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Kapital

Roman

(3)
Großstadtleben in Zeiten der Finanzkrise: Jedes Haus in der Südlondoner Pepys Road hat viel Glück, Liebe und Leid gesehen. Anhand der Leben der Bewohner dieser mehr oder weniger normalen Straße zeichnet John Lanchester ein hochaktuelles Panorama unserer Gegenwart. Alles geht seinen gewohnten Gang, bis an einem ganz normalen Tag bei den stolzen Eigenheimbesitzern dieser Straße eine merkwürdige Nachricht im Briefkasten liegt: »Wir wollen, was ihr habt.« Ein Roman voller Mitgefühl, Humor und Protagonisten, die man nicht mehr missen möchte.
Portrait
William Horwood John Lanchester, geboren 1962 in Hamburg, wuchs im Fernen Osten auf und arbeitete in England als Lektor beim Verlag Penguin Books, ehe er Redakteur der "London Review of Books" wurde. Daneben war er für Zeitungen und Zeitschriften wie "Granta" und "The New Yorker" tätig sowie als Restaurantkritiker für "The Observer" und Kolumnist für "The Daily Telegraph". Er gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern und führenden Intellektuellen Englands.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 800
Erscheinungsdatum 14.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-41099-2
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 187/118/44 mm
Gewicht 478
Originaltitel Capital
Verkaufsrang 17.686
Buch (Taschenbuch)
11,99
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Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Eine Straße - viele Geschichten. Absolut empfehlenswert. Nicht nur für Londonfans. Eine Straße - viele Geschichten. Absolut empfehlenswert. Nicht nur für Londonfans.

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

London zur Zeit der Bankenkrise. Mehrere Menschen versuchen mit ihrem Leben klar zu kommen, die Fäden laufen in der Peppysroad zusammen. Eindringlich und lesenswert. London zur Zeit der Bankenkrise. Mehrere Menschen versuchen mit ihrem Leben klar zu kommen, die Fäden laufen in der Peppysroad zusammen. Eindringlich und lesenswert.

„„Wir wollen, was ihr habt“…….“

Marion Sollfrank, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Pepys Road im Süden Londons. Eine Straße, wie sie in jeder größeren Stadt zu finden ist. Im Lauf der Jahre hat sich der Wert der Häuser immens gesteigert. Wo vorher die arbeitende Mittelschicht wohnte, leben jetzt viele „Neureiche“ Bürger. Geld spielt keine Rolle und was nichts kostet, ist nichts wert. Aber es gibt noch die Anderen Pepys Road im Süden Londons. Eine Straße, wie sie in jeder größeren Stadt zu finden ist. Im Lauf der Jahre hat sich der Wert der Häuser immens gesteigert. Wo vorher die arbeitende Mittelschicht wohnte, leben jetzt viele „Neureiche“ Bürger. Geld spielt keine Rolle und was nichts kostet, ist nichts wert. Aber es gibt noch die Anderen in der Pepys Road. Da ist z. Bsp. Die Witwe Petunia Howe, weit über 80 Jahre, der Laden am Ende der Straße, geführt von einem Pakistani und seinem Bruder, der den Konsum verabscheut. Den polnischen Handwerker Zbigniew, den die Frauen lieben was dazu führt, dass ständig umgebaut und erneuert wird. Wenn man genau hinsieht, findet man in dieser Straße alle gesellschaftlichen Schichten. Reich und Arm. Die, die da wohnen und die anderen die zum arbeiten kommen. Und keinen von ihnen möchte man missen, nachdem man ihn kennengelernt hat. Ein Spiegel unserer Gesellschaft, vereint in einer Straße. Doch der Schein trügt. Eines Tages finden alle Anwohner eine Nachricht in ihrem Briefkasten. „Wir wollen, was ihr habt“…….

„Eine unterhaltsame Lektion in aktueller Zeitgeschichte.“

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Die Londoner Pepys Road ist Schauplatz dieses Romans. Hier wohnen manche, wie Petunia Howe, schon ihr ganzes Leben andere, wie der Banker Roger Yount ,haben hier ein Zuhause für aufwendigsten Lebensstil geschaffen. Aber alle bekommen seltsame Postkarten mit den Worten "Wir wollen was Ihr habt."
Und schon sind Sie verwickelt in die
Die Londoner Pepys Road ist Schauplatz dieses Romans. Hier wohnen manche, wie Petunia Howe, schon ihr ganzes Leben andere, wie der Banker Roger Yount ,haben hier ein Zuhause für aufwendigsten Lebensstil geschaffen. Aber alle bekommen seltsame Postkarten mit den Worten "Wir wollen was Ihr habt."
Und schon sind Sie verwickelt in die Schicksale der Bewohner. Ein absolut lesenswerter Kosmos der das Leben und Schicksal Illegaler ebenso beschreibt, wie die Tragik des Terrorverdachts und die Gefühle eines jungen Fußballtalents vor dem ersten Einsatz auf dem Platz, Kindermädchen und Handwerker aus Osteuropa, Intrigen in Banken. Für mich ein Highlight in diesem Herbst. Woher die Postkarten stammen erfahren Sie aber auch!

