Thalia.de

Küstenbrut

Küsten Krimi

(8)
An der Ostseeküste wird eine Galeristin ermordet aufgefunden. In ihrem Kalender taucht die Visitenkarte von Kunsthistoriker Richard Gruben auf. Obwohl die Nachricht darauf sehr persönlich ist, kann Gruben sich nicht an die Tote erinnern. Als Polizist Mulsow ihn bittet, sich in der Galerie des Mordopfers umzusehen, folgt er der Einladung - und gerät in einen vernichtenden Sog aus Gier, Schuld und Sühne . . .
Portrait
Anja Behn, geboren 1972 in Rostock, studierte Bauingenieurwesen und arbeitet in einer Rostocker Baufirma. Sie lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Mecklenburg. »Küstenbrut« ist der zweite Küsten Krimi mit Kunsthistoriker Richard Gruben.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 18.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95451-957-6
Reihe Küsten Krimi
Verlag Emons Verlag
Maße (L/B/H) 205/136/22 mm
Gewicht 293
Verkaufsrang 37.437
Buch (Taschenbuch)
10,90
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 45217438
    Saukatz
    von Kaspar Panizza
    (7)
    Buch
    9,99
  • 45217451
    Alles schläft, einer wacht!
    von Katrin Rodeit
    (8)
    Buch
    11,99
  • 11392256
    Die Therapie
    von Sebastian Fitzek
    (104)
    Buch
    9,99
  • 45230377
    Trümmerkind
    von Mechtild Borrmann
    (9)
    Buch
    19,99
  • 45278273
    Inspector Bradford sucht das Weite
    von Marion Griffiths-Karger
    Buch
    11,90
  • 45230312
    Ewiges Eis
    von Giles Blunt
    Buch
    9,99
  • 45321683
    Baumgartner kann nicht vergessen
    von Reinhard Kleindl
    (9)
    Buch
    12,95
  • 44342078
    Das Paket
    von Sebastian Fitzek
    (48)
    Buch
    19,99
  • 46882890
    Mörderbescherung
    von Eva Gründel
    Buch
    12,95
  • 44200750
    Miss Wattenmeer singt nicht mehr / Ostfriesen-Krimi Bd.3
    von Christiane Franke
    (6)
    Buch
    9,99
  • 44200441
    Vergeltung im Münzhaus / Adelina Burka Bd. 6
    von Petra Schier
    (22)
    Buch
    9,99
  • 46298667
    Konklave
    von Robert Harris
    (7)
    Buch
    21,99
  • 45288692
    Kalte Havel
    von Tim Pieper
    (9)
    Buch
    10,90
  • 42462681
    Passagier 23
    von Sebastian Fitzek
    (23)
    Buch
    9,99
  • 43891696
    Der Prinzessinnenmörder
    von Andreas Föhr
    Buch
    6,66
  • 45030181
    Weißwurstconnection / Franz Eberhofer Bd.8
    von Rita Falk
    (8)
    Buch
    15,90
  • 45312950
    Im Wald / Oliver von Bodenstein Bd.8
    von Nele Neuhaus
    (128)
    Buch
    22,00
  • 45244169
    Die Entscheidung
    von Charlotte Link
    (20)
    Buch
    22,99
  • 45230325
    Himmelhorn / Kommissar Kluftinger Bd.9
    von Volker Klüpfel
    (6)
    Buch
    19,99
  • 45228571
    Das Joshua-Profil
    von Sebastian Fitzek
    (1)
    Buch
    10,90

Kundenbewertungen


Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
8
0
0
0
0

spannende Geschichte, Geheimnisse und Familiendramen werden aufgedeckt, sympathischer Protagonist
von janaka aus Rendsburg am 27.10.2016

