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Kirschblüten und rote Bohnen

Roman

(5)
Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Auch deshalb verändert die Begegnung mit ihr alles, denn Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien …
›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt.
Rezension
»Der Roman überzeugt durch doppelbödige Dialoge und sich in der Idylle auftuende Abgründe. […] Die Dinge erhalten in Sukegawas küchenphilosophischem Roman erst durch den Blick des Menschen auf sie und die Wertschätzung der Ingredienzen des Alltags durch sie ihre Sinnhaftigkeit. Aus fühlendem Leben entsteht illusionäres Sein.«
Steffen Gnam, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Das Buch ist wunderbar poetisch geschrieben, in leisen Tönen mit starken Bildern. […] Irgendwie macht dieser Mix aus Trauer und Trost, aus Kirschblüten und roten Bohnen glücklich.«
Annette König, SRF 2 - KULTUR KOMPAKT

»Kirschbäume, süße Pfannkuchen mit Bohnenmus und eine zarte Freundschaft – Durian Sukegawa verrührt diese Zutaten zu einem poetischen Japanroman, der auch zauberhaft verfilmt worden ist.«
Janis Voss, EMOTION

»Das ist ein merkwürdiger Sog, den Durian Sukegawas Sprache da entfaltet, die vornehmlich aus Dialogen besteht. Sie bringt uns natürlich der Psyche der Figuren sehr nah. […] Eine Erzählung, finde ich, die sehr anrührend ist.«
Rudolf Schmitz. HR2 KULTUR

»›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt.«
BUCHMAGAZIN

»Manchmal kommen wundervolle Bücher von ganz woanders her und erzählen von etwas exotischen Dingen und von anderen, die einem sehr vertraut sind.«
Oliver Fründt, BÜCHERGILDE BUCHHANDLUNG FRANKFURT

»Liebevoll-melancholische Momentaufnahme.«
Ulrike Dansauer, EKZ

»Die kleinen Momente Leben, das Glück trotz widriger Umstände zelebrieren und die Vergänglichkeit stets vor Augen haben - all das lehrt dieses Buch in wunderbar ruhigen Worten.«
Friederike Krempin, JAPANLITERATUR

»Bezaubernd«
THALIA MAGAZIN
Portrait
Durian Sukegawa, geboren 1962, studierte an der Waseda Universität in Tokio Philosophie. Er schreibt Romane und Gedichte, außerdem ist er in Japan als Schauspieler, Punkmusiker und Fernseh- sowie Radiomoderator bekannt. ›Kirschblüten und rote Bohnen‹ war ein japanischer Bestseller und wurde von Namo Kawase als Beitrag für Cannes 2015 verfilmt.
Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. den Nobelpreisträger Kenzaburō Ōe, außerdem Yoko Ogawa und Hiromi Kawakami. Für DuMont überträgt sie die Romane Haruki Murakamis ins Deutsche.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 20.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9812-1
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 192/125/25 mm
Gewicht 294
Originaltitel An
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 31.043
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Still,poetisch,berührend“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein japanischer Autor schafft es auf ruhige, poetischer Weise eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Vorurteile und Achtsamkeit gegenüber anderen zu schreiben,die mich berührt hat.
Seine drei Protagonisten sind:
Senturo,der gescheiterte Schriftsteller,der, um Schulden abzuarbeiten, einen kleinen Imbiss für "Dorayaki"-Pfannküchlein
Ein japanischer Autor schafft es auf ruhige, poetischer Weise eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Vorurteile und Achtsamkeit gegenüber anderen zu schreiben,die mich berührt hat.
Seine drei Protagonisten sind:
Senturo,der gescheiterte Schriftsteller,der, um Schulden abzuarbeiten, einen kleinen Imbiss für "Dorayaki"-Pfannküchlein betreibt,
Tokue,die alte Dame,die ihm erst lästig ist und dann seine Lehrmeisterin (f.Bohnenmus u.a.) wird und
Wakana,ein junges Mädchen,das es zu Hause wohl auch nicht ganz leicht hat...
Wie Senturo und Tokue Freunde werden, wie der einsame Mann entdeckt, dass auch die Herstellung von süßem "Dorayaki"-Bohnenmus eine Kunst für sich ist und
egal, was man tut, wenn man es mit Hingabe betreibt,es einen ausfüllen und stolz machen kann, das erzählt dieser kleine Roman aus einer anderen Kultur mit stiller Leidenschaft.
Die alte Tokue hat ein Geheimnis,das (natürlich herauskommt und) sie ihr Leben lang stigmatisiert hat, aber es ist wunderbar zu lesen, wie sie mit liebevoller Beharrlichkeit den traurigen Senturo langsam dazu bringt, seinen Blick auf die Welt zu ändern. Auch die junge Wakana, die sich als Kundin des Imbisses, langsam mit in diese Freundschaft geschmuggelt hat,wird aus der Begegnung mit Tokue etwas Wichtiges für ihren weiteren Lebensweg mitnehmen,da bin ich mir sicher,auch wenn der Autor uns schlussendlich darüber nichts mehr veraten will..
Wie Kirschblüten und Bohnenmus für gefüllte Pfannkuchen aber genau zusammenhängen, das sollten Sie selber erfahren - diese warmherzige,atmosphärische,fast zen-artige Geschichte lohnt sich auf jeden Fall !
Die liebevolle Ausstattung vom Dumont-Verlag (Leineneinband mit Lesebändchen) sei übrigens auch noch erwähnt :-)