„Vielschichtig und packend“

Heidi Wosnitza, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Ein bischen Durchhaltevermögen wird bei 682 Seiten schon beim Leser abverlangt, aber es lohnt sich!! John Lanchaster gelingt es sehr gut, das Leben der Anwohner der Pepys Road in London spannend, einfühlsam und sozialkritisch zu erzählen. Es geht um Liebe, Tod, Gier und viel Geld. Das Buch hat auch viele komische Stellen, verursacht Ein bischen Durchhaltevermögen wird bei 682 Seiten schon beim Leser abverlangt, aber es lohnt sich!! John Lanchaster gelingt es sehr gut, das Leben der Anwohner der Pepys Road in London spannend, einfühlsam und sozialkritisch zu erzählen. Es geht um Liebe, Tod, Gier und viel Geld. Das Buch hat auch viele komische Stellen, verursacht auch manches Kopfschütteln.
Eines haben die Bewohner dieser Strasse gemeinsam, einen Brief vor ihrer Haustür " Wir wollen, was ihr habt". Wer neidet ihnen den Wohlstand, schöne Häuser, Familienleben? Der Autor versteht es ganz wunderbar zwischen ausführlichen Erzählungen über die einzelnen Anwohner die Spannung aufzubaun. Und am Ende ist man überrascht, wer diese Menschen durch seine Aktivitäten (es folgen noch andere) in Angst und Schrecken versetzt hat. Super!!

„Unterhaltsames Sittengemälde“

P. Krüger, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Hinter einem drögen Titel verbirgt sich ein buntes Spektrum menschlicher Schicksale, vom Autor mit Humor und ironischer Distanz eröffnet.
Das Buch ist Gesellschafts- und Liebesroman, Krimi und Komödie, es geht um geglückte und gescheiterte Karrieren und Ehen, sehr verschiedene Lebensentwürfe und kulturelle Unterschiede, aber auch
Hinter einem drögen Titel verbirgt sich ein buntes Spektrum menschlicher Schicksale, vom Autor mit Humor und ironischer Distanz eröffnet.
Das Buch ist Gesellschafts- und Liebesroman, Krimi und Komödie, es geht um geglückte und gescheiterte Karrieren und Ehen, sehr verschiedene Lebensentwürfe und kulturelle Unterschiede, aber auch um Heimat und um Macht und um Heimat- und Machtlosigkeit. Es ist ein Buch über Träume und Geld. Und darüber, in wie enger Nachbarschaft Glück und Unglück leben.
Und trotz seines analytischen Blicks auf eine Gesellschaft im Jahr der Lehman-Pleite begegnet Lanchester seinem "Personal" mit so viel Wärme und Verständnis, dass dem Leser am Ende der Lektüre die Bewohner der Pepys Road richtig ans Herz gewachsen sind. Und das ist angesichts der turbulenten Ereignisse doch überraschend, aber auch eine optimistisch stimmende Zugabe.
Sehr kurzweilig und unbedingt empfehlenswert!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein packender Finanzroman wie er nur in unserer heutigen Zeit spielen kann. Langsam aber unaufhaltsam wird die Blase zum platzen gebracht. Und am Ende sind alle ein wenig nass... Ein packender Finanzroman wie er nur in unserer heutigen Zeit spielen kann. Langsam aber unaufhaltsam wird die Blase zum platzen gebracht. Und am Ende sind alle ein wenig nass...

„"Wir wollen, was ihr habt"“

Tanja Kuhner, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

2007, 2008, eine respektable Straße in London und ihre Bewohner: der Banker kurz vor dem Sturz, der begehrte polnische Handwerker, die alte Dame, die in die Krankheit abdriftet, eine illegale nigerianische Politesse. Eine beunruhigende Postkartenaktion irritiert alle.
Die stärksten Kapitel betreffen die Familie um einen pakistanischen
2007, 2008, eine respektable Straße in London und ihre Bewohner: der Banker kurz vor dem Sturz, der begehrte polnische Handwerker, die alte Dame, die in die Krankheit abdriftet, eine illegale nigerianische Politesse. Eine beunruhigende Postkartenaktion irritiert alle.
Die stärksten Kapitel betreffen die Familie um einen pakistanischen Kioskbesitzer und einen senegalesischen Fußballjungstar und dessen Vater; hier gelingen dem Autor subtile Beobachtungen. Insgesamt ein lesenswertes Soziogramm.

MarieCarolin Behring, Thalia-Buchhandlung Freiburg

Vollkommen verschiedene Personen in London.
Lanchester zeichnet ein unvoreingenommenes Bild von aller Leben und mischt es mit einer spannenden Handlung. Cool, einprägsam.
Vollkommen verschiedene Personen in London.
Lanchester zeichnet ein unvoreingenommenes Bild von aller Leben und mischt es mit einer spannenden Handlung. Cool, einprägsam.

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Kundenbewertungen


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ungemein großes, fesselndes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2016

Die Bewohner der Pepys Road im Süden von London können unterschiedlicher nicht sein. Da wäre einmal Petunia Howe. Sie ist 82 Jahre alt und die älteste Einwohnerin dieser Straße. Zu ihren Nachbarn zählen Freddy Kamo und sein Vater. Freddy kommt mit seinem Vater aus dem Senegal. Er ist... Die Bewohner der Pepys Road im Süden von London können unterschiedlicher nicht sein. Da wäre einmal Petunia Howe. Sie ist 82 Jahre alt und die älteste Einwohnerin dieser Straße. Zu ihren Nachbarn zählen Freddy Kamo und sein Vater. Freddy kommt mit seinem Vater aus dem Senegal. Er ist die Fussballhoffnung für seinen Premier-Leaque-Club. Freddy träumt von seinem Durchbruch in der Oberliga. Auf der anderen Seite Roger Yount mit verwöhnter Ehefrau und 2 Kindern. Er ist ein erfolgreicher Banker. Als seine, eigentlich schon verplante Jahresprämie ausfällt, ist die Fallhöhe ganz schön hoch. Ein pakistanisches Brüderpaar mit unterschiedlicher Auffassung von Religion und Arbeitsmoral,das einen pakistanischen Kiosk in der Pepys Road betreibt, geraten unter Terrorverdacht. Während der eine Teil der Famiilie sich mit Bangen auf das angekündigte Eintreffen der Mutter/Schwiegermutter vorbereitet, hat der andere Teil zu tun , seine Jugendsünden auszubügeln. Außerdem in der Pepys Road wohnhaft sind die nigerianische Politesse, die immer noch keine Arbeitserlaubnis hat und der polnische Handwerker Zbigniew, Ein ausgesprochener Liebling der Frauen und natürlich liebt er die Frauen. Und dieser bunten Gesellschaft, Eigenheimbesitzer allesamt, flattert folgende Nachricht ins Haus - "Wir wollen, was ihr habt". "Kapital" von John Lanchester ist von leichtfüßiger Brillianz, spannend von der ersten bis zur letzten Zeile, bewegend und sehr, sehr komisch. schreibt "The Observer" Und das Buch ist genauso. Ein großes Lesevergnügen

