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Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'

10 Tage im 'Islamischen Staat'

(13)
Jürgen Todenhöfers Report über den IS-Terror
Im Sommer 2014 führte Jürgen Todenhöfer mehrere Monate lang Gespräche mit deutschen Islamisten (via Skype), die sich dem IS-Staat angeschlossen haben. Die Erkenntnisse, die er in diesen Gesprächen gewann, sind mehr als erschreckend und enthüllen die mörderischen Absichten des sogenannten Kalifats, das einen weltweiten Gottesstaat errichten will und dabei auch vor Massenmorden nicht zurückschreckt, selbst unter Muslimen. Nach der Erweiterung Ihres Staates im Nahen Osten, bei der sie die Nachbarstaaten unterwerfen wollen, haben sie Europa und den Westen im Visier. Im November 2014 fuhr er als bislang weltweit einziger westlicher Journalist in das Zentrum des IS-Staats, nach Mossul, hielt sich dort 10 Tage lang auf und führte weitere Interviews. In seinem Buch beschreibt er eindringlich seine Erlebnisse vor Ort.
Rezension
"Man muss mit ihm nicht immer einer Meinung sein, aber der Mut und die Entschlossenheit, mit denen Jürgen Todenhöfer aus den Krisengebieten dieser Welt berichtet, nötigen uns Respekt ab. Jetzt schildert Todenhöfer seine wohl riskanteste Reise, die ihn in die Hochburg des Islamischen Staates, nach Mossul, führte." Stern
Portrait
Jürgen Todenhöfer, geboren 1940, saß 18 Jahre im deutschen Bundestag. Er war Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Entwicklungshilfe und Rüstungskontrolle. Anschließend arbeitete er 22 Jahre an der Spitze eines großen europäischen Medienunternehmens. Immer wieder hat er die Kriegsschauplätze des Mittleren Ostens bereist, vor allem Afghanistan, Irak, Syrien und Palästina. Davon hat er in bewegenden Büchern wie »Wer weint schon um Abdul und Tanaya?«, »Andy und Marwa« und »Warum tötest du, Zaid?« berichtet. Zuletzt erschienen seine Bestseller »Teile dein Glück« (2010) und »Du sollst nicht töten« (2013). Mit seinen Buchhonoraren finanzierte er u. a. ein Waisenhaus in Afghanistan, ein HIV-Kinderkrankenhaus im Kongo und ein israelisch-palästinensisches Versöhnungsprojekt. Das Honorar für sein letztes Buch spendete er schwer verletzten syrischen Kindern. Das Honorar dieses Buches geht an syrische und irakische Flüchtlinge sowie an Kinder in Gaza.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 27.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-10276-3
Verlag Bertelsmann
Maße (L/B/H) 223/144/28 mm
Gewicht 530
Abbildungen mit zahlreichen farbigen Abbildungen auf 24 Taf.
Verkaufsrang 5.202
Buch (gebundene Ausgabe)
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J.T. liefert mit diesem Buch eine einzigartige Innenansicht des Islamischen Staats. Um den Konflikt zu verstehen, muss man ihn von allen Seiten beleuchten. Fazit: Pflichtlektüre! J.T. liefert mit diesem Buch eine einzigartige Innenansicht des Islamischen Staats. Um den Konflikt zu verstehen, muss man ihn von allen Seiten beleuchten. Fazit: Pflichtlektüre!

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Der Autor nimmt in seinem Buch ein Blatt vor den Mund. Als Leser fiebert man sehr mit und man muss sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, das dies ist wirklich passiert! Der Autor nimmt in seinem Buch ein Blatt vor den Mund. Als Leser fiebert man sehr mit und man muss sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, das dies ist wirklich passiert!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein aktuelles Thema, über das ich unbedingt mehr erfahren wollte. Spannende Einblicke und Gespräche, es fällt mir schwer das Buch wegzulegen! Einführung ist etwas unübersichtlich. Ein aktuelles Thema, über das ich unbedingt mehr erfahren wollte. Spannende Einblicke und Gespräche, es fällt mir schwer das Buch wegzulegen! Einführung ist etwas unübersichtlich.