„Ein Buch über die Schönheit des Lebens“

Clara Busse

Sentaro arbeitet nun seit 3 Jahren im Dorayaki-Imbiss. Er empfindet keine ersichtliche Freude beim Verkaufen, der aus zwei Pfannkuchen mit süßer roten Bohnenfüllung bestehenden japanischen Süßigkeit. Das An (rote Bohnenpaste) lässt er sich sogar fertig liefern. Eines Tages erscheint eine alte Dame mit verformten Händen am Stand und Sentaro arbeitet nun seit 3 Jahren im Dorayaki-Imbiss. Er empfindet keine ersichtliche Freude beim Verkaufen, der aus zwei Pfannkuchen mit süßer roten Bohnenfüllung bestehenden japanischen Süßigkeit. Das An (rote Bohnenpaste) lässt er sich sogar fertig liefern. Eines Tages erscheint eine alte Dame mit verformten Händen am Stand und fragt ob sie für Sentaro arbeiten könnte. Nach langem Zögern stellt er sie ein, da ihre rote Bohnenpaste unschlagbar lecker ist. Doch leider hat Tokue in ihrer Kindheit eine schlimme Krankheit gehabt.

Es ist einen schönes, aber zeitgleich trauriges Buch. Die Geschichte fließt langsam vor sich hin und ehe man sich versieht, ist man gefesselt von der Schönheit des Buches.
Durch das Lernen der Herstellung von den Süßigkeiten und den Geschichten von Tokue gewinnt Sentaro eine andere Einstellung zum Leben. Man muss nur geduldig und offen zuhören.

Wunderbares Buch. Sehr empfehlenswert.

Tabea Sommerfeld, Thalia-Buchhandlung Bremerhaven

Eine wirklich schöne Geschichte! Ich konnte das Buch immer nur schweren Herzens aus der Hand legen und hätte es womöglich - hätte ich die Zeit dafür gehabt - am Stück durchgelesen. Eine wirklich schöne Geschichte! Ich konnte das Buch immer nur schweren Herzens aus der Hand legen und hätte es womöglich - hätte ich die Zeit dafür gehabt - am Stück durchgelesen.

Friederike Gärtner, Thalia-Buchhandlung Wildau

Eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und Hoffnung. Wunderbar leicht zu lesen, trotz der japanischen Namen. Sehr zu empfehlen. Eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und Hoffnung. Wunderbar leicht zu lesen, trotz der japanischen Namen. Sehr zu empfehlen.

Kathleen Weiland, Thalia-Buchhandlung Bremen

Ein wunderschönes Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einer alten Frau, einem jungen Mann und einem Mädchen, die alle auf ihre Art ihre eigene Freiheit suchen. Ein wunderschönes Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einer alten Frau, einem jungen Mann und einem Mädchen, die alle auf ihre Art ihre eigene Freiheit suchen.

„Kennen Sie Dorayaki und An?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Durian Sukegawa ist ein japanischer Autor, über den sehr wenig herauszufinden ist. Bevor jetzt beim Dumont Verlag sein Roman „Kirschblüten und rote Bohnen“ erschienen ist, ist im letzten Jahr schon der Film zu dieser Geschichte im Kino zu sehen gewesen. Dieses Buch ist mir persönlich durch das schöne Cover und den Klappentext aufgefallen. Durian Sukegawa ist ein japanischer Autor, über den sehr wenig herauszufinden ist. Bevor jetzt beim Dumont Verlag sein Roman „Kirschblüten und rote Bohnen“ erschienen ist, ist im letzten Jahr schon der Film zu dieser Geschichte im Kino zu sehen gewesen. Dieses Buch ist mir persönlich durch das schöne Cover und den Klappentext aufgefallen. Von dem Film hatte ich bereits einen Trailer gesehen. Mehr aber noch nicht.