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Gelungene Darstellung einer Konsumgesellschaft, die teilweise etwas langatmig ist
von FlipFlopLady007 aus Hannover am 25.08.2015

In seinem Buch „Kapital“ stellt John Lanchester die moderne Konsumgesellschaft der Londoner Neureichen dar. Das Buch spielt in der Pepys Roda in Südlondon. Alle Menschen, die in dieser Straße wohnen, besitzen alleine durch den Wert ihres Hauses viel Geld. Dass dies jedoch nicht zwingend zum Glück führt, zeigt... In seinem Buch „Kapital“ stellt John Lanchester die moderne Konsumgesellschaft der Londoner Neureichen dar. Das Buch spielt in der Pepys Roda in Südlondon. Alle Menschen, die in dieser Straße wohnen, besitzen alleine durch den Wert ihres Hauses viel Geld. Dass dies jedoch nicht zwingend zum Glück führt, zeigt John Lanchester sehr eindrucksvoll in seinem Roman. In der Pepys Road wohnen viele Menschen, die allesamt nach ihrem Glück streben. Da wäre beispielsweise Roger Yount, der bei einer Londoner Bank arbeitet und dieses Jahr endlich einen Bonus von einer Millionen Pfund bekommen möchte. Dann wäre da noch Freddy, ein junger aufstrebender Fußballstar, der von einem Verein in London gekauft wurde und nun in der Pepys Road lebt. Er träumt davon eines Tages zu den großen Fußballern der Welt zu gehören. Eine weitere Bewohnerin der Pepys Road ist Petunia Howe, sie ist Witwe und inzwischen über achtzig Jahre alt. Sie hat das Haus in der Pepys Road schon sehr lange, da bereits ihre Familie in der Straße gewohnt hat, als es noch eine Arbeiterstraße war. Des Weiteren wohnt eine pakistanische Familie in der Straße, die dort einen Kiosk besitzt. Die drei Brüder der Familie teilen sich die Arbeit im Kiosk, ob sie dabei jedoch glücklich sind, wird sich zeigen. Neben diesen Bewohnern der Straße spielt der Handwerker Zbigniew eine Rolle. Er verrichtet bei den Hausbesitzern einige kleine Arbeiten und sucht selbst sein großes Glück in London. Neben all diesen Personen spielt auch eine staatenlose Politesse eine wichtige Rolle in dieser Gesellschaftsdarstellung. Inhalt: Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Die Darstellung der Londoner Konsumgesellschaft ist aus meiner Sicht sehr treffend. John Lanchester spricht auch unschöne Wahrheiten an und schafft so ein teilweise traurige und gleichzeitig lustiges, aber auf jeden Fall nachdenklich machendes Gesamtwerk. Das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass das Buch an manchen Stellen sehr langatmig ist. Gerade am Anfang hatte ich das Gefühl seitenweise zu lesen und dennoch keinen neuen Inhalt zu erfahren. Auch das Ende des Buches hat mich ein wenig enttäuscht. Das ganze Buch lang wurde eine gewisse unterschwellige Spannung aufgebaut, die am Ende zwar aufgelöst wurde, jedoch aus meiner Sicht nicht zufriedenstellend. Ich hatte mir von der Auflösung mehr erwartet. Schreibstil und Aufbau: Der Schreibstil des Buches gefällt mir insgesamt sehr gut. Der Autor schildert das Geschehen sehr detailliert, was es dem Leser sehr leicht macht, sich das ganze bildlich vorzustellen. Das Buch lässt sich zudem sehr gut und flüssig lesen. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist, dass der Erzähler immer wieder zwischen den beteiligten Personen wechselt. Der Leser erfährt also von allen Personen etwas und zwar parallel. Dies hat bei mir zum einen eine gewisse unterschwellige Spannung erzeugt, außerdem macht es das Buch einfach interessanter. Ich war sehr dazu angehalten weiter zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es bei den einzelnen Personen weiter geht. Jedoch wurde vor der Auflösung eben auch noch das Leben der anderen handelnden Personen geschildert. Mir gefällt dieser Art von Schreibstil der gut. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, sind die vielen kurzen Kapitel, die das Buch unterteilen. Bei jedem Personenwechsel wurde auch ein neues Kapitel angefangen. Dies fand ich sehr angenehm, da so immer klar war, wer nun erzählt. Charaktere: Die Charaktere haben mir alle gut gefallen. Sie waren alle extrem unterschiedlich und doch hatten sie gewisse Gemeinsamkeiten, beispielsweise ihr Vermögen. Dennoch haben alle Personen verschiedene Schwierigkeiten, die ihr Vermögen mit sich bringt. Es wird nie langweilig, denn allein durch ihre Charakterzüge verleihen die Figuren dem Buch eine gewisse Dramatik. Auch fand ich es gut, dass mir nicht alle Personen sympathisch sind. Ich mag zwar viele der Protagonisten und habe auch mit ihren mitgefiebert, aber es gab auch welche, denen ich zeitweise Schlechtes gewünscht habe. Ich finde ein Buch wird dadurch nicht langweilig, dass man eben nicht alle Figuren mag. Cover und Klappentext: Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen. Ich finde es sehr ansprechend und interessant gestaltet. Ich finde das Bild auf dem Cover symbolisiert den Facettenreichtum der Bewohner der Pepys Road. Zudem hat es einfach meine Aufmerksamkeit erregt, was ich bei Covern wichtig finde. Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen, sodass ich mir auf jeden Fall den Klappentext ansehen musste. Den Klappentext des Buches finde ich ebenfalls gelungen. Er gibt den Inhalt des Buches treffend wieder ohne dabei zu viel zu verraten. Er hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht und das soll ja nun der Sinn des Klappentextes sein. Er hat bei mir auch keine falschen Erwartungen geweckt, was ich besonders wichtig finde. Fazit: Insgesamt finde ich, dass „Kapital“ eine gelungene Darstellung der Konsumgesellschaft in der Londoner Pepys Road ist. Auch wenn ich es stellenweise etwas langatmig fand und auch das Ende nicht ganz nach meinen Erwartungen war, so finde ich doch, dass es auf jeden Fall lesenswert ist.

