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Irgendwann werden wir uns alles erzählen

(5)
Sommer 1990, ein Bauerndorf nahe der deutsch-deutschen Grenze, die gerade keine mehr ist. In ihrem literarischen Debüt schildert Daniela Krien eine Liebesgeschichte von archaischer Wucht, die Zeitgeschehen und Existentielles auf zwingende Weise miteinander verschränkt. Es ist Sommer, heißer, herrlicher Sommer. Der Hof ist ein Dreiseithof. Schaut man geradeaus, sieht man eingezäunte Wiesen und den Bahndamm, und hinter den Schienen, in einiger Entfernung, doch klar erkennbar: den Henner-Hof. Maria wird bald siebzehn, sie wohnt mit Johannes auf dem Hof seiner Eltern, in den „Spinnenzimmern“ unterm Dach. Sie ist zart und verträumt, verkriecht sich lieber mit den „Brüdern Karamasow“ als in die Schule zu gehen. Auf dem Nachbarhof lebt der vierzigjährige Henner, allein. Die Leute aus dem Dorf sind argwöhnisch: Eine Tragik, die mit seiner Vergangenheit zu tun hat, umgibt ihn; gleichzeitig ist er ein Mann, dessen charismatische Ausstrahlung Eifersucht erregt. Ein zufälliger Blick eines Tages, eine zufällige Berührung an einem andern lösen in Maria eine Sehnsucht aus, die fremd und übermächtig ist und sie daher wie von höherer Gewalt geleitet in Henners Haus und in seine Arme treibt… Die sommerlichen Weizenfelder, die vom Heu und den Mückenstichen juckenden Beine, das Summen des Kühlschranks in der Küche… Eine allgegenwärtige Sinnlichkeit beherrscht diesen intensiven Text, der eine ländliche, ebenso schöne wie düstere Welt entstehen lässt und einen Sog entwickelt, der bis zum dramatischen Ende alles mit sich reißt.
Rezension
"Daniela Krien nimmt existenzielle Ausnahmesituationen und Schicksalsschläge in den Blick. Männer und Frauen, Junge und Alte, Leute aus Ost und West. ... Die einfache, klare Sprache steigert noch die bedrängende, irritierende Wucht des Dargestellten. Entstanden sind so höhst eindrückliche Geschichten, die lange nachwirken.", Nicolas-Born-Preis, Jury , 24.09.2015
Portrait
Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß/Mecklenburg-Vorpommern, aufgewachsen in einem Dorf im Vogtland (Sachsen), lebt seit 1999 in Leipzig. 1996 -1999 besuchte sie das Abendgymnasium in Chemnitz, studierte anschließend Kultur- und Medienwissenschaften. 2004 und 2006 Geburt ihrer beiden Töchter. Ihr Romandebüt Irgendwann werden wir uns alles erzählen (2011) war ein Bestseller und erscheint in 15 Sprachen. Die Verfilmung ist in Vorbereitung. 2015 wurde Daniela Krien mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 240, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.09.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783843700832
Verlag Ullstein eBooks
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„Eine tragische Liebesgeschichte“

Jutta Mudder, Thalia-Buchhandlung Emden

Das 17jährige Mädchen Maria lebt 1990 in einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt, wo das Leben weitgehend unbeeindruckt von der Wendezeit, von der Landwirtschaft bestimmt wird. Mit Johannes verbindet sie eine zärtliche Freundschaft. Dann jedoch lernt sie den 40jährigen Henner aus dem Nachbardorf kennen, der durch seine tragische Vergangenheit Das 17jährige Mädchen Maria lebt 1990 in einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt, wo das Leben weitgehend unbeeindruckt von der Wendezeit, von der Landwirtschaft bestimmt wird. Mit Johannes verbindet sie eine zärtliche Freundschaft. Dann jedoch lernt sie den 40jährigen Henner aus dem Nachbardorf kennen, der durch seine tragische Vergangenheit und sein Alkoholproblem zum Außenseiter wurde.
Maria beginnt mit ihm eine leidenschaftliche und dramatische Affäre.

Diese Buch ist toll geschrieben und zieht einen sofort in seinen Bann.

„eine großartige Geschichte!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein deutsches Dorf irgendwo im Osten, 1990, wo die DDR gerade aufhört zu sein. Eine Großfamilie auf einem Bauernhof, die die junge siebzehnjährige Maria aufnimmt, Jahre alten Henner vom Nachbarshof verliebt. Es entwickelt sich eine stürmische und archaische Liebesgeschichte. Dieser erste Roman von Daniela Krien zieht einen sofort in Ein deutsches Dorf irgendwo im Osten, 1990, wo die DDR gerade aufhört zu sein. Eine Großfamilie auf einem Bauernhof, die die junge siebzehnjährige Maria aufnimmt, Jahre alten Henner vom Nachbarshof verliebt. Es entwickelt sich eine stürmische und archaische Liebesgeschichte. Dieser erste Roman von Daniela Krien zieht einen sofort in seinen Bann! Sehr berührend und von großer Atmosphäre!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Leuna

Eine Liebesgeschichte von unglaublicher Intensität und so dramatisch wie die Lieblingsbücher der Hauptfigur, des jungen Mädchens Maria: "Anna Karenina" und "Die Bruder Karamasow" Eine Liebesgeschichte von unglaublicher Intensität und so dramatisch wie die Lieblingsbücher der Hauptfigur, des jungen Mädchens Maria: "Anna Karenina" und "Die Bruder Karamasow"

„Stimmungsvoll“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Das Cover vermittelt einen guten Eindruck von der Stimmung des Romans: Ein staubiger Feldweg (den es Anfang der 90er im Osten noch gab), „unordentliche“ Feldraine und gelbe Felder, soweit das Auge reicht - Hitze.
Erzählt wird die Geschichte der 17jährigen Maria, die auf dem Bauernhof ihres Freundes lebt und unverhofft eine Beziehung
Das Cover vermittelt einen guten Eindruck von der Stimmung des Romans: Ein staubiger Feldweg (den es Anfang der 90er im Osten noch gab), „unordentliche“ Feldraine und gelbe Felder, soweit das Auge reicht - Hitze.
Erzählt wird die Geschichte der 17jährigen Maria, die auf dem Bauernhof ihres Freundes lebt und unverhofft eine Beziehung zu einem mehr als 20 Jahre älteren Mann eingeht. Und es geht noch um viel mehr – während Maria sich heimlich ihrer hemmungslosen Beziehung ergibt, verändert sich der kleine thüringische Ort. Es ist Wendezeit, lang verschollen geglaubte Verwandte stehen wieder auf dem Hof, die nicht nur von den Strapazen ihrer Flucht in den Westen erzählen, sondern auch schon vieles im Osten mit anderen Augen betrachten, die Angliederung der DDR an die BRD vorausahnen … Eine Schlüsselgeschichte ist auch der Abend, an dem alle an einem Tisch sitzen und meinen, im Gegensatz zu ihnen wäre Maria immer eine Angepasste gewesen und hätte es doch immer leicht gehabt. Und genau so ein „angepasstes“ Ereignis erzählt Maria dann, der Aufenthalt in der Pionierrepublik. Insgesamt ein stimmungsvolles und interessantes Buch.

Victoria Richter, Thalia-Buchhandlung Gotha

Eine ruhig erzählte Geschichte über eine komplizierte Liebe auf dem Dorf. Sehr gut geschrieben. Eine ruhig erzählte Geschichte über eine komplizierte Liebe auf dem Dorf. Sehr gut geschrieben.

Anka Ziegler, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Center

Eine verbotene Liebe ist immer spannend. Und das ist eines meiner Lieblingsbücher! Immer Sommer vor der Wende. Toll geschrieben. Wer eine Liebesgeschichte will, sollte DIE lesen! Eine verbotene Liebe ist immer spannend. Und das ist eines meiner Lieblingsbücher! Immer Sommer vor der Wende. Toll geschrieben. Wer eine Liebesgeschichte will, sollte DIE lesen!

„große Gefühle!“

Rebecca Steinert, Thalia-Buchhandlung Berlin

„ Irgendwann werden wir uns alles erzählen“…erzählt die Geschichte einer verbotenen Liebe.

Durch die einfache Schreibweise liest sich das Buch flüssig und schnell.
Die Ereignisse werden kurz und direkt beschrieben was dafür sorgt, dass die Geschichte sehr intensiv wahrgenommen wird.