Der Autor erzählt in seinem Buch die Geschichte von Sentaro Tsuji und Tokue Yoshii. Sentaro Tsuji ist ein Mann, der bisher kein Glück in seinem Leben hatte. Eigentlich wollte er Schriftsteller werden, doch stattdessen ist er abgerutscht, hat einige Zeit im Gefängnis verbracht und betreut nun den Imbiss Doraharu, wo es Dorayaki gibt. Dorayaki sind Pfannkuchen, die mit einer süßen Paste aus roten Bohnen namens An gefüllt werden. Sentaro erfüllt seine Aufgabe eher lustlos. Und deshalb verwendet er auch industriell gefertigtes An. Die Geschäfte laufen dementsprechend mau. Doch eines Tages entdeckt er eine alte Frau, die jeden Tag wiederkommt. Irgendwann einmal fragt sie ihn, ob sie die ausgeschriebene Stelle als Aushilfe haben könnte. Sie würde sogar für weniger Lohn arbeiten, als Sentaro zahlen will. Doch Sentaro weigert sich anfangs hartnäckig. Doch dann bringt die alte Dame Tokue Yoshii ihm ihre persönliche An Paste mit. Und Sentaro ist davon begeistert. Sie darf für ihn arbeiten. Allerdings unter der Bedingung, dass sie unsichtbar bleibt. Denn Tokue hat verkrüppelte Hände, und Sentaro hat Angst, dass ihm deshalb die Kunden wegbleiben könnten. Am Anfang der gemeinsamen Zusammenarbeit läuft alles wunderbar. Es kommen immer mehr Kunden, darunter auch die Schülerin Wakana, die im Laufe der Geschichte noch wichtig wird. Doch plötzlich bleiben die Kunden weg. Was ist geschehen?

Durian Sukegawa hat einen wunderbar kleinen Roman geschrieben, der ganz ruhig von einer fremden Welt in Japan erzählt. Seine Hauptpersonen haben sich ihr Leben mit Sicherheit anders vorgestellt. Sentaro, der seinen Traum Schriftsteller zu werden, beerdigt hat und nun lustlos seiner Tätigkeit als Dorayaki-Bäcker nachgeht und seine Traurigkeit und Lebensverdrossenheit mit Alkohol betäubt. Tokue, die als ganz junge Frau eine schwere Krankheit bekommen hat, die ihr weiteres Leben fast vollständig zerstört hat. Und Wakana, eine junge Schülerin, die nach der Scheidung ihrer Eltern viel früher erwachsen werden muss als es gut für sie wäre. Diese drei sehr unterschiedlichen Menschen freunden sich an. Tokue hat im Laufe ihrer über 80 Lebensjahre eine ganz eigene Philosophie entwickelt. Und diese Philosophie bringt sie nun auf ganz stille Weise Sentaro und Wakana bei. Und dadurch bekommt auch ihr Leben noch einmal einen neuen Sinn.

Einerseits deckt der Autor ein schwieriges Thema der jüngeren japanischen Geschichte auf, auf das ich hier nicht näher eingehen möchte, da ich sonst schon zu viel des Romans vorwegnehmen würde. Andererseits beschreibt er in seinem Buch eine Philosophie der Menschlichkeit und des Zuhörens, die mich auf ganz schlichte Weise gefangengenommen hat. Es ist ein Roman, der gerade in unserer schnelllebigen Zeit viel zu geben hat. Denn er rät zu Achtsamkeit, zum Innehalten und Zuhören, sowohl anderen Menschen als auch den eigenen Wünschen und Vorstellungen. Und erst dann können wir wirklich erkennen, wie wir leben möchten.

Ein kleiner aber feiner Roman, der etwas melancholisch aber ganz wunderbar und weise ist.

