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Klack

Roman

(2)
Verliebt in die kleine Italienerin von nebenan – ein Roman aus dem Wirtschaftswunderland
Die Agfa Clack hat alles dokumentiert: Bilder aus dem Jahr, in dem für den Bürgersohn Markus in der norddeutschen Provinz alles anders wurde – weil Clarissa aus Apulien in sein Leben trat. Klaus Modick erzählt unterhaltsam, detailgetreu und farbecht, wie es sich angefühlt hat, zwischen Mauerbau und Kubakrise verliebt zu sein.Markus hat es eigentlich gut. Auch seine Familie hat teil am westdeutschen Wirtschaftswunder, man kann sich wieder etwas gönnen, sogar ein Fernseher ist angeschafft worden – und doch hat er zu leiden: an der tyrannischen Großmutter, den immergleichen Kriegserzählungen des Vaters, den autoritären Lehrern am Gymnasium, vor allem aber an unerwiderten Gefühlen. Mit dem Auftauchen der Tinottis kommt Bewegung in sein Leben. Die italienische Familie zieht nebenan ein und eröffnet eine Eisdiele. Markus ist aber vor allem fasziniert von Clarissa. Während in Berlin die Mauer gebaut wird und seine Oma im Garten einen Zaun ziehen lässt, um vor den Spaghettifressern sicher zu sein, erprobt Markus Strategien der Annäherung und greift sogar zur Gitarre.Mit Lust am Detail, großer erzählerischer Kraft und viel Humor fängt Klaus Modick die Stimmung einer entscheidenden Phase der bundesdeutschen Geschichte ein. Im Westen geht es aufwärts, während der Osten sich einmauert, und plötzlich steht die Welt am atomaren Abgrund. Und mittendrin Markus, der sich nichts sehnlicher wünscht als den ersten Kuss, und der mit seiner Kamera die Momente festhält, die das Leben ausmachen.
»Modick schreibt Literatur mit jener spezifischen Leichtigkeit, die in Deutschland einen schweren Stand hat.« Neue Zürcher Zeitung
Rezension
»Modick beschreibt das kleinbürgerliche, engstirnige Nachkriegsmilieu wunderbar anschaulich und mit sehr viel stillem Humor. [...] ein Stimmungspanorama, das auch später Geborenen den Geist der Zeit nahebringt.«
Portrait
Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger und arbeitete danach u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach zahlreichen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis und dem Rheingau Literaturpreis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo. Sein Roman »Konzert ohne Dichter« erschien im Frühjahr 2015 und wurde schnell zum Bestseller.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 224, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.02.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783462306835
Verlag EBook by Kiepenheuer&Witsch
eBook (ePUB)
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„Wirtschaftswunder Deutschland und unerwiderte Gefühle“

Heidi Wosnitza, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Markus gewinnt als 15jähriger auf der Osterkirmes einen Agfa Clack Fotoapparat. Er macht bei jeder Gelegenheit Bilder und das " Klack" der Kamera zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Es sind Kindheitserinnerungen, das Durchlaufen der Pubertät geprägt von Auseinandersetzungen mit Elternhaus und Schule. Die Aufmüpfigkeit der Markus gewinnt als 15jähriger auf der Osterkirmes einen Agfa Clack Fotoapparat. Er macht bei jeder Gelegenheit Bilder und das " Klack" der Kamera zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Es sind Kindheitserinnerungen, das Durchlaufen der Pubertät geprägt von Auseinandersetzungen mit Elternhaus und Schule. Die Aufmüpfigkeit der jungen Menschen in den 60-und 70er sind mir wegen meines Alters gut bekannt. Umso größer war meine Leselust, weil ich vieles wiedererkannte. Es ist ganz wunderbar geschrieben und spiegelt das Leben im Wirtschaftswunderland Deutschland spannend, humorvoll und erinnerungsreich wieder.

„Marina, Marina, Marina“

Ingo Roza, Thalia-Buchhandlung Velbert

Klaus Modick ist nun einmal einer der Größten und begleitet mich nun mein gesamtes Buchhändlerdasein, und ich seine Bücher. Was bleibt mir, als auch sein neues, kleines Buch zu preisen?
Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht nochten, aber es gab eine Zeit, in der man mit einem Telefon telefonierte und mit einem Fotoapparat
Klaus Modick ist nun einmal einer der Größten und begleitet mich nun mein gesamtes Buchhändlerdasein, und ich seine Bücher. Was bleibt mir, als auch sein neues, kleines Buch zu preisen?
Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht nochten, aber es gab eine Zeit, in der man mit einem Telefon telefonierte und mit einem Fotoapparat fotografierte. So ein Fotoapparat war die Agfa-Klack, und die machte Fotografien auf Papier, und die lagen dann überall herum und letztendlich in Kartons auf dem Dachboden. Und dort findet man sie irgendwann wieder, und diese Fotografien erzählen einem vergessene Geschichten von vergessenen Menschen, vergessenen Geschehnissen, vergessenen Zeiten. Und die füllen dann -nicht mehr & nicht weniger - diesen wundervollen, kleinen Roman.