Marta Magdalena Urban, Thalia-Buchhandlung Koblenz

Erschütternd bis zur letzten Seite. Wer sich für die Hintergründe und Ziele des IS interessiert muss dieses Buch einfach lesen! Einziger Journalist im Zentrum des IS! Erschütternd bis zur letzten Seite. Wer sich für die Hintergründe und Ziele des IS interessiert muss dieses Buch einfach lesen! Einziger Journalist im Zentrum des IS!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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1
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Aufklärung über den "Islamischen Staat"
von Hans G. Hilbert aus Berlin-Marzahn am 01.09.2015

Ich vergebe eigentlich nie 5 Punkte. Hier muss ich es tun. Ich will auch keine Inhaltsangabe machen, sondern eine Bewertung des Buches abgeben. Der "Offene Brief" am Schluss des Buches von Todenhöfer an Baghdhadi u.a. hilft dem Leser verstehen. Es gibt nicht viele Journalisten, die für die Wahrheit ihr... Ich vergebe eigentlich nie 5 Punkte. Hier muss ich es tun. Ich will auch keine Inhaltsangabe machen, sondern eine Bewertung des Buches abgeben. Der "Offene Brief" am Schluss des Buches von Todenhöfer an Baghdhadi u.a. hilft dem Leser verstehen. Es gibt nicht viele Journalisten, die für die Wahrheit ihr Leben riskieren. Das Belauschen der langen Gespräche, die JT mit verschiedenen IS-Leuten geführt hat, läßt vor dem Leser ein Bild entstehen, daß ihn sprachlos macht. JTs Gegenüber argumentiert logisch, koranbasiert und mit unerschütterlichem Standpunkt. Dem Leser muss klar sein, dass er aus IS-Sicht zu denen gehören wird, die umgebracht werden werden. Das Buch ist ein Zeitdokument und kein Roman. Wir bekommen Einblick in den Plan einer großen Gruppe von Menschen, die sicher davon ausgehen, diesen Plan in die Tat umzusetzen. Die keine Skrupel haben. Die von der Richtigkeit ihres Tuns überzeugt sind. Bildung, Bildung und nochmals Bildung. Das ist das Wichtigste. Ist der BRD klar, was dieser Todenhöfer da geleistet hat? Ist dieser BRD und Europa klar, was da mit dem IS für eine Gefahr heranwächst? Man hat sich selbst nach seiner Machtergreifung in Deutschland und Europa über Hitler lustig gemacht und ihm nur ein paar Wochen gegeben. Am Ende fielen 2 Atombomben nach dem mörderischsten Krieg der Welt. Todenhöfer verdient für diese Reportage sehr große Beachtung. Lesen Sie selbst. Urteilen Sie selbst.

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4 1
Chapeau! Herr Todenhöfer
von einer Kundin/einem Kunden aus Troisdorf am 01.07.2015

Nach "Du sollst nicht töten" mein zweites Buch von Herrn Todenhöfer. Da ich keine Leseratte bin, gehört dieses zu den wenigen komplett von mir gelesenen Bücher, und kann dieses nur weiterempfehlen. Chapeau! Herr Todenhöfer

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3 0
Inside IS - 10 Tage im "Islamischen Statt"
von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2015

