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Kafka

Die frühen Jahre. Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Buchpreis, Sachbuch 2015

(2)

DER ABSCHLUSS DER GROSSEN KAFKA-BIOGRAPHIE

»Das Beste, was in diesem Genre hervorgebracht werden kann. Selbst ein Roman.« Imre Kertész

Nach den fulminant gefeierten ersten zwei Bänden seiner Kafka-Biographie schließt Reiner Stach sein großes Werk mit Kafkas Kindheit und Jugend, Studium und ersten Berufsjahren ab. Die Entfaltung von Kafkas Sprachtalent, seine Bildungserlebnisse, die Reifung seiner Sexualität und nicht zuletzt die Auseinandersetzung mit neuen Technologien und Medien sind die entscheidenden Wegmarken. Reiner Stachs Kafka-Biographie genießt schon jetzt den Ruf eines internationalen Standardwerks, das die Möglichkeiten der literarischen Biographie neu ausgelotet hat. Erneut bietet Reiner Stach ein erzählerisch dichtes und farbiges Panorama der Zeit und zugleich die einfühlsame Studie eines außergewöhnlichen Menschen.

Das Gesamtwerk:
Kafka. Die frühen Jahre (1883 - 1910)
Kafka. Die Jahre der Entscheidung (1910 - 1915)
Kafka. Die Jahre der Erkenntnis (1916 - 1924)

Rezension
[...] grandioses Panorama [...]. Hellmuth Karasek Die Welt / Literarische Welt, 27. September 2014
Portrait
Reiner Stach, geboren 1951 in Rochlitz (Sachsen), arbeitete nach dem Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik und anschließender Promotion zunächst als Wissenschaftslektor und Herausgeber von Sachbüchern. 1987 erschien seine Monographie >Kafkas erotischer Mythos<. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung >Kafkas Braut<, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte. 2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für >Kafka: Die Jahre der Erkenntnis< mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 25.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-10-075130-0
Verlag S. Fischer
Maße (L/B/H) 215/140/47 mm
Gewicht 894
Abbildungen schwarzweisse Fotos
Auflage 4
Verkaufsrang 86.893
Buch (gebundene Ausgabe)
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Ein Mythos bröckelt...
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 08.06.2016

„Wenn ich einen Irren vor mir sähe […] und er hätte eine fixe Idee, ich würde nicht lachen über ihn, denn ihm ist seine Idee ein Stück Leben.“ (Hugo Bergmann) (S. 208) Uff. Teil 1 ist geschafft. Teil 1 einer ambitionierten Annäherung an einen der kreativsten, jedoch unglaublich schwer bis... „Wenn ich einen Irren vor mir sähe […] und er hätte eine fixe Idee, ich würde nicht lachen über ihn, denn ihm ist seine Idee ein Stück Leben.“ (Hugo Bergmann) (S. 208) Uff. Teil 1 ist geschafft. Teil 1 einer ambitionierten Annäherung an einen der kreativsten, jedoch unglaublich schwer bis gar nicht zu verstehenden Literaturpoeten des letzten Jahrhunderts. Die Rede ist natürlich von Franz Kafka. Es war immer ein Traum von mir, die 3-bändige Mammut-biografie von Reiner Stach über ihn zu lesen, weil ich schon immer wissen wollte, was oder wer hinter der Person Franz Kafka steckt, der mich schon mehr als ein halbes Leben lang mal mehr, mal weniger mit seinen Texten, seiner Poesie begeistert und begleitet. Und? Hat mich der erste Teil über die frühen Jahre von Franz Kafka der Person, dem Mythos, dem Rätsel näher gebracht? Ja und nein. Ganz verstehen wird man Kafka nie, aber nach Lektüre von „Die frühen Jahre“ kann man die (literarischen) Gedanken Kafkas zumindest etwas besser nachvollziehen. „Die frühen Jahre“ ist zwar der letzte der drei erschienenen, jeweils mehrere hundert Seiten dicken Wälzer, chronologisch befasst sich dieser Band aber mit dem Zeitraum 1883 bis 1910. Wir erleben also die Geburt von Franz, lesen von immer wieder wechselnden Ammen und ich war erschrocken, wie wenig sich Vater und Mutter um ihren Sohn gekümmert haben, weil das Geschäft seines Vaters immer im Vordergrund stand. Diesem Umstand, diesem frühen Verlust von elterlicher bzw. väterlicher Liebe (den Franz schon ganz früh gespürt und den er nie überwunden hat) haben wir z. B. Kafkas spätere literarische Abrechnung „Der Brief an den Vater“ zu „verdanken“. Überhaupt erleben wir auf der einen Seite aus nächster Nähe, auf der anderen Seite aber auch mit (angemessener) kritischer Distanz die Zeit der Schule, die Zeit der (komplizierten) Berufsfindung und die Zeit der ersten schriftstellerischen Gehversuche Franz Kafkas. Das meiste davon in wirklich lesenswerten und lehrreichen Kapiteln. Das bei solch einem Mammutwerk nicht immer alles Gold ist was glänzt, muss und sollte jedem klar sein. Manche Kapitel sind vielleicht etwas zu lang und ausschweifend geraten – in solchen Momenten ist dann das wissenschaftliche Pferd mit Reiner Stach durchgegangen und man hätte sich an der ein oder anderen Stelle gewünscht, dass die Passage gekürzt worden oder präziser bzw. kurzweiliger dargestellt worden wäre. Nichts desto trotz gibt es auch jede Menge Kapitel, die uns mit Witz und Charme den damaligen Zeitgeist bzw. das Lebensgefühl in Prag näherbringen und Reiner Stach vergisst dabei auch nie, uns von den politischen und gesellschaftlichen Hintergründen zu erzählen, so dass man einen (zeit-)geschichtlichen und politischen Kontext geliefert bekommt, in den man Taten und Erlebnisse Kafkas (besser) einordnen kann. Und so ist das Lesen von „Die frühen Jahre“ zu einem kurzweiligen und lehrreichen„Vergnügen“ geworden und ich freue mich bereits auf den zweiten Band!!!

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Kafkas Einverständnis
von einer Kundin/einem Kunden am 08.12.2014

Würde von Franz Kafka ein Einverständnis zu diesem abschließenden Werk seiner Biographie über die frühen Jahre abverlangt werden, er würde sie ruhigen Gewissens geben. Stach, das weiß man zwischenzeitlich schon, entpuppt sich als akribischer Kenner der Materie. Und dies in einer Form, von der selbst ein Imre Kertész voll... Würde von Franz Kafka ein Einverständnis zu diesem abschließenden Werk seiner Biographie über die frühen Jahre abverlangt werden, er würde sie ruhigen Gewissens geben. Stach, das weiß man zwischenzeitlich schon, entpuppt sich als akribischer Kenner der Materie. Und dies in einer Form, von der selbst ein Imre Kertész voll der Begeisterung war. "Das Beste was man in diesem Genre schreiben kann" lautete sein Urteil, zwar bezogen auf die vorhergegangenen Teile der Biografie, was aber auch für den nunmehr abschließenden Band seine Gültigkeit hat.

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