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim

Humorvolle Momentaufnahmen aus dem Deutschland der 60er Jahre als die ersten italienischen Gastarbeiter ein wenig mediterranes Lebensgefühlt mit zu uns brachten.Schön erzählt! Humorvolle Momentaufnahmen aus dem Deutschland der 60er Jahre als die ersten italienischen Gastarbeiter ein wenig mediterranes Lebensgefühlt mit zu uns brachten.Schön erzählt!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein leichter Roman, eine Zeitreise in das Jahr 1962, Mauerbau, Sturmflut, die erste Liebe, das Halstuch und alles aufgenommen in Bildern der Alpha Klack. Herrlich



Ein leichter Roman, eine Zeitreise in das Jahr 1962, Mauerbau, Sturmflut, die erste Liebe, das Halstuch und alles aufgenommen in Bildern der Alpha Klack. Herrlich



„Höchst amüsant!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Dieser Roman ist ein herrlich vergnügliches Erinnerungs-Potpourri aus der Nachkriegszeit der fünfziger und sechziger Jahre! Ausgelöst durch das Betrachten der Fotos, die Markus damals mit der auf einem Rummel gewonnenen Agfa Clack festgehalten hat. Mitreißend, höchst amüsant und voller Musik-Ohrwürmer! Dieser Roman ist ein herrlich vergnügliches Erinnerungs-Potpourri aus der Nachkriegszeit der fünfziger und sechziger Jahre! Ausgelöst durch das Betrachten der Fotos, die Markus damals mit der auf einem Rummel gewonnenen Agfa Clack festgehalten hat. Mitreißend, höchst amüsant und voller Musik-Ohrwürmer!

„Kennen Sie noch die Agfa Clack?“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Von 1954 bis 1965 produzierte die Firma Agfa ihre sogenannte Box-Kamera Clack. Der Name war Programm, denn das Geräusch, das die Kamera beim Auslösen machte, war „Klack“! Und da eine Agfa Clack eine große Bedeutung in dem neuen Buch von Klaus Modick spielt, hat er dem Buch diesen Titel gegeben.

Ich habe Ihnen von Klaus Modick vor
Von 1954 bis 1965 produzierte die Firma Agfa ihre sogenannte Box-Kamera Clack. Der Name war Programm, denn das Geräusch, das die Kamera beim Auslösen machte, war „Klack“! Und da eine Agfa Clack eine große Bedeutung in dem neuen Buch von Klaus Modick spielt, hat er dem Buch diesen Titel gegeben.

Ich habe Ihnen von Klaus Modick vor nicht langer Zeit den Roman „Sunset“ vorgestellt, welcher mir sehr gut gefallen hatte. Als jetzt das neue Buch von ihm angekündigt wurde, interessierte es mich natürlich auch wieder. Sehr erstaunlich für mich war, dass dieses Buch komplett anders ist. In „Sunset“ erzählte er eine Geschichte, die sich mit Lion Feuchtwanger und Bert Brecht beschäftigte, in seinem neuen Roman erzählt er eine Geschichte aus der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders.

Die Hauptperson ist Markus. Der Roman beginnt damit, dass der Ich-Erzähler nach einem Gewitterschaden auf dem Dachboden einen Karton mit alten Fotos entdeckt. Und dann versinkt er in den Erinnerungen und erzählt uns die Geschichten, die sich hinter den 15 Bilder verbergen. Die Kamera hat er per Zufall auf einer Tombola auf einem Jahrmarkt 1961 gewonnen als er 15 Jahre alt war. Und die Bilder erzählen die Geschichte aus 2 Jahren, der Zeit, wo er sich das erste Mal verliebt hat. In Deutschland geht es wieder aufwärts, trotzdem ist der 2. Weltkrieg noch nicht vergessen. Markus lebt mit seinen Eltern und seiner älteren Schwester zusammen im Haus der Großmutter mütterlicherseits. Der bereits verstorbene Großvater war Richter, der Vater Soldat im 2. Weltkrieg und hat den Russland-Feldzug mitgemacht. Es ist eine Gesellschaft im Aufbruch. Markus Schwester wird langsam flügge, aber gerade die Großmutter ist extrem darauf bedacht, dass alles seinen ordentlichen, geregelten Gang geht. Sie hat in der Familie das Sagen. Was sollen die Nachbarn sonst denken. Markus entdeckt langsam die Mädchen und damit auch die Sexualität für sich. Dies wird besonders problematisch, als im Nachbarhaus plötzlich eine italienische Familie einzieht, die ausgerechnet eine Tochter in Markus Alter hat. Die Großmutter ist entsetzt und versucht alles, um ihre Familie von diesen Ausländern fernzuhalten.

Es sind herrlich, mit viel Humor erzählte Erinnerungen an diese Zeit. Die ersten Gastarbeiter kommen nach Deutschland, werden aber von den Deutschen nicht immer herzlich willkommen geheißen. Es ist die Hochzeit von Elvis Presley und Horst Buchholz, und die Halbstarken versuchen sich von ihren spießigen Eltern abzusetzen. Klaus Modick erzählt herrlich unterhaltsam, würzt seine Geschichte mit Songtexten und Reklamesprüchen aus dieser Zeit, aber auch mit aktuellen Themen wie z.B. dem Mauerbau oder der großen Flut. Jedes Foto wird eingeführt von einem leicht philosophischen Text, der sich mit der Erinnerung auseinandersetzt.

