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Inklusion – ein leeres Versprechen?

Zum Verkommen eines Gesellschaftsprojekts

Die aktuelle Inklusionsdebatte zeichnet sich durch ein heterogenes Begriffsverständnis und die widersprüchliche Umsetzung der Inklusion und Integration in Kindergärten und Schulen aus. Daran hat auch die UN-Behindertenrechtskonvention nichts geändert. Die AutorInnen decken auf, dass der zwingend erforderliche strukturelle Umbau des institutionalisierten Bildungssystems politisch nicht gewollt ist und dass die Frage der Voraussetzungen für eine inklusionskompetente Pädagogik und Didaktik in Fachdiskursen zentraler historischer und humanwissenschaftlicher Grundlagen entbehrt und nach wie vor eine eher untergeordnete Stellung einnimmt. Die BeiträgerInnen zeigen, wie sich Solidarität, Bildungsgerechtigkeit und eine grundlegende anerkennungsbasierte Gleichberechtigung auch praktisch realisieren lassen und wie materielle und geistige Barrieren überwunden werden können. Sie legen strukturelle Gewalt- und politische Herrschaftsverhältnisse offen und entlarven die »Zwangsinklusion« in Sondersysteme und marginale Bereiche der Gesellschaft. Mit Inklusion geht es um Exklusion aus diesen Systemen. Nur mithilfe einer kritischen Humanwissenschaft kann dem vagen Begriff der Inklusion seine Bedeutung zurückgegeben werden und der Integrationsbegriff neu verstanden werden. Mit Beiträgen von Georg Feuser, Erich Otto Graf, Wolfgang Jantzen, Willehad Lanwer, Erwin Reichmann-Rohr, Peter Rödler und Anne-Dore Stein
Rezension
"Schon die Radikalität des hier formulierten Vorwurfs sollte jede und jeden, die/der unter dem Banner der Inklusion pädagogisch tätig ist, veranlassen, dieses Buch zu lesen." Ernst Berger in Behinderte Menschen 4/5 2016
Portrait
Georg Feuser, geboren 1941; Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschullehrer; Sonderschulrektor a. D.; Professor em. für Behindertenpädagogik, Didaktik, Therapie und Integration bei geistiger Behinderung und schweren Entwicklungsstörungen an den Universitäten Bremen und Zürich; Themenschwerpunkte u.a. Entwicklung einer Allgemeinen Pädagogik und entwicklungslogischen Didaktik als Grundlage der Integration aller im Bereich des Erziehungs-, Bildungs- und Unterrichtswesens.
Peter Rödler ist Professor für Allgemeine Didaktik mit dem Schwerpunkt Heterogenität an der Universität Koblenz-Landau. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen im Bereich der Lehrerausbildung des Diploms Erziehungswissenschaften und der Computervisualistik. Rödler wurde 1993 für Erziehungswissenschaften habilitiert auf der Basis der Habilitationschrift "Menschen, lebenslang auf Hilfe anderer angewiesen Grundlagen einer allgemeinen basalen Pädagogik". In den folgenden Jahren hatte er Gastprofessuren an den Universitäten Frankfurt, Würzburg, Wien und Innsbruck inne.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Georg Feuser
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum Februar 2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8379-2570-8
Reihe Forum Psychosozial
Verlag Psychosozial
Maße (L/B/H) 211/152/25 mm
Gewicht 429
Verkaufsrang 74.991
Buch (Taschenbuch)
29,90
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