Ich konnte nach dem ich es gelesen hatte,
„ Irgendwann werden wir uns alles erzählen“…erzählt die Geschichte einer verbotenen Liebe.

Durch die einfache Schreibweise liest sich das Buch flüssig und schnell.
Die Ereignisse werden kurz und direkt beschrieben was dafür sorgt, dass die Geschichte sehr intensiv wahrgenommen wird.

Ich konnte nach dem ich es gelesen hatte, zwei Tage nichts Neues anfangen. Wirklich gut!


„Irgendwann werden wir uns alles erzählen“

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Schauplatz des Romans ist ein Dorf an der deutsch-deutschen Grenze, die gerade fällt. Die 16-jährige Maria zieht zu Ihrem Freund und dessen Familie auf den Bauernhof. Das verträumte Mädchen verweigert den Schulbesuch, lebt lieber in den Tag hinein. Manchmal hilft sie auf dem Hof. Hierbei lernt sie auch den 40-jährigen Henner kennen, Schauplatz des Romans ist ein Dorf an der deutsch-deutschen Grenze, die gerade fällt. Die 16-jährige Maria zieht zu Ihrem Freund und dessen Familie auf den Bauernhof. Das verträumte Mädchen verweigert den Schulbesuch, lebt lieber in den Tag hinein. Manchmal hilft sie auf dem Hof. Hierbei lernt sie auch den 40-jährigen Henner kennen, dem der Nachbarhof gehört. Maria fühlt sich magisch zu ihm hingezogen und ist fasziniert von der Austrahlung des Außenseiters. Eine ungewöhnliche, aber auch tragische Liebesgeschichte beginnt............

„Was für ein großartiges Debüt“

Kerstin Köppel-Farber, Thalia-Buchhandlung Ahrensfelde

Daniela Krien ist mit ihrem Buch ein großartiges Debüt gelungen.Ein Buch über die erste große Liebe, über Sehnsüchte und Träume eines 17-jährigen Mädchens. Maria liebt Johannes und sie liebt Bücher. Doch dann begegnet ihr der wesentlich ältere Henner,dem Außenseiter des Dorfes und der so ganz anders ist als Johannes. Beide beginnen Daniela Krien ist mit ihrem Buch ein großartiges Debüt gelungen.Ein Buch über die erste große Liebe, über Sehnsüchte und Träume eines 17-jährigen Mädchens. Maria liebt Johannes und sie liebt Bücher. Doch dann begegnet ihr der wesentlich ältere Henner,dem Außenseiter des Dorfes und der so ganz anders ist als Johannes. Beide beginnen eine leidenschaftliche und heimliche Affäre und als Maria beschliesst, Johannes zu verlassen, geschieht ein tragisches Unglück. Dieses Buch sollten Sie unbedingt lesen, es ist von einer einfachen und eindringlichen Sprache und jede Seite lohnt sich!!!!

„... im Sommer 1990“

Sabine Rudolph, Thalia-Buchhandlung Dresden (Schillerplatz)

Ungewollt gerät die erst 16jährige Maria in eine Dreiecksbeziehung. Mit dem kaum älteren Johannes wohnt sie auf dem Hof seiner Eltern und lernt dort ein komplexes, generationenübergreifendes Familienleben kennen. Dem von allen Dorfbewohnern argwöhnisch betrachteten 40jährigen Henner wird sie nach einem Autounfall mit ihrer Mutter in Ungewollt gerät die erst 16jährige Maria in eine Dreiecksbeziehung. Mit dem kaum älteren Johannes wohnt sie auf dem Hof seiner Eltern und lernt dort ein komplexes, generationenübergreifendes Familienleben kennen. Dem von allen Dorfbewohnern argwöhnisch betrachteten 40jährigen Henner wird sie nach einem Autounfall mit ihrer Mutter in die Arme getrieben. Mit ihm lernt sie eine körperliche, hingebungsvolle Liebe kennen, die ihr trotz zunehmender Zweifel unentbehrlich wird. Die Arglosigkeit der Brendels erlaubt es ihr, auch mit Henner ein geregeltes Liebes- und Alltagsleben zu führen. Neben der eigenen Unsicherheit machen es ihr vor allem die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der deutsch-deutschen Wiedervereinigung unmöglich, sich für einen Mann zu entscheiden. Daniela Krien schildert klar und mit wenigen Worten neben der Zerrissenheit eines jungen Mädchens verschiedene Einzelschicksale, Wünsche, Hoffnungen, Nachdenklichkeit und Skepsis einzelner Figuren, die es in der Form wohl nur zu dieser Zeit gegeben hat.

„Ein großartiges Debüt, Literatur zum Genießen!“

Wiebke Renken, Thalia-Buchhandlung Günthersdorf

Ich bin hellauf begeistert von Daniela Kriens Werk, was für ein Debüt! Was für eine wunderbare Sprache, ich erinnere mich dabei an Judith Herrmanns "Sommerhaus später", als damals Reich-Ranicki sagte: "Wir haben eine neue Autorin bekommen, eine hervorragende Autorin. Ihr Erfolg wird groß sein."
Und ich bin fasziniert davon, wie Daniela
Ich bin hellauf begeistert von Daniela Kriens Werk, was für ein Debüt! Was für eine wunderbare Sprache, ich erinnere mich dabei an Judith Herrmanns "Sommerhaus später", als damals Reich-Ranicki sagte: "Wir haben eine neue Autorin bekommen, eine hervorragende Autorin. Ihr Erfolg wird groß sein."
Und ich bin fasziniert davon, wie Daniela Krien es ganz gezielt schafft, so wie es beim Anstoß eines Dominosteines geschieht, dass alle anderen aufgestellten Steine der Reihe nach fallen, beim Leser die Fantasie und Assoziationen anzuregen. Herrlich, das ist Literatur.
Die Handlung lässt den Leser nicht mehr los, geschildert wird eine Dreiecksbeziehung zwischen der jugendlichen Maria, die den gleichaltrigen Johannes liebt und bei seiner Familie auf dem Hof lebt, jedoch mit dem 40jährigen Nachbarn Henner eine heimliche Affäre beginnt. Die Charaktere sind definitiv glaubwürdig, die Beschreibung des ländlichen Lebens treffend und zeitlos.
Ein absolut höchster Lesegenuss! Danke für dieses Buch!

„Unbedingt Lesen!“

Claudia Kiepsch, Thalia-Buchhandlung Berlin

"Noch nie habe ich so wenig gebraucht und so sehr mir selbst genügt wie an den Tagen mit ihm. Essen, schlafen, lieben, lesen, arbeiten. Mehr ist es nicht. Und es ist doch alles." Die 17 jährige Maria schwebt in den letzten Tagen der DDR zwischen zärtlicher Freundschaftlichkeit und purem Verlangen. Johannes ist ihr offizieller Freund, "Noch nie habe ich so wenig gebraucht und so sehr mir selbst genügt wie an den Tagen mit ihm. Essen, schlafen, lieben, lesen, arbeiten. Mehr ist es nicht. Und es ist doch alles." Die 17 jährige Maria schwebt in den letzten Tagen der DDR zwischen zärtlicher Freundschaftlichkeit und purem Verlangen. Johannes ist ihr offizieller Freund, Henner, der ihr Vater sein könnte, ihr Geliebter. Daniela Krien gelingt eine wunderbare und intensive Momentaufnahme vom Ende der Unschuld eines Mädchens und dem eines ganzen Landes. Ich habe dieses Buch verschlungen!

„Irgendwann werden wir uns alles erzählen“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Sommer 1990 in einem kleinen Dorf im Osten Deutschlands: Die sechzehnjährige Maria lebt nicht mehr bei ihrer Mutter, sondern ist auf dem Bauernhof, auf dem ihr Freund Johannes lebt, eingezogen. Sie geht nicht mehr zur Schule, liest aber viel und hilft auf dem Hof, ist schon ganz in die Familie integriert. Bis sie den Nachbar Henner Sommer 1990 in einem kleinen Dorf im Osten Deutschlands: Die sechzehnjährige Maria lebt nicht mehr bei ihrer Mutter, sondern ist auf dem Bauernhof, auf dem ihr Freund Johannes lebt, eingezogen. Sie geht nicht mehr zur Schule, liest aber viel und hilft auf dem Hof, ist schon ganz in die Familie integriert. Bis sie den Nachbar Henner trifft, einen vierzigjährigen, gutaussehenden Pferdezüchter, der allerdings ein kleines Alkoholproblem hat. Marie verliebt sih in ihn und fängt eine Beziehung an, die voller Leidenschaft und Gefühle ist, die Marie bei Johannes noch nie kennengelernt hat.
Ein ergreifender Herbstroman!

