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Indianisch für Anfänger

Roman

(5)
Kaja erfüllt sich nach dem Fachabitur einen Traum: sie geht für ein Jahr nach Amerika. Leider hat sie sich nicht wirklich informiert, wohin die Reise geht, denn sie landet „aus Versehen“ auf einer Indianerreservation. Kaja landet in einer Welt aus Armut und Not. Ihr Arbeitgeber ist zwar ein anerkannter Professor, doch die Frau des Hauses liegt im Koma. Kaja schwankt zwischen dem Drang, sofort wieder abzureisen, und ihrem Pflichtgefühl. Sie ist verantwortlich für einen ganzen Haushalt, Pferde und einen kleinen Jungen, der seine Mama vermisst. Zudem leidet Kaja unter der Einsamkeit. Das Haus des Professors liegt mitten im Nirgendwo und die einzigen Nachbarn scheinen Präriehunde und Klapperschlangen zu sein. Nicht einmal der versprochene Sprachunterricht in Englisch klappt. Stattdessen schreibt sie sich in einen Kurs für eine reichlich seltene Sprache ein. Lakota! Im College verliebt sie sich dann auch in den gutaussehenden Studenten „Sonny“, einen Hoffnungsträger des Stammes. Aber ist die Liebe echt? Immer wieder werden Touristinnen auf der Reservation Opfer von indianischen Männern, die sich als Urenkel von Crazy Horse ausgeben und weiße Frauen nur ausbeuten.
Eine exotische Liebesgeschichte vor atemberaubender Kulisse
Auserwählt für "Books meets film" beim Münchner Filmfest 2015
Portrait
Kerstin Groeper, als Tochter des Schriftstellers Klaus Gröper in Berlin geboren, verbrachte einen Teil ihres Lebens in Kanada. In Kontakt mit nordamerikanischen Indianern entdeckte sie ihre Liebe zur indianischen Geschichte, Kultur und Sprache. Sie lernte Lakota, die Sprache der Teton-Sioux und ist aktives Mitglied einer Vereinigung, die sich der Unterstützung zum Fortbestehen der Sprache und Kultur der Teton-Sioux widmet. Durch viele Gespräche mit indianischen Freunden und Ratgebern gelingt es ihr, ein authentisches Bild der verschiedenen Stämme zu vermitteln. In Deutschland führt sie regelmäßig Referate und Seminare über die Sprache, Kultur und Spiritualität der Lakota-Indianer durch. Zuletzt war sie Beraterin der Ausstellung „Indianer“ im Lokschuppen Rosenheim. Kerstin Groeper arbeitete als Journalistin für „Omni" und "Penthouse“und schreibt regelmäßig Artikel für das renommierte „Magazin für Amerikanistik“. Im Sommer 2011 verfasste sie eine Reportagereihe zum Thema „Indianerstämme“ für das OVB. Kerstin Groeper lebt heute als freie Schriftstellerin mit ihrem Mann und einem Sohn in der Nähe von München. Zwei erwachsene Kinder sind bereits ausgezogen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 328
Erscheinungsdatum 18.11.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-941485-46-4
Verlag Traumfänger Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 216/142/32 mm
Gewicht 495
Illustratoren Astrid Gavini
Buch (Taschenbuch)
9,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


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Übersicht
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toller Jugendroman!
von Kerstin1975 aus Crailsheim am 16.02.2016