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Kapital
von einer Kundin/einem Kunden am 27.05.2015

n seinem Roman "Kapital" schildert John Lancaster das Leben der Bewohner einer Straße. Es leben hier die unterschiedlichsten Personen - Alte, Junge, Reiche, Ausländer, Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen, etc. Eines Tages bekommen alle diese Menschen die gleichlautende Botschaft"Wir wollen was ihr habt!" Für den aussenstehenden Betrachter mag es ja so... n seinem Roman "Kapital" schildert John Lancaster das Leben der Bewohner einer Straße. Es leben hier die unterschiedlichsten Personen - Alte, Junge, Reiche, Ausländer, Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen, etc. Eines Tages bekommen alle diese Menschen die gleichlautende Botschaft"Wir wollen was ihr habt!" Für den aussenstehenden Betrachter mag es ja so sein, dass das Leben der anderen erstrebenswert ist, doch wer möchte schon arbeitslos, totkrank, .... werden. Jeder der Bewohner der Strasse hat so seine Probleme und der Roman hält uns den Spiegel vor. Die Geschichten sind sehr interessant, doch trotzdem musste ich mich durch das Buch teilweise "durchbeissen", denn es war schon auch anstrengend zu lesen. Während ich nach dem ersten Drittel beinahe völlig aufgegeben hätte, war ich zum Schluss sehr froh, das ich es nicht getan habe. Dieses Buch ist schon ein besonderes Buch und es endet nicht "kitschig", sondern äußerst real.Für alle, die gesellschaftspolitisch interessiert sind aber Sachbücher ablehnen, ist es sicherlich ein "Muss".

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Grandios!
von einer Kundin/einem Kunden am 30.09.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Eine Strasse im Süden Londons. Sie wird bewohnt von ganz unterschiedlichen Menschen, aus allen sozialen Schichten und Nationen. Erzählt wird von diesen Menschen, die hier arbeiten und leben. Ein schillerndes Panorama einer Stadt, einer Straße in den Zeiten der Globalisierung.

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Samuel Pepys hätt´seine Freud
von einer Kundin/einem Kunden am 26.02.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der große Chronist des Londoner Alltagsleben des 17. Jahrhunderts Samuel Pepys würde dem Autor ganz sicher eine mehr als wohlwollende Widmung ins Buch hinein schreiben. Das Alltagsleben der Pepysstreet-Bewohner als Spiegelbild der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung im heutigen Großbritannien, fokussiert auf London. Klug, humorvoll, "gscheit" im besten Sinne von... Der große Chronist des Londoner Alltagsleben des 17. Jahrhunderts Samuel Pepys würde dem Autor ganz sicher eine mehr als wohlwollende Widmung ins Buch hinein schreiben. Das Alltagsleben der Pepysstreet-Bewohner als Spiegelbild der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung im heutigen Großbritannien, fokussiert auf London. Klug, humorvoll, "gscheit" im besten Sinne von gescheit. Gehört zur Urlaubslektüre. Gehört ins Buchregal.