Ein wunderschönes Buch über die Kunst der japanischen "An"-Zubereitung mit einer mutmachenden Botschaft. Tolle, dreidimensionale Charaktere, vergisst man so schnell nicht wieder. Ein wunderschönes Buch über die Kunst der japanischen "An"-Zubereitung mit einer mutmachenden Botschaft. Tolle, dreidimensionale Charaktere, vergisst man so schnell nicht wieder.

Elena Olbrich, Thalia-Buchhandlung Münster

Ziemlich spezielles Buch. Etwas langatmig, allerdings ein spannendes Thema. Ziemlich spezielles Buch. Etwas langatmig, allerdings ein spannendes Thema.

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Eine wunderschöne, melancholische Geschichte mit tiefe
von einer Kundin/einem Kunden aus Basel am 31.07.2016

Da es unser Buch des Monats ist und ich die japanische Erzählkunst sehr mag (und natürlich extrem gerne rote Bohnenpaste esse! Mhh) kam ich nicht umhin in das Buch hineinzulesen. In kurzen Kapiteln wird die Geschichte vom Imbisshändler Sentaro, der alten Dame Tokue und der Schülerin Wakana erzählt. Schon nach... Da es unser Buch des Monats ist und ich die japanische Erzählkunst sehr mag (und natürlich extrem gerne rote Bohnenpaste esse! Mhh) kam ich nicht umhin in das Buch hineinzulesen. In kurzen Kapiteln wird die Geschichte vom Imbisshändler Sentaro, der alten Dame Tokue und der Schülerin Wakana erzählt. Schon nach der ersten Seite war ich im Bann der bittersüssen Geschichte. Der Erzählstil ist sehr ruhig aber er vermag trotzdem tief im Innern zu berühren. Dieses Büchlein ist mit so viel Liebe gestalten worden. Das rosafarbene Lesebändchen passt hervorragend zum Leineneinband. Das Motiv spiegelt den Inhalt der Geschichte perfekt wieder. Eine wirklich, wirklich berührende Geschichte!

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Berührend und melancholisch
von Mercado am 23.03.2016

Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem... Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Auch deshalb verändert die Begegnung mit ihr alles, denn Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien … ›Kirschblüten und rote Bohnen‹ ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt. Sentaro arbeitet im Doraharu und verkauft dort täglich seine Dorayaki, die mit An, dem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Eines Tages erscheint eine alte Frau, Tokue, vor seinem Laden und möchte bei Sentaro arbeiten. Erst ist er vehement dagegen, stellt sich durch ihre Hartnäckigkeit gedrängt, aber dann doch ein. Er stellt fest, was für ein Glück es war, sie einzustellen, denn Tokue kocht ein An, welches so gut schmeckt, dass der Umsatz in die Höhe schnellt. Doch Tokue hat krumme Finger, und die Gäste, so scheint es, scheinen sich davon abgestoßen zu fühlen und bleiben nach und nach weg. Sentaro erfährt von Tokue, dass sie schon als 14-jährige Lepra bekam und in ein Sanatorium musste. Zu den zweien gesellt sich noch Wakana, ein 15-jähriges Mädchen, welches zu Hause Probleme hat, und freundet sich mit den beiden an. Dieser Roman schreibt über eine besondere Freundschaft dreier Menschen in ganz unterschiedlichem Alter, die es alle nicht leicht im Leben haben. Durian Sukegawa’s Schreibstil ist leicht und klar, so dass man über die Seiten fliegen kann. Die Geschichte ist liebevoll und respektvoll geschrieben. Es wird einiges über die Krankheit Lepra geschrieben, die Vorurteile und Ängste der Menschen, was wirklich interessant war. Die Ausgrenzung der Kranken, auch nachdem sie das Sanatorium verlassen durften, sind die meisten wieder zurückgekehrt. Tokue beschreibt sehr eindrucksvoll ihre Gefühle und dass sie sich in dem hohen Alter, in dem sie sich zu der Zeit befand, draußen kein neues Leben mehr aufbauen konnte. Wunderschöne Sätze werden in diesem Roman geschrieben, die einen berühren und zum Nachdenken anregen. Sich über Kleinigkeiten freuen zu können, und Hoffnung zu schöpfen, aus der Natur und dem „zuhören". Es wird verschiedenes japanisches Essen erwähnt, nicht nur die Dorayaki, welche Sentaro zubereitet. Was ich auch sehr toll fand, dass im Glossar die einzelnen japanischen Speisen genau erklärt werden. Und es wird ganz viel über Kirschblüten und Kirschbäume geschrieben, so dass ich diese wunderschöne Pracht immer vor Augen hatte. Mir haben die leisen Töne richtig gut gefallen, die zwischen den Zeilen philosophisch anmutenden Bemerkungen und Deutungen haben mich berührt und zum Nachdenken gebracht. Das Buch hat einige Emotionen und Stimmungen erzeugt, so dass es bei mir sicher noch eine Weile nachwallen wird. Ein zauberhaft geschriebener Roman, der einfach unter die Haut geht, melancholisch und berührend und der mir wunderschöne Lesestunden bereitet hat.