Im Dezember 2014 konnte der Journalist Jürgen Todenhöfer für zwei Wochen das Gebiet des sogenannten Islamischen Staates bereisen. Davor hielt er via Skype und Telefon Kontakt zu deutschen Islamisten im „Islamischen Staat“‘, die für ihn eine Garantie für freies Geleit von höchster Stelle organisierten. Todenhöfer bekommt Einblick in den Alltag... Im Dezember 2014 konnte der Journalist Jürgen Todenhöfer für zwei Wochen das Gebiet des sogenannten Islamischen Staates bereisen. Davor hielt er via Skype und Telefon Kontakt zu deutschen Islamisten im „Islamischen Staat“‘, die für ihn eine Garantie für freies Geleit von höchster Stelle organisierten. Todenhöfer bekommt Einblick in den Alltag der Menschen, die auf dem Gebiet des IS in Syrien und im Irak nach dem islamischen Recht leben #müssen#. Kompromisse mit bisher gelebten Lebensarten oder anderen Religionen werden nicht geduldet, die Scharia wird unerbittlich vollzogen. Stets in Todesgefahr gelingt es dem Autor, ausführliche Gespräche mit deutschsprachigen Vertretern des IS vor Ort zu führen und diese aufzuzeichnen. Dabei kommen auf beklemmende Art die Brutalität und Entschlossenheit zum Vorschein, mit dem der IS seine Ideologie in die Praxis umsetzt.

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2 1
Inside IS – 10 Tage im "Islamischen Staat"
von einer Kundin/einem Kunden aus Wettingen am 17.06.2016

Ein äusserst interessantes und aktuelles Buch über den finsteren IS Staat. Es lohnt sich wirklich das Buch zu lesen. Zarko Filipovic, Wettingen

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0 0
einzigartiges Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 02.06.2016

Es ist vor ihm noch keinem anderen gelungen in den islamischen Staat einzureisen und ein Gast zu sein, ohne das man später getötet wird ! Ich finde das Buch ist sehr interessant und anschaulich geschrieben und er erklärt genau wie er den Kontakt aufgenommen hat.

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Grandios
von einer Kundin/einem Kunden aus Muttenz am 21.11.2015

Dieses grandiose Buch von Jürgen Todenhöfer vermittelt einerseits das unglaublich mutige und engagierte Vorgehen dieses Journalisten und seiner Familie. Anderseits könnte es aktueller nicht sein um den Versuch zu starten, die Zusammenhänge und den Ursprung der Terrorwelle in ihren Ansätzen halbwegs zu verstehen. Unbedingt lesen!

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Absolut Klasse
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 14.08.2015

Ich persönlich habe den Todenhöfer zuvor in einigen Interviews gesehen, kannte ihn sogesehen jedoch noch nicht wirklich. Ich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen, da mich dieses Thema sehr interessiert. Ich bin sehr begeistert von der Art Todenhöfers, alles gesagte nicht unbedingt wertend, sondern warheitsgetreu wiederzugeben. Er überlässt... Ich persönlich habe den Todenhöfer zuvor in einigen Interviews gesehen, kannte ihn sogesehen jedoch noch nicht wirklich. Ich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen, da mich dieses Thema sehr interessiert. Ich bin sehr begeistert von der Art Todenhöfers, alles gesagte nicht unbedingt wertend, sondern warheitsgetreu wiederzugeben. Er überlässt es einem selbst sich eine Meinung zu bilden, das bewunder ich, auch wenn ich meine Meinung über dieses Thema nicht geändert habe. Ich empfehle dieses Buch jedem weiter!

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Zeigt den IS wie er ist
von mary am 10.08.2015

Sehr mutig und hält mit seiner Meinung nicht hinter den Berg, aber macht die Meinung nicht. Da das Buch grösstenteils aus Interviews besteht, kann man sich seine Eigene bilden. Finde es sehr positiv, dass er auch den Fehlern des Westens gegenüber nicht blind ist. Absolut lesenswert.