„Irgendwann werden wir uns alles erzählen “

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Der Titel des Buches ist entlehnt aus Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“, ein Buch, mit dem sich die 17 jährige Maria gerne in die Natur oder ihr „Spinnenzimmer“ auf einem Bauernhof zurückzieht. Den kleinen Ort in Sachsen Anhalt konnten weder der Krieg noch die DDR-Zeit zerstören, und auch 1990 wird das Leben, weitgehend unbeeindruckt Der Titel des Buches ist entlehnt aus Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“, ein Buch, mit dem sich die 17 jährige Maria gerne in die Natur oder ihr „Spinnenzimmer“ auf einem Bauernhof zurückzieht. Den kleinen Ort in Sachsen Anhalt konnten weder der Krieg noch die DDR-Zeit zerstören, und auch 1990 wird das Leben, weitgehend unbeeindruckt von der Wendezeit, von der Landwirtschaft bestimmt. Die Icherzählerin Maria lebt hier auf dem Hof ihrer angehenden Schwiegereltern und verliebt sich in Henner vom Nachbarhof, einen oft betrunkenen, derben und 23 Jahre älteren Mann. Ihre heimliche Liebe öffentlich zu leben scheint gerade in dem dörflichen Umfeld unmöglich.
Wie die Autorin aber die beinah obsessive Beziehung Marias zu Henner schildert, wird einfach, sehr berührend und eindringlich erzählt, auch wenn der Leser die Faszination für den grobschlächtigen Mann nicht nachvollziehen kann.
Mir hat besonders die Sprache der Autorin gefallen, die in klaren schnörkellosen Sätzen die junge Frau in ihrer Umgebung spiegelt.

„Das Mädchen Maria“

Christian Oertel, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Sommer 1990. Irgendwo in Thüringen, in einer schönen beschaften Landschaft, ein Dorf.
Maria bewohnt mit ihrem Freund zwei Dachbodenzimmer auf dem Hof der Schwiegereltern; gute, hart arbeitende Leute. Maria ist sechzehn, der Körper mager, das Gesicht leichenblass, tiefe Augenringe. Sie leidet entsetzlich. Ein Leiden, dessen wahren Grund
Sommer 1990. Irgendwo in Thüringen, in einer schönen beschaften Landschaft, ein Dorf.
Maria bewohnt mit ihrem Freund zwei Dachbodenzimmer auf dem Hof der Schwiegereltern; gute, hart arbeitende Leute. Maria ist sechzehn, der Körper mager, das Gesicht leichenblass, tiefe Augenringe. Sie leidet entsetzlich. Ein Leiden, dessen wahren Grund sie nicht nennen darf, dass sie vollkommen allein ertragen muss. Sie schiebt es auf das verpatzte Schuljahr, die Eltern, die neue Heirat des Vaters, die Traurigkeit der Mutter.

Es gibt Dinge, die können gleich erzählt werden, andere haben ihre eigene Zeit, und manche sind unsagbar. Denn das Geheimnis Marias ist der raue Pferdewirt vom Nachbarhof. Der Henner, vierzig, ein lesender Sonderling, mit einer Schwäche für Wodka, die ihn jähzornig macht.

Auf dem Hof wird sie ausschließlich am Maßstab der Nützlichkeit gemessen. Nur bei und mit Henner kann sie sie sein, ohne Scham, glücklich, körperlos, nur noch Gefühl. Einmal abgesehen von den blauen Flecken; die Wundmale ihrer tierischen, fordernden bis brutalen Leidenschaft.

"An meinem Bein spüre ich die Katzenzunge. Dass weckt die Erinnerung."

Daniela Krien zeichnet in IRGENDWANN WERDEN WIR UNS ALLES ERZÄHLEN ein Porträt eines sechzehn jährigen Mädchens, das die archaische Wucht der Sexualität packt. Die Tür zur Kindheit schließt sich für immer. Das adoleszente Mädchen, einem Gefühlschaos zwischen Unberechenbarkeit, Gewissen, Moral, Verlangen, Unschuld und Gleichgültigkeit ausgesetzt, als sanfte Heldin.

„Irgendwann werden wir uns alles erzählen“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Sommer 1990, in einem Dorf an der deutsch-deutschen Grenze lebt Maria auf dem Hof der Eltern ihres Freundes Johannes. Auf dem Nachbarhof lebt der 40jährige Henner, allein. Durch einen zufälligen Blick und eine Berührung entwickelt sich eine Affäre- intensiv, nicht selten gewaltsam, aber...geheim.
Ein ruhiges und stimmiges Buch, dass
Sommer 1990, in einem Dorf an der deutsch-deutschen Grenze lebt Maria auf dem Hof der Eltern ihres Freundes Johannes. Auf dem Nachbarhof lebt der 40jährige Henner, allein. Durch einen zufälligen Blick und eine Berührung entwickelt sich eine Affäre- intensiv, nicht selten gewaltsam, aber...geheim.
Ein ruhiges und stimmiges Buch, dass ich gerne emfehle.

„Verstörende Leidenschaft!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Sommer 1990, die DDR zerfällt! In der tristen Ostprovinz bahnt sich eine gewaltige archaische "Amour Fou" an, zwischen Maria, 17, und Henner, der ihr Vater sein könnte. Er ist der Besitzer des Hofes neben dem ihres Freundes Johannes, bei dem sie seit einiger Zeit lebt. Die Geschichte ist einfühlsam, sprachgewaltig erzählt und sehr psychologisch. Sommer 1990, die DDR zerfällt! In der tristen Ostprovinz bahnt sich eine gewaltige archaische "Amour Fou" an, zwischen Maria, 17, und Henner, der ihr Vater sein könnte. Er ist der Besitzer des Hofes neben dem ihres Freundes Johannes, bei dem sie seit einiger Zeit lebt. Die Geschichte ist einfühlsam, sprachgewaltig erzählt und sehr psychologisch. Lohnt sich!

„Top-Debüt!!!“

Annett Fobbe, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Ein neues Highlight am Autorinnen-Himmel:
Daniela Krien aus Leipzig bringt ihr Erstlingswerk auf den Markt.
Diese Ostdeutsche Liebesgeschichte hat es wirklich in sich. Als Leser werden Sie mit jeder weiteren Seite den Eindruck gewinnen, die Schreiberin hätte dies alles selbst erlebt. Eine tolles, authentisch erzähltes Buch, das nichts
Ein neues Highlight am Autorinnen-Himmel:
Daniela Krien aus Leipzig bringt ihr Erstlingswerk auf den Markt.
Diese Ostdeutsche Liebesgeschichte hat es wirklich in sich. Als Leser werden Sie mit jeder weiteren Seite den Eindruck gewinnen, die Schreiberin hätte dies alles selbst erlebt. Eine tolles, authentisch erzähltes Buch, das nichts zu wünschen übrig lässt...

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    Die Brüder Karamasow
    von Fjodor Michailowitsch Dostojewski
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Bös´sind wir meine Gute, Du und ich
von Ulrike Seine aus Rheine am 02.04.2013

Die Brüder Karamasow von Dostojewskij säumen dieses ganze wunderbare Buch, in Spuren nur, aber sie sind da. Der tiefe Osten Deutschlands kurz nach der Wende,die siebzehnjährige Maria und Johannes, ihr Freund auf dem Hof seiner Eltern. Und dann gibt es den vierzigjährigen Henner, in Blickweite auf dem Henner-Hof. Maria... Die Brüder Karamasow von Dostojewskij säumen dieses ganze wunderbare Buch, in Spuren nur, aber sie sind da. Der tiefe Osten Deutschlands kurz nach der Wende,die siebzehnjährige Maria und Johannes, ihr Freund auf dem Hof seiner Eltern. Und dann gibt es den vierzigjährigen Henner, in Blickweite auf dem Henner-Hof. Maria zwischen zwei Männern, dem Johannes der zu ihr passt und dem Henner, der älter als ihre Mutter ist. Eine Liebesgeschichte? Ja! Verstörend, erschreckend und dennoch klar und bedingungslos. Ein gutes Stück Literatur.