Dieses Buch ist speziell für all diejenigen interessant, die sich an diese Zeit noch gerne zurückerinnern. Mich hat dieser Roman sehr an die herrlichen Bücher von Gernot Gricksch und Gerhard Henschel erinnert, die ich Ihnen ebenfalls bereits an dieser Stelle empfohlen habe.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Box 620 Agfa Clack
von Jarmila Kesseler aus Mannheim am 08.03.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Buch "Klack" ist nach dem "Klackgeräusch" der Kamera Box 620 Agfa Clack benannt. Das Buch beginnt damit, wie ein Sturm einen Ziegel vom Dach gerissen hat und Klaus - damit die Dachdecker besser arbeiten können - den Dachboden freiräumt und einen Karton findet mit Fotos, alten Kindheitserinnerungen, die er... Das Buch "Klack" ist nach dem "Klackgeräusch" der Kamera Box 620 Agfa Clack benannt. Das Buch beginnt damit, wie ein Sturm einen Ziegel vom Dach gerissen hat und Klaus - damit die Dachdecker besser arbeiten können - den Dachboden freiräumt und einen Karton findet mit Fotos, alten Kindheitserinnerungen, die er damals mit seiner Kamera, die er an einer Losbude gewonnen hatte, geschossen hatte. Jedes Kapitel des Buches handelt von einem Foto und beschreibt dieses, was seinerzeit mit der Agfa Clack festgehalten wurde. Jeweils ein Kapitel seines Lebens in Erinnerungen schwelgend und eben fotografiert. Die dazu passenden Fotos, sieht man in diesem Buch nicht, muss man sich einfach vorstellen. Das Buch ist in verschiedenen Personen verfasst. Es schreibt nur ein Schreiber, aber er wechselt in seiner Schreibweise. Bsp. "Erst als ich ihr trimuphierend mit der Kamera zuwinkte, sah sie mich, wusste aber wohl im ersten Moment gar nicht, was sie von diesem Auftritt halten sollte." (1. Person) "Jahre später, du bist längst erwachsen und hast die Liebe erlebt, liest du in einem Buch den Satz, die wahren Lieben unseres Lebens seinen die unerreichbaren, unerfüllten." (2. Person) "Der König der musikalische Aufsässigkeit war Elvis Presley, dessen Hüftwackeln zu Unzucht animiert." (3. Person) Auch ich schwelge beim Lesen mit in Erinnerungen: Ja ja, die Zeiten als man auf der Krimes "Wilde Maus" oder die "Raupenbahn" fuhr. Ja ja, die Zeiten als noch Filmrollen in Fotoapparaten eingelegt werden und mussten und ja ja, die Zeiten als man für 5 Mark sich noch einen Tag lang amüsieren konnte .... Das Buch hat mich sehr berührt und persönlich angesprochen. Es war angenehm zu lesen und keineswegs langweilig! Evtl. eher ein Buch für die Genreation der 1960er Jahre, so wie ich es bin.

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1 0
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Kurzweilige Rückkehr in eine Kindheit und Jugend anhand der Momentaufnahmen mit der AGFA Klack-Kamera. Pointiert und unterhaltsam bringt Modick das Foto als Aufhänger in den Fokus.

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0 0
Es war einmal
von einer Kundin/einem Kunden am 12.10.2015
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Mit sehr viel Vergnügen habe ich die Erinnerungen von Markus verfolgt,vielleicht weil ich zur gleichen Zeit groß geworden bin. Auf der Osterkirmes gewinnt der 15 jährige Markus eine Kamera ,die "Agfa Clack".Er hält von nun an alle, für ihn wichtigen Ereignisse, im Bild fest. Jetzt, Jahre später, findet er die Kamera... Mit sehr viel Vergnügen habe ich die Erinnerungen von Markus verfolgt,vielleicht weil ich zur gleichen Zeit groß geworden bin. Auf der Osterkirmes gewinnt der 15 jährige Markus eine Kamera ,die "Agfa Clack".Er hält von nun an alle, für ihn wichtigen Ereignisse, im Bild fest. Jetzt, Jahre später, findet er die Kamera beim Aufräumen des Speichers,zusammen mit Fotos und anderen Relikten aus seiner Jugendzeit. Markus wächst in der norddeutschen Provinz zusammen mit der älteren Schwester Hanna,seinen Eltern und der Großmutter auf. Während er mit den ersten Problemen der Pubertät kämpft,geht in seiner Familie alles den gewohnten Gang.Sein Vater lebt von den Kriegserinnerungen,die Großmutter tyrannisiert die Familie und Hanna macht dem jüngeren Bruder das Leben schwer.Sein Leben ändert sich,als die italienische Familie Tinotti in dem kleinen Ort eine Eisdiele eröffnet. Er verliebt sich in Clarissa ,die seine Liebe aber nicht erwidert. Der Autor schildert auf sehr eindrigliche Weise die Höhen und Tiefen dieser unerfüllten Liebe .Auch die politische Situation( Mauerbau,Kubakrise,)wird beleuchtet. Besonders gut gefiel mir ,daß der Autor sich auch der Jugendsprache von damals bediente.Was heute "geil und krass"ist ,war früher "dufte und knorke".Diese Worte sind aus dem heutigen Sprachgebrauch vollständig verschwunden.Auch die alten Schlagertexte weckten bei mir viele Erinnerungen. Das einzige Manko in meinen Augen war ,daß man nichts über das spätere Leben des Protagonisten erfährt. Buchtitel: Klack

