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Lady Africa

Roman

(1)
Die Frau, die den Himmel bezwang.
Aufgewachsen als Tochter eines Lords im afrikanischen Busch, interessiert sich die junge Beryl nicht für Seidenkleider und Etikette. Dafür ist sie stark und mutig und hat von ihrem Vater alles über Pferde gelernt. Doch im britischen Protektorat – dem späteren Kenia – der vorigen Jahrhundertwende ist kein Platz für solch ein ungezähmtes Mädchen. Bis sie in Karen Blixen eine Seelenverwandte findet – und in deren Geliebtem, dem Flieger und Großwildjäger Denys Finch Hatton, das Abenteuer ihres Lebens.
Ein großes Afrika-Epos und die wahre Geschichte der Flugpionierin Beryl Markham, die als erste Frau den Atlantik überquerte.
»Paula McLain hat eine unglaubliche Gabe, Figuren zum Leben zu erwecken.« Jojo Moyes.
„Ein wunderbarer Schmöker.“ Anita Rohland, Der Tagesspiegel.

„Was für eine Frau!“ Saskia Stöcker, Freundin.
Portrait
Paula McLain studierte an der University of Michigan Kreatives Schreiben und lebte in den Künstlerkolonien Yaddo und MacDowell. Nach zwei Gedichtsammlungen und einem ersten Roman gelang ihr mit dem in 35 Sprachen übersetzten Roman „Madame Hemingway“ ein internationaler Bestseller. Paula McLain lebt mit ihrer Familie in Cleveland.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 19.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3245-2
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 191/116/37 mm
Gewicht 368
Originaltitel Circling the Sun
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 51.379
Buch (Taschenbuch)
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Beryl wächst als Tochter eines englischen Lords in Kenia auf, früh verlassen von der Mutter, die wieder nach England zurückgezogen ist, verläuft Beryls Kinder-und Jugendzeit wild und frei. Bis sie mit sechzehn den benachbarten Farmer heiratet, gerade zur selben Zeit, als die Farm ihres Vaters bankrott geht. Doch die Ehe ist unglücklich Beryl wächst als Tochter eines englischen Lords in Kenia auf, früh verlassen von der Mutter, die wieder nach England zurückgezogen ist, verläuft Beryls Kinder-und Jugendzeit wild und frei. Bis sie mit sechzehn den benachbarten Farmer heiratet, gerade zur selben Zeit, als die Farm ihres Vaters bankrott geht. Doch die Ehe ist unglücklich und Beryl strampelt sich daraus frei, arbeitet als Pferdetrainerin sehr erfolgreich und schert sich nicht im geringsten um Gerüchte und Etikette. In dieser Zeit lernt sie auch Karen Blixen kennen, mit der sie auf der gleichen Wellenlänge ist, und deren Geliebter, Denys Finch Hatton, der ihre große Liebe wird. Denys bringt sie auch zum Fliegen und so wird Beryl die erste Frau, die den Atlantik mit dem Flugzeug überquert.
Ein fesselnder und gleichzeitig berührender Roman aus der Zeit von Karen Blixens 'Jenseits von Afrika.

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Ein wunderbar farbenprächtiger Roman mit einer starken unabhängigen Heldin. Ganz nebenbei ein Wiedersehen mit den Hauptfiguren aus Jenseits von Afrika... Ein wunderbar farbenprächtiger Roman mit einer starken unabhängigen Heldin. Ganz nebenbei ein Wiedersehen mit den Hauptfiguren aus Jenseits von Afrika...

