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Loney

(45)
The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine brüchige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt, von seiner Krankheit erlöst werden. Dreißig Jahre später legt ein Erdrutsch bei The Loney die Leiche eines Babys frei. In Hannys jüngerem Bruder Tonto weckt dies Erinnerungen an jene Reise, die er all die Jahre tief in seinem Inneren verborgen hatte. Doch jetzt drängt die Vergangenheit mit Macht an die Oberfläche und droht, ihm den Boden unter den Füßen wegzureißen.
Dieser ungewöhnliche, faszinierende Roman erweckt mit stilistischer Brillanz und einem virtuosen Gespür für Zwischentöne Charaktere und Landschaft zum Leben. Zugleich stellt er grundsätzliche Fragen nach dem Wesen von Glauben und Aberglauben, Vertrauen und Hoffnung.
Rezension
Kai Lohnert, Literatur-Experte Thalia:
"„The Loney - dieses seltsame Nirgendwo zwischen den Flüssen Wyre und Lune“, so beginnt dieser klirrend spannende Debütroman des Engländers Andrew Michael Hurley, der in Großbritannien bereits zum Überraschungshit wurde. „Loney“ ist ein Ort an der Nordwestküste Englands, und zwar genau der richtige Ort für eine schaurige Geschichte, in der es um Fragen des Glaubens und des Aberglaubens geht. Gleich von der ersten Seite an hat mich Hurleys Talent, eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, gepackt. Am Anfang steht eine Entdeckung: Der Fund einer Babyleiche ruft beim Erzähler Erinnerungen an ein Ereignis wach, das sich 1976 zugetragen hat. Damals war er mit seiner streng katholischen Familie und anderen Gemeindemitgliedern an diesen mysteriösen Ort gezogen, um für die Heilung seines älteren und geistig zurückgebliebenen Bruders Hanny zu beten. Doch plötzlich geschehen dort unheimliche Dinge - bewegt von Kräften, die viel, viel älter sind als wir. Ein Buch, so genial konstruiert, dass es einem den Atem raubt!"
Portrait
Andrew Michael Hurley, geboren 1975, lebt nach Stationen in Manchester und London in Lancashire, wo er Englische Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet. Er hat bisher zwei Erzählungsbände veröffentlicht, Loney ist sein erster Roman. Zunächst in England bei einem kleinen Independent-Verlag erschienen, entwickelte sich Loney bald zum Geheimtipp und wurde im Januar 2016 mit dem Costa Award für das beste Debüt des Jahres ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 09.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-08137-8
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 210/138/29 mm
Gewicht 440
Originaltitel The Loney
Verkaufsrang 24.266
Buch (gebundene Ausgabe)
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Iris Rosenthal, Thalia-Buchhandlung Braunschweig

In the Loney treffen religiöser Aberglaube und eine sehr spannende Gruselgeschichte aufeinander. Denn in diesen nordenglischen Küstenort macht eine Gruppe Gläubiger eine Pilgerreise, um sich zu reinigen. Aber auch, um für Wunder zu beten, denn Hanny hat eine unheilbare Krankheit. Viele Jahre später wird in diesem verlassenen Landstrich In the Loney treffen religiöser Aberglaube und eine sehr spannende Gruselgeschichte aufeinander. Denn in diesen nordenglischen Küstenort macht eine Gruppe Gläubiger eine Pilgerreise, um sich zu reinigen. Aber auch, um für Wunder zu beten, denn Hanny hat eine unheilbare Krankheit. Viele Jahre später wird in diesem verlassenen Landstrich die Leiche eines Babys gefunden. Was geschah wirklich in dieser Karwoche vor über 30 Jahren? Glaube und Aberglaube verschmilzen zu dieser spannenden unheilvollen Gruselstory. Sehr, sehr unheimlich.

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Ein Priester, der ins Wanken kommt; eine Mutter, die sich verzweifelt an den Grundmauern ihrer Welt klammert und zwei Brüder, die Licht ins Dunkel bringen und somit für einen von beiden alles verändern.

So vollkommen anders und doch überzeugend, weist "Loney" nicht nur Abgründe der menschlichen Gesellschaft auf, sondern fesselt seinen
Ein Priester, der ins Wanken kommt; eine Mutter, die sich verzweifelt an den Grundmauern ihrer Welt klammert und zwei Brüder, die Licht ins Dunkel bringen und somit für einen von beiden alles verändern.

So vollkommen anders und doch überzeugend, weist "Loney" nicht nur Abgründe der menschlichen Gesellschaft auf, sondern fesselt seinen Leser auch Seite für Seite umso mehr, sodass man diesen durchaus packenden und gleichzeitig bizarren Roman nicht mehr aus der Hand legen will, bevor man nicht hinter alle Geheimnisse gestiegen ist.

Unglaublich gut. Ein Buch mit Suchtfaktorgarantie!

„Unheimlicher Schauerroman, der lange nachwirkt!“

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Eine kleine, tief religiöse Gemeinde macht wie jedes Jahr eine Pilgerfahrt in den kleinen Küstenort „The Loney“, um am dortigen Schrein für ein Wunder zu beten. Der Bruder des Protagonisten Tonto ist seit seiner Geburt geistig zurück geblieben und spricht zudem kein Wort. Das soll nun durch viel beten behoben werden. Während die kleine Eine kleine, tief religiöse Gemeinde macht wie jedes Jahr eine Pilgerfahrt in den kleinen Küstenort „The Loney“, um am dortigen Schrein für ein Wunder zu beten. Der Bruder des Protagonisten Tonto ist seit seiner Geburt geistig zurück geblieben und spricht zudem kein Wort. Das soll nun durch viel beten behoben werden. Während die kleine Gemeinde sich immer weiter in diese Wallfahrt hinein steigert, erkunden die beiden jungen Brüder die Umgebung am Küstenort und machen dort seltsame Entdeckungen...

Das Debüt von Andrew Michael Hurly hat es wirklich in sich! Sprachlich versiert entwirft er seine Geschichte und zieht den Leser immer tiefer mit hinein. Manche der Charaktere bleiben sehr blass, andere sind dafür sehr detailreich ausgearbeitet. Dieses Verhältnis hält sich gut die Waage, den manche der Pilger sind nur schmückendes Beiwerk. Die wirklich handelnden Personen bekommen genau den Raum, den sie brauchen, um den Leser zu überzeugen. Vor allem die Mutter, die sich ohne Rücksicht auf Verluste ihrem religiösen Fanatismus hingibt, wurde vom Autor sehr gut ausgearbeitet. Sie wirkt in ihrer Art sehr abstoßend, wohingegen Tonto und Hanny dem Leser richtig ans Herz wachsen können. Ihre tiefe Bindung zueinander wird sehr verständlich und überzeugend geschildert. Noch dazu sind die Beschreibungen des kleinen Ortes „The Loney“ dem Autoren so gut gelungen, dass man sich zwischendurch in eine Decke wickeln möchte, weil man die kühle und regnerische Umgebung zu spüren beginnt.
Vielfach wurde nun kritisiert, dass dieses Buch sehr viele lose Fäden und ein offenes Ende bietet, wodurch die ein oder andere Frage zurück bleibt. Dieser Umstand hat mich jedoch wenig gestört, denn gerade die eigenen Überlegungen sind es, die dieses Buch noch lange nachwirken lassen. Die unheimlichen und gruseligen Begebenheiten sind nicht erklärbar und vielmehr eine Sache der Interpretation. Was bleibt ist ein gefühl- und stimmungsvoller Schauerroman, der Zeit seitens des Lesers braucht, denn hier ist wirklich Aufmerksamkeit gefordert! Großartig!