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Stiller Zauber
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 16.03.2016

Erstmal ein Wort zur Ausstattung: die deutsche Ausgabe ist ein liebevoll gestaltetes Hardcover-Büchlein mit Leineneinband, Klappbroschur und Lesebändchen. Die Titelillustrationen zeigen die drei Hauptcharaktere, Sentaro, Tokue und Wakana, und während sie auf der Vorderseite in eine unbestimmte Zukunft zu schauen scheinen, blicken sie auf der Rückseite den Leser direkt... Erstmal ein Wort zur Ausstattung: die deutsche Ausgabe ist ein liebevoll gestaltetes Hardcover-Büchlein mit Leineneinband, Klappbroschur und Lesebändchen. Die Titelillustrationen zeigen die drei Hauptcharaktere, Sentaro, Tokue und Wakana, und während sie auf der Vorderseite in eine unbestimmte Zukunft zu schauen scheinen, blicken sie auf der Rückseite den Leser direkt an. Die Farben sind zart und gedämpft, und das empfinde ich als sehr passend - denn auch inhaltlich ist es ein Buch der leisen Töne, das sich dem Leser nicht aufdrängt, sondern zum Innehalten und Nachspüren einlädt. Wie kann ich den Zauber des Buches erklären? Denn zauberhaft ist es in meinen Augen: melancholisch und dennoch voller wunderschöner, positiver Momente. Das liegt sicher vor allem an den Charakteren, die es alle nicht leicht im Leben hatten, damit völlig unterschiedlich umgehen und letztendlich in einer ungewöhnlichen, aber gerade dadurch tiefgründigen Freundschaft zusammenfinden. Sentaro ist in seiner Jugend auf die schiefe Bahn geraten und hat ein paar Jahre im Gefängnis absitzen müssen. Das ist lange her, aber er fühlt sich immer noch gefangen, denn Schulden und ein Gefühl der Verpflichtung fesseln ihn an seine Arbeit als Dorayaki-Bäcker, obwohl er immer von einem Leben als Schriftsteller geträumt hat. Als die alte Tokue sich als Aushilfe bewirbt, will er davon erst nichts wissen. Ihre zu Klauen verkrümmten Hände würden nur die Kunden abschrecken, glaubt er. Aber dann gibt sie ihm ihr selbstgemachtes An zu kosten - die rote Bohnenpaste, mit der man Dorayaki füllt -, und das ist für Sentaro eine wahre Offenbarung. Zum ersten Mal ahnt er, dass auch das Backen von Dorayaki ein edles Handwerk sein kann. Tokue spricht immer freundlich, strahlt eine unglaubliche Lebensweisheit und postive Einstellung aus, und doch verbirgt sich in ihrer Vergangenheit ein tragisches Schicksal, über das Sentaro und Wakana (und mit ihnen der Leser) erst so nach und nach mehr erfahren. Dieser Teil der Geschichte war für mich sehr spannend und lehrreich, aber ich möchte noch nicht zu viel darüber verraten! Die Freundschaft zwischen Sentaro und Tokue fand ich wunderbar geschrieben: rührend, aber nicht kitschig, authentisch und dennoch von behutsamer Poesie. Tokue zeigt Sentaro, dass man sich auch in schweren Zeiten ein Stück weit für Freiheit und Glück entscheiden kann. Sentaro gibt ihr das Gefühl, etwas an die nächste Generation weitergegeben zu haben, und damit ihrem Leben einen Sinn. Das Schulmädchen Wakana stößt erst später dazu. Sie wirkt ungewöhnlich ernsthaft für ihr Alter, und zuhause scheint das Geld knapp zu sein. Ich hätte gerne noch mehr über sie erfahren, denn sie war mir sehr sympathisch! Normalerweise würde ich in meiner Rezension jetzt von Originalität und Spannungsbogen sprechen, aber ich finde es schwierig, diese Kriterien auf das Buch anzuwenden. Wenn man die Handlung zusammenfasst, passiert strenggenommen nicht viel. Den ersten Teil könnte man zum Beispiel umschreiben mit: "Ein unglücklicher Mann verbringt jeden Tag damit, Dorayaki zu backen, stellt eine alte Frau mit deformierten Händen als Angestellte ein und lässt sich von ihr beibringen, besseres Bohnenmus zu kochen. Eine Schülerin aus einer armen Familie wird zur Stammkundin." Das klingt an sich wenig aufregend, aber tatsächlich übte das Buch auf mich einen unwiderstehlichen Sog aus; ich konnte es bis in die frühen Morgenstunden einfach nicht beiseite legen. Es geht gar nicht so sehr darum, was passiert - der Sinn und Zauber des Buches liegt meines Erachtens zwischen den Zeilen, wenn man sich nur unvoreingenommen darauf einlässt. Und das lohnt sich! Verschiedene Leser können sicher verschiedene Botschaften für sich herausziehen, und die meine war: sei achtsam dem Leben gegenüber. Den Schreibstil habe ich als klar und leicht empfunden, mit feinem Humor und ohne viel Pathos. Wie schon gesagt, ein Buch der leisen Töne, das es dennoch versteht, Emotionen zu wecken. Am Ende bleibt vieles offen, was vielleicht nicht jedem Leser gefällt. Aber dennoch fühlte sich die Geschichte für mich nicht unfertig an, denn jeder Charakter hat seine ganz eigene Reise erlebt, mit seinem ganz eigenen persönlichen Wachstum. Fazit: In meinen Augen hat Durian Sukegawa ein Buch geschrieben, das sich leise, still und heimlich ins Herz stiehlt. Drei ganz unterschiedliche Menschen, die alle eine Leere in ihrem Leben haben, treffen sich rein zufällig und finden in einander eine Familie: der gescheiterte Schriftsteller Sentaro, die weise alte Tokue und Wakana, das ernsthafte Schulmädchen. Obwohl der Autor die Geschichte ruhig und schnörkellos erzählt, fand ich sie hochspannend und bewegend.