*Inhalt* Der Anruf von Polizist Bert Mulsow kommt dem Kunsthistoriker Richard Gruben gerade recht. Nach einem Hörsturz kann er eine Pause gut vertragen. Mulsow hat bei einer Leiche die Visitenkarte von Gruben gefunden, drauf steht eine sehr persönliche Nachricht. Gruben kann sich aber absolut nicht an diese Frau erinnern, Dana... *Inhalt* Der Anruf von Polizist Bert Mulsow kommt dem Kunsthistoriker Richard Gruben gerade recht. Nach einem Hörsturz kann er eine Pause gut vertragen. Mulsow hat bei einer Leiche die Visitenkarte von Gruben gefunden, drauf steht eine sehr persönliche Nachricht. Gruben kann sich aber absolut nicht an diese Frau erinnern, Dana Wolff wollte in Niederwieck eine Galerie eröffnen. Mulsow bittet seinen Freund zu kommen und den Nachlass des Opfers zu sichten. An dem malerischen Ort an der Ostsee angekommen, gerät er in einen Sog aus Macht und Gier, Lug und Betrug… *Cover* Das Cover ist eine Augenweide, ich liebe die Wildheit des Meeres und diese Wellen, die sich nicht unterkriegen lassen, einfach genial. *Meine Meinung* "Küstenbrut" von Anja Behn ist der zweite Fall um den Kunsthistoriker Richard Gruben und auch wenn es mein erstes Buch der Autorin ist, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Der Prolog beginnt gleich düster und spannend. Die Angst und die Hilfslosigkeit des Opfers Dana Wolff ist sehr authentisch beschrieben worden. Mir lief es eiskalt den Rücken runter. Die Spannung ist die ganze Zeit präsent und die Frage nach dem Täter beschäftig mich die ganze Zeit. Was hat Dana angestellt, dass sie so enden musste? Der Fall ist gut aufgebaut und man kann als Leser sehr gut mit raten. Erst zum Ende hin, wird klar, warum und weshalb Dana sterben musste und alle Fragen werden schlüssig beantwortet. Der Schreibstil von Anja Behn liest sich leicht und flüssig, lebendig und bildhaft, mein Kopfkino ist gleich gestartet. Richard Gruben ist ein sehr sympathischer Mann, mit seiner besonnenen Art ermittelt er in diesem Fall und löst ein Geheimnis nach dem anderen. Lena, Danas Tochter ist mir gleich ans Herz gewachsen und ich möchte sie am liebsten in den Arm nehmen und sie trösten. Ihr innerer Druck ist so groß, dass sie sich ritzt. Solche Reaktionen auf Stress sind immer wieder erschreckend für mich. Aber auch die anderen Charaktere sind lebendig und mit Ecken und Kanten ins Leben gerufen worden. So sind auch Menschen beschrieben worden, die mich echt wütend gemacht haben, wie z.B. Alex. Sie behandelt ihre Mitmenschen wie Marionetten und lässt sie nach ihrer Pfeife tanzen. Erwähnen möchte ich auch noch die schönen und detaillierten Landschaftsbeschreibungen, ich bin mit durch den Ort gewandert und habe auch die Meeresluft genießen können. In diesem Krimi wird deutlich gezeigt, was Habgier, Feigheit und Schuld aus Menschen machen kann. *Fazit* Dieser spannende Krimi hat mir schöne Lesestunden bereitet und ich kann ihn bedenkenlos jeden Krimi-Fan empfehlen. Der erste Band ist bereits auf meiner Wunschliste, darauf freue ich mich schon. "Küstenbrut" hat seine 5 Sterne verdient!!!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Alte Schuld und späte Rache
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 08.10.2016

Im Kalender einer ermordeten Galeristin wird die Visitenkarte des Kunsthistorikers Professor Richard Gruben gefunden. Der örtliche Polizist Bert Mulsow kennt Gruben schon aus einer anderen Ermittlung und nutzt die Verbindung, Gruben an die Ostsee einzuladen um eine Einschätzung der Galerie und Kunstwerke vorzunehmen – auf dem kleinen Dienstweg sozusagen. Gruben,... Im Kalender einer ermordeten Galeristin wird die Visitenkarte des Kunsthistorikers Professor Richard Gruben gefunden. Der örtliche Polizist Bert Mulsow kennt Gruben schon aus einer anderen Ermittlung und nutzt die Verbindung, Gruben an die Ostsee einzuladen um eine Einschätzung der Galerie und Kunstwerke vorzunehmen – auf dem kleinen Dienstweg sozusagen. Gruben, der im Augenblick in einer persönlichen Krise steckt, nimmt dieses Angebot gerne wahr, vor allem, da er sich nicht erklären kann, wie die Tote in den Besitz seiner Karte mit einer recht persönlichen Mitteilung kam. Aber schneller als ihm lieb ist, wird er in den undurchsichtigen Fall hinein gezogen. Die Galerie eine Rumpelkammer mit wertlosem Touristenkitsch, ein Erdbeerbaron, der das Dorf Niederwiek fast völlig beherrscht, Intrigen und menschliche Abgründe tun sich auf. Auch wenn dies der zweite Band um Richard Gruben ist, macht es überhaupt keine Schwierigkeiten, ohne Vorkenntnisse einzusteigen. Der Fall ist schlüssig aufgebaut, der clever konstruierte Plot lädt zum Spurensuchen und Miträtseln ein. Dabei wird die Geschichte umso spannender, je weiter Gruben in die Vergangenheit eintaucht. Die tollen Charaktere und die ausbalancierte Biografien der Protagonisten haben mir besonders gefallen. Die Geschichte entwickelt einen besonderen emotionalen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Angenehm dosiert war das Lokalkolorit, schöne Landschaftsbeschreibungen, die Ostseeküste mit ihrem besonderen Licht und ein paar Schrullen der Küstenbewohner rundeten das Buch ab. Wieder einmal ein Krimi-Highlight aus dem Emons Verlag.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
"Gier, Schuld und Sühne"
von einer Kundin/einem Kunden aus Magdeburg am 08.10.2016