„Kann Glaube Berge versetzen, und wie lange bleibt ein Verbrechen unentdeckt?“

Andrea Pehle, Thalia-Buchhandlung Leer

Eine kleine Gruppe streng gläubiger Christen reist mit ihrem neuen Pfarrer (Father Bernhard) zu dem abgelegenen Küstenörtchen The Loney. Das vordringliche Ziel dieser wiederholten Pilgerreise ist es, den jugendlichen und geistig unterentwickelten Hanny mit Gebeten in einem bestimmten Schrein von seinen Defiziten zu heilen. Erzählt wird Eine kleine Gruppe streng gläubiger Christen reist mit ihrem neuen Pfarrer (Father Bernhard) zu dem abgelegenen Küstenörtchen The Loney. Das vordringliche Ziel dieser wiederholten Pilgerreise ist es, den jugendlichen und geistig unterentwickelten Hanny mit Gebeten in einem bestimmten Schrein von seinen Defiziten zu heilen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Hannys quirligem, jüngeren Bruder Tonto.
Doch während sich die Erwachsenen an strenge Verhaltensregeln und Traditionen klammern, welche Father Bernhard zunehmend seltsamer vorkommen, entdeckt Tonto gemeinsam mit Hanny furchterregende Bilder der Vergangenheit und wird unverschuldet Zeuge eines brutalen Verbrechens.
The Loney erschien vorerst nur bei einem kleinen Verlag in Großbritannien und wurde zum Geheimtipp. Der Debütroman von Andrew Michael Hurley wurde im Januar 2016 mit dem Costa Book Award für das beste Debüt des Jahres ausgezeichnet.

E. Schmalzer, Thalia-Buchhandlung Trier

Diese atmosphärische Geschichte zweier Brüder und des Geheimnisses ihrer Kindheit bietet subtilen Grusel am dafür wohl perfekten Schauplatz abwechslungsreich und packend erzählt. Diese atmosphärische Geschichte zweier Brüder und des Geheimnisses ihrer Kindheit bietet subtilen Grusel am dafür wohl perfekten Schauplatz abwechslungsreich und packend erzählt.

Maria Ring, Thalia-Buchhandlung Trier

Eine unheimliche Familiengeschichte an der Küste Englands. Die düstere Atmosphäre lässt einen schon ab den ersten Seiten nicht mehr los. Eine unheimliche Familiengeschichte an der Küste Englands. Die düstere Atmosphäre lässt einen schon ab den ersten Seiten nicht mehr los.

Fenja Völz, Thalia-Buchhandlung Remscheid

Ein dicht erzählter, sprachlich hervorragender Roman! Hier werden religiöse Aspekte beleuchtet und Glaubensfragen gestellt. Das alles in unheimlicher, schauerhafter Atmosphäre! Ein dicht erzählter, sprachlich hervorragender Roman! Hier werden religiöse Aspekte beleuchtet und Glaubensfragen gestellt. Das alles in unheimlicher, schauerhafter Atmosphäre!

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
45 Bewertungen
Übersicht
6
15
18
6
0

Loney
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 05.12.2016

Zu Lebzeiten des Pfarrers Wilfred fuhr die Gemeinde jedes Jahr zu Ostern als Pilgerfahrt nach The Loney, einem kleinen Küstenort in England. Und jedes Jahr wurde Hanny in eine Grotte mit heiligem Wasser gebracht um dort von seinen Leiden erlöst zu werden. Hanny redet nicht, ist geistig zurückgeblieben und... Zu Lebzeiten des Pfarrers Wilfred fuhr die Gemeinde jedes Jahr zu Ostern als Pilgerfahrt nach The Loney, einem kleinen Küstenort in England. Und jedes Jahr wurde Hanny in eine Grotte mit heiligem Wasser gebracht um dort von seinen Leiden erlöst zu werden. Hanny redet nicht, ist geistig zurückgeblieben und während er für die Erwachsenen unverständlich ist, weiß nur sein jüngerer Bruder, Tonto genannt, mit ihm umzugehen. Nach Pfarrer Wilfreds plötzlichem Unfalltod (oder war es doch Selbstmord?) ist der neue und junge Pfarrer mit der Gemeinde zu dieser Pilgerfahrt aufgebrochen. Doch er erfüllt nicht die Erwartungen, es wird nicht ständig gebetet, er möchte auch Kontakt zu den Menschen im Ort. Doch diese sind, wie der Ort selbst, seltsam, sehr eigenbrötlerisch und gewalttätig. Auf den Streifzügen, die die Brüder unternehmen kommen sie an ein besonderes Haus mit einer jungen Frau und dem neugeborenen Baby. Nach diesem Zusammentreffen ändert sich für Hanny alles - er spricht. Dieses wird der wundersamen Quelle zugeschrieben, doch liegt es wirklich daran? Eine mysteriöse Handlung, sehr detailgenau und liebevoll beschriebene, sehr unterschiedliche Charaktere machen diesen besonderen Roman aus. Die Handlung springt in verschiedenen Zeiten und die Schreibweise passt sich dieser Zeit an.

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Der Alptraum wird wahr
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 20.09.2016

The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine brüchige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt, von... The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine brüchige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt, von seiner Krankheit erlöst werden. Dreißig Jahre später legt ein Erdrutsch bei The Loney die Leiche eines Babys frei. Der Schreibstil von Andrew Michael Hurley ist interessant, fesselnd, spannend und dunkel. Wie das passende Cover wird auch die Geschichte sich in einer düsteren Atmosphäre geschrieben. Eine Gänsehaut passt gerade dazu und wird garantiert. Auch an Spannung ist gedacht worden, diese zieht sich durch das ganze Buch und bleibt konstant, es wird auch nicht langweilig. Man liest sich durch die Kapitel aber Antworten auf die verschiedenen Fragen bekommen wir nicht. Die Antworten bekommt man, wenn auch einige sehr unglaubwürdig sind, erst am Schluss. Es ist eine Geschichte die, wenn man sich auf diese einlässt, die man nicht so schnell vergessen wird. Man müsste es öfters lesen bis man damit richtig abgeschlossen hat.

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Gruseln und genießen
von einer Kundin/einem Kunden aus Hart bei Graz am 18.09.2016

In Rückblenden wird die Geschichte einer Pilgerreise erzählt, die 30 Jahre zurückliegt. Vieles lässt sich nur erahnen und mit großer Spannung fiebert man dem Ende entgegen. Mit viel Feingefühl gelingt es dem Autor, die düstere Umgebung und Stimmung zu beschreiben. Die Personen werden so detailliert gezeichnet, dass man das Gefühl... In Rückblenden wird die Geschichte einer Pilgerreise erzählt, die 30 Jahre zurückliegt. Vieles lässt sich nur erahnen und mit großer Spannung fiebert man dem Ende entgegen. Mit viel Feingefühl gelingt es dem Autor, die düstere Umgebung und Stimmung zu beschreiben. Die Personen werden so detailliert gezeichnet, dass man das Gefühl hat, alle schon lang zu kennen. Und dennoch werden zunehmend dunkle Seiten an den Pilgern offenbart und man beginnt sich zu fragen, wer hier eigentlich die Guten und wer die Bösen sind. Mit seiner düsteren Atmosphäre ist dieser Roman sehr gut für lange, dunkle Herbstabende geeignet. Auch Gänsehaut ist garantiert. Auch wenn so manche Frage nicht geklärt wird, ist das Ende packend und die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ich finde das Debüt sehr gut gelungen und würde gerne wieder ein Buch von diesem Autor lesen.