„Lady Africa“

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Paula McLain erzählt die spannende zugleich faszinierende Geschichte der unkonventionellen Beryl Markham, die als erste Frau 1936 mit einem Motorflugzeug den Atlantik überquert hat.
Beryl kam als kleines Mädchen mit ihrer Familie nach Ostafrika, dem späteren Kenia. Auf einer Farm bewirtschaftete ihr Vater Land und züchtete Pferde.
Paula McLain erzählt die spannende zugleich faszinierende Geschichte der unkonventionellen Beryl Markham, die als erste Frau 1936 mit einem Motorflugzeug den Atlantik überquert hat.
Beryl kam als kleines Mädchen mit ihrer Familie nach Ostafrika, dem späteren Kenia. Auf einer Farm bewirtschaftete ihr Vater Land und züchtete Pferde. Die Mutter verließ Vater und Tochter (erst 4-jährig), weil sie das einfache Leben in den Lehmhütten ohne fließend Wasser nicht ertragen konnte. Nach dem anfänglichen Schock von der Mutter zurückgelassen worden zu sein, wächst Beryl unbeschwert zwischen der Pferdezucht des Vaters und den Eingeborenen Kipsigis als junges Mädchen heran. Bald lässt sich die unkonventionelle Frau als erste weibliche Pferdetrainerin ausbilden. Beruflich erfolgreich kommt sie mit der engstirnigen Kolonialgesellschaft nicht zurecht. Zwei Ehen sind gescheitert, weil sie an die falschen Männer geraten ist. Dann begegnet sie Denys Finch Hatton und lernte die charismatische Karen Blixen kennen. Damit begann das große Abenteuer ihres Lebens…

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Beryl, Tochter eines englischen Lords, wächst in Afrika frei und ohne Zwänge auf. Sie heiratet früh und diese Ehe macht sie so unglücklich, dass sie sich immer mehr abwendet um ihr eigenes Leben zu leben. Ein Leben, das damals nur Männern zugestanden wurde, mit Liebschaften, einem Männerberuf, Pferdetrainerin und ein Männerhobby, das Beryl, Tochter eines englischen Lords, wächst in Afrika frei und ohne Zwänge auf. Sie heiratet früh und diese Ehe macht sie so unglücklich, dass sie sich immer mehr abwendet um ihr eigenes Leben zu leben. Ein Leben, das damals nur Männern zugestanden wurde, mit Liebschaften, einem Männerberuf, Pferdetrainerin und ein Männerhobby, das Fliegen.

Wie schon Madame Hemingway ist diese Romanbiographie wieder großartig geschrieben und sehr spannend. Afrika ist als Kulisse außergewöhnlich beschrieben und die Situation der Frauen Anfang des 20. Jh. so eindringlich dargeboten, dass die Lektüre einfach lehrreich ist und auch noch Spaß macht.

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„ein Leben voller Höhen und Tiefen...“

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Eigentlich ist sie die privilegierte Tochter eines englischen Lords, doch schert sie sich um keinerlei Konventionen und führt ein abenteuerliches ,skandalumwittertes Leben. Pferde sind Beryls Leidenschaft, später kommt die Fliegerei dazu . Mutig und selbstbewusst allen Spekulationen und Gerüchten um ihre Person zum Trotz geht sie ihren Eigentlich ist sie die privilegierte Tochter eines englischen Lords, doch schert sie sich um keinerlei Konventionen und führt ein abenteuerliches ,skandalumwittertes Leben. Pferde sind Beryls Leidenschaft, später kommt die Fliegerei dazu . Mutig und selbstbewusst allen Spekulationen und Gerüchten um ihre Person zum Trotz geht sie ihren Weg , - unglückliche Liebesaffären , interessante Freundschaften und Begegnungen begleiten ihre Lebensstationen und beflügeln ihren Freigeist ! Kompliziert ist ihre Beziehung zur Mutter, die sie verließ, als Beryl vier Jahre alt war und schwierig auch die Trennung von ihrem Sohn, der in England aufwuchs . Eine spannende geschriebene Romanbiographie mit vielen historisch belegten Persönlichkeiten, wie Tania Blixen oder der unvergessliche Denys Finch Hatton machen dieses Buch zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis, einfach großartig !

Anette Dingeldein, Thalia-Buchhandlung Varel

Paula McLain erzählt fesselnd das Leben einer nicht nur für ihre Zeit unkonventionellen Frau, Beryl Markham, aufgewachsen in Kenia, befreundet mit Karen Blixen und Flugpionierin. Paula McLain erzählt fesselnd das Leben einer nicht nur für ihre Zeit unkonventionellen Frau, Beryl Markham, aufgewachsen in Kenia, befreundet mit Karen Blixen und Flugpionierin.

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Spannender Roman über eine mutige, willensstarke Frau am Anfang des letzten Jahrhunderts in Afrika. Ein Muss für alles Fans von "Jenseits von Afrika". Spannender Roman über eine mutige, willensstarke Frau am Anfang des letzten Jahrhunderts in Afrika. Ein Muss für alles Fans von "Jenseits von Afrika".

