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Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte

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Michael Moore (Fahrenheit 9/11) zeigt, wie überschuldete Menschen aus ihren Häusern vertrieben werden, er berichtet von einem korrupten Richter, der Jugendliche zu Unrecht verurteilt und dafür bei einem privaten Gefängnisbetreiber abkassiert. Er macht niedrige Löhne für Flugzeugabstürze verantwortlich und prangert Unternehmen an, die vom Tod ihrer Mitarbeiter profitieren.
RezensionBild
Das Bild liegt im anamorphen 1.85:1 Format auf der Disk vor und ist aufgrund der dokumentarischen Machart mit vielen verschiedenen Einspielern aus unterschiedlichsten Quellen, was die Bildqualität angeht, eher durchwachsen. Unter den Einspielern befinden sich auch Ausschnitte aus älteren Kinofilmen, zeitgeschichtliche Dokumente aber auch speziell für den Film angefertigte Elemente. Letztere weisen die beste Qualität auf, denn hier sind Schärfe, Kontrast und Farben am ausgewogensten.
RezensionTon
Der Ton liegt sowohl in Deutsch als auch auf Englisch in Dolby Digital 5.1 vor. Auch hier sind ähnliche Verhältnisse wie bei der Bildqualität gegeben. Bei älterem Material kann der Sound schon mal etwas blechern und verrauscht klingen, doch die meiste Zeit ist Moores Voice-Over-Kommentar zu hören, der in Sachen Qualität kaum Wünsch offen lässt. Die Dialoge sind stets gut verständlich und angenehm auflösend.
RezensionBonus
Das Bonusmaterial ist sehr umfangreich geworden und weist eine Spielzeit von über 90 Minuten auf. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Entfallene Beiträge die es nicht in die Dokumentation geschafft haben. Zu den besten zählen dabei die Beiträge „Was, wenn wir 1979 auf Jimmy Carter gehört hätten?“ sowie „Pulitzer-Preisträger und NY-Times-Reporter Chris Hedges über „Kapitalismus: Der Killer“. Neben den insgesamt 11 kurzen Dokumentationen befindet sich auch noch der deutsche sowie englische Kinotrailer auf der Disk.
Portrait
Michael Moore, geboren 1954 in Flint/Michigan, arbeitet als Regisseur, Fernsehmoderator und Schriftsteller. Bekannt geworden durch Dokumentarfilme - "Bowling for Columbine" wurde 2003 mit dem Oscar als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Buchveröffentlichungen.
Zitat
Wie kein anderer versteht es Michael Moore Dokumentationen zu inszenieren, welche die Menschheit spalten. Besonders seine schonungslose Abrechnung mit der Waffenindustrie und -Lobby in BOWLING FOR COLUMBINE (2003) machte den Filmemacher weltberühmt und sorgte auch innerhalb der USA für bestürzte und besorgte Gesichter. Seither hat sich Moore den Namen gemacht unangenehme Fragen zu stellen und sich dadurch auch einige Feinde geschaffen. Dies hält den Amerikaner jedoch nicht auf weiter die großen Fragen der Zeitgeschichte aufzurollen und zu durchleuchten, weshalb natürlich die Weltwirtschaftskrise und ihre Ursachen nicht in seinem Repertoire fehlen durften.
Wer Michael Moores Werke betrachtet, wird schnell in einen Strudel aus Fakten, Halbwahrheiten und überspitzer Wahrnehmung eingesogen aus welchem es in der Regel schwierig ist unvoreingenommen zu urteilen. Die durchaus populistische Berichterstattung Moores ist so weit von einer ernsthaften Dokumentation entfernt wie Rambo II den Vietnam-Krieg realistisch widerspiegelt, dennoch gibt es in jedem seiner Filme Fakten und Tatsachen, die selbst härteste Kritiker nicht so einfach aus der Welt schaffen können. So etwa die Tatsache, dass amerikanische Unternehmen Lebensversicherungen für ihre Mitarbeiter ohne deren Mitwissen abschließen können und somit vom Tod eines Angestellten profitieren.
KAPITALISMUS: EINE LIEBESGESCHICHTE (2009) ist das wohl gemäßigtste und gleichzeitig fundierteste Werk des selbsternannten Aufdeckungsjournalisten, das wieder einmal den Zahn der Zeit getroffen hat. Wie immer bei Moores Filmen sollte man die Inhalte jedoch mit einem gewissen Abstand betrachten um sich nicht von seinem Dokumentarstil einlullen zu lassen. Insgesamt ist aber auch dieses Werk interessant anzuschauen und sollte bei nahezu jedem Zuschauer einige Denkprozesse in Gang bringen.
Auf der technischen Seite gibt es wenig Überraschungen, die Bildqualität schwankt zwischen gut und mäßig, je nach Quellmaterial und auch der Ton hebt sich nicht sonderlich von anderen Genrekollegen ab. Das Bonusmaterial ist durchaus umfangreich und eine nette Ergänzung.
Subjektive Filmwertung: 7 von 10 Aufdeckungsjournalisten der etwas anderen Art
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 6 Jahren
Erscheinungsdatum 08.04.2010
Regisseur Michael Moore
Sprache Deutsch, Englisch
EAN 4010324027795
Genre Dokumentation
Studio Concorde Home Entertainment GmbH / Grünwald
Originaltitel Capitalism: A Love Story
Spieldauer 115 Minuten
Bildformat 16:9 anamorph
Tonformat Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Verkaufsrang 7.829
Film (DVD)
11,99
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Kundenbewertungen


