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Julia

Roman

(3)
»Julia beherrschte seine Gedanken, nistete sich in sämtlichen Winkeln seiner Seele ein – der Seele, an die er glaubte –, mit einer Liebe, an die auch nur zu denken seine Philosophen ihm nicht erlaubten. Julia. Mit jedem Tag wurde es schlimmer.«
Julia – mit ihrem Mut und ihrer entschiedenen Ablehnung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft hat die junge Deutsche den Holländer Christiaan einst unwiderstehlich in ihren Bann gezogen, als er ihr 1938 in Lübeck begegnete. Fünfzig Jahre später wird Christiaan tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden – er hat sich das Leben genommen. Auf seinem Schreibtisch liegt eine vergilbte deutsche Zeitung vom 2. April 1942, mit einem Bericht über den verheerenden Luftangriff auf Lübeck. Eine Liste verzeichnet die Todesopfer dieser Bombennacht: Der Name Julia Bender ist mit einer Markierung versehen …
Portrait

Otto de Kat, 1946 geboren, studierte niederländische Literatur an der Universität Leiden. 1986 gründete er mit Uitgeverij Balans seinen eigenen Verlag; seither lebt er als Verleger und Autor in Amsterdam. Sein Roman Sehnsucht nach Kapstadt war nominiert für den größten belgischen Literaturpreis für Niederländisch schreibende Autoren, De Golden Owl 2005, und wurde ausgezeichnet mit dem niederländischen Halewijn-Literaturpreis.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 168
Erscheinungsdatum 23.01.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-35801-5
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 188/118/17 mm
Gewicht 169
Auflage 2. Auflage
Buch (Taschenbuch)
8,00
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Die Geschichte beginnt mit dem Ende; der Fabrikant Christiaan wird von seinem Chauffeur tot aufgefunden, er hat sich das Leben genommen. Auf seinem Schreibtisch liegt ein Artikel mit einer Liste der Toten einer Bombennacht 1942. Der Name Julia ist umkringelt.
Kunstvoll entwickelt der Autor jetzt die Geschichte einer Liebe zwischen
Die Geschichte beginnt mit dem Ende; der Fabrikant Christiaan wird von seinem Chauffeur tot aufgefunden, er hat sich das Leben genommen. Auf seinem Schreibtisch liegt ein Artikel mit einer Liste der Toten einer Bombennacht 1942. Der Name Julia ist umkringelt.
Kunstvoll entwickelt der Autor jetzt die Geschichte einer Liebe zwischen dem Holländer und der deutschen Widerstandskämpferin Julia,eine Geschichte, die früh enden musste, Christiaan aber nie los gelassen hat.
De Kat ist wahrlich ein Sprachjongleur und zieht uns in seinen Roman wie in einen Strudel. Ein Genuss!

„Berührende Liebesgeschichte“

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Während Julia sich vor den Nazis versteckt, geht Christiaan Dudok, der in Deutschland ein Praktikum absolviert, in die Niederlande zurück. Dort heiratet er und übernimmt die Fabrik seines Vaters. Seine Liebe zu Julia prägt jedoch auch fortan sein Leben.
Die traurige Geschichte eines Mannes, dessen Leben privat und beruflich hätte
Während Julia sich vor den Nazis versteckt, geht Christiaan Dudok, der in Deutschland ein Praktikum absolviert, in die Niederlande zurück. Dort heiratet er und übernimmt die Fabrik seines Vaters. Seine Liebe zu Julia prägt jedoch auch fortan sein Leben.
Die traurige Geschichte eines Mannes, dessen Leben privat und beruflich hätte anders verlaufen können, wird in verschiedenen Erzählebenen beleuchtet. Der Hauptheld mit seinen Zweifeln, seiner Unentschiedenheit, seiner späten Reue und Einsicht ist wunderbar und überzeugend dargestellt. „Julia“ ist ein nachdenkliches Buch, das den Leser nicht nur den Beginn des Nationalsozialismus anhand eines persönlichen Schicksals miterleben lässt, sondern ihn zugleich mit der Frage konfrontiert, wie man sich selbst in solch einer Situation verhalten hätte. In diesem Buch wird deutlich, welche Auswirkungen eine einzige (falsche) Entscheidung für das ganze Leben haben kann. Das hat mich sehr berührt.

„Eine berührende Liebesgeschichte“

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Otto de Kat erzählt auf eindringlichste Weise von Julia und Chris, die sich zur denkbar ungünstigsten Zeit kennenlernen. Die Nazis habe gerade die Macht übernommen und Julia gerät ins Visier der Obrigkeit. Keine guten Voraussetzungen also. Trotz allem verbringen die zwei ein paar unbeschwerte Stunden miteinander. Und diese Stunden lassen Otto de Kat erzählt auf eindringlichste Weise von Julia und Chris, die sich zur denkbar ungünstigsten Zeit kennenlernen. Die Nazis habe gerade die Macht übernommen und Julia gerät ins Visier der Obrigkeit. Keine guten Voraussetzungen also. Trotz allem verbringen die zwei ein paar unbeschwerte Stunden miteinander. Und diese Stunden lassen Chris sein Leben lang nicht mehr los.
Mit einer wunderbaren Sprache erzählt uns Otto de Kat diese Geschichte, die einen nicht mehr so schnell loslässt.