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Romanbiografie, Dokumentation der Zeit und viele literarische Bezüge. Beryl Markham wächst in Afrika auf, zusammen mit Eingeborenen, wild und frei, wird man sie doch irgendwann in die Konventionen der Zeit pressen. Noch gerade rechtzeitig heiratet sie standesgemäß, bevor der Vater bankrott geht und die Farm verliert. Doch schnell stellt Romanbiografie, Dokumentation der Zeit und viele literarische Bezüge. Beryl Markham wächst in Afrika auf, zusammen mit Eingeborenen, wild und frei, wird man sie doch irgendwann in die Konventionen der Zeit pressen. Noch gerade rechtzeitig heiratet sie standesgemäß, bevor der Vater bankrott geht und die Farm verliert. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Ehe zwar standesgemäß aber nicht glücklich ist. Und so beginnt Beryl ihren Weg zu gehen: sie wird als erste Frau Pferdetrainerin, lernt Tania Blixen und Denys Finch Hatton (inklusive einer Affäre) kennen, heiratet erneut und wird am Ende die erste Frau, die von Europa nonstop nach Amerika fliegt.
McLain breitet die uns aus "Jenseits von Afrika" bekannte Zeit vor uns aus, wir treffen bekannte Personen und verstehen, dass vielleicht nur in Afrika so jemand wie Beryl entstehen konnte. Natürlich ist es eine Sicht aus den Augen der Weißen auf Afrika und dennoch ganz ungewöhnlich...

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Toll
von ChrisYo aus Lutherstadt Wittenberg am 27.09.2016

Beryl möchte es wagen mit ihrem Flugzeug einen Langstreckenflug zu unternehmen. Etwas, was eine Frau noch nie zuvor gewagt hat. Doch bereits zu Beginn geht einiges schief und während sie versucht ihr Flugzeug wieder unter Kontrolle zu bekommen, erinnert sie sich an ihre Kindheit und ihr Leben in Afrika... Beryl möchte es wagen mit ihrem Flugzeug einen Langstreckenflug zu unternehmen. Etwas, was eine Frau noch nie zuvor gewagt hat. Doch bereits zu Beginn geht einiges schief und während sie versucht ihr Flugzeug wieder unter Kontrolle zu bekommen, erinnert sie sich an ihre Kindheit und ihr Leben in Afrika zurück. Ein Leben, dass reich an Erfahrungen und Schicksalsschlägen war, aber auch so wundervoll, dass es wie aus einem Märchen scheint. Während sie ihre Kindheit ohne Mutter auf der Farm ihres Vaters verbracht hat, verkehrte sie mit den dort ansässigen Stamm und ging mit ihnen auf die Jagd, wurde von einem Löwen angegriffen und verstand es, sich gegen die Hauslehrer erfolgreich durchzusetzen. Während der Zeit auf der Farm ging sie stets ihrem Vater zur Hand und lernte das Handwerk im Umgang mit Pferden. Als schließlich die Farm vor dem Aus steht und ihr Vater weder ein noch aus weiß, beschließt Beryl den älteren Jock zu heiraten. Doch was traumhaft beginnt endet bald in einem großen Albtraum. Immer wieder erleidet Beryl Schicksalsschläge, aus denen sie sich versucht wieder heraus zu kämpfen. Und immer wieder gibt es einen Mann in ihrem Leben, dem sie hoffnungslos verfallen ist. Den Jäger und Flieger Denys, welcher eigentlich mit ihrer Freundin Karen liiert ist. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass es mich von der ersten Seite gefesselt hat. Die Schreibweise der Autorin ist einzigartig und sehr bildlich. Man lernt andere Kulturen kennen, aber kann sich auch ein gutes Bild von der Lebensweise der Kolonisten in Afrika machen. Man bekommt ein anderes Bild vermittelt, als das, was das steife England stets vermittelt. Man fiebert mit der Protagonistin mit, man leidet mit ihr. Man hält den Atem an und freut sich, wenn ihr etwas gutes widerfährt. Beryl in ihrer Art ist ein Charakter, der sich nichts sagen lässt, gern Freundschaften pflegt, mutig voran schreitet, niemals aufgibt und vor allem auch das Abenteuer sucht. Sie schreckt nicht davor zurück ihre Ehe zu beenden, schreckt nicht davor zurück Pferdetrainer zu werden oder sich gar auf andere Männer einzulassen. Doch ihre wahre Liebe scheint für stets unerreichbar zu sein. Denn Denys ist mit ihrer besten Freundin Karen liiert, was ihn jedoch nicht davon abhält eine Laison mit ihr zu beginnen. Eine Situation, die sie zunehmend in Schwierigkeiten bringt. Doch immer wieder beweist sie den Mut, ihren Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen, was ich sehr bewundernswert finde. Das Buch möchte ich allen empfehlen, die gute Romane mögen. Das Buch ist etwas für Leser, die starke weibliche Charaktere mögen und sich für Afrika und das Gefühl der Freiheit interessieren.