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Unbedingt lesen!
von Silke Schröder aus Hannover am 21.01.2013
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John Lanchester wirft in seinem Roman “Kapital” einen ganz wunderbaren Blick auf eine dieser unzähligen, gemütlichen kleinen Reihenhausstraßen Londons - eine jener Straßen also, bei denen man sich immer fragt, wer dort wohl wohnt und was deren Mauern schon alles gesehen haben. Anhand der ewigen Ein- und Auszüge, der... John Lanchester wirft in seinem Roman “Kapital” einen ganz wunderbaren Blick auf eine dieser unzähligen, gemütlichen kleinen Reihenhausstraßen Londons - eine jener Straßen also, bei denen man sich immer fragt, wer dort wohl wohnt und was deren Mauern schon alles gesehen haben. Anhand der ewigen Ein- und Auszüge, der Renovierungen und Umbauten in der Pepys Road (die es übrigens wirklich gibt, irgendwo im Häusermeer wischen Greenwich und Brixton) zeichnet er den Wandel der größten westeuropäischen Metropole seit Anfang des 20. Jahrhunderts nach. Zum Ausgangspunkt seiner Geschichte wählt Lanchester jedoch das folgenschwere Jahr 2008, in dem weltweit die Finanzblase der Immobilienbanken platzte und mit ihr auch viele kleine private Träume vom großen Geld. Und fast unausweichlich beschäftigt er sich auch mit dem Thema des islamischen Terrorismus - nur zu gut haben die Londoner noch die blutigen U-Bahn-Anschläge, ihr “7-7” des Jahres 2005 in Erinnerung. Wobei Lanchester mit dem Thema jedoch sehr menschlich umgeht und hinter dem vermeintlichen Terroristen einen Jugendlichen entdeckt, der auf der Suche nach sich selbst auch falsche Freunde findet. Daneben streift er alle möglichen anderen Aspekte der Stadt, wie den englischen Profifußball oder die Situation der zahlreichen osteuropäischen Handwerker, verwebt die Geschichten seiner Protagonisten auf unaufdringlich-intelligente Art und verteilt seine Sympathien gerecht zwischen allen - jede seiner Figuren erhält eine zweite Chance, um etwas anderes aus dem Leben zu machen. Dies alles macht John Lanchesters “Kapital” zu einem sehr eindrucksvolllen Roman, der die tiefgreifenden Umwälzungen der Finanzkrise großartig auf die individuellen Biographien seiner Protagonisten herunterbricht. Unbedingt lesen!

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WIR WOLLEN WAS IHR HABT! - ganz sicher?
von Maria Leisibach aus Basel am 12.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein herrlich wütendes, vielschichtiges und subtil sozialkritisches Buch, das mich sofort in seinen Bann geschlagen hat. Der Autor beobachtet und schildert pointiert, kritisch und doch mit der nötigen Prise Humor und Leichtigkeit was in einer belebten Strasse der oberen Mittelschicht so passieren kann. Dieser Beschrieb ist aber schon... Ein herrlich wütendes, vielschichtiges und subtil sozialkritisches Buch, das mich sofort in seinen Bann geschlagen hat. Der Autor beobachtet und schildert pointiert, kritisch und doch mit der nötigen Prise Humor und Leichtigkeit was in einer belebten Strasse der oberen Mittelschicht so passieren kann. Dieser Beschrieb ist aber schon viel zu einfach – denn WIR WOLLEN WAS IHR HABT! Anhand der Bewohner wird das ganze Leben charmant, wirklichkeitsgetreu oder einfach brutal und vor allem realistisch geschildert. Und der Autor hat geschafft, was schwierig zu bewerkstelligen ist, auch wenn die Anzahl der Protagonisten hoch ist, möchte keinen einzigen der vielen Charaktere missen! Dieses Buch hat alles was ein richtiger Schmöker braucht. Erfrischend hochstehendes Schreibniveau gepaart mit beinahe 1000 Seiten Umfang versprechen wirklich hohen Lesegenuss. Wenn ich denn einen Kritikpunkt finden müsste: Die vorübergehenden Schicksalsendpunkte sind teilweise gar rosig gezeichnet, andere dafür sehr realitätsnah. Mein Buch des Monats November! Wer soll es lesen: Männer und Frauen mit Interesse am heutigen London, die mit offenen Augen durchs Leben gehen. Ich könnte mir vorstellen, dass Mann dies genauso gerne unterm Weihnachtsbaum vorfinden würde. PS.: und die Wirtschaftskrise ist nur ein Part der Geschichte... Davon kommt aber der Titel.

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Kapital. Spannend von der ersten bis zur letzten Zeile.
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 12.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die Pepys Road im Süden der englischen Stadt London unterscheidet sich nicht groß von anderen Straßen. Anhand der Schicksale und Leben der Bewohner ist dem Autoren John Lanchester ein bunter humorvoller Gesellschaftsroman gelungen. Mit viel Gefühl und einer gewissen Leichtigkeit beschreibt er die Ängste, Träume aber auch die... Die Pepys Road im Süden der englischen Stadt London unterscheidet sich nicht groß von anderen Straßen. Anhand der Schicksale und Leben der Bewohner ist dem Autoren John Lanchester ein bunter humorvoller Gesellschaftsroman gelungen. Mit viel Gefühl und einer gewissen Leichtigkeit beschreibt er die Ängste, Träume aber auch die Gier und den Neid auf die, denen es scheinbar besser geht. Da ist zum Beispiel das senegalesische Fußballtalent Freddy Kamo, der mit seinem Vater in die Weltstadt kommt um eine internationale Karrier zu starten. Der polnische Gastarbeiter Zbigniew träumt vom großen Geld um als reicher Mann in seine Heimat zurück zu kehren. Die Witwe Petunia Howe lebt schon ewig in der Straße, sie hat viele Menschen kommen und gehen sehen. Viele andere lustere Gestalten werden fast liebevoll beschrieben und den einen oder anderen Protagonisten habe ich einfach ins Herz geschlossen Eines Tages jedoch geschehen merkwürdige Dinge, als die Hausbesitzer eine Postkarte im Briefkasten finden mit dem Satz „Wir wollen was ihr habt“. Was hat das zu bedeuten. Lanchester versteht es, eine gewisse Spannung aufrecht zu erhalten und seinen Roman „Kapital“ kann ich meinen Kunden auf wärmste empfehlen. Sei es als schönes Weihnachtsgeschenk für nette Menschen oder man gönnt es sich selbst. John Lanchester wurde 1967 in Hamburg geboren. Er wuchs im fernen Osten auf. Sein beruflicher Werdegang ist sehr vielseitig, er arbeitete unter anderem für einige namhaften Zeitungen.