Kundenbewertungen


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Was wäre gewesen, wenn...
von Jenny Vogler am 15.04.2016

Christian Dudok hat sein Leben gelebt, hat seinen Teil zur Gesellschaft beigetragen und vollzieht nun die einzig schlüssige Konsequenz, die ihm noch bleibt - Selbstmord. In seinen jungen Jahren war er ein Mann, der Träume hatte, der die Natur und die Freiheit mochte und sich Hals über Kopf in... Christian Dudok hat sein Leben gelebt, hat seinen Teil zur Gesellschaft beigetragen und vollzieht nun die einzig schlüssige Konsequenz, die ihm noch bleibt - Selbstmord. In seinen jungen Jahren war er ein Mann, der Träume hatte, der die Natur und die Freiheit mochte und sich Hals über Kopf in seine Kollegin Julia Bender verliebte. Doch dann kam der Krieg, es kamen verantwortungsvolle Aufgaben als Leiter der elterlichen Firma und eine Vernunftehe, die er aus Bequemlichkeit heraus einging. Und damit war das Schicksal von Christian besiegelt - ein Leben voller verpasster Chancen, ausgeträumter Phantasien und trauriger Wahrheiten. Was bleibt, wenn man den einen, alles verändernden Fehler beging, ohne jemals eine Korrektur vorzunehmen? Was bleibt, wenn das Leben keinen Hoffnungsschimmer lässt? Dieser Roman ist literarisch gesehen ein kleines Juwel, weil seine Sprache, seine Handlung und die treffsichere Charakterisierung des Hauptprotagonisten absolut gar nichts zu wünschen übriglassen. Eine beeindruckende Wortwahl gepaart mit einer tragischen Handlung lassen hier jeden Satz lange und intensiv nachklingen. Man möchte sich als Leser in dem geschriebenen Wort verlieren, möchte dem Inhalt nachspüren und eigene Gedankengänge zu den getroffenen Entscheidungen entwickeln. Ein Buch wie geschaffen für Diskussionsrunden und Leistungskurse im Unterrichtsfach Deutsch, denn auf 168 Seiten werden so viele Emotionen, fixe Ideen und traurige Momente entworfen, dass es schon fast an körperlichen Schmerz grenzt. Äußerst gelungen empfinde ich die Abwechslung, die Virtuosität mit der diese Geschichte entworfen wird, denn sie vereint so viele brisante Themen, dass man sich nicht festlegen mag, welches nun das wichtigste ist. Es ist ein episches Werk über die Liebe, über die Schrecken einer historischen Periode, über die Verbitterung, die aus Fehlentscheidungen erwächst und über einen Mann, dem sein Verantwortungsbewusstsein zum Verhängnis wurde. Fazit: Für mich ist dieses Buch eine Entdeckung, die ich allen historisch interessierten Lesern ans Herz legen möchte und noch viel mehr all jenen, die gerne Romane mit tiefsinnigen Hintergründen und moralischen Sequenzen lesen. Und dennoch lässt mich der Roman einsam, etwas verstört und an der Grenze zur depressiven Verstimmung zurück. Ich habe selten ein derartiges Szenario erlebt, welches keine Hoffnung, kein Glück und auch kein Morgen zulässt. Dieses Buch sollte man nur dann lesen, wenn man selbst das Leben bejaht und einen positiven Background hat, andernfalls zieht es einen unweigerlich in einen Strudel von negativen, traurigen Entwicklungen hinein. Dafür gibt es den Punktabzug - alles andere ist Spitzenklasse.

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Fesselnd
von Jacques Noupoua aus Pforzheim am 10.06.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Es gibt wenige Autoren, die es schaffen mit ihrem Buch, insofern einen nachhaltigen Eindruck zu vermitteln, dass während dem Lesen Gefühle in uns geweckt werden. Diese Geschichte von unerfüllter Liebe benötigt keine große Effekthascherei, sondern konzentriert sich auf die kleinen Dingen: Eine Geste, ein Blick oder eine Berührung hinterlassen nunmal... Es gibt wenige Autoren, die es schaffen mit ihrem Buch, insofern einen nachhaltigen Eindruck zu vermitteln, dass während dem Lesen Gefühle in uns geweckt werden. Diese Geschichte von unerfüllter Liebe benötigt keine große Effekthascherei, sondern konzentriert sich auf die kleinen Dingen: Eine Geste, ein Blick oder eine Berührung hinterlassen nunmal mehr Eindruck.

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Julia.
von Kitty Moeller aus Bonn am 30.06.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein schönes Buch über die Erinnerung, die ergebnislose Flucht vor der Vergangenheit und die Sehnsucht- für all das steht ein Name: Julia. Kein Wort zuviel und keines zu wenig benutzt Otto de Kat in seinem Roman; ein Buch wie ein kleines Gedicht. Sehr lesenswert, gerade für lange Sommernächte!

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