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Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp

Kriminalroman

(2)
Als im Wallfahrtsort Maria Schmolln eine junge Frau ermordet wird, ist wieder einmal Kräuterrosis Spürsinn gefragt. Die detektivische Kräuterhexe legt Pflanzenbüschel und Schmalzsalbe zur Seite und macht sich mit Klosterschwester Klara auf die Suche nach der Wahrheit. Doch während die Dorfbewohner und Kirchenleute mauern, geschieht ein Unglück nach dem anderen – und Rosi ahnt nicht, wie sehr ihr eigenes Leben in Gefahr ist.
Portrait
Doris Fürk-Hochradl wurde 1981 in Braunau am Inn geboren. Sie lebt mit ihrer Familie in Eggelsberg, arbeitet als Lehrerin an einer Grundschule und schreibt seit gut fünf Jahren Regionalkrimis und Jugendbücher. Sie malt, musiziert und kocht mit Leidenschaft, und auch die Kräuterheilkunde ist ihr nicht fremd.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 19.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95451-986-6
Verlag Emons Verlag
Maße (L/B/H) 203/134/25 mm
Gewicht 310
Buch (Taschenbuch)
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Kräuterrosi, Bumshüttensepp und das im Kloster
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 03.12.2016

Ich hatte schon mit „Kräuterrosi, ledig, sucht, …“ so eine Fetzengaudi, dass ich mich riesig auf ihren zweiten Fall gefreut habe. Die Autorin hat mich nicht enttäuscht, ihr ist ein wirklich überzeugender zweiter Teil ihrer liebenswerten Kräuterhexe mit Detektivsinn gelungen. Rosis neuer Lebenspartner, der ehemalige Bordellbetreiber Bumshüttensepp, soll groß im... Ich hatte schon mit „Kräuterrosi, ledig, sucht, …“ so eine Fetzengaudi, dass ich mich riesig auf ihren zweiten Fall gefreut habe. Die Autorin hat mich nicht enttäuscht, ihr ist ein wirklich überzeugender zweiter Teil ihrer liebenswerten Kräuterhexe mit Detektivsinn gelungen. Rosis neuer Lebenspartner, der ehemalige Bordellbetreiber Bumshüttensepp, soll groß im Fernsehen heraus kommen. „Pimp my Puff“, das neue Format, das noch am Bildschirm gefehlt hat, soll er machen, aber das ist nichts für Rosi. Die beschließt stattdessen ein paar ruhige Tage bei ihrer Freundin Klara im Kloster zu verbringen. Doch aus ruhig wird natürlich nichts, denn kaum angekommen, liegt auch schon eine bestialisch zugerichtete Frauenleiche direkt vor der Kirche. Wer hat Pflegerin Milena so übel zugerichtet, ihr eine Babypuppe auf den Bauch gelegt und an den Pilgerbrunnen „Kindsmörderin“ und „Hure“ gepinselt. Ganz klar, dass Rosi jetzt keine Ruhe mehr gibt, bis die Wahrheit ans Licht gezerrt ist, denn schließlich gilt bei ihr: „ Gut, dass ihr mich habt. (…) Ich Rosi dreiundsechzig, mit angeborener Schnüffelnase und erworbenem Helfersyndrom gebe nicht auf.“ Im zweiten Fall hat der Krimi an sich mehr Gewicht gewonnen und die Autorin gibt einem wirklich genug zum Grübeln und Kombinieren. Wer könnte der Täter sein, Boris, der Pater, bei dem man sich nicht sicher sein kann, ob das noch Religion, oder schon Sekte ist, was er veranstaltet, jemand, der keine ehemaligen Prostituierten im Ort haben wollte oder gar eine durchgeknallte Heimbewohnerin, die mit Wahnvorstellungen überall den Belzebub Kindermörderinnen holen sieht? Je tiefer Rosi ihre Schnüffelnase steckt, desto mehr überraschende Puzzleteilchen kommen hinzu und ich hatte zwar irgendwann einen Verdacht, lag auch mit einem kleinen Teil meiner Vermutungen richtig, aber die Autorin, hat mich trotz allem mit ihrem Finale noch einmal so richtig überrascht. Der Schreibstil liest sich locker, leicht und ich bin fast durch die Seiten geflogen. Man darf herrlich viel schmunzeln, sei es durch witzige Szenen oder durch schlagfertige und gelungene Dialoge. Da kann von Rosi schon mal kommen „In meinem Alter darf man einfach nur zum Spaß“ oder ein aufbrausender Reporter bekommt den Namen „Humpelmann“ verpasst. Die Autorin beschreibt super anschaulich und so konnte ich mir von übel zugerichtete Leiche, über ein abgefahrenes Engelszimmer, bis hin dazu, wie ihr Sepp unter der Dusche sein Medley trällert, alles wirklich bildlich vorstellen. Gut gefallen mir auch ihre zahlreichen tollen Vergleiche, da ist schon einmal etwas „bitter wie Lebertran“, eine Meinung „so viel wert, wie der Dünnschiss meiner Kuh“ oder Klara hat den „Teint eines halben rohen Palatschinkens“. Gut gelingt Doris Fürk-Hochradl auch Emotionen aufzubauen und den Leser durch Sympathien und Antipathien gekonnt an der Nase herum zu führen. Wirklich grandios gezeichnet ist, wie sich die Atmosphäre im sonst so beschaulichem Wallfahrtsort Maria Schmolln immer mehr aufheizt. Alle Kirchenleute werden über einen Kamm geschoren und es wird wild geschimpft und gehetzt. Autos werden beschmiert, fremde Leute verjagt und der Tratsch schlägt derartige Wellen, sodass sogar die Fernsehteams anrollen, weil sie sich die große Story wittern. Rosi ist mir ja im letzten Teil schon so richtig ans Herz gewachsen und für mich war es wie ein Wiedersehen mit alten, lieb gewonnen Bekannten. Rosi hat kein bisschen von Humor oder Neugierde eingebüßt und ich hatte wieder einen riesen Spaß mit ihr. Ihr Bumshüttensepp und sie, da haben sich zwei gesucht und gefunden, die besser nicht zusammen passen könnten. Es ist nicht nur ihre Liebe zu spüren, sondern die beiden ticken auch in vielem ganz ähnlich. Mit von der Partie ist natürlich auch wieder ihr Schwiegersohn in spe, Kurt, der von der Dorfpolizei inzwischen zur Kripo aufgestiegen ist. Ohne ihn könnte sich Rosi sicher nicht so viele Alleingänge erlauben, schließlich ist sie fest davon überzeugt, dass er sie nicht einkasteln wird, auch wenn sie nicht immer den ganz legalen Weg geht. Auch die Nebendarsteller sind gelungen und originell, bei der herrischen Mutter Oberin Crescentia angefangen, über Rosis Freundin Gitti, die leider oft redet, bevor sie den Kopf einschaltet, bis hin zu Sohnemann Raphael, der die Ermittlungen natürlich auch wieder mit Internetrecherchen unterstützen muss. Erwähnen muss ich auch Traudi, weil die gute Frau mich mit ihren Vorurteilen und ihrem bösen Gerede fast an die Zimmerdecke gebracht hat. Wie schon im ersten Teil, tragen die Kapitel Überschriften, die schon zu Beginn neugierig machen. Glücklicherweise ebenfalls erhalten geblieben sind die vorangestellten Hausmitteltipps zu allerlei Leiden, schließlich heißt sie ja auch nicht umsonst Kräuterrosi. Ich habe nach dem Lesen auf jeden Fall die leise Hoffnung, dass mir ihre Tipps zur Rauchentwöhnung helfen könnten. Da Rosi ja in Maria Schmolln weilt, kommen bis auf zwei Neugierige samt einem Minischwein mit Verstopfung leider dieses Mal keine Patienten zu ihr, vielleicht dafür nächstes Mal wieder mehr. Alles in allem ein Krimi, der mit sympathischen, originellen Charakteren, einem spannenden Fall und ganz viel Humor punkten kann und deshalb von mir auf jeden Fall 5 Sterne bekommt.