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Glaube ist alles
von Fornika am 14.11.2016

Die Karwoche wird vom harten Kern einer kleinen Gemeinde traditionell für eine Wallfahrt genutzt. Ziel ist Loney, ein kleines Fleckchen an der rauen Küste. Im Jahr 1976 reist die Gemeinde noch verbissener an, der neue Pastor Farther Bernard muss sich erst in die eingeschliffenen Traditionen einfinden und außerdem soll... Die Karwoche wird vom harten Kern einer kleinen Gemeinde traditionell für eine Wallfahrt genutzt. Ziel ist Loney, ein kleines Fleckchen an der rauen Küste. Im Jahr 1976 reist die Gemeinde noch verbissener an, der neue Pastor Farther Bernard muss sich erst in die eingeschliffenen Traditionen einfinden und außerdem soll Hanny endlich von seiner Stummheit geheilt werden. Mit Gottes Hilfe natürlich, der in dem nahegelegenen Schrein schon einmal Wunder vollbracht haben soll. Hurley hat eine dichte Atmosphäre geschaffen, die einen wirklich in den Bann zieht. Düster und neblig wie Loney selbst, kalt und ungemütlich wie die Stimmung unter den Gemeindemitgliedern. Der Stil ist sehr klar, aber etwas distanziert. Was diesen Roman so besonders macht sind die leisen Zwischentöne, mit denen die Beziehungen der Protagonisten gezeichnet werden. Der Autor nimmt uns mit in eine sehr gläubige Gemeinschaft, in der zwar augenscheinlich bibeltreu gelebt wird, aber auch Härte regiert. Erzählt wird aus der Sicht von Hannys jüngerem Brüder Tonto, der über die Geschehnisse reflektiert ohne zu werten. Die Handlung lässt sich Zeit, trotzdem war ich über weite Strecken von ihr gefesselt. Vom Ende war ich leider nicht ganz so angetan, mir erschien der Bruch zum vorherigen Geschehen dann doch etwas hart. Trotzdem würde ich Loney jedem empfehlen, der langsame, atmosphärische Geschichten mag. Hurley sollte man auf jeden Fall im Auge behalten.

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Was ist Wahrheit?
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 02.10.2016

In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine kleine Glaubensgemeinschaft aus London in ein Haus im Loney, einem einsamen, kargen Landstrich an der nordenglischen Küste. Es gab solche Aufenthalte bereits vorher, mit dem Ziel der Heilung für eines der halberwachsenen Kinder dieser Glaubensgemeinschaft. Hanny war seit Geburt stumm und... In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine kleine Glaubensgemeinschaft aus London in ein Haus im Loney, einem einsamen, kargen Landstrich an der nordenglischen Küste. Es gab solche Aufenthalte bereits vorher, mit dem Ziel der Heilung für eines der halberwachsenen Kinder dieser Glaubensgemeinschaft. Hanny war seit Geburt stumm und später auf dem Entwicklungsstand eines zweijährigen Kindes geblieben, sein Bruder Tonto achtet auf ihn, wenn sie zusammen sind. Bei diesen Aufenthalten in Loney sollen Gebet und der Besuch eines Schreins dazu führen, dass Gott ihn heilt und er ein normales Leben führen kann. Dreißig Jahre später wird nach einem Erdrutsch die Leiche eines Babys freigelegt, und Tonto erinnert sich an jene Reise, die das Leben der gesamten Familie verändert hat. Aber auch Tontos Glauben an Gott. Es ist eine eher leise Geschichte, die sich sehr viel in Beschreibungen und Andeutungen ergeht. Der Leser muss sehr viel mitdenken und zwischen den Zeilen lesen. Dafür bleibt dann die Spannung sehr oft auf der Strecke. Der eigenartige, gewollt philosophische Schreibstil bewirkte, dass ich mich mit dem Buch sehr schwer getan habe. Erst ganz zum Schluss, auf den allerletzten Seiten, wird die Geschichte zum Abschluss gebracht, erst dann wird das gesamte Ausmaß der Erzählung klar. Damit verlangt das Buch dem Leser sehr viel Geduld ab. Das Buch hat mich sehr zwiespältig hinterlassen. Die Grundfrage des Buches ist: Was ist Wahrheit, muss sie immer für alle gelten oder ist sie manchmal schmerzhaft für meine Umwelt, so dass ich sie lieber verschweige? Die Antwort, die das Buch dazu liefert, finde ich sehr gut von allen Seiten beleuchtet, und sie trifft auch meine Sichtweise. Leider fand ich das Buch teilweise sehr schwerfällig, deshalb kann ich keine uneingeschränkte Leseempfehlung geben. Jeder geneigte Leser möge genügend Zeit und Geduld für dieses Buch mitbringen.

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Was ist Wahrheit?
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 02.10.2016

In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine kleine Glaubensgemeinschaft aus London in ein Haus im Loney, einem einsamen, kargen Landstrich an der nordenglischen Küste. Es gab solche Aufenthalte bereits vorher, mit dem Ziel der Heilung für eines der halberwachsenen Kinder dieser Glaubensgemeinschaft. Hanny war seit Geburt stumm und... In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine kleine Glaubensgemeinschaft aus London in ein Haus im Loney, einem einsamen, kargen Landstrich an der nordenglischen Küste. Es gab solche Aufenthalte bereits vorher, mit dem Ziel der Heilung für eines der halberwachsenen Kinder dieser Glaubensgemeinschaft. Hanny war seit Geburt stumm und später auf dem Entwicklungsstand eines zweijährigen Kindes geblieben, sein Bruder Tonto achtet auf ihn, wenn sie zusammen sind. Bei diesen Aufenthalten in Loney sollen Gebet und der Besuch eines Schreins dazu führen, dass Gott ihn heilt und er ein normales Leben führen kann. Dreißig Jahre später wird nach einem Erdrutsch die Leiche eines Babys freigelegt, und Tonto erinnert sich an jene Reise, die das Leben der gesamten Familie verändert hat. Aber auch Tontos Glauben an Gott. Es ist eine eher leise Geschichte, die sich sehr viel in Beschreibungen und Andeutungen ergeht. Der Leser muss sehr viel mitdenken und zwischen den Zeilen lesen. Dafür bleibt dann die Spannung sehr oft auf der Strecke. Der eigenartige, gewollt philosophische Schreibstil bewirkte, dass ich mich mit dem Buch sehr schwer getan habe. Erst ganz zum Schluss, auf den allerletzten Seiten, wird die Geschichte zum Abschluss gebracht, erst dann wird das gesamte Ausmaß der Erzählung klar. Damit verlangt das Buch dem Leser sehr viel Geduld ab. Das Buch hat mich sehr zwiespältig hinterlassen. Die Grundfrage des Buches ist: Was ist Wahrheit, muss sie immer für alle gelten oder ist sie manchmal schmerzhaft für meine Umwelt, so dass ich sie lieber verschweige? Die Antwort, die das Buch dazu liefert, finde ich sehr gut von allen Seiten beleuchtet, und sie trifft auch meine Sichtweise. Leider fand ich das Buch teilweise sehr schwerfällig, deshalb kann ich keine uneingeschränkte Leseempfehlung geben. Jeder geneigte Leser möge genügend Zeit und Geduld für dieses Buch mitbringen.

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Düster
von LinaLiestHalt am 27.09.2016

Beklemmend, düster, wunderbar geschrieben- und ich hatte vorher noch gar nichts von dieser Geschichte gehört… Eine streng religiöse Gemeinschaft reist mit ihrem Pastor in ein verregnetes Küstendorf, um dort für die Genesung eines behinderten jungen Mannes zu bitten. Jahre später wird dessen Bruder von seinen Erinnerungen eingeholt, als ein Erdrutsch... Beklemmend, düster, wunderbar geschrieben- und ich hatte vorher noch gar nichts von dieser Geschichte gehört… Eine streng religiöse Gemeinschaft reist mit ihrem Pastor in ein verregnetes Küstendorf, um dort für die Genesung eines behinderten jungen Mannes zu bitten. Jahre später wird dessen Bruder von seinen Erinnerungen eingeholt, als ein Erdrutsch eine Babyleiche freilegt. Diese beklemmende, düstere Stimmung wird vom Autor perfekt inszeniert und auf den Leser übertragen. Stilistisch sehr gut gemacht und mit viel Gespür für die leisen Töne, die eine große Wirkung entfalten können. Welchen Einfluss Glaube, Hoffnung und das Böse auf unser Leben haben können und welche Auswirkungen auch noch Jahre später sichtbar werden, diese Aspekte werden wunderbar eindrücklich beleuchtet. Die Landschaft rund um diesen verlassenen Landstrich entfaltet ihren ganz eignen Sog, im Wandel der Gezeiten. Die Brutalität, die sich Bahn brechen wird, ist genauso unausweichlich wie das Heranfluten des Meeres und wird unseren Erzähler letzten Endes niemals loslassen. Dies ist auch die Geschichte einer ungleichen Bruderschaft, geprägt von Überforderung und Verantwortungs- und Pflichtgefühl, die im Erwachsenenleben teilweise krankhafte Züge annehmen wird. Leider hat das Buch auch einige Längen und die Hilflosigkeit der Mutter im Angesicht ihres behinderten Sohnes wird von dieser nur mit einer erschreckenden Religiosität, die fast wahnhafte Züge annimmt, einigermaßen kompensiert. Die Eigendynamik einer eingefleischten Gruppe wird ebenso deutlich wie die Grausamkeit einer verblendeten Obrigkeit. Mir hat das Buch trotzdem sehr großes Vergnügen bereitet. Man muss sich einfach auf die Geschichte einlassen können. Und natürlich haben hier die Coverdesigner einen wahre Glanzleistung abgeliefert: zurückhaltend, reduziert, aber brillant! Ein Meisterwerk im Buchregal. Ich bin gespannt, was wir von diesem Autor noch erwarten dürfen.