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Er war da. Mittendrin. Und kam wieder raus.
von Vera Pestel am 01.02.2016

Mir ist immer noch ganz mulmig, gerade habe ich das Buch zugeklappt. Es geht um ein Thema, über das wir hier und da hören, es vielleicht nicht so ernst nehmen, denn es ist ja so weit weg. Wir sitzen schön im Warmen in unserer westlichen Welt. Syrien, der Irak... Mir ist immer noch ganz mulmig, gerade habe ich das Buch zugeklappt. Es geht um ein Thema, über das wir hier und da hören, es vielleicht nicht so ernst nehmen, denn es ist ja so weit weg. Wir sitzen schön im Warmen in unserer westlichen Welt. Syrien, der Irak und die anderen arabischen Länder sind weit weg. Jürgen Todenhöfer war da, er war mittendrin. Beim IS. Zuvor hatte er ein halbes Jahr mit deutschen Kämpfern des IS geskypt, um eine Garantie für seine Reise zu bekommen, um überhaupt reisen und dokumentieren zu können. Normalerweise tötet der IS Journalisten und Andersgläubige. Denn für sie ist die Welt einfach: es gibt nur den Islam. Der regelt alles. Eine weitere Gesetzgebung braucht es nicht. Geurteilt und bestraft wird nach der Sharia. Juristen sind überflüssig. Nach einigem zähen Ringen bekam er schließlich die offizielle Erlaubnis des Kalifen, den Islamischen Staat zu bereisen, zu filmen, zu fotografieren und Interviews zu führen. Im Dezember 2014 ging es los. Todenhöfer reiste mit seinem Sohn und einem Freund an die türkische Grenze, um von dort aus in den Islamischen Staat geschleust zu werden. Etwas abenteuerlich gestaltete sich der Grenzübertritt, dann war er da, mitten im IS. Im Rekrutierungslager herrschte eine ausgelassene, freundliche Stimmung. Sie wurden neugierig aufgenommen. Erst einen Tag später traf er seinen Interviewpartner der letzten Monate. Frei bewegen durfte er sich allerdings nicht, ständig waren Kämpfer um ihn herum, die ihn von einem Ort zum nächsten brachten und genau beobachteten, mit wem er spricht und was sein Sohn fotografiert. Handys und Computer wurden ihnen sofort bei der Ankunft abgenommen. Todenhöfer unter Terroristen. Es drängte ihn die Frage, warum sich so viele Männer als Kämpfer anschließen, warum sie diesen mittelalterlichen Idealismus als ihre neue Religion annehmen. Und wie sich das tägliche Leben im Islamischen Staat gestaltet. Kann man dort normal leben? Ein wenig erfahren wir darüber in seinem Buch. Der Koran regelt das Leben. Er ist durchzogen von Barmherzigkeit. Das wiederholt Todenhöfer in seinen Interviews via Skype und während seiner Reise immer wieder. Was er beim Islamischen Staat findet, ist alles andere als barmherzig. Diese Auslegung des Koran hat nichts mit Barmherzigkeit zu tun. Warum schließen sich trotzdem so viele als Kämpfer an, auch aus Deutschland? Ganz klar wird es mir auch nach der Lektüre des Buches und der weiterführenden Beschäftigung mit dem Thema nicht. Noch nicht einmal Musik ist erlaubt. Rauchen auch nicht. Die Sklaverei ist wieder eingeführt worden. Eigentlich leben alle in ständiger Angst. Der Islamische Staat sagt, die Menschen würden ihn langsam akzeptieren. Ich denke, sie sind eingeschüchtert und schaffen es nicht zu fliehen. Eingeschüchtert durch die Grausamkeiten, die öffentlich begangen werden. Einem Dieb wird die