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Pepys Road
von Susanne am 08.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Schauplatz ist eine viktorianische Straße in Südlondon, im Dezember 2007: Eine alte Frau wartet auf den Lieferwagen von Tesco. Bereits ihr Großvater hatte das Haus Nr. 42 gekauft. Petunia Howe ist dort geboren und lebt immer noch da. Ganz anders der neureiche Banker Roger Yount mit seiner Familie. Sie... Schauplatz ist eine viktorianische Straße in Südlondon, im Dezember 2007: Eine alte Frau wartet auf den Lieferwagen von Tesco. Bereits ihr Großvater hatte das Haus Nr. 42 gekauft. Petunia Howe ist dort geboren und lebt immer noch da. Ganz anders der neureiche Banker Roger Yount mit seiner Familie. Sie wohnen gegenüber in Nr. 51. Er arbeitet in der Londoner City und rechnet dieses Jahr mit einem Bonus in Höhe von 1 Mio. Pfund. John Lanchesters "Kapital" verspricht eine unterhaltsame und intelligente Geschichte um diese und andere Charaktere und ich wurde nicht enttäuscht: Es geht aufwärts in der fiktiven Pepys Road. Zumindest glauben das die kürzlich zugezogenen Bewohner mit Top-Jobs in der Finanzbranche, als Profi-Fußballer oder Künstler. Die Immobilienpreise steigen, die Ansprüche ebenfalls, bis die Blase Ende 2008 platzt. Der Autor erzählt mit typisch englischem Humor von sozialen Konflikten in Zeiten der Wirtschaftskrise, dennoch spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Äußerst passend hat er seine Straße nach Samuel Pepys benannt, der im 17. Jahrhundert tatsächlich gelebt hat und in seinen Tagebüchern u.a. von den Wonnen und Qualen des wachsenden Wohlstands berichtet. Doch nicht alle Profitieren und so finden sich eines Tages merkwürdige Karten, dann DVDs in den Briefkästen der Bewohner: "Wir wollen, was ihr habt." Später folgen Graffitis an den Wänden, tote Vögel und zerkratzte Autos. Der Täter scheint sich bestens auszukennen. Ist Rache sein Motiv? Wenn ja, warum? "Kapital" hat mir sehr gut gefallen, denn ich interessiere mich für Ereignisse wie die Banken- bzw. Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Menschen. John Lanchester ist ein genauer Beobachter und großartiger Erzähler. Seine Protagonisten sind äußerst treffend und lebendig gezeichnet Den Autor kannte ich bisher nicht, werde ihn aber ab sofort im Auge behalten. Sogar das Cover ist liebevoll gestaltet: eine Aufsicht auf London, in der Mitte die Themse, oben rechts die Türme des Finanzdistrikts. Jedes Haus ein Unikat. Ich finde, das Cover passt ausgezeichnet zum Titel, denn im Original heißt der Roman "Capital", was im Englischen auch Hauptstadt bedeutet. Alles in allem ist "Kapital" ein wunderbar beobachtetes, berührendes und gleichwohl humorvolles Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann.

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beeindruckende Studie
von vielleser18 aus Hessen am 29.10.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Kapital von John Lanchester zeichnet eine faszinierende Studie über die verschiedenen Anwohner der Pepys Road in London der Jahre 2007 bis 2008. Im Laufe eines Jahres verändert sich nicht nur die Finanzwelt, sondern auch die Menschen, die direkt oder indirekt, mit der Pepys Road zu tun haben. Da sind unter anderem... Kapital von John Lanchester zeichnet eine faszinierende Studie über die verschiedenen Anwohner der Pepys Road in London der Jahre 2007 bis 2008. Im Laufe eines Jahres verändert sich nicht nur die Finanzwelt, sondern auch die Menschen, die direkt oder indirekt, mit der Pepys Road zu tun haben. Da sind unter anderem der Finanzmakler Roger und seine Frau Arabella, sowie deren Kindermädchen Matya, die alteingesessene Petunia Howe und ihre Tochter Mary und der Enkel, Künstler Graham. Da gibt es ferner noch den senegalesischen Fussball-Jungstar Freddy, die Politesse aus Zimbabwe, den polnischen Handwerker, die pakistanische Familie, die in der Pepys Road einen Kiosk betreibt und viele andere Charaktere. Eines verbindet alle: nach einem Jahr sieht ihr Leben mehr oder weniger ganz anders aus. John Lanchester beschreibt dies sehr einfühlsam und vor allem mit sehr nachdenklich stimmenden Sätzen. Was mir am besten gefallen hat, sind die Gedanken von Quentina, der Politesse, die eigentlich ohne Arbeitserlaubnis arbeitet. Als ein Anwohner sich vehemt, wütend und irrational über einen Strafzettel aufregt (S. 251): "Es gab Momente, da hätte sie gerne zu den Leuten gesagt: Kniet nieder ! Seid dankbar! Eine Milliarde Menschen versucht, mit einem Dollar am Tag zu überleben, eine Milliarde Menschen hat kein sauberes Trinkwasser. Ihr lebt in einem Land, in dem ihr die Garantie habt, Essen, Kleidung, ein Dach über dem Kopf und ärztliche Behandlung zu bekommen, von eurer Geburt an bis zum Moment eures Todes, ohnde dass ihr dafür bezahlen müsst, ihr lebt in einem Land, wo der Staat nicht hingeht und euch verprügelt oder einsperrt...wo die Lebenserwartung eine der höchsten der Welt ist, ....und ihr wagt es, euch über das Parken zu beklagen ?...Preiset Gott dafür, dass ihr über einen Strafzettel in Wut geratet, statt vor Gram eure Kleider zu zerreißen, weil euch schon wieder ein Kind an Malaria oder Ruhr gestorben ist....." Der Roman bietet alle Facetten des alltäglichen Lebens von Gier, Macht, Arbeitslosigkeit, Verzweiflung, Liebe, Angst, Tod, Verantwortung, Geld, Armut, Asyl und Glück. Ein Wechselbad der Gefühle,nicht nur beim Leser. Ein Roman, der noch lange nachklingt!