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Mysteriös!
von einer Kundin/einem Kunden am 25.09.2016

Hanny, der in der Entwicklung verzögerte Bruder von Tonto, reist mit seiner streng gläubigen Familie in der Karwoche 1976 nach The Loney, einem einsamen Landstrich an der Küste Nordenglands. Die Familie verspricht sich durch die Pilgerreise die Heilung von Hanny. 30 Jahre später wird dort durch einen... Hanny, der in der Entwicklung verzögerte Bruder von Tonto, reist mit seiner streng gläubigen Familie in der Karwoche 1976 nach The Loney, einem einsamen Landstrich an der Küste Nordenglands. Die Familie verspricht sich durch die Pilgerreise die Heilung von Hanny. 30 Jahre später wird dort durch einen Erdrutsch eine Babyleiche freigelegt und in Tonto werden Erinnerungen an die damalige Reise geweckt. Die ausgefallene grafische Gestaltung des Covers hat mich sofort angesprochen und neugierig auf das Buch gemacht. Ich besitze die Hörbuch-Ausgabe. Der Sprecher, Steffen Groth, liest die Geschichte souverän und mit angenehmer Stimme. Er versteht es, die düstere und bedrückende Stimmung der Geschehnisse aufzugreifen und zu transportieren. Der Sprecher ist es auch, dem es gelingt, die Spannung des Zuhörers an den Stellen, an denen man sich etwas mehr Handlung wünscht, aufrecht zu erhalten. Das Buch ist insgesamt gut gelungen.

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Eine lesenswerte Erfahrung
von einer Kundin/einem Kunden aus Kleinkarlbach am 21.09.2016

Allein schon das Cover ist eine Glanzleistung. Ich würde es mir sofort gerahmt als Bild an die Wand hängen. Besonderes Detail der einzelne Blutstropfen. Mit dem Inhalt bringe ich das Cover irgendwie nicht so recht in Zusammenhang, rein gefühlsmässig. Im Grunde genommen geht es über Generationen hinweg um Glauben, erfahrenen Glauben,... Allein schon das Cover ist eine Glanzleistung. Ich würde es mir sofort gerahmt als Bild an die Wand hängen. Besonderes Detail der einzelne Blutstropfen. Mit dem Inhalt bringe ich das Cover irgendwie nicht so recht in Zusammenhang, rein gefühlsmässig. Im Grunde genommen geht es über Generationen hinweg um Glauben, erfahrenen Glauben, erlernter -glaube, Glauben aus Tradition und aus Überzeugung. Die Protagonisten sind dabei jeweils nur in der für diesen Aspekt notwendigen Beziehung dargestellt. Hanny, der leicht zurückgeblieben als Junge später Priester wird. Sein jüngerer Bruder Tonto, der die verstörenden Erfahrungen einer Pilgerreise in der Kindheit nicht aufarbeiten kann, die Eltern und Priester, die in den ungeschriebenen Zwängen des "Glaubens" agieren. Kern für mich : ..Versionen der Wahrheit. Und es sind die Starken, die besseren Strategen, die sie zu handhaben wissen. Eine ernstes Thema, phasenweise anstrengend zu lesen, aber dennoch eine lesenswerte Erfahrung. Nur so als Anmerkung: die Möwe mit dem Rosenkranz auf der Rückseite wäre für mich inhaltlich das bessere Cover gewesen.

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Dunkle Ostern
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberursel am 19.09.2016

Nachdem in Coldbarrows durch Überflutungen und einen Bergrutsch eine Babyleiche zum Vorschein kommt, erinnert sich der Erzähler dieses Romans an seine Kindheit Eine kleine tiefgläubige Gruppe aus London verbringt in den 70er Jahren die Karwoche in dem abgelegenen Landstrich Nordenglands der Loney genannt wird. Aus der Sicht des jüngeren Bruders,... Nachdem in Coldbarrows durch Überflutungen und einen Bergrutsch eine Babyleiche zum Vorschein kommt, erinnert sich der Erzähler dieses Romans an seine Kindheit Eine kleine tiefgläubige Gruppe aus London verbringt in den 70er Jahren die Karwoche in dem abgelegenen Landstrich Nordenglands der Loney genannt wird. Aus der Sicht des jüngeren Bruders, Tonto genannt, erzählt dieser Roman von einer letzten Fahrt in das Haus in Moorings. Mit dabei der neue Pastor der Glaubensgemeinschaft nachdem der vorherige kürzlich verstorben ist, ein älteres Ehepaar, Verwandte von Father Wilfred der immer noch in den höchsten Tönen gelobt wird, ein weiteres befreundetes Paar sowie Mummer und Farther und natürlich der ältere Bruder, Andrew der Hanny genannt wird. Der neue Pastor hat es nicht leicht und kann es keinem so richtig recht machen. Tonto erzählt teils in Rückblicken von seiner Zeit als Messdieners des älteren teilweise recht gewalttätigen Pastors und die letzte Fahrt in das einsam gelegene Haus. Die Landschaft wird sehr düster geschildert, ebenso die merkwürdigen Bewohner des kleinen Ortes. Hanny spricht nicht und ist offenbar zurückgeblieben. Einzig Tonto kann sich mit ihm verständlich machen. Die Eltern, Mummer und Farther scheinen sich kaum um die Kinder zu kümmern, die Mutter ist strenggläubig und sieht ihr Seelenheil darin das Andrew durch den Besuch des Schreins geheilt wird. Am Anfang erfährt man das Andrew später selbst ein beliebter Pastor wird während der Bruder, Tonto offensichtlich psychische Störungen hat und seinem Arzt von den Erlebnissen erzählt. Die Beschreibung der Landschaft ist düster und beschreibt sehr gut einen kalten verregneten Frühling in der einsamen Bucht im Wandel der Gezeiten. Die meiste Zeit plätschert die Erzählung so vor sich hin ohne große Spannung wird der Alltag der Pilgerfahrt erzählt. Am Ende teilt sich der Roman in einzelne Erzählstränge die aber nicht zu Ende erzählt werden. So hat mich das Ende dann etwas ratlos zurückgelassen.

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Gottesstrafe und Glaube
von einer Kundin/einem Kunden aus Nienburg am 19.09.2016

Das Buch "The Loney" von Andrew Michael Hurley erzählt uns die Geschichte einer fanatisch gläubigen Frau, die ihren behinderten Sohn regelmäßig nach "The Loney" führt, um ihn zu "heilen". Die Story an sich hat viel Potenzial, doch Hurley schafft es nicht durchgehend, den Leser am Ball zu halten. Stellenweise verliert... Das Buch "The Loney" von Andrew Michael Hurley erzählt uns die Geschichte einer fanatisch gläubigen Frau, die ihren behinderten Sohn regelmäßig nach "The Loney" führt, um ihn zu "heilen". Die Story an sich hat viel Potenzial, doch Hurley schafft es nicht durchgehend, den Leser am Ball zu halten. Stellenweise verliert sich die Geschichte, wo eigentlich ein weiterer Höhepunkt in der Dramaturgie sein sollte. Das Cover finde ich hingegen sehr gelungen, es erfasst die düstere Stimmung und mach neugierig auf mehr. Außerdem macht es sich auch toll im Bücherregel ;-) Insgesamt gebe ich diesem Buch noch 4 Sterne, da ich als langjähriger Leser dieses Genres zwar mehr erwartet hätte, aber die Grundidee schon für gelungen halte.