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0 0
ein Stück Zeitgeschichte ganz persönlich vorgetragen
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Wir schreiben das Jahr 1961, das Wirtschaftswunder in Westdeutschland, in Berlin: der Mauerbau und der Beginn des Aufrüstens und des kalten Krieges. Hier wächst der 14jährige Markus mit seiner älteren Schwester Hanna, den Eltern und der Großmutter im beschaulichen Norddeutschland auf. Auf dem Ostermarkt gewinnt er einen Fotoapparat, den... Wir schreiben das Jahr 1961, das Wirtschaftswunder in Westdeutschland, in Berlin: der Mauerbau und der Beginn des Aufrüstens und des kalten Krieges. Hier wächst der 14jährige Markus mit seiner älteren Schwester Hanna, den Eltern und der Großmutter im beschaulichen Norddeutschland auf. Auf dem Ostermarkt gewinnt er einen Fotoapparat, den Agfa Clack. Fortan macht er damit Bilder. Jahrzehnte später findet er beim Freiräumen des Dachbodens diese Bilder und plötzlich fällt ihm alles wieder ein…Jeder Kapitel beginnt mit einer kurzen Einführung in das Bild und nahezu philosophischen Gedanken. Dann erzählt Markus die Geschichte rund um das Bild und damit auch aus seinem Alltag. Es handelt sich um eine durchaus repräsentative Familie. Gehobener Mittelstand, Verwandte in der Ostzone, was natürlich zu politischen Diskussionen führen muss und ein im zweiten Weltkrieg gefallener Onkel. Eingebettet in seine ganz persönliche Geschichte geschieht Weltgeschichte wie die große Sturmflut von 1962 und der Bau der Mauer. Solch eine Mauer errichtet auch Markus Oma im Garten, diese gegen die neuen Nachbarn, eine italienische Familie. In Clarissa, der Nachbarstochter, findet Markus seine erste große, leider unerfüllte, Liebe. Ein Stück Zeitgeschichte ganz persönlich und humorvoll vorgetragen, atmosphärisch dicht geschrieben war es einfach ein pures Lesevergnügen. Wer weiß heute schon noch was ein „Gröfaz“, „Beffchen“, Nyltesthemden, ein „Hunterfünfundsiebziger“ und ein „Persilschein“ sind. Die Generation 50+ wird sich an die eigene Jugend erinnern und wie man zusammen Francis Durbiridge „Das Halstuch“ guckte, während die Städte wie ausgestorben waren. Für alle jüngeren Leser vermittelt es nachvollziehbar das Lebensgefühl jener Zeit. Meine Empfehlung: ein absolut lesenswertes Buch!

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Pubertät und Wirtschaftswunder
von Zabou1964 aus Krefeld am 03.03.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch eine Leseprobe. Da mich die Wirtschaftswunderjahre schon immer fasziniert haben und ich mich, obwohl ich erst 1964 zur Welt gekommen bin, doch noch an einiges erinnern kann, hat mich der Roman interessiert. Das Cover zeigt ein altes Foto von einem Liebespaar,... Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch eine Leseprobe. Da mich die Wirtschaftswunderjahre schon immer fasziniert haben und ich mich, obwohl ich erst 1964 zur Welt gekommen bin, doch noch an einiges erinnern kann, hat mich der Roman interessiert. Das Cover zeigt ein altes Foto von einem Liebespaar, das neben einem alten Mercedes im Gras liegt. Das hat zwar nicht direkt etwas mit der Geschichte zu tun, ist aber sehr ansprechend. Dieser Roman spielt in den Jahren 1961 und 1962 in der norddeutschen Provinz. Klaus ist 15 Jahre alt, lebt mit seinen Eltern, seiner drei Jahre älteren Schwester und seiner Oma in einem Haus. Im Nachbarhaus, dem „Schandfleck“, zieht eine italienische Familie ein. Und ab diesem Tag ist nicht mehr, wie es war. Klaus entflammt in jugendlicher Liebe zu Clarissa, der 15-jährigen Tochter der Tinottis. Er versucht alles, um ihr Herz zu gewinnen. Aber seine Eltern und erst recht seine Großmutter wollen mit den „Spaghettifressern“ nichts zu tun haben, verbieten ihm gar den Umgang mit ihnen. Beim Aufräumen des Dachbodens entdeckt der Icherzähler einen Karton mit alten Fotos und schwelgt in Erinnerungen. Zu jedem der Fotos gibt es ein Kapitel im Buch. Der Autor beschreibt nicht nur die Gefühle des pubertierenden Markus sondern auch die wirtschaftliche und politische Situation zu dieser Zeit. Mauerbau, Angst vor einem Atomkrieg, die Kubakrise und natürlich die ersten Gastarbeiter und das Verhältnis zu ihnen finden Erwähnung. Die Erzählweise ist humorvoll und zeigt die Nöte, in denen sich Markus wegen seiner Schwärmerei zur hübschen Italienerin befindet. Ich musste sehr oft schmunzeln. Besonders die kleinen Details, wie z. B. die Beschreibung der Musik und der Kinofilme der Zeit, haben mir sehr gut gefallen. Fazit: Eine Reise in die Wirtschaftswunderjahre der BRD, die mich ausgezeichnet unterhalten hat.