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Wunderschön und sehr leise!
von Monika Schulte aus Hagen am 15.03.2016

„Kirschblüten und rote Bohnen“ - ein Roman über eine ganz ungewöhnliche, ja außergewöhnliche Freundschaft. Sentaro verrichtet seine Arbeit im Imbiss. So wirklich befriedigend ist die Arbeit für ihn nicht. Sein großer Traum war es, einmal ein bekannter Schriftsteller zu werden. Doch dann landete er im Gefängnis. Die alte Witwe... „Kirschblüten und rote Bohnen“ - ein Roman über eine ganz ungewöhnliche, ja außergewöhnliche Freundschaft. Sentaro verrichtet seine Arbeit im Imbiss. So wirklich befriedigend ist die Arbeit für ihn nicht. Sein großer Traum war es, einmal ein bekannter Schriftsteller zu werden. Doch dann landete er im Gefängnis. Die alte Witwe und ihr Mann haben ihm eine neue Chance gegeben. Seitdem arbeitet er in dem Imbiss seine Schulden ab, in dem er den ganzen Tag lang Dorayakis backt, gefüllte Pfannkuchen. Eines Tages steht die alte Tokue vor seinem Imbiss. Sie möchte ihm unbedingt helfen. Tokue kann eine Bohnenpaste kochen, wie es Sentaro noch nicht erlebt hat. Kann er die alte vom Leben gezeichnete Frau wirklich bei ihm arbeiten lassen? Was werden die Leute sagen? Das Geschäft läuft auf einmal ausgezeichnet und alsbald wird die Schülerin Wakana zur Stammkundin, ein Mädchen, das aus sogenannten schwierigen Verhältnissen stammt. Die drei sehr unterschiedlichen Menschen schließen Freundschaft. Eine sehr ungewöhnliche, ja außergewöhnliche Freundschaft, doch auf einmal bleiben die Kunden aus. „Kirschblüten und rote Bohnen“ - ein kleines, ganz, ganz leises Buch über eine Freundschaft, die von den Menschen nicht gerne gesehen wird. Eine Geschichte über Menschen, über deren Schicksale, über Freundschaft und über Vorurteile. Eine kleine Geschichte, die nachdenklich macht und doch leicht ist wie Kirschblüten im Frühlingswind. Ein Lesevergnügen der Extraklasse.

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