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faszinierendes Debüt
von einer Kundin/einem Kunden am 24.10.2011

Es ist Sommer und es ist das Jahr 1990. Maria ist zu ihrem Freund Johannes auf den Bauernhof gezogen.Sie ist 16 Jahre alt und ein zartes, verschlossenes Mädchen. Die Schulbesuche werden selten. Auch an der Arbeit auf dem Hof beteiligt sie sich nur gelegentlich. Am liebsten hält sie sich... Es ist Sommer und es ist das Jahr 1990. Maria ist zu ihrem Freund Johannes auf den Bauernhof gezogen.Sie ist 16 Jahre alt und ein zartes, verschlossenes Mädchen. Die Schulbesuche werden selten. Auch an der Arbeit auf dem Hof beteiligt sie sich nur gelegentlich. Am liebsten hält sie sich in ihrem Zimmer im Dachgeschoss auf - mit den "Brüdern Karamasow" als Gesellschaft. Als sie eines Tages Henner, dem charismatischen Besitzer des Nachbarhofes begegnet, schlittert sie in eine dramatische Affäre. Ein faszinierendes Debüt.

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Wende und Neubeginn
von manitou am 17.09.2011

Der Titel des Romans Irgendwann werden wir uns alles erzählen ist ein Zitat aus Dostojewskijs Roman Die Brüder Karamasow. Zitate aus diesem Roman begleiten die gesamte Erzählung von Daniela Krien. Die sechzehnjährige Maria erlebt einen Sommer auf dem Land zur Zeit der Wende 1989. Ihr literarisches Seelenfutter ist dieser Roman.... Der Titel des Romans Irgendwann werden wir uns alles erzählen ist ein Zitat aus Dostojewskijs Roman Die Brüder Karamasow. Zitate aus diesem Roman begleiten die gesamte Erzählung von Daniela Krien. Die sechzehnjährige Maria erlebt einen Sommer auf dem Land zur Zeit der Wende 1989. Ihr literarisches Seelenfutter ist dieser Roman. Er trägt sie durch diesen Sommer, in dem sie hin und her gerissen ist zwischen dem Familienleben auf dem Hof ihrer Pflegefamilie, zwischen ihrer Mutter - die in der Nähe wohnt-, ihrem Freund Johannes und ihrem alternden Liebhaber Henner. Als ob das alles noch nicht genug wäre, wird in genau dieser Zeit die Mauer niedergerissen, die Deutschland einst teilte. Das heißt auch, Abschied nehmen von alten bekannten, zwar nicht geliebten, aber vertrauten Lebensmustern. Maria steht wie Gruschenka bei Dostojewskij zwischen zwei Männern aus verschiedenen Generationen. Ist es bei den Karamsows der Vater und der Sohn, die um Gruschenka buhlen, so ist es bei Krien ihr Freund Johannes, der in ihrem Alter ist und der 40-jährigen Henner, der der Generation der Väter angehört. Henner steht hier für das Alte, die alten Strukturen, die Einen mit all ihrer Macht halten wollen, die Einen nicht aus ihrer Umklammerung lassen wollen, von denen man sich aus Bequemlichkeit abhängig gemacht hat. Marias leibliche Mutter will nach der Wende wieder in ihre Heimat zurück und bittet Maria, sie zu begleiten; doch Maria will dort bleiben, wo sie sich eingerichtet hat, bei ihrer Pflegefamilie. Für Maria ist dieser Sommer so etwas wie eine Initiation. Sie wird vom Mädchen zur Frau, die eigene Entscheidungen für ihr Leben treffen muss. Die Sprache dieses Romans kommt ganz lapidar daher; unterstützt durch die Wahl der Ich-Perspektive und die Form des Präsens. Dies führt außerdem dazu, dass sich die Geschichte ganz dicht vor dem Leser entfaltet. Im Vordergrund steht hier nicht die politische Wende von `89, sondern die Liebesgeschichte eines Sommers, die alles verändert. Sehr empfehlenswert.

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Schuld und Sühne zur Heuwendezeit
von Klara am 04.07.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

„Es ist Sommer, heißer, herrlicher Sommer“ und es ist die Zeit der großen Veränderungen in Deutschland - das Wendejahr 1990 - doch in einem kleinen Dorf in Thüringen herrscht noch Stillstand vorm großen Umbruch. Nicht viel bewegt sich hier, nicht viel verändert sich. Maria, deren Kindheit durch die Abwesenheit... „Es ist Sommer, heißer, herrlicher Sommer“ und es ist die Zeit der großen Veränderungen in Deutschland - das Wendejahr 1990 - doch in einem kleinen Dorf in Thüringen herrscht noch Stillstand vorm großen Umbruch. Nicht viel bewegt sich hier, nicht viel verändert sich. Maria, deren Kindheit durch die Abwesenheit ihres Vaters geprägt ist, verliert sich in Büchern und genießt es, mehr in der Sonne zu liegen als in die Schule zu gehen. Anfang Mai hatte Johannes, ihr Freund, sie seinen Eltern vorgestellt, danach ist sie gleich geblieben und zu ihm in die „Spinnenzimmer“ auf den Dachboden des Brendel-Hofes gezogen. „….und denke an die Mutter; …. Es ist ihre Traurigkeit, die mich aus dem Haus getrieben hat. Die saugt mir die Kraft aus dem Körper und die Freude aus dem Herzen.“ (S. 46) Auf dem Hof leben Siegfried, Marianne (die Eltern), Lukas (Bruder von Johannes), die Großmutter Frieda und das „Anhängsel“ Alfred. Frieda hat außer Siegfried noch zwei Söhne, den Volker und den Hartmut. Hartmut lebt, nach dem er die Ausreise beantragt hatte, seit 1969 in Bayern. Jetzt, nach über 20 Jahren, hat er seinen Besuch mit Frau und seinen beiden Kindern angekündigt. Maria – die Ich-Erzählerin – läßt sich treiben, Johannes hingegen hat klare Vorstellungen von seinem zukünftigen Leben. Er hat das Abitur fast in der Tasche und will Kunst studieren. Er entdeckt seine Leidenschaft für die Fotografie, Maria hingegen entdeckt die Leidenschaft zu dem wesentlich älteren Säufer, Schürzenjäger und Taugenichts Henner vom Nachbarhof. Nach einem Unfall, den Marias Mutter verursucht hat, kommen sich beide näher. „Wozu die Tage zählen! Dem Menschen genügt ja ein einziger Tag, um das ganze Glück zu erfahren.“ (Zitat aus Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“.) Und das erfährt Maria in den Armen von Henner, einem ausgesprochen gewalttätigen Liebhaber aber mit einer enormen Anziehungskraft, der sich Maria nicht entziehen kann und auch nicht will. „Die Hände von Henner sind jetzt wieder da – rau, sanft, brutal, fordernd, und ich sehne mich nach ihnen –„ (S. 70) Mit einer anfangs ungewöhnlichen Erzählweise, die mich an alte Schmöker aus früheren Zeiten erinnerte und an die ich mich erst einmal gewöhnen mußte, später aber davon fasziniert war, erzählt die Autorin die Liebesgeschichte von Maria Bergmann und Thorsten Henner. Geschickt verarbeitet die Autorin ihre Kindheitserinnerungen an die DDR, war sie doch 1990 auch gerade mal erst 15 Jahre alt. Pionierlager, FDJ, Jugendweihe und Staatssicherheit sind für sie keine Fremdwörter, sondern hautnahe eigene Erfahrungen. Die erschütternden Erlebnisse von Henners Mutter werden glaubhaft erzählt, auch sie liebte Bücher und der Alkohol wurde ihr bester Freund. Das Ende des Romans war für mich so nicht vorhersehbar, daß es so oder so ähnlich jedoch enden mußte, das war mir von Anfang an klar. Ein Klassiker der Weltliteratur trifft auf zeitgenössische Literatur, was für ein wunderbares Zusammentreffen. Daniela Krien webt Auszüge aus Fjodor Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“ hervorragend in ihr Erstlingswerk ein. Dostojewski war auf der Suche nach den seelischen Abgründen des Menschen, Krien ist es auch. Daß eine 16jährige Dostojewski liest, ist nicht erstaunlich, andere Begehrlichkeiten gab es halt zu dieser Zeit noch nicht. So, wie die Protagonistin von Dostojewski begeistert ist, hat mich Daniela Kriens Roman in seinen Bann gezogen, nur daß ich mit ihm nicht spazieren gegangen bin, sondern mit Begeisterung gleich ausgelesen habe. Ein wunderschönes, sehr zu empfehlendes Buch für „Ostler“ wie für „Westler“ und man kann auf eine Fortsetzung hoffen, denn „Die Brüder Karamasow“ sind noch nicht ganz ausgelesen.