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Klack - ein Erinnerungsreigen
von mrs-lucky am 23.02.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dieser Roman hat mir die Augen geöffnet – besser als jeder Erziehungsratgeber habe ich durch diese Geschichten einen Eindruck davon bekommen, was im Kopf eines pubertierenden Jungen vor sich geht, und warum halt manchmal nichts mehr geht. Aber der Reihe nach: Markus findet beim Aufräumen des Dachbodens seine alte „Agfa... Dieser Roman hat mir die Augen geöffnet – besser als jeder Erziehungsratgeber habe ich durch diese Geschichten einen Eindruck davon bekommen, was im Kopf eines pubertierenden Jungen vor sich geht, und warum halt manchmal nichts mehr geht. Aber der Reihe nach: Markus findet beim Aufräumen des Dachbodens seine alte „Agfa Klack“ nebst dazugehörenden Abzügen wieder. 1961 hat er diesen Fotoapparat auf dem Jahrmarkt gewonnen, die Ereignisse aus dem darauf folgenden Jahr hat Markus längst vergessen, die Fotos rufen jedoch alte Erinnerungen hervor. In jedem Kapitel greift sich Markus eines der alten Schwarz-Weiß-Fotos und beschreibt kurz Motiv und Aufnahmesituation. Danach folgt die damit verbundene Erinnerung, wobei die Ereignisse eines guten Jahres chronologisch nach gezeichnet werden. Der Leser nimmt auf diese Weise Anteil an den Erlebnissen, Gedanken und Nöten von Markus, der mitten in der Pubertät steckt und gerade das erste Mal verliebt ist – ausgerechnet in die Tochter der italienischen Nachbarn! Markus Erzählungen reflektieren die Spießigkeit seines gutbürgerlichen Elternhauses und den Umgang der Nachkriegsgesellschaft mit einschneidenden politischen Veränderungen wie dem Mauerbau oder der Kubakrise. Markus ist in einem Alter, in dem er Bemerkungen seiner Familie nicht kommentiert sondern auf eher naive Art wieder gibt. Der Autor bedient sich dabei einer sehr ausgefeilten nuancierten Sprache, die eingestreuten Werbe- und Schlagertexte verleihen den einzelnen Szenen eine besondere Lebendigkeit und nehmen den Leser mit auf eine Zeitreise. Zwar bin ich erst einige Jahre später geboren worden, dennoch deckeln sich meine Erfahrungen in vielen Situationen mit denen Markus, die Tanzstunden, gemeinsame Mittagessen am Sonntag mit Rouladen und Stachelbeerkompott, das war auch zu meiner Zeit nicht anders. Dies war mal wieder ein Buch, bei dem ich meinen Mann an einigen Passagen unbedingt teilhaben lassen und sie ihm vorlesen musste, das passiert mir nicht oft!

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Erinnerungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Osterwald am 31.05.2016
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Markus findet auf dem Dachboden seines Elternhauses eine alte Schachtel mit Fotos, die er mit einer gewonnenen Kamera "Agfa Klack" Anfang der 1960er Jahre geschossen hat. Diese rufen viele Erinnerungen an eine für ihn aufregende Zeit wach. Er war zu dem Zeitpunkt 15 und lebte mit seiner älteren Schwester,... Markus findet auf dem Dachboden seines Elternhauses eine alte Schachtel mit Fotos, die er mit einer gewonnenen Kamera "Agfa Klack" Anfang der 1960er Jahre geschossen hat. Diese rufen viele Erinnerungen an eine für ihn aufregende Zeit wach. Er war zu dem Zeitpunkt 15 und lebte mit seiner älteren Schwester, seinen Eltern und seiner Großmutter in eben diesem Haus. In dieser Zeit zwischen Wirtschaftswunder und kaltem Krieg erlebt er seine erste - unerwiderte - Liebe. In das Nachbarhaus, allgemein nur als Schandfleck tituliert, zieht eine italienische Familie mit einer schönen Tochter, Clarissa, ein. Leider ist die Toleranz einiger Mitbürger gegenüber Ausländern sehr begrenzt, so dass hier von "Spaghettifressern" die Rede ist, und die Großmutter versucht, sich mit allen Mitteln gegen die neuen Nachbarn abzugrenzen. In diesem Buch wird das Lebensgefühl und die Aufbruchstimmung dieser Zeit sehr schön festgehalten. Die Angst vor einem Atomkrieg ist allgegenwärtig, aber auch die lockere westliche Lebensart setzt sich langsam, zum Verdruss vieler ältere Zeitgenossen durch. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die sich jeweils auf einzelne Fotos beziehen, das find ich sehr übersichtlich und auch originell. Die Geschichte ist flüssig aus Sicht und in der Sprache Markus´ geschrieben. Sie ist sehr unterhaltsam zu lesen!