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"Über den Wolken muss die Freiheit grenzenlos sein..."
von einer Kundin/einem Kunden aus Herbstein am 02.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Grenzenlose Freiheit, wie im Lied von Reinhard Mey besungen, hat Beryl Markham als Kind erfahren, als sie unbeschwert auf der afrikanischen Farm ihres Vaters zwischen Rennpferden und den benachbarten Kipsigis-Jungen aufgewachsen ist. Als Heranwachsende bringen ihre Versuche, diese verlorengegangene Freiheit wiederzufinden, immer wieder in Konflikt mit den engen... Grenzenlose Freiheit, wie im Lied von Reinhard Mey besungen, hat Beryl Markham als Kind erfahren, als sie unbeschwert auf der afrikanischen Farm ihres Vaters zwischen Rennpferden und den benachbarten Kipsigis-Jungen aufgewachsen ist. Als Heranwachsende bringen ihre Versuche, diese verlorengegangene Freiheit wiederzufinden, immer wieder in Konflikt mit den engen Grenzen der "besseren Gesellschaft" Ostafrikas. Eines vorab: Auch wenn Beryl Markham als Flugpionierin in die Geschichte eingegangen ist, bildet dieser Teil ihrer Biografie nur einen kleinen Teil der Rahmenhandlung von "Lady Africa". Einen Schwerpunkt der Geschichte bildet Beryls Kindheit auf der afrikanischen Farm ihres Vaters. Verlassen von Mutter und Bruder, die sich mit dem Leben auf dem afrikanischen Kontinent nicht anfreunden konnten und zurück nach England gegangen sind, wächst Beryl zwanglos und frei zwischen den Rennpferden ihres Vaters und den benachbarten Kipsigis-Jungen auf. Dieses Fehlen von Grenzen wird es Beryl allerdings ihr ganzes Leben lang schwer machen, sich in der Gesellschaft anderer Menschen angemessen zu verhalten. Selbst als Erwachsene neigt Beryl dazu, über die Konsequenzen ihres Tuns - vor allem für die Menschen in ihrer Umgebung - nicht sonderlich nachzudenken. Keine gute Voraussetzung, um in der "besseren Gesellschaft" Ostafrikas bestehen zu können. Immer wieder hat Beryl mit der Doppelmoral ihrer Umgebung zu kämpfen, oft genug aber auch mit den eigenen unbedachten Handlungen. Insofern ist Beryl Markham nicht gerade eine strahlende Sympathieträgerin, deren Lebensweg man wohlwollend mitverfolgt. Bis zum Schluss bleibt die Person Beryl Markham dem Leser eher fremd und unerklärlich, was aber durchaus zu den Informationen passt, die von der realen Beryl Markham überliefert sind. Durch die ausführliche Schilderung der Kindheit Beryls kann der Leser außerdem seine eigenen Schlüsse ziehen, inwiefern Beryls (zu) freies Aufwachsen mit den Schwierigkeiten zusammenhängt, in die sie als Erwachsene immer wieder gerät. Etwas irritierend sind die Zeitsprünge, die in der Erzählung vorkommen. Man weiß nie so recht, wie viel Zeit seit der letzten Episode vergangen ist, sondern muss es sich mühsam zusammenreimen. Hinzu kommt, dass durch die ganzen "Momentaufnahmen" manchmal die Tiefe verloren geht. Schade fand ich, dass das Buch mit der Atlantik-Überquerung von Beryl Markham schließt. Zum einen hätte ich gerne noch mehr über ihren weiteren Lebensweg erfahren, der ja noch mal Stoff für mindestens einen weiteren Roman geliefert hätte. Zum anderen fühlte es sich für mich nicht stimmig an, dass dieser Lebensabschnitt (und die damit verbundenen Personen) von der Autorin quasi zum Höhepunkt von Beryls Leben erklärt werden; alles, was danach kam, scheint (für die Autorin) nicht mehr so interessant zu sein. Fazit: Ein biografischer Roman, der seine Leser bewusst herausfordert. Wer auch mal Interesse an einem sperrigen und widersprüchlichen Charakter hat und nicht nur auf die Schublade "Flugpionierin & starke Frau" fixiert ist, dem sei "Lady Africa" trotz einiger kleiner Schwächen empfohlen. Auch wenn die Autorin meiner Meinung nach in einigen Lebensbereichen Beryls zu stark suggeriert, was der Leser zu glauben habe, so bleibt doch immer noch genug Raum für eigene Interpretationen in Bezug auf das oft verwirrende Verhalten Beryl Markhams. Gerade diese Ecken und Kanten verleihen der Geschichte aber auch ihre Authentizität und ihren Reiz, denn sonst hätte man das Ganze auch unter dem Titel "Die Fliegerin" als einen weiteren austauschbaren Roman über starke Frauen mit historisch angehauchtem Hintergrund vermarkten können.