Es handelt sich um den zweiten Fall für den Kunsthistoriker Richard Gruben und den Polizisten Bert Mulsow. Den ersten Band kenne ich noch nicht, er liegt noch auf meinem SUB, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tat. Das Cover ist ein echter Hingucker, ich fühle mich sofort an die Ostsee... Es handelt sich um den zweiten Fall für den Kunsthistoriker Richard Gruben und den Polizisten Bert Mulsow. Den ersten Band kenne ich noch nicht, er liegt noch auf meinem SUB, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tat. Das Cover ist ein echter Hingucker, ich fühle mich sofort an die Ostsee versetzt. Anja Behn schreibt einen sehr gut lesbaren Stil und versteht es, das Kopfkino in Gang zu setzen, das gilt sowohl für die Landschaft als auch für die Protagonisten, die sehr lebendig beschrieben werden. Einige Charaktere sind undurchschaubar und scheinen Geheimnisse zu verbergen. Warum findet Mulsow die Visitenkarte in den Unterlagen? Welche Ziele verfolgt Alex, die stille Teilhaberin? Auch die Familie von Roden und der "Erdbeerbaron" Lapitz sind sehr undurchsichtig. Die Autorin gibt Hinweise, legt Spuren und lässt den Leser lange rätseln, wer die Galeristin ermordet hat und warum. Anja Behn gelingt es, die Spannung bis zum Schluss hochzuhalten. Grandios! Fazit: Ein gut durchdachter und bis zum Schluss spannender Krimi, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Skrupellose Habgier
von einer Kundin/einem Kunden aus Borken am 06.10.2016

Ein spannender und clever konzipierter Regionalkrimi von der Ostseeküste. Der Kunsthistoriker Richard Gruben wird von seinem Freund, dem Polizisten Mulsow, an die Ostseeküste gerufen, um ihn bei der Aufklärung zu einem rätselhaften Tod einer Galeristin behilflich zu sein. Obwohl Richard der Name des Opfers nichts sagt, wird bei ihr seine... Ein spannender und clever konzipierter Regionalkrimi von der Ostseeküste. Der Kunsthistoriker Richard Gruben wird von seinem Freund, dem Polizisten Mulsow, an die Ostseeküste gerufen, um ihn bei der Aufklärung zu einem rätselhaften Tod einer Galeristin behilflich zu sein. Obwohl Richard der Name des Opfers nichts sagt, wird bei ihr seine Visitenkarte gefunden. Es stellt sich heraus, dass eine Freundin der Toten ein flüchtig Bekannte von Richard ist. Er will nun dazu beitragen Licht ins Dunkel zu bringen, da die vermeintliche Eröffnung einer Galerie scheinbar niemals wirklich ins Auge gefasst wurde. Warum sollte dann Richard als anerkannter Kunsthistoriker hinzugezogen werden? Könnten als Motiv des Mordes wertvolle Grafiken des verstorbenen Künstlers Halford in Frage kommen? Oder führen die Ermittlungen noch in ganz andere Richtungen? Anja Behn hat mit "Küstenbrut" einen spannenden und sehr durchdachten Regionalkrimi geschrieben. Der Hauptprotagonist Richard Gruben hat mit seiner ruhigen und besonnenen Art schnell viele Sympathiepunkte sammeln können. Der lebendige und bildreiche Schreibstil von Anja Behn hat mir hervorragend gefallen und mich an die Geschichte gefesselt. Die Autorin hat schon direkt im Prolog einen Spannungsbogen gespannt, den sie auch über die gesamte Länge des Buches aufrechterhalten kann. Immer wieder gibt sie dem Leser im Verlauf der Geschichte die Möglichkeit eigene Überlegungen bezüglich des Tathergangs und den Hintergründen anzustellen, um ihn dann mit der Auflösung der clever aufgebauten Story zu überraschen. Dies ist der zweite Band um den sympathischen Kunsthistoriker und ich hoffe, das noch mehrere folgen werden. Insgesamt hat mir "Küstenbrut" richtig gut gefallen und ein paar spannende Lesestunden bereitet. Ich kann das Buch ruhigen Gewissens weiterempfehlen und bewerte es mit vollen 5 von 5 Sternen!!!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Spannend bis zur letzten Seite
von peedee am 06.10.2016