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Irgendwann werden wir uns alles erzählen
von raschke64 aus Dresden am 03.07.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Daniela Kriens 1. Buch ist eigenartig - eigenartig berührend, eigenartig spannend, eigenartig nichtssagend, eigenartig viel aussagend. Einfach schwer zu erklären, aber es hat mich auch schwer beeindruckt. Der Klappentext erzählt von einem ostdeutschen Grenzdorf im Jahr 1990. Das wunderschöne Cover zeigt eine dörfliche Landschaft im Spätsommer/Herbst mit schon leeren Feldern.... Daniela Kriens 1. Buch ist eigenartig - eigenartig berührend, eigenartig spannend, eigenartig nichtssagend, eigenartig viel aussagend. Einfach schwer zu erklären, aber es hat mich auch schwer beeindruckt. Der Klappentext erzählt von einem ostdeutschen Grenzdorf im Jahr 1990. Das wunderschöne Cover zeigt eine dörfliche Landschaft im Spätsommer/Herbst mit schon leeren Feldern. Die Geschichte handelt von der anfangs 16-jährigen Maria, die bei ihrem Freund auf dem Hof wohnt, zusammen mit dessen Eltern, Oma und einem "Knecht". In den Umbrüchen der Zeit, in schwierigen eigenen Familienverhältnissen passt sie anfangs so gar nicht auf das Land. Sie schwänzt die Schule, versteht nichts von der Arbeit auf dem Hof und liest gern. Eher zufällig geht sie eine Beziehung zu dem 40-jährigen Henner vom Nachbarhof ein, der allein lebt, eigentlich ein Looser und Säufer ist und doch ... ich gebe zu, dass ich so meine Schwierigkeiten mit dieser Beziehung habe. Was außer Sex verbindet eigentlich diese beiden so gar nicht zueinander passenden Menschen. Und doch, im Laufe des Buches - obwohl sich die Frage immer noch nicht klärt - bringt man mehr und mehr Verständnis dafür auf. Verständnis für die Zeit und die Menschen. Und obwohl eigentlich gar nicht so viel passiert, baut das Buch immer mehr eine Spannung auf. Ich jedenfalls konnte es nicht mehr aus der Hand legen und werde es sicherlich noch mehrmals lesen. Ich kann es nicht erklären und trotzdem - oder gerade deswegen - empfehle ich es zum Lesen.

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Großes Thema
von Dorothea Rose aus Frankfurt am 31.10.2012
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch (CD)

Eben noch Mädchen, im nächsten Moment Frau. Nur Anna Thalbach mit ihrer Stimme kann hörbar machen, was diese archaische Geschichte ausmacht: dieses Zwischenalter, diese Zerrissenheit zwischen naivem Stolz Verbotenes zu tun, ein großes Geheimnis zu haben und unbedingter Gewißheit zur Hingabe an eine Lebensliebe, in festem Glauben, dass... Eben noch Mädchen, im nächsten Moment Frau. Nur Anna Thalbach mit ihrer Stimme kann hörbar machen, was diese archaische Geschichte ausmacht: dieses Zwischenalter, diese Zerrissenheit zwischen naivem Stolz Verbotenes zu tun, ein großes Geheimnis zu haben und unbedingter Gewißheit zur Hingabe an eine Lebensliebe, in festem Glauben, dass alles wahr ist,und der Kraft, diese Wahrheit wirklich zu leben. Super Unterhaltung. Ich traue der Geschichte zu, die besonderen Leser anzuziehen, die Leser, die sich "aus der Zeit gefallen" empfinden und die großen menschlichen Themen suchen.

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sagenhaft...
von camille333 am 17.10.2012
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Einfach ein wunderbares,leider viel zu kurzes buch... Da hätte frau gerne mehr davon...

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Ein ganz persönlicher Umbruch
von Carolin am 02.12.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Auch ich bin begeistert von diesem Roman. Maria, die eine schwierige Kindheit hatte - der Vater nie zu Hause, dessen offenes Fremdgehen und mangelndes Interesse an der Tochter und die nie enden wollende Traurigkeit der Mutter- ergreift die Gelegenheit beim Schopf, als sie zu Johannes flüchten kann, einem Jungen,... Auch ich bin begeistert von diesem Roman. Maria, die eine schwierige Kindheit hatte - der Vater nie zu Hause, dessen offenes Fremdgehen und mangelndes Interesse an der Tochter und die nie enden wollende Traurigkeit der Mutter- ergreift die Gelegenheit beim Schopf, als sie zu Johannes flüchten kann, einem Jungen, den sie auf einer Demonstration näher kennenlernte und sich schließlich in ihn verliebte. Er wohnt auf einem Hof in einem Nachbardorf und Maria bleibt einfach, wird anfangs von der Familie geduldet und erarbeitet sich immer mehr Respekt, sodass sie bereits fest in die Zukunft der Familie und des Hofes eingeplant wird. Doch sieht sie für sich eine ganz andere Zukunft. Maria liebt aufopfernd, bedingungslos und zur Gänze. Als Johannes seine Liebe immer mehr in Richtung Fotografie verschiebt, stört sie das nicht weiter, denn auch sie hat etwas anderes gefunden: Henner, der den Hof nahe der Brenners besitzt und bereits ihr Vater hätte sein können. Diese Liebe ist sehr leidenschaftlich und driftet bereits ins Brutale ab. Doch Maria fühlt sich hier genau richtig. Nun befindet sie sich in einem Dilemma: die Brenners, die ihr vertrauen, Henner, der sie braucht und von dem sie genauso abhängig ist. Und nebenbei vollzieht sich die politische Wende. Maria befindet sich in einem ebensolchen persönlichen Umbruch, der das Jahr 1990 in den Hintergrund rücken lässt. Und dann verändert eine Nacht alles... Der Roman ist sehr poetisch, klar und ohne Ausschmückungen geschrieben. Die Autorin konzentriert sich auf das Wesentliche und bringt so sowohl das Glück, als auch das große Leid der Protagonisten ohne Umstände zur Sprache. Ich war beim Lesen gefesselt, fühlte mit Maria mit, wollte sie wachrütteln, war schockiert und überrascht. Der Roman hat mir ein großes Lesevergnügen gebracht, das wohl erst ein bisschen sacken muss.

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Eine tragisch-poetische Liebesgeschichte zur Wendezeit
von Kerstin Huber aus Kaiserslautern am 27.11.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Debüt von Daniela Krien ist ein gewaltiges. Erzählt werden einige Wochen im Leben der 16-järigen Marie. Es ist der Sommer 1990, der Schauplatz ein Dorf in der sich auflösenden DDR, nahe der deutsch-deutschen Grenze. Unsicherheiten und Aufbruchstimmung prägen Zeit und Menschen gleichermaßen. Marie lebt mit ihrem Freund Johannes... Das Debüt von Daniela Krien ist ein gewaltiges. Erzählt werden einige Wochen im Leben der 16-järigen Marie. Es ist der Sommer 1990, der Schauplatz ein Dorf in der sich auflösenden DDR, nahe der deutsch-deutschen Grenze. Unsicherheiten und Aufbruchstimmung prägen Zeit und Menschen gleichermaßen. Marie lebt mit ihrem Freund Johannes auf dessen elterlichen Hof. Sie lässt sich treiben, übernimmt hie und da Pflichten im Haushalt, liest viel. Mit Henner vom Nachbarhof, einem 40-jährigen Außenseiter, beginnt sie schließlich ein Verhältnis. Animalisch und nicht frei von Gewalt ist diese Liebe. Empfindsam und immer auch vor dem Hintergrund der Wende behandelt Krien dieses sensible Thema. Denn die Sprache der Autorin ist von einer klaren Poetik, die den Traum der flirrenden Sommertage und die triebhafte Sehnsucht der Protagonisten in unverfälschte Worte packt. Nicht explizites Beschreiben und peinliche Nabelschau ist Kriens Weg, sondern die Kunst der Andeutung. Und die bewirkt ja beim Leser meist unendlich viel mehr.