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Eine Zeitreise in Bildern
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Nach vielen Jahren findet Markus beim Aufräumen die Bilder seiner Jugendzeit: Damals hatte er eine Agfa Clack geschenkt bekommen, mit der er anschließend viele Fotos geschossen hat. Die Bilder aus der Vergangenheit lassen die Erinnerungen jener Zeit wieder hochkommen, der Zeit des Wirtschaftswunders zwischen Mauerbau und Kubakrise und Markus‘... Nach vielen Jahren findet Markus beim Aufräumen die Bilder seiner Jugendzeit: Damals hatte er eine Agfa Clack geschenkt bekommen, mit der er anschließend viele Fotos geschossen hat. Die Bilder aus der Vergangenheit lassen die Erinnerungen jener Zeit wieder hochkommen, der Zeit des Wirtschaftswunders zwischen Mauerbau und Kubakrise und Markus‘ Träumen vom ersten Kuss und der Liebe zu Clarissa. Sehr pointiert beschreibt Klaus Modick Markus‘ Jugendzeit, die Träume und Gedanken des damaligen Jugendlichen. Die Bilder der alten Kamera beschwören ein ganz besonderes Flair herauf, man sieht sie vor sich, die Versuche der Familie Tinotti, neben der Eisdiele ein eigenes Leben in ihrer neugewählten Heimat aufzubauen, Markus‘ Werben um Clarissa, seine Kabbeleien mit seiner älteren Schwester… Die Idee zu diesem Buch gefällt mir sehr gut. Es ist, als ob man selbst alte Bilder wieder findet und Erinnerungen aufbeschwört, die plötzlich wieder ganz real sind, als erlebte man sie gerade erneut. Jedes einzelne Bild wird zunächst beschrieben, danach wird die Geschichte dazu erzählt. Dadurch kann sich der Leser bestens in die beschriebene Zeit einfinden wie auch in Markus‘ Leben als Jugendlicher. Klaus Modick lädt ein zu einer ganz besonderen Zeitreise. Die einzelnen Bilder setzen sich zusammen zu einem Kaleidoskop, das die geschilderte Zeit sehr realgetreu auferstehen lässt. Das Büchlein liest sich mit seinen gut 200 Seiten fast wie nebenher, der Schreibstil ist sehr angenehm. Es brauchte ein paar Kapitel, bis ich das Grundgerüst des Buches nachvollziehen konnte und die einzelnen Bilder auf dem Weg zu einem großen Ganzen sehen konnte. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich sowohl die einzelnen Bilder auf mich wirken lassen wie auch sie als Teil einer größeren Geschichte zu genießen. Eine ganz besondere Empfehlung von mir!

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Klack
von raschke64 aus Dresden am 14.10.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Westdeutschland Anfang der 1960er Jahre. Der Schüler Markus gewinnt auf dem Rummel eine Kamera und knipst ab und zu ein Bild. Viele Jahre später beim Aufräumen findet er die alte Kamera und erinnert sich Bild für Bild an die damalige Zeit. An die Schule und die Auseinandersetzungen mit den... Westdeutschland Anfang der 1960er Jahre. Der Schüler Markus gewinnt auf dem Rummel eine Kamera und knipst ab und zu ein Bild. Viele Jahre später beim Aufräumen findet er die alte Kamera und erinnert sich Bild für Bild an die damalige Zeit. An die Schule und die Auseinandersetzungen mit den Eltern und der Oma, die noch sehr viel althergebrachtes Gedankengut mit sich herumträgt und jedem Ausländer mehr als skeptisch gegenübersteht. Und dann zieht auch noch eine italienische Familie ins Nachbarhaus … und Markus verliebt sich in Clarissa, die etwa gleichaltrige Tochter. Das Buch ist in viele kleine Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel bezieht sich auf ein Foto und beginnt mit teilweise allgemeinen Erläuterungen bzw. philosophischen Gedanken, um dann in die konkreten Erinnerungen von Markus einzusteigen. So erlebt man sowohl die große Weltgeschichte wie auch die persönlichen Erlebnisse Heranwachsender in dieser Zeit. Untermalt ist das Ganze mit herrlichen Zitaten aus alten Schlagern. Mir hat das Buch gut gefallen. Der Wechsel von Vorspann in den Kapiteln zur eigentlichen Geschichte vermittelt persönliches wie auch allgemeines. Auch wenn man die Zeit nicht selbst erlebt hat, kann man sich gut hineinversetzen. Mich haben gerade die Schlager wirklich amüsiert. Und in vielem habe ich meine Eltern bzw. Großeltern wiedererkannt. Für mich ist das Buch ein gelungenes Zeitzeugnis – ohne zu langweilen, sondern gut zu unterhalten.