Richard Gruben, Band 2: Dana Wolff, die eine Kunstgalerie in Niederwiek eröffnen wollte, wurde vergewaltigt und danach ermordet. Bei ihren Sachen wird eine Visitenkarte mit einer persönlichen Nachricht von Richard Gruben, Kunsthistoriker, gefunden. Polizist Bert Mulsow bittet Richard, sich in der Galerie umzusehen. Richard kannte Dana Wolff nicht; woher... Richard Gruben, Band 2: Dana Wolff, die eine Kunstgalerie in Niederwiek eröffnen wollte, wurde vergewaltigt und danach ermordet. Bei ihren Sachen wird eine Visitenkarte mit einer persönlichen Nachricht von Richard Gruben, Kunsthistoriker, gefunden. Polizist Bert Mulsow bittet Richard, sich in der Galerie umzusehen. Richard kannte Dana Wolff nicht; woher hatte sie dann seine Visitenkarte mit der persönlichen Nachricht? Weswegen wollte sie ihn kontaktieren? Es werden definitiv keine gemütlichen Tage an der Ostsee… Erster Eindruck: Eine stürmische See, einzelne Stein-/Holzformationen trotzen dem Wetter; wiederum ein interessanter Titel (wie bereits bei Band 1). Dies ist Band 2 einer Reihe, wobei sich dieser Band auch ohne das Vorwissen von Band 1 lesen lässt. Allfällige Informationen bei Rückblenden werden gemacht. Aber ich empfehle auf jeden Fall, Band 1 „Stumme Wasser“ zu lesen – ich fand ihn toll. Der Prolog ist schon mal sehr eindrücklich. Gleich nach den ersten paar Seiten stellen sich die ersten Fragen: Was ist vor 15 Jahren passiert? Hat das Vergangene mit der Gegenwart etwas zu tun? Was hat der bereits vor Jahren verstorbene Künstler Thomas Halford mit dieser Geschichte zu tun? Richard und Bert sind mir ja bereits aus Band 1 bekannt. Richard handelt meist sehr besonnen. Aber in seinem Leben geht aktuell alles ein bisschen drunter und drüber: die Trennung von Charlotte und Sohn Henrik, sehr viel Arbeit, dann noch der Hörsturz mit Tinnitus… Bert ist einer, der sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt (was ja als Polizist auch von Vorteil ist). Mit dem Zwischenmenschlichen tut er sich manchmal etwas schwer. Lena, die 16-jährige Tochter von Dana, ist gar nicht gut auf ihre Mutter zu sprechen. Das Verhältnis war offenbar schon lange zerrüttet. Auch von ihrem Vater hat sie gar keine hohe Meinung. Ihre Mutter wollte partout von Berlin nach Niederwiek und Lena musste natürlich mit, weg von ihren Freunden. Sie steht unter immenser Anspannung, die sie nur durch Ritzen zu lindern weiss. Traurig. Habgier, Feigheit, Schuld sind nur einige Schlagworte für diesen Krimi. Der Autorin ist es meisterhaft gelungen, die Spannung konstant hochzuhalten. Es werden etliche Fährten gelegt und ich war fleissig am Rätseln, wer was und wieso getan haben könnte. Einmal mit der Lektüre begonnen, konnte ich fast nicht mehr aufhören. Die Situationen sind so gut beschrieben, dass man (leider) sehr gute Bilder – auch die grusligen und beklemmenden – vor Augen hat. Ein fulminanter Showdown – wow! Ich freue mich schon auf Band 3.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
HABGIER UND FEIGHEIT
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 04.10.2016