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Eine tragische Liebesgeschichte großartig erzählt!
von Michelle Rößner aus Göttingen am 17.10.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein wahrhaftig gewaltiges Debüt, geradezu eine Novelle im Goetheschen Sinne: in einem kleinen Ort nahe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze ereignet sich eine unerhörte Begebenheit! Die sechszehnjährige Maria lebt mit ihrem Freund Johannes auf dem Hof seiner Eltern. Statt in die Schule zu gehen, steckt sie ihre Nase lieber in... Ein wahrhaftig gewaltiges Debüt, geradezu eine Novelle im Goetheschen Sinne: in einem kleinen Ort nahe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze ereignet sich eine unerhörte Begebenheit! Die sechszehnjährige Maria lebt mit ihrem Freund Johannes auf dem Hof seiner Eltern. Statt in die Schule zu gehen, steckt sie ihre Nase lieber in Dostojewskis „Die Brüder Karamasoff“. Die leidenschaftlichen Träumereien werden real, als sie sich in den vierzigjährigen Henner vom Nachbarhof verliebt, dessen düstere und gewaltsame Aura Maria unaufhaltsam in seinen Bann ziehen. Derart mit sich selbst beschäftigt, geraten die historischen Umbrüche des Sommers 1990 nahezu zur Nebensächlichkeit, denn unerhört ist diese Begebebenheit nicht nur im Sinne von unmoralisch- sie darf in dem kleinen Ort auch schlichtweg nicht gehört werden...

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Wirklich alles
von einer Kundin/einem Kunden aus %3B505031984854217 am 04.10.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Es gibt Dinge, die können gleich erzählt werden, andere haben ihre eigene Zeit, und manche sind unsagbar. Maria liebt Johannes, die erste große Liebe. Maria ist sechzehn und die Mauer ist gerade erst gefallen. Für die Menschen im Osten wird vieles anders, aber zunächst bleibt alles stehen. Eine trügerische Ruhe legt... Es gibt Dinge, die können gleich erzählt werden, andere haben ihre eigene Zeit, und manche sind unsagbar. Maria liebt Johannes, die erste große Liebe. Maria ist sechzehn und die Mauer ist gerade erst gefallen. Für die Menschen im Osten wird vieles anders, aber zunächst bleibt alles stehen. Eine trügerische Ruhe legt sich über das Land und die Menschen, doch in dem Dorf in dem Maria aufwuchs war noch nie besonders viel los. Dinge, die sie vorher nie tun konnte, Plätze an die sie nie hätte fahren können, sind nun plötzlich ganz nah und trotzdem zieht es sie nicht in die Ferne sondern in die Arme eines anderen Mannes den sie schon lange kennt. Das Buch spielt im ersten Jahr nach dem Mauerfall, genau genommen bis zur Wiedervereinigung. Maria ist mehr oder weniger mit Johannes auf den Hof seiner Eltern gezogen, geredet haben sie darüber nicht, aber von den Erwachsenen schneidet auch niemand das Thema an. Maria scheint irgendwie verloren. Sie sucht eine Familie und findet scheinbar Anschluss bei Johannes' Eltern und auf deren Hof. Auch als Maria aufhört zur Schule zu gehen, fühlt sich niemand verantwortlich, nicht einmal die eigene Mutter, die Maria noch sporadisch besucht. Der Vater hat sich in die Sowjetunion abgesetzt und wird wieder heiraten ' ein Mädchen nur 2 Jahre älter als Maria. Maria lässt sich treiben, sie hilft an manchen Tagen tüchtig am Hof mit, um an anderen Tagen gänzlich in Büchern zu versinken. Aber auch das kümmert niemanden so wirklich, alle Menschen am Hof haben ihre eigenen Probleme und Geheimnisse. Auf der Suche nach Anschluss und auch nach dem Vater, den sie nie wirklich hatte, gerät sie an Henner. Dieser hat aber mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Langsam kommt Maria, Henner näher. Henner der auf dem benachbarten Hof wohnt und mehr als dreißig Jahre älter ist als sie. Sie beginnen eine seltsame Beziehung, heimlich, sündig und trotz allem fühlt es sich richtig an. Über das ganze Buch hinweg erhält die Autorin eine seltsame Mischung aus einer melancholischen Melodie und dem Duft von Heu. Was als Jugendbuch beginnt, zeigt schon nach wenigen Kapiteln, dass es das mit absoluter Sicherheit nicht ist, ein schneller Jugendroman. Die Protagonistin ist auf mehreren Ebenen verloren, um ihre Kindheit betrogen, von den Eltern vernachlässigt sucht sich nach Vorbildfiguren und nach Ansprache, wird aber nur mit der Menschlichkeit und der Fehlbarkeit ihrer Umgebung konfrontiert. Ein Mann der um so viele Jahre älter ist als sie, wird ihr gleichsam zum Geliebten und zur Vaterfigur. Obwohl schnell deutlich wird, dass Henner das Mädchen vor allem in körperlicher Hinsicht bei weitem überfordert, lässt er nicht ab von ihr, aber nicht aus eigenem ordinären triebhaften Verhalten sondern aus lang angesammelter Verzweiflung und Angst vor der Einsamkeit und dem Alleinsein. Dieses Buch hat so viele Gefühle in mir ausgelöst, da war alles vorhanden, Wärme, Liebe, Angst, Trauer, Abscheu, Missgunst, Neid, Hoffen und Bangen.

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"Manchmal rettet die Liebe alles."
von sendorra aus Köln am 20.09.2011
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch (CD)

Auf dem Hof nahe der deutsch-deutschen Grenze scheint die Zeit stehen geblieben. Dabei überschlagen sich die Ereignisse. Es ist Sommer. Der Sommer des Jahres 1990. Beide Seiten des frisch vereinten Deutschlands beschnuppern sich. Die Welt hat sich verändert. Auch die Welt der sensiblen Maria. Seit einigen Monaten wohnt die 16-Jährige... Auf dem Hof nahe der deutsch-deutschen Grenze scheint die Zeit stehen geblieben. Dabei überschlagen sich die Ereignisse. Es ist Sommer. Der Sommer des Jahres 1990. Beide Seiten des frisch vereinten Deutschlands beschnuppern sich. Die Welt hat sich verändert. Auch die Welt der sensiblen Maria. Seit einigen Monaten wohnt die 16-Jährige bei der Familie ihres Freundes Johannes auf dem Brendel-Hof. Die drei Generationen nahmen das Mädchen auf, nachdem Marias alleinerziehende Mutter ihre Arbeit verlor. Die Halbwüchsige meidet die Schule. Sie flüchtet sich in die Welt der Literatur, wann immer es die Aufmerksamkeit ihrer Ziehfamilie zulässt. Die Liebe zu Büchern stößt im Dorf auf Unverständnis. Nur der Henner, der Besitzer des Nachbarhofs, soll eine ähnliche Vorliebe für das geschriebene Wort hegen. Das Dorf beäugt den charismatischen Vierzigjährigen misstrauisch. Seine Frau verließ ihn, er trinkt zuviel, er liest. All das passt nicht in die ländliche Idylle. Doch es passt zu Maria. Und so entwickelt sich eine übermächtige Liebe. Leidenschaftlich, rastlos, tabu. Langsam, sehr langsam entfaltet sich der Charme der Geschichte. Erst nach ellenlangen, trockenen Beschreibungen des Hofes und der Charaktere bekommt der Hörer die Chance, die 16-jährige Maria und ihre Welt zu verstehen. Wenn er sich darauf einlässt. Die Protagonistin erzählt uns das Geschehen dieses turbulenten und doch so trägen Sommers. Durch ihre Augen erfahren wir ihre Vergangenheit und auch die ihrer Familie, die der Brendels, die des Henners. Sie berichtet vom geflohenen Westsohn, den Frieda, die Brendel-Großmutter, nun wieder mit offenen Armen aufnimmt. Von lang vergangenen Affären, vom Dorfklatsch und Gerüchten. Sie lässt uns an ihren ersten Ausflügen in den Westen teilhaben und daran, wie sie die Veränderungen wahrnimmt. Und an ihren Gefühlen, ihrer unbändigen Sehnsucht, ihrer Leidenschaft. Diese sensible ostdeutsche Lolita mit ihrem altersuntypischen Hang zu Dostojewskis Werken, die so weise ist und dann doch nur ein ganz normaler Teenager in einer schwer zu verstehenden Zeit, sie hat es mir angetan. Ich konnte mich so gut, so gut, in sie hineinversetzen. Genauso in den Henner. Diesen groben, einfühlsamen, impulsiven, verletzlichen Mann. Der so dumm ist - und so klug. "Irgendwann werden wir uns alles erzählen" handelt nicht von der Wende, sie ist nur Kulisse einer großen Liebesgeschichte und einer Geschichte über das Erwachsenwerden - von Jungen wie Alten. Daniela Krien hat mit einfachen Worten und nüchternen Sätzen ein wertvolles, sinnliches, intelligentes Drama geschrieben, das Anna Thalbach großartig vorliest. Vorsichtig und behutsam schlüpft sie in Marias Haut. Sie liest unaufgeregt und natürlich und sehr glaubhaft. "Irgendwann werden wir uns alles erzählen" ist ein intensives, wertvolles, sinnliches Abenteuer für Menschen, die sich auf den einfachen, anfangs langatmigen Erzählstil einlassen. Dann hallt es nach und begleitet den Leser/Hörer noch ein Stückchen seines Weges, während er über das Erlebte nachsinnt.