Buchinhalt: Kaja geht als Au-Pair ein Jahr nach Amerika und landet bei einer Professorenfamilie, die auf der Reservation Pine Ridge lebt. Gleich zu Beginn wird das Mädchen mehr oder minder ins kalte Wasser geworfen: ihre Gastmutter hatte einen Unfall und liegt seitdem im Koma. Kaja muß sich alleine um den... Buchinhalt: Kaja geht als Au-Pair ein Jahr nach Amerika und landet bei einer Professorenfamilie, die auf der Reservation Pine Ridge lebt. Gleich zu Beginn wird das Mädchen mehr oder minder ins kalte Wasser geworfen: ihre Gastmutter hatte einen Unfall und liegt seitdem im Koma. Kaja muß sich alleine um den Haushalt und den 3jährigen Sohn ihrer Gastfamilie kümmern, während der Professor die meiste Zeit in der Klinik ist. Mit der Zeit lernt Kaja immer mehr über die Kultur der Lakota, freundet sich mit einigen Indianermädchen an und geht mit ihnen auf traditionelle Feste. Dort trifft sie auf Sonny, in den sie sich alsbald verliebt. Doch sie sieht sich als Weiße auch mit Ablehnung konfrontiert. Meint Sonny es wirklich ehrlich? Persönlicher Eindruck: In eingängiger Sprache und mit bildhaftem Setting nimmt dieser Jugendroman den Leser mit auf den Weg, den ein Au-Pair-Mädchen in die USA nimmt, wo sie plötzlich in einer Indianerreservation landet und mit einer komplett anderen Kultur konfrontiert wird. Ich habe das Lesen sehr genossen und wollte fast nicht aufhören, denn die Erzählweise nimmt einen richtig gefangen und man will immer mehr. Humor, eine ziemlich unbedarfte Hauptfigur und reichlich Exotik fehlen ebenso wenig, wie Passagen zum Nachdenken. Kaja als Protagonistin ist eine ziemlich schwer einzuschätzende Figur, die es dem Leser nicht immer leicht macht. Ihren Charakter konnte ich ganz schwer einschätzen, denn sie vereint Unbedarftheit und Naivität mit Verantwortungsbewusstsein und starkem Willen. Daneben vermittelt sie aber auch immer wieder ein loses Mundwerk und eine gehörige Portion Arroganz, was nicht immer sympathisch wirkt. Gut gefallen haben mir die Einblicke in die Lebensweise der heutigen Indianer, ihre Denkweisen und ihre Art – was mich aber stutzig gemacht hat und sich von anderen Romanen dieser Art unterscheidet, war die Ablehnung der Weißen gegenüber. Bislang ging ich (ich lese viele Bücher in dieser Art) immer davon aus, wie gastfreundlich und offen die Natives sind. Hier allerdings muß ich lesen, dass Kaja mehr als einmal geschnitten wird und man sie an vielen Stellen gerne wieder los hätte. Als Kaja Sonny trifft, beginnt sich eine Liebesbeziehung zu entspinnen. Allerdings wandelt sich Kaja dann immer mehr ins Naivchen, denn Sonny ist ein Macho erster Güte und Kaja tut, was er will: pfeift er, springt sie. Der Schluß hält eine spannende Wendung bereit und lässt Raum für eine Fortsetzung, einige Fäden bleiben offen. Alles in allem habe ich mich prima unterhalten gefühlt und kann den Roman daher voll und ganz weiter empfehlen!

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Beeindruckender Jugendroman
von mabuerele am 12.01.2016

„...Du hast das Leid und die Anstrengungen mit uns geteilt und mit uns gebetet...“ Die 21jährige Kaja ist auf den Weg nach Amerika. Sie ist bei einem Professor und seiner Frau als Nanny für den dreijährigen Sohn Jaden angestellt. Die Reise geht nach Süd-Dakota. Kyle war ein kleiner Ort in... „...Du hast das Leid und die Anstrengungen mit uns geteilt und mit uns gebetet...“ Die 21jährige Kaja ist auf den Weg nach Amerika. Sie ist bei einem Professor und seiner Frau als Nanny für den dreijährigen Sohn Jaden angestellt. Die Reise geht nach Süd-Dakota. Kyle war ein kleiner Ort in der Indianerreservation. Nach einem zweitägigen Einführungskurs, an dem auch andere deutsche Au-Pair-Mädchen teilnehmen, geht die Reise endlich an den Zielort. Statt des Professors aber holt sie ein Indianer ab. Im Hause des Professors wartet die nächste Überraschung auf sie. Die Autorin hat einen abwechslungsreichen und tiefgründigen Jugendroman geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt. Kaja ist eine aufgeschlossene junge Frau. Allerdings ist ihr Wissen über die Indianer von Winnetou-Filmen geprägt. Auch sonst war ihre Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt wenig tiefgründig. Um so mehr überrascht es, wie sie sich von Anfang an mit der schwierigen Situation engagiert. Die Frau des Professors liegt im Koma, und Kaja ist für das Haus und den Jungen allein verantwortlich. Das bedeutet anfangs Stunden ungewohnter Einsamkeit, wenn Jaden im Kindergarten ist. An Disko und Kino ist nicht zu denken. Der Schriftstil des Buches ist gewohnt vielschichtig. Einfühlsam werden die Verhältnisse in der Indianerreservation beschrieben. Mit Kaja lerne auch ich als Leser nicht nur viel über die Regeln und die Traditionen der Indianer, ich werde auch mit bitterster Armut konfrontiert. Als Kaja an Seminaren teilnimmt und Lakota lernt, bekommt sie Kontakt zu den Indianern. Während die Kinder ihres Lehrers sie sofort aufnehmen, lassen andere sie ihre Abneigung gegen Weiße spüren. Die Verletzungen der Vergangenheit führen zu Rassismus und Vorurteilen. Schön wird dargestellt, wie Kaja nach und nach in die Welt der Indianer eintaucht. Sie bringt sich mit ihren Begabungen bei den Festen ein. Ab und an neigt sie allerdings zu vorschnellen Urteilen. Ganz vorsichtig entwickelt sich eine Beziehung zwischen ihr und Sonny, einen der Hoffnungsträger des Stammes. Die Dialoge zwischen beiden gehören für mich zu den Höhepunkten des Buches. Hier prallen zwei Welten aufeinander, eine selbstbewusste junge Frau und ein Mann, der sich bisher von Frauen nichts sagen ließ und der lieber schweigt als redet. Gerade in diesen Szenen zeigt die Autorin das sie mit feinem Humor schreiben kann. Obiges Zitat drückt aus, dass Kaja die Achtung der Indianer gewonnen hat. Sehr gut wird herausgearbeitet, dass das Volk der Lakota dabei ist, zu seinen Wurzeln zurück zu kehren. Man besinnt sich auf die eigene Sprache und alte Traditionen. Doch der Weg ist lang und die Hoffnung liegt auf der jungen Generation. Das Cover ist ausgezeichnet gelungen. So stelle ich mir Kaja in typischer indianischer Tracht vor. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat nicht nur ein Bild vom heutigen Leben der Indianer gezeichnet, sondern auch feinfühlig eine Liebesgeschichte erzählt, die mit mehreren Überraschungen aufwartet. Außerdem hat die Autorin weitere wichtige Themen wie Umweltschutz und sinnvollen Umgang mit Ressourcen geschickt in die Handlung integriert.