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Kräuterrosi und ihr Bumshüttensepp
von nellsche am 05.12.2016

Rosi will für ein paar Tage ihre Freundin Klara, eine Klosterschwester, im Wallfahrtsort Maria Schmolln besuchen. Als eine junge Frau brutal ermordet aufgefunden wird, ist Rosis Spürsinn gefragt. Mit ihren detektivischen Fähigkeiten machen sie und Klara sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch während die Dorfbewohner und Kirchenleute... Rosi will für ein paar Tage ihre Freundin Klara, eine Klosterschwester, im Wallfahrtsort Maria Schmolln besuchen. Als eine junge Frau brutal ermordet aufgefunden wird, ist Rosis Spürsinn gefragt. Mit ihren detektivischen Fähigkeiten machen sie und Klara sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch während die Dorfbewohner und Kirchenleute mauern, geschieht ein Unglück nach dem anderen – und Rosi ahnt nicht, wie sehr ihr eigenes Leben in Gefahr ist. Der Schreibstil ist angenehm, so dass ich schnell in das Buch rein gefunden habe. Obwohl ich den ersten Band um die Kräuterrosi nicht kenne, hatte ich keine Probleme, denn alles wichtige wird erzählt. Das Buch ist in der Ich-Form aus Sicht von Rosi geschrieben. Dadurch gibt es einen guten Einblick in ihre Gedanken. Die Personen sind bildhaft beschrieben und ich konnte sie mir gut vorstellen. Rosi fand ich sympathisch. Sie ist Anfang Sechzig und mit dem Sepp liiert, einem ehemaligen Puffbesitzer. Dass sie sich wohl fühlt, merkt man deutlich, auch wenn sie ihren ersten Mann Horst wohl noch immer vermisst. Dass sie manchmal mit Horst redet fand ich total süß und passend. Was mir sehr gut gefiel, waren die Einleitungen zu jedem Kapitel. Dort sind jede Menge Kräuter- und Heilkundetipps zu finden, die man selbst sehr gut anwenden kann und die ich teilweise noch aus meiner Kindheit kenne. Der Plot um die ermordete Milena war für mich nicht durchschaubar, so dass ich richtig rätseln konnte und am Ende noch überrascht wurde. Das einzige, was mir gefehlt hat, waren Humor und Witz, denn das Buch wird als Schmunzelkrimi beschrieben. Da hätte ich einiges mehr erwartet und erhofft. Trotzdem fand ich das Buch wirklich lesenswert und vergebe daher vier Sterne.

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