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Das fesselnde Porträit einer Straße
von P. Ritter aus Aschaffenburg am 27.12.2012
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Kapital ist die Geschichte der Pepys Road in London und deren Bewohner. Durch eine Vielzahl von Charakteren, die John Lanchester brillant darstellt, versinkt man schnell in seiner Erzählung und verliert sich leicht in den verschiedenen Erzählsträngen. Mit viel Esprit und Witz leitet uns Lanchester durch das Buch, sodass ich... Kapital ist die Geschichte der Pepys Road in London und deren Bewohner. Durch eine Vielzahl von Charakteren, die John Lanchester brillant darstellt, versinkt man schnell in seiner Erzählung und verliert sich leicht in den verschiedenen Erzählsträngen. Mit viel Esprit und Witz leitet uns Lanchester durch das Buch, sodass ich mir am Ende gewünscht habe, dass Kapital noch etwas länger wäre.

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Interessanter Blick in die Londoner Gesellschaft
von Curculio aus Deutschland am 13.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

In diesem Roman wird eine Vielzahl von Personen beleuchtet, die alle eine Verbindung zu der Pepys Road haben, einer aufsteigenden Straße im Süden Londons. Um nur einige zu nennen: Der (mehr oder weniger) erfolgreiche Banker Roger Yount, samt verwöhnter Familie. Die pakistanische Familie, der einen Kiosk an der Straßenecke... In diesem Roman wird eine Vielzahl von Personen beleuchtet, die alle eine Verbindung zu der Pepys Road haben, einer aufsteigenden Straße im Süden Londons. Um nur einige zu nennen: Der (mehr oder weniger) erfolgreiche Banker Roger Yount, samt verwöhnter Familie. Die pakistanische Familie, der einen Kiosk an der Straßenecke betreibt und deren Mitglieder unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Fußballstar Freddy Kamo samt Vater Patrick, der in London auf seine große Chance hofft. Die Witwe Petunia Howe, die nicht nur die älteste, sondern auch die längste Bewohnerin der Pepys Road ist, samt deren Familie. Alle Bewohner haben plötzlich seltsame Postkarten in ihren Briefkäste: Mit Fotos des Hauses und dem Satz: „Wir wollen, was ihr habt.“ Diese Karten begleiten die Bewohner durch ein Jahr voller Erfolg und Misserfolg, Glück und Unglück, Hoffen und Bangen. Aber diese seltsame und beängstigende Botschaft hat nicht einmal das Hauptaugenmerk der Geschichte. Es geht hauptsächlich um das Leben von sehr unterschiedlichen Personen in den verschiedenen Phasen. Es geht um Erfolg, Reichtum, Glück, Hoffnung, genauso wie um Angst, Trauer, Missgunst, Abstieg. Einige sind erfolgreicher als andere, reicher, glücklicher etc. Aber dennoch steht immer noch etwas anderes mehr im Mittelpunkt: Das liebe Geld. Wer hat es? Wer will es? Wer hat noch nicht genug davon? Wer zu viel? Die Geschichten der Protagonisten sind sehr flüssig erzählt und durch den sehr treffenden Schreibstil bekommt man schnell ein Gespür für die sehr unterschiedlichen Menschen, die in diesem Roman eine Rolle spielen: Alteingesessene, Reiche, Mittelständler, Künstler, Immigranten usw. Und dabei werden die fast 700 Seiten nie langweilig, immer wieder hat der Autor die eine oder andere Überraschung parat. So hinterlässt nicht nur die globale Finanzkrise deutliche Spuren, sondern auch die vielen kleineren, persönlichen Schicksale, mitunter auch aus erstgenanntem entstehend, nehmen viel Raum ein. Fazit: Alles in allem ein sehr interessanter und vielfältiger Einblick in die Londoner Gesellschaft, die sicherlich auch sehr gut stellvertretend für andere europäische Metropolen stehen kann. Ein Jahr lang nimmt man am Leben von Menschen teil, die verschiedener nicht sein können und dabei sowohl von kleinen als auch großen Schicksalen geprägt werden. Ein sehr empfehlenswerter und aktueller Roman!