Dies ist bereits der zweite Fall für Kunsthistoriker Richard Gruben und Polizist Bert Mulsow, für mich war es der erste und wird mit Sicherheit nicht der letzte bleiben. Ich hatte grandiose Krimiunterhaltung. Es geht schon mit einem fesselnden Prolog los, eine Frau orientierungslos, irgendwo gefangen. Wenig später ist klar, dass... Dies ist bereits der zweite Fall für Kunsthistoriker Richard Gruben und Polizist Bert Mulsow, für mich war es der erste und wird mit Sicherheit nicht der letzte bleiben. Ich hatte grandiose Krimiunterhaltung. Es geht schon mit einem fesselnden Prolog los, eine Frau orientierungslos, irgendwo gefangen. Wenig später ist klar, dass es sich um die Galeristin Dana Wolff gehandelt haben muss, die man brutal erstochen aufgefunden hat. In den Unterlagen der Toten wurde die Visitenkarte von Kunsthistoriker Richard Gruben gefunden, der sich allerdings nicht an die Tote erinnern kann. Trotzdem bittet Polizist Bert Muslow Richard zu kommen um sich in der Galerie umzusehen. Wegen eines Tinnitus geplagt würde dem eine kleine Auszeit an der Ostsee gut tun, deshalb entschließt er sich seinem Bekannten den Gefallen zu tun, jedoch ohne zu ahnen auf was er sich da einlässt. Richard Gruben fühlt sich aufgrund einer Geschichte aus der Vergangenheit, die völlig daneben lief, verpflichtet der attraktiven Alexandra zu helfen, Danas Geheimnis auf die Spur zu kommen. Der Leser darf Richard auf seinen Ermittlungen, mit denen er gleichzeitig auch Bert Muslow zuarbeitet, begleiten. Durch Gespräche der beiden erfährt man auch immer wieder einige Details zu den polizeilichen Ermittlungen. Außerdem darf der Leser in die Köpfe einzelner blicken und das macht diesen Krimi zu einem wahren Rätselraten. Ungreifbare, nebulöse Charaktere, die scheinbar alle ein dunkles Geheimnis haben, unklare Verbindungen untereinander und ein Fall an sich mit einem drohenden Täter, der wieder zuschlagen wird, im Hinterkopf machen es einem schier unmöglich das Buch aus der Hand zu legen. Ich habe gebannt jede einzelne Seite verschlungen. Der Schreibstil der Autorin liest sich locker leicht und ich bin fast durch die Seiten geflogen. Sie versteht es den Leser regelrecht ans Buch zu fesseln. Stellenweise hatte ich richtig Gänsehaut, aber ab und an durfte ich auch schmunzeln, was mir gut gefallen hat. Richard Gruben, der schwer darunter leidet, dass er nach der Trennung von seiner Frau kein guter Vater mehr für Sohnemann Henrik sein kann, war mir von Anfang an äußerst sympathisch. Ich konnte mich prima in ihn hineinversetzen und super gut hat mir gefallen, dass er geschickt Nachforschungen anstellt, die aber nie auf illegalem Wege ablaufen. Er arbeitet Muslow zu, der mir ebenfalls von Anfang an gut gefallen hat, nicht nur weil er auch Spaß versteht. Neben den gelungen Ermittlern sind aber auch die übrigen Charaktere grandios erschaffen und gezeichnet. Scheinbar haben alle ein Geheimnis, sind undurchschaubar und das erhöht die Spannung immens. Danas Tochter, die sich ritzt weiß mehr, als sie zugeben will. Sie hat mir ganz oft leid getan. Super lieb ist ihre alte Patentante Erika Pohl, die als einzige so richtig zu leiden scheint. Alexandra Marks, die Teilhaberin der Galerie, spielt nicht mit offenen Karten, oder doch? Der despotische Erdbeerbaron Lapitz hat vor irgendetwas furchtbar Angst. Richard von Gruben, der arrogante Weiberheld, muss ein altes Geheimnis alleine weiter tragen. Und so könnte ich meine Aufzählung ewig weiterführen. Erwähnen möchte ich allerdings noch, dass ich mich nicht nur in einem Charakter getäuscht habe, weil es die Autorin versteht einen auf die falsche Fährte zu locken. Überzeugt hat mich auch die feine Prise an Regionalkolorit. Ohne dass die Krimihandlung an auch nur einer Stelle überlagert wird, fließen immer wieder Blicke auf die Ostsee mit ein. Es wird an der Promenade entlanggelaufen oder über den, in der Abendsonne rot leuchtenden, Strandhafer geschaut. Beim Essen kommen natürlich regionale Spezialitäten wie Dorsch mit Kartoffelkruste oder Birnensuppe auf den Tisch, die einen das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Alles in allem ein packender, psychologisch fein gesponnener Krimi vor der Kulisse der mecklenburgischen Ostsee, der mit sympathischen Ermittlern punkten kann und den ich nur empfehlen kann. Begeisterte fünf Sterne!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Die Angst geht um
von hasirasi2 aus Dresden am 18.09.2016