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Zeitgenössische Literatur vom Feinsten
von einer Kundin/einem Kunden am 17.09.2011
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch (CD)

Inhalt: Sommer 1990, ein Bauerndorf nahe der deutsch-deutschen Grenze, die gerade keine mehr ist. Der Schauplatz einer Liebesgeschichte von archaischer Wucht, die Zeitgeschehen und Existenzzieles auf zwingende Weise miteinander verschränkt. Die siebzehnjährige Maria wohnt mit Johannes auf dem Hof seiner Eltern. Sie ist zart, verträumt und verkriecht sich lieber mit den... Inhalt: Sommer 1990, ein Bauerndorf nahe der deutsch-deutschen Grenze, die gerade keine mehr ist. Der Schauplatz einer Liebesgeschichte von archaischer Wucht, die Zeitgeschehen und Existenzzieles auf zwingende Weise miteinander verschränkt. Die siebzehnjährige Maria wohnt mit Johannes auf dem Hof seiner Eltern. Sie ist zart, verträumt und verkriecht sich lieber mit den Brüdern Karamasow, als in die Schule zu gehen. Auf dem Nachbarhof lebt der vierzigjährige Henner, allein, vom Dorf argwöhnisch beäugt. Ein zufälliger Blick eines Tages, eine zufällige Berührung an einem anderen lösen in Maria eine Sehnsucht aus, die fremd und übermächtig ist und sie in Henners Haus und in seine Arme treibt… Meine Meinung: Die Geschichte findet an einem Ort an der Grenze der ehemaligen DDR und dem Beitrittsgebiet. Maria erzählt die Geschichte als Ich-Erzählerin. Wie aus dem Klappentext ersichtlich, ist die Autorin in einem Dorf im Vogtland aufgewachsen. Daniela Krien schreibt sehr flüssig die Geschichte von Maria, die zu Beginn der Geschichte noch 16 Jahre jung ist und nachdem der Vater die Mutter verlassen hat, zu ihrem Freund Johannes auf dessen Hof zieht. Maria schildert das Leben auf dem Hof, dem Hofladen und das Dorf. Auf dem Nachbarhof lebt der 40jährige Henner alleine. Die sehr naive Maria lässt sich von Henner verführen, lebt aber weiterhin auf dem Brendelhof. Anna Thalbach liest sehr gut und artikuliert „gestenreich“. Man kann sich sehr gut vorstellen, Maria sitzt im Wohnzimmer und erzählt die Geschichte. Die Stimme passt genau zu Maria. 10 Punkte für Anna Thalbach Fazit: Ein gelungener Roman der zeitgenössischen Literatur. Das Hörbuch kann ich guten Gewissens weiterempfehlen, denn ich genoss jede Minute. Das überraschende Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

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Bestsellerpotenzial
von Michaela Santer am 14.09.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Mit einer unglauchlichen Sprachgewalt veröffentlicht die Autorin hiermit ihren ersten (hoffentlich nicht letzten) Roman. In der Ich-Form geschrieben, handelt das Buch von der 16-jährigen Marie welche aus ihrem kaputten Elternhaus zu ihrem Freund flieht. Gefangen von ihren Träumen lässt sie sich auf eine tragische Liebesgeschichte ein, dessen Ende ich ihnen... Mit einer unglauchlichen Sprachgewalt veröffentlicht die Autorin hiermit ihren ersten (hoffentlich nicht letzten) Roman. In der Ich-Form geschrieben, handelt das Buch von der 16-jährigen Marie welche aus ihrem kaputten Elternhaus zu ihrem Freund flieht. Gefangen von ihren Träumen lässt sie sich auf eine tragische Liebesgeschichte ein, dessen Ende ich ihnen nicht verraten werden.

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Ein sinnliches Bilderbuch zum Lesen
von Stephanie Manig aus Oelsnitz/Erzgeb. am 13.09.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Deutschland in Zeiten des Umbruchs: Die Tage der DDR sind gezählt, die Wiedervereinigung von Ost und West naht. Maria ist fast 17 und wohnt mit ihrem Freund Johannes Brendel und dessen Familie auf einem abgelegenen Bauernhof. Es ist ein kleines Dorf, in dem sie leben, und es ist Sommer.... Deutschland in Zeiten des Umbruchs: Die Tage der DDR sind gezählt, die Wiedervereinigung von Ost und West naht. Maria ist fast 17 und wohnt mit ihrem Freund Johannes Brendel und dessen Familie auf einem abgelegenen Bauernhof. Es ist ein kleines Dorf, in dem sie leben, und es ist Sommer. Maria, die ohne Vater aufwuchs und nicht mehr zur Schule geht, begegnet eines Tages dem 40-jährigen Eigenbrötler Henner. Sie verliebt sich unsterblich in ihn. Auch Henner, der allein auf seinem abgeschiedenen Hof lebt und Pferde züchtet, will nur Maria. Und so beginnt für das Mädchen ein Doppelleben zwischen durchliebten Nächten mit Henner und arbeitsreichen Tagen auf dem Brendel-Hof. Doch Maria muss sich entscheiden… Autorin Daniela Krien hat mit „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ ein Meisterwerk geschaffen! Dieses Buch hat mein Herz berührt und meine Seele gestreichelt. Sie erzählt so detailliert von Landschaften und Gerüchen, dass man sich mitten im Dorf wähnt. Sinnlich und sanft, aber auch voller Kraft – Daniela Krien hat eine wunderbare Erzählung geschaffen, an der ich nicht den kleinsten Kritikpunkt finde. Es ist eine fulminante Liebesgeschichte, die aber zu keinem Zeitpunkt ins Kitschige abdriftet. Interessant sind auch die Berichte über Marias Pionierzeit, den Mauerfall, die FDJ und die Jugendweihe, und so hat der Roman etwas angenehm-Dokumentarisches. Da ich selbst in der DDR aufgewachsen und nur wenige Jahre jünger als die Protagonistin bin, erinnerte ich mich natürlich an Vieles, wovon Maria berichtet. Ich danke Daniela Krien für diesen großartigen Ausflug zurück in meine eigene Kindheit und hoffe baldigst auf ein neues Buch von ihr!