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Düsterer Glaube
von einer Kundin/einem Kunden am 14.09.2016

„Von Pastor Smith hatte jeder schon gehört, auch diejenigen, die sein Buch nicht gelesen hatten. Und jetzt, nach den Nachrichten aus Coldbarrow, schien es wahrscheinlich, dass sie erneut von ihm hören würden, sofern ich nicht alles zu Papier brachte und sozusagen zum ersten Schlag ausholte.“ Wer da erzählt ist Tonto,... „Von Pastor Smith hatte jeder schon gehört, auch diejenigen, die sein Buch nicht gelesen hatten. Und jetzt, nach den Nachrichten aus Coldbarrow, schien es wahrscheinlich, dass sie erneut von ihm hören würden, sofern ich nicht alles zu Papier brachte und sozusagen zum ersten Schlag ausholte.“ Wer da erzählt ist Tonto, der über seinen älteren Bruder Hanny (Smith) spricht. Hanny, der mit seinem Buch „Mein zweites Leben mit Gott“ berühmt wurde, Interviews gibt, spricht. Doch als Tonto nun in den folgenden 90% der Binnenhandlung des Buches von Hanny erzählt, schildert er einen zwar äußerlich annähernd Erwachsenen, geistig jedoch autistisch wirkenden – stummen – Jungen. So entsteht bereits früh im Buch eines seiner zahlreichen Mysterien: Wie konnte sich der stumme, offenbar psychisch beeinträchtigte Bruder in einen Interviews gebenden Bestseller-Autor verwandeln? Andrew Michael Hurley beschreibt in seinem preisgekrönten Debütroman eine ebenso erzkonservative wie in sich brüchige Glaubensgemeinschaft, die mit ihrem neuen, jungen Pfarrer zu einer Walfahrt nach The Loney aufbricht. The Loney, der zentrale Handlungsort des Romans, ist ein unwirtlicher Landstrich der englischen Provinz, dessen extreme Gezeiten bereits zahlreiche Menschenleben forderten und wo archaische Rituale und mürrisch-aggressive Bewohner zur Tagesordnung gehören. Dort soll die Pilgerreise der kleinen Kongregation zu einem abgelegenen Altar führen, an dem das zu bringende Opfer Hannys Zustand kurieren soll. Im Verlaufe des Buchs werden nach und nach die psychischen Dämonen und inneren Abgründe der einzelnen Figuren aufgedeckt und dabei immer weiter an der Schraube gedreht, die den Lesern das Gefühl stetig ansteigender Beklommenheit und Bedrohung vermittelt. „The Loney“ ist ein vor allem atmosphärisch dichter Schauer- und psychologischer Spannungsroman, der einem gefühlt die feuchtkalten Nebelschwaden der Küste ins heimische Wohnzimmer treibt. Am Ende bleiben einige Mysterien nicht konkret aufgeklärt, aber gerade das stärkt nur die Faszination an diesem dunklen Text und seinen zahlreichen Geheimnissen, die bei einer mehrmaligen Lektüre vielleicht auf einmal in einem anderen Licht erscheinen und einen neuen Sinn ergeben können.

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Stille Wasser sind tief
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 14.09.2016

Ein ungewöhnlicher Roman, der mich vor allem atmosphärisch überzeugt hat. Die karge, kalte Landschaft setzt einen passenden Rahmen für die düstere Geschichte, in der Glaube und Aberglaube, religiöser Fanatismus, Hoffnung und Verzweiflung aufeinander prallen. Der ruhige Ton und die langsame Entwicklung der Handlung laufen Gefahr, von manchen Lesern als langweilig... Ein ungewöhnlicher Roman, der mich vor allem atmosphärisch überzeugt hat. Die karge, kalte Landschaft setzt einen passenden Rahmen für die düstere Geschichte, in der Glaube und Aberglaube, religiöser Fanatismus, Hoffnung und Verzweiflung aufeinander prallen. Der ruhige Ton und die langsame Entwicklung der Handlung laufen Gefahr, von manchen Lesern als langweilig erachtet zu werden. Aber wie heißt es so schön: "Stille Wasser sind tief". Und genau in diesem Sinne hat mich die Geschichte wie ein Sog mitgerissen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Gerade die Unaufgeregtheit der Erzählweise ist es, die das Geschehen noch nachhaltiger wirken lässt und die wenigen Momente, in denen tatsächlich etwas schreckliches passiert, wirken umso eindringlicher auf den Leser. Dieser Schreibstil des Autors (soweit man das bei einer Übersetzung beurteilen kann) hat mich wirklich beeindruckt, so dass ich nach weiteren Werken Ausschau halten werde. Klare Kaufempfehlung! (Ich habe das Buch im Austausch gegen eine ehrliche Rezension erhalten)

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Erwartungshaltung! Sehr spezieller Mix à la Gothic Novel
von StefanieFreigericht am 11.09.2016

Ich fand ?Loney? durchaus gut geschrieben - aber inhaltlich sollte man sich einstellen auf einen Mix aus, hm, ?Wenn die Gondeln Trauer tragen?, Zafóns ?Der dunkle Wächter? und Enid Blyton-Abenteuerroman mit Spukschloß ? wer hier zu lesen beginnt, lässt sich darauf ein, dass dieses Buch ziemlich sicher... Ich fand ?Loney? durchaus gut geschrieben - aber inhaltlich sollte man sich einstellen auf einen Mix aus, hm, ?Wenn die Gondeln Trauer tragen?, Zafóns ?Der dunkle Wächter? und Enid Blyton-Abenteuerroman mit Spukschloß ? wer hier zu lesen beginnt, lässt sich darauf ein, dass dieses Buch ziemlich sicher anders sein wird, als erwartet. Was habe ich Enid Blytons Bücher geliebt als Kind ? Fünf Freunde, etc? Irgendwo gab es immer wieder ein geheimnisvolles Haus im Nirgendwo. Da ich die alten Bücher gerade wegen einer Umräum-Aktion in der Hand gehabt hatte, war ich wohl in der passenden Stimmung für dieses Buch. Ich fühlte mich wie in einem meiner Kindheitsbücher ? in einer Version für Erwachsene. Weniger hinsichtlich irgendwelcher ?expliziten Szenen? ? das Buch hat da eigentlich nur einen dezent exhibitionistischen Landstreicher an einer Bushaltestelle zu bieten, etwas totes Wild sowie einigem, was nur der Phantasie überlassen wird ? soviel Horror, wie vom Kopfkino eben gewünscht. Nein, ?erwachsen? dank eines Vokabulars des strengen Katholizismus: Dabei ist Glaube an sich keine Voraussetzung für die Lektüre ? allein das Wissen hilft, z.B. um den Zusammenhang ?Christus, Lamm Gottes? angesichts der Lämmergeburt auf dem Weg erfassen zu können und somit die Ergriffenheit der österlichen Gruppe nachzuvollziehen (wer hier schon aussteigt, wird vieles nicht verstehen können). Inhaltlich ist der Roman am ehesten als eine Art ?Gothic Novel? einzuordnen (die Kategorie, der ?Frankenstein? angehört). Die Handlung bezieht sich auf die Erlebnisse der Brüder ?Tonto?, des Ich-Erzählers (sein richtiger Name wird nie genannt), und seines älteren Bruders, Andrew, genannt Hanny. Der junge Hanny spricht nicht ? warum, Autismus, Mutismus, geistige Behinderung, erschließt sich nicht. Sie werden besonders von ihrer Mutter streng im Glauben erzogen, wobei diese durchaus vermittelt, allein über die Rechtgläubigkeit urteilen zu können. Der jüngere Bruder erhält hauptsächlich die Aufgabe als Hüter seines Bruders Hanny ? er fungiert dabei auch als eine Art ?Dolmetscher?, da die Brüder, wenn sie zusammen sind, in einer sehr eigenen Welt leben. Die Pilgergruppe der Gemeinde, der auch die Familie angehört, ist bestrebt, mit einer österlichen Wallfahrt die Heilung von Hanny herbeizuführen, ja, in der Sicht der Mutter quasi zu erzwingen. Was nicht gelingt, dafür wurde einfach nicht genug gebetet, geglaubt, verzichtet,? ?Ihm war klargeworden, was ich schon seit langem über Mummer wusste: Wenn nur ein Teil wegbrechen würde, ein Ritual ausgelassen oder ein Verfahren aus Bequemlichkeit abgekürzt, dann würde ihr ganzer Glauben kollabieren und zerschmettern.? S. 143 Das Umfeld ist entsprechend, der verstorbene frühere Pfarrer trieb dann auch seinen Ministranten die Selbstbefriedigung aus, indem er sie zwang, fest in Nesseln zu greifen (nein, kein weiteres Buch zu Kirche und sexuellem Missbrauch). Dem gegenüber steht die phantasievolle Welt der Brüder, bei der Hanny mit einem Glas voller Nägel zu verstehen gibt, Schmerzen zu haben, oder die Jungs Geheimverstecke pflegen. In ?The Loney? allerdings, der titelgebenden Landschaft nahe Lancasters an der Westküste Englands, herrscht eine unterschwellig düster-bedrohliche Stimmung: hier ist das traditionelle Ziel der österlichen Pilgerfahrt. Von hier aus dringt auch der Horror in die Erinnerungen des Ich-Erzählers?man muss dann am Ende schon genau aufpassen, um die verschwundenen körperlichen Leiden gesammelt im Keller wiedererkennen zu können (wieder ein christliches Motiv, kombiniert mit der völligen Verkehrung) ? analog dazu wirkt einiges am Glauben mit seinen volkstümlichen Anteilen und seinen Ritualen fast wie Aberglaube - ich verwirre hier vielleicht, aber sonst würde ich zu viel verraten. Dem ?Fünf-Freunde-Fan? in mir gefiel die atmosphärische Darstellung sehr ? beim Inhalt änderte ich meine Meinung während der Lektüre und danach regelmäßig. Aber wegen des Muts zu einem solch ungewöhnlichen Thema und Stil komme ich auf 4 von 5 Sternen. Nicht einfließen lasse ich gewisse eher stilistische Schlampigkeiten mindestens der deutschen Übersetzung, die zwar verbreitet sind, aber in diesem Beruf nicht auftreten dürften wie S. 31 ?Er entschuldigte sich? statt ?er bat um Entschuldigung?