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Faszinierende, ansteckende und aufschlussreiche Lektüre
von Jennifer aus Stadtroda am 29.08.2015
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INHALT Beryl Markham (1902-1986) hat 1936 als erste Frau mit einem Motorflugzeug den Atlantik überquert. Sie war ein Freigeist und eine Abenteurerin par excellence. Die Autorin Paula McLain nimmt die Jahre vor diesem Flug in den Blick. Beryls Kindheit im wilden Kenia und spätere Jugendjahre als unkonventionelle Pferdetrainerin. Sie war alles andere... INHALT Beryl Markham (1902-1986) hat 1936 als erste Frau mit einem Motorflugzeug den Atlantik überquert. Sie war ein Freigeist und eine Abenteurerin par excellence. Die Autorin Paula McLain nimmt die Jahre vor diesem Flug in den Blick. Beryls Kindheit im wilden Kenia und spätere Jugendjahre als unkonventionelle Pferdetrainerin. Sie war alles andere außer angepasst. Ihre Mutter verließ sie im Alter von 4 Jahren, als der Vater, ein englischer Lord, sich in Kenia Land kaufte und eine Farm mit Pferdezucht darauf baute. Infolge lebte Beryl nach ihren eigenen Regeln, freundete sich mit dem Buschvolk der Kipsigis an und wurde eins mit der ursprünglichen Natur. Versuche, sie eine Schule besuchen zu lassen, scheiterten an ihrem Freiheitsdrang und ihrem Dickkopf. In dieser zeit glich sie einem unbezähmbaren Pferd. Besonders die zuletzte genannten Tiere hatten es ihr angetan, woraufhin sie eine Ausbildung zur Pferdetrainerin absolvierte - ein Novum im englischen Protektorat. Während sie beruflich durchstartet und mit ihren Schützlingen bei Pferderennen Sieg für Sie einfährt, gerät sie immer wieder an die falschen Männer. Zwei gescheiterte Ehen und eine Affäre später entdeckt sie ein neues Lebensglück für sich, das Fliegen... MEINUNG Mir hat Paula McLains Roman, der auf Originalquellen (u. a. Beryl Markhams Autobiografie "Westwärts mit der Nacht") basiert, ausgesprochen gut gefallen, wenngleich ich mir aufgrund des Klappentextes eingangs eine stärkere Akzentuierung auf Beryls Flugleidenschaft erhofft hatte. Doch McLains stark bildhafter, beschreibender Schreibstil hat meine anfängliche Enttäuschung weggewischt. Zudem hat mir die Protagonistin Beryl mit all ihren Stärken und Schwächen sehr imponiert, vor allem ihren Wagemut fand ich bewundernswert - denkt man die Zeit, in der sie lebte. Sie ist mitreißend, unerschrocken und manches Mal sehr naiv und blauäugig - gerade wenn es um Männer geht. Wie ein Wirbelwind verfolgt sie ihren Lebensplan, der erst in der Pferdedressur und dann im Fliegen liegt. Die Einblicke in ihre erlebnisreiche Kindheit fand ich einfach zauberhaft, weil man sich durch diese das Leben im Afrika der Kolonialzeit sehr gut vorstellen konnte. Ausgesprochen viel, für meinen Geschmack eindeutig zu viel Raum haben die verzwickten Beziehungskisten rund um Beryl und ihre Bekannten eingenommen. Einzig den freiheitsliebenden und ähnlich gestrickten Großwildjäger Denys Finch Hatton liebte sie, doch er konnte ihr kein Ehemann sein. Wie man sieht, an zwischenmenschlichen Dramen/Tragödien wurde nicht gespart... Darüber hinaus erfährt man einiges Wissenswertes über die Kolonialzeit, über die Pferdezucht bzw. -pflege und über die Fliegerei Anfang der 20-er Jahre. Mein Lieblingszitat, das Beryls Heimatverbundenheit zeigt, S. 24: "Eins stand fest: Ich gehörte auf die Farm und ins Buschland. Ich war Teil der Dornenbäume und des hoch aufragenden Steilhangs, der zerbeult aussehenden Hügel mit ihrer dichten Vegetation, der tiefen Täler dazwischen und der hohen getreideartigen Gräser. Hier war ich zum Leben erwacht, als wäre mir eine zweite Geburt geschenkt worden, eine wahrhaftigere. Dies war meine Heimat, auch wenn mir eines Tages alles durch die Finger rinnen würde wie roter Staub, war es für die Dauer meiner Kindheit ein Himmel, der perfekt auf mich zugeschnitten war. Ein Ort, den ich in- und auswendig kannte. Der eine Platz auf der Welt, für den ich geschaffen war." FAZIT Ein faszinierender Roman, der für Afrika zu begeistern weiß und zudem eine ungewöhnliche, unangepasste Frau in den Mittelpunkt stellt, die nicht jeder Leser vorher kannte.