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Indianisch für Anfänger
von einer Kundin/einem Kunden aus Marzling am 24.01.2016

Kaja ist auf dem Weg nach Amerika, sie wird dort ein Jahr als Aupair verbringen,bei einem netten Ehepaar und dem 3 jährigen Jaden. Bei einem Zwischenstop in New York wird sie zusammen mit anderen Aupairs auf ihre kommenden Aufgaben vorbereitet. Sie weiss das ihre Gastfamilie Pferde besitzt und sie... Kaja ist auf dem Weg nach Amerika, sie wird dort ein Jahr als Aupair verbringen,bei einem netten Ehepaar und dem 3 jährigen Jaden. Bei einem Zwischenstop in New York wird sie zusammen mit anderen Aupairs auf ihre kommenden Aufgaben vorbereitet. Sie weiss das ihre Gastfamilie Pferde besitzt und sie dort ihrem Hobby dem Reiten nachgehen kann, und ist voller Vorfreude. Worüber sie nichts weiss ist ,das das Haus mitten in einem Indianerreservat steht und überhaupt alles anders kommt als Kaja sich das erwartet hätte. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und die Geschichte lässt sich sehr gut lesen. Besonders interresant fand ich in dem Roman mehr über das Leben der Indianer zu erfahren, das hat so gar nichts mehr mit der Winnetouromantik zu tun die wir ja alle kennen.Mit der Protagonistin Kaja konnte ich mich nie wirklich gut anfreunden, ich mag es nicht wenn Menschen auf ihr Gewicht reduziert werden und diese Ansicht von Kaja zieht sich durch das ganze Buch.Ansonsten fand ich die Geschichte sehr schön freue mich schon auf den nächsten Teil der schon angekündigt wurde. Fazit: Ein schöner Roman der Lust auf mehr macht.

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Genial
von ChrisYo aus Lutherstadt Wittenberg am 11.01.2016