Hand amputiert. Shiiten werden getötet, sie gelten als Abtrünnige. Grundsätzlich soll jeder umgebracht werden, der nicht konvertiert oder eine Schutzsteuer zahlt (das gilt lediglich für Christen und Juden). Wirklich jeder. Das wären Hunderte Millionen von Menschen. Die sollen wirklich alle getötet werden? Ein klares Ja als Antwort. Das ist Völkermord. Wie kann sich eine Gruppierung als die einzig Wahre darstellen und alle anderen sollen sich unterwerfen? Ausländische Gefangene werden vorgeführt, sie werden öffentlich geköpft, da die Regierungen für ihre Staatsbürger nicht zahlen. Und die Weltmächte schaffen es nicht, diesen Islamischen Staat zur Räson zu bringen. Was läuft falsch? Das frage ich mich dauernd, während ich das Buch lese. Wir kennen aus den Medien die Meldungen und Videos des IS. Wir sind einigermaßen informiert. Aber eben nur einigermaßen, da im täglichen Informationsdschungel viel verloren geht. Dann geht eine Bombe in Paris hoch, die Büros einer Satirezeitschrift werden zusammengeschossen, ein israelischer Supermarkt wird überfallen. In Deutschland gibt es auch schon Terrorwarnungen. Ein Fußballspiel wird abgesagt. Stimmt, und in England war auch schon mal etwas. IS ruft zu Anschlägen auf. Waren die das? Woher sollen wir das wissen. Todenhöfer ist jemand, der offen seine Meinung sagt, offene Briefe schreibt und dafür nicht nur Kritik, sondern Hetze erntet. Offene Worte passen nicht jedem. Dabei sollen sie nur helfen, dass wir uns eine Meinung bilden können. Es gibt mittlerweile zu wenig streitbare Menschen, die beide Seiten kennenlernen wollen. Aufgemischt wird zu selten. Was haben wir davon? Einheitsbrei und einen Mainstream, dessen Bewegungslosigkeit nicht mehr zu ertragen ist. Todenhöfer reißt uns aus dieser lethargischen Bequemlichkeit mit seiner Arbeit. Er zeigt uns eine Seite neben der offiziellen Berichterstattung. Dafür bekommt er Todesdrohungen. Ihm wird sogar die Verharmlosung des Holocausts vorgeworfen. Bleiben wir doch mal auf dem Teppich! Der respektvolle und faktenreiche Diskurs ist aus der Mode gekommen. Streiten ist eine Kunst, die nicht mehr beherrscht wird. Dieses Buch wird noch lange in mir nachhallen. Obwohl ich vom täglichen Leben nicht viel erfahre. Wie sieht der Alltag einer Familie dort aus? Er wird es selber nicht erfahren haben, er durfte nur so weit, wie seine Aufpasser ihn ließen. Der IS wollte ein positives Bild abgeben. Gelungen ist es ihm nicht. Das bestätigen die Berichte der Menschen, die geflohen sind. Im Grunde dreht sich die Reportage um wenige Fragen. Immer wieder bohrt er nach, das wird nicht gerne gesehen, immer wieder wiederholt er seine Fragen nach dem Warum. Warum folgen die Männer, warum wollen sie so leben und warum meinen sie, dass ihre Auslegung des Korans Allahs Wille ist? Ich habe das Thema neben den üblichen Schlagzeilen an mich herangelassen und entdecke die Bedrohung, bin ganz entsetzt von dem Zulauf, verstehe die Beweggründe weiterhin nicht. Seine Angespanntheit, die während des Lesens auf mich übersprang, bleibt. Danach fehlen mir die Worte. Anschlag in Bagdad. Anschlag in Istanbul. Deutsche unter den Toten. Es kommt immer näher. Ich drehe mich dabei im Kreis. Ich verstehe es einfach nicht. Kann man wohl auch nicht.