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Gestochen scharfes Werk
von Julia Lotz aus Aßlar am 11.09.2016

Inhalt: The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine brüchige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt,... Inhalt: The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine brüchige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt, von seiner Krankheit erlöst werden. Dreißig Jahre später legt ein Erdrutsch bei The Loney die Leiche eines Babys frei. In Hannys jüngerem Bruder Tonto weckt dies Erinnerungen an jene Reise, die er all die Jahre tief in seinem Inneren verborgen hatte. Doch jetzt drängt die Vergangenheit mit Macht an die Oberfläche und droht, ihm den Boden unter den Füßen wegzureißen. Dieser ungewöhnliche, faszinierende Roman erweckt mit stilistischer Brillanz und einem virtuosen Gespür für Zwischentöne Charaktere und Landschaft zum Leben. Zugleich stellt er grundsätzliche Fragen nach dem Wesen von Glauben und Aberglauben, Vertrauen und Hoffnung. (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Das Cover des Buches zieht magisch an und hat man es erst einmal in den Händen, so wird man auch direkt vom Klappentext begeistert. Loney scheint alles zu haben, was ein guter Roman braucht. Eine mysteriöse Atmosphäre, die viel zum Feeling des Buches beiträgt, eine Leiche, die auf ein Verbrechen hinweist, das gelöst werden will und einen Hinweis darauf, dass der Schreibstil brillant ist, viele von dem Buch begeistert waren. Und doch schwingt da ein gewisses Misstrauen mit, wenn man die Worte Glaubensgemeinschaft und pilgern liest. Es gibt einen ersten Hinweis darauf, dass das Buch tief in einer religiösen Thematik verankert ist und das ist der Punkt, der im ersten Moment ein wenig zurückweichen lässt. Es stimmt, die Religion spielt einen großen Part in der Geschichte. Sie ist die, die die Protagonisten motiviert, die das Geschehen vorantreibt oder es auch manchmal im Vorangehen behindert. Religion ist ein sehr schwieriges Thema in Romanen, denn sie ist kein großer Teil der Gesellschaft mehr und viele stehen ihr skeptisch gegenüber. Vor allen Dingen, wenn man das aktuelle Geschehen mit verfolgt. Andrew Michael Hurley hat diese Thematik aber gekonnt im Werk eingebaut. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Handlung, wird aber kritisch betrachtet und gibt dem Leser zahlreiche Denkanstöße. Das ganze jedoch, ohne zu wertend zu wirken. Das Buch offenbart zwei Sichten auf den Katholizismus, die ihn nicht in eine Schublade stecken sondern vielmehr dem Leser näher bringen können. Die Geschichte erfährt der Leser aus der Sicht Tontos. Er ist Hannys jüngerer Bruder und trotzdem ist er in der Position, in der er sich um seinen Bruder kümmern soll, denn wie so oft gesagt wird, ist Hanny ein Junge im Körper eines Mannes. Er spricht kaum und ist mehr Kind in seinem Verhalten, was auf eine Behinderung schließen lässt. Hannys und Tontos Mutter glaubt fest daran, dass Gott Hanny heilen kann und so schwört sie auf eine Pilgereise nach Loney, die, zum ersten Mal nach dem Tod des alten Pfarrers, wieder absolviert wird. Der neue Pfarrer kann jedoch nicht alle Mitglieder der streng gläubigen Gemeinde begeistern und Hannys Mutter fürchtet, dass ihr Sohn so nicht geheilt werden kann. An all das erinnert sich Tonto viele Jahre später als in Loney eine Babyleiche gefunden wird. Es lässt den Leser von Anfang an nicht los, denn man hat das vage Gefühl, dass die Pilgergruppe in diesen Vorfall verwickelt ist und das ganze Buch über suchen wir nach einer Antwort auf den Verdacht und werden dabei sehr unterhalten. Was zu einem großen Teil zu dieser Handlung beiträgt ist die Kulisse, die Hurley in seinem Werk geschaffen hat. Loney ist ein verlassenes Dörfchen an der Küste Englands. Nebel, eine hohe Luftfeuchtigkeit und somit nasskaltes Wetter prägen das Leben dort und man muss nicht dort gewesen sein, um zu erahnen, wie die Atmosphäre dort ist. Unheimlich, mystisch und bedrückend. Sie schwingt beim Lesen mit und hebt so die Spannung des Buches an. Besonders auch die Szenen nachts und die Begegnungen mit den wenigen verbliebenen Bewohnern Loneys sind noch einmal ein ganzes Stück atmosphärischer und haben sehr zur Stimmung des Buches beigetragen. Fazit: Mit Loney hat Andrew Michael Hurley ein gestochen scharfes Werk geschaffen, das besonders durch seine Atmosphäre und das Geheimnis, das es verbirgt, wirkt. Hin und wieder gab es einige Längen und die religiöse Thematik kann anfangs skeptisch betrachtet werden. Kritiker haben aber recht, wenn sie dieses Buch loben und wir haben hoffentlich nicht zum letzten Mal von Hurley gehört. Vielen Dank an netgalley und ullstein für das tolle *Rezensionsexemplar.