Nach ihrem erfolgreichen Schulabschluss beschließt die junge Kaja ein Jahr als Au-Pair-Mädchen nach Amerika zu gehen. Sie träumt neben dem Job als Kindermädchen davon auf ein College zu gehen und ihr Englisch zu verbessern sowie viel feiern und einkaufen zu gehen. Dass meist alles anders kommt, als man denkt,... Nach ihrem erfolgreichen Schulabschluss beschließt die junge Kaja ein Jahr als Au-Pair-Mädchen nach Amerika zu gehen. Sie träumt neben dem Job als Kindermädchen davon auf ein College zu gehen und ihr Englisch zu verbessern sowie viel feiern und einkaufen zu gehen. Dass meist alles anders kommt, als man denkt, hat sie jedoch nicht beachtet. Denn als sie sich gegen drei Kinder sondern nur für ein Kind entscheidet, verschlägt es die unvorbereitete Kaja in ein Indianerreservat. Professor Overstreet und seine Familie bewohnen dort ein beschauliches Häuschen inklusive drei Pferde. Fernab jeglicher Zivilisation - so findet Kaja. Doch, was noch viel schlimmer ist. Die Gastmutter erleidet einen schlimmen Schlaganfall und Kaja steht bereits am ersten Tag allein mit dem kleinen Kind des Hauses da. Beherzt fügt sie sich vorerst ihrem Schicksal und versucht der Familie unter die Arme zu greifen, wo sie nur kann. Auch ihr Collegebesuch fällt anders aus als gedacht. Als einzige "Weiße" unter unzähligen "Natives" wird ihr der Start in ihr Au-pair-Jahr nicht leicht gemacht. Doch nach und nach freundet sich Kaja mit ein paar der indianischen Mädchen an und beginnt deren Sprache Lakota zu studieren. Außerdem hat sie bald einen Nachhilfeschüler der sie sichtlich aus der Fassung bringt. Denn der junge Indianer Sonny scheint nicht nur am Lernen interessiert zu sein. Doch für Kaja steht fest, dass sie sich nicht auf einen Indianer einlassen wird - oder doch nicht? Für Kaja beginnt ein Jahr zwischen einer geschichtsträchtigen Kultur, amerikanischem Haushalt und der knallharten Realität. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass es mir ganz gut gefallen hat, auch wenn ich mit der Protagonistin Kaja nicht gleich warm geworden bin. Kaja ist zu Beginn sehr zickig und kaltschnäuzig und schreckt auch nicht davor zurück ihren Gastvater in peinliche Situationen zu bringen. Ihre herablassende Art und die wie sie die Dinge sieht, haben mich erst einmal schlucken lassen und ich wusste nicht, ob ich das Buch unter diesen Umständen weiter lesen kann. Doch wenn man sich erst einmal auf die Geschichte eingelassen hat, dann darf man erleben, wie Kaja sich grundlegend ändert und die Ding aus völlig neuen Gesichtspunkten sieht. Was man ihr von Anfang an zu Gute kommen lassen muss ist, dass sie den Professor in seiner Situation nicht allein lässt und die Zügel in die Hand nimmt, um ihn zu unterstützen. Auch ihr Interesse an der Sprache und Kultur der Indianer finde ich sehr bemerkenswert. Das Buch zeigt bereits zu Beginn auf, wo es heute noch Reibungspunkte zwischen den "Weißen" und den "Natives" gibt. Da ist auf der einen Seite die bitterböse Armut der Indianer, die Ungleichheit zwischen "Weiß" und "Native" und die Abneigung gegen Außenseiter. Auf der anderen Seite sieht der Leser die geschichtsträchtige Kultur, an der die Indianer fest halten und deren Stolz. Der Leser hat die Chance in eine fremdartige Kultur einzutauchen und erlangt so Hintergrundinformationen, die man so in keinem Schulgeschichtsbuch findet. Das Buch ist gut recherchiert und ab und an ertappt sich der Leser dabei, wie er das eine oder andere googlet, um zu sehen, ob man es sich so richtig vorgestellt hat. Das Buch macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Die Liebesgeschichte zwischen Sonny und Kaja ist auf der einen Seite sehr niedlich zu lesen, auf der anderen Seite habe ich mich manchmal wirklich gefragt, ob die beiden sich im wirklichen Leben auch so begegnet wären. Sie sind beide Dickköpfe und ich an Kaja ihrer Stelle hätte mich wohl mit der ruppigen und kaltschnäuzigen Art von Sonny nie und nimmer anfreunden können. Oft geraten die beiden aneinander, weil er eifersüchtig ist, während für sie die eine oder andere Sache mehr als normal ist. Da knallen einfach Kulturen aufeinander, bei denen Streit vorprogrammiert ist. Es ist interessant zu lesen, wie die beiden mit der jeweiligen Situation umgehen. Auch Kajas Umgang mit den anderen Menschen ist mir manchmal ein rätsel gewesen, manchmal habe ich sie dafür gehasst, manchmal bewundert. Kaja nimmt auch gern einmal ein Fettnäpfchen mit, was sie in meinen Augen wieder sehr sympathisch macht. Was die Geschichte für mich aber neben der Kultur besonders interessant gemacht hat, war die Umschreibung der Landschaft. Am liebsten hätte ich mich selbst gleich in den Flieger gesetzt und wäre dorthin gefahren - natürlich nicht im Winter und ohne Klapperschlangen. Aber diese Beschreibungen waren wirklich so gut, dass sie einfach zum Träumen eingeladen haben. Allgemein ist die Schreibweise der Autorin sehr frisch und die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen. Fragen bleiben eigentlich keine offen, sodass man sich voll und ganz auf den Verlauf der Story konzentrieren kann. Da stören auch die zeitweise englischen bzw. indianischen Sätze und Wörter nicht. Der Sinn ergibt sich sofort während des Lesens. Wer zu diesem Buch greift, trifft eine wirklich gute Wahl. Das Cover wirkt exotisch mit dem blonden Mädchen und dem Indianerschmuck. Doch der Inhalt ist wirklich sehr wertvoll. Empfehlen möchte ich dieses Buch allen Mädchen, die sich für Amerika, Indianer und Geschichte sowie fremde Kulturen interessieren. Wer eine gute Liebesgeschichte mag, kommt hier voll und ganz auf seine Kosten. Doch stellt euch auch darauf ein, dass die eine oder andere Situation in dem Buch auch beklemmend ist, wenn z.B. auf die Armut der Indianer hingewiesen wird. Das Buch entspricht der brutalen Realität und schönt nichts aus. Doch das ist gerade das, was ich an dieser Geschichte so toll finde.