Die Ostseeküste ist eigentlich ein beschaulicher Ort, doch in Niederwiek geht die Angst um: Eine Frau wacht auf und bemerkt, dass sie nackt ist, gefesselt und nicht in ihrer Wohnung – und sie erkennt den Ort. Kurze Zeit später wird eben diese Frau, die Galeristin Dana Wolff, ermordet aufgefunden.... Die Ostseeküste ist eigentlich ein beschaulicher Ort, doch in Niederwiek geht die Angst um: Eine Frau wacht auf und bemerkt, dass sie nackt ist, gefesselt und nicht in ihrer Wohnung – und sie erkennt den Ort. Kurze Zeit später wird eben diese Frau, die Galeristin Dana Wolff, ermordet aufgefunden. In ihren Unterlagen findet der ermittelnde Polizist Bernd Mulsow die Visitenkarte seines Freundes Richard Gruben mit einer sehr persönlichen Widmung. Richard ist Kunsthistoriker, kann sich aber nicht an Dana erinnern. Trotzdem fährt er, auf Muslows Bitte hin, zu ihm und schaut sich in Danas Galerie um. Schnell ist klar, dass die Visitenkarte nicht für Dana war. Er kannte sie nicht. Aber woher hatte sie die dann und vor allem warum? Danas Tochter Lena weiß oder ahnt zumindest, weswegen diese sterben musste. Aber sie sagt dies weder der Polizei noch der Patentante ihrer Mutter, bei der sie jetzt wohnt. Stattdessen verstrickt sie sich immer mehr in Widersprüche, erstickt fast an ihrer nackten Überlebensangst und trägt sich mit Fluchtgedanken. Diese Gedanken sind neben den agierenden Ermittlern Mulsow und Gruben die Verbindung zu Anja Behns erstem Buch „Stumme Wasser“. Ihre Protagonisten sind getrieben von Angst und Schuld. Lena, weil sie um den Täter weiß. Gruben, weil auch sein neugeborener Sohn die Ehe nicht retten konnte und seine Frau ihn verlassen hat. Er wäre gern Vater, aber nicht Ehemann. Und dass seine Frau neben ihm auch gleich noch die Stadt verlassen hat, macht es ihm nicht gerade leichter. Er nutzt diese Auszeit vom Alltag, um über sein Leben zu sinnieren, zu sich selbst zu finden. Er ist zerrissen, von Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen geplagt. Dadurch verliert er den Fall immer wieder aus dem Auge, nimmt wichtige Hinweise zu spät wahr. Anja Behns Protagonisten sind „normale“ Menschen von nebenan, sehr authentisch, angetrieben von Angst, Zügellosigkeit, Rache, Wut und Gier. Die Ermittler sind kein CSI-Team, sondern ein Kunstexperte auf Selbstfindungskurs und ein mit dem Fall etwas überforderter Polizist. Aber beide sind echte Freunde, führen Männergespräche und wirken dadurch sehr realistisch. „Küstenbrut“ hat mir von Beginn an Gänsehaut beschert. Die Handlung ist unheimlich dicht und die Brutalität, mit welcher der Täter vorgeht, jagte mir Schauer über den Rücken. Das Buch ist im Gegensatz zu „Stumme Wasser“ definitiv nichts für schwache Nerven. Zum Ende hin musste mir meine Freundin sogar virtuell die Hand halten. Es ist sehr erschütternd und aufwühlend, für mich geht es schon fast in Richtung Thriller. Wobei ich dazu sagen muss, dass die Taten nicht wortwörtlich beschrieben werden, die Andeutungen sind anschaulich genug. Ich bin ja eher zartbesaitet und hätte vielleicht eine weniger brutale Inszenierung bevorzugt. Dafür war ist Atmosphäre sehr gut: die Angst (erst von Dana, dann von Lena) und die Ungewissheit der Ermittler werden sehr eindrucksvoll beschrieben. Ein weiterer Pluspunkt ist das Ostseeflair: ein Großteil der Handlung spielt auf einem Erdbeerhof – ich habe sofort die Parallele zum Marktführer erkannt ;-), dadurch kam auch gleich Urlaubsfeeling auf und man hatte die entsprechenden Bilder im Kopf. Und wie schon bei „Stumme Wasser“ habe ich auch hier bis zu Ende miträtseln können, wer denn der Täter ist und wie alles zusammenhängt. Meine vorherigen Vermutungen zerschlugen sich meist sofort wieder - extrem spannend. Mein Fazit: Obwohl mir „Küstenbrut“ stellenweise etwas zu hardcore war, würde ich jederzeit den nächsten Band mit Richard Gruben und Bernd Mulsow lesen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
Ein abscheulicher Frevel - Auge um Auge - Ein spannender Kriminalroman
von Nisnis aus Dortmund am 01.09.2016