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Sehr düster und ergreifend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Böbrach am 09.09.2016

In dem Buch "Loney" von Andrew Michael Hurley geht es um den Hauptprotagonisten Tonto, der in einer streng christlichen Familie aufwächst. Das Buch ähnelt einem Bericht Tontos über die Geschehnisse während seines Aufenthalts in The Loney zusammen mit seinen Eltern, seinem stummen, älteren Bruder, einem jungen Pfarrer und noch... In dem Buch "Loney" von Andrew Michael Hurley geht es um den Hauptprotagonisten Tonto, der in einer streng christlichen Familie aufwächst. Das Buch ähnelt einem Bericht Tontos über die Geschehnisse während seines Aufenthalts in The Loney zusammen mit seinen Eltern, seinem stummen, älteren Bruder, einem jungen Pfarrer und noch vier weiteren Freunden der Familie. Wir befinden uns im Jahr 1976 und Ziel dieses Ausfluges soll die Heilung des älteren Bruders sein. Seine Mutter empfindet es als Last und Prüfung Gottes, dass ihr ältester nicht reden kann, doch sie hat einen Plan, wie sie sich selbst wieder Frieden verschaffen kann. Während ihres Aufenthaltes passieren plötzlich merkwürdige Dinge und dreißig Jahre später, wird an diesem Ort eine Babyleiche gefunden und die Brüder, nun erwachsen, sehen sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und konnte mich vollkommen fesseln und einnehmen. Vor allem die durchweg düstere Spannung im Buch kommt sofort rüber und lässt einen nicht mehr los, auch wenn man das Buch beendet hat. Der Schreibstil des Autors spielte dabei keine unwesentliche Rolle. Er wusste die Stimmung durch seine Wortwahl zu unterstützen. Im Zusammenhang mit der Religion, die in seinem Buch immer gegenwärtig ist, hat er es geschafft viele tiefgründige, aber auch kritisierende Gedanken zu formen. Sein Stil ist etwas anspruchsvoller, dennoch sehr angenehm zu lesen und ich hatte einfach nur Spaß an seinen Formulierungen. Die Geschichte blieb durchgehend spannend. Es gab nicht einen Moment, der mir unnötig in die Länge gezogen vorkam. Tatsächlich konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Ständig passierte etwas, das mich weiterlesen ließ. Vor allem gab es auch oft sehr unerwartete Geschehnisse, die einfach Gänsehaut bereiteten. Dazu kam, dass man ständig auf neue Geheimnisse stieß, die einen mehr und mehr dazu antrieben, das Buch zu beenden und herauszufinden, was es damit alles auf sich hat. Die Charaktere waren alle herausragend getroffen. Besonders die Familie des Hauptprotagonisten waren sehr interessant zu beobachten. Stellvertretend hierfür nenne ich die Mutter und das insgeheime Oberhaupt der Sippe. Sie ist absolut fanatisch, wenn es um ihren Glauben geht und sehr altmodisch. Dementsprechend reagiert sie auf die kleinsten Abweichungen der Norm sehr extrem und weigert sich Änderungsvorschläge auch nur in Betracht zu ziehen. In allem bezieht sie sich auf Gott, so auch wenn es darum geht, dass ihr ältester Sohn stumm ist. Die Religion hat sie sehr kalt und stumpfsinnig gemacht, wenn nicht sogar egoistisch. Im Laufe des Buches wird sie definitiv an ihre Grenzen stoßen. Ich fand es großartig, wie sehr mich dieser Charakter auch zum Nachdenken anregen konnte, besonders zum Thema "Wie viel Gottesfurcht und Leben nach Vorgabe ist gesund". Insgesamt hat mich das Buch absolut überzeugt, eben durch Schreibstil und der damit verbundenen Stimmung, aber auch den Charakteren. Es gab Stellen im Buch, die mich sehr rühren konnten und die mich auch jetzt noch nicht losgelassen haben. Den einen Stern Abzug gebe ich, weil ich mir am Schluss eine klarere Auflösung gewünscht hätte. Das Ende bleibt zwar nicht gänzlich offen, doch haben mir persönlich die Details gefehlt, da der Autor mich doch sehr neugierig gemacht hatte. Ich bin mir allerdings sicher, dass dies die Absicht des Autoren war. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, auch an Leute, die gerne Geistergeschichten lesen, denn von der Atmosphäre her war diese Buch dem gar nicht so unähnlich. Zum Schluss möchte ich noch meine Bewunderung und meinen Respekt an den Autoren aussprechen, denn es gilt zu beachten, dass "Loney" sein Debut-Roman war. Einen besseren Start als Autor kann mich sich, denke ich nicht wünschen! https://www.vorablesen.de/buecher/loney/rezensionen/sehr-duster-und-ergreifend

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Mysteriöse Geschehnisse
von einer Kundin/einem Kunden aus Brandenburg am 09.09.2016

Das Buch „Loney“ ist in der Ich-Form von Tonto erzählt, wobei sein Leben als Erwachsener eher eine Nebenrolle spielt. Seinen richtigen Namen erfährt man im Laufe des Buches nicht. Es beginnt mit einem Unwetter im Norden des Landes, dabei stürzt in Coldbarrow bei einem Erdrutsch ein altes Haus in... Das Buch „Loney“ ist in der Ich-Form von Tonto erzählt, wobei sein Leben als Erwachsener eher eine Nebenrolle spielt. Seinen richtigen Namen erfährt man im Laufe des Buches nicht. Es beginnt mit einem Unwetter im Norden des Landes, dabei stürzt in Coldbarrow bei einem Erdrutsch ein altes Haus in die Tiefe und das Skelett eines Babys wird gefunden. Das ruft bei Tonto Erinnerungen wach, die dreißig Jahre zurück liegen. Erst wollte er seinen Bruder Hanny anrufen, aber der arbeitet inzwischen als Pfarrer, hat eine Familie und erfolgreich ein Buch veröffentlicht. Er erinnert sich an seine Kindheit, als er mit seinen Eltern, Bruder Hanny und dem Gemeindepfarrer Father Wilfred jedes Jahr Ostern in The Loney den Schrein der heiligen Anna besuchte. Dort wurde für Hanny gebetet, der „von kindlichem Gemüt“ war und von seiner Krankheit erlöst werden sollte. Die Mutter der Jungen war eine religiöse Fanatikerin und (mir) eine sehr unsympathische Frau. Sie konnte sich mit Hanny’s Schicksal nicht abfinden. Loney war eine gefährliche Gegend, in der jedes Jahr Menschen und Tiere durch die einbrechende Flut ertranken. Eines Abends ging Father Wilfred an den Strand und kam verändert zurück. Seit dem gab es die Pilgerreise nicht mehr. Nach Father Wilfreds Tod sollte die alte Tradition unter Father Bernard wieder aufleben. Im weiteren Verlauf erzählt Tonto, wie er die Tage hauptsächlich mit seinem Bruder verbrachte und wie sich das Zusammenleben mit den anderen Teilnehmern der Pilgerfahrt gestaltete. Die Mutter erklärt Father Bernard ständig mit einem gewissen Unmut die alten Regeln, die Fahter Wilfred eingeführt hatte. Obwohl in dem Buch gar nicht so viel passiert, versteht es der Autor durch seine sehr anschauliche Schreibweise das Gefühl zu vermitteln, dass man überall selbst dabei ist, sodass ich am Ende doch recht fasziniert war von der Geschichte. Es erfolgt zwar keine komplette Aufklärung der Geschehnisse, aber da muss man eben die eigene Phantasie spielen lassen. Das Cover sieht auf den ersten Blick recht unscheinbar und einfarbig aus, doch bei näherer Betrachtung könnte man das abgerutschte Haus am Hang erkennen. Einziger Farbklecks ist der kleine rote Blutstropfen, der am Ast hängt. Allerdings habe ich den Einband beim Lesen abgenommen, damit er sich nicht so schnell abnutzt. Das Buch ist auch mit einem Lesezeichenband versehen, was günstig ist für Leser, die weniger Lesezeichen besitzen als ich.