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Momentaufnahmen, die Erinnerungen wecken
von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 09.07.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Markus findet eher zufällig nach langer Zeit auf dem Dachboden einen Karton mit alten Fotos wieder. Beim Betrachten dieser Bilder , vor vielen Jahren mit der auf einem Jahrmarkt gewonnenen " Agfa Klack " aufgenommen, werden längst verschüttet geglaubte Erinnerungen an seine erste große Liebe wieder lebendig. Anfang der... Markus findet eher zufällig nach langer Zeit auf dem Dachboden einen Karton mit alten Fotos wieder. Beim Betrachten dieser Bilder , vor vielen Jahren mit der auf einem Jahrmarkt gewonnenen " Agfa Klack " aufgenommen, werden längst verschüttet geglaubte Erinnerungen an seine erste große Liebe wieder lebendig. Anfang der 60er Jahre, Markus war seinerzeit noch keine 16 Jahre alt, ziehen die Tinottis aus dem italienischen Apulien in die norddeutsche Provinz , in unmittelbarer Nachbarschaft zu Markus und seiner Familie . Markus lernt deren gleichaltrige Tochter Clarissa kennen und sein Herz fliegt ihr zu . Bild für Bild werden bittersüße Erinnerungen wach. Anschaulich und einfühlsam schildert der Autor diese erste erwachende, zarte Liebe des Hauptprotagonisten. Dabei gibt es zunächst immer erst eine detailgetreue, aber relativ neutrale Beschreibung des jeweiligen Fotos, an die sich anschließend die sehr subjektiven, in Ich-Form erzählten Erinnerungen von Markus anknüpfen. Diese behutsame Liebesgeschichte ist eingebettet in die Zeit des sog. Wirtschaftwunders, des Mauerbaus , der Schrecken der Kubakrise und der Gastarbeiter. So wird dem / der LeserIn auch noch auf unterhaltsame Art und Weise ein Stück Zeitgeschichte ins Gedächtnis gerufen. Dies ist sicher besonders ansprechend für diejenigen, die eben in dieser Zeit aufgewachsen sind. Insgesamt bedient sich der Autor hier einer Sprache mit eher unaufgeregten, leisen Tönen, verbunden mit einer Spur Heiterkeit, Nostalgie und auch Wehmut. Noch besser abgerundet wäre das Ganze in meinen Augen gewesen , wenn auch die beschriebenen Fotos abgebildet worden wären . Alles in allem ist " Klack" für mich ein schöner, ansprechender Roman , der durchaus dazu anregen kann, eigene Erinnerungen hervorzuholen.

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Klack
von Michelangelo aus Schleswig-Holstein am 08.06.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

In alten Kartons ruhen Bücher, Fotos und andere Vermächtnisse einer vergangenen Jugend. Nach einem Sturm, der das Dach leckschlug, findet Markus diesen Schatz wieder und seine Reise in die Vergangenheit beginnt…..Das beste Stück ist eine alte Kamera, eine Agfa Klack, gewonnen auf einem Ostermarkt, mit der viele Fotos entstanden.... In alten Kartons ruhen Bücher, Fotos und andere Vermächtnisse einer vergangenen Jugend. Nach einem Sturm, der das Dach leckschlug, findet Markus diesen Schatz wieder und seine Reise in die Vergangenheit beginnt…..Das beste Stück ist eine alte Kamera, eine Agfa Klack, gewonnen auf einem Ostermarkt, mit der viele Fotos entstanden. Anhand von 15 Bildern, eingebettet in 15 Geschichten, entführt uns Klaus Modick in die Zeit des Wirtschaftswunders, des Mauerbaus und der Kuba-Krise und lässt uns auf diese Weise am Leben des damals 15 -jährigen Markus teilhaben, dessen Gedanken sich um Schlager und die Italienerin Clarissa kreisen, in die er sich verliebt hat. Man bekommt einen guten Eindruck von der damaligen Zeit- vom Aufschwung, aber auch der Angst vor einem Atomschlag- vom Bemühen der Erwachsenen den Krieg zu vergessen und ein normales Leben zu führen , aber auch von den Vorurteilen die im allgemeinen gegenüber den Gastarbeitern vorherrschten, weil man sich mit dem Anderssein der Anderen irgendwie nicht anfreunden wollte oder konnte, bzw. aus den Kriegswirren schmerzhafte Erlebnisse zu verarbeiten hatte….. Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen .Die Lektüre hat mir viel Freude bereitet und auch so einige Erinnerungen bei mir geweckt. Erfrischend wirkten die eingefügten Werbesprüche ,Slogans und Liedtexte, die ich auch heute noch erinnere, als wären sie gestern gewesen… Es ist eine empfehlenswerte Lektüre für Jung und Alt, für zwischendurch und zur Entspannung, aber auch zum Nachempfinden und Erinnern wie es früher so gewesen ist…..

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Erinnerungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 29.03.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Alte Fotos sind Schatzkästen der Erinnerung. Sie zeigen ein Bild, und wenn man die Aufnahme selbst gemacht hat, spielt sich im Kopf ganz großes Kino ab. Ja,so eine Aufnahme erinnert an viel mehr - man versinkt in einer abgelebten Zeit und wundert sich, was alles wieder auftaucht.... Klaus Modick... Alte Fotos sind Schatzkästen der Erinnerung. Sie zeigen ein Bild, und wenn man die Aufnahme selbst gemacht hat, spielt sich im Kopf ganz großes Kino ab. Ja,so eine Aufnahme erinnert an viel mehr - man versinkt in einer abgelebten Zeit und wundert sich, was alles wieder auftaucht.... Klaus Modick vermittelt uns anhand alter , auf dem Dachboden gefundener Agfa Clack Bilder die ganz persönlichen Erinnerungen eines Jungen aus der deutschen Wirtschaftswunderzeit. Ein Buch für alle, die diese Zeit des Umbruchs kennen und für alle, die im Herzen jung sind. Nach der Lektüre, vielleicht auch schon zwischendurch bekommen Sie bestimmt Lust, die eigenen, in Schubladen und Bleckkisten vergessenen Erinnerungsschätze zu suchen.