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Ein sensationelles Debüt!
von M. Heinrich aus Dresden am 05.07.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Liebesschicksale bietet die Literaturgeschichte zuhauf - ein solches jedoch, wie es Daniela Krien in ihrem Debüt "Irgendwann werden wir uns alles erzählen" konstruiert, sucht seinesgleichen. Vor dem Hintergrund eines Dorfes im Osten des eben wiedervereinigten Deutschlands finden die sechzehnjährige Maria und der weitaus ältere Henner zueinander. Was anfangs aus gegenseitiger... Liebesschicksale bietet die Literaturgeschichte zuhauf - ein solches jedoch, wie es Daniela Krien in ihrem Debüt "Irgendwann werden wir uns alles erzählen" konstruiert, sucht seinesgleichen. Vor dem Hintergrund eines Dorfes im Osten des eben wiedervereinigten Deutschlands finden die sechzehnjährige Maria und der weitaus ältere Henner zueinander. Was anfangs aus gegenseitiger Faszination und sexueller Spannung rührt, entwicklt bald eine Tiefe, deren ungeahnter Intensität sich die Liebenden bald nicht mehr zu entziehen vermögen. Die elementare Stärke ihrer Bindung widerspricht jeder Konvention der tradierten Dorfgemeinde, weswegen ihre Liebe zur Geheimhaltung prädestiert ist. Diese Geheimhaltung wiederum nimmt der Handlung ihre Schnelligkeit und schafft ein angenehmes Erzähltempo. Bezeichnend für den Roman ist vor allem seine Authentizität. Trotz ihrer Exotik macht die Liebesbeziehung zwischen Maria und Henner einen natürlichen, realistischen Eindruck. Daneben verleihen zahlreiche literarische Bezüge der Geschichte eine melancholisch-süße Zartheit und sorgen damit zusätzlich für hochwertige Lesequalität. Ein sensationelles Debüt!

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eine brutale Liebesgeschichte…
von Christin Dittert aus Wuppertal am 21.06.2011
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

…, die mich als Leser voller Trauer und Gänsehaut zurücklässt. Kurz nach der Wende in einem kleinen Dorf an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze lebt die 16-jährige Maria. Sie wohnt mit ihrer großen Liebe bei dessen Eltern, die von der Landwirtschaft leben. Maria schwänzt die Schule und gibt sich lieber... …, die mich als Leser voller Trauer und Gänsehaut zurücklässt. Kurz nach der Wende in einem kleinen Dorf an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze lebt die 16-jährige Maria. Sie wohnt mit ihrer großen Liebe bei dessen Eltern, die von der Landwirtschaft leben. Maria schwänzt die Schule und gibt sich lieber Dostojewskis Literatur hin als sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Dann begegnet sie dem einsamen, von der übrigen Dorfgemeinschaft abgrenzenden Henner, der nur für seine Pferde und für den Alkohol zu leben scheint - und für seine Bücher. Voller Gewalt brechen über die beiden ungeahnte Gefühle, Leidenschaft und animalische Gier herein. Das Drama nimmt seinen Lauf... So ganz unbekümmert beginnt man zu lesen, doch dann entwickelt sich ein Sog, den man nicht aufhalten kann - und auch gar nicht möchte. DAS Buch des Herbstes 2011!

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Irgendwann werden wir uns alles erzählen
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 29.07.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Debütroman, der beeindruckt. Zunächst einmal war ich vom Cover angetan. Eine weite Landschaft, ein endlos langer Weg, wohin wird er führen und wohin führt er vor allem die Protagonistin Maria? Ein sehr passend gewähltes Cover. Die 16-jährige Maria verläßt ihr Zuhause. Ihre Mutter ist depressiv und hat kein Verständnis... Ein Debütroman, der beeindruckt. Zunächst einmal war ich vom Cover angetan. Eine weite Landschaft, ein endlos langer Weg, wohin wird er führen und wohin führt er vor allem die Protagonistin Maria? Ein sehr passend gewähltes Cover. Die 16-jährige Maria verläßt ihr Zuhause. Ihre Mutter ist depressiv und hat kein Verständnis für die Tochter. Maria will das nicht mehr aushalten und zieht zu ihrem Freund Johannes auf den Bauernhof seiner Eltern. Hier ist vieles im Umbruch. Es ist das Jahr 1990, die Zeit der Wende. Maria wird dort freundlich aufgenommen, obwohl ihr Handeln nicht immer verstanden wird. Maria geht nicht mehr zur Schule, sondern vergräbt sich lieber mit ihren Büchern in ihrem Zimmer und weiß auch gar nicht so genau, wie alles weitergehen soll. Eines Tages begegnet ihr der Nachbar Henner, ein eigenbrötlerischer Sonderling, der allein auf seinem Hof lebt und von dem niemand so genau weiß, was er treibt. Er hat einen Hang zum Alkohol und zu Gewalttätigkeiten. Aber er ist ein stattlicher und ansehnlicher Mann. Maria fühlt sich zu ihm hingezogen und es kommt zu einer Liebesbeziehung, die für Maria so stark ist, daß sie sich nicht vorstellen kann, ohne Henner weiterzuleben. Maria pendelt nun zwischen dem Bauernhof der Familie Thieme und dem Hof von Henner hin und her, geplagt von einem schlechten Gewissen gegenüber Johannes, der Maria liebt und mit ihr zusammenbleiben möchte. Sie baut ein Lügengespinst um sich herum auf, um Zeit für Henner zu finden. Dieser geht nicht immer zartfühlend mit Maria um und ist oft auch betrunken, was Maria aber nicht abstößt, sondern nur noch stärker an ihn bindet. Das Buch beschreibt sehr feinfühlig ein junges Mädchen auf dem Weg ins Leben. Nur ihre Unerfahrenheit und ihr Alleingelassensein von ihrer Familie kann die Intensität ihrer Bindung an Henner eklären. Ein lesenswertes Buch, dessen Ende sich hoffentlich viele Leser "irgendwann erzählen lassen werden".

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Irgendwann werden wir uns alles erzählen
von eine Kundin aus Frankfurt aus Frankfurt am Main am 13.04.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Debütroman, der beeindruckt. Zunächst einmal war ich vom Cover angetan. Eine weite Landschaft, ein endlos langer Weg, wohin wird er führen und wohin führt er vor allem die Protagonistin Maria? Ein sehr passend gewähltes Cover. Die 16-jährige Maria verläßt ihr Zuhause. Ihre Mutter ist depressiv und hat kein Verständnis... Ein Debütroman, der beeindruckt. Zunächst einmal war ich vom Cover angetan. Eine weite Landschaft, ein endlos langer Weg, wohin wird er führen und wohin führt er vor allem die Protagonistin Maria? Ein sehr passend gewähltes Cover. Die 16-jährige Maria verläßt ihr Zuhause. Ihre Mutter ist depressiv und hat kein Verständnis für die Tochter. Maria will das nicht mehr aushalten und zieht zu ihrem Freund Johannes auf den Bauernhof seiner Eltern. Hier ist vieles im Umbruch. Es ist das Jahr 1990, die Zeit der Wende. Maria wird dort freundlich aufgenommen, obwohl ihr Handeln nicht immer verstanden wird. Maria geht nicht mehr zur Schule, sondern vergräbt sich lieber mit ihren Büchern in ihrem Zimmer und weiß auch gar nicht so genau, wie alles weitergehen soll. Eines Tages begegnet ihr der Nachbar Henner, ein eigenbrötlerischer Sonderling, der allein auf seinem Hof lebt und von dem niemand so genau weiß, was er treibt. Er hat einen Hang zum Alkohol und zu Gewalttätigkeiten. Aber er ist ein stattlicher und ansehnlicher Mann. Maria fühlt sich zu ihm hingezogen und es kommt zu einer Liebesbeziehung, die für Maria so stark ist, daß sie sich nicht vorstellen kann, ohne Henner weiterzuleben. Maria pendelt nun zwischen dem Bauernhof der Familie Thieme und dem Hof von Henner hin und her, geplagt von einem schlechten Gewissen gegenüber Johannes, der Maria liebt und mit ihr zusammenbleiben möchte. Sie baut ein Lügengespinst um sich herum auf, um Zeit für Henner zu finden. Dieser geht nicht immer zartfühlend mit Maria um und ist oft auch betrunken, was Maria aber nicht abstößt, sondern nur noch stärker an ihn bindet. Das Buch beschreibt sehr feinfühlig ein junges Mädchen auf dem Weg ins Leben. Nur ihre Unerfahrenheit und ihr Alleingelassensein von ihrer Familie kann die Intensität ihrer Bindung an Henner eklären. Ein lesenswertes Buch, dessen Ende sich hoffentlich viele Leser "irgendwann erzählen lassen werden".

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Irgendwann werden wir....
von Nicole Langer aus Aschaffenburg am 07.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Sommer 1990, ein Bauerndorf nahe der deutsch-deutschen Grenze, die gerade keine mehr ist. Das ist der Schauplatz einer Liebesgeschichte, die Zeitgeschehen und Existentielles auf zwingende Weise miteinander verbindet. Ein wirklich gutes Buch.

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