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Tolles Cover, Inhalt etwas gläubiger
von einer Kundin/einem Kunden aus Hanau am 13.11.2016

Mir hat der Roman „Loney“ von Andrew M. Hurley ganz gut gefallen. Der Autor schreibt schön bildhaft, so dass man sich Vieles gut vorstellen kann. Die Charaktere sind ebenfalls ganz angenehm, aber hätte mir für die Handlung etwas mehr Spannung/ Geheimnisvolles gewünscht, denn dauert leider etwas länger bis das Übernatürliche... Mir hat der Roman „Loney“ von Andrew M. Hurley ganz gut gefallen. Der Autor schreibt schön bildhaft, so dass man sich Vieles gut vorstellen kann. Die Charaktere sind ebenfalls ganz angenehm, aber hätte mir für die Handlung etwas mehr Spannung/ Geheimnisvolles gewünscht, denn dauert leider etwas länger bis das Übernatürliche kommt. Zum Ende wird es dann schon noch unheimlicher. Der Ich-Erzähler Tonto hat einen stummen älteren Bruder Andrew. Ein Teil der religiösen Geheimnisse pilgert rund um den jeweiligen Father an die Küste um eine Heilung für Andrew zu erhalten. Der christliche Glaube ist ein wichtiges Thema in diesem Buch und mir teilweise etwas zu viel, gerade bei Gesprächen zwischen der Mutter und der Köchin. Einige Jahre später wird eine Babyleiche gefunden und Tonto, mittlerweile Familienvater und Priester, lässt die letzten Jahre Revue passieren und schreibt eine persönliche Geschichte auf. Auf dem Buchumschlag sieht man nur beim genaueren Hinschauen den Blutstropfen, der von den Ästen tropft und macht den Umschlag zu etwas Besonderem. Insgesamt mal etwas Anderes, aber vermutlich mehr für Menschen geeignet, die etwas gläubiger sind.

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Kommt die Wahrheit ans Licht?
von einer Kundin/einem Kunden aus Witten am 31.10.2016

In Andrew Michael Hurleys stark beachtetem, mehrfach ausgezeichnetem Debütroman geht es um eine 30 Jahre und teilweise noch länger zurückliegende Geschichte, die Ich-Erzähler “Tonto“, dessen Vornamen der Leser nie erfährt, in langen Rückblenden erzählt. Nach schweren Herbststürmen, die einen Erdrutsch auslösen, wird am Fuß der Klippen auf Coldbarrow im... In Andrew Michael Hurleys stark beachtetem, mehrfach ausgezeichnetem Debütroman geht es um eine 30 Jahre und teilweise noch länger zurückliegende Geschichte, die Ich-Erzähler “Tonto“, dessen Vornamen der Leser nie erfährt, in langen Rückblenden erzählt. Nach schweren Herbststürmen, die einen Erdrutsch auslösen, wird am Fuß der Klippen auf Coldbarrow im Nordwesten Englands die Leiche eines Babys gefunden. Der Erzähler hat immer versucht, die damaligen Ereignisse zu vergessen und gehofft, dass sie niemals ans Licht kommen würden. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen älteren Bruder Andrew Smith, genannt Hanny zu schützen und zwar so übertrieben, dass er sich seit längerer Zeit in Therapie befindet. Was ist damals geschehen? Jahrelang nahm die Familie Smith mit anderen Mitgliedern der Gemeinde St. Jude´s in London in der Karwoche an religiösen Freizeiten zusammen mit dem Gemeindepfarrer Father Wilfred teil, bis dieser Brauch aus verschiedenen Gründen für einige Jahre ruhte. Nachdem der Pfarrer plötzlich und unter mysteriösen Umständen verstorben war, wollten einige Mitglieder der Gemeinde, allen voran Mrs Smith, die Pilgerreisen wieder aufnehmen und an den alten Ort zurückkehren. Die Mutter der Jungen praktiziert einen extremen fanatischen Katholizismus, der sie Father Bernard, den neuen umgänglichen und weltgewandten Priester, ablehnen lässt. In ihren Augen kann er dem verstorbenen Father Wilfred, der Hölle und Verdammnis predigte und seine Ministranten sadistisch bestrafte, nicht das Wasser reichen. Die Gruppe mietet ein baufälliges altes Haus namens Moorings in dem The Looney genannten Gebiet zwischen zwei Flussmündungen. Es ist eine gefährliche Gegend, denn die unkalkulierbaren Gezeitenwechsel haben schon viele Menschen das Leben gekostet. Höhepunkt der Pilgerfahrt ist der Aufstieg zum Schrein der Heiligen Anna, wo die Gruppe um die Heilung von Tontos älterem Bruder Hanny beten will. Ein Wunder soll ihn von seiner Stummheit heilen. Das Wunder bleibt aus. Dafür erleben die Jungen verstörende Dinge in Thessaly auf der vorgelagerten Insel Coldbarrow, wo sie auf merkwürdige Menschen treffen. Nicht nur hier praktizieren Einheimische heidnische Rituale. Es passieren rätselhafte und übernatürliche Dinge: ein Busch blüht zur Unzeit, es geschehen Wunderheilungen, Mitglieder der Gruppe finden einen die Kreuzigung Christi parodierenden Totempfahl . Der Autor malt eine Wortkulisse, beschreibt die wilde Schönheit der Landschaft und schafft eine Atmosphäre des Unheimlichen, Bedrohlichen. Hurleys Roman gehört in die Tradition der Gothic Novel, des Schauerromans, der seine Blütezeit in der zweiten Hälfte des 18. Und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte, aber der Autor setzt die Elemente des Genres sparsam und unaufdringlich ein. Am Ende gibt es nicht für alles eine eindeutige Erklärung. Entscheidend ist, dass die damaligen Ereignisse die Betroffenen, vor allem die beiden Jungen, für immer verändert haben. Der Roman behandelt neben der Familiengeschichte eine Vielzahl von Themen: alle Aspekte des Glaubens inklusive religiösem Fanatismus und Aberglauben sowie Verlust desselben, Schuld und Vergebung. Es passiert nicht viel, und der Roman hat durchaus einige Längen, aber die atmosphärische Dichte und die für einen Debütroman erstaunliche sprachliche Qualität sind beeindruckend. Anders als alles, was man so kennt, aber durchaus empfehlenswert.

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Loney
von CanYouSeeMe am 05.10.2016

‚Loney‘ besticht auf den ersten Blick mit einem unaufdringlichen aber doch auffallenden, minimalistischen Cover. Es verströmt eine mystische Atmosphäre und auch der Klappentext verspricht ein spannendes, düsteres Buch. Der Schreibstil des Autors ist zurückhaltend und beschreibend, liest sich aber flüssig. Die verwendete Sprache ist verständlich, passt sich den unterschiedlichen... ‚Loney‘ besticht auf den ersten Blick mit einem unaufdringlichen aber doch auffallenden, minimalistischen Cover. Es verströmt eine mystische Atmosphäre und auch der Klappentext verspricht ein spannendes, düsteres Buch. Der Schreibstil des Autors ist zurückhaltend und beschreibend, liest sich aber flüssig. Die verwendete Sprache ist verständlich, passt sich den unterschiedlichen Charakteren an und ist somit authentisch. Die Charaktere an sich sind solide, ich hätte mir jedoch etwas mehr Facettenreichtum gewünscht, vor allem bei Tonto, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird. Die Handlung plätschert stets vor sich hin, die Spannung bleibt durchweg auf einem gleichbleibenden, eher geringen Level. Gelegentliche spannungsgeladene Momente, wie Ungereimtheiten bei dem neuen Pfarrer und der schon fast fanatisch religiösen Mutter der beiden Jungen vergehen viel zu kurz und können die Spannungskurve nicht erhöhen… Auch das Ende ist eher ernüchternd – als Leser kann man sich zwar zusammenreimen, wie es zu dieser Babyleiche kam und was geschehen ist, aber wirklich daran Teil hat man nicht. Die gesamte Geschichte steuert auf diese Geschehnisse hin, sie sind quasi der Höhepunkt des Buches und sie bleiben größtenteils unausgesprochen, was ich persönlich äußerst schade finde. Insgesamt ist ‚Loney‘ ein Buch mit einer besonderen Atmosphäre, man erwartet auf jeder neuen Seite eine spannende Wende, ein unvorhergesehenes Ereignis – aber es kommt nicht. Schreibstil und Sprache sind ausgezeichnet und atmosphärisch, auch die Charaktere sind authentisch dargestellt, leider fehlt es der Handlung an Schwung und Spannung.

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