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Hohe Erwartung wurde leider enttäuscht
von P.B. aus Sauerland am 19.04.2016

Um ersteinmal folgendes klar zu stellen: ich schätze Herrn Todenhöfer sehr und habe viel Respekt davor, dass er mit seinem Sohn diese gefährliche Reise unternommen hat. Daher auch die 2 *. Leider konnte er die Erfahrungen sowohl sprachlich als auch inhaltlich zu keinem Zeitpunkt in dem Buch unterbringen. Ich habe... Um ersteinmal folgendes klar zu stellen: ich schätze Herrn Todenhöfer sehr und habe viel Respekt davor, dass er mit seinem Sohn diese gefährliche Reise unternommen hat. Daher auch die 2 *. Leider konnte er die Erfahrungen sowohl sprachlich als auch inhaltlich zu keinem Zeitpunkt in dem Buch unterbringen. Ich habe selten ein Buch gelesen, was so emotionslos geschrieben war. Leider wird auch nichts dargestellt, was man nicht schon anderswo gelesen, gehört oder gesehen hat. Und die Gross angekündigte Zusammenfassung, wie man den IS erfolgreich "bekämpfen" kann bleibt auch sehr im allgemeinen. Nach dem großen Hyp, der um die Reise und dieses Buch gemacht wird, bin ich doch sehr enttäuscht und kann es leider überhaupt nicht empfehlen.

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Zu subjektiv, zu beeinflusst
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 10.11.2016

Ich dacht das Buch würde einen objektiven Überblick über den IS geben, leider lies sich Todenhöfer zu sehr einschüchtern um diesen wirklich zu bringen. Das Buch relativiert und schmälert sehr viele der Gräueltaten und versucht sie zu egalisieren und zu rechtfertigen indem sie mit Methoden des Mittelalters verglichen werden.... Ich dacht das Buch würde einen objektiven Überblick über den IS geben, leider lies sich Todenhöfer zu sehr einschüchtern um diesen wirklich zu bringen. Das Buch relativiert und schmälert sehr viele der Gräueltaten und versucht sie zu egalisieren und zu rechtfertigen indem sie mit Methoden des Mittelalters verglichen werden. Dafür gibt es eindeutig nur einen Stern.

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Kurze zehn Tage
von Jakob Arnim-Ellissen aus Wien am 05.05.2016

Zehn Tage können erstaunlich kurz sein, wenn man sich selbst den Blick verstellt. Todenhöfers Buch ist mehr Kommentar als Reportage, vor allem aber intensive Selbstbeweihräucherung (Gebete inklusive). Um die eigene These vom bösen Westen als eigentlichem IS-Verursacher zu belegen, schreckt der Publizist und Ex-Politiker auch vor plumpsten Suggestivfragen nicht... Zehn Tage können erstaunlich kurz sein, wenn man sich selbst den Blick verstellt. Todenhöfers Buch ist mehr Kommentar als Reportage, vor allem aber intensive Selbstbeweihräucherung (Gebete inklusive). Um die eigene These vom bösen Westen als eigentlichem IS-Verursacher zu belegen, schreckt der Publizist und Ex-Politiker auch vor plumpsten Suggestivfragen nicht zurück. Gibt die aber immerhin freimütig wieder. Muss man nicht lesen.

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seichte Lektüre
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 18.10.2015

zeitweise recht spannend von der Erzählung, im großen und ganzen aber ziemlich seicht im Inhalt und auch sehr einfach in der Sprache. Der Autor bleibt eine Reflektion und eine Analyse der von ihm dargestellten Erlebnisse schuldigt. Fakten und Hintergründe bleiben im großen und ganzen außen vor. Fazit: Für einen... zeitweise recht spannend von der Erzählung, im großen und ganzen aber ziemlich seicht im Inhalt und auch sehr einfach in der Sprache. Der Autor bleibt eine Reflektion und eine Analyse der von ihm dargestellten Erlebnisse schuldigt. Fakten und Hintergründe bleiben im großen und ganzen außen vor. Fazit: Für einen Krimi zu wenig Spannung, für ein Sachbuch zu wenig Fakten, für eine Analyse fehlt schlicht der geistige Gehalt.

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1 5
Peinlich
von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 01.10.2016
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Wie die meisten deutschen Nahost-"Experten" ist anscheinend auch Herr Dr.Todenhöfer ganz versessen auf Effekte. Dieses Buch ist einfach nur peinlich.

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