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Jakobs Mantel

Roman

(3)
Warschau 1939. Mika liebt seinen Großvater Jakob sehr. Gemeinsam lebt die Familie im Ghetto. Als Jakob stirbt, erbt Mika dessen geheimnisvollen Mantel und entdeckt darin eine Puppe. Jakob hatte sie gebastelt, ebenso wie das Krokodil, den König, den Narren. Mitten in einem Alltag bestimmt von Angst, Hunger und Tod, erfindet Mika neue Puppen. Der Prinz wird sein Liebling, und bald ist Mika im ganzen Ghetto für seine Puppenspiele bekannt. Trotz aller Gefahren spielt Mika immer wieder – bis ihn der deutsche Soldat Max erwischt. Der Prinz rettet ihn, doch dafür muss Mika von da an für die Deutschen spielen.
Portrait
Eva Weaver, in Deutschland geboren, lebt seit vielen Jahren in England. Sie arbeitet als Trauma- und Kunsttherapeutin und hat sich als Performance-Künstlerin einen Namen gemacht.
Werner Löcher-Lawrence, geb. 1956, studierte Journalismus, Literatur und Philosophie, arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Universität München und als Lektor in verschiedenen Verlagen. Er ist Übersetzer.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30442-6
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 190/140/30 mm
Gewicht 390
Originaltitel The Puppet Boy of Warsaw
Verkaufsrang 50.116
Buch (Taschenbuch)
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„Die Kraft der Puppen“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Eva Weaver ist eine in Deutschland geborene britische Autorin, die ursprünglich als Trauma- und Kunsttherapeutin gearbeitet hat. Mit diesem beruflichen Hintergrund passt die Geschichte des Romans „Jakobs Mantel“ hervorragend.

Denn Eva Weaver erzählt die Geschichte eines jungen Juden, der im Warschauer Ghetto als Puppenspieler die
Eva Weaver ist eine in Deutschland geborene britische Autorin, die ursprünglich als Trauma- und Kunsttherapeutin gearbeitet hat. Mit diesem beruflichen Hintergrund passt die Geschichte des Romans „Jakobs Mantel“ hervorragend.

Denn Eva Weaver erzählt die Geschichte eines jungen Juden, der im Warschauer Ghetto als Puppenspieler die Menschen wenigstens kurzzeitig von ihrer Situation ablenken kann. Mika hat ursprünglich mit seiner Mutter und seinem Großvater, einem allseits beliebten Universitätsprofessor, in guten Verhältnissen gelebt. An seinen Vater kann er sich kaum erinnern. Dann marschieren die Deutschen in Polen ein. Für die Juden verschlechtert sich die Lebenssituation dramatisch und endet 1940 vorerst im Warschauer Ghetto. Doch es wird noch schlimmer. Mikas Großvater wird von den Deutschen erschossen, als er einer Frau helfen will. Mika erbt seinen Mantel und macht in den diversen geheimen Taschen dieses Mantels eine ungeheuerliche Entdeckung – sein Großvater hat Puppen gebastelt und diese in den Taschen versteckt. Mika ist davon fasziniert und entdeckt, dass er Talent als Puppenspieler hat. Erst führt er nur im kleinen Kreis Stücke auf, doch denn spricht sich sein Talent im Ghetto herum, und er spielt vor immer größerem Publikum. Eines Tages macht er einen Fehler, und plötzlich will der deutsche Wehrmachtssoldat Max, dass er für die Deutschen spielt. Mika ist entsetzt, kann dadurch aber auch etwas für die anderen Juden im Ghetto tun. Dies alles und noch viel mehr erzählt der alte Mika 2009 seinem Enkel Danny in New York nachdem er ein Plakat entdeckt hatte, dass ein Puppenspiel über den Puppenspieler des Warschauer Ghettos ankündigt. Im zweiten Teil wird die Geschichte des Soldaten Max erzählt. Wie geht sein Leben weiter, nachdem Deutschland den Krieg verloren hat. Auch hier spielt wieder eine der Puppen aus dem Ghetto eine zentrale Rolle.

