. Natalie Osner, der besten Freundin von Miri, die das ganze Unglück schwer traumatisiert. Dr. Arthur Osner - genannt Dr. O. - der seine medizinischen Kenntnisse direkt vor Ort anbringt. Und vielen weiteren. All diese Leute erzählen, was passiert ist. Wie sie das Unglück erlebt haben, was sie erlebt und gefühlt haben und lassen den Leser einen tiefen Einblick in - zum größten Teil - schwer verletzte und traumatisierte Seelen zu. Während ich das Buch gelesen habe und mir die Bilder vom ersten Flugzeugabsturz vor Augen geführt habe, die vielen Menschen habe hilflos herum irren sehen, um letzten Endes doch nicht mehr helfen zu können und nur Tote bergen zu können, währenddessen habe ich an eine ähnliche Situation gedacht: ich habe zurück gedacht an den 11. September 2001, an den Tag, an dem die Terroranschläge in den USA stattgefunden haben, die die ganze Welt berührt haben. Und da waren sie wieder, die Bilder von damals. Ich kann bis heute sagen "was ich zu diesem Zeitpunkt getan habe", wo ich war, wie das Wetter war und vor allen Dingen, wie ich mich gefühlt habe. Und dann habe ich an die vielen Menschen in Elizabeth gedacht, an die vielen Menschen, die in der ersten Maschine ihr Leben gelassen haben; an die Menschen, die am Boden waren und helfen wollten, es aber nicht konnten. Und ein Gefühl stellte sich auch bei mir ein: Hilflosigkeit und Ohnmacht. Während dem Lesen fühlte ich diese beiden Gefühle sehr intensiv - das waren auch zwei der Gründe, warum ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Dann - der zweite Schock: ein zweites Flugzeug stürzt nur sechs Wochen nach dem ersten Absturz wenige Kilometer weiter ab. In derselben Stadt. Wieder gibt es viele Tote, wieder bleibt die Hilflosigkeit, schlägt um in Trauer und wächst dann an zur Wut. Was soll getan werden? Warum geschehen diese tragischen Unglücke und wie kann man sie aufhalten? Interessant war beim zweiten Absturz zu sehen bzw. zu lesen, wie die einzelnen Protagonisten damit umgegangen sind: Wo sich die einen verkriechen, nahezu verrückt vor Angst werden, raffen sich andere auf und wollen gehört werden, wollen sich zur Wehr setzen und den vielen Opfern Gehör verschaffen. Pläne werden geschmiedet, es wird organisierter eingegriffen. Man funktioniert zum Wohle der Gemeinschaft. Doch leider lässt auch die nächste Tragödie nicht lange auf sich warten. Für mich war es faszinierend zu sehen, wie sehr die einzelnen Protagonisten des Buches an den jeweiligen Unglücken gewachsen sind, was diese aus ihnen gemacht haben, wie sie geprägt wurden. Natürlich: ein solches Unglück trifft die Menschen tief, es zeigt ihnen, dass sie verletzbar sind und dass auch die von Menschenhand geschaffenen Maschinen nicht unverwundbar sind. Es zeigt uns Menschen seine Grenzen auf und doch, bringt es uns auch dazu, uns diesen selbst auferlegten Grenzen entgegenzutreten und uns ihnen zu stellen. Über uns selbst hinaus zu wachsen und letzten Endes der Mensch zu werden, der wir sein wollen und können. Das Buch habe ich mit gemischten Gefühlen beendet. Einerseits war ich froh, dass ich nicht solche Unglücksmomente miterleben musste, war dankbar darum, dass ich bislang ein "ruhiges" Leben hatte, doch hat es mir auch gezeigt, wie schnell es damit vorbei sein kann. Und auch, dass man auch trotz dieser Katastrophen lernen kann, sich selbst und anderen zu vertrauen. Trotz des traurigen (aber wahren!) Inhalts des Buches, kann ich es doch nur wärmstens weiter empfehlen.

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Interessante Geschichte, jedoch mit Längen
von Ritja am 12.06.2016

Das Buch brauchte ein paar Seiten mehr, um mich mitzunehmen. Die Geschichte ist eine Mischung aus realen Begebenheiten und Fiktion. Die Abstürze der Flugzeuge sind traumatische Ereignisse, die sich den Köpfen der Menschen von Elizabeth eingebrannt haben. Erzählt wurde die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und von vielen einzelnen... Das Buch brauchte ein paar Seiten mehr, um mich mitzunehmen. Die Geschichte ist eine Mischung aus realen Begebenheiten und Fiktion. Die Abstürze der Flugzeuge sind traumatische Ereignisse, die sich den Köpfen der Menschen von Elizabeth eingebrannt haben. Erzählt wurde die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und von vielen einzelnen Personen. Man muss beim Lesen stets daran denken, dass die Abstürze in den Fünfziger Jahren geschehen sind. Die technische Entwicklung war noch am Anfang und nicht so ausgereift we heute. Dafür war es umso interessanter zu lesen, wie überzeugt die Menschen von ihrer Technik waren. Der Einblick in das Leben, das Denken, die Wertevortsellungen der Menschen aus dieser Zeit fand ich gut. Die Moralvorstellungen, die Ansichten wie Frauen sich zu verhalten haben und was verliebte Paare sich alles einfallen lassen mussten, um sich zu treffen, machten die Geschichte lebendiger. Die Geschichte an sich war interessant und gut zu lesen, jedoch schaffte es Judy Blume leider nicht die Spannung durch das ganze Buch zu halten. Auch waren mir zu viele Personen in diese Geschichte eingebunden. Ich konnte zu keiner der Personen eine Bindung aufbauen und mit ihr mitfiebern. Dafür waren die Passagen zu den Personen zu kurz und die Wechsel zwischen den Personen zu oft. Insgesamt jedoch eine interessante Geschichte, die mich jedoch nicht komplett eingefangen hat und teilweise zu langsam erzählt wurde.

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