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Kapital
von Elohym78 aus Horhausen (Westerwald) am 10.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ich war schon angenehm überrascht von der Leseprobe. Titel und Inhalt deuteten eher auf einen trockenen Finanzschmöker hin, aber dieser Eindruck täuscht bei weitem und so hat mich das Gesamtwerk sehr erfreut! Auf der einen Seite wird Petunia Howe, eine Rentnerin und Bewohnerin der ersten Stunde der Pepys Road... Ich war schon angenehm überrascht von der Leseprobe. Titel und Inhalt deuteten eher auf einen trockenen Finanzschmöker hin, aber dieser Eindruck täuscht bei weitem und so hat mich das Gesamtwerk sehr erfreut! Auf der einen Seite wird Petunia Howe, eine Rentnerin und Bewohnerin der ersten Stunde der Pepys Road vorgestellt. Sie lebt schon seit Ewigkeiten in ihrem Haus; zufrieden mit sich und ihrem Leben. Auf der anderen Seite steht der Banker Roger Yount. Er selbst sieht sich als Durchschnittsbürger, hat aber irgendwie die Perspektiven aus den Augen verloren. Immer höhere Boni, ein noch größeres Haus, Statussymbole wohin man blickt. Roger und seine Frau sind dekadent und merken es nicht einmal. Das Cover ist ein wahrer Blickfang! Es zeigt eine Stadt, die kreisförmig angelegt ist auf die man aus der Vogelperspektive darauf schaut. Die Häuser sind liebevoll in einer Bleistiftzeichnung gestaltet und alle einzigartig. Ich finde es sehr ungewöhnlich für den Titel gewählt, aber zusammen mit dem Inhalt des Buches passt es sehr hervorragend! John Lanchester ist ein guter Beobachter. Sein Schreibstil ist sehr lebhaft und die Charaktere sind überzeugend gezeichnet. Zudem fällt der Roman in ein Genre, das ich besonders mag: Geschichten über Figuren, die wie zufällig miteinander verbunden sind. In diesem Fall leben oder arbeiten sie alle in der gleichen Straße, der Petunia Howe, in London zwischen Dezember 2007 und November 2008. Mit 682 Seiten ist Kapital eher ein Schmöker, dennoch spannend von der ersten bis zur letzten Zeile. Auch die angesprochenen Themen sind sehr vielfältig: Eigentum, Geld und Gier, Arbeiter, die obere Mittelschicht und Einwanderer, Sport, Kunst und Karriere, Liebe und Glück, aber auch Jobverlust, Gefängnis, Trennung und Tod. Schließlich wird sogar das Rätsel um die merkwürdige Nachricht „Wir wollen, was ihr habt.“ gelöst. Gerade diese Vielfältigkeit hat mich an diesem Buch sehr angesprochen und ich las neugierig von einer Seite zur nächsten. Besonders bewegend fand ich die die Auswirkungen der Finanzkrise auf einzelne Menschen. Finanzkrise ist sonst eher ein Wort, welches ich nur aus den Nachrichten kenne, was mich nicht betrifft, aber jetzt rückt es doch wieder in den Fokus. Mein Fazit Kapital ist ein typisch englischer, humorvoller Roman, der mich tief bewegt hat. Ein sehr lesenswertes Buch!

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Kapital
von einer Kundin/einem Kunden am 06.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dieses Buch hat einen ganz eigenen Charme, womit es mich überzeugen konnte. In der Pepys Road leben die unterschiedlichsten Charaktere mit weit verzweigten Geschichten. Sie alle stellen ein umfassendes Gesamtbild dar. Es war für mich sehr überzeugend und interlektuell kritisch, wie dieses Leben zusammen agieren und leben (müssen). Das... Dieses Buch hat einen ganz eigenen Charme, womit es mich überzeugen konnte. In der Pepys Road leben die unterschiedlichsten Charaktere mit weit verzweigten Geschichten. Sie alle stellen ein umfassendes Gesamtbild dar. Es war für mich sehr überzeugend und interlektuell kritisch, wie dieses Leben zusammen agieren und leben (müssen). Das Buch war wesentlich besser, als ich es erwartet hatte. Ich hätte ruhig noch weiterlesen können. Mit 700 ist es zwar sehr ufangreich, aber ich kann nicht sagen, dass es langatmig war oder zum Ueberblättern einlud. Mich hat es rundherum überzeugt und ich habe danach das Gefühl gehabt, was wirkich gutes gelesen zu haben.

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Kapital
von buchleserin am 07.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Großstadtleben in Zeiten der Finanzkrise. Alle Bewohner der Pepys Road suchen nach ihrem Glück. Es wohnen sehr unterschiedliche Menschen dort: der erfolgreiche Banker Roger Yount mit seiner verwöhnten Ehefrau und zwei Kindern, das 17jährige senegalische Fußballtalent Freddy Kamo mit seinem Vater, die 82jährige alte Dame Petunia Howe, der... Ein Großstadtleben in Zeiten der Finanzkrise. Alle Bewohner der Pepys Road suchen nach ihrem Glück. Es wohnen sehr unterschiedliche Menschen dort: der erfolgreiche Banker Roger Yount mit seiner verwöhnten Ehefrau und zwei Kindern, das 17jährige senegalische Fußballtalent Freddy Kamo mit seinem Vater, die 82jährige alte Dame Petunia Howe, der pakistanische Kioskbesitzer Ahmed Kamal, der polnische Handwerker Zbigniew und die nigerianische Politesse ohne Arbeitserlaubnis schreibt Strafzettel. An einem ganz normalen Tag liegt bei allen stolzen Eigenheimbesitzern dieser Straße eine merkwürdige Nachricht im Briefkasten: "Wir wollen, was ihr habt. In dem Buch wird der Alltag der Bewohner der Pepys Road beschrieben. Es sind viele verschiedene Charaktere. Es geht um Glück, Liebe und Leid der Bewohner der Pepys Road. Das Buch ist unterhaltsam aber auch anspruchsvoll. Alles ist sehr gefühlvoll beschrieben. Ich fand das Buch jedoch nicht ganz so flüssig zu lesen und es war an einigen Stellen sehr langatmig und dadurch auch etwas langweilig. Mir fehlte dann doch irgendwie die Spannung.

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