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Ganze nett und kurzweilig, aber Bowling for Columbine war besser
von einer Kundin/einem Kunden am 01.12.2010

Und mal wieder haben wir mit "Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte" einen typischen Michael Moore Film. Er beginnt völlig kommentarlos im Kreise einer US - Familie, die unmittelbar vor einer Hausräumung steht. Als nächstes werden Parallelen zwischen dem alten Rom, kurz vor seinem Untergang, und den USA gezogen. Als Fazit... Und mal wieder haben wir mit "Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte" einen typischen Michael Moore Film. Er beginnt völlig kommentarlos im Kreise einer US - Familie, die unmittelbar vor einer Hausräumung steht. Als nächstes werden Parallelen zwischen dem alten Rom, kurz vor seinem Untergang, und den USA gezogen. Als Fazit bleibt, dass die USA eigentlich näher am Abgrund stehen, als es Rom kurz vor seinem Untergang tat. Um den gegenwärtigen Zustand der USA zu erklären, wird die Entwicklung, beginnend nach dem zweiten Weltkrieg, als ein Wirtschaftsboom einsetzte, bis heute kurz abgerissen. Einen Wendepunkt sieht Moore bei Ronald Reagen wird als Marionette der Industrie, insbesondere der Finanzindustrie porträtiert. Der Untergang der US - Industrie wird am Beispiel von GM beleuchtet. GM, als ur - amerikanisches Unternehmen, das immer mehr Jobs ins Ausland verlagert. Es werden natürlich auch mal wieder handfeste Skandale vorgestellt wie die Praxis der Versicherungspolicen auf Mitarbeiter (sarkastisch "Peasant Insurance" genannt) oder wie zwei Richter hunderte von Jugendlichen drakonisch verurteilten um die Zellen einer privaten Gefängnisanstalt zu füllen und dafür Provisionen kassierten. Besonders interessant fand ich den Teil, in dem die Verquickungen des US - Repräsentantenhauses mit der Bank Goldman Sachs gezeigt wird. Davon hätte ich gerne mehr gesehen. Zum Abschluss wird gezeigt, dass es auch anders gehen kann. Wie sich die GM - Mitarbeiter in ihrem Werk verschanzen und von allen möglichen Menschen Unterstützung erhalten, bis sie den ausstehenden Lohn doch noch gezahlt bekommen. Und wie eine schwarze Großfamilie mit Hilfe ihrer Nachbarn ihr Haus "zurückerobert". Oder wie ein erfolgreiches Unternehmen komplett demokratisch geführt werden kann. In der letzten Szene Michael Moor fährt herum und versucht medienwirksam als kleiner Mann aus dem Volk, baffnet mit dem Megaphon, den gierigen Bankern und Abgeordneten den Gar auszumachen und ein Gebäude mit gelbem Band abzusperren.s Fazit: Insgesamt fand ich die Reportage gelungen. Sie war für jedermann leicht verständlich und langweilte nicht mit übermäßig vielen Zahlen, Theorien oder wichtige Persönlichkeiten (die Schuldigen Clinton, Greenspan und Bernake kennt doch mittlerweile jeder, was ist mit deren Kritikern Stiglitz oder Roubini, die früh vor der Krise gewarnt hatten). Dieses Konzept mag für wenig über die Finanzkrise Informierte interessant und kurzweilig sein, für mich ist es der Hauptkritikpunkt. Ich vermisse einfach den Tiefgang. Ich hätte gerne mehr Zahlen, Statistiken und Theorien gehört. Dieses Kritik hatten viele bereits beim seinem berühmtesten Werk "Bowling for Columbine" geäußert. Und Michael Moore scheint nichts daraus lernen zu wollen. Ohne diese "Anhaltspunkte" weiß ich nicht, ob er nicht wie bei "Bowling for Columbine" einfach Dinge aus dem Kontext gerissen und missverständlich dargestellt hat. Zudem haben mich die Michael Moore - typischen Peinlichkeiten aufgeregt. Das alles mag zwar einen gewissen Publikumseffekt haben, auf mich wirkt das ziemlich unseriös, auch wenn seine Absichten gut sein mögen. 4 Sterne zu vergeben wäre aufgrund der fehlenden Tiefe und der vielen Michael Moore - typischen Schwächen zu viel. Die Reportage ist unterhaltsam, man kann sie sich mal ansehen, danach sollte man aber zu etwas mit mehr Tiefe greifen. "Bowling for Columbine" war besser! 3 Sterne!

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