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Fast vergessene Jugend im Sucher
von melange aus Bonn am 17.03.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Zum Inhalt: Der Ich-Erzähler Markus findet eine Kiste mit Fotos auf dem Dachboden, die er als Jugendlicher zu Zeiten von Mauerbau und kaltem Krieg aufgenommen hat. Anhand dieser Fotografien erinnert er sich kapitelweise an seine Jugend zurück. Zum Cover: Vorder- und Rückseite sind von Schnappschüssen in dem typisch quadratischen Format... Zum Inhalt: Der Ich-Erzähler Markus findet eine Kiste mit Fotos auf dem Dachboden, die er als Jugendlicher zu Zeiten von Mauerbau und kaltem Krieg aufgenommen hat. Anhand dieser Fotografien erinnert er sich kapitelweise an seine Jugend zurück. Zum Cover: Vorder- und Rückseite sind von Schnappschüssen in dem typisch quadratischen Format geschmückt, welches aus den vergilbten Fotoalben der Großeltern bekannt ist. Mein Eindruck: Jedes Kapitel beginnt mit der Schilderung eines Fotos und den Erinnerungen Markus an den Moment der Aufnahme. Darauf folgt dann eine längere Erzählung rund um diese Episode. Obwohl es sich scheinbar um Stückwerk handelt - Schnappschüsse des Lebens - kristallisiert sich nach und nach die Story von Markus unerfüllter Liebe zur italienischen Nachbarstochter heraus. Einen besonderen Charme erlangt "Klack" dabei durch den Umstand, dass der Lesende sich nicht dem Zauber der Jugenderinnerungen entziehen kann, die mit viel Sinn für Humor und Augenzwinkern geschildert werden. Von einer Figur erzählt, die absolut lebensecht in einem stimmigen Umfeld agiert und den Vorurteilen und Rollenbildern ausgeliefert ist, die in den 60er Jahren üblich waren; köstlich besonders die linientreue DDR-Verwandtschaft und der "verdrehte" Onkel auf der spanischen Insel. Den einzigen Wermutstropfen stellte für mich die dauernden Schilderungen der Erregtheit des jugendlichen Helden dar: Selbst, wenn es der Teenager damals alles so empfand, finde ich es verwunderlich, dass sich der gesetzte Herr der heutigen Zeit bei fast jedem Foto auf diesen Aspekt "versteift". Fazit: Wundervolle Erinnerungen an die Zeit des Wirtschaftswunders, - mit kleinen Abzügen in der B-Note. 4 Sterne

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Pocketkamera
von POR am 06.03.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Mit der Agfa Clack kann man drei Entfernungen einstellen. Markus gewinnt am Ostermarkt diese Kamera und dokumentiert damit einen Abschnitt seines Lebens. Schon sein erstes Foto macht aus ihm einen Gewinner. Die Schwester in Begleitung von Halbstarken ist ein Druckmittel, das er gleich ausspielt. Obgleich er die falsche... Mit der Agfa Clack kann man drei Entfernungen einstellen. Markus gewinnt am Ostermarkt diese Kamera und dokumentiert damit einen Abschnitt seines Lebens. Schon sein erstes Foto macht aus ihm einen Gewinner. Die Schwester in Begleitung von Halbstarken ist ein Druckmittel, das er gleich ausspielt. Obgleich er die falsche Einstellung getroffen hat und das Bild nicht scharf ist. Seine Fotos dokumentieren den Alltag der 60iger, als in Deutschland in Berlin eine Mauer gebaut wird und die ersten Schwärmereien für die italienische Nachbarstochter Clarissa die Nächte schlaflos machen. Klaus Modick greift hier in die Erinnerungskiste und schafft es den Alltag des Jungen recht plastisch darzustellen. Die Interessen sind Musik und Mädchen, der Erfolg recht spärlich. Geschickt stellt er die großen Ereignisse der Weltpolitik den kleinen im eigenen Garten entgegen. Als die italienische Nachbarsfamilie einzieht schützt sich die Großmutter vor diesen durch den Bau einer Mauer. Ihr Sohn ist im Krieg in Italien gestorben und diesen Menschen kann sie nicht trauen. Letztlich wird aber auch die Mauer wieder abgerissen. In echt und in den Seelen der Familienmitglieder. Die einzelnen Kapitel beziehen sich jeweils auf ein Foto. Wobei das Foto selbst immer die Erinnerung an eine Stimmung, einen Ort oder eine konkrete Begebenheit auslöst. Zwischen dem Erzähler und dem Leser entsteht eine Vertrautheit, da der Autor seine geheimen Gedanken offenlegt. Das Foto wird zum Auslöser einer Reise in die Vergangenheit. Chronologisch wird ein Film Bild für Bild aufgearbeitet und damit eine Geschichte von Freude, Liebe (bleibt unerwidert) und Angst (Atombombe) erzählt. Die Erzählung geht über die dokumentierte Situation hinaus. Sie spiegelt die Erinnerung durch die Filter der Erfahrung des Alters. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es war als würde man in seine Vergangenheit zurückkehren.

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