Im kleinen Ort Niederwiek, an der deutschen Ostseeküste, wird die Leiche brutal ermordeten Galeristin Dana Wolff aufgefunden. Erste Spuren führen den Polizisten Bert Mulsow zu Kunsthistoriker Professor Richard Gruben, dessen Visitenkarte mit persönlicher Nachricht versehen, bei der Toten gefunden wird. Mulsow kontaktiert Gruben, doch dieser ist sich sicher, dass... Im kleinen Ort Niederwiek, an der deutschen Ostseeküste, wird die Leiche brutal ermordeten Galeristin Dana Wolff aufgefunden. Erste Spuren führen den Polizisten Bert Mulsow zu Kunsthistoriker Professor Richard Gruben, dessen Visitenkarte mit persönlicher Nachricht versehen, bei der Toten gefunden wird. Mulsow kontaktiert Gruben, doch dieser ist sich sicher, dass er die Tote nicht kennt. Da Mulsow und Gruben ein Jahr zuvor bereits gemeinsam einen Kriminalfall gelöst haben, bittet ihn Mulsow an die Küste, um die Bilder der Ermordeten zu begutachten. Professor Richard Gruben ahnt nicht, welch dramatische und unmenschliche Intrigen ihn erwarten. Die Autorin: Anja Behn, geboren 1972 in Rostock, studierte Bauingenieurwesen und arbeitet in einer Rostocker Baufirma. Sie lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Mecklenburg. Küstenbrut ist ihr zweiter Kriminalroman. Neugierig auf mehr? Auf meinem Blog Nisnis's Bücherliebe findet ihr ein Interview mit der Autorin aus Januar 2016. Reflektionen: Mit großer Freude habe ich den zweiten Kriminalroman der Autorin Anja Behn erwartet. Ihr Krimi-Debüt „Stumme Wasser“ hat mir sehr gut gefallen und deshalb war meine Erwartungshaltung gegenüber ihrem neuen Werk sehr hoch. So viel vorweg: Anja Behn hat es mit Leichtigkeit geschafft, mich erneut zu begeistern. Den sympathischen Kunsthistoriker Richard Gruben und den Polizisten Bert Muslow kannte ich bereits aus „Stumme Wasser“. Die beiden Figuren verloren kein Tröpfchen ihrer sympathischen Charaktereigenschaften. Die Figur Richard Gruben kam mir nun aber noch viel näher, da anfangs auch sein Privatleben maßvoll, aber noch intensiver, in die Geschichte einfloss. Nach der Geburt seines Sohnes kam es zur Trennung von seiner Frau Charlotte, die mit dem Baby in eine andere Stadt zog. Um als Vater für sein Kind da zu sein, pendelt Gruben. Doch der ständige Streit und zusätzlich der Alltagsstress lösen einen Hörsturz aus und folglich leidet er an einem Tinnitus. Im Verlauf der Handlung wundert man sich schon, dass Professor Gruben als Kunsthistoriker fast gänzlich ohne polizeiliche Unterstützung auskommt, als er einen Mord und weitere Verbrechen aufzuklären versucht, aber ich kann diese etwas unrealistische Vorgehensweise augenzwinkernd und mit Leichtigkeit akzeptieren. Meine Akzeptanz basiert auf eine rundherum harmonische Geschichte. Von Polizist Bert Mulsow hätte ich gern noch mehr gelesen, denn er erscheint ebenso sympathisch und kompetent wie Richard Gruben, aber er bleibt als Figur doch noch etwas blass. Die Geschichte spielt an der Ostseeküste Deutschlands in einem kleinen Ort. Entsprechend dramatisch wird die Ermordung der Galeristin Dana Wolff empfunden. Die Polizei vermutet zunächst einen brutalen Serienvergewaltiger, der die Menschen im Ort in Angst und Schrecken versetzt. Merkwürdig nur, dass die Visitenkarte Richard Grubens bei der Toten aufgefunden wird, auf der Gruben die Nachricht: „Du schuldest mir eine Nacht. Ruf mich an R.