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ein tolles buch!
von einer Kundin/einem Kunden am 24.12.2015
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In der Schule machen wir Buchbesprechungen und ich habe mich für dieses Buch entschieden und zwar ehrlich gesagt wegen des Titels. Ich fand das hört sich irgendwie cool und magisch an. Als ich dann aber sowohl das Cover sah, als auch den Klappentext las, war meine Freude etwas gedämpft.... In der Schule machen wir Buchbesprechungen und ich habe mich für dieses Buch entschieden und zwar ehrlich gesagt wegen des Titels. Ich fand das hört sich irgendwie cool und magisch an. Als ich dann aber sowohl das Cover sah, als auch den Klappentext las, war meine Freude etwas gedämpft. Dies, so tönte es, war kein Buch welches ich normalerweise lesen würde. Aber nun gut, ich hatte mich dafür entscheiden, da musste ich nun durch. So fing ich an… Die ersten 150. Seiten habe ich in einem Ruck gelesen und habe dann nur aufgehört weil es schon spät war. Die Geschichte und besonders der Schreibstil waren packend, authentisch und ich habe mich sofort in Beryl verliebt! Um was geht’s denn nun? Es geht um die junge Beryl, welche in Afrika, mehr als Junge, denn als Mädchen von ihrem Vater grossgezogen wird. Stark und Mutig interessiert sie sich nicht für Mädchenkram und lernt lieber alles über die Pferdezucht. Wir begleiten sie durch ihre Kindheit, ihre Jugend, erleben Hautnah mit wie sie den falschen Mann Heiratet und schliesslich zu ihrer grössten Leidenschaft, dem Fliegen, kommt. Lady Afrika ist ein Roman der auf dem Leben von Beryl Markham basiert, der ersten Frau die den Atlantik überflog, von England aus! Ein wenig zu bemängeln habe ich den eher kindlichen und naiven Charakter von Beryl im jungen Erwachsenen alter. Ich fand einige Entscheidungen und Handlungen von ihr nicht nachvollziehbar. War sie doch als Kind so taff und wusste genau was sie wollte und brauchte. Ebenfalls schade fand ich das dieser Roman da endet wo ihr Leben gerade richtig in Fahrt, oder wohl eher Flug, kommt. Es ist keine Biographie, weshalb man nicht alles für bare Münzen nehmen kann, trotzdem ist dies ein wunderbarer Roman über eine wirklich tolle Frau!

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