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Jedermann

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes

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Dieses Mysterienspiel entstand in den Jahren 1903 bis 1911. Den "Jedermann"-Stoff, der das Thema von der Hinfälligkeit der irdischen Besitztümer und der Heilsnotwendigkeit der Buße mit der Parabel vom Freund in der Not verbindet, fand Hofmannsthal (1874-1929) in einer englischen Schauspielbearbeitung. Auch eine dramatische Gestaltung aus dem 12. Jahrhundert ist überliefert. Hofmannsthal benutzte die mittelalterlichen und barocken Vorstellungen vom Wandel der Menschen miteinander und vor Gottes Angesicht, um die Grundfrage nach dem Sinn des menschlichen Auftrages in der Welt zu stellen. Uraufgeführt 1911 in Berlin unter der Regie von Max Reinhardt wurde dieses Stück vor allem durch die Salzburger Festspiele, in deren Programm es einen festen Platz hat, berühmt.
Portrait
Hugo von Hofmannsthal, geb. 1874 in Wien, gestorben 1929 in Rodaun gestorben, studierte Jura und romanische Philologie. Ab 1906 arbeitete er häufig mit Richard Strauss zusammen und schrieb Libretti für einige Opern (Elektra, Der Rosenkavalier u.a.). Berühmt wurde er auch durch sein modernes Mysterienspiel 'Jedermann'.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 87
Erscheinungsdatum 2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-87291-205-3
Verlag Hamburger Lesehefte
Maße (L/B/H) 203/127/8 mm
Gewicht 78
Verkaufsrang 28.206
Buch (Taschenbuch)
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Das Drama eines Jedermanns
von Mario Pf. aus Oberösterreich am 17.03.2008

Als fixer Bestandteil der Salzburger Festspiele ist der Jedermann dank seiner jährlichen Aufführungen, zahlreicher Verfilmungen und meist hochkarätiger Besetzung längst legendär. Gerade die Rollen der Buhlschaft, des Jedermanns und Tod sind schon von Schauspielgrößen verkörpert worden, solche die es zu diesem Zeitpunkt schon waren oder später sogar geworden sind.... Als fixer Bestandteil der Salzburger Festspiele ist der Jedermann dank seiner jährlichen Aufführungen, zahlreicher Verfilmungen und meist hochkarätiger Besetzung längst legendär. Gerade die Rollen der Buhlschaft, des Jedermanns und Tod sind schon von Schauspielgrößen verkörpert worden, solche die es zu diesem Zeitpunkt schon waren oder später sogar geworden sind. Woher mag diese fast zeitlose Faszination kommen? Jedermann ist ein Jedermann, der sein Leben in vollen Zügen auskostete, mitunter weil er sich eines beträchtlichen Reichtums erfreuen konnte. Mildtätige Gaben und Spenden verweigerte er schlichtweg, um seinen Reichtum nicht teilen zu müssen, genauso wie er unangenehmes gerne auf "morgen" verschob. Selbst seine geliebte Buhlschaft wollte er erst irgendwann später heiraten, weil er bis dahin sein Leben noch genießen wollte und glaubte soviel Zeit zu haben. Der Tod kam jedoch unerwartet und machte ihm einen Stricht durch die Rechnung, allerdings auch ein Angebot, nämlich dass er nicht allein sterben muss, wenn er nur jemanden findet, der oder die bereit ist, mit ihm "in den Tod" zu gehen... Hugo von Hofmannsthals Jedermann ist eines jener Werke die ihrer Zeit bereits weit voraus waren, ohne das wirklich zu sein, denn die Themen des Jedermanns sind schlicht zeitlos. Als Vorreiter der Spaßgesellschaft verkörpert Jedermann ein Ideal, nämlich den reichen Mann, der glaubt genug Zeit zu haben um sein Leben noch genießen zu können, unter anderem auch weil er alles hat was man sich doch nur wünschen kann, wie Geld, eine schöne Frau an seiner Seite und sogar Gesundheit. Zu guter letzt ist all das aber nichts wert, wenn man keine echten Freunde hat und viele Dinge ungeklärt zurück lässt, das Leben also einfach so an einem vorbeizieht und niemand wirklich trauernd zurück bleibt. Ob ein solches Leben verschwendet ist? Nur der Verstorbene kann das beurteilen. Fazit: Ein großartiges Stück, mit einer fast zeitlos aktuellen Thematik.

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Mag der Tod nur kommen
von Polar aus Aachen am 24.07.2008
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Der Jedermann ist was für Katholiken, für Reumütige, für Ausrufer zum Maßhalten, für Idealisten, für uns alle. Seine Fabel ist so eindeutig, dass kaum Platz bleibt, um einem inneren Geheimnis auf die Spur zu kommen. Der Reiche nimmt sich die Freiheit heraus, sein Leben in vollem Maße zu genießen.... Der Jedermann ist was für Katholiken, für Reumütige, für Ausrufer zum Maßhalten, für Idealisten, für uns alle. Seine Fabel ist so eindeutig, dass kaum Platz bleibt, um einem inneren Geheimnis auf die Spur zu kommen. Der Reiche nimmt sich die Freiheit heraus, sein Leben in vollem Maße zu genießen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ohne die jährliche Überweisung an UNICEF. Er ist ein Egoist, ein Spaßmacher, einer, der nicht ans Sterben denkt, bis ihn der Tod heimsucht. Dieses Stück liest sich wie ein erhobener Zeigefinger, mahnt zur Einkehr, mahnt zum sozialen Bewusstsein. Deswegen ist es so beliebt. Ein Stück wie ein Meßgang. Deswegen tauschen sie in Salzburg nur die Schauspieler aus und suchen nach großen Namen für die Besetzung. Und deswegen ist es in seiner Wirkung auch so beschränkt. Schlägt man das Buch zu, geht man aus dem Zuschauerraum, darf sich jeder als guter Mensch fühlen. Wer traut sich schon zu, sein Leben so wegzuwerfen? Ja wenn man das Geld hätte, sagen die einen. Ja, wenn man noch so jung wäre, die anderen. Irgendwann ereilt doch jeden die Läuterung, oder? Während sich um einen herum, jeder das nimmt, was er braucht. Mag der Tod nur kommen. Er meldet sich sowieso nicht an.

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