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Netter Kulturmix
von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2016

Als erstes möchte ich sagen, wie sehr mich die wirklich gute Qualität des Taschenbuches überrascht hat. Es liegt wirklich gut in der Hand und fühlt sich sehr hochwertig an. Allgemein hat mir das Buch erstmal ganz gut gefallen, die Autorin schafft es Kultur und Traditionen der indianischen Stämme gut und... Als erstes möchte ich sagen, wie sehr mich die wirklich gute Qualität des Taschenbuches überrascht hat. Es liegt wirklich gut in der Hand und fühlt sich sehr hochwertig an. Allgemein hat mir das Buch erstmal ganz gut gefallen, die Autorin schafft es Kultur und Traditionen der indianischen Stämme gut und verständlich zu übermitteln. Auch Probleme die Kaja als weißes Mädchen in der neuen Umgebung hat, werden authentisch beschrieben. Man kann sich gut in sie hineinversetzen, wenn sie immer wieder den sprichwörtlichen „Kulturschock „bekommt. Ebenso ist es sehr unterhaltsam, wie sie den indianischen Jungs zeigt, was Emanzipation für deutsche Mädchen bedeutet. Man kann sich die schockierten Gesichter wirklich sehr bildlich vorstellen. Allgemein beschreibt die Autorin Personen, aber auch die Umgebung sodass man sich alles sehr genau vorstellen kann. Die Infos über Indianer sind wirklich gut in die Geschichte verankert und man lernt einiges, obwohl man nie das Gefühl hat, irgendwelchen Geschichtsunterricht aufgedrückt zu bekommen. Was mich wirklich gestört hat war, dass die Protagonistin Kaja teilweise gegen ihre eigenen Ansprachen was Emanzipation betrifft, gehandelt hat. Mich hat es wirklich geschockt, dass sie alles was Sonny tut damit rechtfertigt, dass sie es ja eigentlich irgendwie auch gewollt hätte. Und auch ihre Naivität was Verhütung angeht, ist für mich manchmal etwas unverständlich. Für mich war es sehr problematisch zu lesen, wie leicht sich im Buch über die Rechte von Kaja hinweggesetzt wird und wie sexuelle Nötigung heruntergespielt wird. Für mich ist das ,leider kein Thema bei dem man einfach ein Auge zudrücken kann. Auch die Sprache wird im Laufe des Buches immer besser. Anfangs hatte ich einige Problem, weil sich Wörter häufen und man doch den einen oder anderen Rechtschreibfehler entdeckt. Jedoch legt sich das ziemlich schnell und das Buch lässt sich wirklich sehr flüssig lesen. Fazit: Wer Interesse an fremden Kulturen hat, aber kein Sachbuch lesen möchte, hat sicher Spaß. Jedoch darf man sich nicht daran stören, dass Rechte für Frauen einfach nicht existieren.

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