Eva Weaver hat eine unglaublich ergreifende Geschichte erzählt. Sie beschreibt das Grauen des Ghettos sehr genau. Unter diesen schrecklichen Lebensumständen muss Mika erwachsen werden. Er wächst wie viele andere Menschen in dieser Situation über sich hinaus. Dabei helfen ihm die Puppen. Und diese Puppen lenken die Menschen von ihrer Situation, ihrem Hunger, ihrer Angst ab. Sie geben ihnen einen kleinen Moment Glück und Normalität. Aber sie beschreibt nicht nur die Situation der Opfer, sondern sie beschreibt auch sehr genau, wie es dem deutschen Soldat ergeht. Und sie zeigt auf, wie schmal der Grat ist, auf dem sich die Menschen im 3. Reich bewegt haben. Grundsätzlich steht der Soldat Max hinter der Politik von Adolf Hitler, aber in Mika erkennt er einfach einen Jungen, der im Alter seines Sohnes ist. Und dieser Junge ist gar nicht so anders. Gleichzeitig zeigt sie auch auf, wie schwierig die Situation für die Kriegskinder und -enkel ist. Es dauert lange, bis die Menschen wirklich darüber sprechen können.

Ein großartiger und beeindruckender Roman über die Kraft der Menschen in Extremsituationen. Und es ist gleichzeitig auch ein versöhnlich stimmender Roman. Er hat mich ähnlich beeindruckt wie „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne.

„Macht und Magie..“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Eine schon fast therapeutische Geschichte über die Magie des Puppenspiels in existentieller Notlage.
Mika bastelt Puppen - ein Vermächtnis seines Großvaters - Prinz, Narr und Krokodil , alle werden sie im Warschauer Ghetto lebendig und lassen den von Not und Kummer bestimmten Alltag für eine kurzen Augenblick vergessen.
Doch es
Eine schon fast therapeutische Geschichte über die Magie des Puppenspiels in existentieller Notlage.
Mika bastelt Puppen - ein Vermächtnis seines Großvaters - Prinz, Narr und Krokodil , alle werden sie im Warschauer Ghetto lebendig und lassen den von Not und Kummer bestimmten Alltag für eine kurzen Augenblick vergessen.
Doch es geht noch darüber hinaus, für Max einen deutschen Wehrmachtsoldaten bekommt die Prinzenpuppe eine lebensbestimmende und weisende Bedeutung - bis in die Gegenwart hinein ! Lesens - und für jede Generation empfehlenswert !

Andrea Becker, Thalia-Buchhandlung Fulda

Eine beeindruckende Geschichte aus dem Warschauer Ghetto. Die junge Puppenspieler ist so mutig und kann viele Kinder aus dem Ghetto retten! Eine beeindruckende Geschichte aus dem Warschauer Ghetto. Die junge Puppenspieler ist so mutig und kann viele Kinder aus dem Ghetto retten!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Eine zu Herzen gehende Geschichte, die eindringlich das Leben im Warschauer Getto beschreibt. Immer spannend und berührend dabei flüssig zu lesen. Eine zu Herzen gehende Geschichte, die eindringlich das Leben im Warschauer Getto beschreibt. Immer spannend und berührend dabei flüssig zu lesen.

„Puppenspielen gegen das Grauen des Holocaust“

Maja Günther, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die Realität des Warschauer Ghetto & die eisige Wahrheit eines sibirischen Gefangenenlagers vereint sich in dieser Geschichte um Schuld, Sühne, Verzweiflung, Mut & Zivilcourage - verknüpft durch die Lebensgeschichte des puppenspielenden jüdischen Jungen Mika und dem deutschen Soldaten Max, der während der Säuberungsaktionen beginnt, Die Realität des Warschauer Ghetto & die eisige Wahrheit eines sibirischen Gefangenenlagers vereint sich in dieser Geschichte um Schuld, Sühne, Verzweiflung, Mut & Zivilcourage - verknüpft durch die Lebensgeschichte des puppenspielenden jüdischen Jungen Mika und dem deutschen Soldaten Max, der während der Säuberungsaktionen beginnt, seine eigene Täterschaft wahrzunehmen und die Glorifizierung der arischen Rasse anzuzweifeln.
Wunderbar geschrieben zieht dieser Roman den Leser unweigerlich in seinen Bann und man spürt die Verzweiflung, den Mut & die Hoffnung, genährt durch Kinderlachen im Anblick spielender Puppen fast greifbar.
Unbedingt lesen!!!

„Mika der Puppenspieler “

Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Nach dem Tod seines Großvaters, der brutal von SS-Männern im Warschauer Ghetto totgeprügelt wird, erbt Mika seinen Mantel und sein Puppentheater. An einem Ort wo Hass, Gewalt, Hunger und Trostlosigkeit sowie die Angst ständige Begleiter sind gelingt es Mika dank seines Erbes und der Mithilfe seiner Cousine ein bisschen Freude in die Nach dem Tod seines Großvaters, der brutal von SS-Männern im Warschauer Ghetto totgeprügelt wird, erbt Mika seinen Mantel und sein Puppentheater. An einem Ort wo Hass, Gewalt, Hunger und Trostlosigkeit sowie die Angst ständige Begleiter sind gelingt es Mika dank seines Erbes und der Mithilfe seiner Cousine ein bisschen Freude in die Gesichter der Menschen zu zaubern, die soviel erleiden müssen.

Leider bleibt das den Besatzern nicht verborgen. Mika steht zwischen den Fronten und nutzt dies um zu helfen wo er kann, oftmals unter Gefährdung seines eigenen Lebens. Dies ist nur eine Seite der Geschichte, die uns auch noch ein persönliches Schicksal der Besatzer erzählt. Lediglich die Verbindung zur Gegenwart war mir persönlich etwas zu konstruiert. Eine beeindruckende Lebensgeschichte die lange in Erinnerung bleibt.

V. Huttner, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Ein ergreifendes Schicksal im Warschauer Ghetto. Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt und tief bewegt. Ein ergreifendes Schicksal im Warschauer Ghetto. Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt und tief bewegt.

„Mika und sein beeindruckender Lebensweg“

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

„Jakobs Mantel“ von Eva Weaver ist ein beeindruckender Roman über die Wirren des Krieges. Reale Personen und ein gut recherchierter Hintergrund zum Leben im Warschauer Ghetto bilden die Basis für dieses sehr bewegend zu lesende Buch. 1939 erbt Mika auf tragische Weise im Warschauer Ghetto den Mantel seines Großvaters Jakob. Jakob hatte „Jakobs Mantel“ von Eva Weaver ist ein beeindruckender Roman über die Wirren des Krieges. Reale Personen und ein gut recherchierter Hintergrund zum Leben im Warschauer Ghetto bilden die Basis für dieses sehr bewegend zu lesende Buch. 1939 erbt Mika auf tragische Weise im Warschauer Ghetto den Mantel seines Großvaters Jakob. Jakob hatte in diesem Mantel und seine unzähligen Taschen alles versteckt, was ihm wichtig war. Mika entdeckt die Puppen seines Großvaters und wird selbst zum Puppenspieler. Er lernt den Soldaten Max kennen und muss fortan auch vor den Deutschen Soldaten spielen, um zu überleben. Sein innerer Konflikt und ein Doppelleben, das er vor seiner Familie geheim hält, werden sehr plastisch dargestellt. Viele Jahre später treffen Mikas Enkel und die Enkelin des Soldaten Max aufeinander und die Puppen werden wieder vereint. Das Buch hat mich sehr beeindruckt und berührt. Die historischen Ereignisse sind hervorragend recherchiert und als Leser wird man in die Geschichte hineingesogen. Ein wichtiges Buch, für alle geschichtlich interessierten.

„Die Vergangenheit holt einen immer ein“

M. Hollerbaum, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Mika ist ein alter Mann und lebt in New York. Er ist mit seinem Enkel unterwegs, plötzlich glaubt Mika den Mantel seines Großvaters auf einem Plakat zu sehen. Die alten vergessenen und verblichenen Erinnerungen des alten Mannes erwachen zum neuen Leben.

An eine grausame und unmenschliche Zeit im Warschauer Ghetto. 1938 litt die
Mika ist ein alter Mann und lebt in New York. Er ist mit seinem Enkel unterwegs, plötzlich glaubt Mika den Mantel seines Großvaters auf einem Plakat zu sehen. Die alten vergessenen und verblichenen Erinnerungen des alten Mannes erwachen zum neuen Leben.

An eine grausame und unmenschliche Zeit im Warschauer Ghetto. 1938 litt die Familie unter den Entbehrungen des Alltags und den Grausamkeiten der Besatzer.

Mika erzählt seinem Enkel Danny über das schwere Leben im Ghetto. Wenn man diesen Roman liest, empfindet man Respekt und Sympathie für Mikas Vergangenheit. Ein ernster und wunderschön beschriebener Roman über die Schicksalsschläge eines dankbaren Menschen.

„Jakobs Mantel“

, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Wenn die Kunst die grausame Realität vergessen läßt ...
Als der alte Mika 2009 in New York durch Zufall ein Plakat über den "Puppenspieler von Warschau“ entdeckt, ist es Zeit dem Enkel seine Geschichte zu erzählen: Über den schweren Mantel mit den vielen verborgenen Taschen, den er vom Großvater erbte, die Handpuppen, die etwas Freude
Wenn die Kunst die grausame Realität vergessen läßt ...
Als der alte Mika 2009 in New York durch Zufall ein Plakat über den "Puppenspieler von Warschau“ entdeckt, ist es Zeit dem Enkel seine Geschichte zu erzählen: Über den schweren Mantel mit den vielen verborgenen Taschen, den er vom Großvater erbte, die Handpuppen, die etwas Freude in die Tristesse des Warschauer Ghettos brachten und wie er die Greul überleben konnte.
Doch es ist auch die Geschichte des jungen Nürnberger Soldaten Max, dessen Leben mit dem Mikas durch die Handpuppe des Prinzen bis in die Gegenwart verbunden bleibt und alle Handlungsfäden am Ende wieder zusammenführt.
Ein großartiges Debut, eine wunderbare und bewegende Geschichte, die einen gefangen nimmt und nicht mehr loslässt. Unbedingt lesen!

„Der Puppenjunge aus Warschau“

Britta Weiler

Der englische Originaltitel "The Puppet Boy of Warsaw" gefällt mir besser, da er sowohl Mika als auch die Prinzenpuppe meinen könnte. Denn eigentlich ist es nicht Mikas Geschichte und auch nicht die Geschichte des Mantels - auch wenn beides Hauptfiguren sind - sondern die Geschichte der Prinzenpuppe. Im ersten Teil wird die Geschichte Der englische Originaltitel "The Puppet Boy of Warsaw" gefällt mir besser, da er sowohl Mika als auch die Prinzenpuppe meinen könnte. Denn eigentlich ist es nicht Mikas Geschichte und auch nicht die Geschichte des Mantels - auch wenn beides Hauptfiguren sind - sondern die Geschichte der Prinzenpuppe. Im ersten Teil wird die Geschichte des jungen Puppenspielers Mika im Warschauer Ghetto erzählt mit all seinem Grauen und dem verständlichen Haß auf alle Deutschen. Was will eigentlich dieser deutsche Soldat von ihm, der ihn mit seinen Puppen auf die "arische" Seite schleppt, wo er gezwungen wird vor den deutschen Soldaten zu spielen?
Im zweiten Teil erfahren wir, wie es mit eben diesem Soldaten weitergeht, der in russische Gefangenschaft gerät, und plötzlich vom Täter zum Opfer mutiert. Mika hatte ihm zum Schluss seine geliebte Prinzenpuppe geschenkt, die ihm mehrfach den nötigen Mut zum Weitermachen gegeben hatte. Nun geht der Prinz mit in die Gefangenschaft und begleitet Max auf der langen Flucht aus Sibirien, die er als einziger überlebt. Doch die Rückkehr nach Deutschland gestaltet sich unerwartet schwierig: seine Frau will von Warschau nichts hören, sein Sohn ist über die Jahre erwachsen geworden, und Max selber wird von heftigen Alpträumen und Schuldgefühlen geplagt. Die Prinzenpuppe wird zu seinem wichtigsten Vertrauten und der Gedanke an den jungen Puppenspieler in Warschau läßt ihn nie los.

Eva Weaver ist hier ein sehr eindrucksvolles Porträt von Kriegsopfer und -täter gelungen, deren Horror und Schuld bis in die übernächste Generation fortleben. Auch für ältere Jugendliche lesbar und absolut lohnenswert!

Sehr gut recherchiert, realistisch erzählt und unglaublich bewegend, über Generationen hinweg. Sehr gut recherchiert, realistisch erzählt und unglaublich bewegend, über Generationen hinweg.

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Puppenspiel im Warschauer Ghetto
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 30.06.2015

Der junge Mika erlebt eine glückliche Kindheit in Warschau, bis die Deutschen 1938 die Stadt erobern. Für die Warschauer Juden – und damit auch für Mika und seine Familie - beginnt eine Zeit der Ausgrenzung und Schikane, die in den brutalen und todbringenden Zuständen des Warschauer Ghettos ihren Höhepunkt... Der junge Mika erlebt eine glückliche Kindheit in Warschau, bis die Deutschen 1938 die Stadt erobern. Für die Warschauer Juden – und damit auch für Mika und seine Familie - beginnt eine Zeit der Ausgrenzung und Schikane, die in den brutalen und todbringenden Zuständen des Warschauer Ghettos ihren Höhepunkt findet. Als Mikas Opa Jakob stirbt, übernimmt der Junge dessen Mantel und entdeckt Jakobs Handspielpuppen in den vielen Taschen. Vor allem der Prinz nimmt eine besondere Stellung ein. Mit seinen Puppen schafft es Mika, dem brutalen Ghettoalltag zu entfliehen, bis er eines Tages von dem deutschen Soldaten Max aufgegriffen und gezwungen wird, vor dessen Kameraden zu spielen. Das Buch von Eva Weaver ist voller Emotionen, was kein Wunder ist, beleuchtet es doch eines der düstersten und traurigsten Kapitel der deutschen Geschichte. Aber es geht noch darüber hinaus: neben den Erlebnissen des Jugendlichen Mika und seinem Leben im Ghetto werden auch die Nachkriegserlebnisse des deutschen Soldaten Max erzählt sowie die Auswirkungen der Nazi-Zeit auf die nachfolgenden Generationen der beiden Familien. Es ist die Puppe des Prinzen, die die Familien über Generationen begleitet und verbindet. Die Beschreibungen des Lebens im Warschauer Ghetto sind schonungslos und sehr bedrückend, und es ist egal, ob man sich schon mehrmals mit der damaligen Zeit auseinandergesetzt hat, es macht mich immer wieder sprach- und fassungslos, wie wir es damals haben so weit kommen lassen können, das so etwas passieren konnte. Aber es gibt auch Lichtblicke dank Mikas Puppenspiel, wenn er den Waisen- und kranken Kinder für ein paar Stunden die Flucht aus der Realität ermöglichen kann. Aber auch Max' Erlebnisse im Kriegsgefangenenlager in Sibirien sind sehr bedrückend, die Parallelen zum Alltag im Ghetto sind nicht zu übersehen. Aber die deutschen Soldaten waren die Täter und damit geht es auch um Schuld und Verantwortung, Anklage und Verarbeitung. Die Dämonen der Vergangenheit bleiben beiden Protagonisten erhalten. Aber die nächsten Generationen haben es in der Hand, die Vergangenheit aufzuarbeiten und gemeinsam an einer Aussöhnung zu arbeiten. Auch wenn ich mir die Dimension von Jakobs Mantel nicht vorstellen konnte bzw. daß der Prinz all diese Strapazen überlebt hat, hat mir das Buch sehr gut gefallen, denn die Symbolkraft des Mantels und des Prinzen konnten mich überzeugen.

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Es wird nicht vergessen werden
von einer Kundin/einem Kunden am 19.08.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Historische Tatsachen und eine berührende Geschichte sind die Zutaten von Eva Weaver. Das Ergebnis ist der großartige aber auch erschütternde Roman „Jakobs Mantel“. Als Mika ein Plakat von einer Gruppe Puppenspieler entdeckt, muss er an seine eigene Vergangenheit denken und erzählt diese seinem Enkel. Der zweite Weltkrieg wirft noch... Historische Tatsachen und eine berührende Geschichte sind die Zutaten von Eva Weaver. Das Ergebnis ist der großartige aber auch erschütternde Roman „Jakobs Mantel“. Als Mika ein Plakat von einer Gruppe Puppenspieler entdeckt, muss er an seine eigene Vergangenheit denken und erzählt diese seinem Enkel. Der zweite Weltkrieg wirft noch Jahrzehnte später seine Schatten, und die Frage nach Schuld behandelt auch Eva Weaver in ihrem Roman. Und so findet sich der Leser plötzlich selbst mit Fragen konfrontiert für die niemand eine Antwort hat. Wie hätte man selbst reagiert? Kann man mit den Erlebnissen jemals abschließen und sogar irgendwann vergeben? Und ist jeder Täter schuldig? Wichtig ist vor allem, dass die Aufarbeitung des Krieges und seiner Geschehnisse weitergeführt wird. Und Romane wie „Jakobs Mantel“ können in diesem Prozess nur behilflich sein.

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Ein wunderbaren, trauriges und hoffnungsvolles Buch
von bookmark am 16.02.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Es gibt nur wenige Bücher, die ich beim Zubettgehen am Abend angefangen und die Nacht durchgelesen habe. "Jakobs Mantel" gehört dazu. Die Geschichte eines Mantels und des Prinzen, einer Handpuppe, die Jakob Anfang der 1940er Jahre gebastelt hat, seinem Sohn Mika und dem deutschen Soldaten Max hat mich gefesselt. Sie spielt vom frühen Beginn... Es gibt nur wenige Bücher, die ich beim Zubettgehen am Abend angefangen und die Nacht durchgelesen habe. "Jakobs Mantel" gehört dazu. Die Geschichte eines Mantels und des Prinzen, einer Handpuppe, die Jakob Anfang der 1940er Jahre gebastelt hat, seinem Sohn Mika und dem deutschen Soldaten Max hat mich gefesselt. Sie spielt vom frühen Beginn des Warschauer Ghettos bis in die Gegenwart in New York. Sie zeigt die Greuel von Warschau und Sibirien und es erzählt die Geschichte von Mika, der mit dem Mantel und dem Prinzen und vielen anderen Handpuppen in diese grausamen Zeit den Menschen und vor allem den Kindern in Warschau Ablenkung gebracht und vielen sogar das Leben gerettet hat. Aus Dank, dass der Soldat Max Mikas Mutter und seine Tante vor der Deportation bewahrt schenkt er ihm seine heißgeliebte Handpuppe. Diese tritt nun die Reise nach Sibirien an und wird wieder Hoffnungsträger in einer neuen grausamen Zeit für den deutschen Soldaten Max. Mika verschlägt es nach dem Krieg mit dem Mantel nach Amerika und Max kehrt mit dem Prinzen zurück nach Deutschland. Dann beginnt für beide die Zeit des "Nicht vergessen können" ob der erlebten Grausamkeiten und der Schuldgefühle bei Max. Es wächst eine neue Generation heran, die Kinder und vor allem die Enkel, denen Mika und Max in ganz besonderen Situationen dann ihre Geschichte erzählen. Und es schließt sich der Kreis um Mikas Mantel und den Prinzen. Eine wunderbare Geschichte, die die Erinnerung an das Warschauer Ghetto und seine mutigen "Bewohner" wach hält und mahnt. Ich finde auch das Cover sehr gelungen und empfehle das Buch auch für Jugendliche.

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Anrührend!!
von Stefanie Kallart aus Augsburg am 12.04.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein wunderschönes Buch über zwei Leute während des zweiten Weltkrieges. Die erste Person ist Mika, ein junger Jude, der mit seiner Mutter und seinem Großvater Jakob ins Warschauer Getto gesperrt wird. Mikas Opa stellt in seinem Zimmer Handpuppen her, was Mika übernimmt, als sein Opa getötet wird. Nach einiger Zeit... Ein wunderschönes Buch über zwei Leute während des zweiten Weltkrieges. Die erste Person ist Mika, ein junger Jude, der mit seiner Mutter und seinem Großvater Jakob ins Warschauer Getto gesperrt wird. Mikas Opa stellt in seinem Zimmer Handpuppen her, was Mika übernimmt, als sein Opa getötet wird. Nach einiger Zeit beginnt er mit den Puppen aufzutreten, um andere zu trösten und ihnen Mut zu machen. Max ist die andere Person. Er ist deutscher Soldat und findet gefallen an dem puppenspielenden Jungen. Sein Teil der Geschichte macht deutlich, dass er zwar die Befehle befolgt, diese jedoch hinterfragt und ein schlechtes Gewissen hat. Die Geschichten werden verbunden durch die eigentliche Hauptperson, den Puppen-Prinzen, der vor dem Ende des Krieges von Mika an Max weiter gegeben wird. Eine sehr rührende Geschichte, die zwei Verschiedene Seiten zeigt. Einmal die des Kriegsopfers und einmal die des -täters. Beide Seiten können den Krieg und auch die Zeit danach nicht vergessen und tragen ihre Gesichte in die nächsten Generationen. Eva Weavers Buch ist nicht nur für Erwachsene. Es berührt Herz und Seele und bringt einen zum Nachdenken.

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