“ notiert hatte. Gruben kennt Dana nicht, aber es handelt sich definitiv um seine Handschrift. Zunächst tappen Mulsow und Gruben im Dunkeln, und dann tun sich im Umfeld der Toten Abgründe auf, die nur nach und nach ans Licht kommen. Einige der involvierten Figuren besitzen nachweislich ein Mordmotiv, doch die Handlung ist so verstrickt, dass sehr lange unklar bleibt, wer den Mord an Dana begangen hat. Meine eigenen Überlegungen, wer der Täter sein könnte, werden von der Autorin immer wieder mit geschickten Wendungen außer Betrieb gesetzt. Weitere Verbrechen Geschehen. Die Spannung knistert kontinuierlich. Außer dem Schein meiner Leselampe ist es dunkel. Ich höre plötzlich merkwürdige Geräusche, unsere Hündin hebt den Kopf, ich halte den Atem an und es läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Nein, es ist nichts. Aber, es hätte ja etwas sein können…! Danke Anja Behn, für dieses gruselige Gefühl! Ich mag die Schauplätze dieses Kriminalromans, die mir Anja Behn mit einem Hauch eines wunderbaren Ostsee Flairs näher bringt. Die Hauptprotagonisten sind intensiv und ausdrucksstark gezeichnet, aber sie bleiben trotzdem beabsichtigt undurchsichtig und geheimnisvoll. Nur häppchenweise gibt die Autorin die Charakterzüge der Figuren preis und so erscheinen deren Legenden rätselhaft, kriminell bis hin mysteriös. Als Leser kann ich mich kaum festlegen, welche Figur welches Verbrechen begangen haben könnte und dieser Umstand beschert mir sehr spannende Lesestunden im Krimi-Rätsel-Modus. Besonders gut dargestellt fand ich Danas hinterbliebene Tochter Lena. Das Mädchen im Teenageralter verschweigt etwas sehr gravierendes. Etwas abscheuliches und frevelhaftes hat Dana ihrer Tochter hinterlassen, doch diese schweigt auf Biegen und Brechen, auch noch als sie längst ernsthaft in Gefahr schwebt. Die inneren Konflikte des Mädchens haben mich mitunter auch sehr berührt und am liebsten hätte ich sie geschüttelt, damit sie endlich erzählt welche grausamen Geschehnisse ihr Leben so sehr belasten. In diesem Kriminalroman begeistern mich nicht nur die spannende Story oder die sorgfältig erschaffenen Figuren, sondern auch der gefestigte Schreibstil und der Ausdruck der Autorin. Vergleiche ich den Stil vom Debüt-Krimi „Stumme Wasser“ mit „Küstenbrut“, kann ich an dieser Stelle nur ein „Wow!“ von mir geben, denn man erkennt deutlich die angenehme, literarische Entwicklung der Autorin. Anja Behn geht noch mehr ins Detail, sie geht bis ins Kleine und sie verwebt die Perspektiven geschickt durch ihren anspruchsvollen Ausdruck. Dadurch erlebe ich den Krimi äußerst intensiv, so dass ich bis zur letzten Seite sehr gefesselt bin. Allen Lesern die sich nun fragen ob sie eventuell erst „Stumme Wasser“ lesen sollten, kann ich beruhigend versichern, dass man „Küstenbrut“ genießen kann, ohne den Vorgänger gelesen zu haben. Fazit und Bewertung: Küstenbrut ist ein sehr spannender und anspruchsvoll geschriebener Kriminalroman, den ich sehr gern empfehle. Man darf interessante Figuren und eine rundherum runde Geschichte erwarten, die fesselnd unterhält.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0

Wird oft zusammen gekauft

Küstenbrut

Küstenbrut

von Anja Behn

(8)
Buch
10,90
+
=
Stumme Wasser

Stumme Wasser

von Anja Behn

(3)
Buch
9,90
+
=

für

20,80

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen